Persönliche Entwicklung

Auf dem Weg zur sozialen Kooperation

Die Entwicklungsstufe der Menschheitsfamilie ist mit derjenigen vergleichbar, wie man sie aus der Entwicklungspsychologie von ca 3-jährigen Kindern kennt.

Kleine Kinder kennen hauptsächlich nur zwei Arten, mit Unerwünschtem oder Unangenehmem umzugehen: Flucht oder Beseitigung. Die Fähigkeiten, die erforderlich sind, um auf dialogische, kooperative, einander respektierende Weise miteinander an einem Konflikt zu arbeiten, werden erst imlaufe des 3. bis ca 9. Lebensjahres entwickelt, danach weiter erst die verschiedenen möglichen Methoden und Strategien dafür.

In der Aufbruchstimmung der 68er-Jahre wurden von vielen Gesellschaftsexperimenten (in Europa zB: Kommune K1, AAO, Waltershausen) auch Methoden entwickelt, mit internen persönlichen & sozialen Konflikten auf eine andere, bessere Weise umgehen zu können, ua auch die Gewaltfreie Kommunikation. Etliche dieser Konzepte existieren noch heute und wurden in der Zwischenzeit erfolgreich von anderen Gemeinschaften adaptiert und weiter entwickelt. Dazu gehören das #Forum und die Selbstdarstellung.

Siehe auch:

Es wird auch uns UBUNTern nicht erspart bleiben, uns mit uns selbst, jeder für sich und in der Gemeinschaft, auseinander zu setzen. Dies ist die wahre Herausforderung der nächsten Zeiten. Nicht noch so innovative Technologien werden uns retten, solange sie von einsamen, traurigen, rachsüchtigen, sich unverstanden fühlenden, kämpferischen, missmutigen und bösen (nicht böse im phänomenologischen Sinn, sondern böse auf andere, auf alle Menschen, imsinne von «erbost») Menschen bedient und verwendet werden.

Die #Selbstdarstellung und die #Materialaktion (heutzutage auch Ölaktion genannt):

​​Hervorgegangen aus der Kunstrichtung des Wiener Aktionismuswurde die Selbstdarstellung in der seinerzeitigen AAO entwickelt. Der (selbst-)therapeutische Sinn besteht darin, die eigenen Motive, Bilder, Emotionen, Wünsche, Erwartungen, Enttäuschungen, Vorstellungen dar zu stellen, wie ein Dar-Steller auf einer Bühne, als Schauspiel mit wahrem Inhalt.

Auf diese Weise gewinnt man Distanz zu sich selbst und kann sich erlauben, auch unangenehme und unerwünschte Seiten von sich selbst zu zeigen; es ist ja «nur» eine Darstellung. Man kann sich selbst betrachten und Dinge erfahren, die man vorher nicht wusste.

Die Selbstdarstellung wird als Schauspiel imkreise anderer inszeniert. Dadurch ist es sowohl eine Unterhaltung für alle, auch für einen selbst, wie auch eine sehr persönliche Äußerung. Die Zuschauer haben danach die Möglichkeit, Feedback zu geben und so einen Spiegel für den Selbstdarsteller zu liefern.

Das Forum:

In vielen Gemeinschaften ist es üblich, dass man im Forum zusammenkommt, die Häufigkeit variiert dabei von täglich bis zu 1x/Monat. Das Forum ist die Versammlung aller Gemeinschaftsmitglieder, meistens inform eines Gesprächskreises, wo sowohl sachliche Erfordernisse wie auch persönliche Themen platziert werden können.

Für den persönlichen Bereich bietet das #Forum Raum, Zeit & Aufmerksamkeit vonseiten aller. Soziale und zwischenmenschliche Konflikte und Differenzen können durch eine gemeinsame Selbstdarstellung der Konfliktpartner fast immer sehr rasch und «rückstandsfrei» aufgelöst werden, weil für alle sichtbar wird, worum es in Wahrheit geht. Die Lösung der symptomatischen Sachdifferenzen ist dann praktisch sofort erledigt.

Es ist eine blauäugige Illusion und eine Vermeidungsstrategie, darauf zu hoffen/warten, dass uns Meditationen, Affirmationen, Chanten und andere energetische (Fremd-)Manipulationen auf diesem Weg weiter bringen werden. Sie schaffen bestenfalls die dafür förderlichen Felder und energetische Dispositionen, welche uns unser diesbezügliches Tun deutlich erleichtern können.