Islamseminar 2016

23. Februar 2016    19.30 Uhr    Ort: Al-Fath-Moschee, Mallinckrodtstr. 186a, 44147 Dortmund


 

Gewalt – was sagen Bibel, Koran und die Tradition?


In unseren Heiligen Schriften sind Texte enthalten, die von Gewaltanwendung und Konfliktlösungen mit Gewalt berichten.


Wir wollen danach forschen, wie diese Aussagen gemeint sind, was sie uns sagen, ob sie Gewalt zur Erreichung von politischen Zielen legitimieren.


Denn im Laufe der Geschichte und auch heute berufen sich Menschen und Gruppen zur Erreichung von politischen Zielen auf Aussagen der heiligen Schriften ihrer Religionen. Es geht dabei immer darum, dass der Einsatz von Gewalt zum Machterhalt oder Machterwerb gerechtfertigt wird mit der Berufung auf Religion.


Ist das legitim? Rechtfertigen die Religionen dieses Vorgehen?



Referenten:


Volker Guckes, ev. Pfarrer i.R., Dortmund


Mehmet Soyhun, Islamischer Theologe/DITIB, Dortmund/Köln


Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Verein der Kulturfreunde Dortmund e.V. (Al-Fath-Moschee) statt.

 


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15.März 2016    19.30 Uhr    Ort: Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a, 44145 Dortmund


 

Zu Gast beim Islamseminar: ein Abend zur Person


In unregelmäßigen Abständen lädt das Islamseminar Persönlichkeiten aus den Religionen, der Politik, der Wissenschaft und der Gesellschaft ein, um diese zur ihrer Person und ihren Einstellungen zu Religion, Werten und wichtigen Fragen des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft zu befragen. In dieser Veranstaltungsreihe steht in diesem Jahr der ehemalige Minister für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Herr Guntram Schneider MdL, als Gesprächspartner zur Verfügung. Als weiterer Gesprächspartner wird der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ahmet Toprak, Dekan des Fachbereiches Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund, zu Gast sein.



Gesprächspartner:


Guntram Schneider, ehem. Minister für Arbeit, Soziales und Integration / MdL, Dortmund


Prof. Dr. Ahmet Toprak, Dekan des Fachbereiches Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Dortmund



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14. April 2016 (Donnerstag)     19.00 Uhr    Ort: Auslandsgesellschaft NRW e.V., Steinstr. 48, 44147 Dortmund



„ Juden in der arabischen Welt“ – Blütezeit und Vertreibung


In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, dass Islam und Judentum einen unüberbrückbaren Gegensatz bilden. Eine vertiefende geschichtliche Betrachtung bestätigt diesen Eindruck allerdings nicht. Der im 7. Jahrhundert entstandene Islam hat viele jüdische Traditionen in den Koran aufgenommen. Auch haben muslimische Herrscher jüdische Gemeinden als „Volk des Buches“ (ahl al-kitab) angesehen.
Die tiefe Verwurzelung großer jüdischer Gemeinschaften in der arabischen Kultur und der Zusammenhang von Sprache und Religion werden an diesem Abend beleuchtet.


Wie gestaltete sich das Zusammenleben von Juden und Muslime im arabischen Kulturbereich? Wie veränderte es sich unter dem Einfluss der Europäischen Expansion im 19. und 20. Jahrhundert?


 

Referent: Prof. Dr. Werner Arnold, Heidelberg



Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., der Volkshochschule Dortmund und der Auslandsgesellschaft NRW e.V. statt.


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21. Mai 2016 (Samstag)    10.00 Uhr bis 17.30 Uhr (Workshoptag)


Ort: Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund

 


Gesellschaftliche Weite – Familiäre Enge?!


Das Familienbild im Wandel – Begegnung in der Religion


Weite wirkt –  macht Lebensmöglichkeiten erfahrbar… wenn man sie lässt!


Was stellen wir uns heute unter Familie vor? Wie sieht das Familienbild in muslimisch geprägten Kulturen aus? Gibt es Unterschiede zu der traditionellen „deutschen Familie“? Alle haben ihre jeweiligen Vorstellungen dazu, manche sind traditionell, andere modern geprägt. Der Blickwinkel wird an diesem Tag um den Aspekt der Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften erweitert. Was bedeutet das für die moderne Gesellschaft? Wie wirkt sich das in den Glaubensgemeinschaften aus?



Referentinnen/Referenten:


Beate Brauckhoff, ev. Pfarrerin, Ev. Bildungswerk Dortmund
Hanim Ezder, Leiterin des Muslimischen Familienbildungswerkes Köln im Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen/ Stellvertretende Geschäftsführerin BFmF, Köln
Pater Siegfried Modenbach SAC, Katholisches Forum Dortmund
Andreas Ismail Mohr, Islamwissenschaftler, Berlin


Kosten: 10,-€ für Mittagessen und Getränke (Vergünstigung möglich); auf muslimische Speisevorschriften wird Rücksicht genommen.
Eine Anmeldung ist  bis 13.05.2016 erforderlich;


Anmeldung unter: 0231/ 8494-401 oder  beate.lange@ekkdo.de


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28. Juni 2016    21.00 Uhr    Ort: VIKZ-Moschee, Bachstr.5-7, 44147 Dortmund



Iftar – Fastenbrechen


Wie in jedem Jahr laden die Muslime im Trägerkreis zum zur Tradition gewordenen Fastenbrechen (Iftar) des Islamseminars ein. Dabei wird es wie immer  neben dem gemeinsamen Essen und Trinken sowie Grußworten von Freunden auch das Nachdenken über den Sinn des Fastens anhand der Weisungen des Qu’rans geben.



Referent: Ahmad Aweimer, Imam, Dortmund


Gastgeber: Verband der Islamischen Kulturzentren e.V.


 

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30. August 2016    19.30 Uhr    Ort: Katholisches Forum, Propsteihof 10, 44137 Dortmund



Sure 4,34: ein einziges Wort und seine große Wirkung


Frauenfeindlich oder geschlechtergerecht – wie ist der Koran zu verstehen? Insbesondere die Sure 4,34 ist oft so ausgelegt worden, dass laut  Koran Gewalt gegen Frauen zulässig ist. Neue Forschungen sehen dies jedoch anders und kommen zu einem differenzierteren Bild. Diese Forschungen und ihre Ergebnisse sollen vorgestellt und diskutiert werden.


Referentin: Rabeya Müller, Autorin, Imamin der MGR, ZIF Köln


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21.September 2016 (Mittwoch)    19.30 Uhr    Ort: Reinoldinum, Schwanenwall 34, 44135 Dortmund


Festmahl am Himmelstisch - Wie Mahl feiern Juden, Christen und Muslime verbindet


Juden feiern Pessach, Christen Ostern, und Muslime bitten Gott, einen Tisch vom Himmel zu senden (Koran, Sure 5), an dem die Gläubigen Platz nehmen. Mahl zu feiern stiftet also eine enge Verbindung zwischen den drei großen Religionen. Der Referent beschreibt an diesem Abend diese bisher kaum gesehene Verbindung. Wenn Christen das österliche Mahl feiern, sind auch die anderen Religionen gegenwärtig, so Kuschels These, die er durch historische und systematische Argumentation belegen kann, ohne die anderen Religionen zu vereinnahmen. Eine Erkenntnis von besonderer Tragweite, die das Gespräch zwischen Juden, Christen und Muslimen befruchten dürfte und vielleicht auch in Dortmund zum gemeinsamen Feiern anstiftet.



Referent: Prof. em. Dr. Karl-Josef Kuschel, Tübingen


Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V., der Volkshochschule Dortmund, dem Evangelischen Kirchenkreis Dortmund und Lünen/Evangelischen Bildungswerk und Schulreferat und dem Katholischen Bildungswerk im Dekanate Dortmund e.V. statt.


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25.Oktober 2016    19.30 Uhr    Ort: Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a, 44145 Dortmund



Gottes Geist in Bibel und Koran


Sowohl in der Bibel als auch – weniger bekannt – im Koran finden sich vielfältige differenzierte  Aussagen zu  Gottes Geist (ruach/ruh) und dessen Wirken.
An diesem Abend möchten wir exemplarisch versuchen, uns  diesen  in beiden heiligen Schriften zu nähern, um anschließend  darüber ins Gespräch zu kommen, welche Bedeutung diese Aussagen für uns heutige Menschen haben können.

Referentin/Referent:
Almut Begemann, Ev. Pfarrerin,
  Stadtkirche St. Petri Dortmund
Hüseyin Inam, Islamischer Theologe, Herne


 

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22. November 2016     19.00 Uhr    Ort: Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a, 44145 Dortmund


Interreligiöses  Gebet


Zum 21. Mal findet 2016 das Interreligiöse Gebet Dortmund statt, ein Friedensgebet für die Stadt - gemeinsam vorbereitet und veranstaltet von Menschen aus den vier abrahamischen Religionen Judentum, Christentum, Islam und Bahá’í-Religion. Über das genaue Thema wird erst in der Vorbereitung im Laufe des Jahres entschieden. Genaueres wird zeitnah in der Tagespresse und durch einen eigenen Flyer bekannt gegeben.


 








 
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Hans Steinkamp,
27.01.2016, 01:03
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