Satzung

Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Name, Sitz und Zweck

Die Sportgemeinschaft führt den Namen:

„Sportverein (SV) Rotation Halle e.V.“

und hat ihren Sitz in Halle (Saale).

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist die Förderung des Sports. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Förderung sportlicher Übungen und Leistungen.

Der Verein ist unter der Nummer 332 (24.07.90) in das Vereins­register des Amtsge­richtes Halle eingetragen.

§ 2 Ziele und Aufgaben

Die Sportgemeinschaft fördert:

· die komplexe Entwicklung des Sports und seiner Be­dingungen im Territorium,

· die Ausprägung des Breitensports in seiner Ge­samt­heit, verbunden mit einer ziel­ge­richteten Werbung für das Sporttreiben der Bür­ger,

· einen vielseitigen Übungs- und Trainingsbetrieb der Sektionen und allgemeinen Sport­gruppen sowie ihre Wett­kampftätigkeit im Inter­esse von Gesund­heit, Wohl­be­finden, Lebensfreude und kör­perlicher Fitness der Sportlerinnen und Sportler,

Die Sportgemeinschaft gewährleistet die Wahrung der Rechte ihrer Mit­glie­der, ihre de­mo­kratische Mitbe­stim­mung und Mitverantwortung. Sie vertritt die Inte­ressen des Sports in der Öffentlich­keit und bei den kommunalen Leitun­gen sowie anderer örtlicher ge­sell­schaftlicher Kräfte und Einrich­tungen.

Zur Verwirklichung dieser Ziele wirken die Sektionen und allge­meine Sportgrup­pen, die allen inte­ressierten Bürgern, ob jung oder alt, offen stehen.

Sie ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel der Sportgemeinschaft sowie et­waige Gewinne dürfen nur für die sat­zungsmä­ßi­gen Ziele verwendet wer­den.

Die Mitglieder erhalten keine Gewinn­anteile und auch keine sonstigen Zu­wendungen aus Mitteln der Sportge­meinschaft.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Sportgemeinschaft fremd sind, oder durch unverhält­nis­mäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Die Sportgemeinschaft ist parteipoli­tisch, konfessionell und rassisch neu­tral.

§ 3 Mitgliedschaft in anderen Organi­sa­tionen

Die Sportgemeinschaft ist Mitglied des Landessport­bundes Sachsen-Anhalt sowie der ein­zelnen Sportver­bände. Jedes Ver­einsmitglied ist automatisch mit dem Beitritt zum Verein auch den Sat­zun­gen der einzelnen Sportverbände un­terworfen.

§ 4 Rechtsgrundlage

Die Rechte und Pflichten der Mitglieder sowie aller Or­gane der Sportgemein­schaft wer­den durch die vorlie­gende Satzung sowie die Satzung der im § 3 genannten Or­ga­ni­sa­tionen aus­schließ­lich geregelt. Für Streitig­keiten, die aus der Mitgliedschaft zur Sport­ge­mein­schaft und aller damit im Zu­sammen­hang stehenden Fragen ent­stehen, ist der or­dent­liche Rechtsweg erst zuläs­sig, nachdem der Ehrenrat als Schieds­gericht ent­schieden hat.

§ 5 Gliederung der Sportgemein­schaft

Die Sportgemeinschaft gliedert sich im Innenverhältnis in Sektionen, die die ausschließli­che Pflege einer bestimm­ten Sportart betreiben. Jede Sektion kann sich weiter­hin in Unterab­tei­lungen gliedern, und zwar:

a) Kinderabteilung für Kinder bis zum 14. Lebensjahr

b) Jugendabteilungen für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren

c) Seniorenabteilungen für Erwach­sene über 18 Jahre.

Jeder Sektion steht ein Leiter oder auch mehrere Leitungsmitglieder vor, die alle mit dieser Sportart zu­sammen­hängen­den Fragen aufgrund dieser Satzung und der Be­schlüs­se der Mit­gliederver­samm­lung eigen­verant­wort­lich regeln und gestalten.

Jedes Mitglied kann in beliebig vielen Sektionen Sport treiben. Weiterhin wirken allge­mei­ne Sportgruppen.

Mitgliedschaft

§ 6 Erwerb der Mitgliedschaft (ordentliche Mit­glieder)

Die Mitgliedschaft zur Sportgemein­schaft kann jede natür­liche Person bei­derlei Ge­schlechts auf Antrag er­wer­ben, sofern sie sich zur Beachtung dieser Sat­zungs­bestim­mun­gen durch ihre Unter­schrift bekennt. Für Minder­jäh­rige ist die Zustimmungserklä­rung der gesetz­lichen Ver­treter erforderlich.

Die Mitgliedschaft wird durch Antragszustimmung der Sektionsleitung erworben. Eine derar­ti­ge Antrags­zu­stimmung ist nur rechts­wirksam, wenn das aufzu­neh­mende Mitglied die festge­setzte Aufnah­mege­bühr und den Mitgliedsbeitrag für den laufenden Monat bezahlt hat bzw. ihm durch Be­schluss der Sektions­leitung Beitrags­befreiung er­teilt worden ist.

Bürgerinnen, Bürger und Gruppen kön­nen nach Verein­barung fördernde Mit­glieder wer­den, wenn sie durch er­höhte Zuwendungen die Tätigkeit der Sport­gemein­schaft ideell, finanziell oder ma­teriell unterstützen.

§ 7 Ehrenmitglieder

Personen, die sich besonders um die Förderung des Sports innerhalb der Sportgemein­schaft verdient ge­macht ha­ben, können auf Antrag des Vor­standes durch Beschluss der Jahres­hauptver­sammlung zu Ehrenmit­glie­dern ernannt werden.

Ehrenmitglieder haben die gleichen Rechte wie ordent­liche Mitglieder, sind jedoch von der Beitragsleistung be­freit.

§ 8 Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

a) durch Austritt aufgrund einer schriftli­chen Erklärung unter Einhal­tung ei­ner Kündi­gungsfrist von einem Monat jeweils zum Schluss eines Kalender­viertel­jahres,

b) durch Ausschluss aus der Sportge­meinschaft auf­grund eines Be­schlusses der Sek­tionsleitung oder des Ehren­rates,

c) durch Ableben.

Durch das Erlöschen der Mitgliedschaft bleiben die auf­grund der bisherigen Mit­glied­schaft zur Entstehung ge­lang­ten Verbindlichkeiten gegenüber der Sport­gemein­schaft unberührt.

§ 9 Ausschließungsgründe

Die Ausschließung eines Mitgliedes (§ 8b) kann nur in den nachstehend be­zeich­ne­ten Fällen erfolgen:

a) wenn die in § 11 vorgesehenen Pflichten der Mit­glieder gröblich und schuldhaft ver­letzt werden,

b) wenn das Mitglied seinen der Sektion ge­genüber ein­gegan­genen Ver­bindlich­keiten, ins­beson­dere seiner Verpflichtung zur Bei­tragszahlung, trotz Mahnung nicht nach­kommt,

c) wenn das Mitglied den Grund­sätzen der vorliegen­den Satzung schuldhaft zuwi­der­handelt, insbe­son­dere ge­gen die ungeschrie­benen Gesetze von Sitte, An­stand und Sportkame­radschaft grob ver­stößt.

Über die Ausschließung eines Mit­gliedes entscheidet die Sektionsleitung. Vor einer Entschei­dung über den Aus­schluss kann die Sektionsleitung das betrof­fene Mitglied anhören. Die Entscheidung der Sektionsleitung kann dem Betroffe­nen schriftlich zuge­stellt werden.

Das betrof­fene Mitglied kann gegen die Entscheidung der Sektionsleitung beim Ehrenrat (§ 20) Widerspruch einlegen.

Rechte und Pflichten der Mitglieder

§ 10 Rechte der Mitglieder

Die Mitglieder der Sportgemeinschaft sind insbesondere berechtigt:

· sich in der von ihnen gewünschten Sportart oder All­gemeinen Sport­gruppe im Übungs- und Trai­nings­be­trieb zu betätigen, an allen Ver­an­staltungen der Ge­mein­schaft sowie am organisierten Wett­kampf­sport teilzunehmen und dadurch ihre körper­lichen, geis­tigen und mora­lischen Fähigkeiten frei zu entwickeln,

· die der Sportgemeinschaft zur Ver­fügung stehen­den Sportanlagen und Sportge­räte nach den hierfür ge­trof­fenen Bestimmungen zu nut­zen,

· bei Sportunfällen den vereinbarten Versicherungs­schutz in Anspruch zu nehmen,

· durch Ausübung des Stimmrechts an den Be­ra­tungen und Beschlussfassungen der Mit­glieder­ver­samm­lung teilzunehmen. Zur Ausübung des Stimmrechts sind nur Mit­glieder ab Vollendung des 16. Lebensjahres be­rechtigt.

· Mit Vollendung des 18. Lebens­jahres können Mitglieder selbst gewählt werden.

§ 11 Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder sind insbesondere ver­pflichtet:

· für Ethik und Moral des Sports auf der Grundlage des völkerverbin­denden olym­pischen Gedankens zu wirken,

· sich sportlich fair, kameradschaft­lich, hilfsbereit und ehrlich bei Wettkämpfen und Sport­ver­anstal­tungen zu verhalten, und an allen sportlichen Veran­staltungen seiner Sportart und Gemeinschaft aktiv mitzuwirken,

· die Satzung der Sportgemein­schaft, des Landes­sport­bundes Sachsen-Anhalt e.V., seinen ange­schlossenen Fachverbänden (soweit er deren Sportart ausübt) sowie deren Beschlüsse zu befol­gen, nicht gegen die Interessen der Sportge­mein­schaft zu handeln,

· die durch Beschluss der Jahres­hauptversammlung festgelegten Mitgliedsbei­träge regelmäßig und pünkt­lich zu zahlen, (beachte § 18)

· in allen aus der Mitgliedschaft zur Sportgemein­schaft erwachsenen Rechtsangele­gen­hei­ten, sei es in Bezug zu anderen Mitgliedern der Sport­gemein­schaft oder zu Mit­gliedern der in § 3 genannten Vereini­gungen einschließlich dem im Verein be­ste­henden Ehrenrat bzw. nach Maßgabe der Satzung der im § 3 ge­nannten Vereini­gun­gen, deren Sport­gerichte in An­spruch zu nehmen und sich deren Entscheidun­gen zu unterwerfen.

· die bereitgestellten Sportanlagen, Einrichtungen und Sportgeräte pfleglich zu be­han­deln, an ihrer Vervoll­kommnung aktiv mitzuarbei­ten.

Organe der Sportgemeinschaft

§ 12

Organe der Sportgemeinschaft sind:

a) die Jahreshauptversammlung bzw. Mit­gliederver­samm­lung

b) der Vorstand

c) die Sektionsleitungen (Abteilungsleitungen) bzw. Leitungen der All­gemeinen Sport­gruppen

d) der Rechtsausschuss (Ehrenrat)

e) die Revisionskommission (Kassen­prüfer)

Die Mitgliedschaft zu einem Organ der Sportgemein­schaft ist ein Ehrenamt. Eine Ver­gütung barer Auslagen findet nur nach Maßgabe besonderer Be­schlüsse einer ordent­lichen Mitglie­der­versamm­lung statt.

Mitgliederversammlung

§ 13 Zusammentreffen und Vorsitz

Das höchste Organ der Sportgemein­schaft, der Sekti­onen und der Allge­meinen Sport­gruppen ist die Mit­glieder­versammlung. Die den Mitgliedern ge­genüber der Leitung zu­stehenden Rechte werden in der Mitglie­derver­sammlung ausgeübt.

Auf der Mitglieder­versammlung werden die Sekti­onen und die Allge­meinen Sport­gruppen durch Dele­gierte vertreten, die sich durch den Mitglieds­aus­weis auszuweisen haben. Die Anzahl der Delegierten richtet sich nach der Mitgliederzahl der einzelnen Sektionen mit Stichtag des 31.12. des vorausge­gangenen Jahres.

Alle Mitglieder ab Vollendung des 16. Lebensjahres haben eine Stimme.

Übertragung des Stimmrechts ist unzu­lässig. Mitgliedern unter 16 Jahre ist die Anwe­sen­heit gestattet.

Eine Mitgliederversammlung soll all­jährlich einmal zum Jahresanfang als sogenannte Jah­reshaupt­versammlung zwecks Beschlussfassung über die in § 14 genannten Auf­gaben ein­be­rufen werden. Die Einberufung erfolgt durch den 1. Vorsitzenden oder den Stellver­tretern schriftlich unter Bekanntgabe der vorläufig festgesetzten Tagesord­nung mit einer Einbe­ru­fungsfrist von 3 Wochen.

Anträge zur Tagesordnung sind 10 Tage vor der Mitglie­derversammlung beim Vorstand der Sportgemein­schaft schriftlich einzureichen. Einfache Mitgliederversamm­lungen sind vom Vor­stand nach der obigen Vorschrift einzube­rufen, wenn ein dringender Grund vorliegt oder 20 Pro­zent der Stimmberechtig­ten es be­an­tragen. Den Vorsitz der Mit­gliederversammlung führt der 1. Vorsit­zende, bei dessen Verhinde­rung einer der Stell­vertreter. Das Verfahren der Beschlussfassung richtet sich nach den §§ 25 und 26.

§ 14 Aufgaben

Der Jahreshauptversammlung steht die oberste Ent­scheidung in allen Angele­genheiten der Sportgemein­schaft zu, so­weit sie nicht satzungsgemäß ande­ren Organen über­tragen ist. Seiner Beschlussfassung unter­liegt insbesondere:

a) Wahl der Vorstandsmitglieder,

b) Wahl der Mitglieder des Ehren­rates,

c) Wahl von mindestens 2 Kassenprü­fern (Revisions­kommis­sion),

d) Ernennung von Ehrenmitgliedern,

e) Bestimmung der Grundsätze für die Beitrags­er­hebung für das neue Ge­schäfts­jahr,

f) Entlastung der Organe bezüglich der Jahres­rechnung und der Ge­schäftsführung,

g) Genehmigung des Haushaltsvor­schlages unter Be­schlussfassung über die Ver­wen­dung der aufge­brachten Finanzmittel,

h) Satzungsänderungen.

§ 15 Tagesordnung

Die Tagesordnung einer Jahreshaupt­versammlung kann folgende Punkte umfassen:

a) Feststellen der Stimmberechtigten,

b) Rechenschaftsbericht der Organmitglieder und der Kassen­prüfer,

c) Beschlussfassung über die Ent­lastung,

d) Bestimmung der Beiträge für das kommende Geschäftsjahr,

e) Neuwahlen,

f) besondere Anträge.

§ 16 Vereinsvorstand

Der Vorstand setzt sich zusammen aus:

a) dem 1. Vorsitzenden

b) 1. Stellv. Vorsitzenden

c) 2. Stellv. Vorsitzenden

d) dem Kassenwart

e) dem Schriftführer

f) dem Mitgliedswart

g) dem Leiter des Sportbetriebes (Sport­wart)

h) dem Werbe- und Pressewart

i) dem Kinder- und Jugendwart

j) weitere Funktionen sind je Bedarf möglich.

Die Mitglieder des Vorstandes werden von der Jahres­hauptversammlung auf die Dauer von 4 Jahren gewählt. Wiederwahl ist unbegrenzt zulässig. Vorstand im Sinne des § 26 BGB ist der 1. Vorsitzende und die beiden Stell­vertreter, jeweils zwei von ihnen ge­meinsam handelnd. Diese 3 Vorstandsmitglieder bilden den geschäfts­führenden Vor­stand. Der Vor­stand bleibt so lange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

§ 17 Pflichten und Rechte des Vor­standes

a) Aufgaben des Gesamtvorstandes

Der Vorstand hat die Geschäfte der Sportgemein­schaft nach den Vorschrif­ten der Satzung und nach Maßgabe der durch die Mitgliederversammlung ge­fassten Be­schlüsse zu führen.

Der Vorstand ist notfalls ermächtigt, beim Aus­scheiden oder sonstiger dau­ernder Behin­de­rung von Mitgliedern von Vereinsorganen deren verwaistes Amt bis zur nächsten Jah­res­hauptver­sammlung durch ge­eignete Mitglieder des Vereins zu be­setzen.

Die Mitglieder des Vorstandes haben das Recht, an Versammlungen der Sektio­nen und Allgemeinen Sportgrup­pen teilzunehmen und das Wort zu er­greifen.

Der Vorstand beauftragt den 1. Vorsit­zenden und die Stellvertreter mit der Vertretung der Sportgemein­schaft im Rechtsverkehr.

b) Aufgaben der einzelnen Mitglieder

1. Der 1. Vorsitzende regelt das Verhält­nis der Mit­glieder untereinander und zum Verein, beruft und leitet die Vorstands­sit­zungen und Mit­glie­derversamm­lungen und hat die Aufsicht über die ge­samte Geschäfts­führung des Vorstandes und aller Organe außer Ehrenrat und Revisi­onskommis­sion.

Er unterzeichnet die geneh­migten Sitzungspro­to­kolle von Mitglieder­ver­sammlungen und Vor­stands­sit­zungen sowie aller wichtigen und ver­bind­lichen Schrift­stücke.

Er hat am Schluss eines jeden Ge­schäftsjahres einen schriftlichen Jahres­bericht vor­zulegen, der in den Jahr­eshauptversammlungen zu verlesen ist.

2. Die Stellvertreter vertreten den 1. Vorsitzenden in allen vorbezeich­neten An­ge­legen­heiten.

3. Der Kassenwart verwaltet die Kas­sengeschäfte der Sportgemein­schaft und sorgt in Zusammenar­beit mit dem Mitgliedswart für die Einziehung der Bei­träge. Alle Zah­lungen dürfen nur auf An­weisung des 1. Vorsitzenden ggf. der Bevollmächtigten ge­leistet werden. Er ist für den Bestand und für die ge­sicherte An­lage des Vereinsver­mögens verant­wortlich. Bei einer Kassenre­vision sind alle Aus­gaben durch Belege, die vom 1. Vor­sitzenden ggf. von den Bevollmächtigten anerkannt sein müssen, nach­zuweisen.

4. Der Schriftführer erledigt den gesamten Geschäfts- und Schriftverkehr des Ver­eins und kann einfache, für den Verein unverbindliche Mitteilungen mit Zu­stim­mung des 1. Vorsitzenden allein unter­zeichnen. Er führt in den Vor­stands­sitzungen sowie den Ver­sammlungen die Protokolle, die er zu unter­schreiben hat. Im Falle der Verhin­derung über­nimmt ein vom Geschäfts­führenden Vor­stand zu bestimmendes Mitglied die Protokoll­führung.

5. Der Mitgliedswart führt die Mitgliedslisten (Kartei), bereitet gemeinsam mit dem Kassenwart die Bei­tragseinziehung vor, kontrolliert die eingegangenen Bei­trags­zahlungen, des Weiteren leitet er bei Bei­tragsrückständen das Mahnver­fahren selbständig ein.

§ 18 Sektionsleitungen (Vereinsabteilungen)

Die Sektionsleitungen (Abteilungen) können für jede im Verein betriebene Sportart ge­bildet werden. Sie werden auf die Dauer von 4 Jahren gewählt.

Sie setzen sich zusammen aus jeweils einem Sektions­leiter (Abteilungsleiter) und mindestens zwei Warten.

Ihre Aufgabe ist es insbesondere, die Richtlinien für die sportliche Ausbildung und Durchführung der jeweiligen Sportart zu be­stimmen, die Übungs- und Trainings­stunden anzusetzen und die vom zuständigen Fach­ver­band oder seinen Gliederungen gefassten Beschlüsse innerhalb der Sportgemein­schaft zu verwirklichen. Gleiches betrifft die Allgemeinen Sportgruppen. Die de­mokratische Mitbestimmung der Mitglieder vollzieht sich dem Wesen nach wie in §§ 13 und 14.

Hinzu kommt die Festlegung der Sektionsbeiträge, soweit sie über die von der Jahres­haupt­versammlung beschlossenen Mitgliedsbeiträge der Sportgemeinschaft hinaus­gehen sollen sowie von Sektionsumlagen.

§ 19 Der Ehrenrat (Rechtsausschuss)

Der Ehrenrat besteht aus mindestens drei Mitgliedern, diese dürfen kein anderes Amt in der Sportgemein­schaft be­kleiden und sollen nach Möglichkeit über 35 Jahre sein.

Sie werden von der Jahreshauptversammlung auf die Dauer von 4 Jahren gewählt. Wie­der­wahl ist zulässig.

§ 20 Aufgaben des Ehrenrates (Rechtsausschuss)

Der Ehrenrat entscheidet nach Widerspruch gegen die Entscheidung der Sektionsleitung mit bindender Kraft über Streitigkeiten und Satzungsverstöße in­nerhalb der Sportgemein­schaft, soweit der Vorfall mit der Vereinszu­gehörigkeit in Zu­sam­menhang steht und nicht die Zu­ständigkeit eines Sportgerichts eines Fachver­bandes ge­ge­ben ist. Er beschließt ferner über den Ausschluss von Mitgliedern gemäß § 9.

Er tritt auf Antrag jedes Vereinsmitgliedes zusammen und beschließt nach mündlicher Ver­handlung, nachdem den Betroffenen Zeit und Gelegenheit gegeben ist, sich wegen der er­ho­benen Anschuldigungen zu verant­worten und zu entlasten.

Er darf folgende Strafen verhängen:

a) Verwarnung

b) Verweis

c) Aberkennung der Fähigkeit ein Vereinsamt zu be­klei­den, mit der Aussprache einer so­for­tigen Suspen­dierung,

d) Ausschluss von der Teilnahme am Sportbetrieb bis zu 2 Monaten,

e) Ausschluss aus dem Verein.

Jede den Betroffenen belastende Entscheidung ist diesem schriftlich mitzuteilen und zu be­gründen.

§ 21 Kassenprüfer (Revisionskommission)

Die von der Jahreshauptversammlung auf jeweils 4 Jahre zu wählende Revisionskom­mission hat gemein­schaftlich mindestens zweimal im Jahr unvermutet und ins einzelne ge­hende Kassenprüfungen vorzunehmen, deren Ergebnis sie in einem Protokoll nie­derzu­legen und dem 1. Vorsitzendem mitzuteilen hat, der hierüber der Jahreshauptver­samm­lung berichtet.

Die Revisionskommission ist ein vom Vorstand unab­hängiges Kontrollorgan der Mit­glieder. Sie wird von der Mitgliederversammlung gewählt und ist dieser rechen­schafts­pflichtig.

Die Mitglieder der Revisionskommission können nicht Mitglied des Vorstandes sein.

Die Revisionskommission ist berechtigt:

· durch ihren Vorsitzenden bzw. Vertreter an allen Sitzungen des Vorstandes mit be­ra­tender Stimme teilzunehmen,

· bei der Durchführung ihrer Prüfungen in allen Un­ter­lagen Einsicht zu nehmen, von den gewählten Funktionären wahrheitsgetreue Auskünfte zu ver­langen, bei Ver­stößen ge­gen Beschlüsse und ge­setzliche Regelungen Auflagen zu erteilen und zu festgestellten Mängeln deren Behebung zu fordern.

· zu erteilten Auflagen und zur Behebung von Mängeln die Kontrolle auszuüben.

Bei groben Verstößen und Nichtbeachtung gegebener Auflagen ist die Revisi­ons­kom­mis­sion verpflichtet, die Sachverhalte vor der Mitgliederversammlung oder dem Vor­stand dar­zulegen und Veränderungen zu fordern.

§ 22 Haftungsfreistellung

Ehrenamtlich Tätige haften für Schäden gegenüber den Mitgliedern und gegenüber dem Verein, die sie in Erfüllung ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit verursachen, nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Der Verein haftet gegenüber den Mitgliedern im Innenverhältnis nicht für fahrlässig verursachte Schäden oder Verluste, die Mitglieder bei der Ausübung des Sports, bei Benutzung von Anlagen oder Einrichtungen und Geräten des Vereins oder bei Vereinsveranstaltungen erleiden, soweit solche Schäden oder Verluste nicht durch die Versicherung des Vereins gedeckt sind.

Finanzierung

§ 23 Finanzierungsgrundsätze

Die Sportgemeinschaft finanziert sich durch:

· Beiträge der Mitglieder, deren Höhe jährlich unter Be­achtung der gegebenen Be­dingun­gen und Möglich­keiten durch die Jahreshauptversammlung zu ent­scheiden ist.

Der Grundbeitrag pro Monat beträgt:

- für Erwachsene 4,00 €

- für Studenten, Auszubildende und Arbeitslose 3,00 €

- für Kinder und Schüler 2,00 €

In Bezug auf fördernde Mitglieder ist § 6 anzuwenden. Außerdem ist für Zusatzbeiträge in den Sektionen und Allgemeinen Sportgruppen § 18 zu be­rücksichtigen. Die Monatsbeiträge sind mindestens halbjährlich zu entrichten, können jedoch auch im Ein­zugs­verfahren entrichtet werden.

· Die Aufnahmegebühren als Mitglied der Sportge­mein­schaft:

- für Erwachsene 10,00 €

- für Studenten, Auszubildende und Arbeitslose 5,00 €

- für Kinder und Schüler 3,00 €

- Familienaufnahmebeitrag, unabhängig von der Anzahl der Kinder 15,00 €

· Spenden und Sponsoring,

· Zuschüsse von Bund, Ländern, Gemeinden, öffent­lichen Körperschaften, Sportverbänden,

· Schenkungen, Erbschaften, Vermächtnisse,

· Einnahmen aus dem Sportbetrieb und Veran­stal­tungen (z. B. Eintrittsgelder, Startgelder, Souvenir­verkauf, Ausbildungsentschädigungen),

· Einnahmen aus der Vermögensverwaltung (z. B. Zinsen aus Bank- und Sparguthaben)

· Krediten, insbesondere zur Förderung von sportlichen Dienstleistungen für die Be­völ­kerung.

Die Einnahmen verbleiben grundsätzlich in den jewei­ligen Sektionen. Die Bestätigung des Haushalts- und Finanzplanes erfolgt nach § 14.

§ 24 Symbole und Auszeichnungen

Die Sportgemeinschaft führt:

· die Fahne der Sportgemeinschaft

· das Vereinsabzeichen.

Die Sportgemeinschaft verleiht für besonders aktive Arbeit:

· das Ehrenabzeichen der Sportgemeinschaft

· die Ehrenurkunde der Sportgemeinschaft.

Allgemeine Schlussbestimmungen

§ 25 Verfahren der Beschlussfassung aller Organe

Sämtliche Organe sind beschlussfähig ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschiene­nen Mit­glieder, sofern die Einberufung ordnungsgemäß erfolgt ist.

Die Einberufung ist ordnungsgemäß, wenn sie 3 Tage vor dem Versammlungszeit­punkt unter Bekanntgabe der Tagesordnung durch den Versammlungsleiter bekannt­gege­ben wurde. Die Vorschrift des § 13 bleibt unberührt.

Sämtliche Beschlüsse werden mit einfacher Stimmen­mehrheit der erschienenen Stimm­be­rechtig­ten gefasst.

Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

Die Abstimmung geschieht öffentlich durch Handauf­heben, wenn nicht geheime Wahl be­an­tragt ist.

Sämtliche Stimmberechtigten sind zur Stellung von An­trägen zur Tagesordnung bis 2 Tage vor dem Ver­samm­lungs­zeitpunkt befugt. Die Vorschrift des § 13 bleibt unberührt. Später ein­gehende Anträge bedürfen zu ihrer Behandlung eines besonderen Beschlus­ses der Ver­sammlung.

Bei Wahlhandlungen entscheidet die Mehrheit der Stimmen und das Rangfolgeprinzip. Weitere Modalitäten werden bei vorgesehenen Wahlen durch eine Wahlord­nung ge­re­gelt.

Über sämtliche Versammlungen ist ein Protokoll vom Versammlungsleiter und dem je­wei­ligem Schriftführer zu unterschreiben. Das Protokoll muss Angaben über den Ort, das Datum, die Tagesordnung, die Anzahl der Er­schienenen, die gestellten Anträge und das Abstimmungsergebnis enthalten. Gefasste Be­schlüsse sind besonders hervorzuheben.

§ 26 Datenschutzklausel

  1. Der Verein schützt die personenbezogenen Daten seiner Mitglieder. Der Verein verarbeitet die personenbezogenen Daten stets unter Berücksichtigung aller geltenden Datenschutzvorschriften, insbesondere der DS-GVO und dem BDSG.

  2. Der Verein verarbeitet und nutzt die personenbezogenen Daten seiner Mitglieder zur Erfüllung der in dieser Satzung niedergelegten Zwecke und Aufgaben.

  3. Folgende personenbezogene Daten verarbeitet der Verein: Name, Vorname, Anschrift, Bankverbindung (bei LS-Einzug), Telefonnummer, E-Mail, Geschlecht, Geburtsdatum, Eintrittsdatum, Namen und Vornamen von Erziehungsberechtigten bei Minderjährigen, Lizenzen und Funktionen im Verein, Auszeichnungen und Ehrungen, Ausbildungen und Lehrgänge.

  4. Als Mitglied des Landessportbundes sowie der einzelnen Fachverbände ist der Verein verpflichtet, bestimmte Daten an die Verbände zu melden. Für Förderzwecke erhält auch die Kommune bestimmte Daten.

  5. Der Verein informiert über Print- und Telemedien sowie sozialen Medien und auf seiner Homepage regelmäßig über besondere Ereignisse. Das einzelne Mitglied kann jederzeit gegenüber dem Vorstand einer solchen Veröffentlichung widersprechen. Im Falle des Widerspruches unterbleiben in Bezug auf das widersprechende Mitglied weitere Veröffentlichungen.

  6. Beim Austritt, Ausschluss oder Tod des Mitglieds werden die personenbezogenen Daten des Mitglieds archiviert. Personenbezogene Daten des austretenden Mitglieds, die Kassenverwaltung betreffen, werden gemäß den steuergesetzlichen Bestimmungen bis zu zehn Jahre ab der schriftlichen Bestätigung des Austritts durch den Vorstand aufbewahrt.

§ 27 Satzungsänderung und Auflösung der Sport­gemeinschaft

Zur Beschlussfassung über Satzungsänderungen und über die Vereinsauflösung ist eine Mehrheit von 3/4 der er­schie­nenen stimmberechtigten Mitglieder erforderlich.

Der Beschluss über die Auflösung der Sportgemeinschaft ist dem Amtsgericht schriftlich zu übersenden.

§ 28 Vermögen der Sportgemeinschaft

Die Überschüsse der Vereinskasse sowie die sonst vor­handenen Vermögensgegen­stän­de sind Eigentum der Sportgemeinschaft. Ausgeschiedenen Mitgliedern steht ein Anspruch hieran nicht zu.

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den Landessportbund Sachsen-Anhalt, der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

Die vermögensrechtlichen Angelegenheiten sind durch den Vorstand zu regeln. Er bleibt in diesem Umfang bis zum Schluss der Geschäftsabwicklung handlungsfähig und ver­antwort­lich.

Halle (Saale), den 21.10.2019

gez. gez. gez.

Reiner Gießmann Hartmut List Klaus Ruthenberg

1. Vorsitzender 1. Stellvertreter 2. Stellvertreter