2024 - Einsichten mit 50

22.01.2024 - 40 zu werden hat sich schon komisch angefühlt. Aber 50 ist eine Zahl, die irgendwie surreal ist. Ich weiß nicht wie es anderen in diesem Alter geht, aber ich fühle mich nicht wie 50. Ok, ich brauche jetzt eine Lesebrille, aber ansonsten bin ich fit, wofür ich sehr dankbar bin. Wie schon mit 30 und 40 in diesem Blog geschrieben, bin ich nach wie vor auch sehr dankbar, dass ich mit dem was ich liebe auch noch Geld verdiene. Allerdings setzt sich hier mit zunehmendem Alter eine neue Erkenntnis durch. Diese lässt sich schön an einer kleinen Geschichte darstellen, die ich schon vor langer Zeit in den Weiten des Internets gefunden hatte.

Ein kleiner Hafen in Mexico um 11 Uhr. Ein Fischer sitzt unter seinem Sombrero entspannt und friedlich in seinem Boot und schaut aufs Wasser. Da schlendert ein Tourist herüber und spricht den Mexikaner an: "Musst Du tagsüber nicht arbeiten?" - Der Fischer antwortet: "Warum sollte ich?" - "Damit Du noch mehr Fische fangen kannst." - "Wozu soll das gut sein?" - "Na dann kannst Du mehr Geld verdienen." - "Und wozu das?" - "Wenn Du mehr Geld hast brauchst Du nicht mehr so viel zu arbeiten und kannst mal frei machen und hättest Zeit, dich mal richtig zu entspannen." (frei nach Heinrich Böll)

Mit 50 wird einem mehr und mehr klar, dass das Leben endlich ist und man die meiste Zeit davon schon hinter sich hat. Die Zeit scheint außerdem immer schneller zu vergehen, was die verbleibende Spanne noch kürzer erscheinen lässt. Seine Arbeit mit Freude machen zu dürfen ist ein Geschenk und eine erfüllende Arbeit gibt dem Leben Sinn. Sich ab und zu einfach mal eine zusätzliche Auszeit zu gönnen erscheint mir aber mittlerweile auch sinnvoll. Mal schauen, ob und wie ich das umgesetzt bekomme... :-)