2012-06-05

EIN JAHR ÖFFNUNG DES ARBEITSMARKTES

Auswirkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit der osteuropäischen EU-Mitgliedsländer auf Wirtschaft und Beschäftigung in Österreich.

Die Schlossgespräche am

5.6.2012 um 19:00 Uhr im Schloss Hernstein

widmen sich dem Thema "Arbeitsmigration".

26.806 Personen aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten sind seit dem 1. Mai 2011 nach Österreich gekommen, um hier zu arbeiten. Mehr als die Hälfte wohnt (resp. wohnte bereits) in Österreich. Knapp 12.500 Personen pendeln aus dem Ausland herein, vorwiegend aus Ungarn und der Slowakei.

Damit blieb der von einigen befürchtete Massenansturm zunächst aus. Die meisten osteuropäischen Arbeitsmigranten kamen aus Ungarn, der Slowakei und Polen. Für die jüngsten Beitrittsländer Bulgarien und Rumänien gelten noch Übergangsbestimmungen. Erst ab 2014 dürfen Bürger dieser Länder ohne Einschränkungen nach Österreich sowie in die anderen EU-Länder, um Arbeitsangebote anzunehmen.

In Deutschland fiel die Quote der Arbeitsmigranten aus Osteuropa noch geringer aus. Etwa 80.000 Personen zog es zu unseren nördlichen Nachbarn, wobei Bayern eindeutig am Beliebtesten war.

Wien und Niederösterreich waren in Österreich die bevorzugten Destinationen. Überraschen dürfte, dass nur etwa ein Drittel der Arbeitssuchenden Frauen waren. Weniger überraschend sind die favorisierten Branchen: Vor allem am Bau und im Tourismus sowie in der Landwirtschaft wurden Jobs angenommen.

Ein anderer Effekt der Arbeitsmarktöffnung liegt laut AMS im deutlichen Rückgang der Schwarzarbeit sowie in Mehreinnahmen für Österreichs Sozialversicherung und Finanzministerium in der Höhe von ca. 350 Millionen Euro.

Dennoch zeigen sich unerfreuliche Auswirkungen, besonders für die Bauwirtschaft: Firmen aus Osteuropa haben zum Teil mit aggressiven Angeboten versucht in Österreich Fuß zu fassen. "Es ist härter geworden am Bau", meinte sodann auch Sozialminister Hundstorfer im Ö1-Morgenjournal vom 30.4.2012.

Grund genug also für das Wirtschaftforum Triestingtal im Rahmen eines Schlossgesprächs einen detaillierten Blick auf die Fakten und den Alltag in diesem Thema zu werfen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Bitte um Ihre Anmeldung per Email: Hier klicken!

Für einen Imbiss und Erfrischungen ist gesorgt.

Als Gäste bei unseren nächsten Schossgesprächen begrüssen wir:

KR Franz Bamberger, Franz Bamberger GmbH

Baumeister und Steinmetz,

Geschäftsführender Gesellschafter des

Steinmetzbetriebes Franz Bamberger GmbH

in Traiskirchen, www.marmorwelt.com;

Jahrgang 1943, Bundesinnungsmeister der Steinmetze,

Mitglied der Sektionsleitung Bundessektion Gewerbe,

Vizepräsident des UEAPME, Präsident IFA, Präsident IBW,

Hobbies: Tennis, Golf.

Mag. Robert MADAS, GfK Austria GmbH

Account Manager,

GfK Austria GmbH, Wien, www.gfk.at;

Präsentation einer Studie zum Thema Arbeitsmarktöffnung.

ADir. Wolfgang STEINER, Finanzpolizei Baden

Teamleiter der Finanzpolizei für Baden und Mödling,

berichtet über praktische Erfarhungen bei der Prüfung

von Unternehmen hinsichtlich der korrekten

Beschäftigung von Arbeitsmigranten.

www.bmf.gv.at/finanzpolizei

Mit freundlicher Unterstützung von:

KR TR Franz Bamberger, Franz Bamberger GmbH

Mag. Robert Madas, GfK Austria GmbH

ADir. Wolfgang Steiner, Leiter Finanzpolizei Baden/Mödling

Diese Veranstaltung wird im Rahmen des ETZ-Projektes REGIONETaktív gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum Triestingtal umgesetzt. www.regionet-aktiv.eu