Zukunftsfähige Nutzungen für Gadenlandschaften im Glarnerland: Neue Wege für ungenutzte Bauten
Das Projekt
Gäden prägen das Landschaftsbild im Glarnerland seit Jahrhunderten. Doch viele stehen leer, und der Substanzverlust schreitet still voran. Architekt Reto Fuchs, Placemaking-Experte Christian Müller (gutundgut) und Landschaftsentwickler Enrico Celio (incolab) wollen das ändern – mit einem Projekt, das der Bund als eines von 32 Modellvorhaben «Nachhaltige Raumentwicklung 2025–2030» ausgewählt hat.
Das Ziel besteht darin, Gadenlandschaften durch tragfähige, neue Nutzungen zu bewahren – für einen sanften Tourismus, für die Landwirtschaft und für die Region.
Das revidierte Raumplanungsgesetz (RPG 2) schafft mit dem erstmals erlaubten Gebietsansatz neue Möglichkeiten: Nicht jedes Gebäude wird einzeln beurteilt, sondern der Kanton betrachtet ganze Landschaften als Einheit. Das eröffnet Spielräume für neue Nutzungen – sofern die Lösungen stimmen.
Gemeinsam mit Eigentümerinnen und Eigentümer, der Bevölkerung und Gästen wollen wir diese Chance nutzen.
So gehen wir vor
Schritt 1 – Inventar
Zuerst wurden zahlreiche Gäden im Kanton Glarus erfasst – qualitativ und quantitativ. Jetzt ist besser bekannt, was vorhanden ist und wo möglicher Handlungsbedarf besteht.
Schritt 2 – Ideenbriefkasten
Jetzt bist du gefragt: Bevölkerung, Eigentümerinnen und Eigentümer, lokal Beteiligte oder einfach jemand mit einer guten Idee sind eingeladen, ihre Ideen für eine Umnutzung einzubringen. Wer mitdenkt, gestaltet mit, als Ideengeberin oder Ideengeber und als spätere Umsetzerin oder Umsetzer. Alle Ideen fliessen in den Prozess ein und wer mitmacht, kann etwas gewinnen:
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Schritt 3 – Testen und Lernen
An konkreten Ort(en) im Kanton werden die vielversprechendsten Ideen gemeinsam mit den Beteiligten entwickelt. Sanfter Tourismus, Agrotourismus, neue Formen der Bewirtschaftung – was tragfähig ist, zeigt sich im Dialog.
Schritt 4 – Betriebsmodelle
Gute Ideen scheitern oft an der Umsetzung. Deshalb werden Modelle entwickelt, die langfristig wirtschaftlich und organisatorisch funktionieren.
Projekt Team
Reto Fuchs, Atelier Freienstein
Christian Müller, gutundgut
Enrico Celio, incolab
Heinrich Speich, Hespe
Projekt Partner
Gemeinde Glarus
Gemeinde Glarus Nord
Gemeinde Glarus Süd
Kanton Glarus
Stiftung Pro Elm
Stiftung Landschaftsschutz Schweiz
Alpkorporation Bischof
Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)
Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)
Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)