Andrea Kind, 1976 in Ruggell geboren, lebt und arbeitet seit über 20 Jahren in der Schweiz. Nach Ausbildungen im medizinischen Bereich und dem Abschluss an der internationalen Maturitätsschule für Erwachsene bildete sie sich auch musikalisch weiter. Als freischaffende Musikerin spielt sie Hackbrett im Trio Anderscht – ein Beruf, der sie auf zahlreiche Reisen führte, die ihre Leidenschaft für geschichtsträchtige Orte weckten und ihr die Inspiration zu historischen Romanen lieferten. Bereits mit 20 Jahren gab Andrea Kind ein Heft mit eigenen Kompositionen und Illustrationen im Eigenverlag heraus. Darüber hinaus wurden auch ihre Aquarelle und Lieder publiziert. Literarisch trat sie mit dem ›Märchen von den drei Kreuzbergfeen‹ hervor. Ihr historischer Roman ›Vanitas & Venus‹ ist im November 2025 erschienen, im Januar 2026 folgte ›Wie das Wasser dem Mond‹. Neben dem Musizieren widmet sich die Autorin dem Lesen, Malen und Gärtnern.
ISBN: 978-3-9035-7985-9
Im Zentrum steht die Kraft der Liebe, die dem machtpolitischen Kalkül und den Intrigen ihrer Neider auf originelle Weise trotzt. Ein universaler Gedanke von Toleranz und Barmherzigkeit, verwurzelt in grenz- und kulturüberschreitenden Werten, erinnert an Lessings Toleranzideal und verheißt eine harmonischere Welt.
Im ausgehenden Mittelalter angesiedelt, versucht Conde Esteban, diese universelle Idee durch sein Engagement für die ihm Nahestehenden zu verwirklichen – als Beispiel für ein größeres Ganzes. In seiner idealtypischen Beziehung zu Orianna zeigt sich eindrucksvoll die Strahlkraft dieses Konzepts. Anfeindungen seitens der Familie und gesellschaftliche Konventionen stellen Hindernisse dar, doch die Liebe der beiden bahnt sich – wie das Wasser – immer wieder ihren Weg.
ISBN: 978-3-03883-191-4
Frankreich, anno 1661. Louis XIV befiehlt seinem Marechal, Henri, Duc de Vienne, sich zu vermählen. Findet er Glück oder Vergeblichkeit, Wesentliches oder Nichtigkeit, Wissen oder leeres Gerede? Ein lebhaftes Barockgemälde, in dem nach einigen Abenteuern, Wirrnissen und Mordanschlägen die Liebe den Sieg davonträgt.
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Die Autorin Andrea Kind kann von ihrem Zuhause aus eines der drei in den Kreuzbergen befindlichen Löcher erkennen. Beim Sinnieren darüber, wie diese Löcher wohl entstanden sind, wurde die Idee zu einem regionalen Märchen geboren, in dem die Feentöchter Filuna, Fisola und Fistella eine Rolle spielen.
Hast Du eine bestimmte Autorin, einen bestimmten Autor als Vorbild?
Nein, einen bestimmten Autor habe ich nicht als Vorbild. Ich liebe Bücher, die so spannend und gut geschrieben sind, dass man eine Nacht durchlesen kann.
Wie verläuft Dein Schreibprozess?
Seit ich schreibe, ist mein iPad immer mit dabei. Manchmal komme ich in einen richtigen Flow, wie man heutzutage so schön sagt. Es kann auch sein, dass es tagelange Schreibpausen gibt. Das vor allem dann, wenn ich viel und oft konzertiere. Das bedeutet aber nicht, dass in dieser Zeit nichts geschieht. Bei langen Anreisefahrten, Wartezeiten und dergleichen sinniere ich oft über möglichen Szenen oder beginne Gespräche mit Menschen, die ich treffe. Erst kürzlich hat mir jemand ganz genau erklärt, wie man ein Huhn schlachtet.
Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Eines meiner Lieblingsbücher ist sicherlich ›Donna Ottavia‹ von Johann Andreas von Sprecher. Ein historischer Roman, der in den Bündner Wirren spielt und leider nur noch antiquarisch erhältlich ist. Er begleitet mich seit der Teenagerzeit und ich lese ihn alle paar Jahre wieder. Weiters mag ich die Krimis von Martin Walker sehr gerne, da sie sehr spannend geschrieben sind und im Périgord spielen. Eine wirklich traumhafte Kulisse und eine Reise wert.
Welches ist Deine liebste literarische Figur?
Eine Lieblingsfigur kann ich nicht nennen. Ich mag insbesondere charaktervolle Gestalten, die auch Fehler und Marotten aufweisen. Das macht sie dann so echt und lebensnah.
Hast Du eine ganz bestimmte Lieblingsstelle in einem Buch?
Ich habe keine Lieblingsstelle in einem Buch.
Wie sehen Deine Schreibpläne für die Zukunft aus?
Zukunft? Eine schwierige Frage … Selbstverständlich habe ich noch viele Ideen in petto, die ich auch niederzuschreiben wünsche.
Nach welchen Kriterien wählst Du Deine Geschichten aus?
Das ist bis anhin immer ganz unterschiedlich einfach passiert. Einmal hat mich ein kleines Schlösschen inspiriert, ein andermal war die Idee einfach plötzlich da. Lustigerweise wurde ich bis anhin immer überrascht, wenn die Grundideen eines historischen Romans, verbunden mit den ersten Recherchen, voll ins Schwarze trafen.
Kennst Du Deine Charaktere in- und auswendig?
Ja, die Charaktere kenne ich in- und auswendig. Als Berufsmusikerin erlebt man viel und ich habe sehr oft Gelegenheit, die Menschen an verschiedensten Anlässen und in jeder denkbaren Position in der Gesellschaft zu studieren. Es sind auch viele Begebenheiten, die ich selbst erlebt habe, in meine Romane geflossen.
Wer sind Deine ersten Probeleser?
Meine ersten Probeleser sind mein Mann, meine Mutter und eine sehr liebe Nachbarin, die mir ehrlich ihr Feedback geben und zugleich Korrektur lesen.
Gibt es Genres oder Textgattungen, an die Du Dich nicht heranwagst oder die Dich nicht interessieren?
Nein, das gibt es nicht. Ich schreibe zum Beispiel seit meiner Jugend Gedichte, die ich aber nicht zu veröffentlichen gedenke. Meine ersten Veröffentlichungen liegen schon 30 Jahre zurück. Darunter sind Notenhefte und etwas neueren Datums ein Märchen.
Urheberrechtsnachweis:
Texte und Bilddateien: ZVG Andrea Kind
Foto: © asdf
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