Hebr 6:1 - Darum wollen wir den Anfang der Christus-Lehre (23*) dahinten lassen und der vollen Reife zustreben (24*) und nicht noch einmal den Grund legen, [indem wir reden über] die Abkehr (25*) von toten Werken und den Glauben an Gott,
23* o. die Anfangsstufe (die Anfangslektionen) der Christusbotschaft (w. das Wort des Anfangs des Christus)
24* o. und uns dem Vollkommenen (dem, was zum Ziel hinführt) zuwenden
25* o. Umkehr, Sinnesänderung (Mk 1:4 - Lk 5:32 - Apg 5:31 - Apg 11:18) →📗 →📚
Hebr 6:2 - die Lehre von Taufen (26*) und vom Auflegen der Hände, von Totenauferstehung und vom ewigen Gericht (27*).
26* o. Waschungen
27* o. vom richterlichen Gottesurteil der kommenden Weltzeit (vgl. Mt 25:31-46 - 2Thes 1:6-10) →📗 →📚
Hebr 6:3 - Und das wollen wir tun, sofern Gott es erlaubt.
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Hebr 6:4 - Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet worden sind und geschmeckt haben die himmlische Gabe und Heiligen Geistes teilhaftig geworden sind
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Hebr 6:5 - und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Kräfte der kommenden Weltzeit (28*)
28* o. des zukünftigen Zeitalters (Äons) →📗 →📚
Hebr 6:6 - und doch abgefallen sind (29*), wiederum zur Umkehr zu erneuern (30*), da sie den Sohn Gottes für sich selbst aufs Neue kreuzigen und öffentlich bloßstellen.
29* Es sind Menschen, die erleuchtet waren, ohne sich jedoch für Jesus entschieden zu haben; sie haben die Heilsgüter Gottes immer nur unverbindlich gekostet (geschmeckt, probiert). Sie standen kurz vor der Sinnesänderung (Umkehr) und haben sie dann doch verweigert.
30* o. von neuem zur Sinnesänderung zu führen →📗 →📚
Hebr 6:7 - Denn das [Acker-]Land, das den häufig darauf niedergehenden (31*) Regen trinkt und denen, für die es bestellt wird, einen nützlichen Ertrag (32*) hervorbringt, empfängt Segen von Gott;
31* w. darauf kommenden
32* w. nützliches Gewächs (o. Kraut) →📗 →📚
Hebr 6:8 - bringt es aber Dornen und Disteln hervor, so ist es unbrauchbar und dem Fluche nahe, was am Ende zur Verbrennung [führt].
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Hebr 6:9 - Wir sind aber im Blick auf euch, Geliebte, trotz des [eben] Gesagten (33*) vom Besseren und Heilbringenden (34*) überzeugt.
33* w. wenn wir auch so reden
34* o. zum Heil Gehörenden, mit Rettung Verbundenen →📗 →📚
Hebr 6:10 - Denn Gott [ist] nicht ungerecht, dass er euer Wirken und [eure] Liebe vergäße, die ihr seinem Namen gegenüber bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und [noch] dient (35*).
35* griech. diakoneo = dienen, bedienen, helfen, unterstützen →📗 →📚
Hebr 6:11 - Wir wünschen aber sehr (36*), es möge ein jeder von euch denselben Eifer an den Tag legen, um die volle Gewissheit (37*) der Hoffnung bis zum Ende [zu bewahren],
36* o. sehnsüchtig
37* o. die ganze Fülle →📗 →📚
Hebr 6:12 - damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und geduldiges Ausharren (38*) die Verheißungen ererben.
38* o. Standhaftigkeit, geduldiges Warten →📗 →📚
Hebr 6:13 - Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er – da es keinen Größeren gab, bei dem er hätte schwören können – bei sich selbst
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Hebr 6:14 - und sagte: "Ganz gewiss werde ich dich über die Maßen segnen und dich reichlich mehren" (39*),
39* w. dich segnend segnen und dich mehrend mehren (1Mo 22:16,17) →📗 →📚
Hebr 6:15 - und so erlangte er durch geduldiges Ausharren das Verheißene.
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Hebr 6:16 - Menschen schwören ja bei dem, was größer ist als sie (40*), und als Ende jeder Widerrede [dient] ihnen der Eid zur Bekräftigung.
40* w. bei dem Größeren, vgl. Mt 5:34,35 - Jak 5:12 →📗 →📚
Hebr 6:17 - Als daher Gott den Erben der Verheißung das Unabänderliche seines Ratschlusses ganz besonders deutlich zeigen wollte, verbürgte er sich mit einem Eid (41*),
41* o. hat er mit einem Eid als Mittler gehandelt →📗 →📚
Hebr 6:18 - damit wir durch zwei unabänderliche Tatsachen (42*), bei denen Gott unmöglich gelogen haben kann (43*), einen starken Trost hätten (44*), die wir Zuflucht [dazu] genommen haben, das vor [uns] liegende Hoffungsgut (45*) zu ergreifen [und festzuhalten].
42* o. zwei Geschehnisse, die nicht wanken (nämlich Gottes Verheißungswort und Gottes Eidschwur)
43* vgl. 4Mo 23:19 - Tit 1:2
44* o. eine kräftige Ermunterung (einen starken Ansporn) erführen
45* o. die dargebotene Hoffnung →📗 →📚
Hebr 6:19 - In diesem besitzen wir einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang (46*),
46* d.h. in die unmittelbare Gegenwart Gottes im Allerheiligsten (vgl. zu "Vorhang" 3Mo 16:2 - 3Mo 16:12 - 4Mo 18:7 - Mt 27:51 - Hebr 9:3 - Hebr 10:20) →📗 →📚
Hebr 6:20 - wohin Jesus als Vorläufer für uns hineingegangen ist, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit (47*).
47* vgl. Hebr 5:6 - Hebr 5:10 →📗 →📚
Hebr 7:1 - Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes des Höchsten – der mit Abraham bei dessen Rückkehr von der Niederwerfung der Könige zusammentraf und ihn segnete –,
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Hebr 7:2 - dem Abraham auch den Zehnten von allem zuteilte, [heißt] zunächst übersetzt "König der Gerechtigkeit"; [er wird] dann aber auch "König von Salem" [genannt[, das heißt "König des Friedens" (48*).
48* vgl. 1Mo 14:17-20 →📗 →📚
Hebr 7:3 - Ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, ohne Anfang der Tage und Ende des Lebens (49*), vielmehr ein Abbild des Sohnes Gottes (50*): [so] bleibt er Priester für immer (51*).
49* So erscheint Melchisedek im Text von 1Mo 14:18. Aus dem Tatbestand fehlender Angaben im Text des AT zieht der Verfasser, dem rabbinischen Denken des Spätjudentums folgend, wichtige Schlüsse für den Vergleich mit Christus.
50* o. dem Sohne Gottes gleichgestaltet
51* Auch wenn in Ps 110:4 der Messias als Abbild Melchisedeks erscheint, so ist doch in Wahrheit Christus das Urbild des wahren, bleibenden Priestertums und Melchisedek das Abbild. In dieser geheimnisvollen Gestalt aus den Tagen Abrahams meinten die einen den Urvater Sem, andere einen Erzengel oder "eine Fleischwerdung des Heiligen Geistes" oder Jesus selbst (im AT erscheinend) zu sehen. Richtiger ist es wohl, an einen irdischen Priesterkönig zu denken. Das NT erwähnt Melchisedek nur im Hebräerbrief (Hebr 5:6 - Hebr 5:10 - Hebr 6:20 - Hebr 7:1 - Hebr 7:10,11 - Hebr 7:15 - Hebr 7:17). →📗 →📚
Hebr 7:4 - Schaut doch, wie groß dieser [Melchisedek ist], dem Abraham, der Stammvater (52*), sogar den Zehnten von den besten Stücken der Beute gab!
52* griech. "Patriarch" →📗 →📚
Hebr 7:5 - Zwar haben auch die von den Söhnen Levis, die das Priesteramt empfangen, den Auftrag, vom Volk den Zehnten zu erheben nach dem Gesetz (53*), also von ihren Brüdern, obwohl [auch] sie aus der Lende Abrahams hervorgegangen sind (54*);
53* vgl. 4Mo 18:21
54* o. von Abraham abstammen →📗 →📚
Hebr 7:6 - er aber, der seinen Stammbaum (55*) nicht von ihnen (56*) herleitet, hat von Abraham den Zehnten erhoben und den Träger der Verheißungen gesegnet.
55* griech. "Genealogie"
56* den Nachkommen Abrahams →📗 →📚
Hebr 7:7 - Es wird aber ohne allen Widerspruch das Geringere von dem Höheren (57*) gesegnet.
57* Das Wort "kreitton" (besser, vorzüglicher, höher, erhabener, mächtiger) kommt in diesem Brief voller Vergleiche häufig vor: Hebr 1:4 - Hebr 6:9 - Hebr 7:7 - Hebr 7:19 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 9:23 - Hebr 10:34 - Hebr 11:16 - Hebr 11:35 - Hebr 11:40 - Hebr 12:24. →📗 →📚
Hebr 7:8 - Und hier zwar (58*) nehmen sterbliche Menschen die Zehnten entgegen, dort aber einer, von dem bezeugt wird, dass er lebt.
58* nämlich im levitischen Priestertum →📗 →📚
Hebr 7:9 - Und sozusagen ist durch Abraham auch von Levi, der die Zehnten entgegennimmt, der Zehnte erhoben worden,
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Hebr 7:10 - denn er war noch in der Lende [seines] Vaters, als Melchisedek mit ihm zusammentraf.
→📗 →📚
Hebr 7:11 - Wäre nun die Vollendung (59*) durch das levitische Priestertum [zustande gekommen] – auf dieser Grundlage (60*) hat ja das Volk das Gesetz empfangen –, welches Bedürfnis hätte dann noch bestanden, einen andersartigen Priester nach der Ordnung Melchisedeks aufzustellen und [ihn] nicht nach der Ordnung Aarons zu benennen?
59* o. Vollkommenheit
60* o. in Verbindung mit ihm →📗 →📚
Hebr 7:12 - Wenn nämlich das Priestertum verändert wird, so muss notwendigerweise auch eine Veränderung des Gesetzes geschehen (61*).
61* Priestertum, Gesetz, Bund, Kult – alles wird aufgrund des Erlösungswerkes Christi verändert und muss dem "Besseren" weichen (Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 12:24). →📗 →📚
Hebr 7:13 - Denn der, vom dem dies gesagt wird (62*), hat einem anderen Stamm angehört, von dem niemand [je] mit dem Altar[dienst] zu tun hatte;
62* nämlich Jesus (ihm gilt Ps 110:4) →📗 →📚
Hebr 7:14 - [es ist] ja offenkundig, dass unser Herr aus [dem Stamm] Juda hervorgegangen (63*) ist – einem Stamm, über den Mose nichts in Bezug auf Priester ausgesagt hat.
63* o. entsprossen, aufgegangen (Mt 4:16 - Mt 5:45) →📗 →📚
Hebr 7:15 - Und noch viel klarer ist es (64*), wenn (nun) gleich dem Melchisedek ein andersartiger Priester auftritt,
64* w. Und es ist in höherem Maß noch ganz deutlich (nämlich dass Gott in Jesus Christus ein neues, andersartiges, "besseres", zur Vollendung führendes Priestertum einsetzen wollte) →📗 →📚
Hebr 7:16 - der es nicht nach einer Vorschrift des Gesetzes geworden ist, die sich auf [die Abstammung nach dem] Fleisch bezieht (65*), sondern nach der Kraft eines unauflöslichen Lebens (66*).
65* w. nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebotes
66* o. unzerstörbaren Lebens (vgl. Joh 11:25,26 - 1Kor 15:42,43) ("akatalytos", nur hier im NT) →📗 →📚
Hebr 7:17 - Von ihm wird ja bezeugt (67*): "Du [bist] Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks."
67* Ps 110:4 - Hebr 5:6 - Hebr 5:10 - Hebr 6:20 →📗 →📚
Hebr 7:18 - Es geschieht also einerseits die Aufhebung des vorangegangenen Gebots (68*) seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen –
68* o. die Ungültigkeitserklärung der vorher gültigen Vorschrift →📗 →📚
Hebr 7:19 - denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht -, andererseits aber die Einführung einer besseren Hoffnung (57*), durch die wir Gott nahen.
57* Das Wort "kreitton" (besser, vorzüglicher, höher, erhabener, mächtiger) kommt in diesem Brief voller Vergleiche häufig vor: Hebr 1:4 - Hebr 6:9 - Hebr 7:7 - Hebr 7:19 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 9:23 - Hebr 10:34 - Hebr 11:16 - Hebr 11:35 - Hebr 11:40 - Hebr 12:24. →📗 →📚
Hebr 7:20 - Und wie [dies] nicht ohne Eidschwur [geschah] (69*) – denn jene (70*) sind zwar ohne Eidschwur Priester geworden,
69* nämlich die Einsetzung Jesu als Priester
70* Aaron und seine Nachkommen (2Mo 4:14 - 2Mo 28:1 - Hebr 5:4) →📗 →📚
Hebr 7:21 - dieser aber mit Eidschwur durch den, der zu ihm sprach: "Geschworen hat der Herr und er wird es nicht bereuen (71*): Du [bist] Priester in Ewigkeit" –,
71* o. zurücknehmen (seinen Sinn nicht ändern) (Ps 110:4) →📗 →📚
Hebr 7:22 - so ist Jesus auch eines besseren Bundes (57*) Bürge (72*) geworden.
57* Das Wort "kreitton" (besser, vorzüglicher, höher, erhabener, mächtiger) kommt in diesem Brief voller Vergleiche häufig vor: Hebr 1:4 - Hebr 6:9 - Hebr 7:7 - Hebr 7:19 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 9:23 - Hebr 10:34 - Hebr 11:16 - Hebr 11:35 - Hebr 11:40 - Hebr 12:24.
72* o. Garant →📗 →📚
Hebr 7:23 - Auch sind jene in größerer Zahl Priester geworden, weil sie durch den Tod [daran] gehindert wurden zu bleiben,
→📗 →📚
Hebr 7:24 - dieser aber besitzt, weil er in Ewigkeit bleibt (73*), ein unwandelbares (74*) Priestertum.
73* vgl. Hebr 5:6
74* o. unveränderliches, unvergängliches (nicht auf einen andern übergehendes) →📗 →📚
Hebr 7:25 - Daher vermag er auch völlig (75*) zu erretten, die durch ihn Gott nahen (76*), weil er immerdar lebt, um für sie einzutreten (77*).
75* ganz und gar o. für immer
76* o. zu Gott kommen (Joh 14:6)
77* vgl. Hebr 9:24 - 1Jo 2:1 - Röm 8:34 →📗 →📚
Hebr 7:26 - Denn ein solcher Hoherpriester war auch nötig (78*) für uns: heilig, frei vom Bösen (79*), unbefleckt, abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden,
78* o. angemessen, geziemend, passend
79* o. ohne Falsch →📗 →📚
Hebr 7:27 - für den nicht täglich die Notwendigkeit besteht – wie für die [menschlichen] Hohenpriester –, zuerst für die eigenen Sünden Schlachtopfer darzubringen (80*), danach für die des Volkes; denn dies hat er ein für alle Mal (81*) getan, indem er sich selbst darbrachte (80*).
80* griech. anaphero = hinaufbringen, -tragen
81* vgl. Hebr 9:12 - Hebr 10:10 - Röm 6:10 →📗 →📚
Hebr 7:28 - Denn das Gesetz macht (82*) Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an sich tragen, das Wort des Eidschwurs aber (83*), das später als das Gesetz [erging], einen in Ewigkeit vollendeten Sohn.
82* o. bestellt, setzt ein
83* vgl. Ps 110:4 - Hebr 5:6 - Hebr 7:21 →📗 →📚
Hebr 8:1 - Die Summe (84*) dessen, was wir sagen, aber ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich zur Rechten des Thrones der Majestät in den Himmeln niedergesetzt hat (85*),
84* o. Hauptpunkt, Hauptsache, Zusammenfassung des Wichtigsten
85* vgl. Ps 110:1 - Mt 26:64 - Apg 2:33 - Röm 8:34 - Eph 1:20 - Kol 3:1 - Offb 3:21 →📗 →📚
Hebr 8:2 - [er ist] Verwalter (86*) des Heiligtums und des wahren Zeltes (87*), das der Herr errichtet hat [und] nicht ein Mensch.
86* o. Betreuer, Diener ("leitourgos", vgl. Apg 13:2 mit Anm. 3)
87* o. des wirklichen, urbildlichen, wesenhaften statt schattenhaften (Hebr 8:5 - Hebr 10:1) Zeltes (das Zelt auf Erden wird auch "Stiftshütte" o. "Offenbarungszelt, Gesetzeszelt, Zelt des Zeugnisses" genannt: 4Mo 17:22,23 - 4Mo 18:3,4) →📗 →📚
Hebr 8:3 - Jeder Hoherpriester wird ja eingesetzt, um Gaben und Schlachtopfer darzubringen; darum muss notwendigerweise auch er (88*) etwas darzubringen haben (89*).
88* nämlich Jesus als himmlischer Hoherpriester
89* vgl. Hebr 7:27 - Hebr 9:11,12 - Eph 5:2 →📗 →📚
Hebr 8:4 - Wäre er nun auf Erden, so würde er nicht einmal Priester sein; es sind [ja solche] da, die nach dem Gesetz die Opfergaben darbringen;
→📗 →📚
Hebr 8:5 - sie verrichten Gottesdienst am Abbild (90*) und Schatten der himmlischen [Wirklichkeit] (91*); dementsprechend empfing ja Mose eine [göttliche] Weisung, als er daranging, das Zelt zu errichten (92*): "Sieh zu", sagt [Gott], "dass du alles nach dem Vorbild anfertigst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!" –
90* o. Muster, Beispiel ("hypodeigma")
91* vgl. Hebr 9:23 - Hebr 10:1 - Kol 2:17
92* o. zu verwirklichen, zu vollenden (2Mo 25:40) →📗 →📚
Hebr 8:6 - Nun aber hat [Jesus] einen erhabeneren (93*) Heiligtumsdienst erlangt, wie er ja auch Mittler (94*) eines besseren Bundes (57*) ist, der aufgrund besserer Verheißungen (57*) eingerichtet worden ist.
57* Das Wort "kreitton" (besser, vorzüglicher, höher, erhabener, mächtiger) kommt in diesem Brief voller Vergleiche häufig vor: Hebr 1:4 - Hebr 6:9 - Hebr 7:7 - Hebr 7:19 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 9:23 - Hebr 10:34 - Hebr 11:16 - Hebr 11:35 - Hebr 11:40 - Hebr 12:24.
93* o. vorzüglicheren, ausgezeichneteren
94* Jesus ist "Mittler": 1Tim 2:5 - Hebr 8:6 - Hebr 9:15 - Hebr 12:24 (vgl. Joh 14:6 - Lk 22:20) →📗 →📚
Hebr 8:7 - Wäre nämlich jener erste [Bund] ohne Tadel gewesen, so wäre nicht Raum für einen zweiten gesucht worden.
→📗 →📚
Hebr 8:8 - Denn [Gott] sagt, indem er sie (95*) tadelt: "Sieh, es kommen Tage, spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und dem Hause Juda einen neuen Bund schließen werde (96*),
95* die Israeliten
96* o. zum Vollzug und zur Vollendung bringen werde →📗 →📚
Hebr 8:9 - nicht nach Art des Bundes, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tag, als ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen; denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben und so habe auch ich mich nicht [mehr] um sie gekümmert, spricht der Herr (97*).
97* Er gab Israel in Herzensverhärtung und Feindeshand dahin – aber nicht für immer (Röm 11:25-29). →📗 →📚
Hebr 8:10 - Denn dies [ist] der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr: Ich werde meine Gesetze in ihren Sinn (98*) geben und auf ihre Herzen schreiben, und ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.
98* o. ihr Denkvermögen →📗 →📚
Hebr 8:11 - Und es wird keiner [mehr] seinen Mitbürger und keiner [mehr] seinen Bruder belehren und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle werden mich kennen, vom Kleinsten bis zum Größten.
→📗 →📚
Hebr 8:12 - Denn ich werde ihren ungerechten Taten gegenüber gnädig sein und ihrer Sünden auf keinen Fall mehr gedenken." (99*)
99* Diese Verheißungen aus Jer 31:31-34 gelten nicht nur Israel, sondern auch Menschen aus den Nationen, soweit sie durch den Glauben an Jesus Christus dieser geistlichen Segnungen ebenfalls teilhaftig wurden (2Kor 3:6 - Gal 3:14 - Eph 1:7 - Eph 3:14-19 - Kol 1:27). →📗 →📚
Hebr 8:13 - Indem er von einem "neuen [Bund]" spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt; was aber alt und greisenhaft wurde, ist dem Verschwinden nahe.
→📗 →📚
Hebr 9:1 - Nun hatte zwar auch der erste [Bund] Bestimmungen (1*) für den Gottesdienst und [besaß] das irdische (2*) Heiligtum.
1* o. Rechtssatzungen, Ordnungen
2* w. weltliche →📗 →📚
Hebr 9:2 - Es wurde nämlich ein Zelt eingerichtet, das vordere (3*); in ihm [befanden sich] sowohl der Leuchter als auch der Tisch und die Schaubrote; dies wird "das Heilige" genannt;
3* w. erste (so auch Hebr 9:6 - Hebr 9:8). – Die beiden Räume der "Stiftshütte" (vgl. 2Mo 25- 2Mo 26), des Heiligtums Israels während der Wüstenwanderung, werden hier als zwei Zelte dargestellt. →📗 →📚
Hebr 9:3 - hinter dem zweiten Vorhang aber [war] ein Zelt, das man "das Allerheiligste" nennt,
→📗 →📚
Hebr 9:4 - mit dem goldenen Räucheraltar und der Bundeslade, die von allen Seiten mit Gold überzogen (4*) war [und] in der [sich] der goldene Krug mit dem Manna und der Stab Aarons, der gesprosst hatte, und die Tafeln des Bundes [befanden] (5*);
4* w. umhüllt
5* vgl. 2Mo 16:33 - 4Mo 17:23 - 4Mo 17:25 - 5Mo 10:5 →📗 →📚
Hebr 9:5 - oben über ihr [waren] die Cherubim der Herrlichkeit, die den Sühnedeckel überschatteten (6*), worüber jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist (7*).
6* vgl. 2Mo 25:18-21
7* Die Angaben von Hebr 9:4 entsprechen nicht in allem dem Text des AT; denn der goldene Räucheraltar stand vor dem Eingang zum Allerheiligsten (2Mo 30:6 - 2Mo 40:26); dies könnte aber in späterer Zeit verändert worden sein (F. Laubach). →📗 →📚
Hebr 9:6 - Nachdem nun diese [Dinge] so eingerichtet sind, gehen in das vordere Zelt allezeit die Priester hinein, um die gottesdienstlichen Handlungen zu verrichten;
→📗 →📚
Hebr 9:7 - das zweite [Zelt] aber [betritt nur] einmal im Jahr allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, das er für sich selbst und für die Verirrungen (8*) des Volkes darbringt.
8* o. Unwissenheitssünden (vgl. 4Mo 15:22-31) →📗 →📚
Hebr 9:8 - [Damit] gibt der Heilige Geist dies zu erkennen (9*), dass, solange das vordere Zelt Bestand hat, der Weg ins Heiligtum noch nicht offen steht (10*).
9* Der Heilige Geist redet nicht nur durch das Wort der Propheten (1Petr 1:10,11 - 2Petr 1:21), sondern auch durch den Vorbildcharakter der Ordnungen des alten Bundes.
10* d.h. der Zugang zu Gott im Gottesdienst des alten Bundes noch nicht für alle Gläubigen eröffnet ist. Für den "neuen Bund" aber gilt Hebr 10:19-22! →📗 →📚
Hebr 9:9 - Das ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit, insofern Gaben und Schlachtopfer dargebracht werden, die den, der den Dienst versieht, im Gewissen nicht zur Vollendung führen können;
→📗 →📚
Hebr 9:10 - sie beruhen nur auf [Vorschriften über] Speisen und Getränke und verschiedene Waschungen – [es sind] das Äußere betreffende Bestimmungen (11*), bis zum Zeitpunkt einer besseren Ordnung (12*) auferlegt (13*).
11* w. Satzungen des Fleisches
12* o. der richtigen Ordnung
13* Die Verse Hebr 9:6-10 müssen nicht bedeuten, dass der Tempel in Jerusalem zur Zeit der Abfassung des Briefes noch bestand. Die Gegenwartsformen beschreiben nicht, was der Verfasser erlebt, sondern was nach der Heiligen Schrift zu geschehen hat. →📗 →📚
Hebr 9:11 - Christus dagegen, der als Hoherpriester der zukünftigen (14*) [Heils-]Güter erschien, ist durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist,
14* o. (mit ihm) gekommenen, (durch ihn) geschehenen, (von ihm) erworbenen →📗 →📚
Hebr 9:12 - [und] auch nicht mit Hilfe des Blutes von Böcken und Kälbern, sondern kraft [seines] eigenen Blutes ein für alle Mal in das [himmlische] Heiligtum eingetreten, nachdem er (15*) eine ewig [gültige] Erlösung erlangt hatte.
15* durch seinen Kreuzestod und seine Auferstehung →📗 →📚
Hebr 9:13 - Denn wenn [schon] das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Verunreinigten gesprengt, [sie] zu leiblicher Reinheit (16*) heiligt (17*),
16* w. zur Reinheit des Fleisches
17* vgl. 3Mo 16:3 - 3Mo 16:15 - 4Mo 19:9 →📗 →📚
Hebr 9:14 - wie viel mehr wird das Blut des Christus, der sich selbst kraft des ewigen Geistes als ein fehlerloses (18*) [Opfer] Gott dargebracht hat, unser Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott dienen (19*) [zu können].
18* o. tadelloses, makelloses (1Petr 1:19)
19* o. Gottesdienst darbringen →📗 →📚
Hebr 9:15 - Darum ist er auch der Mittler eines neuen Bundes, damit aufgrund des Todes (20*), der zur Erlösung (21*) von den Übertretungen geschehen ist, die zur Zeit des ersten Bundes [begangen wurden], die zum ewigen Erbe Berufenen (22*) das Verheißene erlangen möchten.
20* nämlich des Todes Christi (vgl. Hebr 8:6)
21* d.h. Loskauf und Freilassung für Lösegeld (Röm 3:24 - Eph 1:7)
22* vgl. Röm 8:17 - 1Thes 2:12 - Hebr 3:1 - 1Petr 1:4 →📗 →📚
Hebr 9:16 - Denn wo ein Testament (23*) [besteht], da muss notwendigerweise der Tod dessen, der es errichtet hat, nachgewiesen werden;
23* Das Wort diathäkä bedeutet im NT Bund, (göttliche) Verfügung o. Willenskundgebung, Testament. In Hebr 9:16,17 ist eine testamentarische Verfügung gemeint, die erst im Todesfall rechtskräftig wird (im AT sinnbildlich der Tod von Tieren, im NT der Tod Christi); ansonsten überwiegt die Bedeutung "Bund" (Mt 26:28 - Lk 1:72 - Apg 7:8 - Röm 9:4 - Röm 11:27 - 2Kor 3:6 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 9:4 - Hebr 9:15 - Hebr 9:20). →📗 →📚
Hebr 9:17 - ein Testament wird ja [erst] durch den Todesfall (24*) rechtskräftig, weil es niemals wirksam ist, solange der lebt, der es errichtet hat.
24* w. aufgrund von Toten →📗 →📚
Hebr 9:18 - Daher wurde auch der erste [Bund] nicht ohne Blut eingeweiht (25*);
25* Der Hebräerbrief spricht oft vom Blut Christi (Hebr 9:12 - Hebr 9:14 - Hebr 10:19 - Hebr 10:29 - Hebr 12:24 - Hebr 13:12 - Hebr 13:20) in Gegenüberstellung zum Blut geopferter Tiere (Hebr 9:7 - Hebr 9:12,13 - Hebr 9:18-22 - Hebr 9:25 - Hebr 10:4); vgl. ferner Joh 6:53-56 - Apg 20:28 - Röm 3:25 - Röm 5:9 - 1Kor 10:16 - 1Kor 11:25 - 1Kor 11:27 - Eph 1:7 - 1Jo 1:7 u.a. →📗 →📚
Hebr 9:19 - denn nachdem jedes [einzelne] Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk mitgeteilt worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke, dazu Wasser, scharlachrote Wolle und Ysop und besprengte das Buch selbst und das ganze Volk
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Hebr 9:20 - und sprach: "Dies [ist] das Blut des Bundes, den Gott euch geboten hat." (26*)
26* vgl. 2Mo 24:8 - Mt 26:28 - Joh 19:29 →📗 →📚
Hebr 9:21 - Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut (27*)
27* vgl. 2Mo 29:12 - 3Mo 8:15 - 3Mo 8:19 →📗 →📚
Hebr 9:22 - und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
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Hebr 9:23 - So [ist es] nun notwendig, dass die Abbilder (28*) der in den Himmeln [vorhandenen Heiligtümer] hiermit gereinigt werden, die himmlischen [Heiligtümer] selbst aber durch bessere (29*) Schlachtopfer als diese.
28* o. Muster, Nachbildungen (Hebr 8:5)
29* o. vorzüglichere, erhabenere (vgl. Hebr 7:7 - Hebr 7:19 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 10:34 - Hebr 11:16 - Hebr 11:35 - Hebr 11:40 - Hebr 12:24) →📗 →📚
Hebr 9:24 - Denn Christus ist nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum eingegangen – eine Nachbildung (30*) des wahren und wirklichen (31*) –, sondern in den Himmel selbst (32*), um jetzt vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen (33*);
30* o. Gegenbild. Es stehen sich gegenüber das himmlische Vorbild o. Urbild ("typos", Hebr 8:9) und die irdische Nachbildung (Abbild, Gegenbild: "antitypos", Hebr 9:24).
31* so wie "Wahrheit" im NT auch "Wirklichkeit" bedeutet (vgl. Joh 14:6 - Joh 14:17), so ist auch "wahr" vielfach im Sinne von "wirklich" zu verstehen (Lk 16:11 - Joh 1:9 u.a.).
32* in die Lichtwelt Gottes (nicht in die erschaffenen Himmel der Sterne und Galaxien)
33* vgl. Hebr 7:25 - Röm 8:34 - 1Jo 2:1 →📗 →📚
Hebr 9:25 - [er tat dies] auch nicht, um sich selbst oftmals [als Opfer] darzubringen, so wie der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut;
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Hebr 9:26 - sonst hätte er von Grundlegung der Welt an oftmals leiden müssen. Nun aber ist er einmal auf den Abschluss der Zeitalter hin (34*) zur Beseitigung (35*) der Sünde durch sein Opfer geoffenbart worden.
34* o. auf die Vollendung der Äonen hin (Weizsäcker: auf den Abschluss der Zeiten)
35* o. Aufhebung, Abschaffung →📗 →📚
Hebr 9:27 - Und wie es den Menschen bestimmt ist (36*), einmal zu sterben – danach aber [kommt das] Gericht –,
36* o. bevorsteht, bereitliegt →📗 →📚
Hebr 9:28 - so wird auch der Christus, nachdem er einmal [als Opfer] dargebracht wurde, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen (37*), zum zweiten Mal ohne [Beziehung zur] Sünde denen erscheinen, die ihn zu [ihrer] Rettung erwarten (38*).
37* o. zu tragen (w. hinaufzubringen) (Jes 53:12 - Joh 1:29 - Hebr 7:27 - Jak 2:21)
38* o. denen, die ihn erwarten, zur Rettung erscheinen (Röm 8:23 - Phil 3:20 - 1Thes 5:9 - 2Tim 2:10 - 1Petr 1:5) →📗 →📚
Hebr 10:1 - Da nämlich das Gesetz [nur] einen Schatten der zukünftigen Güter enthält (39*), nicht die wirkliche Gestalt der Dinge (40*), so kann es niemals durch die [immer] gleichen Opfer, die man Jahr für Jahr unaufhörlich darbringt, diejenigen, die herzutreten, zur Vollendung führen (41*).
39* vgl. Hebr 3:5 - Hebr 8:5 - Hebr 9:23 - Kol 2:17
40* o. das eigentliche Bild der Dinge (Stern: die wirkliche Manifestation der Urbilder)
41* o. ans Ziel bringen →📗 →📚
Hebr 10:2 - Hätte man sonst (42*) nicht aufgehört, [Opfer] darzubringen, weil die, die den Gottesdienst verrichten, kein Sündenbewusstsein mehr gehabt hätten, da sie ein für alle Mal (43*) gereinigt gewesen wären?
42* falls die Opfer des AT eine vor Gott bleibend gültige Vergebung und Reinigung bewirkt hätten
43* vgl. zu "einmal", "ein für alle Mal": Hebr 7:27 - Hebr 9:12 - Hebr 9:26-28 - Hebr 10:2 - Hebr 10:10 →📗 →📚
Hebr 10:3 - Jedoch durch diese [Opfer gibt es] Jahr für Jahr eine Erinnerung an die Sünden;
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Hebr 10:4 - denn unmöglich [kann] Blut von Stieren und Böcken Sünden wegschaffen.
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Hebr 10:5 - Darum sagt [der Messias] bei seinem Eintritt in die Welt (44*): "Schlachtopfer und Speisopfer (45*) hast du nicht haben wollen, einen Leib aber hast du mir bereitet;
44* Davids Worte in Ps 40:7-9 sind ein prophetischer Hinweis (Apg 2:30) auf Christus. Die Worte "Ohren hast du mir gegraben" (Ps 40:7) deutet Hebr 10:5 als "Einen Leib hast du mir bereitet".
45* w. Darbringung (Ps 40:7: Speisopfer) →📗 →📚
Hebr 10:6 - an Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen gefunden.
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Hebr 10:7 - Da sprach ich: Sieh, ich komme – in der Buchrolle steht von mir geschrieben –, um deinen Willen, o Gott, zu tun."
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Hebr 10:8 - Während er vorher (46*) sagt: "Schlachtopfer und Speisopfer (47*) und Brandopfer und Sündopfer hast du nicht haben wollen und kein Wohlgefallen [daran] gefunden" – die nach dem Gesetz dargebracht werden –,
46* w. weiter oben
47* w. Darbringungen (hier Mehrzahl, Hebr 10:5 Einzahl) →📗 →📚
Hebr 10:9 - hat er dann gesagt: "Sieh, ich komme, um deinen Willen zu tun." Er hebt das Erste auf, um das Zweite in Kraft zu setzen (48*).
48* o. zur Geltung zu bringen (w. hinzustellen, aufzustellen) →📗 →📚
Hebr 10:10 - Durch diesen Willen sind wir durch die Darbringung des Leibes Jesu Christi ein für alle Mal (43*) geheiligt (49*).
43* vgl. zu "einmal", "ein für alle Mal": Hebr 7:27 - Hebr 9:12 - Hebr 9:26-28 - Hebr 10:2 - Hebr 10:10
49* o. (Gott) geweiht →📗 →📚
Hebr 10:11 - Und jeder Priester steht Tag für Tag da, um den heiligen Dienst zur verrichten und viele Male die gleichen Opfer darzubringen, die [doch] niemals imstande sind, Sünden wirklich wegzuschaffen (50*).
50* w. ringsum o. gänzlich wegzunehmen →📗 →📚
Hebr 10:12 - Dieser aber hat ein einziges Opfer für Sünden dargebracht und sich [dann] für immer zur Rechten Gottes niedergesetzt (51*),
51* vgl. Mt 26:64 - Eph 1:20 - Hebr 1:3 - Hebr 8:1 - Hebr 12:2 →📗 →📚
Hebr 10:13 - fortan wartend, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füße hingelegt werden (52*).
52* o. als Schemel unter seine Füße gelegt werden (Ps 110:1 - Lk 20:42,43 - Hebr 1:13) →📗 →📚
Hebr 10:14 - Denn durch eine einzige Darbringung (53*) hat er [die] für immer zur Vollendung geführt, die geheiligt werden (54*).
53* vgl. Eph 5:2 - Hebr 9:14 - Hebr 9:28 - Hebr 10:10 - Hebr 10:12
54* Das Perfekt stellt das Zukünftige als etwas bereits Abgeschlossenes dar; vgl. die Gewissheit des Paulus in Phil 1:6 →📗 →📚
Hebr 10:15 - [Das] bezeugt uns ja auch der Heilige Geist. Denn nachdem er gesagt hat:
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Hebr 10:16 - "Dies [ist] der Bund, den ich mit ihnen schließen werde nach jenen Tagen", fährt der Herr fort: "Ich werde meine Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihren Sinn (55*) schreiben
55* o. ihr Denkvermögen →📗 →📚
Hebr 10:17 - und ihrer Sünden und Gesetzlosigkeiten werde ich auf keinen Fall mehr gedenken." (56*)
56* Jer 31:33-34 - Hebr 8:10 - Hebr 8:12 →📗 →📚
Hebr 10:18 - Wo diese aber Vergebung [gefunden haben], da ist keine Darbringung (57*) für die Sünde mehr [nötig].
57* d.h. kein Opfer →📗 →📚
Hebr 10:19 - Da wir nun, Brüder, aufgrund des [vergossenen] Blutes Jesu die freudige Zuversicht haben, in das Heiligtum (58*) eintreten [zu dürfen] –
58* d.h. in Gottes Nähe und Gemeinschaft →📗 →📚
Hebr 10:20 - auf dem neuen und lebendigen Weg, den er uns eröffnet hat (59*) durch den Vorhang hindurch, das heißt [durch] sein Fleisch (60*) –
59* vgl. Joh 14:6
60* d.h. durch das Opfer seines Leibes. Christi Sterben im Fleisch war wie das Wegziehen des Vorhangs vor dem Allerheiligsten (Mt 27:51 - Hebr 6:19 - Hebr 9:3). →📗 →📚
Hebr 10:21 - und einen großen Priester über das Haus Gottes,
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Hebr 10:22 - so lasst uns hinzutreten (61*) mit wahrhaftigem Herzen, in voller Gewissheit des Glaubens (62*), die Herzen besprengt [und damit gereinigt] vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
61* vgl. Hebr 4:16 – Hebr 7:25
62* o. ganz erfüllt von gläubigem Vertrauen →📗 →📚
Hebr 10:23 - Lasst uns am Bekenntnis der Hoffnung unbeirrt (63*) festhalten; denn treu ist er, der die Verheißungen gegeben hat,
63* o. ohne Wanken und Schwanken (ohne seitwärts abzubiegen) →📗 →📚
Hebr 10:24 - und lasst uns aufeinander achten, um uns zur Liebe und zu guten Werken anzuspornen,
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Hebr 10:25 - indem wir unser Zusammenkommen nicht versäumen (64*), wie es einigen zur Gewohnheit [geworden ist], sondern [einander] ermuntern und ermahnen, und das umso mehr, als ihr den Tag (65*) [schon] herannahen seht!
64* In 2Thes 2:1 bezieht Paulus das gleiche Wort "episynagogä" (Hinzu-Versammlung) auf das Versammeltwerden der Gläubigen bei Christi Wiederkunft.
65* den Tag Christi (vgl. Röm 13:12 - 1Kor 1:8 - 1Kor 3:13 - 2Kor 1:14 - Eph 4:30 - Phil 1:6 - Phil 1:10) →📗 →📚
Hebr 10:26 - Sündigen wir nämlich mutwillig (66*), nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer für Sünden mehr übrig,
66* o. vorsätzlich, aus freiem Entschluss →📗 →📚
Hebr 10:27 - sondern [nur] ein von Furcht erfülltes Erwarten des Gerichts und der Eifer (67*) eines Feuers, das bereitsteht, die Widersacher zu verzehren.
67* o. die Gier →📗 →📚
Hebr 10:28 - Hat einer das Gesetz des Mose verworfen, so stirbt er ohne Erbarmen auf [die Aussage von] zwei oder drei Zeugen hin (68*);
68* vgl. 4Mo 15:30 - 5Mo 17:6 →📗 →📚
Hebr 10:29 - wie viel schlimmerer Strafe wird nach eurer Meinung der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und das Blut des Bundes, durch das er [doch] geheiligt worden ist, für unrein (69*) gehalten und den Geist der Gnade geschmäht hat (70*)?
69* o. wertlos, gemein, unheilig
70* vgl. Mt 12:31,32 - Mt 26:28 - Hebr 6:4-6 →📗 →📚
Hebr 10:30 - Wir kennen doch den, der gesagt hat: "Die Bestrafung kommt mir zu, ich werde vergelten!" und weiter: "Der Herr wird sein Volk richten." (71*)
71* vgl. 5Mo 32:35,36 →📗 →📚
Hebr 10:31 - [Es ist] furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!
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Hebr 10:32 - Erinnert euch aber an die früheren Tage, in denen ihr, [gerade eben] zur Erleuchtung gekommen (72*), so manchen Leidenskampf geduldig durchgestanden habt.
72* vgl. 2Kor 4:4,6 - Hebr 6:4 →📗 →📚
Hebr 10:33 - Teils wurdet ihr [selbst] durch Beschimpfungen und Bedrängnisse zum öffentlichen Schauspiel gemacht, teils nahmt ihr Anteil an solchen, denen es so erging (73*).
73* o. teils wurdet ihr Gefährten derer, die so leben (mussten) →📗 →📚
Hebr 10:34 - Denn auch mit den Gefangenen zusammen habt ihr gelitten und den Raub eurer Güter mit Freuden hingenommen, da ihr wusstet, dass ihr selbst einen besseren und bleibenden Besitz habt (74*).
74* nämlich das ewige Leben und das Hoffnungsgut der Gläubigen. – Zu "besser" vgl. Hebr 7:7 - Hebr 7:19 - Hebr 7:22 - Hebr 8:6 - Hebr 9:23 - Hebr 11:16 - Hebr 11:35 - Hebr 11:40 - Hebr 12:24. →📗 →📚
Hebr 10:35 - Darum werft euer Vertrauen (75*) nicht weg, das einen großen Lohn [in Aussicht] hat (76*)!
75* o. eure freudige Zuversicht (Hebr 4:16 - Hebr 10:19)
76* o. mit sich bringt →📗 →📚
Hebr 10:36 - Doch [noch] braucht ihr Geduld, damit ihr den Willen Gottes tut und das Verheißene empfangt.
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Hebr 10:37 - Denn: "Noch eine ganz, ganz kurze [Zeit, und] der Kommende (77*) wird kommen und nicht ausbleiben (78*).
77* hier eine Bezeichnung des Christus (des Messias) (vgl. Mt 24:30 - Mk 13:26 - Hebr 10:7 - Offb 3:11)
78* o. nicht zögern, auf sich warten lassen (Hab 2:3). Was den Erdenbürgern als lange Zeit erscheint, ist bei Gott und vor den Augen seiner Propheten "kurz, schnell, bald" (vgl. Offb 22:7 - Offb 22:12 - Offb 22:20). →📗 →📚
Hebr 10:38 - Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben" (79*) und: "Wenn er [aber] feige zurückweicht, hat meine Seele kein Wohlgefallen an ihm." (80*)
79* vgl. Röm 1:17 - Gal 3:11 - Hab 2:4b
80* Hab 2:4a (griech. Text) →📗 →📚
Hebr 10:39 - Wir aber gehören nicht zu denen, die feige zurückweichen zu [ihrem] Verderben, sondern zu denen, die glauben und das Leben gewinnen (81*).
81* o. Unsere Sache aber ist nicht das kleinmütige Zurückweichen zum Verderben, sondern der Glaube zur Bewahrung der Seele. →📗 →📚