Spielmannszug

Was wäre ein marschierendes Schützenbataillon ohne Spielmannszug?

Für uns Varlheider Schützen undenkbar!

Bereits im Gründungsjahr des Schützenvereins war es Tambourmajor Wilhelm Emshoff Varlheide Nr. 155 -

er war schon aktiver Spielmann im ersten Weltkrieg - der sich um Spielleute bemühte und den Spielmannszug gründete.


Als Spielleute wirkten mit:

Heinrich Dreier

Trommler

Varlheide

Hermann Kolbus

Trommler

Varlheide

Heinrich Emshoff

Flötist

Varlheide

Wilhelm Peper

Flötist

Varl

Fritz Steinmann

Flötist

Haßlage

Heinrich Willer

Flötist

Varlheide



So konnte der noch junge Spielmannszug schon das Stiftungsfest musikalisch umrahmen. Im gleichen Jahr trat der Spielmannszug im benachbarten Vehlage auf, wo auch ein Schützenverein gegründet worden war. Aus diesem ersten Auftritt entwickelte sich eine Kameradschaft, die bis heute Bestand hat.

Bereits um das Jahr 1930 zählte man schon 10 Spielleute. Unter der Stabsführung von Wilhelm Meier präsentierte sich 1936 der Spielmannszug mit einer Lyra. Dieses Musikinstrument - selbst gebaut - wurde von einem Holzrahmen umgeben und von Heinrich Sprado geschlagen.

Bis zum Jahre 1939 wusste der Spielmannszug die Vereinsaktivitäten zu unterstützen.

Doch während des 2. Weltkrieges und auch noch weiterhin bis 1949 ruhte der Spielbetrieb sowie das ganze Vereinsleben. Die Wirren des schrecklichen Krieges waren vorüber, somit konnte sich auch der Spielmannszug neu formieren.


Rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum des Schützenvereins stellte sich - einheitlich gekleidet ein 15 Mann zählender Spielmannszug unter der Stabsführung von Wilhelm Meier der Öffentlichkeit vor. Im Laufe des Jahres gab Wilhelm Meier aus Altersgründen die Führung des Spielmannszuges an Wilhelm Röttger ab, der den Spielmannszug dann bis 1962 leitete.


Seit Ende der 50-er Jahre lädt der Spielmannszug am 1. Mai zum Mai-Ausmarsch am Schnakenpohl ein.

Die Spielmannszüge Varlheide und Varl unterhalten die Besucher bei Bratwurst und Bier mit gekonnten Weisen.

Wilhelm Röttger, inzwischen 2. Vorsitzender des Vereins und auch Schützenkönig 1959, übergab 1962 den Tambourmajorstab an Fritz Hagemeister, der auch 1967 die Königswürde erringen konnte.

Anlässlich des 50-jährigen Vereinsjubiläums wurde Fritz Hagemeister für seine erworbenen Verdienste vom Westfälischen Schützenbund mit der Goldenen Ehrennadel durch den Schützenkreisvorsitzenden Herbert Dießelmeier ausgezeichnet. Als 1978 Fritz Hagemeister nach Lübbecke verzog, war es Günter Sander, der als langjähriges Mitglied des Spielmannszuges den Tambourmajorstab übernahm. Unter seiner Regie hatte der Spielmannszug schon bald mehr als 25 Spielleute!


Im Mittelpunkt einer Ehrung durch den Schützenverein stand Günter Sander 1981 mit weiteren fünf Spielleuten — Dieter Hartmeier, Horst König, Jürgen Kokemor, Willi Spreen und Hans Dieter Möller — die mehr als 25 Jahre mit Flöte, Trommel oder Pauke mit von der Partie waren. Es wurde damit begonnen die Musikstücke nach Noten zu spielen. Bis dahin wurde nach Zahlen und Grifftabellen musiziert. Der erste D-1 Lehrgang konnte im Januar 1986 erfolgreich abgeschlossen werden. Dies geschah in enger Zusammenarbeit mit dem Spielmannszug Fabbenstedt.


Aus gesundheitlichen Gründen stellte Günter Sander 1985 die Leitung des Spielmannszuges zur Verfügung und Klaus Wimmer wurde von der Jahreshauptversammlung zum neuen Stabführer gewählt.


Der 60. Geburtstag im Jahre 1986 wurde mit einem Spielmannszug-treffen, das mit einem Sternmarsch verbunden war, gebührend begangen.Eines der längsten Königsschießen in der Vereinsgeschichte entschied 1991 Tambour Klaus Wimmer nach 727 Schuss für sich. Bei den Jungschützen konnte auch ein aktiver Spielmann, nämlich Matthias Hartmeier, die Königswürde erringen. Abgesprochen war die totale Machtübernahme der Spielleute aber nicht, meinte Major Hermann Kröger.


Tambourmajor Klaus Wimmer konnte noch die Würde des Landeskönigs erringen und nahm am Bundeskönigsschießen teil. Einen Führungswechsel im Spielmannszug gab es 1993.

Klaus Wimmer gab den Tambourmajorstab an seinen Nachfolger Matthias Hartmeier ab. Die Übungsleiter, die sich sehr um die Ausbildung des Nachwuchses sorgen, können sich in ihrer Arbeit bestätigt sehen.


Rund 40 aktive Spielleute, darunter viele jugendliche Musikanten, demonstrieren bei jedem Auftritt die Spielmannszugarbeit. Einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachzugehen und dabei die Geselligkeit und Kameradschaft zu pflegen, sollte immer ein hohes Ziel des Spielmannszuges bleiben!