Historie

Bereits im Oktober 1949 konnten sich 15 Anhänger des Fußballsportes in der Druckerei, der Redaktion und im Verlag der „Freiheit“ begeistern, dass eine Fußballmannschaft des Betriebes zum ersten Male als Mannschaft der „Freiheit“ Halle an die Öffentlichkeit trat.

Die ersten Fußballspiele wurden gegen das Landestheater Halle und gegen die Gravo-Druckerei ausgetragen. In dieser Mannschaft der „Freiheit“ spielten nur Betriebsangehörige.

Durch die ersten Erfolge der Fußballer wurde in allen Betriebsabteilungen der Wunsch lauter, eine Betriebssportgemeinschaft zu gründen. Eine Werbekampagne führte dazu, dass sich 160 Belegschaftsmitglieder in Listen für einzelne Sportarten eintrugen.

Am 31. Januar 1950 wurde im Speisesaal der Druckerei Brauhausstr. die Betriebssportgemeinschaft Rotation Halle offiziell gegründet. Folgende Sektionen wurden gebildet: Schwimmen, Tischtennis, Fußball, Sportkegeln, Schach, Leichtathletik, Gymnastik und Turnen. Als erster Vorsitzender fungierte Sportfreund Kurt Knote.

Nach dem schweren Anfängen in der Nachkriegszeit entwickelte sich der Leistungssport vor allen bei den Keglern und später auch bei den Kanuten und Schwimmern. U.a. konnten folgende Erfolge erreicht werden:

Kegeln: Richard Cebulla und die I. Männer werden DDR-Meister (1953),

Hannelore Cebulla wird Weltmeisterin mit der Nationalmannschaft (1955/1959),

(Beide 1955 Meister des Sports, H.Cebulla 1959 Verdienter Meister des Sports)

Kanuslalom: 3x K1 wird DDR-Meister (1969), im selben Jahr erste Delegierungen zur DHfK,

die später Olympia-Teilnehmer bzw. Weltmeister (Jürgen Henze –1972 bzw.

1974-) und Europacupsieger (Ludwig Walter –1976-) werden.

Schwimmen: 1970 wird das TZ Sportschwimmen gebildet. Delegierung von Cornelia Polit

zum SC Chemie Halle (1976), später Junioren-Europa-Meisterin (1978).

Ende 1952 hatten wir immerhin 13 Sektionen (Schwimmen, Schach, Tischtennis, Kegeln, Fußball, Leichtathletik, Turnen/Gymnastik –Gründungssektionen 1950- dazu Faustball, Handball, Tennis, Volleyball, Boxen und Touristik), in denen ca. 800 Mitglieder organisiert waren. Dieser Mitgliederstand konnte dann nur noch einmal 1960 erreicht werden.

War in den 70-iger Jahren der Übergang vom Leistungs- zum Massensport und damit ein Rückgang der Sektionen und Mitglieder zu verzeichnen, so ging es in den 80-iger um die Organisation des Freizeitsports.

Auch hier gab es erwähnenswerte Leistungen und Erfolge, so u.a.:

1987-1989 Errichtung eines Anbaus auf dem Sportplatz Geschwister-Scholl-Str.

(2 Umkleideräume, 1 Klubraum, über 5000 Std. wurden geleistet).

1989 Auszeichnung durch den DTSB in Berlin als vorbildliche BSG.

1989 Aus- und Weiterbildung waren 45 Übungsleiter in der BSG tätig.

Ende der 80-iger Jahre stellte sich folgender Bestand dar:

4 Sektionen (Fußball, Schwimmen, Wandern, Gymnastik) mit 445 Mitgliedern.

Nach der politische Wende war die wichtigste Aufgabe für den Vorstand – die finanzielle

Absicherung und damit das Fortbestehen des Vereins.

Im Jahre 1990 wurde aus der BSG Rotation - der Sportverein Rotation Halle e.V.