Woher kommt dein Charakter?
Adrano in Sizilien, Italien
Wie hat es dich nach LS verschlagen?
Anton kam nach Los Santos, weil er einen klaren Schnitt brauchte und dort eine Zukunft suchte, die nicht von Herkunft, sondern von dem bestimmt wurde, was er auf der Straße leistet.
Was ist deine Geschichte?
Anton Galante stammt aus Adrano, Sizilien, einem Ort, geprägt von harter Arbeit, klaren Werten und starken Gegensätzen. Sein Vater war Mechaniker, seine Mutter Krankenschwester. Ehrlichkeit, Disziplin und Loyalität bestimmten seine Kindheit. Schon früh entwickelte Anton ein starkes Interesse an Recht und Ordnung. Während andere spielten, beobachtete er Carabinieri im Dienst und wusste, welchen Weg er einschlagen wollte.
Nach der Ausbildung zog es ihn nach Los Santos. Er trat der San Andreas Highway Patrol bei und machte sich schnell einen Namen als ruhiger, konsequenter Cop. Anton arbeitete sauber, stellte unbequeme Fragen und fiel durch Zuverlässigkeit auf, aber auch dadurch, dass er nicht bereit war, alles widerspruchslos hinzunehmen.
Mit der Zeit erkannte er die Schattenseiten des Systems. Beförderungen liefen nicht über Leistung, Entscheidungen fielen im Hintergrund, Verantwortung wurde verschoben. Der moralische Bruch kam schleichend: ein verschwundener Bericht, ein übersehener Vorgang, ein kleiner Regelbruch „für die Sache“. Was zunächst Ausnahmen waren, wurde Gewohnheit.
Der Wechsel ins FIB bedeutete keinen Bürostuhl, sondern mehr Verantwortung auf der Straße. Zivil, operativ, direkt. Observationen, Zugriffe, informelle Absprachen. Hier zählten Ergebnisse mehr als Formulare. Anton lernte, flexibel zu handeln, Grenzen auszulegen und Entscheidungen selbst zu treffen, oft ohne Rückendeckung.
Heute bewegt sich Anton sicher in Grauzonen. Er kennt das Gesetz, aber auch seine Lücken. Er weiß, wann man durchgreifen muss und wann Wegsehen effizienter ist. Gerechtigkeit ist für ihn kein Paragraph mehr, sondern eine Frage des Ergebnisses.
Tief in ihm ist der Junge aus Adrano noch da. Der, der Ordnung wollte. Nur hat er gelernt, dass man sie manchmal nicht aus dem Büro heraus schafft, sondern draußen, auf der Straße, mit schmutzigen Händen.