Maustrenk liegt im nordöstlichen Weinviertel.
Basisdaten:
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gänserndorf (GF)
Politische Gemeinde: Zistersdorf
Koordinaten:48° 34' 18" N ;16° 42' 8"O
Seehöhe: 216 Meter
Einwohnerzahl: 321 (1. Januar 2018)
Gebäudebestand: 214 (2001)
Fläche: 12,97 km²
Die erste Besiedelung ist durch Funde aus der Jungsteinzeit (ca. 5000 v. Chr.) belegt.
Über die A5 - Abfahrt Mistelbach Ost Wilfersdorf -
Kreisverkehr Richtung Zistersdorf - ca. 5 Kilometer
976
kommt es zu einer fränkischen und bayerischen Besiedelungswelle durch die Babenberger.
1156
Erste urkundliche Erwähnung in einer Besitzurkunde des Stifts Klosterneuburg.
Der Ortsname kommt vermutlich von der
"Tränke an einem Moos".
1470
Der Kirchenbau wird vollendet.
1476
Maustrenk wird eine eigene Pfarre.
1645
Die Schweden brandschatzen.
1683
Die Türken ziehen durch.
Die Sankt Georgskirche ist ein schlichter Barockbau mit mittelalterlichem Kern. Der Hochaltar mit Doppelpilastern und Volutengiebel stammt aus der Mitte des 18. Jahrhundert.
Sein Bild zeigt den Großmärtyrer Georg, dem die Kirche geweiht ist. Barocke Figuren stellen die Heiligen Florian, Sebastian, Johannes Nepomuk und Barbara dar.
Die Pfarrkirche Maustrenk besitzt eine rund 100-jährige Rieger-Orgel.
1704
Die Kuruzzen fallen in Maustrenk ein.
1791
Die erste Schule wird errichtet.
1809
Die Franzosen requirieren auch in Maustrenk.
1855
Das Bernhardsthaler Heimatbuch berichtet auf Seite 120 von Unwettern mit großen Überschwemmungen.
1866
Die Preußen ziehen durch.
1884
Oberlehrer Johann Trappl gründet die Freiwillige Feuerwehr und wir der erste Kommandant.
1885
Bei einem Großbrand werden 72 Objekte vernichtet.
1902
102 Schüler werden unterrichtet.
1908
Die Büste von Kaiser Franz Joseph wird feierlich enthüllt. (60 Amtsjahre!)
Auch heute blickt Franz Joseph noch auf die Maustrenkerinnen und Maustrenker.
Nicht weit von der Büste entfernt steht das Kriegerdenkmal.
Links: Johannes Nepomuk Statue
Rechts: Eine von Vier Gedenkkapellen
Alle drei Objekte stehen unter Denkmalschutz.
Die Erdställe von Maustrenk. Zufluchtsort für die Bevölkerung oder sogar heidnische Kultstätte?
Dr. Hans P. Schad’n, Das Höhlenlabyrinth bei Maustrenk, in: Unsere Heimat N. F. 5 (1932), S. 53-55 Landesbibliothek Niederösterreich
Aus Sicherheitsgründen keine Besichtigung möglich!!!
Gemälde von Th. Breitwieser; Heeresgeschichtliches Museum
Titel: Manöver der k.u.k.-Armee 1876 in Maustrenk
Johann Müller: am 3.3.1857 in Maustrenk geboren, studierte am Wiener Konservatorium. Musiker und stellvertretender Dirigent der Deutschmeisterkappelle Wien unter Carl Michael Ziehrer. 1890 Kapellmeister bei den "46ern" sowie beim Infantrieregiment Nr. 82 und schließlich bei den "84er".
Seine erfolgreichste Komposition, der Marsch
"Weana san ma, Weana bleib´n ma" musste bei der Uraufführung FÜNFMAL wiederholt werden. Hörprobe
Weitere Kompositionen: Wiener Bürger Marsch; Herzog-Alfred-Marsch; Weyerfels-Marsch.
1899 gründete er in Wien eine Privatkapelle. Gestorben ist Johann Müller am 30.10.1924. (Quelle: Geschichte der "84er" k. u. k. Regimentskapelle) Link zur Website der 84er
1926
Der Heimkehrerverein
(später Kameradschaftsbund) wird gegründet.
1927
Maustrenk erhält elektrisches Licht und eine eigene Bushaltestelle.
1928
Die Raiffeisenkasse wird gegründet.
1933
Das Telefon hält Einzug in Maustrenk.
1943 und 1944
Leopold Figl und der Baumeister Julius Raab wohnen in Maustrenk und bauen die Straße nach Neusiedl/Zaya.
Flugaufnahme 1935 Gibt´s zu kaufen
1945
Auch die Russen sind für kurze Zeit bei uns in Maustrenk.
1951
Höchste Einwohnerzahl 742 !!
1956
Zur 800 Jahrfeier kommen auch die Ehrenbürger von Maustrenk.
Bundeskanzler Julius Raab
Außenminister Leopold Figl
1971
Maustrenk wird Katastralgemeinde von Zistersdorf und verliert dadurch auch seine eigene Schule.
1978 Die ortsansässige Firma Pittel+Brausewetter erwirbt das Schulgebäude und errichtet zu der bereits seit Jahren betriebenen Asphaltmischanlage ein Regionalbüro.
1988
Das neue Gemeindezentrum mit Raiffeisenkasse und Freiwilliger Feuerwehr wird feierlich eingeweiht.
Regionalbüro und die Asphaltmischanlage MMW
2010
Mit der neuen Windkraftanlage der Firma W.E.B Windenergie AG überschreitet die Branche die 1.000 Megawatt Produktionsgrenze in Österreich.
(= Strom für ca. 580.000 Haushalte)
Der niederösterreichische Energie-
Landesrat Dr. Stephan Pernkopf
eröffnet die Anlage. Presseaussendung
Das 1.000 Megawatt Windrad
2014
130 Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Maustrenk.