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Zahnspangen – Behandlung und Kosten

Was genau sind Zahnspangen?

Zahnspangen sind Geräte, die direkt auf die Zähne gesetzt werden, um sie zu verschieben. Für die meisten von uns sind Zahnspangen die gebräuchlichste Methode, um optimal ausgerichtete Zähne zu erreichen. Neben der Zahnkorrektur werden Zahnspangen verwendet, um das Verhältnis zwischen Ober- und Unterkiefer zu verbessern. Die Zahnspange für die Zahnkorrektur gehört zu den Spezialgebieten der "Kieferorthopädie", der Untersuchung und Behandlung von Fehlbissen (Malokklusion). Die kieferorthopädische Behandlung mit Zahnspangen dient sowohl der kosmetischen als auch der funktionellen Verbesserung der Zahnstellung. Falls Sie auf der Suche nach einem passenden Behandler sind, dann schauen Sie doch mal bei Zahnarzt in Regensburg vorbei.

Die "Klammern" sind die eigentlichen Geräte, die an den Zähnen befestigt werden. Sie bestehen in der Regel aus sogenannten "Brackets", die mit den Zähnen verbunden sind, und einem Metalldraht, der in die Brackets eingeführt wird. Die Metalldrähte werden "angezogen" und arbeiten mit den Brackets zusammen, um die Zähne in die gewünschte Position zu bringen. Es gibt auch andere Komponenten, die in Verbindung mit Zahnspangen verwendet werden, um Zähne, Kiefer und Knochen zu bewegen, wie z.B. Kopfbedeckungen und Dehnungsgeräte. Während die Kieferorthopädie an der Bewegung der Zähne arbeitet, wird manchmal mit dem Gesichtsknochenwachstum gearbeitet, um günstige Kieferabmessungen und -verhältnisse zu erreichen.

Wer ist ein guter Kandidat für eine Zahnspange?

Die Zahnspange kann für jede Altersgruppe geeignet sein, aber es gibt optimale Zeiten für den Beginn der Behandlung. Heutzutage wird empfohlen, dass Kinder im Alter von 7 Jahren eine kieferorthopädische Untersuchung durchführen lassen, um festzustellen, ob ein frühzeitiges Eingreifen notwendig oder vorteilhaft ist. Wenn empfohlen, optimiert ein frühzeitiges Eingreifen die Ergebnisse, indem es das Skelettknochenwachstum eines Kindes nutzt, und kann eine zweiphasige kieferorthopädische Behandlung erfordern.

Die erste Phase ("Phase 1") wird als interzeptive kieferorthopädische Behandlung betrachtet, da sie die Überfüllung der Zähne oder Bissprobleme in einem frühen Alter behandelt. Als Beispiel für eine interzeptive Behandlung kann ein schmaler Oberkiefer, der überfüllte Zähne hat und nicht richtig zum Unterkiefer passt, mit einem Expansionsgerät, dem so genannten "Gaumenexpander", verbreitert werden. Dadurch kann sich der Oberkiefer besser mit dem Unterkiefer ausrichten und die Oberkieferzähne passen besser zusammen. Die Erweiterung des Gaumens kann nur während eines kleinen Zeitfensters bei einem heranwachsenden Kind erfolgen, bevor der Knochen zu weit entwickelt ist, um sich zu verändern. Während der "ersten Phase" können je nach Situation Zahnspangen verwendet werden oder auch nicht. Nach der "ersten Phase" gibt es eine Ruhephase, in der die meisten oder alle bleibenden Zähne eingesetzt werden können.

Etwa im Alter von 12 oder 13 Jahren kann die "Phase 2"-Behandlung beginnen. In dieser Phase wird die Ausrichtung aller bleibenden Zähne mit Vollspangen behandelt.

Wenn das Zeitfenster für eine zweiphasige kieferorthopädische Behandlung bereits abgelaufen ist, können mit nur einer Behandlungsphase noch Ergebnisse erzielt werden. Wenn es jedoch zu einer erheblichen Überfüllung der Zähne kommt, können Zahnextraktionen erforderlich sein, um Platz für die Ausrichtung der Zähne zu schaffen.

Eine weitere Methode, um Raum für Zahnbewegungen zu schaffen, ist die "Interproximale Reduktion" (IPR). IPR beinhaltet eine minimale Entfernung der Zahnsubstanz an den Seiten der Zähne, um mehr Platz zu schaffen. Diese Methode beschränkt sich auf eine leichte Überfüllung der Zähne.

Grundsätzlich kann jeder, der gerade Zähne haben oder seinen Biss verbessern möchte, ein guter Kandidat für eine Zahnspange sein. Eine gründliche Beurteilung mit einem qualifizierten Arzt ist sehr wichtig, um festzustellen, ob man ein guter Kandidat für eine Zahnspange ist.

Es gibt heutzutage mehrere verschiedene Arten von Zahnspangen. Die Wahl des richtigen Typs hängt von verschiedenen Faktoren wie Ästhetik, Kosten und Allergien ab.

Drahtgebundene Zahnspangen aus Metall: Dies sind die gebräuchlichsten und traditionellsten Zahnspangen. Sie sind in der Regel aus Edelstahl gefertigt. Metallbügel werden auf den Zähnen befestigt (geklebt) und sichern einen Draht mit elastischen Bändern aus Gummi. Als Alternative zur Verwendung von elastischen Bändern werden "selbstligierende" Halterungen verwendet, um den Draht zu befestigen.

Keramische Drahtbrücken: Auch als "klare Zahnspange" bezeichnet, stellen sie eine kosmetische Alternative zu den metallischen Zahnspangen dar. Die Brackets sind passend zur Zahnfarbe aus Keramik und es werden klare, elastische Bänder verwendet. Selbstligierende Keramikbrackets sind ebenfalls erhältlich. Der Nachteil von Keramikspangen ist, dass sie im Vergleich zu den Metallspangen bruchgefährdeter sind.

Lingualspange: Dies sind Zahnspangen, die auf der lingualen Oberfläche (Rückseite) der Zähne platziert werden und nicht gut sichtbar sind. Dies dient hauptsächlich kosmetischen Zwecken und verlängert in der Regel die Behandlungszeit.

Andere Metallstreben: Bei Nickelallergikern werden meist vergoldete Edelstahl- oder Titanbrackets verwendet.

Klare Ausrichthilfen: Diese Zahnspange besteht aus einem klaren Kunststoff, der ohne Verwendung von Brackets oder Drähten an den Zähnen individuell befestigt wird. Diese werden auch als "klare Zahnspange" bezeichnet und stellen eine sehr komfortable Behandlungsoption dar. Allerdings gibt es Einschränkungen bei dieser Methode. Klare Spangen können die Zähne nur in ihrer Position kippen und drehen. Umgekehrt ermöglicht die Verwendung von Brackets mit herkömmlichen Zahnspangen die Ganzkörperbewegung eines Zahnes (und seiner Wurzel) in die gewünschte Position.

Wie funktionieren Zahnspangen?

Die Zahnspange arbeitet langsam und kontrolliert mit Kraft und konstantem Druck. Bei herkömmlichen Zahnspangen übt der Draht, der an den Brackets befestigt wird, Druck auf die Zähne aus, um diese in eine bestimmte Richtung zu bewegen.

Die Zähne bewegen sich durch einen biomechanischen Prozess namens "Knochenumbau". Wenn Zahnspangen Druck auf einen Zahn ausüben, sind die "Parodontalmembran" und der diesen Zahn umgebende Knochen betroffen. Die Parodontalmembran umgibt einen Zahn vollständig und trägt wesentlich zur Verankerung des Zahnes im Knochen bei. Mit dem Druck der Zahnspange wird die Parodontalmembran eines Zahnes auf der einen Seite gestreckt und auf der anderen Seite komprimiert. Dadurch wird der Zahn effektiv aus seiner Halterung gelockert.

Die komprimierte Seite (die Druckrichtung) ist die Stelle, an der Knochen abgebaut wird, um die neue Position des Zahnes aufzunehmen, während die gestreckte Seite die Stelle ist, an der neuer Knochen hergestellt wird. Dieser Prozess muss sehr langsam durchgeführt werden und erklärt, warum das Tragen von Zahnspangen einige Zeit in Anspruch nehmen kann, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.