Nachlese
Mit dem vorweihnachtlichen Konzert des Chors St. Nikolai Hamburg unter Leitung der Kirchenmusikerin Haruka Kinoshita in der katholische Kirche St. Marien bekommt Quickborn auch in diesem Jahr wieder ein festliches adventliches Highlight.
Im Rahmen seiner weihnachtlichen Konzerte an Hamburgs Hauptkirche St. Nikolai gastiert dieser besondere Chor auf Einladung des FKKM St. Marien (Förderkreis Kirchenmusik) am Sonntag, dem 30. November, dem 1. Advent, um 17:00 Uhr mit einem Programm vertrauter adventlicher und weihnachtlicher Musik in St. Marien, Kurzer Kamp.
Gegründet wurde der Chor St. Nikolai 1989 vom ehemaligen Hamburger Landeskirchenmusikdirektor Dieter Schemel. Von 2008 bis 2022 wurde er in seiner heutigen Ausrichtung besonders durch den Kirchenmusikdirektor an St. Nikolai, Matthias Hoffmann-Borggrefe geprägt. Die Mitglieder des Chores präsentieren sich mit stetigem Zuwachs als einer der Gemeindechöre an St. Nikolai. Bemerkenswert ist das große persönliche Engagement der Mitglieder, die ihre lebenslang geübten Stimmen ebenso zuverlässig einbringen wie ihre auf Gemeinschaft ausgerichtete Erfahrung. Sie stützen sich auf einen breiten Fundus an vertrauter kirchenmusikalischer Literatur, die Oratorien, Messen und Kantaten.
Die in Tokyo geborene Kirchenmusikerin Haruka Kinoshita schloss dort auch ihr Orgelstudium ab. Anschließend studierte sie in Deutschland Kirchenmusik und hatte begleitend Kirchenmusikstellen in verschiedenen Hamburger Kirchengemeinden inne. Zuletzt an der Hauptkirche St. Katharinen. Vor allem ihre Virtuosität und ihr feines Gespür für die klanglichen Möglichkeiten der Orgel überzeugen, ebenso wie ihre Erfahrungen im Bereich der Chor- und Orchesterleitung.
Nach erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem renommierten Organisten Hans Jürgen Henschen übernahm sie im Juni 2025, nach Abschluss ihres Kirchenmusikstudiums mit dem A-Examen, die Leitung des Chors St. Nikolai.
„Wir freuen uns, dass mit dem Chor St. Nikolai Hamburg wieder ein wunderbarer Klangkörper
mit einem so schönen adventlichen und weihnachtlichen Programm bei uns zu Gast ist, und hoffen, dass am 1. Advent viele Menschen aus Quickborn und seiner Umgebung den Weg in die vorweihnachtlich geschmückte Kirche St. Marien finden werden.“
(Johannes Schneider)
am Sonntag „Aller Seelen“, den 02. November 2025 um 20:00 Uhr erklingt
„Der Messias“, das große Werk von Georg Friedrich Händel (1685 – 1759), in der Fassung von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 572) in einer Einspielung von 1991 aus der evangelischen Stadtkirche Ellwangen. Unter der Leitung von Helmuth Rilling mit dem Bach-Collegium Stuttgart und der Gächinger Kantorei singen Donna Brown (Sopran), Cornelia Kallisch (Mezzo Sopran), Roberto Saccà (Tenor) und Alistair Miles (Bass).
„Der Messias“, sicher Händels größtes und bekanntestes Oratorium, entstand in London und wurde aber erstmals im April 1742 in der neu erbauten Neale’s Music Hall in Dublin aufgeführt, bevor es zum großen Londoner Debüt am 23. März 1743 in Convent Garden kam. Händel gab dem Werk den Untertitel „A new sacred oratorio“, den sonst kein anderes Werk von ihm trägt.
Anfang 1789 schuf Wolfgang Amadeus Mozart im Auftrag von Baron Gottfried van Swieten eine am Zeitgeschmack orientierte fast klassische Neufassung des Händelschen Messias, erstmals am 6. März 1789 im Wiener Palais des Fürsten Johann Esterházy aufgeführt. Diese Messias-Fassung, bekannt als KV 572, ist kürzer und kompakter und mit einem deutschen Text versehen, der weitgehend einer Übersetzung von Friedrich Gottlieb Klopstock und Christoph Daniel Ebeling entstammt, die im Laufe der Zeit noch verfeinert wurde.
Beide Einspielungen sind heute von historischem Wert, und es ist sicher für viele eine Freude, die großen Künstler jener Zeit in diesen beiden wunderschönen Werken in der kirchlichen Atmosphäre St. Marien neu zu erleben.
Die Veranstaltungen finden in der katholischen Kirche St. Marien, Quickborn, Kurzer Kamp, statt. Der Eintritt ist frei, aber es wird um großzügige Spenden zur Pflege und Förderung der Kirchenmusik an St. Marien gebeten.
Am Sonntag, den 12. Oktober 2025, um 20:00 Uhr ist das Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn (1732 – 1809) aus der Benediktinerabtei Ottobeuren unter der Stabführung von Leonard Bernstein zu hören und zu sehen. Mit dem Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks und den fünf Solisten Judith Blegen (Sopran, Gabriel), Thomas Moser (Tenor, Uriel), Kurt Moll (Bass, Raphael), Lucia Popp (Sopran, Eva) und Kurt Ollmann (Bariton, Adam) kam es im Jahre 1986 zu einer denkwürdigen Aufführung, die glücklicherweise auf DVD festgehalten wurde.
Eine berührende Aufführung des „Messias“ von Georg Friedrich Händel in der Westminster Abtei im Jahre 1791 inspirierte Joseph Haydn, nun auch selbst ein Werk dieser Art in Angriff zu nehmen, und so kam „Die Schöpfung“ am 19. März 1799 im Wiener Burgtheater zu einer triumphalen öffentlichen Premiere. Der Vielfalt der Natur entspricht in Haydns Partitur die stilistische Vielfalt des musikalischen Schöpfungsgebäudes, die nichts von dem auslässt, was im späten 18. Jahrhundert an musiksprachlichen Mitteln aus Oper und Instrumentalmusik verfügbar war.
Leonard Bernstein äußerte sinngemäß zu dem Werk „Die Schöpfung schenkt Zeit, uns an die Reinheit, Anmut und Standhaftigkeit der Natur zu erinnern und uns daran zu erfreuen, uns unsere Seelen zurückzugeben und unsere moralischen Werte neu zu entdecken.“
Mit einem bunten a-cappella Reigen aus Balladen, Chorsätzen, Spirituals und Pop Musik gastiert das Ensemble elbvocal am Sontag den 5. Oktober 2025 um 16:00 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien, Kurzer Kamp.
Im Ensemble "elbvocal" hat sich eine Gruppe der Männerstimmen aus den Chorknaben Uetersen zusammengefunden, um in kleiner Formation ein anspruchsvolles Repertoire ihrer Lieblingstücke zu studieren und öffentlich aufzuführen. Auslösend war die Teilnahme der Männerstimmen der Chorknaben Uetersen an einem Chorfestival in Istanbul im September 2014. Dabei trafen sie auch auf des sechsköpfige "Mensemble" aus Istanbul. Davon begeistert, beschließen acht der Uetersener Sänger ebenfalls in kleiner Formation singen zu wollen. Das Ensemble "elbvocal" war geboren
Das erste Konzert findet schon im August 2015 in Priörinnenscheune in Uetersen statt und weitere folgen in den nächsten Jahren. Ihre "Lieblingslieder" nehmen sie 2019 auf einer CD auf. Dort stehen dann klassische Stücke aus aller Welt neben Pop aus allen Jahrzehnten. 2024 feiert das Ensemble sein 10-jähriges Jubiläum mit einem Konzert in der Kirche in Tornesch und Anfang 2025 dann die zweite CD mit Liedern zur Weihnachtszeit.
Die jungen Sänger kennen sich aus Ihrer Frühzeit bei den Chorknaben Uetersen, bei denen sie schon als sechs oder sieben jährige sangen und mit denen sie auch heute noch auftreten. Daher auch die Verbindung zur Kirche St. Marien, die für die Chorknaben schon mehrfach Gastgeber sein durfte.
Text: J. Schneider
Wenn die europaweit gefragte Konzert-Organistin Kerstin Petersen in Begleitung des Theologen Nis Petersen in Quickborn für ein Gastspiel Station macht und ausgesuchte Werke von Johann Sebastian Bach, Charles Gounod, Rikako Watanabe bis hin zu Siegrid Ernsts Werk „Das Signal“ für Orgel und Sprecher zu Gehör bringt, kommt es am Freitag den 27. Juni 2025 um 19:00 Uhr in der katholischen Kirche St. Marien, Kurzer Kamp, zu einer besonderen Begegnung von Musik und Literatur, bei der die besonders ausgewählten und die Musik begleitenden Texte von Nils Petersen gelesen werden.
Kerstin Petersen, die vor 10 Jahren bereits einmal anlässlich des 200. Geburtstages von Matthias Claudius mit dem Programm „Matthias Claudius und sein Abendlied“ mit dem Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen in St. Marien gastierte, hat mit ihrem Ehemann, dem Theologen Nils Petersen, der seine Wurzeln in Quickborn hat, ein berührendes Programm aus Musik und Literatur zusammengestellt, mit dem sie seit 2024 in verschiedenen Orten auftreten.
Die Hamburger Konzertorganistin stellt die Orgelmusik besonders von Komponistinnen in den Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit und lässt die „Königin der Instrumente“ in ungewöhnlichen Konstellationen neu erstrahlen. Geboren in Rheinland-Pfalz, studierte sie Kirchenmusik in Herford, Alte Musik in Bremen sowie Konzertfach Orgel und Judaistik in Heidelberg und ist heute als gefragte Interpretin international tätig. Konzerteinladungen erhielt Kerstin Petersen u. a. von St. Jakobi Stralsund und Festival frequenz, und sie ist regelmäßiger Gast in Hamburgs Hauptkirche St. Michaelis. Uraufführungen spielte sie im Orgelpark Amsterdam, der Frauenkirche Dresden, beim Musik 21 Festival Niedersachsen, wo sie 2024 auch Jurorin des Komponistenwettbewerbs war.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Hamburger Autor und Theologen Dr. Nils Petersen, präsentiert sie Programme, in denen sie mittelalterliche bis aktuelle Wortkunst mit außergewöhnlichen Orgelsounds kontrapunktiert.
Der aus Quickborn stammende Nils Petersen studierte Theologie und Sonderpädagogik in Hamburg und Diakoniewissenschaft in Heidelberg, wo er 2001 mit einer Arbeit über „Geistigbehinderte Menschen im Gefüge von Gesellschaft, Diakonie und Kirche“ zum Dr. theol. promoviert wurde. Seit 20 Jahren ist er Theologie-Dozent an Universitäten und Hochschulen. Er arbeitete als Dorfpastor im hohen Norden, leitete als Pastor die Hamburger Rathauspassage und ist aktuell Gemeindepastor der Luthergemeinde in Hamburg-Bahrenfeld.
Als Schriftsteller ist er Mitglied in der „Hamburger Autorenvereinigung“ und im „Verband der Schriftsteller in Schleswig-Holstein“. Sein Debütroman „Mechthild von Rickling“ erschien 2001 in Heidelberg, und sein aktueller Roman „Veljkos Café“ kam 2023 in den deutschen Buchhandel. Mit seinen Veröffentlichungen ist Nils Petersen schwer in eine Schublade zu stecken. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Prosa, Lyrik, Predigten, Erzählungen und wissenschaftliche Texten.
Der FKKM St. Marien (Förderkreis Kirchenmusik) freut sich, diese beiden hervorragenden Künstler für eine Veranstaltung zu sommerlicher Zeit gewonnen zu haben, und lädt herzlich zu diesem besonderen musikalisch-literarischen Abend ein. Der Eintritt ist frei, um eine großzügige Spende für die Künstler wird gebeten.
Johannes Schneider
6. Juni 2025
„Tönende Leinwand“
Große Konzerte der Klassik als Life-Mittschnitte in St. Marien
Am Sonntag, den 2. März 2025 um 20.00 Uhr, wird als Life-Mitschnitt aus dem Vatikan die Krönungsmesse (KV 317) von Wolfgang Amadeus Mozart gezeigt, die zur Zeit von Papst Johannes Paul II unter der Leitung von Herbert von Karajan mit den Wiener Philharmonikern, dem Wiener Singverein, Kathleen Battle (Sopran), Trudeliese Schmidt (Mezzosopran), Gösta Winbergh (Tenor) und Ferruccio Furlanetto (Bass) aufgeführt wurde. Als Besonderheit wird das Werk nicht wie üblich konzertant, sondern eingebunden in die Liturgie einer Messe musiziert. Diese historische Aufnahme stammt aus dem Jahr 1985.
Am Sonntag, den 16. März 2025 um 20.00 Uhr, dann zur vorösterlichen Zeit von Johann Sebastian Bach die Matthäus-Passion als Ballett in der Choreografie von John Neumeier mit dem St. Michaelis Chor und Orchester, mit den Knabenchören Hannover und St. Michaelis unter der Leitung von Günter Jena sowie mit den Solisten Peter Schreier (Evangelist und Arien, Tenor), Bernd Weikl (Bass), Misuko Shirai (Sopran), Marge Schiml (Alt), Franz Grundheber (Bass) und dem Hamburg Ballett unter der Leitung von John Neumeier.
Das Werk in dieser Besetzung hatte im Jahre 1980 in dem dafür eigens eingerichteten Innenraum der Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg Premiere. Aus dieser Aufführung stammt auch der musikalische Mitschnitt. Der Ballett-Mitschnitt dieser DVD aus dem Festspielhaus Baden-Baden wurde im Jahr 2005 aufgenommen. Da das Werk in seiner Gesamtlänge über drei Stunden dauert, wurde es für diesen Abend auf etwas über eine Stunde eingerichtet.
Beide Einspielungen sind heute von historischem Wert, und es ist sicher für viele eine Freude, die großen Künstler jener Zeit in diesen beiden großen Werken in der kirchlichen Atmosphäre in St. Marien neu zu erleben.
(J. Schneider)
Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach; wohl kaum ein Stück wird in der Advents- und Weihnachtszeit so oft musiziert, gehört, gesehen wie dieses Werk. Und das Besondere daran, es hat über die Jahrhunderte nie an Schönheit und Glanz verloren.
Noch im Weihnachtsfestkreis erklingt nun am Samstag, den 4. Januar 2025, um 17:00 Uhr dieses bewundernswerte Werk in der katholischen Kirche St. Marien, in Quickborn, Kurzer Kamp, in einer ganz besonderen Form. Als ein kleines Weihnachtsoratorium, in dem nicht ein Orchester, sondern Orgel und Oboe den instrumentalen Teil übernehmen. Die Arien nebst Recitativo werden von einer Sopranstimme gesungen, als Evangelist verkündet ein Sprecher die frohe Botschaft aus dem Lukas-Evangelium, und die wunderbaren Choräle können und sollen die Gäste mitsingen, die dazu Texte und Noten bekommen.
Sicher eine besondere Art der Interpretation, aber Bach selbst räumt das Recht dazu ein. Die Stücke des Weihnachtsoratoriums sind von ihm größtenteils aus anderen Kantaten adaptiert. Dort haben sie nicht nur einen anderen Text, sondern sind bisweilen auch anders instrumentiert und stimmlich besetzt. Und so eröffnen sich ganz neue Hörmöglichkeiten.
Die Leitung des Konzertes hat der Quickborner Kantor Michael Schmult übernommen, der auch die Orgel spielen wird. Michael Schmult studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg Evangelische Kirchenmusik unter anderem bei Rose Kirn Thomas Dittmann und Andreas Rondthaler, schloss sein Studium mit dem Diplom A-Kirchenmusik ab und ist seit September 1998 als Kantor an der Marienkirche tätig.
Claudia Zülsdorf spielt die Oboe. Sie studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg das künstlerische Hauptfach Oboe und erwarb 1994 den Diplom-Abschluss für Orchestermusiker. Parallel studierte sie Kirchenmusik, arbeitete als Kantorin an St. Mauritius in Hittfeld und leitet das Sinfonieorchester Nordheide, Ihr Herz schlägt für die Barockmusik. Sie konzertiert als freiberufliche Oboistin im norddeutschen Raum und ist Mitglied der Sinfonietta Lübeck.
Den Part des Soprans hat die renommierte Sängerin Ulrike Meyer-Heieis übernommen, die schon im Alter von 13 – 18 Jahren eine klassische Gesangsausbildung bekam. Heute ist sie in zahlreichen Kantaten, Oratorien und Passionen im Hamburger und Berliner Raum zu hören, und Konzertreisen haben sie schon über die Grenzen nach Frankreich (H-Moll Messe), nach Italien (Israel in Egypt von Händel), mit dem Credo Novum von Manuel Gera nach Riga und nach Kopenhagen mit der „Carmina Burana“ geführt.
Als Sprecher wird Johannes Schneider die Rolle des Evangelisten übernehmen, der über viele Jahre als Sänger dem St. Michaelis Chor Hamburg angehörte und unter dessen Leiter Professor Günter Jena und Wolfgang Löser von der Hochschule für Musik und Theater stimmlich ausgebildet wurde.
Diese Interpreten und die katholische Gemeinde St Marien als Veranstalter hoffen, dass alle die schönen Klänge des Abends mitnehmen und, wie der Evangelien Text so schön sagt „in ihrem Herzen bewegen“, sodass die Weihnachtsfreude weiterwirkt und trägt.
Die Chorknaben Uetersen
Die Gründung der Chorknaben Uetersen geht auf
das Jahr 1965 zurück. Der nach Quickborn kommende
Konzertchor, Herzstück der „Chorknaben“, umfasst
ca. 60 Knaben- und Männerstimmen, und wird in
regelmäßigen Abständen zu Konzertreisen durch
Deutschland, aber auch ins Ausland (zuletzt USA,
Baltikum, Dänemark, Schweden) eingeladen.
Die Chorleitung
Felix Renner
Programm
1. Heilige Nacht - Johann Friedrich Reichardt
2. Alter Weihnachtsruf - Adolf Detel
3. Machet die Tore weit - Andreas Hammerschmidt
4. Maria durch ein Dornwald ging - Satz: Alwin M. Schronen
5. Jul, jul, stralande jul - Gustaf Nordquist
6. Whisper! Whisper! - Jay Althouse
7. Go, tell it on the Mountain - Satz: Tim Durian
8. Ausschnitte aus "Gloria RV 589" - Antonio Vivaldi
I. Gloria in excelsis Deo
I V. Gratias agimus tibi
VI. Domine Fili unigenite
VIII. Qui tollis pecata mundi
X. Quoniam tu solus sanctus
XI. Cum Sancto Spiritu
9. Es ist für uns eine Zeit angekommen - Till Löffler
10. Drei Könige wandern - Peter Cornelius
11. Es ist ein Ros entsprungen - Michael Praetorius/ Oliver Gies
12. Quempas - Michael Praetorius
13. Hallelujah - G.F. Händel
14. A festive Gloria - Jay Althouse
15. O du fröhliche - Johannes Falk
Die Tageszeiten TVWV 20:39
Kantatenzyklus über den Tagesverlauf und die Größe des Schöpfers
Die vier Kantaten Der Morgen, der Mittag, der Abend und die Nacht sind ein herausragendes Spätwerk ,1757 uraufgeführt.
Der Dichter Friedrich Wilhelm Zachariae ( 1726-1777) verfaßte eigens das Libretto für die Tageszeiten. In einem Gedicht zeigt er seine Wertschätzung dem 75jährigen Komponisten gegenüber. Zachariae zeigt in seiner Poesie eine empfindungsreiche Schilderung der Natur sowie die Atmosphäre der jeweiligen Tageszeit. Er weist stets auf die Größe Gottes in den Natur- schönheiten hin.
Der Komponist Georg Philipp Telemann ( 1681-1767) faßte diese Lyrik in farbige ausdrucksvolle Musik.Auf die jeweilige Tageszeit abgestimmte Klangbilder und eine geistreiche Textumsetzung zeichnen das Werk aus. Die Sinfonie am Anfang des Zyklus zeigt die morgendliche Frische des Tagesbeginns.. Die irdische Natur wird besungen, abschließend jeweils die Verherrlichung Gottes hervorgehoben. Die Tageszeiten zeichnen sich durch Naturlyrik und kompositorische Gemälde aus.
Text: Petra Bensiek
Stiftungsfest mit Jazz-Frühshoppen mit den
"Alabama Hot Six"
Die St. Marien-Stiftung feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen und lädt herzlich ein zum Jubiläums-Stiftungsfest:
09.15 Uhr: Festgottesdienst
anschl.: Verlegen der “Lebenden Steine” auf dem Kirchplatz
ab 11.00 Uhr: Open Air Jazz-Frühschoppen mit den „Alabama Hot Six“ >> Plakat
Eintritt frei; Bitte um Spende für Musiker und Stiftung
Freitag, 14.Juni. 2024 19:30 Uhr
Euforia
A-cappella-Musik und geistliche Madrigale von O.Gjeilo & J.H. Schein
in St. Marien Kurzer Kamp 2 Quickborn
Der Eintritt zum Konzert, das durch das Land Schleswig-Holstein und die VR Bank gefördert wird, beträgt € 20,00. Karten sind erhältlich im Online-Vorverkauf unter >www.pantomime-jomi.de/euforia< sowie an der Abendkasse ab 18:30.
Schüler und Schülerinnen und Auszubildende haben freien Eintritt.
Euforia
Geistliche Madrigale von 1623 in modernem Gewand
Musikalisch und szenisch in St. Marien
Am Freitag, den 14. Juni 2024 um 19:30 Uhr, erwartet Musik und Pantomime begeisterte ein außergewöhnlicher Abend in Quickborns katholischer Kirche St. Marien, Kurzer Kamp 2.
Im 30-jährigen Krieg schrieb Johann Hermann Schein, der wohl bedeutendste Thomaskantor vor Johann Sebastian Bach, für die Zeit moderne geistliche Lieder, mit denen er den Menschen Musik schenken wollte, durch die sie auftanken konnten, die Ihnen Kraft und Lebensfreude geben sollten. „Kraftsprüchlein“ gegen die Wirren und Nöte des Krieges, wie sie auch heute leider wieder von Nöten sind. Diese Musik ist eine musikalische Glanzleistung, die bis heute weitestgehend in Vergessenheit geraten ist.
In EUFORIA greifen der Pantomime JOMI, die 6 Musikerinnen des Ensembles „refresh“ und das „Sonux-Ensemble“, Männerstimmen der Chorknaben Uetersen, diese alte Musik auf und lassen sie in dieser besonderen Besetzung wie ein Phönix aus der Asche neu entstehen. Ausdruckstark komponiert, verleihen Bandoneon, Gambe, Barockgitarre, Chitarrone, sowie E-Bass gemeinsam mit drei Sängerinnen der Musik intensive Farben unserer Zeit. Eine zusätzliche sinnliche Dimension verleiht der gehörlose Pantomime JOMI (Josef Michael Kreutzer) dieser Interpretation. Seine stille Poesie schenkt den alten Texten emotionale Tiefe und Nähe, die uns auch heute, im Jahr 2024, wieder Inspiration sein kann.
Der Pantomime JOMI ist einer der letzten lebenden, noch aktiven Schüler des legendären Marcel Marceau, und er blickt auf eine erfolgreiche internationale Karriere zurück.
Abgerundet mit a-cappella Musik von Ola Gjeilo, Brian Schmidt und Paul Hindemith durch das „Sonux-Ensemble“ unter der Leitung von Felix Renner, - das 2020 in Quickborn geplante Konzert fiel Corona zum Opfer - bietet EUFORIA einen Konzertabend mit einem sinnlichen und intensiven Erlebnis für Ohren und Augen.
Text: J. Schneider
Kantaten-Abende in St. Marien Quickborn.
Per Video in die sonntägliche Kantatenwelt des Johann Sebastian Bach
Zu einem Sonntagabend-Zyklus mit je drei für diesen Tag von Johann Sebastian Bach geschriebenen Kantaten lädt der Förderkreis Kirchenmusik St. Marien in die Kirche St. Marien, Kurzer Kamp, im Oktober und November ein.
Die jeweiligen Kantaten, aufgenommen mit renommierten Solisten, Chören und Orchestern an wunderbaren sakralen Orten, werden per Video in der Kirche als Großbild in feiner Tonqualität aufgeführt. Begleitet werden die jeweiligen Aufführungen mit einer kurzen Einführung zu den Werken, ihrer Entstehung, ihrem Aufbau und Inhalt.
Der Förderkreis Kirchenmusik möchte mit diesen Aufführungen interessierten Menschen das große Kantatenwerk des Meisters im kirchlichen Raum näherbringen. Die abendlichen Veranstaltungen beginnen bei freiem Eintritt immer um 18:00 Uhr.
Die Vorführung der jeweils drei Kantaten dauert ca. 1 Stunde und ist ohne Pause. Zur Unterstützung der Kirchenmusik wird um Spenden gebeten.
"Der Förderkreis freut sich über rege Beteiligung".