Die Wirkung:
Johanniskraut- oder auch Rotöle sind ein wunderbares, altes Heilmittel der Volksmedizin und finden seit jeher bei seelischen Verstimmungen, Hautproblemen und Schmerzen Anwendung. Bereits zu Zeiten Karls des Großen (ca. 768-814) zählte das Johanniskraut zu den 70 wichtigsten Heilpflanzen. Die Kraft des Johanniskrauts entsteht aus der Kombination von Hypericin (dem roten Farbstoff der Blüten) und Hyperforin. Johanniskrautöle gelten als antiviral, bakterizid und hindern Enzyme daran Dopamin (Glückshormon) in Noradrenalin (Stresshormon) umzuwandeln. Traditionell wird das Johanniskrautöl äußerlich angewendet bei stark beanspruchter, irritierter Haut oder zur Beruhigung der Haut nach leichten Verbrennungen wie z.B. einem Sonnenbrand. Als Massage- und Körperpflegeöl hilft es körperliche sowie seelische Verspannungen abzubauen und fördert somit ein besseres Ein- und Durchschlafen. Für eine Dornanwendung mit vorheriger Breussmassage sehr zu empfehlen.
Volkstümlich wird das Echte Johanniskraut auch als Herrgottsblut bezeichnet. Der Name bezieht sich auf Johannes den Täufer, da die Pflanze um den Johannistag (24. Juni) herum blüht.
Ich stelle mein Johnniskrautöl selbst her oder ich beziehe es Freunden von mir. Das Öl ist vegan, naturbelassen und kaltgepresst.
- ich sammle es erst im Juni oder Juli, wenn die Sonne schön scheint, um die Mittagszeit.
- Es darf nicht nass sein oder regnen, weil sonst die zarten Blüten verschimmeln.
- man zupft die Blüten ab
- alle abgezupften Blüten sollten locker in ein Glas gefüllt werden, das Glas sollte mindestens 3/4 voll sein.
- nun kommt ein gutes kalt gepresstes Öl darüber
- bei Öl scheiden sich die Geister. Ich nehme immer gutes Sonnenblumenöl, es kommt aus unserem Land und kann auch bei einer Mühle bezogen werden.
- Sonnenblumenöl hat fast identisch die gleichen Inhaltsstoffe wie Olivenöl. Jedoch wird heutzutage bei Olivenöl sehr viel gepantscht und in den Ländern wo es herkommt, wird viel gespritzt, was ich nicht im Öl drin haben möchte.
- es gibt einige Leute die nach der Mondphase handeln, ich nicht.
- Jeden Tag morgens und abends muss das Öl gut durchgerührt werden, um die Bläschen nach oben gehen zu lassen. Gleichzeitig hast Du auch so im Blick, dass das Öl nicht schimmelt (verschimmeltes darf man nicht mehr verwenden).
- hast Du das Öl auf einem schönen sonnigen Platz trocken stehen, scheint die Sonne drauf, achte drauf, dass sich kein Kondenswasser am Deckel absetzt.
- diese Prozedur des Rührens bitte immer 6 Wochen lang, darf auch 2 Wochen länger sein.
Danach geschieht das Abfiltern.
- ich filtere das Öl durch ein Tuch wie Leinen oder Baumwolle beim ersten Mal.
- das zweite Mal kann man (muss man aber nicht) durch einen Papier-Kaffeefilter filtern, um die feineren Substanzen herauszufiltern.
Ein Wort zur Lagerung:
- das Öl kann oral und äußerlich bis zum Ende des ersten Jahres genommen werden
- im zweiten Jahr kann man es ohne Probleme noch zur äußerlichen Anwendung nehmen oder auch zur Massage.
- da es aber nach Ende des ersten Jahres schnell ranzig werden kann, ist ja Öl, sollte man es auch innerlich wirklich nicht mehr nehmen.