Mt 21:1 - Als sie sich dann Jerusalem genähert hatten und nach Bethfage hin an den Ölberg gekommen waren, da entsandte Jesus zwei [seiner] Schüler;
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Mt 21:2 - er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das euch gegenüber[liegt], und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden vorfinden und ein Füllen (1*) bei ihr; bindet [sie] los und bringt [sie] zu mir!
1* o. Fohlen (junges Tier) →📗 →📚
Mt 21:3 - Und wenn jemand etwas zu euch sagt (2*), so sprecht: Der Herr (3*) bedarf ihrer, und sofort wird er sie ziehen lassen (4*).
2* euch zur Rede stellen sollte
3* griech. kyrios: Würdename Jesu und Gottes, er entspricht dem alttestamentlichen JAHWE = der Ewigseiende (Mt 7:21 - Mt 8:2 - Mt 11:25 - Apg 2:36 - Offb 17:14).
4* w. senden. Es kann der Besitzer der Tiere gemeint sein oder auch Jesus, der sie umgehend zurückschickt (so Mk 11:3). →📗 →📚
Mt 21:4 - Dies aber ist geschehen, damit erfüllt würde (5*), was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:
5* vgl. Mt 2:15! →📗 →📚
Mt 21:5 - "Sagt der Tochter Zion (6*): Sieh, dein König kommt zu dir, sanftmütig und auf einem Esel reitend, und [zwar] auf einem Füllen (1*), dem Jungen des Lasttiers." (7*)
1* o. Fohlen (junges Tier)
6* Gemeint ist die Stadt Zion, Gottes Stadt (Jerusalem).
7* w. dem Sohn des unter dem Joch Gehenden. Vgl. Jes 62:11 - Sach 9:9 - Mk 11:1-7! →📗 →📚
Mt 21:6 - Da gingen die Schüler hin und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte;
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Mt 21:7 - sie brachten die Eselin und das Füllen und legten die Kleider auf sie und er setzte sich darauf.
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Mt 21:8 - Die sehr zahlreiche Menge aber breitete ihre Kleider auf dem Wege aus; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten [sie] auf den Weg (8*).
8* o. breiteten sie auf dem Wege aus →📗 →📚
Mt 21:9 - Die Volksmengen aber – die vor ihm her gehenden und die nachfolgenden – riefen laut und sprachen: "Hosianna (9*) dem Sohn Davids! Gesegnet (10*), der da kommt im Namen des Herrn! Hosianna in den Höhen (11*)!"
9* d.h. "Rette doch, (Herr) gib doch Heil!" (Ps 118:25)
10* o. Gepriesen, gelobt
11* Ps 118:26 - Mt 23:39 →📗 →📚
Mt 21:10 - Und als er in Jerusalem eingezogen war, geriet die ganze Stadt in Bewegung (12*) und man fragte: Wer ist dieser?
12* o. Erschütterung, Erregung, Beben →📗 →📚
Mt 21:11 - Die Volksmengen aber sagten: Dies ist der Prophet Jesus (13*) von Nazareth in Galiläa!
13* Jesus ist Prophet und zugleich noch viel mehr: Messias und Sohn Gottes (5Mo 18:15 - Joh 4:19 - Joh 4:25,26 - Joh 1:49). →📗 →📚
Mt 21:12 - Und Jesus ging in den Tempel hinein und er warf alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften; die Tische der Geldwechsler stürzte er um wie auch die Sitze der Taubenverkäufer (14*).
14* Jesus wurde nicht etwa vom Zorn übermannt, vielmehr macht er seinen Messiasanspruch geltend. "Tempelreinigung ist königliche Tat" schreibt K. Bornhäuser und erinnert an Hiskia und Josia. In Jesu Tagen war der Tempel Gottes zwar nicht zum Götzentempel verkommen (2Kö 23:4), wohl aber zum Kaufhaus (Joh 2:16) und zur "Höhle für Räuber" (Mt 21:13). - Joh 2:13-16 dürfte eine frühere Tempelreinigung beschreiben, dagegen Mt 21:12,13 - Mk 11:15-17 - Lk 19:45,46 eine spätere. →📗 →📚
Mt 21:13 - Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus soll ein Haus des Gebetes heißen"; ihr aber macht es zu einer Höhle für Räuber (15*).
15* vgl. Jes 56:7 - Jer 7:11! Der Vorwurf "Räuberhöhle" richtet sich an die Hohenpriester (Mk 11:18) und bedeutet hier wohl soviel wie "Zufluchtsort für Zeloten" (gewalttätige Eiferer gegen die Römer). →📗 →📚
Mt 21:14 - Auch kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm und er heilte sie.
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Mt 21:15 - Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat (16*), und die Kinder, die im Tempel laut riefen: "Hosianna dem Sohn Davids!" (17*), da ärgerten sie sich (18*)
16* o. die staunenswerten Taten, die er vollbrachte
17* vgl. Mt 21:9!
18* o. da wurden sie zornig, erregt, unwillig (Mt 20:24) →📗 →📚
Mt 21:16 - und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber spricht zu ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: "Aus dem Munde von Unmündigen und Säuglingen hast du [dir] Lob zubereitet" (19*)?
19* vgl. Ps 8:3! →📗 →📚
Mt 21:17 - Und er ließ sie stehen (20*) und ging aus der Stadt hinaus nach Bethanien und übernachtete dort.
20* o. verließ sie, ließ sie zurück →📗 →📚
Mt 21:18 - Als er aber in der Morgenfrühe wieder in die Stadt ging, hatte er Hunger.
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Mt 21:19 - Da erblickte er einen einzelnen Feigenbaum am Wege; er ging auf ihn zu und fand an ihm nichts als nur Blätter. Da spricht er zu ihm: Fortan wachse (21*) keine Frucht mehr aus dir für [dieses] Weltzeitalter (22*)! Und sogleich wurde der Feigenbaum dürr und trocken (23*).
21* w. entstehe, werde
22* w. für den Äon. Jesus unterscheidet das gegenwärtige Weltzeitalter vom kommenden (Mt 12:32). Das jüdische Volk, das mit dieser Symbolhandlung gemeint ist, wurde keineswegs für immer, in alle Ewigkeit, von Jesus verflucht; sein Gerichtswort betrifft nur das gegenwärtige böse Zeitalter (Gal 1:4). An dessen Ende, bei Jesu Wiederkunft, wird Israel errettet werden und endlich Frucht bringen (Mt 23:39 - Mt 19:28 - Röm 11:25-29). Vgl. auch Mk 11:13!
23* Er verlor Saft und Kraft zur Fruchtbarkeit. →📗 →📚
Mt 21:20 - Und die Schüler, die es sahen, wunderten sich und sprachen: Wie ist der Feigenbaum so plötzlich vertrocknet?
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Mt 21:21 - Jesus antwortete ihnen: Wahrlich (24*), ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt (25*), so werdet ihr nicht allein das am Feigenbaum [Geschehene] tun (26*), sondern wenn ihr zu diesem Berge [dort] sagt: "Heb dich empor und wirf dich ins Meer", so wird es geschehen (27*).
24* w. Amen
25* o. Wenn ihr Glauben habt ohne Bedenken, Zaudern, Zwiespalt, Schwanken
26* d.h. in Gottes Auftrag Fluch androhen o. verhängen können (Apg 8:20 - Gal 1:8,9)
27* Viele christliche Biographien und Missionsberichte enthalten Beispiele dafür, wie Berge von Schwierigkeiten, die sich dem Wirken Gottes entgegenstellten, durch Glauben und Gebet überwunden wurden. →📗 →📚
Mt 21:22 - Und alles, was ihr glaubend im Gebet erbittet, werdet ihr empfangen (28*).
28* Dies ist keine Verheißung für Wunsch- und Willkürgebete, sondern für den Glaubensgehorsam (Röm 1:5), der nach Gottes Willen fragt (Mt 18:19 - 1Jo 5:14). →📗 →📚
Mt 21:23 - Als er dann in den Tempel gekommen war, traten, während er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes an ihn heran; sie sagten: In welcher Vollmacht (29*) tust du dies? Wer hat dir diese Vollmacht gegeben (30*)?
29* o. Mit welcher Berechtigung, Befugnis, Erlaubnis
30* d.h. Wer hat dir, dem Zimmermann (Mk 6:3), gestattet, den Tempel zu reinigen und im Tempel zu heilen und zu lehren? →📗 →📚
Mt 21:24 - Jesus antwortete ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen (31*). Wenn ihr mir das beantwortet (32*), werde auch ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich dies tue.
31* Gern beantwortete Jesus Fragen seiner Gegner mit Gegenfragen: Mt 15:3 - Mt 19:4,5 - Mt 21:16 - Mt 21:25 - Mt 22:20 - Mt 22:31 - Mt 22:42
32* w. sagt →📗 →📚
Mt 21:25 - Woher stammte die Taufe des Johannes - vom Himmel oder von Menschen? Sie aber überlegten bei sich: Sagen wir "vom Himmel", so wird er uns entgegnen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
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Mt 21:26 - Sagen wir aber "von Menschen", so haben wir die Volksmenge zu fürchten, denn alle halten Johannes für einen Propheten.
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Mt 21:27 - Und sie antworteten Jesus: Wir wissen es nicht (33*). Da sprach er zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich dies tue.
33* Die Jesus in die Enge treiben wollten, werden nun selbst in die Enge getrieben. →📗 →📚
Mt 21:28 - Was meint ihr aber (34*)? Ein Mensch hatte zwei Söhne (35*) und er wandte sich an den ersten und sprach: Kind, geh hin, arbeite heute im Weinberg!
34* o. Wie kommt euch (Folgendes) vor, welchen Anschein hat es (in euren Augen)
35* w. Kinder →📗 →📚
Mt 21:29 - Er gab zur Antwort: Ich will nicht (36*)! Später aber bereute er's und ging hin.
36* o. Ich mag nicht (Ich habe keine Lust) →📗 →📚
Mt 21:30 - Dann wandte er sich dem andern zu und sprach ebenso. Der aber antwortete: "Ja, Herr!" (37*) - und ging nicht hin.
37* w. "Ich, Herr! →📗 →📚
Mt 21:31 - Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie sagen: Der erste! Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich (24*), ich sage euch: Die Zöllner und die Huren kommen vor euch ins Königreich Gottes hinein (38*)!
24* w. Amen
38* Große Sünder gelangen eher zur Umkehr als Selbstgerechte. →📗 →📚
Mt 21:32 - Denn Johannes ist zu euch gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit [zu zeigen] (39*), und ihr habt ihm nicht geglaubt; die Zöllner und die Huren aber haben ihm geglaubt; ihr aber habt [das] gesehen, [doch] habt ihr auch danach keine Reue gezeigt, um ihm zu glauben (40*).
39* w. auf (o. mit) dem Weg der Gerechtigkeit
40* In anderen Grundtexthandschriften wird der Ja sagende Sohn an erster Stelle genannt und der Nein sagende (der aber des Vaters Willen tut) an zweiter Stelle. F. Rienecker meint, diese Reihenfolge entspreche besser dem was Jesus zeigen will. Die führende Geistlichkeit Israels, die Gottes Gesetz bejahte, sagte Nein zu Johannes und zu Jesus; viele Sünder aber, die durch ihren Lebenswandel Gottes Gesetz verneinten, sagten Ja zur Taufe des Johannes und zum Sünderheiland. →📗 →📚
Mt 21:33 - Hört ein anderes Gleichnis: Da war ein Hausherr (41*), der einen Weinberg pflanzte (42*); er umgab ihn ringsum mit einem Zaun (43*) und grub darin eine Kelter und baute einen Turm; dann verpachtete er ihn an Weingärtner und reiste in die Fremde.
41* w. ein Mensch, ein Hausherr
42* vgl. Jes 1:8 - Jes 5:1-7 - Jer 12:10 - Hos 2:17 - Lk 13:6
43* o. Umfriedung, Hecke, Steinwall, Mauer →📗 →📚
Mt 21:34 - Als nun die Zeit der Fruchtreife (44*) nahte, sandte er seine Knechte (45*) zu den Weingärtnern, damit sie seine Früchte in Empfang nähmen.
44* w. die Zeit der Früchte (d.h. der Weinlese)
45* w. Sklaven (so auch Mt 21:35,36) →📗 →📚
Mt 21:35 - Da ergriffen die Weingärtner seine Knechte: einen verprügelten sie, einen anderen schlugen sie tot (46*), einen anderen steinigten sie.
46* w. töteten sie →📗 →📚
Mt 21:36 - Wiederum schickte er andere Knechte, mehr [an Zahl] als die ersten, doch sie machten es genauso mit ihnen.
→📗 →📚
Mt 21:37 - Zuletzt (47*) aber sandte er seinen Sohn zu ihnen (48*) und sagte [sich]: Meinen Sohn werden sie [doch wohl] respektieren (49*)!
47* o. noch später, schließlich
48* vgl. Gal 4:4 - Hebr 1:1,2
49* ihm Achtung o. Scheu entgegenbringen. In menschlichen Zügen wird hier dargestellt, wie sich Gott mehr und mehr um Israel mühte. Dies schließt die andere, göttliche Seite nicht aus: Gott hat von jeher den Kreuzestod Christi vorausgesehen und zum Heil der Welt eingeplant (1Petr 1:19,20 - Joh 3:16). →📗 →📚
Mt 21:38 - Als aber die Weingärtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander (50*): Dies ist der Erbe! Auf, lasst uns ihn töten und sein Erbe an uns bringen (51*)!
50* o. sagten sie bei sich
51* o. in Besitz nehmen (w. haben, behalten) →📗 →📚
Mt 21:39 - Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn (52*).
52* Jesus weissagt seinen eigenen Tod in Gleichnisform →📗 →📚
Mt 21:40 - Was wird nun der Herr des Weinbergs, wenn er kommt, mit jenen Weingärtnern machen?
→📗 →📚
Mt 21:41 - Sie sagen zu ihm: Er wird die Bösen böse zugrunde richten und den Weinberg an andere Weingärtner verpachten, die ihm die Früchte zu ihren bestimmten [Ernte-]Zeiten abliefern.
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Mt 21:42 - Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie in den Schriften gelesen: "Der Stein, den die Bauleute verworfen hatten (53*), der ist zum Eckstein geworden; vom Herrn aus ist das geschehen (54*) und es ist wunderbar (55*) in unseren Augen" (56*)?
53* o. als unbrauchbar verschmäht hatten
54* o. ist er das geworden
55* o. und er ist wunderbar ...
56* Ps 118:22,23 - Apg 4:11 - 1Petr 2:4-8. Immer wieder wirft Jesus seinen gelehrten Gegnern vor, die heiligen Schriften weder aufmerksam gelesen noch recht verstanden zu haben (Mt 12:3 - Mt 12:5 - Mt 19:4 - Mt 21:16 - Mt 21:42). →📗 →📚
Mt 21:43 - Darum sage ich euch: Das Königreich Gottes (57*) wird von euch genommen und einem Volk (58*) gegeben werden, das dessen Früchte [tatsächlich] hervorbringt (59*).
57* o. die Königsherrschaft, das Königtum Gottes. Es war einmal nahe (Mt 3:2 - Mt 4:17) und rückt jetzt für Israel in die Ferne.
58* o. einer Schar, Nation
59* Jesus deutet hier den großen Übergang an, den die Apg. beschreibt: Eine Schar aus allen Nationen, die Gemeinde Christi Jesu, wird für das gegenwärtige Zeitalter Gottes Heilsträger anstelle Israels; vgl. Apg 13:44-46 - Mt 19:30 - Mt 20:16 - Mt 21:19 - Röm 11:7-32. →📗 →📚
Mt 21:44 - Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerdrückt werden (60*); auf wen er aber fällt, den wird er zermalmen (61*).
60* o. zusammengedrückt, zerquetscht werden
61* vgl. Lk 20:18 - Jes 8:14,15 - Dan 2:34 - Dan 2:44,45 →📗 →📚
Mt 21:45 - Als nun die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse hörten, erkannten sie, dass er von ihnen sprach,
→📗 →📚
Mt 21:46 - und sie suchten ihn festzunehmen (62*), fürchteten [aber] die Volksmengen, da sie ihn für einen Propheten hielten (63*).
62* o. in ihre Gewalt zu bekommen
63* vgl. Mt 16:14 - Mt 21:11 - Lk 7:16 →📗 →📚
Mt 22:1 - Da ergriff Jesus das Wort und redete noch einmal in Gleichnissen zu ihnen; er sagte:
→📗 →📚
Mt 22:2 - Das Königreich der Himmel ist einem König zu vergleichen (1*), der seinem Sohn die Hochzeitsfeier bereitete (2*).
1* w. einem Menschen, einem König gleich o. ähnlich geworden (vgl. Mt 13:24 - Mt 18:23 - Mt 25:1)
2* o. Hochzeit machte; vgl. Mt 9:15 - Joh 3:29 - Offb 19:7 →📗 →📚
Mt 22:3 - Und er sandte seine Knechte (3*) aus, um die Geladenen (4*) zu den Hochzeitsfeierlichkeiten zu rufen, doch sie wollten nicht kommen.
3* w. Sklaven (so auch Mt 22:4 - Mt 22:6 - Mt 2:8 - Mt 2:10)
4* w. Gerufenen o. Berufenen. Es geht in diesem Gleichnis um eine göttliche Einladung, Berufung (vgl. Röm 8:30 - Röm 9:24 - 1Kor 1:9 - Gal 1:6 - Gal 5:13 - Eph 4:1 - Eph 4:4 - 1Thes 2:12 - 2Tim 1:9 - 2Petr 1:10). →📗 →📚
Mt 22:4 - Wiederum sandte er andere Knechte aus mit der Weisung (5*): Sagt den Geladenen (4*): Sieh, mein Mahl (6*) habe ich bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet und es ist alles bereit, kommt zur Hochzeitsfeier!
4* w. Gerufenen o. Berufenen. Es geht in diesem Gleichnis um eine göttliche Einladung, Berufung (vgl. Röm 8:30 - Röm 9:24 - 1Kor 1:9 - Gal 1:6 - Gal 5:13 - Eph 4:1 - Eph 4:4 - 1Thes 2:12 - 2Tim 1:9 - 2Petr 1:10).
5* w. sagend
6* w. Frühmahl (im Unterschied zum Abendessen) →📗 →📚
Mt 22:5 - Sie aber kümmerten sich nicht darum (7*) und gingen weg, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Geschäft;
7* o. missachteten (verachteten, vernachlässigten) das →📗 →📚
Mt 22:6 - die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten (8*) und töteten [sie] (9*).
8* o. behandelten sie übermütig, frech, beleidigend
9* vgl. Mt 21:35 - Mt 23:34 - Apg 5:17,18 - Apg 7:59 - Apg 12:1,2 →📗 →📚
Mt 22:7 - Da wurde der König zornig; er schickte seine Truppen und brachte jene Mörder um und setzte ihre Stadt in Brand (10*).
10* vgl. Mt 23:37,38 - Mt 24:2 - Lk 19:41-44 →📗 →📚
Mt 22:8 - Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, doch die Geladenen (4*) waren [ihrer] nicht wert (11*).
4* w. Gerufenen o. Berufenen. Es geht in diesem Gleichnis um eine göttliche Einladung, Berufung (vgl. Röm 8:30 - Röm 9:24 - 1Kor 1:9 - Gal 1:6 - Gal 5:13 - Eph 4:1 - Eph 4:4 - 1Thes 2:12 - 2Tim 1:9 - 2Petr 1:10).
11* o. würdig →📗 →📚
Mt 22:9 - So begebt euch nun an die Straßenkreuzungen (12*) und ruft zu den Hochzeitsfeierlichkeiten, wen immer ihr findet!
12* an die Endpunkte o. Kreuzungspunkte der Straßen o. Wege. Gemeint sind entweder die Ausmündungen, die die Ortsgrenze durchschneiden, oder die Straßenecken, wo Quergassen die Hauptstraße durchschneiden. →📗 →📚
Mt 22:10 - Da gingen jene Knechte hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, die sie fanden, Böse und Gute, und der Hochzeitssaal füllte sich mit Gästen (13*).
13* w. die Hochzeit wurde voll von zu Tische Liegenden. Es sind Fremde (ein Bild für Nichtisraeliten, die Gott in die Gemeinschaft seines Sohnes ruft; 1Kor 1:9). →📗 →📚
Mt 22:11 - Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzuschauen, sah er dort einen Menschen, der kein Hochzeitskleid angelegt hatte (14*),
14* Er hatte offensichtlich ein vom Gastgeber angebotenes Feierkleid verschmäht, ein Bild für die Gerechtigkeit Gottes (Ri 14:12 - Jes 61:10 - Offb 19:8). Manche folgen zunächst Gottes Ruf, ohne jedoch seine Gnade im Glauben wirklich zu ergreifen (Hebr 6:4-6). →📗 →📚
Mt 22:12 - und er sagt zu ihm: Freund (15*), wie bist du hier hereingekommen, ohne ein Hochzeitskleid [angelegt] zu haben? Er aber blieb stumm (16*).
15* o. Gefährte, Genosse, mein Lieber (vgl. Mt 20:13)
16* o. war zum Schweigen gebracht, wusste nichts mehr zu sagen →📗 →📚
Mt 22:13 - Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände und werft ihn hinaus in die außerhalb befindliche Finsternis (17*); dort wird Weinen und Zähneknirschen sein.
17* o. in die Finsternis draußen (Mt 8:12 - Mt 25:30). Außerhalb der Königsherrschaft Gottes ist Finsternis. →📗 →📚
Mt 22:14 - Denn viele sind berufen (18*), wenige aber auserwählt (19*).
18* o. gerufen, aufgerufen, eingeladen
19* vgl. Röm 8:29,30 - Röm 8:33 - Eph 1:4 - Eph 4:1 - Eph 4:4 - Kol 3:12 - 1Petr 2:9 - 2Petr 1:10 - Offb 17:14 →📗 →📚
Mt 22:15 - Darauf gingen die Pharisäer hin und hielten Rat, wie sie ihn durch ein [bestimmtes] Wort wie in einer Schlinge fangen könnten.
→📗 →📚
Mt 22:16 - Und sie senden ihre Schüler zu ihm, zusammen mit den Herodianern (20*); die sagen: Lehrer, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf [die Meinung von] niemand Rücksicht nimmst (21*), denn du siehst nicht auf das Äußere (22*) der Menschen.
20* Anhänger des Herodes Antipas und Römerfreunde
21* o. nach niemand fragst, dich um niemand kümmerst
22* o. Gesicht, Antlitz, Aussehen, Ansehen, Person →📗 →📚
Mt 22:17 - Sag uns also, was du meinst (23*): Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer (24*) zu zahlen, oder nicht?
23* o. was dir gut erscheint
24* w. Zensus, Kopfsteuer. Die radikalen jüdischen Eiferer verlangten, die Steuerzahlung zu verweigern. →📗 →📚
Mt 22:18 - Jesus aber, der ihre Bosheit erkannte, sprach: Was stellt ihr mich auf die Probe, scheinheilige Heuchler?
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Mt 22:19 - Zeigt mir die Steuermünze! Sie reichten ihm einen Denar (25*).
25* vgl. Mt 18:28 - Mt 20:2 →📗 →📚
Mt 22:20 - Da spricht er zu ihnen: Wessen Bild und Aufschrift ist das?
→📗 →📚
Mt 22:21 - Sie sagen zu ihm: Des Kaisers! Darauf sagt er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist (26*)!
26* Was gehört dem Kaiser, also der irdischen Obrigkeit? Unterordnung, soweit sie nicht gegen Gottes Gebote verstößt (Röm 13:1 - Dan 3 und Dan 6 - Offb 14:9,10 - Apg 5:29). - Was gehört Gott? Das Herz, die ganze Person. →📗 →📚
Mt 22:22 - Als sie [das] hörten, wunderten sie sich (27*) und verließen ihn und gingen weg.
27* wie geschickt und weise er ihrer Schlinge entgangen war →📗 →📚
Mt 22:23 - An jenem Tage traten Sadduzäer an ihn heran, die da sagen, es gebe keine Auferstehung, und sie fragten ihn:
→📗 →📚
Mt 22:24 - Lehrer, Mose hat geboten (28*): "Wenn einer stirbt, ohne Kinder zu haben, so soll sein Bruder dessen Frau [als Schwager] heiraten und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken (29*)."
28* w. gesagt (5Mo 25:5,6 - vgl. 1Mo 38:8)
29* w. Samen erstehen lassen (die sog. Leviratsehe) →📗 →📚
Mt 22:25 - Nun waren bei uns sieben Brüder. Der erste starb, nachdem er geheiratet hatte, und weil er keine Nachkommen besaß, hinterließ er seine Frau seinem Bruder;
→📗 →📚
Mt 22:26 - ebenso auch der zweite und der dritte – und schließlich [alle] sieben.
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Mt 22:27 - Als letzte von allen starb die Frau.
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Mt 22:28 - Wessen Frau – von den sieben – wird sie nun in der Auferstehung sein? Alle hatten sie ja [zur Frau] gehabt.
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Mt 22:29 - Jesus antwortete ihnen: Ihr irrt, weil ihr weder die Schriften kennt noch die Kraft Gottes!
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Mt 22:30 - In der Auferstehung nämlich heiraten sie nicht noch werden sie verheiratet, sondern sie sind [diesbezüglich] wie Engel im Himmel.
→📗 →📚
Mt 22:31 - Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht gelesen, was euch von Gott gesagt wurde, da er sprach:
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Mt 22:32 - "Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs" (30*)? Er ist [aber] nicht der Gott von Toten, sondern von Lebenden (31*).
30* vgl. 2Mo 3:6
31* Lukas ergänzt dazu (Lk 20:38): "denn ihm leben alle". →📗 →📚
Mt 22:33 - Als die Volksmengen [das] hörten, gerieten sie außer sich (32*) über seine Lehre.
32* o. erfasste sie Entsetzen und Bestürzung (Mt 7:28) →📗 →📚
Mt 22:34 - Als nun die Pharisäer vernahmen, dass er die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, versammelten sie sich miteinander (33*)
33* Der Ausdruck "epi to auto" (w. "auf dasselbe hin") wird verschieden gedeutet: "an demselben (Ort)" o. "auf dasselbe (Anliegen) hin ausgerichtet" o. beieinander, miteinander. →📗 →📚
Mt 22:35 - und einer aus ihren [Reihen], ein Gesetzeskundiger, fragte ihn, um ihn auf die Probe zu stellen (34*):
34* o. fragte ihn versuchend (ausforschend, prüfend) →📗 →📚
Mt 22:36 - Lehrer, welches Gebot ist das größte (35*) im Gesetz?
35* o. das Hauptgebot (w. das große) →📗 →📚
Mt 22:37 - Er aber sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn (36*), deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele (37*) und mit deinem ganzen Denken (38*)".
36* Herr (kyrios) steht hier für JAHWE (der Ewigseiende, Unwandelbare). Jesus beantwortet die Frage, indem er auf 5Mo 6:5 und 3Mo 19:18 hinweist.
37* d.h. mit der ganzen Kraft deines Fühlens und Wollens
38* o. Verstand →📗 →📚
Mt 22:38 - Dies ist das größte (35*) und erste Gebot.
35* o. das Hauptgebot (w. das große) →📗 →📚
Mt 22:39 - Das zweite aber ist ihm gleich: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
→📗 →📚
Mt 22:40 - In diesen zwei Geboten hängt (39*) das ganze Gesetz und die Propheten.
39* "wie eine Tür in den Angeln" (W. Bauer) →📗 →📚
Mt 22:41 - Als nun die Pharisäer versammelt waren, fragte sie Jesus:
→📗 →📚
Mt 22:42 - Was ist eure Meinung (40*) über den Christus (41*)? Wessen Sohn ist er? Sie sagen zu ihm: Davids (42*)!
40* o. was erscheint euch gut, was ist eure Überzeugung
41* den Gesalbten (Gottes), den Messias
42* vgl. Jes 11:1 - Jer 23:5 - Mt 1:1 - Röm 1:3 →📗 →📚
Mt 22:43 - Er spricht zu ihnen: Wie [kann] ihn dann [aber] David im Geist als "Herrn" bezeichnen, indem er sagt:
→📗 →📚
Mt 22:44 - "Es sprach der Herr zu meinem Herrn (43*): Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde unter deine Füße lege" (44*)?
43* nämlich JAHWE zu seinem Sohn (Ps 110:1 - Ps 2:7), dem Messias o. Christus
44* vgl. Mt 26:64 - Apg 2:34-36 - 1Kor 15:25 - Hebr 1:13 →📗 →📚
Mt 22:45 - Wenn also David ihn als "Herrn" bezeichnet, inwiefern ist er sein Sohn?
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Mt 22:46 - Und keiner vermochte ihm ein Wort zu antworten (45*); auch wagte es von jenem Tage an keiner mehr, ihn weiter zu befragen.
45* Weil die Pharisäer nicht wahrhaben wollten, dass der Messias zugleich Sohn Davids und Sohn Gottes ist, dass der Messias "Fleisch wurde" (Joh 1:14) und infolgedessen sowohl menschliche Niedrigkeit als auch göttliche Herrlichkeit besitzt. Im Grunde geht es hier um Jesu Messianität. In Mt 26:64 bekennt er sich offen zu ihr. →📗 →📚
Mt 23:1 - Darauf redete Jesus zu den Volksmengen und zu seinen Schülern,
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Mt 23:2 - er sagte: Auf den Lehrstuhl Moses haben sich die Schriftgelehrten und Pharisäer gesetzt.
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Mt 23:3 - Alles nun, was sie euch sagen, [das] tut und haltet (1*); nach ihren Werken jedoch tut nicht; denn sie reden und tun nicht [danach].
1* o. beobachtet, bewahrt →📗 →📚
Mt 23:4 - Sie binden schwer drückende und kaum zu ertragende Lasten zusammen und legen [sie] auf die Schultern der Menschen, wollen sie selbst aber nicht [einmal] mit ihrem Finger bewegen.
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Mt 23:5 - Alle ihre Werke aber tun sie [nur], um von den Menschen [mit Bewunderung] angeschaut zu werden. Ihre Gebetsriemen machen sie breit und die Quasten [ihrer Gewänder] groß (2*).
2* vgl. Mt 9:20 mit Anm. 22! →📗 →📚
Mt 23:6 - Sie lieben den ersten Platz bei den Gastmählern und die ersten Sitze in den Synagogen
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Mt 23:7 - und die Begrüßungen auf den Märkten; auch [lieben sie es], von den Menschen "Rabbi" (3*) genannt zu werden. -
3* d. h. Meister, Lehrer (Joh 1:38; Joh 13:13,14) →📗 →📚
Mt 23:8 - Ihr aber, lasst euch nicht "Rabbi" nennen; denn Einer ist euer Lehrer; ihr alle aber seid Brüder.
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Mt 23:9 - Auch sollt ihr niemanden von euch Vater nennen auf Erden (4*); denn Einer ist euer Vater, der himmlische (5*).
4* Nicht das natürliche Vater-Sein ist gemeint, sondern "Vater" als Ehrentitel
5* vgl. Mt 5:16 - Mt 5:45 - Mt 5:48 - Mt 6:1 - Mt 6:9 - Mt 7:11 - Mt 11:25 →📗 →📚
Mt 23:10 - Lasst euch auch nicht "Führer" (6*) nennen; denn Einer ist euer Führer, der Christus!
6* o. Wegweiser, Leiter, Erzieher →📗 →📚
Mt 23:11 - Vielmehr soll der Größte (7*) unter euch euer Diener (8*) sein.
7* w. der Größere (Komparativ mit Superlativ-Bedeutung)
8* o. Gehilfe, "Diakon" (Mt 20:26) →📗 →📚
Mt 23:12 - Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.
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Mt 23:13 - Doch wehe euch (9*), Schriftgelehrte (10*) und Pharisäer, Heuchler (11*)! Denn ihr schließt das Königreich der Himmel vor den Menschen zu (12*). Ihr selbst kommt nicht hinein und die hineingehen [wollen], lasst ihr nicht hineinkommen.
9* Jesu Evangeliumsverkündigung (die bei Mt. mit einem neunfachen "Glückselig" beginnt: Mt 5:3-11) hat sich zur Gerichtspredigt gewandelt (mit einem sieben- bzw. achtfachen "Wehe"). Prophetische Weherufe finden sich auch im "Buch der Wehe" (Jes 28-33), ferner in Jes 5:8-22 - Hab 2:6-19 - Mt 11:21 - Mt 18:7 - Mt 24:19 und Offb 8:13 - Offb 9:12 - Offb 11:14 - Offb 12:12 - Offb 18:10 - Offb 16:19. Entweder wird ein Verhalten angeprangert, das in Gottes Augen böse ist, oder göttliches Zorngericht angekündigt.
10* Das Wort "grammateus" kommt von "gramma" = Buchstabe; es bezeichnet ursprünglich den Schreiber, Sekretär, später den Schriftgelehrten – einen Menschen, dessen Treue dem Buchstaben gilt (vgl. 2Kor 3:6).
11* o. Schauspieler, Scheinheilige. Es ist allerdings weniger eine bewusste Verstellung gemeint als vielmehr ein "objektiver Selbstwiderspruch", indem man "Gott zu dienen vorgibt und ihn dennoch umgeht" (J. Schniewind).
12* vgl. Mt 16:19. Petrus öffnete (durch seine Evangeliumsverkündigung) den Zugang, die Pharisäer verschließen ihn (durch ihre harte Gesetzespredigt und ihr unglaubwürdiges Verhalten). →📗 →📚
Mt 23:14 - Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verschlingt der Witwen Häuser und verrichtet zum Schein (13*) lange Gebete. Darum werdet ihr ein besonders schweres (14*) Gerichtsurteil [von Gott] empfangen (15*).
13* o. als Vorwand, Ausrede, Ausflucht
14* o. über das übliche Maß hinausgehendes, um so strengeres
15* Vers 14 stand wohl nicht im ursprünglichen Text des Mt. Es handelt sich um ein Jesuswort, das erst in späteren Handschriften erscheint (vgl. Mk 12:40 - Lk 20:47) →📗 →📚
Mt 23:15 - Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr zieht umher über das Meer und das trockene Land, um einen Proselyten (16*) zu gewinnen, und wenn er es geworden ist, macht ihr ihn zu einem Sohn der Gehenna (17*), doppelt [so schlimm] als ihr.
16* d.h. einen durch Annahme von Gesetz und Beschneidung zum Judentum übergetretenen Heiden
17* Ort göttlichen Feuergerichts (Mt 5:22 - Mt 10:28 - Mt 18:9) →📗 →📚
Mt 23:16 - Wehe euch, ihr blinden Führer, die ihr sagt: Wenn einer beim Tempel schwört, das ist nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwört, der ist verpflichtet [den Eid zu halten].
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Mt 23:17 - Ihr Toren und Blinde, was ist denn größer: das Gold oder der Tempel, der das Gold [erst] heilig gemacht hat?
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Mt 23:18 - Weiter [sagt ihr]: Wenn einer beim Opferaltar schwört, das ist nichts; wer aber bei der Opfergabe schwört, die darauf [liegt], der ist verpflichtet [den Eid zu halten].
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Mt 23:19 - Ihr Blinden, was ist denn größer: die Opfergabe oder der Opferaltar, der die Gabe [erst] heilig macht?
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Mt 23:20 - Wer also beim Opferaltar schwört, der schwört bei ihm und allem, was darauf [liegt],
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Mt 23:21 - und wer beim Tempel schwört, der schwört bei ihm und bei dem, der ihn bewohnt (18*),
18* vgl. 1Kö 8:13 →📗 →📚
Mt 23:22 - und wer beim Himmel schwört, der schwört beim Throne Gottes und bei dem, der darauf sitzt (19*).
19* vgl. Offb 4:2-5 →📗 →📚
Mt 23:23 - Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr zahlt den Zehnten (20*) von Gartenminze, Dill und Kümmel und habt [dabei] das Schwerwiegende des Gesetzes [außer Acht] gelassen (21*): das Recht schaffende Gericht, das liebende Erbarmen und den vertrauenden Glauben (22*). Dieses hätte man tun und jenes nicht lassen sollen.
20* w. ihr verzehntet (3Mo 27:30 - Lk 18:12)
21* o. das Gewichtigere des Gesetzes vernachlässigt
22* o. die Treue (Beständigkeit) →📗 →📚
Mt 23:24 - Ihr blinden Führer, die ihr [das Getränk wegen einer] Mücke durch ein Sieb gießt, aber ein Kamel hinunterschluckt (23*)!
23* Die selbstgerechten frommen Pedanten nehmen es mit Kleinigkeiten ganz genau und vergessen darüber das viel Wichtigere, nämlich Gottes heilige Grundsätze und Wesenszüge. →📗 →📚
Mt 23:25 - Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr reinigt [zwar] Becher und Schüssel von außen, von innen aber sind sie voll von Raub und zügelloser Gier.
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Mt 23:26 - Blinder Pharisäer, reinige zuerst das Innere des Bechers, damit [dann] auch sein Äußeres rein werde!
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Mt 23:27 - Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr gleicht [den] weiß getünchten Gräbern, die von außen zwar schön erscheinen, inwendig aber voll von Totengebeinen und aller Unreinheit sind.
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Mt 23:28 - So erscheint auch ihr von außen den Menschen als Gerechte, inwendig aber seid ihr voll von Heuchelei und Gesetzlosigkeit (24*).
24* Jesus macht in den Versen 25-28, vom Sachlichen ausgehend, bildliche Anwendungen: Euer Herz ist voller Unrat und muss gereinigt werden (Mt 15:19,20 - Apg 15:9 - Ps 51:12), dann können Leben und Gottesdienst Gott wieder gefallen. →📗 →📚
Mt 23:29 - Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr baut die Grabstätten der Propheten und schmückt die Grabmäler der Gerechten
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Mt 23:30 - und sprecht: Wären wir in den Tagen unsrer Väter [schon] dagewesen, wir hätten nicht [am Vergießen] des Blutes der Propheten als ihre Genossen teilgenommen.
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Mt 23:31 - Damit stellt ihr euch selbst das Zeugnis aus, dass ihr Söhne der Prophetenmörder seid.
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Mt 23:32 - So macht denn ihr das Maß eurer Väter voll!
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Mt 23:33 - Ihr Schlangen, Brut von Nattern (25*), wie wollt ihr dem Gericht der Gehenna (17*) entfliehen?
17* Ort göttlichen Feuergerichts (Mt 5:22 - Mt 10:28 - Mt 18:9)
25* o. Ottern, Giftschlangen (vgl. Mt 3:7) →📗 →📚
Mt 23:34 - Darum siehe, ich sende Propheten und Weise und Schriftgelehrte zu euch; von ihnen werdet ihr [einige] töten und kreuzigen und [andere] in euren Synagogen geißeln und verfolgen von Stadt zu Stadt,
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Mt 23:35 - damit alles gerechte Blut über euch komme (26*), das auf Erden vergossen wurde, von dem Blut Abels, des Gerechten, bis zu dem Blut Sacharjas (27*), des Sohnes Berechjas, den ihr getötet habt zwischen Tempel und Opferaltar.
26* vgl. Lk 11:50 - Mt 27:25 - Apg 5:28 - Apg 18:6
27* o. Zacharias. Man denkt hier an 2Chr 24:20-22, obwohl der dort genannte Sacharja ein Sohn Jojadas war. Der Prophet Sacharja hingegen war ein Sohn Berechjas (Sach 1:1). →📗 →📚
Mt 23:36 - Wahrlich (28*), ich sage euch: Dies alles wird über dieses Geschlecht (29*) kommen.
28* w. Amen
29* o. dieses Volk, diese Generation →📗 →📚
Mt 23:37 - Jerusalem, Jerusalem, die da tötet die Propheten und steinigt, die zu ihr gesandt sind, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen in der Weise, wie eine Henne ihre Küchlein zusammen unter die Flügel nimmt, und ihr habt nicht gewollt.
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Mt 23:38 - Sieh, wüst und leer wird euer Haus euch überlassen (30*);
30* Der Tempel ist nicht mehr Gottes Haus (Mt 21:12,13), sondern "euer Haus". Jesus wendet sich von ihm ab. Etwa 40 Jahre später, im Jahre 70, kommt es zur Zerstörung Jerusalems und des Tempels (vgl. Jes 30:15-18). →📗 →📚
Mt 23:39 - denn ich sage euch: Von nun an werdet ihr mich nicht [mehr] sehen, bis ihr sprecht: "Gesegnet (31*), der da kommt im Namen des Herrn." (32*)
31* o. Gepriesen, gelobt (vgl. Mt 21:9 - Ps 118:26)
32* Auf die Abwendung Jesu folgt eine neue Zuwendung, auf das Gericht neue Gnade für Jerusalem und ganz Israel (vgl. Sach 12:10 - Mt 24:30 - Röm 11:25-29). Jesus wird als Messias erkannt und angenommen werden. →📗 →📚
Mt 24:1 - Dann kam Jesus aus dem Tempel heraus und ging fort. Und seine Schüler traten [an ihn] heran, um ihm die Bauten des Tempels zu zeigen (1*).
1* vgl. Mk 13:1 →📗 →📚
Mt 24:2 - Er aber antwortete ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich (2*), ich sage euch: Hier wird gewiss kein Stein auf dem andern gelassen werden (3*), der nicht niedergerissen wird (4*)!
2* w. Amen
3* w. Hier wird keinesfalls Stein auf Stein gelassen werden (wie in Mt 23:38 ein Hinweis auf die Zerstörung des Tempels im Jahre 70)
4* o. abgebrochen, (vom Bauwerk) abgelöst wird →📗 →📚
Mt 24:3 - Als er sich dann auf dem Ölberg (5*) niedergesetzt hatte (6*), traten die Schüler abseits [von der Menge] an ihn heran und sprachen: Sag uns, wann wird dies sein? Und was ist das Zeichen deiner Ankunft (7*) und der Vollendung der [gegenwärtigen] Weltzeit (8*)?
5* w. Berg der Ölbäume o. der Oliven
6* Jesus hat den Tempel verlassen, um ihn nicht mehr zu betreten. Er lässt sich dem Tempel gegenüber auf dem Ölberg nieder, dem Ort, wohin der HERR nach Sach 14:4 wiederkommen wird (vgl. Hes 11:23).
7* griech. parousia = Ankunft, Kommen, Wiederkunft, Anwesenheit
8* o. der Vollendung des Zeitalters, des Endes (Zieles, Abschlusses) des Äons →📗 →📚
Mt 24:4 - Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen (9*): Seht zu (10*), dass euch nicht jemand verführe!
9* Jesu Antwort führt über die nahe Zukunft hinaus in die ferne Zukunft – in kommende Jahrhunderte bis zu seiner Wiederkunft. Es geht um Verführung, Kriege, Drangsal, Evangeliumsverkündigung in Israel und aller Welt sowie um besondere Drangsale und Verführungen zur "Zeit des Endes" (Dan 8:17). Die Verse 15-25 betreffen speziell Israel in der Endzeit.
10* o. Gebt Acht (Seid auf der Hut) →📗 →📚
Mt 24:5 - Denn viele werden auftreten unter Verwendung meines Namens (11*) und sagen: "Ich bin der Christus" und werden viele in die Irre führen.
11* o. aufgrund meines Namens, sich berufend auf meinen Namen →📗 →📚
Mt 24:6 - Ihr werdet [ferner] von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; gebt Acht [und] lasst euch nicht in Schrecken versetzen! Es muss (12*) nämlich geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.
12* Dieses "muss" bezeichnet an mehreren Stellen eine im Plan Gottes fest verankerte Notwendigkeit: Mt 16:21 - Mt 26:54 - Mk 13:10 - Lk 24:44 - Joh 3:7 - Joh 3:14 - Apg 3:21. →📗 →📚
Mt 24:7 - Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben (13*) und Königreich gegen Königreich; auch werden Hungersnöte eintreten und Erdbeben an diesem und jenem Ort (14*).
13* w. erweckt werden
14* o. an (verschiedenen) Stellen →📗 →📚
Mt 24:8 - Dies alles aber ist [erst] der Anfang der Geburtswehen (15*).
15* die das messianische Zeitalter und die Neugeburt Israels und der Welt einleiten (Mt 19:28 - Röm 8:22) →📗 →📚
Mt 24:9 - Dann werden sie euch (16*) in Drangsal überliefern (17*) und euch töten und ihr werdet von allen Nationen gehasst sein um meines Namens willen.
16* Wen meint Jesus mit "euch"? Zunächst seine Schüler aus Israel, darüber hinaus die Christen aller Völker und Jahrhunderte; man denke an die Christenverfolgungen!
17* o. der Bedrängnis (Einengung, Druck) preisgeben →📗 →📚
Mt 24:10 - Und dann werden viele zu Fall kommen (18*) und einander ausliefern (19*) und hassen
18* o. Anstoß nehmen, sich ärgern, irre werden
19* o. überliefern, preisgeben, verraten →📗 →📚
Mt 24:11 - und viele falsche Propheten werden aufstehen (20*) und viele in die Irre führen,
20* w. viele Pseudo-Propheten werden erweckt werden →📗 →📚
Mt 24:12 - und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt (21*), wird die Liebe der Vielen erkalten;
21* o. das gesetzwidrige Wesen mehr und mehr zunimmt →📗 →📚
Mt 24:13 - wer aber geduldig ausharrt bis zum Ende hin (22*), der wird gerettet werden (23*).
22* o. bis zum Abschluss, Ziel, Endpunkt (dieses Zeitalters)
23* Es ist nicht die Rettung des Sünders durch den Glauben gemeint (Eph 2:8), die zu jeder Zeit geschehen kann, sondern Erlösung aus irdischer Drangsal (vgl. Mt 24:22). →📗 →📚
Mt 24:14 - Und dieses Evangelium des Königreichs wird auf dem ganzen bewohnten Erdkreis allen Nationen zum Zeugnis ausgerufen werden, und dann wird das Ende kommen (24*).
24* Das Evangelium vom nahe gekommenen Königreich der Himmel, das Jesus verkündigte (Mt 4:23 - Mt 9:35), wird vor seiner Wiederkunft nochmals weltweit verbreitet werden. →📗 →📚
Mt 24:15 - Wenn ihr nun den "Gräuel der Verwüstung", von dem der Prophet Daniel gesprochen hat (25*), an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, denke [darüber] nach -,
25* Gemeint ist wohl ein entweihendes Götzenbild, vom Antichristen im verwüsteten o. verödeten Tempel aufgestellt (Dan 9:26,27 - Dan 11:31 - Dan 12:11). Einen Vorgeschmack davon gab nach 1. Makkabäer 1:57 Antiochus IV. Epiphanes. →📗 →📚
Mt 24:16 - dann sollen, die in Judäa sind, in die Berge fliehen;
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Mt 24:17 - wer auf dem Dach ist, steige nicht hinab, um die [Sachen] aus seinem Hause zu holen,
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Mt 24:18 - und wer auf dem Felde ist, kehre nicht zurück (26*), um seinen Mantel zu holen.
26* o. wende sich nicht nach hinten →📗 →📚
Mt 24:19 - Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen!
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Mt 24:20 - Betet, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschehe!
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Mt 24:21 - Denn dann wird eine große Drangsal sein (27*), wie sie derart [noch] nicht dagewesen ist von Anfang der Welt an bis jetzt und auch keinesfalls [mehr] sein wird.
27* vgl. Dan 12:1 - Joe 1:2,3 - Joe 1:15 - Offb 7:14 →📗 →📚
Mt 24:22 - Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden (28*), so würde kein Fleisch [aus dieser Not heraus] gerettet werden (29*); doch um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.
28* o. abgehauen, verstümmelt würden. Nach Offb 11:2,3 - Offb 12:6 - Offb 12:14 - Offb 13:5 - Dan 7:25 - Dan 9:27 - Dan 12:7 - Dan 12:11 scheint die Endzeit im engeren Sinn nur wenige Jahre zu umfassen; dies ist Gnade im Gericht.
29* d.h. so käme kein Mensch lebend durch diese Zeit hindurch; vgl. Mt 24:13 mit Anm. 23! - Andere verstehen den Vers so: so würden alle der Versuchung erliegen. →📗 →📚
Mt 24:23 - Wenn dann jemand zu euch sagt: "Sieh, hier ist der Christus – oder da!", so glaubt es nicht!
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Mt 24:24 - Denn falsche Messiasse und falsche Propheten werden sich erheben (30*) und große Zeichen und Wunder tun (31*), um womöglich auch die Auserwählten zu verführen.
30* w. Pseudo-Christusse und Pseudo-Propheten werden erweckt werden
31* w. geben (vgl. 2Thes 2:9 - Offb 13:11-15) →📗 →📚
Mt 24:25 - Sieh, ich habe es euch zuvor gesagt.
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Mt 24:26 - Wenn sie nun zu euch sagen: "Sieh, er ist in der Wüste", so geht nicht hinaus; [oder] "Sieh, er hält sich in einem der inneren Räume [des Hauses] auf", so glaubt es nicht!
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Mt 24:27 - Denn wie der Blitz ausfährt vom Osten und leuchtet bis zum Westen (32*), so wird die Ankunft (7*) des Menschensohnes sein (33*).
7* griech. parousia = Ankunft, Kommen, Wiederkunft, Anwesenheit
32* w. vom (Sonnen-)Aufgang und leuchtet bis zum (Sonnen-)Untergang
33* Sie wird ebenso plötzlich und weithin erschreckend sichtbar sein (vgl. 1Thes 5:1-5). Wehen, Blitz, Dieb veranschaulichen das Plötzliche seines Kommens (Mt 24:8 - Mt 24:27 - Mt 24:43). →📗 →📚
Mt 24:28 - Wo das Aas (34*) ist, dort versammeln sich die Raubvögel (35*). -
34* o. das Gefallene, der Leichnam, der Kadaver
35* w. Adler oder Geier. "Es scheint uns schrecklich, wenn das Kommen des Christus mit dem Aufschwärmen der Raubvögel verglichen wird. Aber man wird die Furchtbarkeit dieses Bildes nicht mildern dürfen" (J. Schniewind). Über das Faulende und Verwesende der Welt ergeht Gottes Gericht. Christi Kommen ist unabwendbar wie Blitz o. Raubvögel (vgl. Lk 17:24 - Lk 17:37 - Offb 19:17,18). →📗 →📚
Mt 24:29 - Sogleich aber nach der Drangsal jener Tage (36*) wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird seinen Schein nicht geben und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte der Himmel werden in Erschütterung geraten (37*).
36* vgl. Mt 24:15-22!
37* ins Wanken o. Schwanken kommen (Jes 13:10 - Jes 34:4 - Joe 3:3,4 - Offb 6:12-14) →📗 →📚
Mt 24:30 - Und dann wird das Zeichen des Menschensohns am Himmel zu sehen sein (38*) und dann werden alle Stämme des Landes (39*) heftig trauern und wehklagen (40*) und sie werden den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken des Himmels kommen sehen (41*).
38* o. im Himmel. Ist Gottes Lichtwolke das Zeichen (Mt 17:5) o. feuriger Glanz (Hab 3:4)? Manche halten Christus selbst für das Zeichen (wie in Lk 11:30)
39* Es geht in Mt 24 vorrangig um Israel (vgl. Mt 24:16!), daher "Stämme des Landes (Israel)" (Sach 12:10-14).
40* w. in der Trauer sich an Brust o. Haupt schlagen. Es ist eine heilsame Buße gemeint, die Israels völkische Rettung einleitet (Röm 11:26 - Sach 12:10).
41* vgl. Dan 7:13,14 - Lk 21:27 - Offb 1:7 →📗 →📚
Mt 24:31 - Und er wird seine Engel aussenden mit lautem Posaunenschall (42*) und sie werden seine Auserwählten von den vier Winden her zusammenführen, von einem Ende der Himmel bis zum anderen (43*).
42* w. mit einer grossen Posaune
43* w. von den Enden der Himmel bis zu ihren Enden. In Mk 13:27 lautet der Text: "vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels". →📗 →📚
Mt 24:32 - Vom Feigenbaum aber lernt das [folgende] Gleichnis (44*): Sobald sein Zweig saftig (45*) wird und Blätter austreibt (46*), so erkennt ihr [daran], dass die sommerliche Erntezeit nahe ist.
44* "Der Feigenbaum ist ein Bild für Israel. Mit der dreifachen Erwähnung des Feigenbaumes in den Evangelien und dessen beispielhafter Verwendung zeichnet Jesus in seiner Lehrtätigkeit (Unfruchtbarkeit, Verfluchung, Wiedererwachen) ein Stück Geschichte Israels" (K. Layer). Vgl. Lk 13:6 - Mt 21:19 - Mt 24:32.
45* o. weich, zart (von jungen, frischen Trieben)
46* o. hervorsprossen lässt, erzeugt →📗 →📚
Mt 24:33 - So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, wissen: Er (47*) ist nahe vor der Tür!
47* Er (der wiederkommende Herr) o. Sie (die Erntezeit) o. Es (das Ende des Äons) →📗 →📚
Mt 24:34 - Wahrlich (48*), ich sage euch: Dieses Volk (49*) wird keinesfalls vergehen, bis alles dies geschieht!
48* w. Amen
49* o. Geschlecht, Stamm, Rasse, Nation, Generation (genea) (vgl. Mt 1:17 - Mt 11:16 - Mt 12:39 - Mt 12:41 - Mt 16:4 - Mt 17:17 - Mt 23:36 - Apg 2:40 - Phil 2:15). Hier dürfte die Übersetzung "Volk" vorzuziehen sein: Israel wird trotz zeitweiliger Verfluchung und unerhörter Drangsal nicht untergehen. →📗 →📚
Mt 24:35 - Der Himmel und die Erde werden vergehen (50*), meine Worte aber werden nimmermehr vergehen.
50* vgl. Hebr 1:10-12 - 2Petr 3:10-12 - Offb 21:1 →📗 →📚
Mt 24:36 - Über jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand [etwas], nicht einmal die Engel der Himmel [und] nicht einmal der Sohn, sondern der Vater allein (51*).
51* sodass Vorausberechnungen und Datierungen unnütz sind; wohl aber sind die Zeichen endzeitlicher Ausreife in Israel und der Welt zu beachten (vgl. Apg 1:7) →📗 →📚
Mt 24:37 - Denn wie die Tage Noahs [waren], so wird [es bei der] Ankunft (7*) des Menschensohnes sein.
7* griech. parousia = Ankunft, Kommen, Wiederkunft, Anwesenheit →📗 →📚
Mt 24:38 - Denn wie sie sich in jenen Tagen vor der großen Flut verhielten: sie aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging,
→📗 →📚
Mt 24:39 - und bemerkten nichts (52*), bis die große Flut kam und alle wegraffte, so wird es auch [bei der] Ankunft (7*) des Menschensohnes sein.
7* griech. parousia = Ankunft, Kommen, Wiederkunft, Anwesenheit
52* weil sie, ohne nach Gott zu fragen, im Irdischen völlig aufgingen (1Mo 6-7; 2Petr 2:5) →📗 →📚
Mt 24:40 - Dann werden zwei [Männer zusammen] auf dem Felde sein; einer wird mitgenommen und einer zurückgelassen werden (53*);
53* bei der Sammlung der Auserwählten durch die Engel →📗 →📚
Mt 24:41 - zwei [Frauen] werden mit der Mühle mahlen; eine wird mitgenommen und eine zurückgelassen werden.
→📗 →📚
Mt 24:42 - Seid daher wachsam, weil ihr nicht wisst, an welchem Tag euer Herr kommt!
→📗 →📚
Mt 24:43 - Das aber bedenkt (54*): Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde (55*) der Dieb kommt, würde er wachen und nicht zulassen, dass sein Haus durchwühlt wird (56*).
54* o. erkennt, seht ein, begreift
55* w. Nachtwache (vgl. Mt 14:25)
56* o. seine Hauswand durchgraben o. durchbrochen wird →📗 →📚
Mt 24:44 - Darum seid auch ihr bereit, denn zu einer Stunde, da ihr's nicht vermutet (57*), kommt der Menschensohn.
57* nicht meint o. denkt →📗 →📚
Mt 24:45 - Wer also ist der treue (58*) und kluge (59*) Knecht (60*), den der Herr über die Dienerschaft seines Hauses gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe?
58* o. vertrauenswürdige, zuverlässige
59* o. verständige, einsichtsvolle
60* w. Sklave (so auch Mt 24:46-50). Sklave Christi zu sein, ist nicht erniedrigend, sondern ehrend (Röm 1:1). →📗 →📚
Mt 24:46 - Glückselig [ist] der Knecht, den sein Herr bei seinem Kommen in dieser Weise tätig findet!
→📗 →📚
Mt 24:47 - Wahrlich (48*), ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter (61*) setzen.
48* w. Amen
61* o. über all seinen Besitz, alle seine Habe →📗 →📚
Mt 24:48 - Wenn aber jener als böser Knecht in seinem Herzen spricht: "Mein Herr kommt lange nicht" (62*)
62* o. bleibt lange aus, verzögert o. versäumt (sein Kommen), lässt sich Zeit, lässt auf sich warten (Äußerungen der Enttäuschung und des Misstrauens, weil den eigenen Erwartungen nicht entsprochen wird) →📗 →📚
Mt 24:49 - und anfängt, seine Mitknechte zu schlagen, und mit den Trunkenen isst und trinkt (63*),
63* o. schmaust und zecht. Die fehlende Erwartung des wiederkommenden Herrn führt zu Streit und Rausch. →📗 →📚
Mt 24:50 - so wird der Herr jenes Knechtes kommen an einem Tag, da er's nicht erwartet, und in einer Stunde, die er nicht kennt (64*),
64* vgl. Mt 24:36 - Mt 25:13 →📗 →📚
Mt 24:51 - und wird ihn in zwei Stücke zerhauen [lassen] und ihm sein [gebührendes] Teil bei den Heuchlern geben (65*); dort wird Weinen und Zähneknirschen sein (66*).
65* vgl. Mt 23:29 - Mt 23:33
66* vgl. Mt 8:12 - Mt 13:42 - Mt 13:50 - Mt 22:13 - Mt 25:30. - Was ist der Sinn dieses Gleichnisses? Es zeigt, wie ein mächtiger Hausherr damals im Extremfall mit seinen Sklaven umgehen mochte. Keinesfalls darf jeder einzelne Zug auf Jesus übertragen werden, so als würde er Menschen im Gericht "zweiteilen". Der Sinn ist: Jesus wird Treue belohnen und Untreue bestrafen. →📗 →📚
Mt 25:1 - Dann wird das Königreich der Himmel zehn Jungfrauen gleich geworden sein, die ihre Lampen nahmen und auszogen, dem Bräutigam entgegen (1*).
1* w. zur Begegnung mit dem Bräutigam (vgl. Joh 3:29 - Offb 19:7). Zusammen mit der Braut erwarten die Brautjungfern den Bräutigam, der (spätabends) kommt, um die Braut in sein Haus "heimzuholen". Sie haben die Aufgabe, ihm entgegenzugehen, sobald er sich nähert. →📗 →📚
Mt 25:2 - Fünf von ihnen aber waren töricht und fünf klug.
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Mt 25:3 - Die törichten nämlich nahmen [zwar] ihre Lampen, [aber] kein Öl mit sich;
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Mt 25:4 - die klugen (2*) aber nahmen [zugleich] mit ihren Lampen [auch] Öl in den Gefäßen mit.
2* o. verständigen, einsichtsvollen →📗 →📚
Mt 25:5 - Als nun der Bräutigam lange Zeit ausblieb (3*), waren [schließlich] alle eingenickt und schliefen.
3* o. verzog, auf sich warten ließ, sich Zeit ließ (vgl. Mt 24:48). Man kann bei der Erwartung der Wiederkunft Jesu Christi zwei Fehler machen: ihn in weiter Ferne o. gar nicht mehr erwarten (Mt 24:48) o. ihn zu bald, zu einer von uns Menschen gewünschten Zeit erwarten (Mt 25:5). Jesus hat mehrfach voreilige Erwartungen zurückgewiesen (Mt 24:36 - Mt 25:5 - Mt 13:19 - Lk 19:11,12 - Apg 1:6,7). →📗 →📚
Mt 25:6 - Mitten in der Nacht aber entstand ein Geschrei: Sieh da, der Bräutigam! Geht aus (4*), ihm zu begegnen!
4* o. Kommt heraus (sie waren wohl unterwegs eingekehrt) →📗 →📚
Mt 25:7 - Da wurden alle jene Jungfrauen wach [und standen auf] und brachten ihre Lampen in Ordnung (5*).
5* o. schmückten, putzten, rüsteten ihre Lampen →📗 →📚
Mt 25:8 - Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsre Lampen gehen aus!
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Mt 25:9 - Die klugen aber entgegneten: Niemals! Es würde für uns und euch nicht reichen! Geht vielmehr zu den Verkäufern und kauft euch [welches]!
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Mt 25:10 - Als sie nun fortgingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zu den Hochzeitsfeierlichkeiten, und die Tür wurde verschlossen.
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Mt 25:11 - Später kommen auch die übrigen Jungfrauen und rufen: Herr, Herr, mach uns auf!
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Mt 25:12 - Er aber antwortete: Wahrlich (6*), ich sage euch: Ich kenne euch nicht (7*)!
6* w. Amen
7* vgl. Mt 7:22,23 →📗 →📚
Mt 25:13 - Darum wacht, denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde (8*)!
8* Das Gleichnis spricht nicht von der "Braut" o. dem "Leib" Christi; beides wird nicht erwähnt. Daher betrifft die Auslegung nicht die Gemeinde Jesu (als würde ein Teil von ihr, weil unwachsam, verdammt). Es ist nur von Gefährtinnen der Braut die Rede. Doch ist eine Anwendung auf die Gemeinde Jesu – nämlich die Mahnung, bereit zu sein – geboten (1Thes 5:1-9). →📗 →📚
Mt 25:14 - [Es wird so sein] wie bei einem Menschen, der vor Antritt einer Auslandsreise (9*) die ihm gehörigen Knechte (10*) [zusammen]rief und ihnen sein Vermögen (11*) [zur Verwaltung] übergab,
9* o. im Begriff, außer Landes zu reisen
10* w. Sklaven (so auch Mt 25:19 - Mt 25:21 - Mt 25:23 - Mt 25:26 - Mt 25:30)
11* o. seine Habe, seine Güter (w. das Vorhandene) →📗 →📚
Mt 25:15 - und zwar gab er einem fünf Talente (12*), einem andern zwei, einem andern eins, jedem nach der ihm eigenen Fähigkeit (13*); dann reiste er außer Landes.
12* Gewichts- und Münzeinheit (ca. 4'000-7'000 Goldmark)
13* o. Tüchtigkeit (w. Kraft) →📗 →📚
Mt 25:16 - Sogleich machte er sich auf den Weg, der die fünf Talente empfangen hatte; er arbeitete mit ihnen und gewann fünf andere [hinzu];
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Mt 25:17 - ebenso gewann, der die zwei [empfangen hatte], zwei andere [hinzu].
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Mt 25:18 - Der aber das eine [Talent] empfangen hatte, ging fort, grub die Erde auf und versteckte das Geld seines Herrn. -
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Mt 25:19 - Nach langer Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Abrechnung mit ihnen.
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Mt 25:20 - Da trat der herzu, der die fünf Talente empfangen hatte; er brachte [noch] fünf andere Talente und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir übergeben; sieh, fünf weitere (14*) Talente habe ich [dazu]gewonnen.
14* w. andere →📗 →📚
Mt 25:21 - Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so (15*), du guter und treuer Knecht! Über wenigem bist du treu gewesen, über viel will ich dich setzen (16*); geh hinein zur Freude (17*) deines Herrn!
15* o. Schön, vortrefflich, wohl (dir)
16* bestellen o. einsetzen (vgl. Lk 19:17 - Lk 19:19 - Lk 16:10)
17* Gemeint ist wohl: zum Freudenmahl, Freudenfest →📗 →📚
Mt 25:22 - Da trat auch der herzu, der die zwei Talente [empfangen hatte], und sagte: Herr, zwei Talente hast du mir übergeben; sieh zwei weitere (14*) Talente habe ich [dazu]gewonnen.
14* w. andere →📗 →📚
Mt 25:23 - Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so (15*), du guter und treuer Knecht! Über wenigem bist du treu gewesen, über viel will ich dich setzen (16*); geh hinein zur Freude (17*) deines Herrn! -
15* o. Schön, vortrefflich, wohl (dir)
16* bestellen o. einsetzen (vgl. Lk 19:17 - Lk 19:19 - Lk 16:10)
17* Gemeint ist wohl: zum Freudenmahl, Freudenfest →📗 →📚
Mt 25:24 - Da trat auch der herzu, der das eine Talent empfangen hatte; er sagte: Herr, mir war von dir bekannt, dass du ein harter Mensch bist (18*); du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast.
18* o. ein rauer, strenger, grausamer Mensch bist. Die Wortfamilie kennzeichnet im NT auch Herzensverhärtung (Röm 2:5 - Hebr 3:8 - Hebr 3:15 - Hebr 4:7). →📗 →📚
Mt 25:25 - So bin ich aus Angst fortgegangen und habe dein Talent in der Erde versteckt; sieh, [hier] hast du, was dein ist!
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Mt 25:26 - Sein Herr aber entgegnete ihm: Du böser und träger Knecht (19*)! Wusstest du [wirklich], dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe?
19* o. Du böser und fauler (immerfort Bedenken tragender) Knecht! Seine größte Sünde ist sein Misstrauen. →📗 →📚
Mt 25:27 - Dann hättest du mein Geld [wenigstens] auf die Bank (20*) bringen sollen, und nach meinem Kommen hätte ich das Meinige mit Zins zurückerhalten.
20* w. den Bankleuten, Geldwechslern →📗 →📚
Mt 25:28 - Nehmt ihm nun das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
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Mt 25:29 - Denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und er wird Überfluss haben; von dem aber, der nicht hat, wird auch [das], was er hat, weggenommen werden (21*).
21* Eine völlig ungerechte und unsoziale Handlungsweise? Nicht wenn man bedenkt, was "haben" und "nicht haben" hier bedeuten: Gottes Gaben treu verwalten (1Kor 4:1 - 2Kor 9:8 - Eph 1:7,8) o. aber gering schätzen, für nichts achten (Hebr 2:1). →📗 →📚
Mt 25:30 - Den unbrauchbaren (22*) Knecht aber werft hinaus in die außerhalb befindliche Finsternis (23*); dort wird Weinen und Zähneknirschen sein (24*).
22* o. unnützen, untauglichen
23* o. in die Finsternis draußen (Mt 8:12 - Mt 22:13)
24* vgl. Mt 8:12 - Mt 13:42 - Mt 13:50 - Mt 22:13 - Mt 24:51 - Lk 13:28 →📗 →📚
Mt 25:31 - Wenn aber der Menschensohn (25*) in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm (26*), dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen
25* vgl. Mt 8:20 mit Anm. 17!
26* Alle heiligen Engel bilden Jesu Geleit (vgl. Mt 16:27). →📗 →📚
Mt 25:32 - und alle Nationen werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden (27*), wie der Hirte die Schafe von den Böcken scheidet (28*).
27* o. absondern, abgrenzen, trennen
28* Jesus Christus ist vom Vater zum Richter über Lebende und Tote bestimmt worden. Unser Text zeigt sein Gericht über die auf Erden Lebenden bei seinem Kommen (vgl. Joe 4; Offb. 6), dagegen Offb 20:11-15 das Gericht über die Toten. Jesus ist guter Hirte (Hes 34:11-16 - Joh 10:11 - Joh 16:27-29) und strenger Richter (Hes 34:17-22 - Offb 19:11-16) in einer Person. →📗 →📚
Mt 25:33 - Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.
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Mt 25:34 - Dann wird der König (29*) zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt, Gesegnete meines Vaters! Nehmt das Königreich als Erbe in Besitz, das euch von Grundlegung der Welt an (30*) bereitet ist!
29* Jesus ist König (Ps 2:6 - Jes 33:17 - Sach 9:9 - Sach 14:9 - Mt 2:2 - Mt 21:5 - Kol 1:13 - Offb 3:21 - Offb 17:14 - Offb 19:6).
30* seit das Fundament des Kosmos gelegt wurde →📗 →📚
Mt 25:35 - Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich gastlich aufgenommen (31*);
31* o. mich (mit den Eurigen) zusammengebracht, vereint →📗 →📚
Mt 25:36 - [ich war] nackt und ihr habt mich bekleidet; ich war krank und ihr habt mich besucht (32*); ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.
32* o. nach mir gesehen →📗 →📚
Mt 25:37 - Dann werden ihm die Gerechten entgegnen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben [dich] gespeist oder durstig und haben [dir] zu trinken gegeben?
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Mt 25:38 - Wann haben wir dich als Fremden gesehen und [dich] gastlich aufgenommen oder nackt und haben [dich] bekleidet?
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Mt 25:39 - Wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?
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Mt 25:40 - Dann wird der König ihnen antworten: Wahrlich (6*), ich sage euch: Was immer ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, [das] habt ihr mir getan (33*).
33* Gute Werke der Barmherzigkeit sind ausschlaggebend für den Eingang ins Königreich der Himmel, das Jesus nach seiner Wiederkunft auf Erden errichtet. Die Gottesfürchtigen, Barmherzigen, Demütigen aus allen Völkern finden Einlass (vgl. Mt 5:3-9). Dagegen wird man Glied der Gemeinde Jesu nur aus Gnade durch Glauben (vgl. Röm 3:21-26 - Eph 2:8-10). →📗 →📚
Mt 25:41 - Dann wird er auch zu denen zur Linken sprechen: Geht weg von mir, Verfluchte (34*), in das ewige (35*) Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!
34* dem Fluch der Gottesferne Verfallene
35* "aionios" = Weltzeiten hindurch während o. der zukünftigen Weltzeit (der messianischen Weltperiode) zugehörig (vgl. Mt 5:22 - Mt 10:28 - Mt 13:42 - Mt 13:50 - Mt 18:8 - Jud 1:7 - Offb 19:20 - Offb 20:10 - Offb 20:14,15) →📗 →📚
Mt 25:42 - Denn ich war hungrig und ihr habt mir nicht zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben;
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Mt 25:43 - ich war fremd und ihr habt mich nicht gastlich aufgenommen; [ich war] nackt und ihr habt mich nicht bekleidet, krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht (32*).
32* o. nach mir gesehen →📗 →📚
Mt 25:44 - Dann werden auch sie erwidern: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig gesehen oder als Fremden oder nackt oder krank oder im Gefängnis und haben dir nicht gedient?
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Mt 25:45 - Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich (6*), ich sage euch: Was immer ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, [das] habt ihr auch mir nicht getan.
6* w. Amen →📗 →📚
Mt 25:46 - Und diese werden weggehen (36*) in die Züchtigung der [kommenden] Weltzeit (37*), die Gerechten dagegen in das Leben der [kommenden] Weltzeit (38*).
36* weg vom Angesicht des Herrn (vgl. 2Thes 1:9)
37* Andere übersetzen: in die ewige Pein. Doch bedeutet "kolasis aionios" soviel wie Züchtigung (Bändigung, Zurechtweisung, Erziehung, Strafe zur Besserung) in kommenden Weltzeiten (Äonen).
38* o. in das "ewige Leben" ("zoä aionios"). An dieser Stelle dürfte damit das Leben im messianischen Königreich gemeint sein (vgl. Mt 25:34 und Mk 10:30), während dieser Begriff vor allem bei Joh. das unvergängliche Gottesleben bezeichnet (vgl. Joh 3:15,16 - Joh 3:36 - Joh 5:24 - Joh 6:40 - Joh 6:47 - Joh 6:68 - Joh 10:28 - Joh 17:2,3 - 1Jo 1:2 - 1Jo 5:11 - 1Jo 5:20). →📗 →📚