Internationale Saarbrücker Fremdsprachentagungen

SaarbrückEN international conferences

on foreign language teaching

Saarbrücken, Germany

Tagungsleiter / Conference Chairman: Prof. Dr. Thomas Tinnefeld

Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar)

Saarland University of Applied Sciences

Campus Rotenbühl

Saarbrücken, Germany

Communication across Borders -

Teaching, Learning and Speaking the Languages of the World

27 - 29 October 2021

Communication today may be more borderless than in any other era of human history. Whether via apps such as Skype, WhatsApp, WeChat or LINE, whether via blogs and Instagram - the connections between people on a linguistic level are more diverse today than ever before. On the one hand, this development has favoured a tendency towards English - not only as a worldwide lingua franca, but often times as the only language in which people of different mother tongues communicate with each other. This development may be due to linguistic economy, which should not be underestimated and which is perfectly understandable. This development, however, is presently opposed by another tendency which consists in supporting and promoting languages other than English that are perceived as important - not instead of English, but rather in addition to it. In some European countries, such as Great Britain, Chinese has been widely promoted for about a decade. In China, six foreign languages (European and Asian), from which pupils can make their choice, are presently offered in junior and senior high schools. These conflicting tendencies show that, on the one hand, communication has to be functional. This also means that it must be economical, so it may be sufficient for communication partners to have a single common language - usually English - at their disposal. At the same time, however, the feeling seems to gain ground according to which mastering a single foreign language will lead to a certain cultural impoverishment which cannot be reversed once it has gone too far. In addition, there are conditions of international communication in which both interlocutors are not native speakers or where only one of several communication partners has learned the respective language from an early age. The concessions that the native speaker - and also the non-native speaker - has to make in such situations often times pose considerable challenges for mutual understanding. On top of that, the mutual (inter)cultural expectations of the interlocutors in situations of international communication and their behaviour need to be taken into account. In this context, an interesting question is whether - most likely due to the Internet - we have recently seen a phase of cultural convergence in which the different cultures are getting closer and closer and are even levelled out more and more, or whether the different cultures still know how to keep their own peculiarities and their own charm despite the huge impact of worldwide communication. Another question is whether (and how) foreign language teaching can promote borderless communication in classroom contexts, or whether, today more than ever before, foreign languages can best be learned through interaction with native speakers. This - certainly challenging - problem needs to be faced by today's foreign language teaching. The aspects described above and many others that are closely related to them are of central interest for the 6th Saarbrücken Conference on foreign Language Teaching. They can be listed as follows:

  • Linguistic aspects of (international) communication

  • Developing the ability to communicate internationally in and through foreign language teaching

  • Communication-enhancing teacher-and-learner interaction

  • Communicative change - yesterday and today

  • Borderless multilingualism

  • Borderless orality and writing

  • Bilingual Lessons and CLIL

  • Communication by means of language mediation

  • Contrastive approaches for teaching and learning foreign languages

  • The role of (digital) media in international communication

  • Student and adult mobility

  • Intercultural aspects of cross-border communication

  • International aspects of languages for specific-purposes (research)

  • Autonomous forms of learning (e.g. blended learning, learning using apps) for the acquisition of foreign languages outside the classroom

  • Language policy and borderlessness

  • Borderlessness with respect to migration

  • Language philosophy and “borderless” thinking

  • Approaches to the conference topic in different countries and their educational institutions

(...)

The above list being an open one, these and other fields are of potential interest in this context, and talks on all these aspects are welcome.


Conference Chairman:

Professor Thomas Tinnefeld

Kommunikation ohne Grenzen -

die Sprachen der Welt lehren, lernen und sprechen

27. - 29. Oktober 2021

Kommunikation gestaltet sich gegenwärtig wohl so grenzenlos wie in kaum einem Zeitalter der Menschheitsgeschichte zuvor. Ob über Apps wie Skype, WhatsApp, WeChat oder LINE, ob über Blogs und Instagram - die Verbindungen zwischen Menschen auf sprachlicher und übereinzelsprachlicher Ebene sind heute so vielfältig wie kaum jemals zuvor.

Diese Entwicklung begünstigt zum einen eine Tendenz zum Englischen nicht nur als weltweiter lingua franca - die es ja seit langem ohnehin ist -, sondern in vielen Kontexten der einzigen Sprache, in der Menschen verschiedener Muttersprachen noch miteinander in Gedankenaustausch treten. Diese Entwicklung ist sicherlich eine sprachökonomische, die nicht unterschätzt werden darf und die durchaus verständlich ist.

Dieser Entwicklung gesellt sich jedoch derzeit eine andere Tendenz zu, die klar gegenläufig ist. Diese besteht darin, andere Sprachen als Englisch, die - nicht statt des Englischen, sondern vielmehr zusätzlich zu diesem - als wichtig empfunden werden, explizit zu stützen und zu fördern. So wird in einigen europäischen Ländern, wie z.B. Großbritannien, seit etwa einem Jahrzehnt das Chinesische stark gefördert. In China wird seit neuestem die Erlernung von sechs (europäischen und asiatischen) Fremdsprachen an allgemeinbildenden Schulen angeboten, aus denen die Schüler und Schülerinnen ihre Wahl treffen können.

Diese einander widersprechenden Tendenzen zeigen, dass Kommunikation zum einen natürlich funktional sein muss. Dies bedeutet auch, dass sie ökonomisch sein muss, dass es also hinreichen mag, wenn zwischen Menschen, die miteinander kommunizieren möchten, eine einzige gemeinsame Sprache - meist das Englische - existiert. Gleichzeitig scheint jedoch das Gefühl um sich zu greifen, dass die Beherrschung einer einzigen Fremdsprache mit einer gewissen kulturellen Verarmung einhergeht, die nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, ist sie erst einmal zu weit fortgeschritten.

Hinzu kommen natürlich die Bedingungen internationaler Kommunikation, in der beide Kommunikationspartner vielleicht nicht Muttersprachler sind oder nur einer unter mehreren Kommunikationspartnern die jeweilige Sprache von klein auf gelernt hat. Die Zugeständnisse, die der muttersprachliche Kommunika-tionspartner - aber auch der nicht-muttersprachliche - hier machen muss, stel-len nicht selten Herausforderungen für die Kommunikation dar.

Von erheblichem Interesse sind darüber hinaus die gegenseitigen kulturellen Erwartungen und Verhaltensweisen, die in “grenzenloser” Kommunikation eine Rolle spielen, Interessant ist hier beispielsweise die Frage, ob wir uns - nicht zuletzt bedingt durch das Internet - seit einigen Jahren in einer Phase der kulturellen Konvergenz befinden, in der die verschiedenen Kulturen sich immer weiter annähern und vielleicht sogar immer mehr nivelliert werden, oder ob die unterschiedlichen Kulturen trotz der weltweiten Kommunikation immer noch ihre Besonderheiten und ihren je eigenen Reiz zu behalten wissen.

Eine weitere Frage, die hier von zentralem Interesse ist, ist diejenige, ob - und wie - der Fremdsprachenunterricht grenzenlose Kommunikation fördern kann oder ob man heute mehr als jemals zuvor die jeweilige Fremdsprache erst in der Interaktion mit Muttersprachlern richtig erlernt. Dieser - sicherlich herausfordernden - Frage muss der Fremdsprachenunterricht von heute sich stellen.

Die zuvor beschriebenen Aspekte und - über diese hinausgehend - zahlreiche weitere, die mit diesen in mehr oder weniger engem Zusammenhang stehen, sollen für die 6. Saarbrücker Fremdsprachentagung von zentralem Interesse sein. Sie lassen sich stichwortartig wie folgt fassen:

  • Linguistische Aspekte der (internationalen) Kommunikation

  • Befähigung zu internationaler Kommunikation im und durch den Fremdsprachenunterricht

  • Kommunikationsfördernde Lehrer- und Lerner-Interaktion

  • Kommunikative Wende - gestern und heute

  • Grenzenlose Mehrsprachigkeit

  • Grenzenlose Mündlichkeit und Schriftlichkeit

  • Bilingualer Unterricht und CLIL

  • Grenzenlose Kommunikation und Sprachmittlung

  • Kontrastiv-linguistische Gegebenheiten für eine funktionale Erlernung von Fremdsprachen

  • Die Rolle der (digitalen) Medien in der internationalen Kommunikation

  • Studierenden- und Erwachsenen-Mobilität

  • Interkulturelle Aspekte grenzüberschreitender Kommunikation

  • Internationale und grenzüberschreitende Aspekte der Fachsprache(nforschung)

  • Autonome Lernformen (z.B. blended learning, Lernen mit Apps) zur kurs-unabhängigen Aneignung von Fremdsprachen

  • Sprachpolitik und Grenzenlosigkeit

  • Grenzenlosigkeit und Migration

  • Sprachphilosophie und grenzübergreifendes Denken

  • Sichtweisen des Tagungsthemas in verschiedenen Ländern und deren Bildungsinstitutionen

  • (...)

Diese und weitere Bereiche sind in diesem Zusammenhang denkbar; die obige List ist eine offene. Somit sind Vorträge zu all diesen Bereichen willkommen.

Tagungsleiter:

Prof. Dr. Thomas Tinnefeld

Communication sans frontières -

enseigner, apprendre et parler les langues du monde

27 - 29 octobre 2021

La communication d'aujourd'hui va peut-être plus clairement au-delà de toutes frontières que cela n’a été le cas dans toute autre époque de l'histoire de l'humanité. Que ce soit via des applications telles que Skype, WhatsApp, WeChat ou LINE, via des blogs ou Instagram -, les liens entre les gens sont linguistiquement plus diversifiés que jamais.

D'une part, cette évolution favorise une tendance vers l'anglais - non seulement en tant que lingua franca mondiale, ce qu'elle a été pendant longtemps, mais souvent aussi en tant que seule langue dans laquelle les gens ayant des langues maternelles différentes communiquent les uns avec les autres. Cette évolution est certainement due à l'économie linguistique, qui ne doit pas être sous-estimée à cet égard et qui est parfaitement compréhensible.

Toutefois, cette évolution est actuellement contrariée par une autre tendance. Cette tendance consiste à soutenir et à promouvoir les langues autres que l'anglais, qui sont perçues comme importantes - non pas à la place de l'anglais, mais plutôt en complémentarité avec celui-ci. Dans certains pays européens, comme la Grande-Bretagne, le chinois est largement promu depuis une dizaine d'années. En Chine, six langues étrangères (européennes et asiatiques), parmi lesquelles les élèves peuvent faire leur choix, sont actuellement proposées dans les collèges et lycées.

Ces tendances contradictoires montrent aussi que la communication doit être fonctionnelle. Cela signifie également qu'elle doit être économique, de sorte qu'il peut être suffisant pour les interlocuteurs d'avoir une seule langue commune - généralement l'anglais - à leur disposition. En même temps, pourtant, le sentiment semble gagner du terrain, selon lequel la maîtrise d'une seule langue étrangère conduira à un certain appauvrissement culturel, qui ne peut être inversé une fois qu'il est allé trop loin.

En outre, il existe des conditions de communication internationale dans lesquelles les deux partenaires de communication peuvent ne pas être des locuteurs natifs ou dans lesquelles seul l’un des partenaires de communication a appris la langue respective en bas âge. Les concessions que le locuteur natif - et aussi le locuteur non natif - doit faire dans de telles situations posent souvent des défis considérables pour la compréhension mutuelle.

En outre, les attentes (inter)culturelles et le comportement des interlocuteurs dans des situations de communication internationales doivent être pris en compte. Dans ce contexte, une question intéressante est, par exemple, celle de savoir si, depuis un certain temps, nous assistons à une phase de convergence culturelle - notamment grâce à Internet -, dans laquelle les différentes cultures se rapprochent de plus en plus les uns des autres, ou si les différentes cultures arrivent encore à garder leurs propres particularités et leur propre charme malgré l'énorme impact de la communication mondiale.

Une autre question d'intérêt général qui se soulève dans ce contexte est de savoir si et comment l'enseignement des langues étrangères peut promouvoir une communication sans frontières, ou si, aujourd'hui plus que jamais, les langues étrangères ne peuvent être apprises correctement qu’à travers l’interaction avec des locuteurs natifs. L'enseignement des langues étrangères d'aujourd'hui doit faire face à ce problème, qui est certainement difficile à résoudre.

Les aspects décrits ci-dessus, et bien d'autres qui leur sont étroitement liés, seront être d'un intérêt particulier lors du 6ème Congrès sarrebruckois de l'enseignement des langues étrangères. Ils peuvent être énumérés comme suit :

  • Aspects linguistiques de la communication (internationale)

  • Interaction entre l'enseignant et l'apprenant aux fins d’une communication fonctionnelle

  • Le multilinguisme sans frontières

  • Oralité et écriture sans frontières

  • Instruction bilingue et EMILE

  • La communication sans frontières grâce à la médiation linguistique

  • Approches contrastives en apprentissage et enseignement des langues étrangères

  • Le rôle des médias (numériques) dans la communication internationale

  • La mobilité des étudiants et des adultes

  • Les aspects interculturels de la communication transfrontalière

  • Les aspects internationaux des langues de spécialité

  • Les formes autonomes d'apprentissage pour l'acquisition des langues étrangères en dehors de la salle de classe.

  • Politique linguistique et absence de frontières

  • L'absence de frontières face à la migration

  • La philosophie du langage

  • Approches du thème central du congrès dans différents pays et leurs établissements d'enseignement


Directeur du congrès:

Pr. Thomas Tinnefeld

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