1989 - Rock AG am Gutenberg-Gymnasium

1989 gründete sich eine Arbeitsgemeinschaft mit dem Titel "Rock-AG" (nein, die hatte nichts mit Nähen zu tun!). Damals hatte ich die Nase voll von schlechten Orgellehrern, ich hatte insgesamt 3, alle hatten nicht studiert und waren lausige Spieler. Und so hörte ich mit dem Unterricht auf und wurde Keyboarder der Rock-AG. Eine wichtige Erfahrung im Hinblick auf die Gründung meiner ersten Schülerband.

Der nachfolgende Text stammt aus dem Jahr 2008. Ich versuche mich fast 20 Jahre später noch einmal zu erinnern, wie es damals war, und das ist nicht leicht. Ich weiß noch, dass neben meinem Yamaha V50 noch eine Korg M1 (Markus), ein Casio FZ1 (Jürgen) und ein Yamaha DX7II (Michael) am Start war. Vier Keyboarder in einer Band, absoluter Wahnsinn!

Ich weiß auch noch, dass Johannes Schlagzeug, Roland Gitarre (als einer von vielen) und Nils Bass gespielt hat, alles andere ist mir entfallen. An die Stücke, die wir damals gespielt haben, kann ich mich auch nur teilweise erinnern. Es waren einfache Rockstücke a la "Smoke On The Water" von Deep Purple, "Beds Are Burning" von Midnight Oil oder "The Wall" von Pink Floyd. Ein Musiklehrer leitete das ganze.

Nun ja, es ist lange her, aber ich weiß noch genau, dass es damals recht motivierend war, an einem solchen Projekt teilzunehmen. Deshalb ermuntere ich meine Schüler immer dazu, eine solche Chance wahrzunehmen, sobald sie sich bietet. Ich stelle dann immer wieder fest, dass Schüler, die in einer Band spielen (sei es eine AG in der Schule oder eine eigene Combo) bedeutend motivierter sind und größere Lernerfolge erzielen. Das ist auch klar: man hat ja ein Ziel!

Auf der Bühne zu stehen mit einer Band ist nach wie vor cool. Man wird bewundert und beachtet, erfährt Anerkennung für etwas, das man leistet und zu dem andere nicht in der Lage sind. Der Lohn für stundenlanges Üben und Proben: Jubel und Applaus! Dabei ist gar nicht so entscheidend, welche musikalische Qualität der Vortrag hat. Jeder hat mal angefangen. Und wer einmal auf der Bühne stand, ist in der Regel bestrebt, besser zu werden, um seine Vorstellung beim nächsten Mal noch zu übertreffen. Egal ob für sich selbst oder für andere.