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Werdegang eines Hobby-Schnapsbrenners:

Der Beginn meiner Liebe zum Metier „Schnaps“ liegt schon über 50 Jahre zurück. Es begann mit der Mithilfe beim Schnapsbrennen im bäuerlichen Bereich. Einerseits vom Vater, andererseits durch das Mitwirken bei anderen bäuerlichen Schnapsbrennereien erwarb ich meine Grundkenntnisse. Es reizte mich der geheimnisvolle Vorgang in den dunklen Brennstuben, das knisternde Feuer im Brennofen, die Gerüche und die sachkundigen Gespräche der Altvorderen. Später interessierte ich mich für die Fachliteratur, nahm an Exkursionen bei renommierten Brennereien teil. Bei vielen Verkostungen und den damit verbundenen Fachgesprächen rundete sich mein Wissen über die Schnapsbrennerei ab. In diesem Entwicklungszeitraum veränderten sich naturgemäß auch die Geräte mit denen ich arbeitete. Vom einfachen Kleinkessel ohne Rührwerk, bei dem noch Stroh zur Verhinderung des Anbrennens der Maische diente, über Brennkessel mit Rührwerk und Kühlern mit fließendem Wasser bis hin zum modernen Doppelmantelkessel mit Wasserbad, Temperatur- und Druckanzeige.

Die Grundlage für einen erstklassigen Feinbrand ist ein gutes Obst für die Maische und eine sorgsame Maischebereitung. Dazu gehört die richtige Pflege und Schnitt der Obstbäume, sowie die Wahl des richtigen Erntezeitpunks. Eine eigene Streuobstanlage liefert mir das Grundmaterial für die Brennerei.

Mein Interesse liegt weniger in der wirtschaftlichen Herstellung von Schnaps sondern im Nachempfinden der alten Vorgänge und Traditionen im Werdegang eines so traditionellen Produktes. Meine Edelbrände gibt es daher für die meisten Obstsorten nur in Kleinmengen.

Abschließend kann ich sagen, mein Hobby drückt nicht nur meine Leidenschaft für das Schnapsbrennen sondern auch die Liebe zur Natur und zu ihren Früchten aus. Und so freue ich mich über jeden gelungenen Edelbrand zum Genuss und zur Freude der Liebhaber des “Geistigen“!