Das Backpatch
Das als internes Abzeichen und Wappen verwendete Colour von STEEL MACHINE symbolisiert die uns als Bruderschaft und MC kennzeichnenden Eigenschaften und Tugenden. Historisches Gedenken, ethische Bindungen und die moralisch-sittlichen Verpflichtungen der Gegenwart sind in ihm vereint.
Das Colour besteht im zentralen Feld aus den vier Wappenelementen Axt, Schild, Helm und Schädel. Die vier Streitäxte sind an ihren Klingenenden mit Beizeichen versehen. Das Beizeichen der oberen Klinge ist der Name der Bruderschaft „STEEL MACHINE“, der Bezug auf unsere stählernen Maschinen nimmt, die wir in stolzer Tradition der Reiterei und ihrer edlen Schlachtrösser entsprechend bewegen. In der ersten Version des Colours standen bis 2018 in der linken Klinge die „19“ für das "S" als 19. Buchstabe des lateinischen Alphabets und an der rechten die „13“ entsprechend für das "M“ - die Anfangsbuchstaben von STEEL MACHINE. 2018 wurden die Zahlen durch die Buchstaben "MC" ersetzt. Auf der unteren Klinge wird das jeweilige Chapter angegeben.
Die schwarze Grundfarbe des Colours steht nach den Grundsätzen der Heraldik für Standhaftigkeit und Frieden, die silberfarbenen Wappenelemente für Reinheit und Freude.
Die vier Streitäxte aus der Wikingerära symbolisieren als Umrahmung des Wappenfeldes die vier Himmelsrichtungen und damit die generelle Weltoffenheit und Toleranz von STEEL MACHINE. Die Axt gilt allgemein als kraftwirkendes Zeichen zur Abwehr allen Übels und zur Sicherung des Heils. Bei den Germanen wurden Streitäxte darüber hinaus von Stammesfürsten und hohen Würdenträger als Statussymbol geführt. In der Schlacht eignet sich die Axt im Gegensatz zum komplexer und aufwändiger zu erstellendem Schwert weniger als Fecht- sondern vielmehr als Hieb- und Schlagwaffe mit geringer Präzision aber vernichtender Energie. Diesem zerstörerischen Element stehen die kreierende Funktion als Werkzeug zum Bau von z.B. Wohnhäusern, Heiligtümern, Langbooten, aber auch die rechtsprechende und durchsetzende Aufgabe als Richtbeil entgegen. Die Axt steht damit als Zeichen für Stärke und Schutz in der Gemeinschaft.
Der Dreiecksschild als Schutzwaffe aus der großen Zeit des Rittertums ist im Hintergrund des Wappenzentrums als harmonische Doppeltartsche ausgeführt. Schilde haben grundsätzlich die Eigenschaft, dass sie nicht nur den Träger sondern auch andere Personen schützen können. Er steht damit allgemein für Schutz und Verantwortung. Die Form des Schildes weicht bewusst von den tatsächlich im Kampf genutzten historischen Schilden ab, da er beiderseits eine runde Speerruhe (Auflage für die Turnierlanze) aufweist, um eine gleichförmige und einmütige Form zu kreieren. Der Schild steht damit neben der Standhaftigkeit und Ausgeglichenheit in seiner Grundbedeutung weiterhin für freigeborene Menschen mit eigenem Willen, Rechten und Pflichten, sowie deren Rang und Stand.
Der Stahlhelm der Neuzeit gilt über alle Kriege und politischen Veränderungen des letzten Jahrhunderts hinweg als Symbol des Soldatentums und der Kameradschaft. Er mahnt an die grundlegenden Tugenden und traditionellen Werte der Ritterlichkeit, der Treue und der Zuverlässigkeit. Neben Tapferkeit, Mut und Disziplin sind Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Pflichtbewusstsein in diesem starken Symbol vereint.
Der Totenkopf ist das Symbol der Vanitas, der Vergänglichkeit allen Seins. Der Leitspruch Memento Mori – Gedenke des Todes – ist für uns alle allgegenwärtige Realität und mithin widerspruchslos zu akzeptieren. Mit dem Motiv in Zusammenhang stehen z.B. auch bekannte Sinnsprüche wie Media vita in morte sumus (Mitten im Leben sind wir im Tode). Er ist zugleich ein Symbol für die ständige Veränderung und Entwicklung – zum Guten oder (hoffentlich seltener) zum Schlechten.