Islamseminar 2016

22. November 2016     19.00 Uhr    Ort: Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtschneider-Str. 8a, 44145 Dortmund
 


21. Interreligiöses  Gebet


Unsere Zukunft - starr vor Angst oder lebendig in der Hoffnung?


In Zeiten großer Veränderungen und zunehmender Unsicherheiten möchten wir mit Ihnen beim 21. Interreligiösen Gebet in den Heiligen Schriften nach Perspektiven der Hoffnung suchen.


Unsere Zukunft – wie wird sie aussehen?

Für viele scheint die Perspektive eher düster. „Die Deutschen sorgen sich um ihre Zukunft“ titelte eine Zeitung und eine Umfrage ermittelte, dass nur 24% der Frauen und 40% der Männer positiv in die Zukunft schauen.


Wo liegen die Ursachen?

Weltweit treten Kriege und humane Missstände durch die globale Vernetzung und den medialen Fokus immer deutlicher zu Tage. Terrormilizen morden wahllos Männer, Frauen und Kinder. Regionale Konflikte, Klimakatastrophen und Ressourcenknappheit veranlassen Menschen zu fliehen. Sie erreichen in wachsender Zahl Europa und auch Deutschland.


Dies trifft das Vereinte Europa in einer Zeit von Finanzkrisen. Nationales Denken erstarkt und ein Rechtsruck ist erkennbar. In allen Bereichen der Gesellschaft wächst die Gewaltbereitschaft.


Die Auswirkungen spüren wir auch bei uns. Die Ausgrenzung von Juden und Muslimen ist kein Tabuthema mehr. Judenhass und Islamfeindlichkeit nehmen zu.


Aber auch das ehrenamtliche Engagement für Menschen in Not wächst zusehends.


Allgemein herrscht Unsicherheit und ein diffuses Klima der Angst. Oftmals ist es die Angst um das Erreichte, um den Besitz, um den Lebensstandard.


Wie geht es weiter?


Die einen sagen:

Die Fremden gehören nicht zu uns. Sie gefährden uns.

Wir müssen uns absichern: unsere Grenzen, unseren Wohlstand, unseren Lebensstandard  -

notfalls auch mit Zäunen an den Grenzen und  mehr Soldaten und mehr Waffen.

Alles soll so bleiben, wie es ist!


Die anderen sagen:

Alles soll so bleiben, wie es ist?

Die Welt ändert sich ständig.

Es gibt keine absolute Sicherheit.


Die vielfältigen Veränderungen fordern uns heraus.

Wir stellen uns ihnen offenen Herzens. So ruft die große Anzahl der Flüchtlinge eine unvorstellbare Welle der Hilfsbereitschaft quer durch alle Bevölkerungsschichten und Religionen hervor. Neben Trauer und Verzweiflung nach den Terroranschlägen bringen wir auch Solidarität und Mitmenschlichkeit zum Vorschein.


Wir sind überzeugt, mit der Perspektive lebendiger Hoffnung und im Vertrauen auf Gott der Verschiedenheit der Menschen und den aktuellen Herausforderungen in unserem Land, in unserer Stadt begegnen zu können.


Deshalb laden wir, die Juden, die Christen, die Muslime und die Bahá’í in Dortmund, Sie herzlich ein.




Das Jahresprogramm 2017 erscheint spätesten im November 2016 auf dieser Internetseite!





Vorankündigung für Januar 2017



Dienstag, 31.01.2017, 19.30 Uhr   Al-Fath-Moschee, Mallinckrodstr. 186a

Barmherzigkeit – aus christlicher und islamischer Sicht

Bibel wie Koran und die Traditionen beider Religionen betonen an vielen Stellen, dass Barmherzigkeit  eine Grundvoraussetzung des menschlichen Miteinanders ist. Um dies zu unterstreichen, hat Papst Franziskus das Jahr 2015/16 zum Jahr der Barmherzigkeit erklärt. In der islamischen Theologie im deutschsprachigen Raum ist Barmherzigkeit in der aktuellen Diskussion.
An diesem Abend möchten wir uns damit beschäftigen, wie – unter Würdigung der historischen Quellen – Barmherzigkeit heute verstanden und gelebt werden kann.

Referierende:
Ahmad Aweimer, Imam, Bochum/Dortmund
Karin Stump, Dipl. Theologin,  Mitarbeiterin im Katholischen Forum Dortmund


















 
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Hans Steinkamp,
27.01.2016, 01:03
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