Der Hof wurde 1938 von der Familie Bartzen erworben und ist seitdem in Familienhand. 1966 übernahmen Susanna und Christian Müller den Betrieb und führten ihn als Ackerbaubetrieb mit Milchviehhaltung weiter. In dieser Zeit modernisierten sie den Hof, indem sie 1974 einen der ersten Mähdrescher mit einer Schnittbreite von 3 Metern anschafften. Drei Jahre später, 1977, erweiterten sie den Maschinenpark mit einem 6-Zylinder-Schlepper, der knapp 100 PS hatte – damals eine bemerkenswerte Leistung.
Im Jahr 2001 wurde der Hof an Gerhard Müller und seine Familie übergeben. Mit dieser Übergabe einher ging eine tiefgreifende Umstellung des Betriebs: Der Hof wurde auf biologische Landwirtschaft umgestellt, und mehrere Ackerflächen wurden in Grünland umgewandelt. Zudem wurde ein neuer Stall gebaut, um sich verstärkt der Rinderzucht und -mast zu widmen. Auch der Hof selbst wuchs, da weitere landwirtschaftliche Flächen angekauft wurden.
2012 setzte der Betrieb einen weiteren ökologischen Akzent, als 130 Obstbäume gepflanzt wurden, mit einem besonderen Schwerpunkt auf alten Apfelsorten. Im Zuge dieser Umstellungen erhielt der Hof eine Auszeichnung als Partnerbetrieb im Naturschutz. Im Jahr darauf, 2013, wurden auf den extensiv bewirtschafteten Flächen erstmals Orchideen entdeckt. Diese Funde haben sich in den folgenden Jahren stark vermehrt, sodass heute mehrere hundert Orchideen auf den Flächen wachsen.
2022 ging der Betrieb eine Kooperation mit NABU ein, um die Vermarktung der angebauten Äpfel voranzutreiben. Ein Jahr später, 2023, erfolgte eine Zusammenarbeit mit der Firma Wiesendrusch zur Gewinnung und Vermarktung von Regiosaatgut, ein weiteres Zeichen für die nachhaltige Ausrichtung des Hofes