Landwirtschaft und Viehhaltung prägen das Dorf Sant' Anna und die ganze Region. Angebaut wird vor allem Wein, Oliven, Obst und Gemüse. Schafe, Ziegen und Kühe grasen friedlich auf den kargen, mit Sträuchern und Gräsern bewachsenen Böden um den Ort herum. Hühner findet man häufig in den Höfen direkt am Haus.
Die Bewohner sind vorwiegend morgens früh und abends aktiv. In der Hitze des Tages ruhen sie wohl eher an einem schattigen Plätzchen, zum Beispiel in einer der vielen Bars. Haustiere wie Hunde und Katzen leben vorwiegend draußen. So wird man in den ersten Tagen dann auch schon mal vom ungewohnten Gebell der Hunde oder vom Krähen der Hähne wach.
Große Firmen sucht man weiträumig vergebens. Entsprechend erscheinen viele Höfe und Häuser relativ ärmlich. Überall stechen aber auch schicke Villen in gelb und orange und schöne Gärten mit Palmen und Blumen ins Auge. Am Ortseingang verkünden Schilder "Citte de la Musica", was sich gerade zur Ferienzeit in Veranstaltungen und Festen mit Musik ausdrückt. Ende Juli ziehen die Dorfbewohner zu Ehren der heiligen Maria in traditionellen Kostümen durchs Dorf und führen Tänze und Gesang auf.