Blaimer mit seinem neuen Programm „Wechseljahre“
Wechseljahre und Spaß dabei?
Von wegen! Wenn jemand weiß, wie wenig lustig die Männerwechseljahre sind, dann Blaimer.
In seiner musikalischen Lesung kämpft er sich durch Hormonschwankungen, senile Bettflucht, Gewichtszunahme und Gedächtnislöcher, bewaffnet mit Johanniskraut, Schnaps und der verzweifelten Hoffnung, dass ein Whiskyseminar vielleicht doch hilft.
Tut’s aber nicht.
In seinem Programm packt er all das aus: Falten, Hörgeräte, Meditationsanleitungen, Räucherstäbchen, Medikamentenlisten, die kleinen und großen Stimmungstiefs, den Alkohol, die Panik, den Humor. Und er stellt, age-gebashed, schließlich fest: Für alternde Künstler ab der Andropause gibt es keine Rente; es gibt nur noch Schmerztabletten und die vier Bs: Blutdrucksenker, Blutfettsenker, Betablocker und den Blues.
Ein Thema, über das niemand sprechen will, das aber alljährlich die Pharmaindustrie in höchste Euphorie versetzt.
Mit seiner Gitarre erzählt Blaimer eineinhalb Stunden lang, wie es wirklich ist, mittendrin zu stecken – mitten in den Männerwechseljahren.
Und er tut es auf seine Art: ehrlich, schmerzhaft und urkomisch.