Aktuelles

Unsere Heimatbücherei hat wieder Zuwachs bekommen.

Der Buchbestand wird ständig ergänzt und Neuerscheinungen sind "fett" markiert.

Mittlerweile können wir über 240 Titel anbieten, welche die Geschichte Kleinenbroichs und der anderen Gemeinden im Stadtgebiet sowie die Entwicklung des Kreises Neuss, der Stadt Mönchengladbach und weiterer umliegender Dörfer und Städte zum Gegenstand haben.

Die Bestandsliste finden Sie auf unserer Homepage (unter dem Punkt Dokumente / Heimatbücherei).

Die Entleihe einzelner Werke ist zu den Öffnungszeiten des Heimatmuseums sowie nach vorheriger telefonischer Vereinbarung mit dem Vorstand des Heimatvereins, Frau Edith Carsjens, Tel. 02161/671263, möglich. Interessierte Nutzerinnen und Nutzer sind uns herzlich willkommen.




Die Sammler für St. Martin in Kleinenbroich sind wieder unterwegs


Rund 80 Bürgerinnen und Bürger haben sich wieder bereit erklärt, für die Finanzierung des St. Martins-Festes in Kleinenbroich unter Einhaltung der aktuellen Corona-Auflagen von Tür zu Tür Spenden zu sammeln. Die Sammler können sich ordnungsgemäß ausweisen.

Die Sammlung wird vom Heimatverein Kleinenbroich organisiert und findet in der Zeit vom 10. September bis 03. Oktober statt. In der Hauptsache dienen die Spenden zur Füllung der ca. 1.500 Martinstüten, die von ehrenamtlichen Helfern des Heimatvereins am Martinstag, Donnerstag den 04.11.2021 gefüllt und nach den Umzügen in den beiden Grundschulen an die Kinder ausgegeben werden.

Spenden können auch am Donnerstag, 07.10.2021 von 10-12 und 16-19 Uhr und Freitag, 08.10.2021 von 10-12 Uhr am Alten Bahnhof abgegeben werden.

Da im letzten Jahr keine Tütenausgabe stattfinden konnte und die Kärtchen bereits gedruckt waren, kommen diese jetzt mit den Daten des letzten Jahres zum Einsatz.

Bitte unterstützen Sie die Sammler mit Ihrer Spende, um auch in Zukunft dieses Brauchtum zu erhalten.

Folgende Sammelbezirke sind noch unbesetzt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich gerne bei unserem 2. Vorsitzenden Stefan Schramke per E-Mail unter s.schramke@gmx.de oder hier bei Facebook melden:


6 Glehnerstr. /Raitz-v-Frentz-Str.

8 Haus-Randerath-Str. (ohne Hochhaus) / Friedhofsweg

31 Eichendorffstr. 1-27 und 2-26 / Martin-Luther-Str.

37 Albert-Schweitzer-Str. / Theodor-Heuss-Str.

77 Kriegersweg / Bahnstr.


Maternuskapellewieder in guten Händen

Die kleine, aus Feldbrandsteinen aufgeführte Kapelle an der Buschfrantzen-Mühle inKleinenbroich hat vieles erlebt und alles überstanden.

Die Kapelle verdankt sich einer Seuche. Im Jahr 1850 grassierte in Kleinenbroich eine Viehseuche, der 40Stück Vieh zum Opfer gefallen waren. Für die damals geringe Bevölkerung Kleinenbroichs, die ganz überwiegend von der Landwirtschaft lebte, war dies existenzbedrohend. In ihrer Not nahmen die Kleinenbroicher Zuflucht zum Hl. Maternus, dem Patron gegen ansteckende Krankheiten und Fieber.

Als die Viehseuche nachvielen Gebeten gegen Ende des Jahres 1850 tatsächlich abklang, gelobten die Kleinenbroicher aus Dank für die Hilfe, dem Hl. Maternus eine Kapelle zu errichten. Und so geschah es. Im Jahr 1851 wurde die heutige Kapelle erbaut und eingeweiht. Am Festtag des Heiligen, dem 11. September, zog die Gemeindealljährlich in einer Prozession zur Kapelle. Zudem ehrten die Pfarrangehörigenden Hl. Maternus in einer Octav mit abendlichen Andachten und Predigten. Heinrich Höntges (†) berichtete, dass dieses Gelöbnis bis in die siebziger Jahres des vorigen Jahrhunderts eingehalten worden ist.

Die Verehrung der Kleinenbroicherfür den Hl. Maternus, den sie auch zum zweiten Patron ihrer Pfarrkirchemachten, bewahrte die kleine Kapelle vor Vernachlässigung und Vandalismus. Imzweiten Weltkrieg hatte sie Glück: Kurz vor Kriegsende hatte die deutscheWehrmacht in der Mühle noch einen Beobachtungsstand eingerichtet. Beim Beschussdurch die Amerikaner wurden Haube und Flügel stark beschädigt. Die nahebei stehende Kapelle blieb unversehrt.

Nicht Bomben, sondern ein Baum sollte der Kapelle zum Verhängnis werden: In bester Absicht hatten unsere Vorfahren eine Linde dicht neben der Kapelle gepflanzt, damit sie den kleinen Backsteinbau beschirmen möge. In der guten Erde unserer Heimat gedieh der Baumprächtig und wuchs zu stattlicher Größe heran. Hoch und weit überspannten seine Äste die Kapelle, die wohlbehütet unter dem dichten Blätterdach zu stehen schien. Doch das idyllische Bild trog: Die Linde war so dicht neben dem Bauwerkgesetzt worden, dass sie mit ihren Wurzeln die Fundamente und damit die ganze Kapelle anhob. Die dadurch verursachten Bauschäden waren schließlich so gravierend, dass das Bauwerk grundlegend saniert werden musste. In den Jahren2009/2010 restaurierten die Eigentümerfamilie Franken und der Heimatverein Kleinenbroich die Maternuskapelle vollständig. Viele Arbeiten wurden in Eigenleistung ausgeführt. Gleichwohl mussten zur Rettung des Bauwerks 9.000 €aufgewendet werden, die durch Spenden Kleinenbroicher Bürger, Vereine und Geschäftsleute zusammengetragen wurden.

Dank des Engagements und der Spendenbereitschaft vieler Kleinenbroicher befindet sich die Kapelle heute in einem ausgezeichneten Zustand und bietet zahlreichen Spaziergängern und Radfahrern nicht nur einen schönen Anblick, sondern auch die Möglichkeit, innezuhalten und auf der bereitstehenden Parkbank eine Rast einzulegen.

Seit der Sanierung ist das Kapellchen in eine großzügige Grünanlage eingebettet, die es zu erhalten gilt. Über viele Jahre haben die Eheleute Christa und Rolf Schmier das Kapellengrundstück aufwändig gepflegt. Dieser uneigennützige und stille Dienst an der Heimat verdient auch hier Erwähnung und Dank. Da die Eheleute Schmier die anstrengende Pflege der Anlage aufgeben mussten, sind wir dankbar und froh, dass die Familie Stromann sich bereit erklärt hat, sich um die Grünanlage zu kümmern.

Die Maternus-Kapelle und die sie umgebende Grünanlage sind damit in den besten Händen. Die Familie Stromann ist im Umgang mit Denkmälern bewandert und im Übrigen auch Nachbar des Hl. Maternus. Vor einigen Jahren haben die Eheleute Stromann die alte Buschfrantzen-Mühle erworben, denkmalgerecht saniert und zu einem Wohntraumausgebaut. Auch für die Gestaltung des Kapellengrundstücks haben sie bereits konkrete Vorstellungen, die sie mit dem Eigentümer der Kapelle, dem Landwirt Josef Franken, abstimmen möchten.

Die erste Denkmalpatenschaft des Heimatvereins ist damit etabliert. Sobald die Corona-Pandemie so weitabgeklungen ist, dass Treffen wieder möglich sind, möchte der Vorstand den „Arbeitskreis Denkmalschutz und Landschaftspflege“ neu initiieren. Hierzu soll eine unverbindliche Auftaktveranstaltung stattfinden, auf der wir über den Stand und die Möglichkeiten der Denkmal- u. Heimatpflege in Kleinenbroich informieren möchten. Zu dieser Veranstaltung werden wir in unserem Mitgliederrundbrief, durch die Presse, auf unsere Homepage sowie in den sozialen Medien breit einladen. Interessierte sind herzlich willkommen.