IVS INVENTAR HISTORISCHER VERKEHRSWEGE DER SCHWEIZ
Kanton Wallis
IVS Dokumentation Bedeutung National
Strecke VS 2 Brig Obergesteln/Oberwald (Andermatt)
Strecke VS 2.1: Brig-Mörel Saumweg
Strecke VS 2.2: Mörel-Deischberg Saumpfad über Bister-Grengiols
"... Der Weg ist erstmals verlaufsgetreu im OMB TK Nr 421, 1846, 1:50000 dargestellt. Unmittelbar nach Mörel führte die «via regia» (nach RUPPEN WALTER 1991: 5) auf der «untern Gifrischbrücke» nach der damals selbstständigen Gemeinde Gifrisch. Die «obere Gifrischbrücke» querte oberhalb von Gifrisch auf einem steinernen Doppelbogen den Gifrischbach. Nach ARNOLD PETER (1961: 37f.) wurde auf der Brücke über die Rhone, der «untern Gufrischbrücke» vom Weibel zu Mörel, einem Beamten des Bischofs der Zoll eingezogen. 1416 gelang es der Gemeinde, einen Teil des Weibelamtes durch Kauf zu erwerben. 1458 ging der ganze bisher vom Weibel eingezogene Wegzoll an die Gemeinde über (ARNOLD PETER 1961:116). Die Brücke wurde 1544 auch von JOHANNES STUMPF als «prugk» erwähnt (1544: 241). RUPPEN WALTER (s. 1991: 92 Anm. 345) setzt diese Brücke gleich mit der vierbogigen Steinbrücke, die am 9.9.1792 eingefallen ist und an deren Stelle «jetzt inkinpfftig eine holtzbrug gemacht werden» solle. Bereits 1845 musste eine neue Grifrischbrücke errichtet werden, die 1952 wiederum durch einen Neubau ersetzt worden ist (ARNOLD PETER 1961: 197 und 124).
Oberhalb von Gifrisch querte die zweibogige «obere Gifrischbrücke» den Gifrisch Graben. Die Brücke wurde in einem Unwetter im westlichenTeil zerstört und danach modern ergänzt. Nach dem Unwetter von 1993 wurde die ganze Brücke erneut schwer beschädigt und danach dank der Unterstützung durch die «Schweizer Patenschaft für Berggemeinden» instandgestellt. Vom ehemaligen Steinbau konnte der östliche Teil erhalten werden... .
Auf der Terrasse von Bister - Bädel - Grengiols stieg der Weg über den Krizacher hangaufwärts zur Kapelle in Bister und erreichte von dort über Bädel das Dorf Grengiols. In der halben Distanz zwischen Bister und Grengiols befindet sich südlich der Häusergruppe «Ze Hyschere» auf 800 m Höhe eine kleine isoliert stehende Kuppe, die auf dem «Plan des Gommerthals von BRJG bis FURKA» (um 1862; Standort: STAVS, DTP/Plans/Route 25) als «Wacht» bezeichnet ist; dort dürfte sich ehemals ein Wachtfeuer befunden haben.
Oberhalb Grengiols befindet sich die Weggabelung, wo sich noch heute der Weg ins Binntal Richtung Albrunpass und der historische Gommerweg trennen. Durch Grengiols steigt der Weg ins Goms ab zur Rhonebrücke und führt danach auf den Deischberg Richtung Lax. Noch 1785 wurde dieser Weg vom Zenden Goms als «alte Landstrass» bezeichnet; erst 1786 wurde der Zoll vom Weg über Bister - Grengiols auf den Talweg verlegt, der inzwischen entlang der Rhone entstanden war (ARNOLD PETER 1961: 122, 164; s. VS 2.5). ..."
Die «obere Gifrischbrücke» nach der Erneuerung im Jahre 1997. Der Steg auf der Westseite wurde durch eine horizontale Holzbrücke ersetzt, die an zwei Tragbogen aufgehängt ist. Der Holzbau ist 2 m breit und 10 m lang. Die Steinbrücke auf der Ostseite wurde instandgestellt. Der Mauerwerksbogen ist 1.2 m breit und etwa 6 m lang. Das Gewölbe besteht aus mörtelverbundenen Bruchsteinen. Die Brüstungsmauern sind 0.4 m breit und 1 m hoch. (Foto Werner Blumer, 25.7.1997).
Abb8
Der Saumweg mit Holzzaun bei Ze Hyschere im Jahr 1963 vor dem Ausbau zur Fahrstrasse. Blick nach Nordosten. Abb. 4 (Ae, 7. 8. 1963)
Strecke VS 2.3: Mörel-Deischberg Saumweg Vogelturn-Grengiols
Strecke VS 2.4: Mörel-Deischberg Saumweg Nussböüum-Tschamermatt
Strecke VS 2.5: Mörel-Deischberg Saumweg Nussböüum-Guldersand
Strecke VS 7: Grengiols-/Ernen Binn Baceno Albrun
Strecke VS 7.1: Grengiols-Steimatta
Strecke VS 7.1.1: Grengiols-Hockmatta
Strecke VS 7.1.2: Hockmatta-Steimatta
Die «Schärtlochbrücke» nach der Instandsetzung von 1976. Die Spannweite misst 15.5 m und der Scheitel des Bogens liegt 12 m über dem Fluss. Beidseits der Brücke sind die hölzernen Zäune sichtbar. Blick nach Osten. Abb. 7 (Ae, 20. 6. 2002)
Strecke VS 7.2: Wagenstrasse
Streckenabschnitt 7.5.3 Grengiols Binn Albrun