Bilder, Töne und Videos sind ein wichtiger Bestandteil von Webseiten. Sie werden in der Regel von den Besuchern der Webseite zuerst angesehen und transportieren Emotionen.
Medien unterstützen das Verständnis eines geschriebenen Textes.
Bei der Verwendung von Medien aber müssen einige Regeln beachtet werden:
Nicht alle Formate eigenen sich für alle Inhalte. Welche Dateiformate eigenen sich also für welche Inhalte?
Die Dateigrösse hat einen grossen Einfluss darauf, wie schnell die Webseite ladet. Wie kann die Dateigrösse von Medien verändert werden?
Mit welchen HTML-Elementen werden Medien korrekt in die Webseite eingebunden?
G5: Ich kann unterschiedliche Medienformate aufzählen und kann erklären, für welche Art von Inhalt sich diese eigenen.
F5: Ich kann unterschiedliche Medienformate in eine Webseite integrieren (z.B. Bild, Video, Audio)
E5: Ich kann meine Webseite mit unterschiedlichen Medien anreichern (z.B. Layout- und Inhaltsbilder, Multimedia)
Moderne Digitalkameras produzieren Bilder mit einer Auflösung von 6000x4000 Pixeln und einem Gewicht von ca. 40MB. Diese Bilder können auf einer Webseite eingebunden werden - das macht aber überhaupt keinen Sinn. Das Laden dieser Bilder dauert auch bei einer schnellen Datenleitung viel zu lange und auch hochauflösende Bildschirme können nicht alle Pixel dieses Bildes darstellen.
Deshalb müssen diese Bilder in ein für Browser sinnvolles Format und eine sinnvolle Grösse konvertiert werden.
Bei der verlustbehaftete Kompression werden irrelevante Informationen aus einer Datei entfernt. Die Datei wird kleiner und lädt dadurch schneller.
Der ursprüngliche Zustand der Daten kann NICHT wieder hergestellt werden.
In der optischen Wahrnehmung des Menschen werden Helligkeitsunterschiede der gleichen Farbe weniger stark aufgelöst. Dadurch lassen sich gleichfarbige Flächen mit unterschiedlicher Helligkeit gut zusammenfassen. Daraus entstehen bei hoher Kompression Kompressionsartefakte, welche vorwiegend bei im Format JPG sichtbar werden.
Bei der verlustfreien Kompression können die Originaldaten exakt aus den komprimierten Daten wiederhergestellt werden. Dabei geht keinerlei Information verloren. Je nach Inhalt wird die Datei mehr oder weniger stark verkleinert. Die Dateigrösse ist verändert sich weniger stark als bei einem Format mit verlustbehafteter Kompression.
Im Wesentlichen nutzen verlustfreie Kompressionsverfahren die Redundanz von Daten aus. Mehrfach vorhandene Informationen in einer Datei werden in einer Tabelle abgelegt und bei einem wiederholten Auftreten derselben Information aus der Tabelle gelesen. Dabei ist es wichtig, dass der benötigte Speicherplatz für die Tabelle den Speicherplatz der Originaldatei nicht übersteigt:
Ausgangstext: AUCH EIN KLEINER BEITRAG IST EIN BEITRAG
Kodiertext: AUCH EIN KLEINER BEITRAG IST /2 /4
Wörterbuchmethode:
Ausgangstext: Print "Hallo"; Print "Hier"
Kodiertext: 3F "Hallo"; 3F "Hier"
Run Length Encoding (RLE):
Ausgangstext: In den letzten Tagen betrug die Temperatur 10 Grad, 10 Grad, 10 Grad, und dann 14 Grad.
Kodiertext: In den letzten Tagen betrug die Temperatur/3/ 10 Grad,/ und dann 14 Grad.
GIF: entfernt verlustbehaftet einen gossen Teil der Farben aus einem Bild, es bleiben 255 unterschiedliche Farben übrig
JPEG: die verlustbehaftete Kompression kann mit einem Wert zwischen 0 und 100 angegeben werden.
100 = wenig Kompression > grosses File
0= viel Kompression > kleines File
PNG: verlustfreies Bildformat > daher eher grosses File, dafür sehr detailliert.
AVIF / WEBP: neue Bildformate, verlustfreie und verlustbehaftete Kompression möglich, noch nicht in allen Browsern integriert.
https://caniuse.com/?search=avif
https://caniuse.com/?search=webp
SVG: Scalable Vector Grafic - Vektorbasiertes Bildformat, die Informationen werden mit Koordinaten beschrieben, kann verlustfrei vergrössert und verkleinert werden.
Weiterführende Informationen zu Bildformaten:
https://caniuse.com/ gibt Auskunft über die Kompatibilität von Bild-Formaten.
<img src="folder/image.format" alt="Bildbeschreibung">
Meistens werden über das <audio>-Element lokale Töne in eine Webseite eingebunden.
https://caniuse.com/ gibt Auskunft über die Kompatibilität von Audio-Formaten.
<audio controls>
<source src="folder/sound.format" type="MIME-Type of src">
</audio>
Weiterführende Informationen zu Audioformaten:
Meistens werden über das <video>-Element lokale Filme in eine Webseite eingebunden.
https://caniuse.com/ gibt Auskunft über die Kompatibilität von Video-Formaten.
<video controls>
<source src="folder/video.format" type="MIME-Type of src">
</video>
Weiterführende Informationen zu Videoformaten:
Zum Beispiel lassen sich über einen iFrame Google Karten, Youtube-Filme oder PDF-Dokumente in eine Webseite einbinden. Meistens bieten die Anwendungen einen direkten Export des iFrame-Codes.
<iframe src="URL zum Inhalt" width="breite" height="höhe" style="CSS-Anweisungen"></iframe>
Grundsätzlich sind die meisten Inhalte mit einem Urheberrecht belegt. Der Urheber bestimmt, wie sein Inhalt verwendet werden darf. Deshalb ist es immer angebracht, bei der öffentlich zugänglichen Verwendung fremder Inhalten den Urheber um Erlaubnis zu bitten.
Alternativ können Inhalte verwendet werden, welche Public Domain sind - also aufgrund von ihrem Alter mit keinem Urheberrecht belegt sind - oder aber vom Urheber mit einer Lizenz belegt sind, welche das Wiederverwenden erlauben.
Verwendung von Medien auf Webseiten:
Einbinden:
<img> https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/HTML/Element/img
<video> https://developer.mozilla.org/de/docs/Web/HTML/Element/video
<audio> https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/HTML/Element/audio
<iframe> https://developer.mozilla.org/en-US/docs/Web/HTML/Element/iframe
Rechtliche Grundlagen:
Beispieldateien:
Freie Bilder:
Lizenzfreie Musik:
HTML Quiz: