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Bedeutung der Honigbiene

Bienen erbringen 80% der Bestäubungsleistung bei Nektar spendenden Pflanzen. Den übrigen Teil schaffen Hummeln, Einsiedlerbienen, andere Insekten. Honigbienen sind deshalb so hervorragende Bestäuber, weil sie als Volk überwintern und zur Obstblüte eine Volksstärke von ca. 10.000-20.000 Sammlerinnen haben. Außerdem sind sie blütenstetig, d.h. wenn Bienen einen blühenden Apfelbaum finden, wird weiter nach Apfelblüten gesucht. So gelangt der richtige Pollen auf die dazugehörige Blütennarbe, was zur Befruchtung und Fruchtbildung führt.

Bewertet man diese Leistung in Geld und addiert sie dem Wert der Bienenprodukte hinzu, so beläuft sich der volkswirtschaftliche Wert auf rund 2,5 Mrd. € pro Jahr. Damit stehen die Honigbienen als Wirtschaftstiere an dritter Stelle nach Rindern und Schweinen. Die Imker leisten diese Wertschöpfung im Vergleich zu den anderen Industrien ohne besondere Zuschüsse des Staates oder der EU.

Rückgang der Imkerei

Die Bienenzucht ist in Deutschland seit Jahren stark rückläufig. Durchschnittlich verlieren wir 1-2% Imker und 2-4% Bienenvölker pro Jahr. Dieser Rückgang wird zukünftig dramatische Auswirkungen auf die Bestäubung und damit auch auf die Pflanzenvielfalt haben. Die fehlende Bestäubung kann sogar zum Aussterben von einzelnen Pflanzenarten führen! Um eine gute Bestäubung zu erreichen, benötigt man 3-4 Bienenvölker pro km² . Obst, Gemüse und Honig können wir vom Ausland importieren – Bestäubung jedoch nicht!

Bedrohung unserer Honigbienen

Seit fast 30 Jahren sind unsere Honigbienen durch einen Parasiten (Varroamilbe) äußerst bedroht. Diese Milbe gehört zu den Spinnentieren und ernährt sich vom Blut der Larven und erwachsenen Bienen. Ihre Entwicklung findet an der verdeckelten Bienenbrut statt: Die schlüpfenden Bienen sind so stark geschädigt, dass sie häufig fluguntauglich und nicht überlebensfähig sind. Wird diese Krankheit nicht behandelt, stirbt das Volk. Damit entsteht der Volkswirtschaft sowie den betroffenen Imkern und Landwirten ein nicht abschätzbarer Schaden. Zur Eingrenzung, werden von uns keine chemischen Mittel verwendet, da ihre Rückstände oft in den Bienenprodukten zu finden sind und diese Medikamente zur Resistenz der Milben führen können. Die Imker haben gelernt mit der Milbe zu leben. Die Behandlung der Bienenvölker ist zur Routine geworden

Eine weitaus größere Bedrohung, da der Imker weniger Einfluß darauf ausüben kann, stellt allerdings der Einsatz von Herbiziden, Insektiziden und chem. Fungiziden dar. Im ländlichen Raum gibt es nur noch wenig Agrarland, das ohne "Spritzmittel" bewirtsch

aftet wird.

Durch gentechnisch verändertes Saatgut (GvO) stehen die Imker vor einem weiteren Problem:

Lässt sich im Honig genveränderter Pollen finden, darf der Honig weder verkauft, noch verschenkt werden. Er muß als "Sondermüll" entsorgt werden ! GvOs werden zu "Versuchszwecken" auf offenem Feld angebaut/ ausgesäht. Die Imker/ Bienen werden nach wie vor bei der Berücksichtigung einer Schutzzone nicht berücksichtigt, zahlreiche Versuche bei Ministerin Ilse Aigner Gehör zu finden und dies zu ändern scheiterten bisher.





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