"Welpenperspektive"
Audax weiß genau, wohin sein Bett gehört.
Vanilla fordert immer wieder Audax zum Spielen und Laufen auf.
Das ist der letzte Tag, an dem Ardens noch zuhause bei seinen zwei Brüdern und Mama Vanilla ist.
Aurea und Amabilis ziehen bald aus. Wir machen einen letzten gemeinsamen Spaziergang.
Wenn Vanillas Frauli 3x klatscht, wird es spannend. Wir rennen sofort im Eiltempo zu ihr und erwarten etwas Lustiges oder Futter. Jedenfalls rennen wir voller Aufregung ins Haus.
Wir lernen, uns gemeinsam hinzusetzten, gemeinsam hinzulegen. Dann dürfen wir Futter suchen. Bei der Suche nach Futterstücken wuseln wir wieder emsig herum.
Wir wollen hinaus in den Schnee. Versäumen wir dann drinnen etwas? Wir müssen sofort wieder hinein. Oder ist es doch draußen lustiger?
Wenn jemand zu uns herkommt, springen wir vor lauter Aufregung hoch, hoch hoch,....
Wir lernen erstmals Schnee kennen. Das macht Spaß.Kälte ist uns viel lieber als zu viel Wärme. Wir würden auch lieber im ungeheizten Wintergarten schlafen, aber Vanillas Frauli lässt das nicht zu und holt uns immer ins Wohnzimmer. Schade!
Ales und Aptus haben Spaß am Kräftemessen. Sie sind friedfertig. Zwischen ihnen kommt es nicht zu wilden Raufereien. Sie sind gefühlvoll und können nachgeben.
Obwohl Agilis ausgezogen ist, sind wir noch immer 8 rund um die Futterschüssel. Wie ist das möglich?
Mama Vanilla hat das Abbeißen von Baumrinden und kleinen Ästen von uns gelernt.
Warum schreitet Mama Vanilla nicht ein?
Was da draußen alles los ist, was wir noch nie gesehen haben!
Draußen gibt es ganz unterschiedliche Pfotengefühle: Gehen auf Asphalt, auf Gitter, durch Wasser, ... Gras, Erde, Rinden, Blätter, ... kannten wir schon.
Wir werden gechippt und geimpft. Auch müssen wir nachweisen, dass Aron unser Papa und Vanilla unsere Mama ist - komisch! Ist doch ganz klar - wer sonst? Wir waren alle sehr tapfer und keiner von uns hat aufgeschrien oder gequiekt. Der Tierarzt hat gesagt, wir alle sind prächtig und gesund.
Wir haben unsere 1. Rasur gut überstanden, aber angenehm war sie nicht.
Früher haben wir "alles" abgeschleckt, jetzt kiefeln wir mit ein paar kleinen, spitzen Zähnen "alles" an.
Von Jung bis Alt lernen wir neue Leute kennen. Edda, Awa, Liesl, ... sind so lieb zu uns. Wir mögen sie.
Unser Frauli ist nicht mehr zufrieden mit unserer Gewichtszunahme. Daher bekommen wir jetzt am Abend zusätzlich Welpenfutter, eingeweicht in Babydog-Milch. Hmmm, das schmeckt. Unser Frauli sagt, sie sieht uns jetzt wachsen.
Bisher tranken wir Muttermilch. Heute bekamen wir zusätzlich ein Wurmmittel ins Maul gespritzt. Schmeckte komisch!
Unsere Krallen waren dünn und spitz wie Katzenkrallen. Unser Frauli hat uns daher heute die Krallenspitzen abgeschnitten und gefeilt. Das hat gar nicht weh getan und unsere Mutti muss sich nicht mehr fürchten, dass wir ihren Bauch zerkratzen.
Wir werden in den Garten getragen. Der Weg mit 3 Stufen ist noch zu gefährlich für uns. Wie aufregend sind die vielen Düfte draußen im Garten!
Unsere Augen haben sich in den letzten 3 Tagen langsam geöffnet - von schlitzförmig zu knopfförmig.
Wir sind vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer übersiedelt, wo wir ganz eigenständig aus der Wurfkiste herausgehen und spielen können.
... sollst du ruh'n!
Trinken macht müde. Nach dem Trinken schlafen wir ungefähr eine Stunde. Dann sind wir wieder hungrig und quieken nach unserer Mutti.
Wir sind zwar noch etwas tollpatschig, aber freie Zitzen finden wir schon ziemlich gut. Mein weißer, gelber und grüner Bruder nehmen sich meist die ertragreicheren hinteren Zitzen, aber unsere Mami schaut auf uns. Manchmal legt sie sich mit dem Rücken zu meinen gierigen Brüdern und wir Kleinen bekommen dann, was wir brauchen. Teilen will gelernt sein!
Für unsere Mami war unsere Geburt sehr anstrengend, weil wir so viele sind, doch sie hat alles alleine gemeistert, uns abgenabelt, uns mit Kolostrum versorgt, während sie weitere Geschwisterchen geboren hat.
Unsere Mama Vanilla hat sich mit unserem Papa Aron in Kärnten getroffen. Sie haben freudig mitsammen gespielt.