Islamseminar 2017

DIENSTAG, 25.04.2017, 19.30 Uhr  Ort: Abu-Bakr-Moschee,  Carl-Holtschneider-Str. 8a

Wie wandelbar ist unsere Religion? – aus christlicher Sicht
 
2017 wird das 500. Reformationsjubiläum gefeiert. Vor 500 Jahren hat Martin Luther den Wandel in der westlichen Kirche angestoßen.
Vieles, was heute in der katholischen Kirche als selbstverständlich gilt, ist eine Folge des zweiten Vatikanischen Konzils. Vor mehr als 50 Jahren wurden wegweisende Erneuerungen beschlossen; diese Veränderungen hatten unter anderem Einfluss auf die Ökumene und den interreligiösen Dialog.
Doch wie sieht es aktuell aus? Welche Veränderungen in der Gesellschaft und im Glauben beschäftigen heute die Geistlichen und die Gläubigen? Welche Auswirkungen hat das möglicherweise auf die Ökumene und den Interreligiösen Dialog? Wie verändert sich die Gemeinschaft der Gläubigen?

Referent:
Georg Borgschulte, Dipl.-Theologe (kath.), Dipl.-Pädagoge, Berater, Dortmund


DIENSTAG 13.06.2017, 20.30 Uhr Ort: Bildungszentrum, Iggelhorst 26-28

Ramadan - der Fastenmonat

Wie in jedem Jahr laden die Muslime im Trägerkreis des Islamseminars zum traditionellen Fastenbrechen (Iftar) ein, diesmal ins das Bildungszentrum der Al-Fath-Moschee in Dorstfeld. Vor dem gemeinsamen Essen und Trinken wird es einen Kurzvortrag des Imams zur Bedeutung der Nacht der Bestimmung (arabisch: Lailat al-Qadr) geben.

Referent:
Driss Elmouzazi
, Imam
Gastgeber: Verein der Kulturfreunde Dortmund e.V./Al-Fath-Moschee in Dorstfeld



22. Interreligiöses Gebet für Frieden und Versöhnung

Zum 22. Mal findet in Dortmund ein Interreligiöses Gebet für Frieden und Versöhnung statt, das gemeinsam von Juden, Christen, Muslimen und der Bahá'í-Gemeinde vorbereitet und veranstaltet wird.
Da es erst im Laufe des Jahres geplant wird, stehen Thema, genauer Termin und Ort zur Zeit noch nicht fest.
Sie werden aber rechtzeitig in einem eigenen Flyer und durch Presseinformation bekannt gegeben.



DIENSTAG  17.10.201, 19.30 Uhr  Ort: Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Steinstraße 48

Dschihad

Der Begriff „Dschihad“ ist den meisten Nichtmuslimen nur in der Bedeutung eines sogenannten „Heiligen Krieges“ bekannt. Dieses einseitige Bild ist dadurch verstärkt worden, dass in den letzten Jahren Gruppen, die sich auf den Islam berufen, viele Gewalttaten begangen haben. Die Medien haben den Begriff aufgegriffen und sprechen in Bezug auf das Handeln von Gewalttätern mit muslimischem Hintergrund oftmals gar von „Dschihadismus“. Dabei ist der Begriff „Dschihad“ deutlich vielschichtiger und für Muslime auch für die persönliche Frömmigkeit bedeutsam. Wie kann man als Muslim heute noch mit diesem Begriff umgehen? Wie kann er insbesondere aus religionspädagogischer Sicht auch im islamischen Religionsunterricht behandelt werden?

Referent:
Bernd Ridwan Bauknecht, Islamwissenschaftler, islamischer Religionslehrer, ehemaliges Mitglied der Deutschen Islamkonferenz, Bonn

Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. statt.


DIENSTAG. 28.11.2017, 19.30 Uhr  Ort: Gemeindehaus St. Joseph, Münsterstr. 59

Jakob/ Israel - Yakub – aus biblischer und koranischer Perspektive

Wer war er? Der Betrüger ? Der Gotteskämpfer ? Der Patriarch ? Der Prophet ? Was überliefern die Heiligen Schriften von ihm? Was bedeutet er für uns heute?
Mit diesen Fragen wollen wir uns aus drei Perspektiven - der jüdischen, der christlichen und der muslimischen - dieser Person des Glaubens annähern.


Referenten:
Baruch Babaev, Rabbiner, Jüdische Kultusgemeinde Groß-Dortmund
Imad Mouhssine, Vorsitzender des Vereins der Kulturfreunde Dortmund e.V./Al-Fath-Moschee
Ansgar Schocke, Pfarrer der Katholischen Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige


Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Dortmund e.V. und der Katholischen Pfarrgemeinde Hl. Dreikönige statt.



Nachruf

Zum Gedenken an Dr. Aloys Butzkamm



Am Mittwoch, 28. Dezember 2016 ist Pastor. i.R. Dr. Aloys Butzkamm 81-jährig in Dortmund verstorben.  

Als Islambeauftragter der Katholischen Stadtkirche Dortmund und Ansprechpartner für Fragen des Islams im Erzbistum Paderborn war er der Arbeit des Dortmunder Islamseminars über zwei Jahrzehnte eng verbunden. 

Dr. Butzkamm war ein Mann großer ökumenischer Offenheit und mit großem Interesse an anderen Religionen.  

Aus seinem theologischen und kunstgeschichtlichen Wissen heraus war er ein gefragter Reiseleiter zu den Stätten der Bibel insbesondere im Heiligen Land.

Zum Heiligen Land hatte er ein besonders inniges Verhältnis und so passte dazu auch, dass er eine Rehe Jahre Diözesanvorsitzender des
Deutschen Vereins vom Heiligen Lande im Erzbistum Paderborn war.  

Sein Interesse an anderen Religionen zeigte sich schon früh, so erschien sein erstes Buch schon im Jahre 1973 unter dem Titel „Allah ist größer, die Welt des Islam“.  

So war er auch 1996 katholischer Vertreter im Vorbereitungskreis des Interreligiösen Gebets in Dortmund, als dies 1996 ins Leben gerufen wurde. Seine Ansprachen bei den Interreligiösen Gebeten bis 1998 zeigen Weite, Tiefgang und vorausschauende Visionen für ein Miteinander der abrahamischen Religionen.

Längere Zeit hielt sich Dr. Butzkamm 2000 / 2001 in Jerusalem auf und unterrichtete an der dortigen Dormitio-Abtei der Benediktiner.  

Einen großen Wunsch konnte er sich dann 2010 noch einmal erfüllen, als er für einige Monate eine Pfarrvertretung an der Deutschen katholischen Gemeinde Sankt Paul in Istanbul wahrnehmen durfte.  

Aloys Butzkamm veröffentlichte eine Vielzahl von Büchern zur Kunstgeschichte, zum interreligiösen Dialog mit dem Islam und zu Theologie und Psychologie. Ein Verzeichnis seiner Werke findet sich unter de.wikipedia.org/wiki/Aloys_Butzkamm.  

Aloys Butzkamm war auch ein gesuchter Vortragsredner zu den genannten Themenbereichen und so hat er mehrfach auch bei Veranstaltungen des Islamseminars als Referent mitgewirkt.  

Dr. Butzkamm hat sich in hervorragender Weise für das Anliegen des christlich-islamischen Dialogs im Bereich der römisch-katholischen Kirche eingesetzt. Wir, als Dialogaktive, haben ihm viel zu verdanken.  

Wir werden Aloys Butzkamm vermissen, als Gesprächspartner und Freund unserer Arbeit, aber auch als einen Menschen, der aufgrund seiner vielfältigen Erfahrungen so manches zu erzählen wusste. 

Möge er in Frieden ruhen – im Frieden Gottes des EINEN und im Frieden Jesu Christi, dessen Weg er sich immer verpflichtet wusste. 
 

Wir wollen ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


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S Nie,
01.03.2017, 03:23
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