Wissenschaftlicher Hintergrund (2011 bis heute)

Die Entwicklung des Reha-Aquabikes basiert auf langjähriger wissenschaftlicher Forschung zur Bewegung und Leistungsphysiologie im Wasser. Unter der Leitung von Dr. Matthias Fenzl wurden in mehreren Studien grundlegende Fragestellungen zur Trainingssteuerung, Leistungsdiagnostik und kardiovaskulären Reaktion bei körperlicher Belastung im Wasser untersucht.

Diese Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse zu den besonderen physiologischen Bedingungen des Trainings im Wasser, insbesondere im Vergleich zu landbasierten Belastungsformen. Sie bilden die methodische und konzeptionelle Grundlage für die Weiterentwicklung wasserbasierter Therapieansätze.

Bisherige Studien (Grundlagenforschung im Wasser)

Die folgenden Studien untersuchten grundlegende physiologische, leistungsdiagnostische und metabolische Fragestellungen des Trainings im Wasser. Sie bilden die wissenschaftliche Basis für die spätere klinische Anwendung.

Transfer in die MS-Forschung (aktuelle klinische Phase)

Auf diesem gewonnenen Wissen baut das aktuelle Projekt auf. Während sich die genannten Studien primär mit gesunden Proband:innen oder spezifischen Zielgruppen befassten, adressiert die laufende klinische Forschung erstmals systematisch Menschen mit fortgeschrittener Multipler Sklerose. Ziel ist es, die Übertragbarkeit dieser physiologischen Erkenntnisse auf eine klinisch relevante Patientengruppe zu untersuchen und evidenzbasiert einzuordnen.

Rolle der Technik als Enabler der Wassertherapie

Das Reha-Aquabike ist als forschungsnahes Trainings- und Untersuchungsgerät konzipiert. Es ermöglicht eine präzise, individuell steuerbare Belastung im Wasser und schafft damit die Voraussetzungen für eine strukturierte, evidenzbasierte Untersuchung wasserbasierter Bewegungstherapie.

Im Kontext der klinischen Studie dient das Reha-Aquabike nicht als isolierte Therapie, sondern als technisches Hilfsmittel, um therapeutische Interventionen reproduzierbar, sicher und wissenschaftlich nachvollziehbar umzusetzen. Der klinische Nutzen und die therapeutische Relevanz werden im Rahmen der aktuellen Studienphase systematisch geprüft.

Langfristig sollen die gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen, den Einsatz technikgestützter Wassertherapie in der Rehabilitation fundiert zu bewerten und – bei entsprechendem Nachweis – in bestehende Behandlungskonzepte zu integrieren.