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SofaTalk24 - Das Onlinemagazin der Buchbranche.  Informativ, kontrovers und inspirierend werden wissenswerte oder ausgefallene Themen aufgegriffen oder mit Brancheninsidern besprochen. Hier kommen Autoren, Verlage, Buchdienstleister, Buchhändler, Branchenexperten, Leser und Veranstalter zu Wort.

Perry Payne ist Schriftsteller und freier Journalist. Er fasst die Fakten aus der Buchbranche zusammen und moderiert die Interviews.

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Sofa-Talk des Tages

📰  Weltbild: Die Geschichte eines traditionsreichen Unternehmens

„Trotz Bemühungen, durch Diversifizierung und Digitalisierung neue Märkte zu erschließen, konnte Weltbild den Abwärtstrend nicht stoppen.“

11.07.2024

Weltbild, einer der bekanntesten Medienhändler im deutschsprachigen Raum, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Gegründet in der Nachkriegszeit, hat sich das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg als feste Größe im Buch- und Medienmarkt etabliert. Doch wie kam es zu seiner Gründung? Welche Höhen und Tiefen hat das Unternehmen durchlaufen, und was bedeutet die aktuelle Konkursanmeldung für seine Zukunft?

Entstehung und Geschichte

Weltbild wurde 1948 von der katholischen Kirche in Augsburg gegründet. Ursprünglich als Verlag für religiöse Literatur gedacht, erweiterte Weltbild sein Sortiment schnell um allgemeine Bücher, Zeitschriften und andere Medien. Die Idee war, hochwertige und moralisch vertretbare Inhalte zu verbreiten, die den katholischen Werten entsprachen.

In den 1970er Jahren begann Weltbild, neben dem Versandhandel auch Filialen zu eröffnen, was das Unternehmen zu einem der größten Buchhändler im deutschsprachigen Raum machte. Durch strategische Übernahmen und Expansionen wuchs das Unternehmen stetig und diversifizierte sein Sortiment weiter.


Erfolge und Rückschläge

Weltbild konnte in den 1980er und 1990er Jahren beträchtliche Erfolge verzeichnen. Der Versandhandel boomte, und das Unternehmen profitierte von einer wachsenden Leserschaft. Die Einführung des Internetversands in den 2000er Jahren eröffnete neue Geschäftsfelder und half Weltbild, sich den veränderten Marktbedingungen anzupassen.

Doch die digitale Revolution brachte auch Herausforderungen mit sich. Der zunehmende Wettbewerb durch Online-Giganten wie Amazon und der Wandel des Medienkonsums setzten Weltbild unter Druck. Trotz innovativer Ansätze und einer Anpassung der Geschäftsstrategie konnte das Unternehmen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht vollständig abwenden.

2014 meldete Weltbild erstmals Insolvenz an, was zu einer umfassenden Restrukturierung führte. Investoren übernahmen das Unternehmen, und es folgten zahlreiche Umstrukturierungen und Filialschließungen. Trotz dieser Maßnahmen gelang es Weltbild nicht, langfristig stabile Erfolge zu erzielen.


Die aktuelle Konkursanmeldung

Im Jahr 2023 reichte Weltbild erneut Konkursanmeldung ein. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Die anhaltende Konkurrenz durch Online-Händler, die sich ändernden Lesegewohnheiten und die wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie haben dem Unternehmen schwer zugesetzt. Trotz Bemühungen, durch Diversifizierung und Digitalisierung neue Märkte zu erschließen, konnte Weltbild den Abwärtstrend nicht stoppen.

Die aktuelle Konkursanmeldung wirft die Frage auf, was aus dem Unternehmen wird. Es gibt verschiedene Szenarien, die diskutiert werden:

Restrukturierung und Sanierung: Eine Möglichkeit besteht darin, dass Investoren und Gläubiger einen Sanierungsplan entwickeln, der Weltbild ermöglicht, unter neuen Bedingungen weiterzuführen. Dies könnte eine weitere Verschlankung der Strukturen und eine verstärkte Fokussierung auf Online-Geschäftsmodelle umfassen.

Verkauf oder Übernahme: Ein weiteres Szenario ist der Verkauf von Weltbild oder Teilen des Unternehmens an einen größeren Mitbewerber. Dies könnte die Marke Weltbild erhalten, aber zu erheblichen Veränderungen in der Unternehmensstruktur führen.

Schließung: Im schlimmsten Fall könnte die Konkursanmeldung zur vollständigen Schließung des Unternehmens führen. Dies würde den Verlust vieler Arbeitsplätze bedeuten und eine bedeutende Lücke im deutschsprachigen Buch- und Medienmarkt hinterlassen.


Fazit

Weltbild hat eine bewegte Geschichte hinter sich, geprägt von Erfolgen und Rückschlägen. Die aktuelle Konkursanmeldung stellt das Unternehmen vor eine ungewisse Zukunft. Während die Herausforderungen groß sind, besteht dennoch die Möglichkeit, dass Weltbild durch geeignete Maßnahmen und strategische Entscheidungen eine neue Chance erhält. Unabhängig vom Ausgang bleibt Weltbild ein wichtiger Teil der deutschen Medien- und Buchhandelsgeschichte.

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📰  Buchbinder: Handwerk mit Tradition

„Alte und beschädigte Bücher werden von Buchbindern restauriert und konserviert.“

10.07.2024

Das Buchbinden ist ein altes Handwerk, das die Herstellung, Restaurierung und Konservierung von Büchern umfasst. Trotz der digitalen Revolution und der zunehmenden Verbreitung von E-Books hat dieses Handwerk seine Bedeutung und Faszination nicht verloren. Doch was genau macht ein Buchbinder? Wie hat sich dieses Handwerk im Laufe der Geschichte entwickelt, und welche Rolle spielt es in der modernen Welt?

Aufgabengebiete eines Buchbinders

Die Aufgaben eines Buchbinders sind vielfältig und umfassen unter anderem:

Herstellung von Büchern: Vom Zuschnitt des Papiers über das Falzen, Heften und Leimen bis hin zur Gestaltung des Einbands – Buchbinder sind in jeden Schritt der Buchproduktion involviert.

Restaurierung und Konservierung: Alte und beschädigte Bücher werden von Buchbindern restauriert und konserviert, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Dies erfordert großes handwerkliches Geschick und ein tiefes Verständnis für Materialien und Techniken.

Einbände und Sonderanfertigungen: Neben der Herstellung von Büchern kümmern sich Buchbinder auch um die Anfertigung von besonderen Einbänden und individuellen Sonderanfertigungen wie Notizbücher, Fotoalben und Tagebücher.

Industrielle Fertigung: In der modernen Buchproduktion arbeiten viele Buchbinder in der industriellen Fertigung, wo sie Maschinen bedienen und überwachen, um große Auflagen von Büchern effizient zu produzieren.


Geschichte des Buchbindens

Die Geschichte des Buchbindens reicht bis in die Antike zurück. Die ältesten bekannten Bücher waren Rollen aus Papyrus oder Pergament, die in der antiken ägyptischen, griechischen und römischen Kultur verwendet wurden. Das heutige Konzept des Buches mit Seiten und Einband entwickelte sich im Mittelalter, als Klöster zu Zentren der Buchproduktion wurden.

Im 15. Jahrhundert führte die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg zu einem Boom in der Buchproduktion. Dies erforderte eine Standardisierung der Buchbindetechniken und die Gründung von Buchbinderzünften. Während der Renaissance und Barockzeit wurden Bücher zunehmend kunstvoll gestaltet, und das Buchbinden entwickelte sich zu einer hochgeschätzten Kunstform.

Im 19. und 20. Jahrhundert brachte die Industrialisierung neue Maschinen und Techniken hervor, die die Buchproduktion revolutionierten. Trotzdem blieb das traditionelle Handwerk des Buchbindens erhalten und erlebte in den letzten Jahrzehnten eine Renaissance, da Handgefertigtes und Restaurierungen wieder an Wertschätzung gewinnen.


Die Bedeutung des Buchbinders heute

In der heutigen Zeit könnte man meinen, dass das Handwerk des Buchbinders durch digitale Technologien und die Massenproduktion von Büchern überflüssig geworden ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. Buchbinder spielen nach wie vor eine wichtige Rolle:

Erhalt von Kulturgut: Buchbinder sind unersetzlich, wenn es um die Restaurierung und Konservierung von alten und wertvollen Büchern geht. Bibliotheken, Archive und Museen auf der ganzen Welt verlassen sich auf ihre Expertise.

Handgefertigte Bücher und Unikate: In einer Welt der Massenproduktion schätzen viele Menschen die Einzigartigkeit und Qualität von handgefertigten Büchern. Buchbinder bieten maßgeschneiderte Lösungen und individuelle Kreationen, die jedes Buch zu etwas Besonderem machen.

Nachhaltigkeit und Langlebigkeit: Handgebundene Bücher sind oft haltbarer und nachhaltiger als industriell gefertigte. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, kann das traditionelle Buchbinden eine umweltfreundlichere Alternative darstellen.

Künstlerische Ausdrucksform: Das Buchbinden hat sich auch zu einer Form des künstlerischen Ausdrucks entwickelt. Künstlerbuchprojekte und Buchkunst haben in den letzten Jahren an Popularität gewonnen und zeigen, dass das Buchbinden weit mehr als nur ein Handwerk ist.


Die Ausbildung zum Buchbinder bzw. zur Buchbinderin existiert immer noch in Deutschland. Es handelt sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf im Handwerk. Während der Ausbildung lernt man unter anderem, Bücher, Broschüren und andere Druckerzeugnisse zu binden, zu restaurieren und zu veredeln. Auch moderne Techniken wie Digitaldruck und Buchbindearbeiten gehören oft zum Ausbildungsinhalt. Die Ausbildung dauert in der Regel 3 Jahre.


Fazit

Das Buchbinden ist ein Handwerk mit einer langen und reichen Geschichte, das sich im Laufe der Jahrhunderte weiterentwickelt hat. Trotz der Herausforderungen durch die digitale Revolution und die industrielle Massenproduktion bleibt die Rolle des Buchbinders relevant und unverzichtbar. Ob bei der Restaurierung wertvoller Bücher, der Herstellung einzigartiger handgefertigter Werke oder als künstlerische Ausdrucksform – Buchbinder tragen dazu bei, das Kulturgut Buch lebendig zu halten und in die Zukunft zu führen.

🖋️  Charakterbögen: Unverzichtbares Werkzeug für Autoren

„Dies hilft, die Charaktere besser zu verstehen und ihre Handlungen und Motivationen nachvollziehbar zu machen.“

09.07.2024

Die Schaffung lebendiger, glaubwürdiger Charaktere ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Autors. Gut entwickelte Charaktere ziehen die Leser in die Geschichte und machen sie unvergesslich. Ein effektives Werkzeug, das Autoren dabei hilft, solche Charaktere zu erschaffen, ist der Charakterbogen. Doch was genau ist ein Charakterbogen? Wie sollten Autoren ihn nutzen? Und ist er wirklich erforderlich?

Was ist ein Charakterbogen?

Ein Charakterbogen ist ein detailliertes Profil eines Charakters, das alle wichtigen Informationen und Eigenschaften zusammenfasst. Es dient als Leitfaden für den Autor und hilft, den Charakter konsistent und glaubwürdig darzustellen. Ein Charakterbogen kann so einfach oder komplex sein, wie der Autor es wünscht, und umfasst in der Regel persönliche Daten, physische Merkmale, psychologische Eigenschaften und Hintergrundinformationen.


Wie sollten Autoren ihn nutzen?

Ein Charakterbogen sollte als lebendiges Dokument betrachtet werden, das sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt. Autoren können ihn während des Schreibprozesses immer wieder ergänzen und anpassen. Dies hilft, die Charaktere besser zu verstehen und ihre Handlungen und Motivationen nachvollziehbar zu machen. Ein gut ausgearbeiteter Charakterbogen kann auch als Referenz dienen, um sicherzustellen, dass der Charakter in verschiedenen Szenen konsistent bleibt.


Ist ein Charakterbogen unbedingt erforderlich?

Ein Charakterbogen ist nicht zwingend erforderlich, aber sehr hilfreich. Besonders für umfangreiche Projekte wie Romane oder Serien kann ein Charakterbogen den Überblick erleichtern und die Komplexität der Charakterentwicklung beherrschbar machen. Er ist auch nützlich für Autoren, die dazu neigen, sich in den Details zu verlieren oder die Schwierigkeiten haben, ihre Charaktere konsistent zu halten.


Was muss alles enthalten sein?

Ein umfassender Charakterbogen sollte folgende Elemente enthalten:

Grundinformationen:

Name

Alter

Geschlecht

Beruf

Wohnort

Physische Merkmale:


Aussehen (Haarfarbe, Augenfarbe, Körpergröße, etc.)

Besondere Kennzeichen (Narben, Tattoos, etc.)

Kleidungsstil


Psychologische Merkmale:

Persönlichkeit (introvertiert/extrovertiert, ruhig/aufbrausend, etc.)

Stärken und Schwächen

Ängste und Wünsche

Ziele und Motivationen


Hintergrund und Geschichte:

Familiengeschichte

Bildung und Berufserfahrung

Wichtige Lebensereignisse

Beziehungen zu anderen Charakteren


Besondere Fähigkeiten und Talente:

Fähigkeiten und Kenntnisse

Hobbys und Interessen

Besondere Talente oder Fertigkeiten


Beispiel für einen Charakterbogen

Name: Anna Meier

Alter: 34 Jahre

Geschlecht: Weiblich

Beruf: Journalistin

Wohnort: Berlin


Physische Merkmale:

Aussehen: Lange braune Haare, grüne Augen, 1,70 m groß

Besondere Kennzeichen: Kleine Narbe am Kinn

Kleidungsstil: Casual, bevorzugt Jeans und T-Shirts


Psychologische Merkmale:

Persönlichkeit: Neugierig, ehrgeizig, empathisch

Stärken: Gutes Einfühlungsvermögen, analytische Fähigkeiten

Schwächen: Neigung zur Prokrastination, manchmal zu vertrauensvoll

Ängste: Angst vor Versagen, Klaustrophobie

Wünsche: Anerkennung in ihrem Beruf, ein eigenes Buch schreiben

Ziele: Eine investigative Reportage veröffentlichen, die einen Missstand aufdeckt


Hintergrund und Geschichte:

Familiengeschichte: Älteste von drei Geschwistern, Vater war Lehrer, Mutter Krankenschwester

Bildung und Berufserfahrung: Studium der Kommunikationswissenschaften, arbeitet seit zehn Jahren als Journalistin

Wichtige Lebensereignisse: Verlust des Vaters durch einen Autounfall, erster großer Artikel wurde preisgekrönt

Beziehungen zu anderen Charakteren: Enges Verhältnis zu ihrer jüngeren Schwester, angespanntes Verhältnis zur Mutter


Besondere Fähigkeiten und Talente:

Fähigkeiten und Kenntnisse: Recherchefähigkeiten, Fotografie

Hobbys und Interessen: Lesen, Yoga, Reisen

Besondere Talente: Talent fürs Schreiben, Sprachtalent (spricht fließend Englisch und Spanisch)


Fazit

Ein Charakterbogen ist ein wertvolles Werkzeug für Autoren, um tiefgehende und glaubwürdige Charaktere zu erschaffen. Obwohl er nicht zwingend erforderlich ist, bietet er eine strukturierte Möglichkeit, alle wichtigen Informationen über einen Charakter zu sammeln und zu organisieren. Durch die Nutzung eines Charakterbogens können Autoren sicherstellen, dass ihre Charaktere konsistent bleiben und sich im Laufe der Geschichte realistisch entwickeln.

🎤 Theo Gitzen von PodcastStudiotalk (Gastbeitrag)

09.07.2024

Autorenvorstellung „Regine Sonnleitner“

In diesem Video stelle ich die Autorin Regine Sonnleitner vor, sodass sich Zuschauer/-Hörer ein erstes Bild von Regine machen können, um zu erfahren, wer sie ist und warum sie schreibt.

📰  Rankings und Bestsellerlisten bei Amazon

„Die Wahl der richtigen Kategorie und der optimalen Keywords ist entscheidend.“

08.07.2024

Für viele Autoren ist die Aussicht, auf einer Bestsellerliste zu erscheinen, der Heilige Gral des Erfolgs. Amazon, als einer der weltweit größten Buchhändler, hat mit seinen Algorithmen und Ranking-Systemen einen erheblichen Einfluss darauf, welche Bücher Aufmerksamkeit und Verkaufszahlen erhalten. Doch wie genau funktionieren diese Systeme? Was steckt hinter den Algorithmen? Und welche Strategien können Autoren anwenden, um ihre Chancen auf eine Platzierung in den Bestsellerlisten zu erhöhen?

Die Bedeutung der Algorithmen

Amazon verwendet komplexe Algorithmen, um die Bestsellerlisten zu erstellen und die Sichtbarkeit von Büchern auf seiner Plattform zu bestimmen. Diese Algorithmen berücksichtigen verschiedene Faktoren wie Verkaufszahlen, Kundenbewertungen, Klickrate und Verweildauer auf der Buchseite. Ziel ist es, eine dynamische und aktuelle Liste der beliebtesten Bücher zu präsentieren, die den Nutzern eine relevante und interessante Auswahl bietet.


Wie funktionieren die Algorithmen?

Verkaufszahlen: Die wichtigste Metrik ist die Anzahl der verkauften Exemplare. Amazon aktualisiert die Verkaufszahlen in Echtzeit, was bedeutet, dass ein plötzlicher Anstieg der Verkäufe schnell zu einer höheren Platzierung führen kann.

Verkaufszeitraum: Nicht nur die Gesamtverkäufe sind wichtig, sondern auch der Zeitraum, in dem diese Verkäufe stattfinden. Ein Buch, das viele Exemplare in kurzer Zeit verkauft, kann höher eingestuft werden als ein Buch mit kontinuierlichen, aber langsameren Verkäufen.

Kundenbewertungen und Rezensionen: Positive Bewertungen und Rezensionen tragen zur Vertrauenswürdigkeit und Attraktivität eines Buches bei. Bücher mit vielen guten Bewertungen haben eine höhere Chance, auf den Bestsellerlisten zu erscheinen.

Klickrate und Verweildauer: Wie oft ein Buch angeklickt wird und wie lange Besucher auf der Buchseite bleiben, beeinflusst ebenfalls das Ranking. Diese Metriken geben Amazon Hinweise darauf, wie ansprechend und relevant ein Buch für potenzielle Käufer ist.

Kategorie und Keywords: Die Wahl der richtigen Kategorie und der optimalen Keywords ist entscheidend. Bücher, die in Nischenkategorien gut platziert sind, haben oft bessere Chancen, sichtbar zu werden und höhere Rankings zu erzielen.


Strategien für Autoren, um die Bestsellerlisten zu erreichen

Gezieltes Marketing: Eine gut geplante Marketingkampagne, die auf den Veröffentlichungszeitpunkt abgestimmt ist, kann den Verkauf ankurbeln. Dazu gehören Pre-Launch-Aktionen, Social Media Kampagnen, Newsletter-Marketing und bezahlte Werbeanzeigen.

Rezensionen sammeln: Autoren sollten aktiv Rezensionen von Lesern einholen. Dies kann durch Rezensionsexemplare, Kontakt zu Buchbloggern und Rezensionstauschgruppen erfolgen.

Promotions und Preisaktionen: Sonderangebote und zeitlich begrenzte Preisaktionen können die Verkaufszahlen kurzfristig steigern und die Sichtbarkeit erhöhen.

Netzwerk nutzen: Ein starkes Netzwerk aus anderen Autoren, Lesern und Influencern kann helfen, das Buch bekannter zu machen und die Verkaufszahlen zu steigern.

Optimierung der Buchseite: Die Buchbeschreibung, das Cover, die Kategorien und die Keywords sollten sorgfältig optimiert werden, um die Auffindbarkeit und Attraktivität des Buches zu maximieren.


Fazit

Die Algorithmen und Bestsellerlisten von Amazon bieten eine großartige Möglichkeit für Autoren, ihre Bücher einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Durch ein Verständnis der Funktionsweise dieser Algorithmen und die Anwendung gezielter Marketingstrategien können Autoren ihre Chancen auf eine Platzierung in den Bestsellerlisten erheblich verbessern. Letztendlich sind kontinuierliche Bemühungen und eine strategische Herangehensweise der Schlüssel zum Erfolg.

🖋️  Coaching und Lehrgänge: Möglichkeiten zur Weiterbildung

„Coaching für Autoren ist ein interaktiver Prozess, der auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Autors abgestimmt ist.“

07.07.2024

Das Schreiben eines Buches erfordert nicht nur Kreativität, sondern auch handwerkliches Können und fundiertes Wissen. Autoren, die ihre Fähigkeiten verbessern oder sich neue Kenntnisse aneignen möchten, haben zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung. Coaching und Lehrgänge bieten strukturierte und zielgerichtete Unterstützung, um das eigene Schreiben auf das nächste Level zu heben.

Möglichkeiten zur Weiterbildung

1. Schreibkurse und Workshops

Schreibkurse und Workshops sind ideal für Autoren, die spezifische Aspekte des Schreibens vertiefen möchten. Sie bieten eine Mischung aus Theorie und Praxis und decken Themen wie Plotentwicklung, Charakterisierung, Dialogführung und Stilistik ab.


2. Schreib-Coaching

Ein Schreib-Coach bietet individuelle Unterstützung und Feedback. Coaches arbeiten eng mit Autoren zusammen, um deren spezifische Herausforderungen zu identifizieren und zu überwinden. Dies kann besonders hilfreich sein, wenn Autoren an einem konkreten Projekt arbeiten.


3. Online-Kurse und Webinare

Online-Kurse und Webinare bieten Flexibilität und ermöglichen es Autoren, in ihrem eigenen Tempo zu lernen. Sie decken eine breite Palette von Themen ab und sind oft kostengünstiger als Präsenzkurse.


4. Schreibschulen und Akademien

Schreibschulen und Akademien bieten umfassende Programme, die oft mehrere Monate oder Jahre dauern. Sie bieten eine tiefgehende Ausbildung und strukturierte Lernpfade, die alle Aspekte des Schreibens und Verlagswesens abdecken.


Wie funktioniert Coaching?

Coaching für Autoren ist ein interaktiver Prozess, der auf die individuellen Bedürfnisse und Ziele des Autors abgestimmt ist. Ein Coach bietet nicht nur Feedback zum aktuellen Werk, sondern unterstützt auch bei der Entwicklung von Schreibstrategien, der Überwindung von Schreibblockaden und der Planung langfristiger Projekte.


Vorteile des Coachings

Individuelle Betreuung: Ein Coach arbeitet eins zu eins mit dem Autor und bietet maßgeschneidertes Feedback und Unterstützung.

Motivation und Disziplin: Regelmäßige Sitzungen mit einem Coach können Autoren motivieren und ihnen helfen, ihre Schreibziele konsequent zu verfolgen.

Professionelles Feedback: Coaches sind oft erfahrene Schriftsteller oder Verlagsprofis, die wertvolle Einblicke und Ratschläge geben können.

Kosten und Zeitaufwand

Die Kosten und der Zeitaufwand für Coaching und Lehrgänge variieren stark:

Schreibkurse und Workshops: Diese können zwischen 100 und 1000 Euro kosten und dauern in der Regel von einem Wochenende bis zu mehreren Wochen.

Schreib-Coaching: Die Kosten für individuelles Coaching liegen oft zwischen 50 und 150 Euro pro Stunde. Die Dauer des Coachings hängt von den Zielen des Autors ab und kann von einigen Sitzungen bis zu mehreren Monaten reichen.

Online-Kurse und Webinare: Diese sind oft kostengünstiger und liegen meist zwischen 50 und 500 Euro. Die Dauer variiert je nach Kursinhalt.

Schreibschulen und Akademien: Diese bieten umfangreiche Programme, die mehrere Monate bis Jahre dauern können. Die Kosten können von einigen hundert bis mehreren tausend Euro reichen.


Beispiele für Anbieter im deutschsprachigen Raum:

Schule des Schreibens: Die Schule des Schreibens bietet Fernstudiengänge und Lehrgänge für angehende und erfahrene Autoren an. Die Kurse decken eine breite Palette von Genres und Schreibtechniken ab.

Textmanufaktur: Die Textmanufaktur bietet Seminare, Workshops und individuelle Schreib-Coachings an. Sie richtet sich sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Autoren.

Writers‘ Studio Wien: Das Writers‘ Studio in Wien bietet Schreibkurse, Workshops und individuelle Coachings an. Es ist bekannt für seine inspirierende Atmosphäre und praxisorientierten Ansätze.

Autorenhaus Verlag: Der Autorenhaus Verlag bietet neben Veröffentlichungen zu Schreibthemen auch Seminare und Workshops an, die sich auf verschiedene Aspekte des Schreibens und Verlegens konzentrieren.

Self-Publishing-Schule: Diese Plattform bietet speziell auf Self-Publishing ausgerichtete Kurse und Webinare an. Sie richtet sich an Autoren, die ihre Werke selbstständig veröffentlichen möchten.

Hamburger Akademie für Fernstudien (HAF): Diese Akademie bietet verschiedene Fernlehrgänge zum kreativen und journalistischen Schreiben an. Die Kurse sind flexibel gestaltet und können von zu Hause aus absolviert werden.

Münchner Schreibakademie: Die Münchner Schreibakademie bietet Seminare, Workshops und individuelle Coachings für Autoren an. Die Kurse decken eine Vielzahl von Genres und Techniken ab, von Belletristik bis zu Sachtexten.

Textouren: Textouren bietet Schreibseminare und individuelle Schreibberatung an. Die Workshops sind praxisorientiert und bieten eine intensive Betreuung in kleinen Gruppen.

Skriptex: Skriptex bietet professionelle Schreibkurse und Coachings, die sich speziell an Drehbuchautoren richten. Die Kurse umfassen verschiedene Aspekte des Drehbuchschreibens und der Filmproduktion.

Kreatives Schreiben Berlin: Diese Plattform bietet Kurse und Workshops im Bereich kreatives Schreiben an. Die Angebote richten sich sowohl an Anfänger als auch an fortgeschrittene Autoren und umfassen verschiedene Genres und Themen.

StoryCatcher: StoryCatcher bietet eine Vielzahl von Workshops und individuellen Coachings für Autoren an. Die Kurse sind praxisnah und decken alle Aspekte des Schreibprozesses ab.

Roman-Werkstatt: Die Roman-Werkstatt bietet Intensivseminare und individuelle Coachings speziell für Romanautoren an. Die Kurse sind darauf ausgerichtet, Autoren von der ersten Idee bis zum fertigen Manuskript zu begleiten.

Writers‘ Workshop Schweiz: Dieser Anbieter richtet sich an Autoren in der Schweiz und bietet verschiedene Schreibkurse und individuelle Coachings an. Die Kurse sind praxisorientiert und decken eine breite Palette von Themen ab.

Online-Akademie der Bücherfrauen: Diese Plattform bietet speziell für Frauen konzipierte Schreibkurse und Workshops an. Die Angebote sind flexibel und können online absolviert werden.

Textaussichten: Textaussichten bietet individuelle Schreib-Coachings und Schreibwerkstätten an. Die Kurse sind darauf ausgerichtet, Autoren bei der Entwicklung und Verfeinerung ihrer Texte zu unterstützen.

Fazit

Coaching und Lehrgänge bieten Autoren wertvolle Möglichkeiten, ihr Handwerk zu erlernen und zu perfektionieren. Die Wahl des richtigen Angebots hängt von den individuellen Bedürfnissen, Zielen und dem Budget des Autors ab. Ob durch persönliche Betreuung, strukturierte Kurse oder flexible Online-Angebote – die Möglichkeiten zur Weiterbildung sind vielfältig und bieten für jeden Autor die passende Lösung. Mit der richtigen Unterstützung können Autoren ihre Schreibfähigkeiten verbessern und ihre literarischen Ziele erfolgreich erreichen.

📰  Affiliate-Marketing: Ein Leitfaden für Autoren

„Autoren können Affiliate-Links in ihre Social-Media-Posts einfügen, um ihre Reichweite zu erhöhen und gezielt Produkte zu bewerben.“

06.07.2024

Affiliate-Marketing ist eine Partnerschaft zwischen einem Händler und einem Affiliate-Partner, bei der der Affiliate für das Bewerben und Verkaufen von Produkten oder Dienstleistungen des Händlers eine Provision erhält. Dies erfolgt in der Regel durch spezielle Links, die der Affiliate in seinen Inhalten einfügt. Jedes Mal, wenn ein Nutzer auf diesen Link klickt und einen Kauf tätigt, erhält der Affiliate eine Vergütung.

Wie funktioniert Affiliate-Marketing?

Anmeldung bei einem Affiliate-Programm: Autoren müssen sich zunächst bei einem Affiliate-Programm anmelden. Beliebte Plattformen sind zum Beispiel Amazon Associates, ClickBank, ShareASale und das Partnerprogramm von Google.


Erhalt eines Affiliate-Links: Nach der Anmeldung erhalten die Autoren spezielle Affiliate-Links, die sie in ihre Inhalte einbinden können. Diese Links sind eindeutig und enthalten eine Kennung, die den Affiliate-Partner identifiziert.


Einbindung in Inhalte: Autoren können die Affiliate-Links in ihren Blogbeiträgen, E-Mails, sozialen Medien oder auf ihrer Website einfügen. Es ist wichtig, die Links so zu integrieren, dass sie organisch und relevant erscheinen.


Verfolgung und Vergütung: Wenn ein Leser auf einen Affiliate-Link klickt und einen Kauf tätigt, wird dies vom Affiliate-Programm verfolgt. Der Affiliate erhält dann eine Provision, die je nach Programm und Produkt variieren kann.


Erfolgreiche Beispiele für Affiliate-Marketing

Amazon Associates: Das Partnerprogramm von Amazon ist eines der bekanntesten und am weitesten verbreiteten. Autoren können Bücher, E-Books und andere Produkte bewerben und erhalten eine Provision für jeden Verkauf, der über ihren Link getätigt wird.


Book Depository Affiliates: Eine weitere beliebte Plattform für Buchautoren. Book Depository bietet weltweit kostenlosen Versand und attraktive Provisionsraten für Affiliate-Partner.


Audible Affiliate-Programm: Autoren können Hörbücher und Hörbuch-Abonnements von Audible bewerben und dafür Provisionen erhalten.


Möglichkeiten für Autoren, Affiliate-Marketing zu nutzen

Blog-Beiträge und Rezensionen: Autoren können Buchrezensionen oder themenrelevante Artikel auf ihrem Blog veröffentlichen und dabei Affiliate-Links zu den besprochenen Büchern oder Produkten einfügen.


Empfehlungslisten: Erstellung von Empfehlungslisten oder „Best of“-Artikeln zu Büchern oder Produkten, die mit dem eigenen Werk in Zusammenhang stehen. Diese Listen können Affiliate-Links enthalten.


Social Media: Autoren können Affiliate-Links in ihre Social-Media-Posts einfügen, um ihre Reichweite zu erhöhen und gezielt Produkte zu bewerben.


E-Mail-Marketing: Durch das Einfügen von Affiliate-Links in Newsletter und E-Mail-Kampagnen können Autoren ihre Leser direkt ansprechen und zu Käufen anregen.


Tipps für erfolgreiches Affiliate-Marketing

Relevanz und Authentizität: Die beworbenen Produkte sollten relevant für die Zielgruppe und authentisch in die Inhalte eingebunden sein. Leser schätzen ehrliche Empfehlungen und können leicht erkennen, wenn eine Werbung nicht authentisch ist.


Transparenz: Es ist wichtig, transparent zu sein und die Leser darauf hinzuweisen, dass es sich um Affiliate-Links handelt. Dies fördert Vertrauen und entspricht den gesetzlichen Anforderungen.


Mehrwert bieten: Autoren sollten Mehrwert bieten, indem sie informative und nützliche Inhalte erstellen. Eine detaillierte Rezension oder ein informativer Artikel kann mehr Verkäufe generieren als ein einfacher Werbelink.


Analysen und Optimierung: Autoren sollten die Leistung ihrer Affiliate-Links regelmäßig analysieren und ihre Strategien entsprechend anpassen. Viele Affiliate-Programme bieten Tools zur Verfolgung und Analyse von Klicks und Verkäufen.


Fazit

Affiliate-Marketing bietet Autoren eine attraktive Möglichkeit, zusätzliches Einkommen zu generieren, indem sie Produkte und Dienstleistungen bewerben, die zu ihrer Zielgruppe passen. Durch die Erstellung relevanter und authentischer Inhalte, die Einbindung von Affiliate-Links und die Nutzung verschiedener Plattformen können Autoren ihre Einnahmen steigern und ihre Leserbasis erweitern. Mit der richtigen Strategie und einem transparenten Ansatz kann Affiliate-Marketing zu einem erfolgreichen Bestandteil der Autorenkarriere werden.

🎤  Nadine Stenglein (Autorin) im Gespräch

„Ideen, die noch nicht veröffentlicht sind, da spreche ich nur oberflächlich drüber, da ich davor noch nicht viel verraten soll.“

05.07.2024

Perry Payne: Du kommst aus Oberfranken und hast als Autorin verschiedene Pseudonyme. Schon als Kind hast du es geliebt, dir Geschichten auszudenken. Heute schreibst du Romance, Crime, historische Romane und Fantasy.

Ich begrüße ganz herzlich zu unserem Freitagstalk Nadine Stenglein. Schön, dass du hier bist. Auf Instagram hast du knapp 14.000 Follower, die deinen Projekten folgen. Erzähle uns etwas über deinen Alltag als Autorin.

Nadine Stenglein: Hallo Perry, danke für die Einladung. Ich schreibe jeden Tag an einer Geschichte oder überarbeite eine. Damit ich den roten Faden nicht verliere, und weil ich das Schreiben und alles, was damit zu tun hat, liebe. Ich wollte schon als Kind Autorin werden, habe viel gelesen und konnte es kaum abwarten, Schreiben zu lernen, damit ich meine Geschichten, die ich im Kopf habe, aufschreiben kann. Nun weiß ich, dass man beim Schreiben auch einige Regeln beachten muss, aber vor allem muss man es mit Gefühl machen. Es muss sich gut und richtig anfühlen. 

Perry Payne: Ich liebe gefühlvolle Geschichten und schreibe selbst emotional. Egal in welchem Genre. Seit wann schreibst du aktiv und wie hast du die Schreibtechniken gelernt?

Nadine Stenglein: Ich habe mit 17 meinen ersten Roman geschrieben, aber nur für mich und meine engsten Freundinnen. Den Roman habe ich dann auch angeboten und bekam ein Angebot von einem Verlag, der allerdings hohe Kosten für die Veröffentlichung verlangt hat. Der Verleger und seine Sekretärin kamen sogar aus Berlin zu mir nach Oberfranken und brachten auch gleich den Vertrag mit. Dass sie Geld wollten, hat meine Eltern und mich hellhörig werden lassen. Natürlich habe ich nicht unterschrieben. Von solchen DKZ-Verlagen rate ich auch dringend ab. Sie wollten damals gleich eine Unterschrift und dass das Geld überwiesen wird. Über 10.000 DM wären es gewesen. Dafür, so der Verleger, macht er aus mir einen „Schreibstar“. Ich war sehr enttäuscht und habe lange nichts mehr irgendwo angeboten. Später dann auf einer Plattform im Internet, wo ein Kleinverlag auf einen Text aufmerksam wurde und ihn unter Vertrag genommen hat. So fing es an. Seitdem wächst das alles langsam, aber stetig. Das Schreiben ist das Wichtigste dabei. Ich habe mir Regeln dazu aus Büchern geholt und in einer Schreibfernschule. 

Perry Payne: Wie viele Autoren bist du an einen DKZV (Druckkostenzuschussverlag) geraten? Es ist gut, dass du das durchschaut hast. Denn hier verdient nur der Anbieter, der wenig Interesse daran hat, dein Buch ordentlich zu vermarkten. Inzwischen hast du einen echten Verlag gefunden. Wie viele Bücher hast du bereits veröffentlicht?

Nadine Stenglein: Ich habe die Adresse des Verlages in einer Zeitschrift gefunden und dann mein Skript dorthin geschickt. Nadine
Ich habe unter Cecilia Lilienthal zwei Romane veröffentlicht – Romance mit History.
Unter Lilian Dean Romances und unter Nadine Stenglein Krimis und einen Thriller.
Meine Agentin, die mich projektbezogen vertritt, sucht nun einen Verlag für neue Herzensprojekte. Es bleibt spannend. Man muss auf jeden Fall aber viel Geduld mitbringen.
Ich habe viel gelernt in den Jahren und auch Fehlentscheidungen getroffen. Nun mal sehen, wie es weitergeht.

Perry Payne: Die Verlagsbewerbung braucht seine Zeit. Autoren sollten also viel Geduld mitbringen. Neben deinen Büchern bringst du auch Hörbücher heraus. Ist das eine Eigeninitiative oder ein Teil der Vermarktung vom Verlag?

Nadine Stenglein: Die Hörbücher sind bisher Eigeninitiative. Außer bei einem: Da verhandelt der Verlag gerade mit einem Hörbuchverlag.

Perry Payne: Ein Hörbuch zu produzieren ist kostenintensiv. Wie wird das Hörbuch von den Kunden angenommen?

Nadine Stenglein: Eines wird demnächst produziert. Zur Schokoladen-Symphonie unter meinem Pseudonym Cecilia Lilienthal, Tinte und Federverlag. Bei Seaside Studios. Die Hörbücher, die bei Storify erschienen sind, wurden bisher okay angenommen. Manche mochten die Stimmen überhaupt nicht. Manche fanden sie ok. Es erscheinen bei Storify halt sehr viele Hörbücher.

Perry Payne: Also musst du noch abwarten, ob sich der Verkauf rechnet. Der Anteil der Hörbücher steigt mit jedem Jahr. Es ist ein gutes Medium, um Bücher zu vermarkten. Welche anderen Möglichkeiten nutzt du für die Vermarktung?

Nadine Stenglein: Ich mache gerne kleine Trailer oder Posts und teile sie auf TikTok, Insta, Facebook und auch auf meiner Homepage. Dann habe ich auch Leserunden auf LovelyBooks gemacht, oft mit dem Verlag des jeweiligen Buches zusammen. Lesungen – dazu habe ich mich bisher noch nicht durchgerungen und so bekannt bin ich ja nicht. Das Schreiben, der Austausch mit Leser:innen, Posts, Trailer, das nimmt sehr viel Freizeit in Anspruch.

Perry Payne: Du berichtest von deinen Fehlentscheidungen im Prozess der Vermarktung. Kannst du hiervon erzählen und anderen Autoren das ersparen?

Nadine Stenglein: Nein, ich meinte damit Fehlentscheidungen, was manche Agenten anging und Verlage. Aber davon möchte ich öffentlich nichts sagen. Ich hatte da auch per Vertrag unterschrieben, dass da nichts öffentlich gesagt wird.

Perry Payne: Das kann ich verstehen. Erzähl uns doch etwas über dein neues Buch. Worum handelt es?

Nadine Stenglein: Ideen, die noch nicht veröffentlicht sind, da spreche ich nur oberflächlich drüber, da ich davor noch nicht viel verraten soll. Ich probiere jetzt mal SP mit einem Herzensprojekt, ist eine Romance. 

Perry Payne: Deine Bücher „Zur Schokoladen-Symphonie“ und „Unter dem Dornenhimmel“ sind sehr erfolgreich. Kannst du vom Schreiben leben?

Nadine Stenglein: Nein, leider nicht. Ich arbeite als Bürokauffrau. 25 Stunden die Woche.

Perry Payne: Nun wird es aber Zeit, deine Bücher näher vorzustellen. Du schreibst in unterschiedlichen Genres. Welches ist dein Lieblingsgenre? Und erzähle doch ein wenig von deinem bestverkauften Buch. Worum handelt es?

Nadine Stenglein: Ich schreibe am liebsten Liebesromane mit Humor, Spannung, Knistern und Tiefgang. Mein bestverkauftes Buch ist „Zur Schokoladen-Symphonie“. Darin geht es um zwei Frauen aus unterschiedlichen Zeiten. Hannah findet auf dem Dachboden ihres Cafés eine Kiste mit einer Geschichte. Rosas Geschichte und Davids. Sie verliebten sich 1923. David war ein jüdischer Pianist und nicht nur ihre Eltern waren gegen diese Verbindung, weil er Jude war.
Das Buch erschien beim „Tinte und Feder Verlag“, der bisher auch die meiste Werbung gemacht hat.

Perry Payne: Gibt es persönliche Erfahrungen oder Elemente in deinen Büchern, die für dich besonders bedeutsam sind? Also, verarbeitest du eigene Erlebnisse?

Nadine Stenglein: In Unter dem Dornenhimmel, „Tinte und Feder Verlag“, waren es Erfahrungen meiner Großeltern und einer Tante (teilweise). In Mr Imperfect, „Digital Publishers“, beschrieb ich die Ehe meiner besten Freundin. Inzwischen ist sie geschieden. Aber auch eigene Erfahrungen von mir bringe ich schon ein.
Auch Lieblingsblumen z.B. erwähnte ich schon in Büchern. 

Perry Payne: Erzähle uns zum Abschluss noch etwas über deinen Tagesablauf. Planst du das regelmäßige Schreiben fest ein?

Nadine Stenglein: Also bis 13 Uhr arbeite ich in einem Büro. Davor mache ich schon einiges an Hausarbeit, am Nachmittag schreibe ich dann meist 2–3 Stunden und an freien Tagen dazwischen. Auch meistens am Nachmittag. Hin und wieder auch am Abend.

Perry Payne: Schreiben ist schon ein faszinierendes Hobby. Für manche ist es sogar eine Berufung. Ich danke dir für das anregende Gespräch und wünsche dir weiterhin viel Erfolg und eine hohe Sichtbarkeit für deine Bücher. Das Abschlusswort richtest du bitte direkt an die Leser. Möchtest du ihnen noch etwas mit auf den Weg geben?

Nadine Stenglein: Der schönste Lohn für das Schreiben ist für mich, wenn meinen Leser:innen gefällt, was ich schreibe. Wünsche Dir einen schönen Abend. Für mich ist Schreiben auch viel mehr als ein Hobby, also schon eine Berufung.

🖋️  Spenden aus Bucherlösen: Eine effektive Marketingstrategie?

„Es ist wichtig, dass die gewählte Organisation transparent arbeitet und ihre Spenden effektiv einsetzt.“

04.07.2024

Viele Autoren entscheiden sich dafür, einen Teil oder sogar den gesamten Erlös ihres Buches zu spenden. Diese noble Geste kann nicht nur einem guten Zweck dienen, sondern auch eine effektive Marketingstrategie darstellen. Doch was müssen Autoren beachten, wenn sie ihre Bucherlöse spenden möchten? Wie gehen sie dabei vor, und welche rechtlichen Aspekte sind zu berücksichtigen?

Spenden als Marketingstrategie

Die Entscheidung, Bucherlöse zu spenden, kann das Image eines Autors positiv beeinflussen und eine breite Leserschaft anziehen. Leser sind oft bereit, ein Buch zu kaufen, wenn sie wissen, dass sie damit einen guten Zweck unterstützen. Diese Art von Marketing kann durch Pressemitteilungen, Social-Media-Kampagnen und Kooperationen mit wohltätigen Organisationen verstärkt werden.


Vorgehensweise für Autoren

Wohltätige Organisation auswählen: Autoren sollten eine vertrauenswürdige Organisation wählen, die zu ihrem Buchthema oder ihren persönlichen Überzeugungen passt. Dies erhöht die Glaubwürdigkeit und das Interesse der Leser.


Konditionen festlegen: Autoren müssen entscheiden, welcher Prozentsatz des Erlöses gespendet wird. Dies sollte klar und transparent kommuniziert werden.


Kommunikation: Eine klare und transparente Kommunikation ist entscheidend. Autoren sollten in ihren Büchern, auf ihren Websites und in sozialen Medien deutlich machen, wie viel und wohin gespendet wird.


Rechtliche Aspekte

Steuerliche Auswirkungen: Spenden können steuerliche Vorteile bringen, aber es ist wichtig, sich über die spezifischen Regelungen im eigenen Land zu informieren. Autoren sollten mit einem Steuerberater sprechen, um sicherzustellen, dass sie alle rechtlichen Anforderungen erfüllen.


Verträge und Vereinbarungen: Wenn Autoren einen Teil ihres Erlöses spenden möchten, sollten sie dies klar in ihren Verträgen mit Verlagen oder Self-Publishing-Plattformen festhalten. Dies stellt sicher, dass die Vereinbarungen eingehalten werden.


Transparenz und Nachweisbarkeit: Um Vertrauen zu schaffen, sollten Autoren Belege für die Spenden aufbewahren und gegebenenfalls veröffentlichen. Dies kann durch Spendenquittungen oder Berichte der wohltätigen Organisationen geschehen.


Empfänger von Spendengeldern

Lokale und internationale Wohltätigkeitsorganisationen: Autoren können sich entscheiden, an lokale oder internationale Organisationen zu spenden. Es ist wichtig, dass die gewählte Organisation transparent arbeitet und ihre Spenden effektiv einsetzt.


Gemeinnützige Projekte: Neben etablierten Organisationen können Autoren auch spezifische Projekte unterstützen, wie zum Beispiel Bildungsprogramme, Umweltschutzinitiativen oder Gesundheitsprojekte.


Nachvollziehbarkeit für Leser

Öffentliche Berichterstattung: Autoren können regelmäßig Updates über die Spenden und deren Verwendung geben. Dies kann über Blogposts, Newsletter oder Social-Media-Beiträge erfolgen.


Transparenzberichte der Organisationen: Viele wohltätige Organisationen veröffentlichen jährliche Berichte, in denen sie detailliert darlegen, wie die Spenden verwendet wurden. Autoren können diese Berichte mit ihren Lesern teilen.


Zertifikate und Siegel: Einige Organisationen bieten Spendenzertifikate oder Siegel an, die Autoren auf ihren Websites oder in ihren Büchern verwenden können, um die Authentizität ihrer Spenden zu belegen.


Fazit

Das Spenden von Bucherlösen ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, einen positiven Beitrag zu leisten, sondern kann auch als effektive Marketingstrategie dienen. Autoren, die diesen Weg gehen möchten, sollten sorgfältig planen, transparente Kommunikation sicherstellen und alle rechtlichen Aspekte berücksichtigen. Durch die Wahl vertrauenswürdiger Organisationen und die regelmäßige Berichterstattung über die Verwendung der Spenden können Autoren das Vertrauen ihrer Leser gewinnen und langfristig eine loyale Leserschaft aufbauen.

🖋️  Wie werden Western geschrieben?

„Die raue und oft unerbittliche Natur sollte eine zentrale Rolle spielen.“

03.07.2024

Der Western ist ein faszinierendes Genre, das tief in der amerikanischen Kultur verwurzelt ist. Er erzählt Geschichten vom Leben an der Grenze, von Cowboys, Gesetzlosen und Pionieren, die in einer rauen und oft feindlichen Umgebung bestehen müssen. Obwohl der Western seinen Höhepunkt im frühen 20. Jahrhundert erlebte, bleibt er auch heute noch relevant und inspirierend. Aber wie schreibt man einen guten Western? Was müssen Autoren beachten, und wie hat sich das Genre im Laufe der Zeit entwickelt?

Der Western hat in den letzten Jahrzehnten einen Wandel erlebt. Während er früher vor allem für seine Abenteuer und Heldengeschichten bekannt war, dient er heute oft als Medium zur Erkundung tieferer Themen wie Moral, Gerechtigkeit und der menschlichen Natur. Moderne Western reflektieren auch aktuelle gesellschaftliche Fragen und bieten neue Perspektiven, oft durch die Einbeziehung von vielfältigeren Charakteren und komplexeren Handlungssträngen.


Entwicklung des Western-Genres

Frühe Western (19. Jahrhundert bis frühes 20. Jahrhundert): Die ersten Western erzählten einfache Geschichten von Helden und Bösewichten in einer klar definierten moralischen Welt. Werke wie „Die Grenzpatrouille“ von James Fenimore Cooper legten den Grundstein für das Genre.


Goldenes Zeitalter (1930er bis 1960er Jahre): In dieser Zeit wurden die klassischen Western geschrieben. Autoren wie Zane Grey und Louis L’Amour prägten das Genre mit ihren Abenteuergeschichten und ikonischen Figuren.


Neuer Western (1970er Jahre bis heute): Der moderne Western ist komplexer und nuancierter. Autoren wie Cormac McCarthy („Die Straße“, „All die schönen Pferde“) und Larry McMurtry („Lonesome Dove“) haben das Genre erneuert, indem sie tiefere psychologische und moralische Themen einführten.


Wichtige Aspekte beim Schreiben eines Western

Setting und Atmosphäre: Das Setting ist entscheidend. Eine authentische Darstellung der Landschaft und der historischen Periode ist unerlässlich. Die raue und oft unerbittliche Natur sollte eine zentrale Rolle spielen.


Charakterentwicklung: Vielschichtige Charaktere sind essenziell. Helden im Western sind oft gebrochene, komplexe Figuren mit einer dunklen Vergangenheit. Auch Nebencharaktere sollten gut ausgearbeitet sein und eigene Geschichten und Motivationen haben.


Konflikte und Themen: Zentrale Konflikte im Western drehen sich oft um Überleben, Gerechtigkeit und Ehre. Es ist wichtig, diese Themen authentisch und vielschichtig zu behandeln. Moderne Western können auch aktuelle gesellschaftliche Themen wie Rassismus, Geschlechterrollen und Umweltfragen aufgreifen.


Dialog und Sprache: Die Sprache sollte zur Zeit und zum Setting passen. Ein authentischer, oft lakonischer Dialog trägt wesentlich zur Atmosphäre bei. Gleichzeitig sollte der Text gut lesbar und zugänglich bleiben.


Action und Spannung: Ein Western sollte spannende, actiongeladene Szenen enthalten. Duelle, Verfolgungsjagden und Kämpfe sind typische Elemente, die gekonnt eingesetzt werden sollten, um die Spannung zu halten.


Beispiele erfolgreicher Westernbücher

„Lonesome Dove“ von Larry McMurtry: Dieses epische Werk erzählt die Geschichte zweier alternder Ex-Texas Ranger, die eine Rinderherde von Texas nach Montana treiben. Es wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet und ist ein Klassiker des Genres.


„Blood Meridian“ von Cormac McCarthy: Dieses düstere, philosophische Werk erforscht die Gewalt und das Chaos an der Grenze zwischen den USA und Mexiko im 19. Jahrhundert. Es gilt als eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Literatur.


„True Grit“ von Charles Portis: Die Geschichte der jungen Mattie Ross, die die Mörder ihres Vaters jagt, wurde mehrfach verfilmt und ist ein herausragendes Beispiel für einen Western mit einer starken, weiblichen Protagonistin.


Fazit

Der Western ist ein Genre, das sich kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder neu interpretiert wird. Für Autoren bietet es die Möglichkeit, epische Geschichten mit tiefgehenden Themen zu verbinden. Indem sie sich auf authentische Settings, komplexe Charaktere und zeitlose Konflikte konzentrieren, können Autoren Western schreiben, die sowohl fesseln als auch zum Nachdenken anregen. Mit einem respektvollen Blick auf die Tradition und einer Offenheit für moderne Einflüsse kann das Western-Genre auch heute noch glänzen.

🖋️  Die Rolle von Literaturagenturen

„Sie unterstützen Autoren bei der Vermarktung ihrer Bücher, organisieren Lesungen und fördern die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.“

02.07.2024

Literaturagenturen spielen eine zentrale Rolle im literarischen Ökosystem. Sie fungieren als Vermittler zwischen Autoren und Verlagen, bieten umfassende Dienstleistungen und unterstützen Autoren in verschiedenen Phasen ihrer Karriere. Doch welche konkreten Aufgaben übernehmen Agenturen und warum sollten Autoren ihre Dienste in Anspruch nehmen?

Aufgaben von Literaturagenturen

Manuskriptauswahl und -entwicklung: Agenturen sichten Manuskripte und wählen vielversprechende Projekte aus. Sie unterstützen Autoren bei der Weiterentwicklung ihrer Werke durch Feedback und Lektorat, um die Qualität des Manuskripts zu maximieren.


Vertragsverhandlungen: Literaturagenten verfügen über umfangreiche Kenntnisse des Verlagsmarktes und der rechtlichen Rahmenbedingungen. Sie verhandeln Verträge im besten Interesse des Autors und sorgen für faire Konditionen, sei es in Bezug auf Vorschüsse, Tantiemen oder Nebenrechte wie Film- und Übersetzungsrechte.


Marketing und PR: Agenturen haben oft etablierte Kontakte zu Medien und Veranstaltern. Sie unterstützen Autoren bei der Vermarktung ihrer Bücher, organisieren Lesungen und fördern die Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit.


Karriereplanung: Ein guter Agent betrachtet die Karriere eines Autors langfristig. Er berät hinsichtlich der strategischen Ausrichtung, hilft bei der Positionierung am Markt und unterstützt beim Aufbau eines nachhaltigen Erfolgs.


Rechteverwaltung: Agenturen kümmern sich um die Verwaltung und den Verkauf von Nebenrechten, wie zum Beispiel Hörbuchrechte, Filmrechte oder Übersetzungsrechte. Dies kann zusätzliche Einkommensquellen für den Autor erschließen.


Warum eine Agentur statt eines Verlags?

Unabhängigkeit und Flexibilität: Während Verlage oft spezifische Vorgaben und Erwartungen haben, bieten Agenturen mehr Flexibilität. Sie unterstützen den Autor dabei, sein Werk gemäß seiner eigenen Vision zu gestalten und behalten dabei dennoch den Markt im Blick.


Breitere Marktreichweite: Eine Agentur hat in der Regel Kontakte zu verschiedenen Verlagen, was die Chancen erhöht, das passende Zuhause für ein Manuskript zu finden. Dies ist besonders wichtig in einem sich ständig wandelnden Verlagsmarkt, wo die Bedingungen von Verlag zu Verlag stark variieren können.


Fokussierte Unterstützung: Verlage haben häufig ein großes Portfolio an Autoren, wodurch einzelne Autoren weniger individuelle Aufmerksamkeit erhalten könnten. Agenturen hingegen bieten maßgeschneiderte Unterstützung und intensivere Betreuung, da sie oft eine kleinere, selektive Klientel betreuen.


Langfristige Zusammenarbeit: Agenturen sind daran interessiert, eine langfristige Beziehung zu ihren Autoren aufzubauen. Sie unterstützen kontinuierlich und begleiten den Autor über verschiedene Projekte hinweg, was zu einer stabileren und nachhaltigen Karriere führen kann.


Verhandlungsstärke: Agenten verfügen über umfangreiche Erfahrung und Verhandlungsgeschick. Sie können bessere Konditionen aushandeln und sind mit den Feinheiten der Vertragsgestaltung vertraut, was für den Autor zu besseren finanziellen und rechtlichen Bedingungen führt.


Fazit

Literaturagenturen bieten Autoren eine umfassende Unterstützung, die weit über die bloße Vermittlung an Verlage hinausgeht. Sie helfen bei der Manuskriptauswahl, übernehmen Verhandlungen, fördern die Karriereentwicklung und sichern langfristige Rechte und Einnahmen. Für Autoren, die ihre kreativen Visionen verwirklichen und gleichzeitig erfolgreich am Markt bestehen wollen, sind Agenturen ein unverzichtbarer Partner. In der Zusammenarbeit mit einer Agentur profitieren Autoren von Expertenwissen, breiteren Marktchancen und einer intensiven, individuellen Betreuung.

📰  Scammer in der Buchbranche: Es fängt harmlos an

„Nehmen wir an Sie verkaufen Ihr Buch für 20 €, also beträgt die Provision pro Verkauf 10%, sodass Ihr Gewinn pro Buch 18 € beträgt.“

01.07.2024

Diesmal saß ich als Interviewgast auf der anderen Seite des Sofas. Ich habe mich auf ein gutes Gespräch gefreut. Doch das, was dann passierte, hätte ich nicht erwartet. Am Ende droht sie mir sogar mit einem Anwalt.

Maria H.: Hola.


Perry Payne: Du hast ein Event gepostet. Möchtest du darüber in einem Interview reden? Gerne stelle ich mich für ein Interview zur Verfügung.


Maria H.: Ja, ich poste über mich selbst (Bio), aber nichts erfinden, wir können trotzdem über Ihr Buch diskutieren.


Perry Payne: Okay, gerne. Wie läuft das ab?


Maria H.: Erzähl mir einfach von deinem Buch. Also, wie viele Bücher haben Sie bisher geschrieben? Welche Veröffentlichungsplattform verwenden Sie, um Ihr Buch zu bewerben? Wie Amazon, Smashword, Lulu usw. Oder sind Sie ein traditioneller Verlag?


Perry Payne: Normalerweise bin ich Gastgeber und lade Gäste ein. Dies ist mal eine neue Erfahrung und ich bin sehr gespannt.

Also, insgesamt sind es 16 Bücher. Das Meiste davon sind Romane in unterschiedlichen Genres. Dazu kommen Kurzgeschichten, ein Reisetagebuch und ganz neu das Buch zu meiner Infoseite SofaTalk24. Es ist prall gefüllt mit Schreibtipps, Informationen rund ums Buch und Interviews.

Ich hatte drei Verlage, bei denen ich veröffentlicht habe. Dann gründete ich PPB (PerryPayneBooks), einen Eigenverlag und Buchdienstleister, bei dem ich meinen ersten Bestseller mit einer Geschichte nach wahrer Begebenheit landete.


Maria H.: Okay, ich sehe, Sie sind kein Neuling in diesem Bereich. Wie machen Sie also Werbung für Ihr Buch?


Perry Payne: Zum einen sind da die Verlage, die meine Bücher bewerben. Ich selbst habe eine Homepage mit reichlich Zugriffen und poste auf Facebook. Instagram und Telegram habe ich wegen zu geringer Zugriffe eingestellt. Seit einem knappen Jahr läuft eine indirekte Werbung mit www.sofatalk24.de. Auf dieser Plattform stelle ich Schreibtipps und Branchennews zur Verfügung und spreche mit unterschiedlichen Brancheninsidern. Vom Leser über Autoren, Dienstleister bis zu Verlagen. Diese Form des Marketings ist bisher meine erfolgreichste in der Schriftstellerkarriere. Denn die Leute werden auf mich aufmerksam und schauen offenbar, was ich sonst noch mache.


Maria H.: Wissen Sie, was Affiliate-Marketing bedeutet?


Perry Payne: Ich habe davon gehört, mich aber nicht weiter damit beschäftigt.


Maria H.: Okay, wissen Sie nicht, dass Affiliate-Marketing für Sie als Autor die beste Möglichkeit ist, für ein Buch zu werben? Soll ich Ihnen genauer erklären, wie es funktioniert?


Perry Payne: Also gut. Wie funktioniert das?


Maria H.: Affiliate-Marketing ist eine Möglichkeit, für ein Buch zu werben. Sie müssen sich nicht mehr die Mühe machen, noch einmal etwas auf Facebook zu posten. Die Leute kommen und helfen Ihnen kostenlos dabei, für Ihr Buch zu werben, und Sie zahlen ihnen eine Provision für von ihnen erzielte Verkäufe.


Perry Payne: Das ist nur die Theorie. Wie funktioniert das in der Praxis? Also, wo kommen die Leute her, die für die Bücher werben?


Maria H.: Wir können das Buch also auf Digtistore oder Jvzoo hochladen. Das ist eine Affiliate-Plattform, die die Leute besuchen, um dem Autor zu helfen, sein Buch zu bewerben. Es gibt also so etwas wie Uplinks. Affiliate-Uplinks sind einzigartige Tracking-Links, die Affiliates gegeben werden, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben und Provisionen auf die generierten Verkäufe zu verdienen. Und wir müssen einen vollständigen Verkaufstrichter entwerfen. Ein Verkaufstrichter im E-Book-Affiliate-Marketing hilft dabei, Leads zu erfassen, potenzielle Kunden zu pflegen und sie zum Kauf des E-Books zu führen, wodurch die Konversionsraten erhöht und der Umsatz maximiert werden.


Perry Payne: Das hört sich gut an. Wie verhält es sich mit den Provisionen? Also Tantiemen für Bücher sind üblicherweise sehr gering. Sagen wir mal 12% vom Nettopreis eines Buches. Wie viel zahlt der Autor an Provision? Und in diesem Zusammenhang: Wie kann ein Verkauf aufgrund der Empfehlung konkret nachvollzogen werden?


Maria H.: Okay, nehmen wir an Sie verkaufen Ihr Buch für 20 €, also beträgt die Provision pro Verkauf 10%, sodass Ihr Gewinn pro Buch 18 € beträgt.


Perry Payne: Anders, der Gewinn für ein Buch liegt etwa bei 1,50 €. Also, von diesem Betrag soll die Provision berechnet werden? Bei 2 € Provision für die Vermittlung würde der Autor schon rund 0,50 € Verlust machen.


Maria H.: Für wie viel verkaufst du dein Buch? Nein, ich glaube, du verstehst die Nachricht nicht. Sag mir, für wie viel du dein Buch verkaufen willst, und ich helfe dir, es zu berechnen.


Perry Payne: Das ist natürlich unterschiedlich. Aber egal ob Verlag oder BoD-Dienste: Die Tantiemen liegen oft nicht über 12%. Bei einem Buch für 15 € Netto sind wir bei 1,80 € Gewinn.


Maria H.: Okay, Sie verkaufen Ihr Buch also für 15 €, also muss die Person, die Ihnen beim Verkauf geholfen hat, eine Provision von 10 % einstreichen, also 1,5 € pro Verkauf, den sie einbringt, also beträgt Ihr Gewinn 13,5 €.


Perry Payne: Das muss ich korrigieren. Umsatz ist schließlich nicht Gewinn. Bei Ihrer Rechnung müssen wir die 1,50 € Provision vom Buchgewinn 1,80 € abziehen. Da bleibt also für den Autor noch 0,30 € übrig.


Maria H.: Vielleicht können wir den Preis erhöhen. Auf welcher Plattform listen Sie das Buch auf?


Perry Payne: Meine Bücher gibt es – bis auf eine Ausnahme – überall im deutschsprachigen Buchhandel. Stationär und Onlinehandel. Sie sind alle gelistet im Verzeichnis der lieferbaren Bücher, womit sie jeder Buchladen um die Ecke bestellen kann.


Maria H.: Gut, können wir Ihr Publikum zu Ihrem Buchhandlungslink weiterleiten?


Perry Payne: Das weiß ich nicht. Ich denke, da muss man sich als Händler registrieren. Dort können keine Endkunden kaufen.


Maria H.: Kein Problem. Also, was ist Ihr Plan?


Perry Payne: Es gibt die Möglichkeit zum privaten Profil auf jeder Plattform und zu meiner Autorenhomepage.


Maria H.: Also, bevor wir damit anfangen können, werde ich einige Anforderungen von Ihnen erfragen.


Perry Payne: Die Frage vom Preis haben wir noch nicht geklärt. Für 0,30 € Gewinn möchte ich nicht verkaufen.


Maria H.: Vielleicht können wir den Preis erhöhen oder, was meinen Sie, lassen Sie mich wissen, welchen angemessenen Preis wir anstreben.


Perry Payne: Das ist lediglich interessant, um mal ein Buch zu pushen. Wenn das funktioniert, rutscht es in der Listung vielleicht nach oben. Welche Funktion haben Sie bei diesem Projekt?


Maria H.: Meine Aufgabe besteht darin, Ihnen beim Entwurf eines Sales Funnels zu helfen, das Buch in den Digistore oder JvZoo hochzuladen und es zu überwachen.


Perry Payne: Sehr gut. Also können sich Autoren an Sie wenden. Bleiben wir dabei mal bei den Kosten. Wie viel verlangen Sie für Ihren Service?


Maria H.: Kann ich Ihr festes Budget erfahren? Das sind 350$ für Sie. Sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie mit dem Budget einverstanden sind.


Perry Payne: Also müsste ich fast 1.200 Bücher verkaufen, damit es sich amortisiert.


Maria H.: Warum?


Perry Payne: Ah, sorry. 440 Bücher. War mein Fehler.


Maria H.: Bist du mit dem Budget einverstanden?


Perry Payne: Das sind immer noch jede Menge Bücher. Gibt es Referenzen?


Maria H.: Ich arbeite mit Oscar Jay. Oscar Jay ist ein englischer Autor. Ich arbeite mit Kristin Hannah usw.


Perry Payne: Ich werde ihn kontaktieren. Dieses Gespräch stelle ich online. Vielen Dank für die nette Unterhaltung. Vielleicht ist Ihr Modell ja etwas für den einen oder anderen Autoren. Über diese Möglichkeit zum Marketing werde ich demnächst mal einen redaktionellen Beitrag verfassen.


Maria H.: Okay, kein Problem. Sind Sie bereit, die Zahlung zu leisten?


Perry Payne: Ich denke, das Interview ist beendet. Jetzt scheint es mir doch etwas zu sehr in Richtung Spam zu gehen.


Maria H.: Warum?


Perry Payne: Echt jetzt? Wir haben doch alles besprochen. Ich danke für das Gespräch und wünsche noch viel Erfolg.


Maria H.: Warte, habe ich etwas falsch gemacht?

Okay, kein Problem. Du kannst in der Gruppe posten, aber stelle sicher, dass du mich taggst und mir Feedback zu den Aussagen anderer Autoren gibst.


Perry Payne: Also, wenn du wirklich weiter an einem Verkauf interessiert bist, könnte das eine negative Werbung für dich sein. Jeder Autor sollte an dieser Stelle für sich entscheiden, wie er seine Werbung durchführt.


Maria H.: Also mache ich Ihnen falsche Werbung?


Perry Payne: Genau. Auf mich wirkt es zu aufdringlich. Möchtest du den Lesern dieses Artikels noch etwas mitteilen?


Maria H.: Moment, sprichst du von den Gewinnen?


Perry Payne: Nein, ganz allgemein. Die Leser interessiert, was du so machst.


Maria H.: Mich? Ich bin ein Freelancer, der bei Fiverr arbeitet.


Perry Payne: Ja, zum Beispiel über dich. Oder hast du noch einen allgemeinen Ratschlag zum Abschluss?


Maria H.: Welche Art von Beratung?


Perry Payne: Es liegt bei dir, ein Abschlusswort an die Leser zu richten. Für ein Interview genügt es natürlich auch so, damit sie sich ein Bild über dich machen können.


Maria H.: Wer bin ich? Du benimmst dich irgendwie ...


Perry Payne: Nun, offenbar bist du der deutschen Sprache nicht mächtig. Belassen wir es dabei, damit es nicht noch schlimmer wird.


Maria H.: Haben Sie Interesse, an diesem Projekt mitzuarbeiten?


Perry Payne: Das ist jetzt wirklich der Tiefpunkt der Unterhaltung. Ich beende das mal lieber, bevor es noch peinlicher wird.


Maria H.: Antworte einfach mit „Ja“ oder „Nein“, ich kann dich nicht zwingen.


Perry Payne: Du bist echt lustig. Jetzt, da du das sagst, wird wohl niemand mehr auf deinen Scam reinfallen. Schade, denn das Gespräch hat so gut begonnen.


Maria H.: Warte, ich bin kein Betrüger? Ich bin ein Freelancer, der bei Fiverr arbeitet.


Perry Payne: Normalerweise berichte ich nicht über Leute, die damit in einem schlechten Licht dastehen. Aber vor dir muss ich andere Autoren warnen.


Maria H.: Ich glaube, Sie haben Vertrauensprobleme?


Perry Payne: Das überlassen wir den Lesern dieses Artikels.


Maria H.: Warte, ich glaube, ich bin dieses Gespräch leid, weil ich es nicht ertragen kann, mich als Betrüger zu bezeichnen. Das ist eine Belästigung. Einen schönen Tag noch.


Perry Payne: Dir ebenfalls. Persönlich wünsche ich dir alles Gute. Sei einfach nicht so aufdringlich und der Betrug wird bei dem ein oder anderen funktionieren.


Maria H.: Nenn mich nicht so, sonst stelle ich dich vor Gericht.


Perry Payne: Gut, das bilde ich mal nicht in unserem Gespräch ab.


Maria H.: Wünsche dir einen schönen Tag, aber ich werde dir einen Rat geben.


Perry Payne: Gerne.


Maria H.: Ich schreibe Ihnen nicht, um Sie zu betrügen. Aber ich schreibe Ihnen, um Ihrer Karriere zu helfen, aber ich sehe, dass Sie Vertrauensprobleme haben oder mit jemand anderem schlechte Erfahrungen gemacht haben. Und ich verstehe. Wie wäre es, wenn wir einen MOU-Plan machen?


Alles dreht sich im Kreis. Maria H. (Name geändert) hat nur eins im Sinn. Sie will verkaufen. 

Im Laufe des Gesprächs hat sie mich mal mit Sie und mal mit Du angesprochen. Das habe ich nicht korrigiert. Ich denke, das ist auf einen Übersetzer zurückzuführen und einem Skript vielleicht, dem sie folgt. Nun, ich habe mich am Ende auch zum Du entschieden. Denn seriös geht anders. Wahrscheinlich ist sie nicht mal aus Deutschland und spricht auch unsere Sprache nicht gut. Aber das ist natürlich nur eine Vermutung. Scammer sitzen oft im Ausland. Zu beachten ist schließlich auch, dass der Betrag in Dollar gefordert wurde. Auch interessant war die Tatsache, dass ich mal eben den Buchpreis erhöhen sollte, damit sie das Geschäft durchziehen kann. Auch daran ist zu merken, dass Maria H. überhaupt keine Ahnung von Büchern hat. Im späteren Verlauf des Gesprächs hat sie übrigens deutlich mehr Rechtschreibfehler gemacht. Diese habe ich korrigiert. Den erwähnten "Oscar Jay" konnte ich übrigens nicht auffinden.

Bei der Vielzahl von Angeboten da draußen ist Vorsicht geboten. Vor den DKZ-Verlagen habe ich bereits in einem Beitrag gewarnt. Doch auch andere Scammer lauern in unserer Branche. Lasst euch Zeit, macht euch selbst ein Bild von den Angeboten im Netz und seid kritisch. Scammer beginnen ihre Unterhaltung oft mit einem „Hallo“. Im Laufe des Gesprächs gehen sie auf wesentliche Fragen nicht ein und kommen wieder auf den Verkauf zurück, egal, was ihnen entgegnet wird.


PS: Übrigens berichten wir am 06.07. ausführlich über Affiliate-Marketing, und wie jeder Autor es realistisch praktizieren kann.

🖋️  Fanfiction: Ein faszinierendes Literaturphänomen

„Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit, komplexe Gefühle und Gedanken auf konzentrierte und oft eindrucksvolle Weise auszudrücken.“

30.06.2024

Fanfiction bezeichnet literarische Werke, die von Fans eines bestimmten Buches, Films, TV-Serie oder anderer Medien erstellt werden. Diese Geschichten nutzen bestehende Charaktere, Handlungsstränge und Welten, um neue Erzählungen zu entwickeln. Oftmals werden alternative Szenarien erforscht, unbeantwortete Fragen der Originalwerke geklärt oder neue Abenteuer für die geliebten Figuren geschaffen.

Die Bedeutung von Fanfiction auf dem Literaturmarkt

Fanfiction hat in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen und ist zu einem wichtigen Teil der modernen Popkultur geworden. Plattformen wie Archive of Our Own (AO3), FanFiction.net und Wattpad bieten Autoren und Lesern eine riesige Sammlung von Geschichten aus nahezu jedem erdenklichen Fandom. Einige Aspekte, die die Bedeutung von Fanfiction unterstreichen, sind:

Kreative Plattform: Fanfiction bietet eine Plattform für aufstrebende Autoren, ihre Schreibfähigkeiten zu verbessern und Feedback von einer engagierten Community zu erhalten.

Engagement und Gemeinschaft: Fanfiction stärkt das Engagement der Fans und schafft Gemeinschaften, in denen Menschen ihre Leidenschaft für ein bestimmtes Fandom teilen können.

Vielfalt und Repräsentation: In der Fanfiction gibt es oft mehr Vielfalt und Repräsentation von Minderheiten, da die Geschichten von einer breiten und diversen Basis von Autoren kommen.


Marktphänomen: Einige Fanfiction-Autoren haben es geschafft, kommerziellen Erfolg zu erlangen. Das bekannteste Beispiel ist E.L. James, deren „Fifty Shades of Grey“ ursprünglich als Fanfiction zur „Twilight“-Serie begann.


Rechtliche Aspekte für Autoren von Fanfiction

Das Schreiben und Veröffentlichen von Fanfiction wirft einige rechtliche Fragen auf, da es sich um die Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material handelt. Hier sind einige wichtige Punkte, die Autoren beachten sollten:


Urheberrecht und Fair Use

Urheberrecht: Die meisten Charaktere, Handlungen und Welten in Fanfiction sind urheberrechtlich geschützt. Das bedeutet, dass die Originalautoren und -rechteinhaber das ausschließliche Recht haben, ihre Werke zu reproduzieren und abgeleitete Werke zu erstellen.

Fair Use: In einigen Ländern, insbesondere in den USA, kann das Konzept des „Fair Use“ angewendet werden, um die Erstellung von Fanfiction zu rechtfertigen. Dabei handelt es sich um eine komplexe rechtliche Bewertung, die auf Faktoren wie den Zweck und Charakter der Nutzung, die Art des urheberrechtlich geschützten Werks, die Menge und Wesentlichkeit des verwendeten Teils und die Auswirkungen auf den potenziellen Markt für das Originalwerk basiert.


Genehmigungen und Richtlinien

Einige Rechteinhaber tolerieren oder sogar fördern Fanfiction, solange sie nicht kommerziell genutzt wird. Andere sind strikter und verbieten jegliche Nutzung ihrer Werke. Autoren sollten:

Richtlinien prüfen: Überprüfe die offiziellen Richtlinien der Rechteinhaber. Manche Unternehmen und Autoren haben klare Regeln, was Fanfiction betrifft.

Genehmigung einholen: Im Zweifelsfall kann es sinnvoll sein, die Erlaubnis der Rechteinhaber einzuholen, insbesondere wenn die Fanfiction kommerziell genutzt werden soll.


Plagiat und Originalität

Autoren sollten sicherstellen, dass ihre Fanfiction nicht einfach die Originalwerke kopiert, sondern neue, kreative Elemente hinzufügt. Das Risiko von Plagiatsvorwürfen kann durch die Schaffung origineller Handlungen und Charakterentwicklungen minimiert werden.


Fazit

Fanfiction ist ein lebendiges und vielfältiges Literaturphänomen, das sowohl kreative Möglichkeiten als auch rechtliche Herausforderungen mit sich bringt. Für viele Autoren bietet Fanfiction eine wertvolle Gelegenheit, ihre Schreibfähigkeiten zu entwickeln und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Dennoch sollten sie sich der urheberrechtlichen Implikationen bewusst sein und die Rechte der ursprünglichen Schöpfer respektieren. Mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen kann Fanfiction eine bereichernde Erfahrung für Autoren und Leser gleichermaßen sein.

🖋️  Lyrik: Eine Kunst der verdichteten Sprache

„Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit, komplexe Gefühle und Gedanken auf konzentrierte und oft eindrucksvolle Weise auszudrücken.“

29.06.2024

Lyrik ist eine literarische Gattung, die sich durch ihre besondere Form und Sprache auszeichnet. Im Gegensatz zur Prosa zeichnet sich Lyrik durch ihre Verdichtung, Rhythmus und oft durch Reim aus. Sie zielt darauf ab, emotionale und ästhetische Erfahrungen zu vermitteln, und arbeitet häufig mit Metaphern, Symbolen und anderen stilistischen Mitteln. Lyrik kann sowohl in traditionellen Formen wie Sonetten und Haikus als auch in freien Versen verfasst sein.

Marktanteil und Bedeutung von Lyrik

Obwohl Lyrik im Vergleich zu Prosa und Sachliteratur einen kleineren Marktanteil auf dem Buchmarkt hat, spielt sie eine wichtige Rolle in der Literaturwelt. Ihre Bedeutung liegt in ihrer Fähigkeit, komplexe Gefühle und Gedanken auf konzentrierte und oft eindrucksvolle Weise auszudrücken.


Marktanteil

Lyrik hat einen speziellen, aber treuen Leserkreis. Der Marktanteil von Lyrik ist kleiner als der von Romanen und Sachbüchern, jedoch gibt es immer wieder Phasen, in denen Gedichtbände besonders populär sind, etwa durch prominente Dichter oder gesellschaftliche Bewegungen, die das Interesse an Poesie steigern.


Bedeutung

Lyrik hat kulturell und historisch eine immense Bedeutung. Sie dient als Spiegel der Gesellschaft, Ausdruck persönlicher und kollektiver Erfahrungen und als Mittel zur Reflexion über die menschliche Existenz. Auch in Bildung und Erziehung spielt Lyrik eine wichtige Rolle, da sie das Sprachgefühl und das Verständnis für literarische Techniken fördert.


Bekannte und erfolgreiche Lyrik-Bücher auf dem deutschen Markt

Einige Gedichtbände haben in Deutschland besondere Anerkennung und Erfolg erzielt. Hier sind einige bemerkenswerte Beispiele:


Rainer Maria Rilke - „Die Sonette an Orpheus“

Rilke gilt als einer der bedeutendsten Dichter der Moderne. Sein Werk „Die Sonette an Orpheus“ ist ein Meisterwerk der deutschen Lyrik und wurde vielfach übersetzt und analysiert.


Ingeborg Bachmann - „Die gestundete Zeit“

Ingeborg Bachmanns Gedichte sind bekannt für ihre Tiefe und Emotionalität. „Die gestundete Zeit“ ist ein herausragendes Beispiel ihrer lyrischen Schaffenskraft.


Paul Celan - „Mohn und Gedächtnis“

Paul Celans Lyrik, insbesondere sein Band „Mohn und Gedächtnis“, hat aufgrund seiner intensiven Auseinandersetzung mit Themen wie Holocaust und Existenz große Bedeutung erlangt.


Sarah Kirsch - „Landaufenthalt“

Sarah Kirschs Gedichte sind geprägt von Naturmotiven und einer sensiblen Wahrnehmung der Umwelt. Ihr Band „Landaufenthalt“ wurde vielfach ausgezeichnet.


Was muss ein Autor beachten, wenn er Lyrik schreiben will?

Das Schreiben von Lyrik erfordert besondere Fähigkeiten und ein tiefes Verständnis der Sprache und ihrer Nuancen. Hier sind einige Punkte, die angehende Lyriker beachten sollten:


Sprache und Stil


Verdichtung: Lyrik lebt von der Verdichtung der Sprache. Jedes Wort sollte wohlüberlegt sein und eine tiefere Bedeutung tragen.

Bildsprache: Metaphern, Symbole und Vergleiche sind zentrale Elemente der Lyrik. Sie verleihen den Gedichten Tiefe und Mehrdeutigkeit.

Rhythmus und Klang: Der Klang der Worte und der Rhythmus der Verse sind entscheidend. Sie können den emotionalen Gehalt eines Gedichts stark beeinflussen.

Formen und Techniken


Traditionelle Formen: Kenntnisse über klassische Gedichtformen wie Sonette, Oden oder Villanellen können hilfreich sein.

Freie Verse: Moderne Lyrik ist oft freier in der Form. Das Experimentieren mit verschiedenen Strukturen kann neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen.

Inhalt und Themen


Persönliche Erfahrungen: Viele Dichter nutzen ihre eigenen Erlebnisse und Gefühle als Inspirationsquelle.

Gesellschaftliche Themen: Lyrik kann auch politische, soziale und kulturelle Themen aufgreifen und reflektieren.

Lektorat und Feedback


Selbstkritik: Es ist wichtig, die eigenen Gedichte kritisch zu hinterfragen und zu überarbeiten.

Feedback einholen: Austausch mit anderen Dichtern und Lesern kann wertvolle Anregungen und neue Perspektiven bieten.

Veröffentlichung


Verlage und Wettbewerbe: Es gibt spezialisierte Verlage und zahlreiche Wettbewerbe, die sich auf Lyrik konzentrieren.

Selbstverlag und Online-Plattformen: Auch der Selbstverlag und Plattformen wie Lyrikportale bieten Möglichkeiten zur Veröffentlichung.


Hier ist ein kurzes Beispiel für ein Gedicht:

Abend von Rainer Maria Rilke


Der Abend wechselt langsam die Gewänder,

die ihm ein Rand von alten Bäumen hält;

du schaust: und von dir gehen zarte Hände,

die erdfühlfremd an deiner Brust sich balten

und gehen, wie von einem Blick erhellt,

aus einem stillen, grauen Hafen Zelte.


Rainer Maria Rilke ist bekannt für seine stimmungsvollen und tiefgründigen Gedichte, die oft eine intensive Bildsprache und emotionale Tiefe aufweisen. Dieses Gedicht fängt die Ruhe und den Übergang des Abends ein, und die Sprache erzeugt eine fast greifbare Atmosphäre.


Fazit:

Lyrik ist eine besondere und anspruchsvolle Form der Literatur, die trotz eines kleineren Marktanteils eine bedeutende Rolle spielt. Erfolgreiche Gedichtbände und berühmte Dichter haben gezeigt, dass Lyrik eine starke emotionale und intellektuelle Wirkung auf Leser haben kann. Autoren, die sich der Lyrik widmen wollen, sollten sich intensiv mit Sprache, Stil und Form auseinandersetzen und offen für kritisches Feedback sein. Mit Leidenschaft und Hingabe kann Lyrik eine kraftvolle Ausdrucksform sein, die tief berührt und inspiriert.

🎤 Theo Gitzen von PodcastStudiotalk (Gastbeitrag)

28.06.2024

Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was euch nächste Woche erwarten wird, wenn sich die Autorin Regine Sonnleitner in einem Gespräch mit Theo Gitzen vorstellt.

🎤  Renée Reding (Autorin/Jugendbuch) im Gespräch

„Das war effektiv meine schwierigste Aufgabe, zumal ich ja auch nicht mehr zu der Generation gehöre, die so redet.

28.06.2024

Perry Payne: Schon immer hast du gerne geschrieben. Du kommst aus Luxemburg und hast vor fünf Jahren dein erstes Buch in luxemburgischer Sprache herausgebracht. Das war ein Kinderbuch. Später folgten Kinder- und Jugendromane.
Ich begrüße ganz herzlich Renée Reding. Wir wollen heute über deine neusten Bücher reden, die sich mit der Pubertät und den Problemen Bulimie und Mobbing beschäftigen. Da ist zum einen der Titel „Zum Kotzen schön: Eine Geschichte über Bulimie und Freundschaft“ und zum anderen „Weil Du Du bist. Wenn Schule zum Albtraum wird.“

Doch bevor wir näher auf deine Bücher eingehen, stelle dich bitte unseren Lesern vor.

Renée Reding: Schönen Gruß. Wie bereits erwähnt komme ich aus dem schönen Luxemburg. Ich bin nicht mehr so ganz jung, habe tatsächlich schon 68 Jahre, fühle mich aber wie 40. Ich habe 3 Kinder und 4 Enkelkinder.
Schon als junges Mädchen träumte ich davon, ein Buch zu schreiben. Es dauerte dann bis 2019, ehe ich ein Kinderbuch schrieb. Es war eine Zusammenarbeit mit einem ersten und zweiten Schuljahr, und es wurde tatsächlich ein Erfolg. Anschließend entdeckte ich aber meine Liebe zu Kinder- und Jugendromanen.
„Zum Kotzen schön“ war mein Debut in diese Richtung.

Perry Payne: Beginnen wir also bei deinem ersten Buch. Worum ging es dabei und wie hat es sich entwickelt? War es ein geplantes Projekt mit den Kindern?

Renée Reding: Nein, es war so gar nicht geplant. Mir wurde eine Geschichte von einer jungen Sportlerin, die an Bulimie erkrankt war, zugetragen. Ich erfuhr nicht sehr viel, trotzdem setzte sich der Gedanke, darüber zu schreiben, in meinem Kopf fest. Ich begann zu recherchieren, fragte eine Kinderärztin und eine Ernährungsberaterin. Die Geschichte über Lisa ließ mich dann nicht mehr los und ich musste es einfach aufschreiben.

Perry Payne: Wie ist die Geschichte aufgebaut? Orientiert sie sich biographisch an der Sportlerin oder ist die Rahmenhandlung frei erfunden?

Renée Reding: Alles erfunden. Ich bin nicht die strukturierte Schreiberin. Ich mache Recherche, kenne die Namen und beginne zu schreiben. Meine Geschichten entwickeln sich während des Schreibens. Manchmal verselbständigt sie sich auch, nimmt Umwege und entwickelt sich so ganz anders als am Anfang gedacht.

Perry Payne: Auf diese Weise hast du die Möglichkeit, einen eigenen Spannungsbogen zu kreieren oder Wendungen einzubauen. Diese Schreibmethode nutzen viele Autoren.
Nur wenige Monate später hast du ein weiteres Buch herausgebracht. Es ist erst seit ein paar Tagen auf dem Markt. Gibt es auch dazu eine Vorgeschichte?

Renée Reding: Diesmal war es mir ein Bedürfnis, über Mobbing zu schreiben. Meine Tochter wurde sowohl in der Schule als auch auf der Arbeit gemobbt. Sie wurde als Erwachsene krank, verlor ihre Arbeit und ist immer noch in Therapie. Die Geschichte von Ben ist dennoch frei erfunden. Ich wollte bloß zeigen, was Mobbing mit dem Opfer macht und dass man oft ein ganzes Leben lang darunter leidet.

Perry Payne: Bei beiden Büchern musstest du dich in den Sprachausdruck der Jugendlichen hineinversetzen. Das stellt oft ein Problem für Autoren dar. Immer wieder tauchen in Foren Fragen dazu auf, wie in den Schulen aktuell miteinander umgegangen wird oder welche Ausdrucksweise sie verwenden. Wie bist du dieses für Schriftsteller tendenziell technische Thema angegangen?

Renée Reding: Das war effektiv meine schwierigste Aufgabe, zumal ich ja auch nicht mehr zu der Generation gehöre, die so redet, und ich lebe in Luxemburg, Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Also musste ich es lernen. Ich habe sehr viel gelesen und ich saß tatsächlich mit einem Block vor dem Fernseher und notierte mir alles, was in die Richtung ging. Jetzt fällt es mir immer leichter und ich schreibe es ohne Probleme.

Perry Payne: Wie sieht es aus: Du sagst, dein Kinderbuch war in Luxemburg ein Erfolg. Wäre es nicht eine Option, es ins Deutsche zu übertragen und neu herauszubringen?

Renée Reding: Nein, ich glaube nicht, es war gut, aber die deutschen Romane sind besser. Meine Meinung jedenfalls.

Perry Payne: Okay. Wird es ein weiteres Buch geben, das sich mit den Problemen der Jugend beschäftigt? Was können wir von dir als Nächstes erwarten?

Renée Reding: Ja, das Nächste erscheint Ende Oktober, rechtzeitig zur großen Buchmesse in Luxemburg. Mehr will ich noch nicht verraten.

Perry Payne: Du wirst also selbst auf dieser Messe sein? Erzähle uns mehr darüber. Wie sieht insgesamt dein Buchmarketing aus?

Renée Reding: Ich werde auf der ‚Walfer Bicherdeeg‘ der größten Buchmesse in Luxemburg sein. Dann gibt es noch 3 weitere, kleinere Buchmessen, bei denen ich auch ausstelle. Das Marketing insgesamt verlangt mir schon einiges ab. Ich musste viel lernen und musste mir eine Seite auf Facebook, Instagram und TikTok aufbauen. Musste lernen, Videos zu machen. Alles, was Jüngere ohne Probleme machen, quält mich schon. Was ich liebe, ist es, Lesungen zu machen. Das ist toll, zumal wenn die Jugendlichen so richtig mitgehen und eine Diskussion zustande kommt.

Perry Payne: Bitte gehe noch ein wenig mehr auf die Lesungen ein. Wie oft führst du die durch und wie organisierst du sie?

Renée Reding: Ich werde immer eingeladen. Ich hatte seit März fünf Lesungen an Schulen, jeweils eine sechste oder siebte Klasse. Nach kurzen Erklärungen und Fragen an die Jugendlichen lese ich ungefähr eine halbe Stunde, danach kommen Fragen und es entsteht immer eine rege Diskussion. Jede Lesung ist anders, denn auch die Jugendlichen sind verschieden. Manchmal werden schon während des Lesens Fragen gestellt. Manchmal sind auch alle still und man hat das Gefühl, das wird wohl nichts, aber dann am Ende entsteht ein reger Austausch. Ich hatte bis jetzt nur positive Erfahrungen.

Perry Payne: Das ist eine gute Möglichkeit für Promotion. Besonders, wenn es dir selbst etwas zurückgibt.
Lass uns noch etwas über die Bücher reden. Hier gehört mehr dazu, als sie zu schreiben und zu veröffentlichen. Deine beiden letzten Bücher haben professionelle Cover mit Wiedererkennungswert. Beide greifen immerhin auf die Probleme der Jugendlichen zurück. Hast du die selbst entworfen und gibt es eine Strategie dahinter?

Renée Reding: Ich schreibe, den Rest lasse ich machen. Lektorat, Korrektorat, Buchsatz und Cover. Ich lege großen Wert auf Qualität: auf ein professionelles Cover ohne KI. Das Kinderbuch wurde von einem Verlag veröffentlicht, ich musste mich um nichts kümmern. Bei dem ersten Jugendroman war ich in allem überfragt. Informationen bekam ich bei den Autorenforen auf Facebook. Aber ich lernte auch begreifen, dass Lektorat nicht gleich Lektorat ist. Nachdem das Erste komplett in die Hose ging, wurde ich vorsichtiger und seitdem lasse ich immer ein Probelektorat machen. Lektor und Autor müssen matchen, sonst wird das nichts. Ich habe tolle Menschen kennengelernt. Es ist genauso wie bei einem Kind, man würde das ja auch nicht jedem anvertrauen. Bücher sind ja unsere Babys.

Perry Payne: Das sind in der Tat wichtige Schritte vor der Vermarktung.
Bevor wir zum Ende unseres Gesprächs kommen, würde ich gerne noch etwas über dich persönlich erfahren. Wie sieht dein Tagesablauf aus? Und planst du feste Zeiten zum Schreiben ein?

Renée Reding: So ein typischer Tag ist bei mir, obwohl ich in Rente bin, sehr turbulent. Neben der ganz normalen Hausarbeit (muss ja leider auch sein) versuche ich, etwas Sport zu machen. Ich betreue manchmal die Enkelkinder und schaue nach meiner Mutter, kutschiere sie zum Arzt usw. Es gibt Tage, da schaffe ich es nicht, einen Satz zu schreiben. Die Gartenarbeit muss gemacht werden, und ja, ich habe auch noch einen Mann. Einmal die Woche quäle ich mich regelrecht mit Canva rum, um einige Beiträge zu machen. Aber dann gibt es auch die Tage, an denen ich sechs Stunden und mehr schreibe. Was Langeweile ist, weiß ich schon lange nicht mehr. Abends beim Fernseher pflege ich meine Social-Media-Kontakte.

Perry Payne: Nun dann. Wir dürfen gespannt auf deine weiteren Projekte sein. Aber bis dahin gibt es deine aktuellen Bücher, die aus meiner Sicht vor allem für die Angehörigen der Betroffenen hilfreich sind.
Das Abschlusswort gehört dir. Was möchtest du unseren Lesern noch mit auf den Weg geben?

Renée Reding: Mit meinen Büchern erfüllte ich mir einen langgehegten Wunsch, und ich hoffe, dass ich etwas damit bewirken kann, Bulimie darf kein Tabuthema mehr sein und mit dem Mobbingbuch möchte ich den Kindern die Augen öffnen. Jemanden hänseln und auslachen kann das Opfer schwer verletzen. Verschießt eure Augen nicht und seid tolerant.

🖋️  Namensfindung: Charaktere in Romanen

„Einfachere Namen bleiben besser im Gedächtnis und fördern eine engere Verbindung zum Charakter.“

27.06.2024

Die Wahl der Namen für die Charaktere in einem Roman ist eine bedeutsame Aufgabe für jeden Autor. Namen sind nicht nur eine einfache Bezeichnung, sondern tragen tiefere Bedeutungen, die Einfluss auf die Wahrnehmung und das Verständnis der Leser haben können. Sie können Herkunft, Persönlichkeit, soziale Stellung und sogar das Schicksal einer Figur widerspiegeln. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Namensfindung und bietet praktische Tipps und Ressourcen für Autoren.

Die Bedeutung der richtigen Namenswahl

Authentizität

Ein authentischer Name kann die Glaubwürdigkeit einer Geschichte erhöhen. Er sollte zur Epoche, zum kulturellen Hintergrund und zur geografischen Herkunft des Charakters passen. Beispielsweise würde ein mittelalterlicher Ritter mit dem Namen „Jason“ weniger authentisch wirken als einer mit dem Namen „Alaric“.


Lesbarkeit

Namen sollten leicht zu lesen und auszusprechen sein. Ein komplizierter oder ungewöhnlicher Name kann den Lesefluss stören und den Leser aus der Geschichte reißen. Einfachere Namen bleiben besser im Gedächtnis und fördern eine engere Verbindung zum Charakter.


Bedeutung und Herkunft

Namen können subtile Hinweise auf die Herkunft und Persönlichkeit eines Charakters geben. Ein Name wie „Aurora“ (Lateinisch für „Morgenröte“) könnte beispielsweise auf einen Neuanfang oder eine hoffnungsvolle Persönlichkeit hinweisen. Autoren können auch historische oder kulturelle Bedeutung in die Namenswahl einfließen lassen, um zusätzliche Tiefe zu erzeugen.


Namensgeneratoren: Ein praktisches Hilfsmittel

Für Autoren, die Schwierigkeiten haben, den perfekten Namen zu finden, gibt es zahlreiche Namensgeneratoren im Internet. Diese Tools bieten eine Vielzahl von Optionen und können nach bestimmten Kriterien wie Geschlecht, Herkunft oder Epoche filtern. Hier sind einige empfehlenswerte Webseiten:


1. Fantasy Name Generators

Diese Seite bietet eine beeindruckende Auswahl an Namensgeneratoren für verschiedene Genres, einschließlich Fantasy, Sci-Fi, historische Romane und mehr. Man kann spezifische Generatoren für Elfen, Zwerge, Wikinger und viele andere Kategorien finden.

Website: Fantasy Name Generators

2. Behind the Name

Diese Webseite ist eine umfangreiche Datenbank von echten Namen aus verschiedenen Kulturen und Epochen. Sie bietet detaillierte Informationen zur Bedeutung und Herkunft von Namen und verfügt über einen benutzerfreundlichen Namensgenerator.

Website: Behind the Name

3. Name Generator Fun

Dieser Generator ist besonders nützlich für Autoren, die nach kreativen und einzigartigen Namen suchen. Es gibt spezielle Generatoren für verschiedene literarische Genres, und die Seite bietet auch Hintergrundinformationen zu den generierten Namen.

Website: Name Generator Fun


Praktische Tipps zur Namensfindung

Kontextualisierung: Stelle sicher, dass der Name zum Kontext der Geschichte passt. Ein moderner Name in einem historischen Setting kann unpassend wirken. Die Herkunft des Charakters kann mit dem richtigen Namen dargestellt werden.

Klang und Rhythmus: Achte darauf, wie der Name klingt. Ein Name sollte angenehm auszusprechen sein und gut zum Rest des Textes passen.

Symbolik: Überlege, ob der Name eine tiefere Bedeutung oder Symbolik haben soll. Ein Name kann viel über den Charakter und seine Rolle in der Geschichte verraten.

Vielfalt: Vermeide ähnliche oder zu häufig vorkommende Namen, um Verwechslungen zu vermeiden. Jeder Charakter sollte einen einzigartigen Namen haben, der ihn von den anderen unterscheidet.


Fazit

Die Namensfindung für Charaktere in Romanen ist eine Kunst für sich. Ein gut gewählter Name kann die Tiefe und Authentizität einer Geschichte erheblich steigern, während ein unpassender Name die Leser aus der Handlung reißen kann. Autoren sollten daher sorgfältig und kreativ bei der Namenswahl vorgehen. Namensgeneratoren können dabei eine wertvolle Hilfe sein und inspirierende Optionen bieten. Letztendlich sollte der Name eines Charakters immer einen Beitrag zur Geschichte und zur Entwicklung der Figur leisten.

 📰  Gesetzeswidrig?: Amazon KDP verlangt kein Impressum

„Sie müssen sicherstellen, dass ihre Veröffentlichungen den nationalen gesetzlichen Anforderungen entsprechen.“

26.06.2024

Wenn es um die Veröffentlichung von Büchern und E-Books geht, spielt die Impressumspflicht eine entscheidende Rolle, insbesondere für Autoren und Herausgeber in Deutschland. Während Plattformen wie Amazon KDP kein Impressum verlangen, sind Verfasser dennoch gesetzlich dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass ihre Werke den nationalen Vorschriften entsprechen.

Impressumspflicht in Deutschland: Was bedeutet das?

Gemäß deutschem Recht müssen veröffentlichte Werke, einschließlich E-Books, ein Impressum enthalten. Dieses sollte Informationen wie den Namen und die Anschrift des Verantwortlichen, Kontaktmöglichkeiten und gegebenenfalls weitere gesetzlich geforderte Angaben enthalten. Diese Vorgaben dienen dazu, den Herausgeber oder die verantwortliche Person identifizierbar zu machen und Rechtssicherheit zu gewährleisten.


Amazon KDP und Impressum:

Obwohl Amazon KDP kein Impressum für auf der Plattform veröffentlichte Werke verlangt, ändert dies nichts an der rechtlichen Verpflichtung der Autoren und Herausgeber. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Veröffentlichungen den nationalen gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Das bedeutet, dass ein korrektes Impressum in deutschen Büchern und E-Books unerlässlich ist, unabhängig davon, wo sie veröffentlicht werden.


Praktische Umsetzung:

Autoren können das Impressum beispielsweise auf den ersten Seiten eines E-Books platzieren. Dabei sollten alle relevanten Informationen gemäß den deutschen Vorschriften angegeben werden. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, rechtlichen Rat einzuholen oder auf verlässliche Informationsquellen zurückzugreifen, um ein fehlerfreies Impressum zu gewährleisten.


Die Beachtung der Impressumspflicht ist entscheidend für alle Autoren und Herausgeber, die ihre Werke in Deutschland veröffentlichen möchten. Durch die Einhaltung dieser Vorschrift können rechtliche Konflikte vermieden und die Seriosität der Veröffentlichung gewährleistet werden.

Die Verantwortung liegt also bei den Autoren selbst, sicherzustellen, dass sie alle rechtlichen Anforderungen erfüllen, auch wenn Amazon KDP selbst kein Impressum für veröffentlichte Werke verlangt.

🖋️  Motivation: Wenn die Ideen ausgehen

„Der Druck, Deadlines einzuhalten, kann sowohl motivierend als auch lähmend wirken.“

25.06.2024

Als Autor ist die Quelle der Inspiration für Geschichten ein zentrales Thema. Viele Autoren schöpfen ihre Motivation aus persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Emotionen. Die Welt um uns herum bietet unzählige Anregungen: Ein Gespräch im Café, eine Nachrichtensendung oder sogar ein Spaziergang im Park können den Funken für eine neue Geschichte entzünden. Auch Träume, Erinnerungen und die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit sind reichhaltige Inspirationsquellen.

Einige Autoren lassen sich von anderen Kunstformen inspirieren, sei es Musik, Malerei oder Film. Literatur selbst ist eine schier endlose Fundgrube: Die Werke anderer Schriftsteller können neue Perspektiven eröffnen und kreative Prozesse anstoßen. Darüber hinaus spielen oft aktuelle gesellschaftliche, politische oder wissenschaftliche Entwicklungen eine Rolle bei der Themenfindung.


Was tun, wenn die Ideen ausgehen?

Es ist ein verbreitetes Phänomen unter Schriftstellern: der kreative Stillstand. Die sogenannte „Schreibblockade“ kann plötzlich und unerwartet auftreten, manchmal sogar mitten im Schreibprozess. Hier einige Strategien, um diese Herausforderung zu meistern:

Pausen einlegen: Manchmal hilft es, Abstand vom Projekt zu gewinnen. Ein Spaziergang, Sport oder eine andere Freizeitaktivität können helfen, den Kopf frei zu bekommen und neue Energie zu tanken.

Freies Schreiben: Setze dich hin und schreibe ohne Ziel oder Plan. Lasse deinen Gedanken freien Lauf, ohne dich um Struktur oder Kohärenz zu kümmern. Dies kann den kreativen Fluss wieder in Gang bringen.

Brainstorming: Setze dich mit Freunden oder Kollegen zusammen und tausche Ideen aus. Oft kann eine andere Perspektive neue Impulse geben.

Recherche betreiben: Tauche tiefer in das Thema deiner Geschichte ein. Manchmal offenbaren sich dabei neue Aspekte und Details, die inspirieren können.

Schreibrituale: Entwickle eine Routine, die dich in den Schreibmodus versetzt. Das kann eine bestimmte Tageszeit sein, ein bestimmter Ort oder sogar ein bestimmtes Getränk.


Umgang mit dem Druck durch Abgabezwang

Der Druck, Deadlines einzuhalten, kann sowohl motivierend als auch lähmend wirken. Einerseits fördert eine feste Abgabefrist die Disziplin und hilft, Prokrastination zu vermeiden. Andererseits kann der Druck auch Angst und Stress verursachen, was die Kreativität hemmen kann. Hier einige Vor- und Nachteile:


Vorteile:

Struktur und Disziplin: Deadlines zwingen dazu, kontinuierlich zu arbeiten und sich an einen Zeitplan zu halten.

Produktivität: Der Druck, fertig zu werden, kann die Produktivität steigern und zu konzentriertem Arbeiten führen.

Zielorientierung: Eine Deadline gibt ein klares Ziel vor und erleichtert die Planung und Priorisierung.


Nachteile:

Stress und Angst: Der Druck kann überwältigend sein und zu Angstzuständen führen, die die Kreativität blockieren.

Qualitätseinbußen: Unter Zeitdruck kann es schwer fallen, die bestmögliche Qualität zu liefern, da nicht genug Zeit für Überarbeitungen bleibt.

Burnout-Risiko: Ständiger Zeitdruck kann langfristig zu Erschöpfung und Burnout führen.

Möglichkeiten zur Stressbewältigung

Um den Druck zu bewältigen und dennoch kreativ zu bleiben, können Autoren verschiedene Techniken anwenden:


Zeitmanagement: Erstelle einen realistischen Zeitplan, der Pufferzeiten für unvorhergesehene Verzögerungen beinhaltet.

Selbstfürsorge: Achte auf ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Pausen, um körperlich und geistig fit zu bleiben.

Entspannungstechniken: Praktiken wie Meditation, Yoga oder Atemübungen können helfen, Stress abzubauen und den Geist zu beruhigen.

Unterstützung suchen: Tausche dich mit anderen Autoren aus oder suche professionelle Hilfe, wenn der Druck zu groß wird.

Schließlich ist es wichtig, sich daran zu erinnern, warum man schreibt. Die Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten und die Freude am kreativen Prozess sollten im Vordergrund stehen. Deadlines und Schreibblockaden sind Herausforderungen, die es zu meistern gilt, aber sie sollten nicht die Freude am Schreiben trüben.

🎤 Theo Gitzen von PodcastStudiotalk (Gastbeitrag)

24.06.2024

"Herzschlag der Gewalt" lautet der Titel des ersten Thrillers von Matthias Soeder.
In diesem Video - Podcast mit Theo Gitzen in Podcaststudiotalk, erzählt Matthias Soeder, wie er zu dieser Geschichte kam, wie und wo er recherchiert hat. Gleichzeitig liest er dazu aus seinem Buch. 

📰  Autoren im langwierigen Schreibprozess

„Autoren wie Tolkien und Proust strebten nach literarischer Perfektion und verbrachten daher viel Zeit mit der Überarbeitung ihrer Werke.“

24.06.2024

Es gibt zahlreiche Autoren, deren Werke durch eine besonders lange Entstehungszeit geprägt sind. Diese langwierigen Schreibprozesse können vielfältige Gründe haben – von Perfektionismus und persönlichem Schicksal bis hin zu komplexen Recherchen und kreativen Blockaden. Einige der bekanntesten Autoren, die besonders viel Zeit für ihre Bücher benötigten, zeigen, dass literarische Meisterwerke oft aus langwieriger und sorgfältiger Arbeit entstehen.

1. J.R.R. Tolkien – „Der Herr der Ringe“

J.R.R. Tolkien, der Schöpfer von „Der Herr der Ringe“, arbeitete über 12 Jahre an seinem epischen Werk. Die umfangreiche Welt von Mittelerde, mit ihrer eigenen Geschichte, Sprachen und Kulturen, verlangte nach intensiver und detailreicher Ausarbeitung. Tolkien begann mit den ersten Entwürfen bereits in den 1930er Jahren und vollendete das Werk erst in den frühen 1950er Jahren. Die lange Entstehungszeit zahlte sich aus, denn „Der Herr der Ringe“ gilt heute als eines der bedeutendsten Werke der Fantasy-Literatur.


2. Marcel Proust – „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ ist ein monumentales Werk der Weltliteratur, dessen Schreibprozess über 14 Jahre dauerte. Proust begann mit der Arbeit an diesem siebenbändigen Romanzyklus im Jahr 1909 und schrieb bis zu seinem Tod im Jahr 1922 daran. Die tiefgründige Erzählung und die minutiösen Beschreibungen des menschlichen Bewusstseins und der Erinnerung verlangten nach einem langsamen und reflektierten Schreibprozess. Das Ergebnis ist ein literarisches Meisterwerk, das immer noch von Literaturkritikern und Lesern weltweit geschätzt wird.


3. Leo Tolstoi – „Krieg und Frieden“

Leo Tolstoi, einer der größten Schriftsteller der Weltliteratur, benötigte mehr als sechs Jahre, um sein episches Werk „Krieg und Frieden“ zu vollenden. Der Roman, der zwischen 1863 und 1869 entstand, umfasst über 1.200 Seiten und zeichnet ein detailliertes Bild des zaristischen Russlands während der Napoleonischen Kriege. Tolstois gründliche Recherche, seine Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen und seine tiefgehenden Charakterstudien trugen zu der langen Entstehungszeit bei.


4. Anthony Burgess – „A Clockwork Orange“

Anthony Burgess schrieb „A Clockwork Orange“ unter enormem Zeitdruck, da er irrtümlich davon ausging, er habe nur noch ein Jahr zu leben. Der Roman, der 1962 veröffentlicht wurde, entstand innerhalb weniger Monate. Obwohl Burgess später erfuhr, dass die Diagnose falsch war, zeigt seine intensive und konzentrierte Arbeit an diesem Werk, dass manchmal auch kurze, aber intensive Schreibphasen große literarische Ergebnisse hervorbringen können. Der Fall von Burgess steht im Kontrast zu den anderen Beispielen, verdeutlicht jedoch die vielfältigen Umstände, unter denen literarische Werke entstehen können.


5. Mark Twain – „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“

Mark Twain begann mit „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ bereits 1876, doch das Werk wurde erst 1884 veröffentlicht. Twain legte das Manuskript mehrere Jahre lang beiseite, bevor er es schließlich vollendete. Die lange Pause half ihm, neue Perspektiven und Einsichten in die Geschichte einzubringen, was zur Tiefe und Komplexität des endgültigen Werkes beitrug.


Gründe für lange Schreibprozesse

Perfektionismus: Autoren wie Tolkien und Proust strebten nach literarischer Perfektion und verbrachten daher viel Zeit mit der Überarbeitung ihrer Werke.

Komplexe Recherchen: Historische Romane wie Tolstois „Krieg und Frieden“ erfordern umfangreiche Recherchen, die den Schreibprozess verlängern.

Persönliche Umstände: Gesundheitliche Probleme, Krieg und andere persönliche Schicksale können den Schreibprozess beeinflussen und verzögern.

Kreative Blockaden: Viele Autoren kämpfen mit Phasen der Schreibblockade, die die Fertigstellung ihrer Werke verzögern können.


Fazit

Die langen Schreibprozesse dieser bekannten Autoren zeigen, dass Geduld und Ausdauer oft entscheidend sind, um literarische Meisterwerke zu schaffen. Diese Werke sind ein Beweis dafür, dass qualitativ hochwertige Literatur Zeit und Hingabe erfordert. Die Geschichten hinter der Entstehung dieser Bücher sind genauso faszinierend wie die Werke selbst und erinnern uns daran, dass wahre Kunst oft das Ergebnis eines langen und sorgfältigen Prozesses ist.

🖋️  Websites: Ressourcen für den Schreibprozess und Techniken

„Hier finden Autoren Schreibübungen, Inspirationen und Tipps zu verschiedenen Genres.“

23.06.2024

Für angehende Autoren, die den Prozess und die Techniken des Schreibens erlernen möchten, gibt es eine Vielzahl von Webseiten, die wertvolle Ressourcen, Tipps und Unterstützung bieten. Ein gründliches Einarbeiten in die Kunst des Schreibens kann den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem großartigen Werk ausmachen. Hier sind einige der besten Webseiten für angehende Autoren und die Vorteile, die ein fundiertes Studium der Schreibtechniken mit sich bringt.

1. WritersDigest.com

Writers Digest ist eine umfassende Ressource für Schriftsteller aller Erfahrungsstufen. Die Webseite bietet eine Fülle von Artikeln, Tutorials und Webinaren zu verschiedenen Aspekten des Schreibprozesses, darunter Plotentwicklung, Charaktergestaltung und Überarbeitung. Außerdem gibt es Foren, in denen Autoren sich austauschen und Feedback erhalten können.


2. NaNoWriMo.org

NaNoWriMo (National Novel Writing Month) ist eine gemeinnützige Organisation, die jedes Jahr im November Schriftsteller dazu ermutigt, einen 50.000 Wörter langen Roman zu schreiben. Die Webseite bietet zahlreiche Ressourcen, um Autoren während dieses intensiven Schreibmonats zu unterstützen, darunter Schreibsprints, Motivationsposts und eine aktive Community von Teilnehmern.


3. TheWritePractice.com

The Write Practice konzentriert sich auf das tägliche Üben des Schreibens. Die Webseite bietet regelmäßig Schreibübungen, Artikel zu Techniken und Inspiration sowie eine Community, die sich gegenseitig unterstützt und Feedback gibt. Besonders nützlich sind die detaillierten Anleitungen zu verschiedenen Aspekten des Schreibens, von Dialogen bis zur Struktur von Geschichten.


4. Scribophile.com

Scribophile ist eine Online-Community für Autoren, die den Schwerpunkt auf den Austausch von Feedback legt. Mitglieder können ihre Arbeiten hochladen und detaillierte Rückmeldungen von anderen Autoren erhalten. Dies ist besonders hilfreich, um Schwächen zu erkennen und zu verbessern.


5. Writer’s Relief

Writer’s Relief ist eine Webseite, die Autoren bei der Veröffentlichung unterstützt. Neben Tipps zum Schreiben bietet sie auch Dienstleistungen wie die Erstellung von Manuskripten und die Einreichung bei Verlagen und Literaturagenten. Die Seite bietet viele hilfreiche Artikel über den Verlagsprozess und wie man sich am besten darauf vorbereitet.


Deutsche Webseiten:

1. Schreibwerkstatt.de

Schreibwerkstatt ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Plattformen für Autoren. Die Seite bietet Foren, in denen man sich mit anderen Autoren austauschen und Feedback auf eigene Texte erhalten kann. Zusätzlich gibt es zahlreiche Artikel und Übungen zu verschiedenen Aspekten des Schreibens.


2. Autorenwelt.de

Autorenwelt ist eine umfangreiche Plattform, die zahlreiche Ressourcen für Autoren bereitstellt, darunter Artikel zu Schreibtechniken, Interviews mit erfolgreichen Autoren und Informationen über Verlage und Literaturagenturen. Es gibt auch eine Community, in der man sich vernetzen und Erfahrungen austauschen kann.


3. Federfeuer.de

Federfeuer ist eine Webseite, die sich auf das kreative Schreiben spezialisiert hat. Hier finden Autoren Schreibübungen, Inspirationen und Tipps zu verschiedenen Genres. Es gibt auch einen Blog mit Beiträgen über den Schreibprozess und die Veröffentlichung von Büchern.


4. Wortwuchs.net

Wortwuchs bietet umfangreiche Ressourcen für Autoren, darunter Anleitungen zum kreativen Schreiben, Stilmittel, Schreibübungen und Tipps zur Textanalyse. Die Seite richtet sich an Schüler, Studierende und alle, die ihre Schreibfähigkeiten verbessern möchten.


5. Schreiben.net

Schreiben.net ist eine Plattform, die sich mit dem Handwerk des Schreibens auseinandersetzt. Autoren finden hier Artikel zu Techniken, Tipps zur Veröffentlichung und Marketingstrategien für Bücher. Die Seite bietet auch eine Vielzahl von Schreibübungen und Inspirationen.


6. Selfpublisherbibel.de

Selfpublisherbibel ist eine Webseite, die sich speziell an Self-Publisher richtet. Neben Tipps zum Schreiben bietet sie auch umfassende Informationen zur Buchveröffentlichung, Vermarktung und den rechtlichen Aspekten des Self-Publishing. Erfahrungsberichte und Interviews mit erfolgreichen Self-Publishern runden das Angebot ab.


Vorteile eines gründlichen Einarbeitens in das Schreiben

Verbesserung der Technik: Durch das Studium von Schreibtechniken und das Anwenden von Übungen können Autoren ihre Fähigkeiten kontinuierlich verbessern.

Struktur und Disziplin: Webseiten wie NaNoWriMo helfen Autoren, eine regelmäßige Schreibroutine zu entwickeln und diszipliniert an ihren Projekten zu arbeiten.

Feedback und Gemeinschaft: Plattformen wie Scribophile bieten wertvolles Feedback und eine unterstützende Gemeinschaft, die für die Weiterentwicklung eines Autors unerlässlich ist.

Verständnis des Marktes: Seiten wie Writer’s Relief bieten Einblicke in die Verlagswelt und helfen Autoren, ihre Manuskripte professionell zu präsentieren.

Inspiration und Motivation: Regelmäßige Übungen und Challenges, wie sie auf The Write Practice angeboten werden, halten Autoren inspiriert und motiviert, weiterzuschreiben.


Kann es auch ohne fachliche Tipps gehen?

Es ist möglich, ohne formale Schulung oder fachliche Tipps erfolgreich zu schreiben. Viele Autoren haben sich autodidaktisch entwickelt, indem sie viel gelesen und durch Versuch und Irrtum gelernt haben. Ein natürlicher Schreibfluss und eine starke persönliche Stimme können dabei helfen, großartige Geschichten zu schaffen.


Jedoch kann der Zugang zu professionellen Ressourcen und Techniken den Lernprozess beschleunigen und verbessern. Fachliche Tipps und das Feedback von erfahrenen Autoren können helfen, häufige Fehler zu vermeiden und das handwerkliche Können schneller zu verfeinern. Die Mischung aus natürlichem Talent und erlernten Fähigkeiten führt oft zu den besten Ergebnissen.


Fazit

Für angehende Autoren gibt es heute eine Fülle von Online-Ressourcen, die den Schreibprozess erleichtern und verbessern können. Etliche Webseiten bieten wertvolle Werkzeuge und Gemeinschaften, die den Weg zum erfolgreichen Schreiben ebnen. Während es möglich ist, ohne formale Tipps erfolgreich zu schreiben, bietet ein gründliches Einarbeiten in die Techniken und das Handwerk des Schreibens zahlreiche Vorteile, die einem Autor helfen können, sein volles Potenzial auszuschöpfen und nachhaltigen Erfolg zu erzielen.

🖋️  Der jüngste erfolgreichste Autor: Außergewöhnliche Talente

„Der Roman wurde ursprünglich im Selbstverlag von Paolinis Eltern veröffentlicht, bevor er vom renommierten Verlag Alfred A. Knopf aufgegriffen wurde.“

22.06.2024

In der Literatur gibt es immer wieder junge Talente, die mit ihrer Kreativität und ihrem Können beeindrucken. Während viele Schriftsteller ihre ersten großen Erfolge erst im Erwachsenenalter feiern, gibt es einige bemerkenswerte Ausnahmen. Einer der jüngsten und erfolgreichsten Autoren unserer Zeit ist Christopher Paolini, der mit seinem Debütroman „Eragon“ im Alter von nur 15 Jahren die literarische Welt im Sturm eroberte.

Der Aufstieg von Christopher Paolini

Christopher Paolini wurde am 17. November 1983 in Los Angeles, Kalifornien, geboren. Schon früh zeigte sich seine Leidenschaft für das Schreiben und Lesen. Im Jahr 2002, im Alter von 15 Jahren, veröffentlichte er seinen ersten Roman „Eragon“, den ersten Band der „Eragon-Saga“ (auch bekannt als „Das Vermächtnis der Drachenreiter“).


„Eragon“ erzählt die Geschichte eines jungen Bauernjungen, der ein Drachenei findet und dadurch in eine Welt voller Magie und Abenteuer gezogen wird. Der Roman wurde ursprünglich im Selbstverlag von Paolinis Eltern veröffentlicht, bevor er vom renommierten Verlag Alfred A. Knopf aufgegriffen wurde.


Beeindruckender Erfolg

„Eragon“ wurde schnell zu einem internationalen Bestseller. Bis heute wurden weltweit über 35 Millionen Exemplare verkauft, und das Buch wurde in 49 Sprachen übersetzt. Die „Eragon-Saga“ umfasst vier Bände, die alle große kommerzielle Erfolge waren. Der zweite Band, „Eldest“, erschien 2005, gefolgt von „Brisingr“ im Jahr 2008 und „Inheritance“ im Jahr 2011.

Neben den beeindruckenden Verkaufszahlen wurde „Eragon“ 2006 auch als Spielfilm adaptiert, was Paolinis Bekanntheit und Einfluss weiter steigerte.


Christopher Paolinis Erfolg kann auf mehrere Faktoren zurückgeführt werden:

Einzigartiges Talent: Paolini zeigte schon in jungen Jahren ein außergewöhnliches Talent für das Schreiben und Erzählen von Geschichten.

Familienunterstützung: Seine Eltern spielten eine entscheidende Rolle bei der Veröffentlichung seines ersten Buches und unterstützten ihn dabei, seine Träume zu verwirklichen.

Resonanz beim Publikum: Die „Eragon-Saga“ traf den Nerv der Zeit und sprach besonders junge Leser an, die sich mit dem jungen Protagonisten identifizieren konnten.

Marketing und Timing: Der Erfolg von J.K. Rowlings „Harry Potter“-Serie hatte das Interesse an Fantasy-Literatur neu entfacht, und Paolini konnte von diesem Trend profitieren.

Andere bemerkenswerte junge Autoren

Während Christopher Paolini oft als der jüngste erfolgreichste Autor unserer Zeit angesehen wird, gibt es auch andere bemerkenswerte junge Talente in der Literaturwelt:

S.E. Hinton: Sie schrieb ihren ersten Roman „The Outsiders“ im Alter von 16 Jahren. Das Buch wurde ein Klassiker der Jugendliteratur und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Rupi Kaur: Bekannt für ihre Gedichtsammlungen „milk and honey“ und „the sun and her flowers“, veröffentlichte Kaur ihre ersten Werke im Alter von 21 Jahren und erreichte schnell internationalen Ruhm.

Fazit

Christopher Paolini ist zweifellos ein herausragendes Beispiel dafür, dass Talent und Leidenschaft keine Altersgrenzen kennen. Sein Erfolg als junger Autor hat nicht nur ihm selbst, sondern auch der Welt der Jugendliteratur neue Impulse gegeben. Seine Geschichte inspiriert junge Schriftsteller weltweit und zeigt, dass mit Hingabe, Unterstützung und einem guten Gespür für Geschichten Großes erreicht werden kann – unabhängig vom Alter.

🎤  Sevda Çelik (Kochbuch-Autorin) im Gespräch

„Da ich berufstätig bin und wenig Zeit habe, habe ich versucht, die Rezepte so simpel wie möglich zu halten.“

21.06.2024

Perry Payne: Zu unserem Freitags-Interview habe ich heute einen ganz besonderen Gast eingeladen. Sie kocht leidenschaftlich und liebt schnelle Autos. Auf Instagram folgen deinen Kochkünsten über 2 Millionen Follower. In wenigen Wochen bringst du dein erstes Kochbuch heraus, auf das Köche aller Erfahrungsstufen zurückgreifen können.

Ich begrüße ganz herzlich Sevda Çelik. Schön, dass du hier bist.
Durch deine türkischen Wurzeln kombinierst du internationale Gerichte mit den Aromen der türkischen Küche und kreierst auf diese Weise neue Geschmackswelten. Doch beginnen wir von vorne. Wie hast du deine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt?

Sevda Çelik: Während der herausfordernden Zeit der Pandemie entdeckte ich eine unerwartete Leidenschaft fürs Kochen. Mit den Lockdowns und Einschränkungen wurde mein Zuhause zu meinem persönlichen Kochstudio, in dem ich mich kreativ ausdrücken konnte.
Statt mich von den negativen Schlagzeilen überwältigen zu lassen, entschied ich mich, etwas Positives zu tun, und begann, neue Rezepte auszuprobieren. Jedes Gericht war nicht nur eine kulinarische Entdeckungsreise, sondern auch eine willkommene Ablenkung von den stressigen Nachrichten.

Die Freude, die ich beim Experimentieren in der Küche fand, teilte ich dann mit anderen über soziale Medien. So wurde meine Leidenschaft fürs Kochen nicht nur zu einem persönlichen Rückzugsort, sondern auch zu einer Möglichkeit, andere zu inspirieren und zu verbinden, während wir alle gemeinsam durch diese ungewisse Zeit navigierten.

Mein Mann war von Anfang an meine größte Unterstützung, als ich meine Kochseite auf Instagram startete. Er half nicht nur bei der Umsetzung von Ideen und beim Filmen von Videos, sondern ermutigte mich auch stets, meine Leidenschaft für das Kochen zu teilen. Seine Unterstützung und sein Glaube an mich gaben mir den Rückhalt, den ich brauchte, um meine Träume zu verwirklichen und eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten aufzubauen.
Mit seiner Hilfe wurde meine Kochseite nicht nur zu meinem persönlichen Projekt, sondern auch zu einem gemeinsamen Abenteuer, das wir zusammen erleben.

Durch meine Leidenschaft für das Kochen habe ich eine unglaubliche Community auf Instagram aufgebaut. Mit jedem Rezept, das ich teile, erreiche ich immer mehr Menschen, die meine Begeisterung für kulinarische Kreationen teilen.
Es ist erstaunlich zu sehen, wie meine Kochkünste nicht nur Follower, sondern auch Freunde und Unterstützer auf der ganzen Welt gewonnen haben. Mit jedem neuen Follower fühle ich mich geehrt, meine Leidenschaft mit anderen teilen zu können und sie auf ihrer eigenen kulinarischen Reise zu inspirieren.

Perry Payne: Der Erfolg belohnt deine Leidenschaft. Hast du das Kochen und Backen inzwischen zu deinem eigentlichen Job gemacht?

Sevda Çelik: Tatsächlich habe ich das Kochen und Backen nicht zu meinem eigentlichen Job gemacht. Noch nicht. Ich arbeite seit 2001 am Frankfurter Flughafen als Luftsicherheit Assistentin. Würde ungern diesen Job aufgeben wollen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

Perry Payne: Das ist ja faszinierend. Ich war auch mal 3 Jahre am Flughafen in Erfurt in der gleichen Position beschäftigt. Es ist ein guter Job und ich kann durchaus verstehen, dass du ihn nicht aufgeben möchtest.
Aber zurück zu deinen Kochkünsten. Wie viel Zeit wendest du täglich dafür auf? Du hast in Anbetracht der vielen Follower schließlich auch fast schon eine Verpflichtung, etwas Neues zu bieten.

Sevda Çelik: Oh ja, genauso ist es. Ich verbringe tatsächlich alle zwei Tage jeweils 3 Stunden in der Küche. Dies bezieht sich auf das Filmedrehen, Schneiden, Musik hinzufügen und Rezepte auf Deutsch und Türkisch schreiben. Aber das gehört auch zu meinen Hobbys. Ich verpflichte mich tatsächlich, jeden zweiten Tag ein Rezept zu posten, da mir meine Follower ganz, ganz wichtig sind. Durch die habe ich es bis hierhin geschafft.

Ich liebe wirklich meinen Job. Könnte mir keinen anderen vorstellen. Aber warum geht man arbeiten? Natürlich für das Geld. Wenn mir meine Küche mehr Geld bieten würde, würde ich es auch als Hauptberuf machen. Aber wie gesagt: Was nicht ist, kann ja noch werden.

Interessant, dass du auch drei Jahre diesen Job gemacht hast. Ich arbeite im öffentlichen Dienst und habe einen Beamtenstatus. Das ist auch der Grund dafür, weiterhin als Luftsicherheits-Assistentin tätig zu sein.

Perry Payne: Nun, bei so viel Aufmerksamkeit für deine Gerichte hast du auf jeden Fall schon einen Fuß bei einem Sternerestaurant in der Tür, sofern du dich diesbezüglich beruflich verändern würdest. Außerdem würde aus dem Hobby Arbeit werden. Und – wie wir wissen – ist Gastronomie kein einfacher Job. Also ist es wohl besser: Du bedienst deine vielen Follower weiter mit ansprechenden Speisen.
Wie sieht es übrigens mit neuen Gerichten aus? Verfeinerst oder veränderst du bestehende Gerichte oder kreierst du auch komplett neue Menüs?

Sevda Çelik: Manchmal überlege ich mir Tage vorher, was ich in meinen freien Tagen für Rezepte kreieren werde. Ich gestalte Rezepte manchmal einfach nur um. Und füge irgendeine Gemüseart hinzu. Oder es kommen ganz neue Rezepte zustande. Das hängt auch viel von meinem Tagesablauf ab. Kommt natürlich auch auf meine Laune an. Gute Laune – gutes Rezept.

Perry Payne: Da können wir nur hoffen, dass du nie schlechte Laune bekommst. Auf deinen bisherigen Bildern und Videos sieht das jedenfalls nicht danach aus. Denn die wurden professionell aufgenommen und heben deine Speisen hervor.
Da stellen sich mir zwei Fragen. Zum Einen: Hast du bzw. dein Mann für diese Aufnahmen dein technisches Equipment aufgebessert? Und lag ihm der korrekte Fokus im Blut? Schließlich braucht ein Fotograf auch das richtige Auge dafür.

Sevda Çelik: Du wirst es nicht glauben, aber alle Aufnahmen derzeit mache nur ich. Mal mit meiner linken Hand oder mal mit meinem Stativ. Schließlich macht Übung den Meister. Sehr selten hilft mir mein Mann. Er ist berufstätig und findet die Zeit weniger dafür. Aber dafür ist die psychische Unterstützung sehr groß. Und das zählt für mich.

Perry Payne: Ach so, das habe ich wohl falsch verstanden. Wie auch immer, das Ergebnis ist jedenfalls großartig. Auch und gerade bei einem Kochbuch sind die Bilder entscheidend.
Du hast für deine Rezepte bereits einen Verlag gefunden. Für viele Autoren geht dieser Schritt nicht in Erfüllung. Hattest du Probleme bei der Verlagssuche?

Sevda Çelik: Lieber Perry, tatsächlich hat der Verlag mich gefunden. Die waren von meiner Kochseite auf Instagram fasziniert und wollten mit mir in Zusammenarbeit ein Kochbuch gestalten. Somit kam auch mein Buch zu Stande. Ich bin meinem Verlag sehr dankbar, dass ich zu einer offiziellen Autorin geworden bin. Die Zusammenarbeit hat mir sehr viel Freude gemacht.

Perry Payne: Dein Buch „Kochen à la Sevda – Schnell, einfach, köstlich“ ist in edlem Schwarz gehalten. Konsequenterweise vermarktest du dich damit selbst als Marke. War das die Idee des Verlages, beziehungsweise inwieweit konntest du dich zum Inhalt, der Gestaltung und dem Titel selbst einbringen?

Sevda Çelik: Es wurde total auf meine Wünsche eingegangen. Das fand ich auch toll. Wie wir alle wissen, sind viele Kochbücher hell gehalten. Aber ich wollte einfach mal das Gegenteil, und zwar sollte mein Buch dunkel sein. Das Cover sowie der Inhalt wurden komplett nach meinem Geschmack dargestellt. Ich habe auch schon viele Komplimente diesbezüglich bekommen. Da es halt anders ist als gewohnt.

Perry Payne: In der Tat gibt es schon zahlreiche andere Kochbücher. Optisch fällt deins auf jeden Fall auf. Doch was genau erwartet die Käufer? Oder anders gefragt: Gibt es ein Kernthema?

Sevda Çelik: Das Kochbuch ist speziell für diejenigen entwickelt, die Zeitmangel haben. Es ist wie beschrieben schnell, einfach und köstlich. Da ich berufstätig bin und wenig Zeit habe, habe ich versucht, die Rezepte so simpel wie möglich zu halten. Und das Gute ist, dass Rezepte aus aller Welt vorhanden sind.

Perry Payne: Wie sieht es im Zusammenhang mit deiner Reichweite mit zusätzlicher Publicity aus? Würdest du auch in anderen Formaten auftreten, wie Kochshows, Podcasts oder TV-Shows?

Sevda Çelik: Es spricht nichts dagegen. Würde mich über eine Einladung zu Kochshow, Podcast oder TV-Show freuen.

Perry Payne: Vielleicht ergibt es sich ja. Ich drücke dir die Daumen.
Mal abgesehen von dem Job: Wie sieht dein Alltag aus? Gibst du uns einen kleinen Einblick? Und wirst du auch schon mal auf der Straße von deinen Fans angesprochen?

Sevda Çelik: Vielen Dank fürs Daumendrücken.
Mein Alltag schaut wie folgt aus: Morgens um 5:30 Uhr beginnt mein Tag. Als Mutter habe ich noch Pflichten vor Arbeitsbeginn. Um 8:45 Uhr beginnt meine Dienstzeit bis 13:30 Uhr. Danach geht es eigentlich direkt in die Küche, um Videos zu drehen. Bis 17:00 Uhr muss ich fertig werden, da ich dann auch Zeit für mich brauche.
Es kam wirklich schon öfter mal vor, dass ich angesprochen wurde. Ich genieße es einfach.

Perry Payne: Dein Buch „Kochen à la Sevda – Schnell, einfach, köstlich“ wird am 3. September erscheinen. Hast du bereits weitere Projekte geplant?

Sevda Çelik: Genau, Anfang September wird das Buch erscheinen. Erstmal steht Urlaub an. Was danach kommt, ist noch nicht geplant.

Perry Payne: Nun, vielleicht wird es einen Nachfolger geben oder ein Kochbuch über eine neu entwickelte Küche von dir. Wie auch immer, ich wünsche dir viel Erfolg und deinem Buch die größtmögliche Sichtbarkeit.
Ich danke dir für das packende Gespräch.
Das Abschlusswort bei SofaTalk24 gehört wie immer meinem Gast. Das darfst du gerne direkt an deine Fans richten oder an liebe Menschen. Vielleicht hast du einen Ratschlag zum Glücklichsein oder einen Tipp zum Erfolg?
Dir persönlich wünsche ich alles Gute und vielleicht sprechen wir uns noch einmal in einem Jahr, um zu sehen, was aus dir und deinem ersten Buch geworden ist.
Allen Liebhabern der guten Küche empfehle ich noch die Seite von Sevda Çelik auf Instagram. Seht euch die abwechslungsreichen Gerichte mal an und holt euch clevere Ideen und gute Laune.

Sevda Çelik: Liebe Community, ich möchte euch von Herzen danken für eure Unterstützung und euer Interesse an meiner Kochseite. Es ist unglaublich, wie viel Freude und Inspiration Ihr mir täglich schenkt. Eure Kommentare, Likes und Nachrichten bedeuten mir sehr viel und motivieren mich, immer wieder neue Rezepte und Ideen mit euch zu teilen.

Ein paar Tipps für eure Küche:
1. Frische Zutaten: Achtet auf frische und saisonale Zutaten. Sie sind nicht nur gesünder, sondern verleihen euren Gerichten auch den besten Geschmack.
2. Organisation ist alles: Bereitet alle Zutaten vor dem Kochen vor. Das spart Zeit und macht das Kochen entspannter und angenehmer.
3. Probieren und Anpassen: Vertraut eurem Geschmackssinn. Probiert eure Gerichte während des Kochens und passt die Gewürze nach eurem Geschmack an.
4. Sauberkeit und Ordnung: Ein aufgeräumter Arbeitsplatz macht das Kochen nicht nur einfacher, sondern auch sicherer. Reinigt während des Kochens immer wieder eure Arbeitsfläche und eure Utensilien.
5. Spaß haben: Kochen sollte Freude bereiten. Experimentiert mit neuen Rezepten, habt keine Angst vor Fehlern und genießt den Prozess.

Nochmals vielen Dank für eure Treue und Unterstützung. Ich freue mich darauf, weiterhin gemeinsam mit euch zu kochen und zu backen! Mit kulinarischen Grüßen, eure Sevda.

Vielen Dank für das nette Gespräch, lieber Perry. Es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Ich wünsche dir auch auf deinem Weg viel Erfolg und viele Reportagen. Gerne können wir uns wieder auf dem Sofa treffen. Dir alles Gute. Bis bald.

🖋️  Reale Orte, Gebäude und Namen in Büchern: Bedeutung und rechtliches

„Die Verwendung realer Orte und Namen kann rechtliche Probleme mit sich bringen, insbesondere wenn diese in einem negativen Kontext dargestellt werden.“

20.06.2024

In der Literatur spielen reale Orte, Gebäude und Namen eine wichtige Rolle, um Geschichten glaubwürdig und greifbar zu machen. Leser können durch vertraute Schauplätze eine tiefere Verbindung zu der Erzählung aufbauen. Dies trägt maßgeblich zum Erfolg von Regionalgeschichten bei, birgt jedoch auch einige Herausforderungen und rechtliche Fallstricke.

Bedeutung für die Leser

Die Einbindung realer Orte und Namen in Büchern verleiht der Geschichte Authentizität und ermöglicht es den Lesern, eine stärkere emotionale Verbindung herzustellen. Wenn ein Roman in einer real existierenden Stadt spielt, können Leser, die diese Stadt kennen, die Schauplätze klar vor Augen haben. Dies erhöht die Immersion und das Lesevergnügen. Bekannte Orte und Namen schaffen zudem eine Art Vertrautheit, die Leser anzieht und ihnen das Gefühl gibt, Teil der Geschichte zu sein.


Vorteile

Authentizität und Realismus: Reale Schauplätze machen eine Geschichte glaubwürdiger und erleichtern es den Lesern, sich in die Handlung hineinzuversetzen.

Leserbindung: Leser, die die beschriebenen Orte kennen, fühlen sich besonders angesprochen und können eine tiefere emotionale Bindung zu der Geschichte aufbauen.

Marketingpotential: Bücher, die in bekannten Städten spielen, können durch lokale Buchhandlungen und Medien besser vermarktet werden. Autoren können Lesungen und Buchpräsentationen an den realen Schauplätzen organisieren, was zusätzliche Aufmerksamkeit generiert.


Nachteile

Einschränkungen in der Kreativität: Autoren könnten sich durch die Notwendigkeit, reale Gegebenheiten korrekt darzustellen, in ihrer Kreativität eingeschränkt fühlen.

Negative Reaktionen: Leser, die eine andere Wahrnehmung des beschriebenen Ortes haben, könnten enttäuscht oder irritiert sein, wenn die Darstellung nicht mit ihrer eigenen Erfahrung übereinstimmt.


Erfolgsfaktoren von Regionalgeschichten

Regionalgeschichten, die stark auf lokale Besonderheiten und Charakteristika setzen, erfreuen sich großer Beliebtheit. Dies liegt vor allem an der authentischen Darstellung und der Identifikationsmöglichkeit der Leser mit ihrer eigenen Umgebung. Zudem bieten solche Geschichten einen Einblick in die lokale Kultur und Geschichte, was besonders für Leser, die nicht aus der Region stammen, faszinierend sein kann.


Rechtliche Herausforderungen: Die Verwendung realer Orte und Namen kann rechtliche Probleme mit sich bringen, insbesondere wenn diese in einem negativen Kontext dargestellt werden.


Unangebrachte Verwendung

Es gibt jedoch Situationen, in denen die Verwendung realer Orte und Namen unangebracht sein kann. Insbesondere bei negativen Darstellungen, die den Ruf eines Ortes oder einer Person schädigen könnten, ist Vorsicht geboten. Autoren sollten vermeiden, reale Schauplätze für kriminelle Handlungen oder skandalöse Ereignisse zu verwenden, wenn dies zu rechtlichen Konsequenzen führen könnte.


Rechtliche Aspekte

Die rechtliche Seite der Verwendung realer Orte und Namen in Büchern ist komplex. Generell ist es erlaubt, reale Orte, Gebäude und Straßennamen in literarischen Werken zu verwenden, solange diese korrekt und nicht diffamierend dargestellt werden. Bei der Nennung von Geschäften und Marken sollten Autoren jedoch vorsichtig sein. Hier einige wichtige Punkte:

Markenrecht: Marken und geschützte Namen dürfen nicht in einer Weise verwendet werden, die den Ruf der Marke schädigen könnte. Negative oder irreführende Darstellungen können zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen.

Persönlichkeitsrecht: Die Nennung realer Personen ohne deren Einwilligung kann problematisch sein, insbesondere wenn diese in einem negativen Licht dargestellt werden. Dies kann zu Klagen wegen Verleumdung oder Verletzung der Persönlichkeitsrechte führen.

Urheberrecht: Einige Gebäude und Orte sind urheberrechtlich geschützt, insbesondere wenn sie ein hohes Maß an künstlerischer Gestaltung aufweisen. Eine detaillierte Beschreibung solcher Bauwerke ohne Erlaubnis des Urhebers könnte eine Urheberrechtsverletzung darstellen.

Autoren sollten daher bei der Verwendung realer Orte und Namen sorgfältig abwägen, wie diese dargestellt werden und ob eine Einwilligung erforderlich ist. Im Zweifelsfall ist es ratsam, rechtlichen Rat einzuholen, um mögliche Konflikte zu vermeiden.


Rechtliche Herausforderungen: Die Verwendung realer Orte und Namen kann rechtliche Probleme mit sich bringen, insbesondere wenn diese in einem negativen Kontext dargestellt werden.


Beispiel 1: Coca Cola

Positive Darstellung:

Ein Autor könnte eine Szene in einem Café beschreiben, in der die Protagonisten eine Pause einlegen und dabei Coca Cola trinken. Die Beschreibung könnte lauten:


„Anna und Markus saßen in einem kleinen Straßencafé in Paris, die warme Nachmittagssonne schien auf ihre Gesichter. Markus bestellte zwei eiskalte Coca Colas, und sie genossen die prickelnde Erfrischung, während sie das geschäftige Treiben auf den Straßen beobachteten.“


Rechtliche Aspekte:

In diesem Fall wird Coca Cola in einem positiven und alltäglichen Kontext verwendet. Solange die Darstellung nicht irreführend oder diffamierend ist, bestehen in der Regel keine rechtlichen Bedenken. Coca Cola profitiert sogar von der kostenlosen Werbung und der positiven Assoziation.


Negative Darstellung:

Eine weniger vorteilhafte Darstellung könnte problematisch sein. Zum Beispiel:


„Anna nahm einen Schluck von der abgestandenen Coca Cola und verzog das Gesicht. ‚Diese Plörre schmeckt schrecklich‘, sagte sie und schob das Glas weg.“


Rechtliche Aspekte:

Hier könnte Coca Cola rechtliche Schritte in Betracht ziehen, da die Marke in einem negativen Licht dargestellt wird. Negative oder abwertende Kommentare könnten als rufschädigend angesehen werden und zu einer Klage wegen Verleumdung führen. Dies kann umgangen werden, wenn der Markennamen nicht explizit genannt wird.


Die Nennung von Markennamen in literarischen Werken ist nicht grundsätzlich verboten, jedoch müssen Autoren einige rechtliche Aspekte beachten:


Rufschädigung: Marken sollten nicht in einem negativen oder diffamierenden Kontext dargestellt werden, da dies als rufschädigend angesehen werden kann.

Irreführung: Die Darstellung sollte nicht irreführend sein oder falsche Tatsachen über die Marke oder ihre Produkte verbreiten.

Produktplatzierung: Wenn eine Marke sehr prominent und häufig erwähnt wird, könnte dies als Produktplatzierung interpretiert werden, was ebenfalls rechtliche Konsequenzen haben kann.


Beispielhafte Darstellung

Eine Geschichte, die in einem post-apokalyptischen New York City spielt, könnte wie folgt beschrieben werden:

„New York City lag in Trümmern. Die einst lebhaften Straßen waren von Schutt bedeckt, und die hoch aufragenden Wolkenkratzer ragten wie gebrochene Zähne in den grauen Himmel. Der Central Park, einst eine grüne Oase, war nun ein verwildertes, unheimliches Terrain, in dem nur noch der Wind durch die verlassenen Baumkronen wisperte.“


Rechtliche Überlegungen:

Vermeidung spezifischer negativ konnotierter Darstellungen von Marken: Statt ein bekanntes Café oder Geschäft negativ darzustellen, könnte der Autor allgemeine Begriffe verwenden, z. B. „Das Café an der Ecke war verlassen und verwittert.“

Fiktive Details einfügen: Fiktive Gebäude und Straßennamen können eingefügt werden, um rechtliche Probleme zu vermeiden und gleichzeitig die Atmosphäre der realen Stadt beizubehalten.


Fazit

Die Verwendung realer Orte, Gebäude und Namen in Büchern bietet zahlreiche Vorteile, insbesondere was Authentizität und Leserbindung betrifft. Regionalgeschichten profitieren besonders von dieser Praxis. Allerdings sollten Autoren die rechtlichen Aspekte nicht außer Acht lassen und sicherstellen, dass ihre Darstellungen keine negativen rechtlichen Konsequenzen nach sich ziehen. Mit der richtigen Balance aus Kreativität und rechtlicher Sorgfalt können reale Schauplätze eine Geschichte bereichern und ihr zu größerem Erfolg verhelfen.

🖋️  Buchvorbestellungen: Ein Leitfaden zur Veröffentlichungsstrategie

„Im Kontext von Online-Werbung, insbesondere auf Plattformen wie Social Media oder Suchmaschinen, können Werbetreibende verschiedene Targeting-Optionen nutzen, um ihre Anzeigen effektiver zu gestalten und ihre Marketingziele zu erreichen.“

19.06.2024

Die Veröffentlichung eines Buches ist ein aufregender Meilenstein für jeden Autor, aber der Erfolg hängt oft von einer gut geplanten Vermarktungsstrategie ab. Eine wichtige Komponente dabei sind Vorbestellungen - ein oft unterschätztes Instrument, das jedoch eine erhebliche Rolle für den Erfolg eines Buches spielen kann. Warum sind Vorbestellungen so wichtig und welche Schritte können Autoren unternehmen, um sie zu fördern?

Warum sind Vorbestellungen wichtig?

Frühzeitige Umsätze: Vorbestellungen ermöglichen es Autoren, frühzeitig Umsätze zu generieren, noch bevor das Buch offiziell veröffentlicht wird. Dies kann dazu beitragen, die finanzielle Belastung während des Veröffentlichungsprozesses zu reduzieren und eine solide Grundlage für den Verkauf zu schaffen.

Ranglistenplatzierung: Die Anzahl der Vorbestellungen kann einen erheblichen Einfluss auf die Platzierung des Buches in Bestsellerlisten und Online-Plattformen haben. Ein starker Start durch Vorbestellungen kann dazu beitragen, das Buch in den Rankings nach oben zu bringen und so die Sichtbarkeit und Reichweite zu erhöhen.

Marketing und Promotion: Vorbestellungen bieten Autoren die Möglichkeit, ihr Buch bereits vor der Veröffentlichung zu bewerben und das Interesse potenzieller Leser zu wecken. Durch gezielte Marketingmaßnahmen können Autoren die Aufmerksamkeit auf ihr Buch lenken und die Vorbestellungen stimulieren. Ist das Buch während der Zeit des Marketings bereits als Vorbestellung gelistet, können interessierte Leser direkt auf die Aktion reagieren. Andernfalls könnte die Vorabaktion ins Leere laufen.


Was können Autoren tun, um Vorbestellungen zu fördern?

Frühzeitige Ankündigung: Beginne frühzeitig mit der Promotion deines Buches und kündige die Verfügbarkeit des Buches an, sobald es gelistet ist. Nutze Social Media, deine Website oder Newsletter, um potenzielle Leser zu informieren und ihr Interesse zu wecken.

Anreize bieten: Biete Anreize für Vorbesteller an, wie z. B. exklusive Boni, signierte Exemplare oder Zugang zu zusätzlichem Material. Diese Anreize können Leser dazu ermutigen, frühzeitig zu bestellen und die Vorbestellungen zu erhöhen.

Gezielte Werbung: Schalte gezielte Werbung auf Social-Media-Plattformen oder anderen relevanten Kanälen, um das Buch und die Vorbestellungsmöglichkeiten zu bewerben. Nutze Targeting-Optionen, um deine Zielgruppe effektiv zu erreichen und ihr Interesse zu wecken.

Netzwerken: Nutze dein Netzwerk von Lesern, Kollegen und Influencern, um das Buch und die Vorbestellungsmöglichkeiten zu verbreiten. Mundpropaganda kann eine leistungsstarke Marketingtaktik sein und dazu beitragen, das Interesse an deinem Buch zu steigern.


Doch was sind Targeting-Optionen?

Es sind spezifische Parameter oder Kriterien, die bei der Ausrichtung von Werbung verwendet werden, um eine bestimmte Zielgruppe anzusprechen. Diese Optionen ermöglichen es Werbetreibenden, ihre Anzeigen gezielt an Personen auszuspielen, die am ehesten an ihren Produkten oder Dienstleistungen interessiert sind. Im Kontext von Online-Werbung, insbesondere auf Plattformen wie Social Media oder Suchmaschinen, können Werbetreibende verschiedene Targeting-Optionen nutzen, um ihre Anzeigen effektiver zu gestalten und ihre Marketingziele zu erreichen. Hier sind einige gängige Targeting-Optionen:


Demografische Daten: Zielgruppensegmentierung basierend auf demografischen Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Standort, Familienstand und Einkommen.

Interessen und Verhaltensweisen: Ausrichtung der Anzeigen auf Personen, die bestimmte Interessen haben oder bestimmte Verhaltensweisen aufweisen, basierend auf ihrem Online-Verhalten, ihren Vorlieben und Aktivitäten.

Geräte- und Plattformauswahl: Auswahl bestimmter Geräte wie Desktop-Computer, Mobiltelefone oder Tablets sowie spezifischer Plattformen wie Facebook, Instagram, Google oder LinkedIn, um die Anzeigen nur auf diesen Plattformen anzuzeigen.

Keywords und Suchbegriffe: Platzierung von Anzeigen basierend auf den von Benutzern eingegebenen Keywords oder Suchbegriffen, um die Anzeigen genau dann anzuzeigen, wenn Benutzer nach relevanten Inhalten suchen.

Verhaltensbasiertes Targeting: Ausrichtung der Anzeigen basierend auf dem Online-Verhalten der Benutzer, einschließlich ihrer Interaktionen mit Websites, Apps oder Online-Inhalten.

Lookalike-Zielgruppen: Erstellung von Zielgruppen, die den bestehenden Kunden oder Zielgruppen ähnlich sind, basierend auf gemeinsamen Merkmalen oder Verhaltensweisen.

Geografische Ausrichtung: Platzierung von Anzeigen in bestimmten geografischen Regionen oder Ländern, um lokale Zielgruppen anzusprechen oder regionale Marketingkampagnen durchzuführen.

Zeitliche Ausrichtung: Planung der Anzeigenauslieferung zu bestimmten Zeiten oder Tagen, um die Effektivität der Anzeigen zu maximieren und potenzielle Kunden zur richtigen Zeit anzusprechen.

Durch die Nutzung von Targeting-Optionen können Werbetreibende ihre Werbeausgaben optimieren, die Effektivität ihrer Kampagnen verbessern und eine höhere Konversionsrate erzielen, indem sie ihre Anzeigen an die spezifischen Bedürfnisse und Interessen ihrer Zielgruppe anpassen.


Fazit

Vorbestellungen sind ein wichtiger Bestandteil der Veröffentlichungsstrategie eines Autors und können einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg eines Buches haben. Durch frühzeitige Promotion, gezielte Werbung und die Bereitstellung von Anreizen können Autoren die Anzahl der Vorbestellungen steigern und so eine solide Grundlage für den Erfolg ihres Buches schaffen.

🖋️  Der Epilog: Ein Schlussakkord mit Geschichte und Bedeutung

„Zudem sollte man sich über die rechtlichen Aspekte des Self-Publishings informieren, wie zum Beispiel das Urheberrecht und die steuerlichen Pflichten.“

18.06.2024

Ein Epilog ist wie der letzte Ton in einer symphonischen Darbietung - er rundet die Geschichte ab, bringt Emotionen zum Höhepunkt und lässt den Leser mit einem bleibenden Eindruck zurück. Aber was genau ist ein Epilog, wie hat er sich im Laufe der Geschichte entwickelt, und wie kann er effektiv in Büchern eingesetzt werden?

Was ist ein Epilog?

Ein Epilog ist ein abschließender Abschnitt eines Buches, der nach dem eigentlichen Ende der Handlung kommt. Er bietet zusätzliche Informationen, reflektiert über das Geschehene oder gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Charaktere. Im Gegensatz zum Prolog, der oft am Anfang eines Buches steht und eine Einführung bietet, kommt der Epilog am Ende und schließt die Geschichte ab.


Geschichtliche Hintergründe

Die Verwendung von Epilogen in der Literatur reicht weit zurück in die Antike. In der griechischen Tragödie wurden oft Chorszenen am Ende eines Stücks verwendet, um die Handlung zusammenzufassen oder moralische Lehren zu ziehen. Im Mittelalter wurden Epiloge in literarischen Werken genutzt, um den Lesern ein abschließendes Resümee zu bieten oder die moralische Botschaft des Werkes zu verdeutlichen.


Schreibtipps für den Epilog

Reflexion und Ausblick: Nutze den Epilog, um die Ereignisse der Geschichte zu reflektieren, und einen Ausblick auf die Zukunft zu geben. Dies kann helfen, offene Fragen zu klären und den Lesern einen abschließenden Eindruck zu vermitteln.

Charakterentwicklung: Verwende den Epilog, um die Entwicklung der Hauptcharaktere zu zeigen und wie sie sich im Laufe der Handlung verändert haben.

Emotionale Resonanz: Stelle sicher, dass der Epilog eine emotionale Resonanz beim Leser erzeugt, sei es durch Hoffnung, Trauer, Freude oder einen anderen starken Gefühlsausdruck.

Kurz und prägnant: Halte den Epilog kurz und prägnant, um den Lesern ein befriedigendes Ende zu bieten, ohne die Handlung unnötig zu verlängern.


Wann wird der Epilog eingesetzt und wann wird darauf verzichtet?

Der Epilog wird oft in Büchern eingesetzt, wenn es zusätzliche Informationen gibt, die die Hauptgeschichte nicht abschließen kann. Er wird auch verwendet, um den Lesern einen letzten Gedanken zu geben oder um den Charakteren einen Abschluss zu geben. Auf einen Epilog wird oft verzichtet, wenn die Hauptgeschichte bereits einen abschließenden Höhepunkt erreicht hat und zusätzliche Informationen nicht notwendig sind.


Beliebtheit des Epilogs

Der Epilog erfreut sich in der Literatur großer Beliebtheit, da er den Lesern ein Gefühl der Vollständigkeit und Befriedigung bietet wie ein zusätzlicher Bonus zum Buch. Ein gut geschriebener Epilog kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Leser dazu bringen, über die Geschichte und ihre Charaktere auch nach dem Lesen weiter nachzudenken.


Beispiele für bekannte Bücher mit gutem Epilog

„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ von J.K. Rowling: Der Epilog dieses Buches bietet einen Blick in die Zukunft der Hauptcharaktere, wie sie Familien gegründet haben und ihre Kinder zur Schule schicken.

„Der Herr der Ringe“ von J.R.R. Tolkien: Der Epilog dieses epischen Werkes bietet einen Ausblick auf die Rückkehr der Hobbits ins Auenland und schließt die Geschichte mit einem Gefühl der Hoffnung und des Friedens ab.


Der Epilog ist ein kraftvolles literarisches Werkzeug, das Autoren nutzen können, um ihre Geschichten auf eine befriedigende und nachhaltige Weise abzuschließen.

🖋️  Signierstunden: Eine besondere Verbindung zwischen Autor und Leser

„Es ist eine Möglichkeit für Autoren, sich mit ihren Lesern zu verbinden.

17.06.2024

Signierstunden sind ein aufregendes Ereignis für Buchliebhaber und Autoren gleichermaßen. Es ist die Gelegenheit für Leser, eine persönliche Verbindung zu ihren Lieblingsautoren aufzubauen, während sie ihre Bücher mit einer signierten Widmung versehen bekommen. Doch was genau verbirgt sich hinter dem Akt des Signierens, und wie werden solche Veranstaltungen organisiert?

Die Praxis, Bücher durch Autoren zu signieren, hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. In früheren Zeiten wurden Bücher häufig von Hand geschrieben oder kopiert, und Autoren signierten ihre Werke als Zeichen der Anerkennung oder als persönlichen Touch für den Leser.

Im Mittelalter war es üblich, dass Autoren oder Kopisten ihre Namen am Ende eines Manuskripts oder auf einer der ersten Seiten hinterließen. Diese Signaturen dienten nicht nur als Identifikationsmerkmal, sondern wurden oft mit Gebeten oder Segenswünschen für den Leser verbunden.

Mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg im 15. Jahrhundert und der Verbreitung gedruckter Bücher wurde das Signieren von Büchern durch Autoren immer verbreiteter. Insbesondere während des 19. Jahrhunderts, als sich der Buchmarkt entwickelte und Autoren zunehmend als öffentliche Persönlichkeiten angesehen wurden, begannen Autoren, ihre Bücher bei Lesungen oder Veranstaltungen zu signieren, um ihren Lesern eine persönliche Note zu verleihen.


Heutzutage ist das Signieren von Büchern eine gängige Praxis bei Buchveröffentlichungen und Autorenveranstaltungen auf der ganzen Welt. Es ist eine Möglichkeit für Autoren, sich mit ihren Lesern zu verbinden und ihre Wertschätzung für deren Unterstützung auszudrücken.


Was ist das Signieren im Buch und wie unterscheidet es sich von einer Widmung?

Das Signieren eines Buches ist der Akt, bei dem der Autor seine Unterschrift auf die Titelseite, das Vorsatzblatt oder eine andere gewünschte Stelle im Buch setzt. Dies kann eine einfache Signatur sein oder auch mit einem kurzen persönlichen Gruß, wie „Für [Name des Lesers]“, versehen werden. Eine Widmung hingegen ist eine persönliche Nachricht des Autors an einen bestimmten Leser, die oft mit einer Signatur versehen wird. Sie kann aus einem kurzen Gruß, einem Zitat oder einer speziellen Nachricht bestehen, die den Leser ehrt oder anspricht.


Wie wird richtig signiert?

Die Art und Weise, wie ein Autor signiert, kann variieren. Einige Autoren verwenden eine spezielle Signatur, die sie für ihre Bücher entwickelt haben, während andere einfach ihre normale Unterschrift verwenden. Es ist wichtig, dass die Signatur den persönlichen Stil des Autors widerspiegelt. In Bezug auf die Platzierung gibt es keine festen Regeln, jedoch ist die Titelseite oder das Vorsatzblatt übliche Stellen für die Signatur.


Organisation von Signierstunden: Ein detaillierter Plan


Das Ansprechen des stationären Buchhandels oder der örtlichen Bibliothek, um eine Signierstunde durchzuführen, erfordert eine proaktive Herangehensweise und eine überzeugende Präsentation des Nutzens für beide Seiten. Hier sind einige Schritte, die dabei helfen können:

1. Recherche: Identifiziere potenzielle Buchhandlungen oder Bibliotheken, die regelmäßig Autorenveranstaltungen oder Lesungen durchführen. Eine kurze Online-Recherche oder ein Besuch vor Ort kann dabei helfen, die passenden Orte zu finden.

2. Kontaktaufnahme: Finde heraus, wer für die Organisation von Veranstaltungen in der Buchhandlung oder Bibliothek zuständig ist, und trete mit dieser Person in Kontakt. Dies kann der Buchhändler oder der Leiter der Bibliothek sein.

3. Überzeugende Präsentation: Bereite eine überzeugende Präsentation vor, die den Nutzen einer Signierstunde für die Buchhandlung oder Bibliothek hervorhebt. Betone, wie eine solche Veranstaltung das Publikum anziehen und die lokale Gemeinschaft unterstützen kann.

4. Vorschläge für Autoren: Alternativ können sich an den Signierstunden mehrere (regionale) Autoren beteiligen. Kontaktiere andere Autoren rechtzeitig und stimme einen möglichen Termin mit ihnen ab.

5. Flexibilität zeigen: Sei flexibel bei der Terminauswahl und bereit, Vorschläge für die Organisation und Werbung der Veranstaltung zu machen. Je mehr du bereit bist, dich an die Bedürfnisse der Buchhandlung oder Bibliothek anzupassen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie deine Idee annehmen.

6. Angebot von Zusatzleistungen: Biete zusätzliche Anreize an, wie z. B. die Möglichkeit, signierte Bücher im Vorfeld zu bestellen oder die Veranstaltung mit einem lokalen Medienpartner zu bewerben.

Kombiniere die Signierstunde mit einer Buchlesung.

7. Demonstriere den Wert: Zeige, wie eine Signierstunde nicht nur den Umsatz steigern kann, sondern auch die Bindung der Buchhandlung oder Bibliothek an ihre Kunden stärkt und die lokale Literaturszene fördert.

8. Follow-Up: Halte den Kontakt aufrecht und folge regelmäßig nach, um sicherzustellen, dass die Buchhandlung oder Bibliothek Interesse zeigt und um weitere Fragen zu klären.


Durch eine sorgfältige Vorbereitung und eine überzeugende Präsentation kannst du den stationären Buchhandel oder die örtliche Bibliothek erfolgreich dazu bewegen, eine Signierstunde mit einem Autor zu organisieren.

Auswahl des Ortes: Die Wahl eines geeigneten Veranstaltungsortes ist entscheidend. Buchhandlungen, Bibliotheken, Buchmessen, Buchmärkte oder Literaturfestivals sind beliebte Optionen. Es bietet sich die Möglichkeit einer Hauslesung.

Werbung und Einladungen: Durch Social-Media-Plattformen, E-Mail-Newsletter, Plakate und lokale Medien sollten Leser über die Veranstaltung informiert werden. Frage bei regionalen Zeitungen und Radiosendern an. Hier eignen sich Pressetexte und Interviews.

Durchführung der Signierstunde: Der Autor begrüßt die Leser, signiert ihre Bücher, tauscht vielleicht ein paar Worte aus und nimmt sich Zeit für Fotos. Eine freundliche und entspannte Atmosphäre ist wichtig. Sorge dafür, dass ausreichend Verkaufsexemplare bereitstehen.


Signierte Bücher im Versand: Eine zusätzliche Möglichkeit

Für Leser, die nicht persönlich an einer Signierstunde teilnehmen können, kann der Versand signierter Bücher eine großartige Alternative sein. Online-Buchhandlungen oder die Website des Autors können diese Option anbieten, wobei der Autor die Bücher im Voraus signiert, bevor sie verschickt werden.

Signierstunden sind eine wundervolle Gelegenheit für Leser, ihre Lieblingsautoren hautnah zu erleben und eine persönliche Note zu ihren Büchersammlungen hinzuzufügen.

🖋️  Der Weg zum Self-Publishing

„Zudem sollte man sich über die rechtlichen Aspekte des Self-Publishings informieren, wie zum Beispiel das Urheberrecht und die steuerlichen Pflichten.“

16.06.2024

Autoren haben mehr Möglichkeiten als je zuvor, ihre Werke zu veröffentlichen. Eine dieser Möglichkeiten, die immer beliebter wird, ist das Self-Publishing. Doch wie genau startet man am besten in dieses Abenteuer? Welche Vor- und Nachteile gibt es? Und wie erfolgreich kann man als Self-Publisher sein?

Warum Self-Publishing?

Zum einen ist die Suche nach einem Verlag oder einer Agentur für viele Autoren schier aussichtslos. Self-Publishing bietet Autoren die Möglichkeit, ihre Werke ohne den Umweg über einen Verlag direkt zu veröffentlichen. Dies ermöglicht eine größere Kontrolle über den gesamten Prozess, von der Gestaltung des Buchcovers bis hin zur Preisgestaltung und Vermarktung. Zudem ermöglicht es Autoren, ihre Werke einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, ohne auf die Zustimmung oder Bedingungen eines Verlags angewiesen zu sein.


Welche Möglichkeiten gibt es?

Es gibt verschiedene Plattformen, die Autoren nutzen können, um ihre Bücher selbst zu veröffentlichen. Zu den bekanntesten gehören Amazon Kindle Direct Publishing (KDP), Apple Books, Tolino und Kobo Writing Life. Jede Plattform bietet verschiedene Vor- und Nachteile, daher ist es wichtig, sich im Voraus über die verschiedenen Optionen zu informieren und diejenige auszuwählen, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.


Was ist zu beachten?

Bevor man sein Buch veröffentlicht, gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Dazu gehören die professionelle Bearbeitung des Manuskripts, die Gestaltung eines ansprechenden Buchcovers und Innenteils (Buchsatz) und die Festlegung eines angemessenen Verkaufspreises. Zudem sollte man sich über die rechtlichen Aspekte des Self-Publishings informieren, wie zum Beispiel das Urheberrecht und die steuerlichen Pflichten. Impressum und rechtliche Hinweise müssen korrekt im Buch angegeben werden.


Schwierigkeiten und Herausforderungen

Obwohl Self-Publishing viele Vorteile bietet, gibt es auch einige Herausforderungen, denen Autoren gegenüberstehen können. Dazu gehören die Schwierigkeit, sich in einem überfüllten Markt zu behaupten, die Notwendigkeit, selbst für die Vermarktung des Buches zu sorgen, und die Gefahr von Piraterie und Urheberrechtsverletzungen. Es erfordert daher viel Engagement und Durchhaltevermögen, um als Self-Publisher erfolgreich zu sein. Das richtige und umfangreiche Marketing mit online- sowie offline Aktivitäten sind hierbei die einzig erfolgversprechende Strategie.


Was kommt danach?

Nachdem das Buch veröffentlicht wurde, ist die Arbeit noch lange nicht vorbei. Kontinuierliche Vermarktung und Werbung sind entscheidend, um die Sichtbarkeit des Buches weiter zu erhöhen und potenzielle Leser anzusprechen. Zudem ist es wichtig, auf das Feedback der Leser zu hören und gegebenenfalls Änderungen vorzunehmen, um das Buch zu verbessern.


Erfolg im Vergleich zu Verlagsveröffentlichungen

Die Erfolgsaussichten im Self-Publishing hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Qualität des Buches, der Effektivität der Vermarktung und dem Glück. Während einige Self-Publisher beachtliche Erfolge erzielen und es sogar auf die Bestsellerlisten schaffen, haben andere weniger Glück und verkaufen nur wenige Exemplare ihres Buches. Im Vergleich zu Verlagsveröffentlichungen haben Self-Publisher oft eine geringere Reichweite und weniger Ressourcen zur Verfügung, um ihr Buch zu bewerben, aber sie profitieren von einer größeren Kontrolle über den gesamten Prozess.


Self-Publishing bietet eine spannende Möglichkeit für Autoren, ihre Werke einem breiten Publikum zugänglich zu machen und ihre kreative Vision zu verwirklichen. Mit der richtigen Planung, Engagement und Ausdauer können Self-Publisher durchaus erfolgreich sein und ihre Bücher in die Welt tragen.


Hier sind einige der wichtigsten Plattformen für Self-Publisher in Deutschland:

Amazon Kindle Direct Publishing (KDP): Amazon KDP ist eine der größten Plattformen für Self-Publisher weltweit. Es ermöglicht Autoren, ihre eBooks und Taschenbücher einfach und kostenlos zu veröffentlichen und sie direkt an Millionen von Amazon-Kunden zu verkaufen.


Tolino Media: Tolino ist eine deutsche E-Book-Plattform, die von mehreren deutschen Buchhandelsunternehmen betrieben wird. Tolino Media bietet Self-Publishern die Möglichkeit, ihre eBooks über verschiedene Partnerbuchhandlungen wie Thalia, Hugendubel und Weltbild zu verkaufen.


Epubli: Epubli ist eine Self-Publishing-Plattform, die es Autoren ermöglicht, sowohl eBooks als auch Printbücher zu veröffentlichen. Die Plattform bietet verschiedene Dienstleistungen wie professionelle Layoutgestaltung, Lektorat und Coverdesign an.


neobooks: neobooks ist eine Self-Publishing-Plattform, die von der Verlagsgruppe Droemer Knaur betrieben wird. Sie bietet Autoren die Möglichkeit, ihre eBooks und Printbücher zu veröffentlichen und sie über verschiedene Vertriebskanäle zu vertreiben.


BoD - Books on Demand: BoD ist eine der ältesten Self-Publishing-Plattformen in Deutschland. Sie bietet Autoren die Möglichkeit, ihre Bücher in verschiedenen Formaten (eBook, Taschenbuch, Hardcover) zu veröffentlichen und sie über verschiedene Buchhandelskanäle zu vertreiben.


Kobo Writing Life: Kobo Writing Life ist die Self-Publishing-Plattform von Kobo, einem kanadischen E-Book-Händler, der auch in Deutschland aktiv ist. Autoren können ihre eBooks über Kobo Writing Life veröffentlichen und sie an Kobo-Kunden auf der ganzen Welt verkaufen.


BookRix: BookRix ist eine Self-Publishing-Plattform, die Autoren die kostenlose Veröffentlichung ihrer eBooks ermöglicht. Die Plattform bietet auch eine aktive Community, in der Autoren Feedback erhalten und sich mit anderen Schriftstellern austauschen können.


Xinxii: Xinxii ist eine Self-Publishing-Plattform, die sich auf digitale Inhalte spezialisiert hat. Autoren können ihre eBooks in verschiedenen Kategorien veröffentlichen und von einem globalen Vertriebsnetzwerk profitieren.


BookBaby: BookBaby ist eine Self-Publishing-Plattform, die eine breite Palette von Dienstleistungen für Autoren anbietet, darunter eBook- und Printbuchveröffentlichung, professionelle Bearbeitung und Coverdesign sowie Vermarktungsdienstleistungen.


Lulu: Lulu ist eine Self-Publishing-Plattform, die es Autoren ermöglicht, ihre Bücher in verschiedenen Formaten zu veröffentlichen, darunter eBooks, Taschenbücher und Hardcover. Die Plattform bietet auch Dienstleistungen wie Layoutgestaltung, Lektorat und Vertrieb an.


Tredition: Tredition ist ein Self-Publishing-Dienstleister, der Autoren dabei unterstützt, ihre Bücher in verschiedenen Formaten zu veröffentlichen, darunter eBooks, Taschenbücher und Hardcover. Die Plattform bietet eine breite Palette von Dienstleistungen an, darunter professionelle Bearbeitung, Layoutgestaltung, Coverdesign und Vertrieb. Tredition arbeitet mit Autoren zusammen, um ihre Werke auf verschiedenen Vertriebskanälen zu platzieren, darunter Online-Buchhandlungen, stationäre Buchhandlungen und Bibliotheken. Die Plattform richtet sich sowohl an neue Autoren, die ihre ersten Schritte im Self-Publishing machen, als auch an erfahrene Autoren, die nach neuen Möglichkeiten suchen, ihre Werke zu veröffentlichen und zu vermarkten. Tredition bietet eine umfassende Betreuung für Autoren und kann besonders für diejenigen interessant sein, die Unterstützung bei der Veröffentlichung und Vermarktung ihrer Bücher suchen.

🖋️  Emotionen: Wie man authentische Gefühle einfängt

„Anstatt zu schreiben „Er war wütend“, zeige die Wut deines Charakters durch seine Handlungen, Dialoge und körperlichen Reaktionen.“

15.06.2024

In der Literatur sind Emotionen das Herz und die Seele einer jeden Geschichte. Sie machen die Charaktere lebendig, lassen die Leser mitfühlen und sorgen dafür, dass die Erzählung unvergesslich wird. Doch wie schafft man es als Autor, authentische Emotionen in seinen Roman einzubauen? Hier sind einige praktische Tipps, um das emotionale Potenzial deiner Geschichten voll auszuschöpfen.

1. Kenne deine Charaktere

Authentische Emotionen entstehen aus authentischen Charakteren. Nimm dir die Zeit, deine Figuren gründlich zu entwickeln. Erstelle Hintergrundgeschichten, überlege dir ihre Ängste, Wünsche und Träume. Je besser du deine Charaktere kennst, desto natürlicher wird es dir fallen, ihre Gefühle in verschiedenen Situationen zu beschreiben.

Tipp: Schreibe ein ausführliches Charakterprofil für jede Hauptfigur. Notiere ihre Lebensgeschichte, wichtige Ereignisse und Beziehungen. Diese Details helfen dir, ihre Emotionen besser zu verstehen und darzustellen.

2. Zeige, nicht erzählen

„Show, don’t tell“ ist eine der grundlegendsten Regeln des Schreibens, besonders wenn es um Emotionen geht. Anstatt zu schreiben „Er war wütend“, zeige die Wut deines Charakters durch seine Handlungen, Dialoge und körperlichen Reaktionen. Lasse ihn z.B. die  Fäuste ballen, mit den Zähnen knirschen oder laut schreien.

Tipp: Beobachte Menschen in deinem Umfeld. Achte darauf, wie sie ihre Emotionen nonverbal ausdrücken. Diese Beobachtungen kannst du dann in deine Texte einfließen lassen.

3. Nutze die Kraft der Sinne

Emotionen sind oft eng mit unseren Sinnen verbunden. Beschreibe, wie ein bestimmter Geruch, Geschmack, Anblick, Klang oder eine Berührung die Emotionen deines Charakters beeinflusst. Sinneseindrücke können starke emotionale Reaktionen hervorrufen und die Leser tiefer in die Geschichte hineinziehen.

Tipp: Schreibe eine Szene, in der dein Charakter einen bestimmten Geruch wahrnimmt, der eine starke Eri nnerung und damit verbundene Emotionen hervorruft. Nutze diese Technik, um tiefer in die Gefühlswelt deiner Figur einzutauchen.

4. Lass die Emotionen wachsen

Emotionen entwickeln sich oft langsam und nicht plötzlich. Zeige den inneren Konflikt deiner Figuren, ihre Zweifel und Überlegungen. Baue die Emotionen allmählich auf, bis sie ihren Höhepunkt erreichen. Diese emotionale Reise macht die Gefühle deiner Charaktere glaubwürdiger und nachvollziehbarer.

Tipp: Plane die emotionale Entwicklung deiner Charaktere über den Verlauf der Geschichte hinweg. Überlege, welche Ereignisse ihre Gefühle beeinflussen und wie sich diese  im Laufe der Zeit verändern.

5.  Vermeide Klischees

Klischeehafte Darstellungen von Emot ionen können flach und unglaubwürdig wirken. Suche nach neuen, kreativen Wegen, um Gefühle auszudrücken. Anstatt auf ausgelutschte Phrasen zurückzugreifen, finde originelle Metaphern und Beschreibungen, die die Einzigartigkeit deiner Figuren betonen.

Tipp: Liste typische klischeehafte Emotionen und ihre Darstellungen auf. Überlege dir dann für jede Emotion eine alternative, ungewöhnliche Art, sie zu beschreiben.

Schreibübung: „Empöre dich, rege dich so richtig auf“

Schreibe eine kurze Szene, in der du dich über etwas richtig aufregst. Versetze dich in eine Situation, die dich wirklich wütend macht, und lass deinen Emotionen freien Lauf. Achte darauf, deine Wut durch konkrete Handlungen, Dialoge und sinnliche Wahrnehmungen zu zeigen, anstatt sie nur zu beschreiben. Nutze diese Übung, um zu üben, wie du intensive Emotionen authentisch und lebendig darstellen kannst.

Viel Erfolg beim Schreiben und beim Einfangen der Emotionen in deinen Romanen!

🎤  Frank Bergmann (Autor) im Gespräch

Diese Angst zu beschreiben kann fesseln und die Lesenden mitnehmen und in die Story einbinden.“

14.06.2024

Perry Payne: Nach zwei Verlagsveröffentlichungen hast du dich im Selfpublishing versucht und seither weitere Bücher veröffentlicht. Im Genre legst du dich nicht fest. Sei es Beziehungskomödie, Thriller, Krimidrama oder deine Rückkehr zum Debüt, einem biografischen Roman, den du gerade frisch herausbringen konntest.

Zu unserem Freitagsinterview begrüße ich meinen ehemaligen Verlagskollegen Frank Bergmann. Wir beide haben unsere ersten Bücher beim Franzius-Verlag herausgebracht.
Blicken wir noch einmal zurück auf diese Zeit. Wie lange warst du auf Verlagssuche? Und war es deine erste Wahl, überhaupt bei einem Verlag zu veröffentlichen?

Frank Bergmann: Erst einmal ganz lieben Dank für dieses Interview und die Möglichkeit, mich und mein neues Projekt hier vorzustellen. Ich starte mal mit einer kleinen Korrektur: Tatsächlich habe ich beim Franzius-Verlag drei Bücher herausgebracht. Aber die spannendste Veröffentlichung war tatsächlich mein Debüt. Ich hatte von Anfang an vorgehabt, „Stärke und Mut“ bei einem Verlag unterzubringen und mich auf eine ewig lange Suche eingestellt. Dann aber ging alles rasend schnell. Als das Manuskript geschrieben war, hatte ich das auf Facebook kundgetan und um Daumendrücken bei der Verlagssuche gebeten. Ein oder zwei Tage später hat sich Simone Franzius bei mir gemeldet und mir mitgeteilt, dass sie das Buch herausbringen möchte. Und ehe ich mich versehen hatte, lag der unterschriftsreife Autorenvertrag vor mir. Damals hätte ich niemals mit einer solchen Resonanz des Buches gerechnet. Zwischenzeitlich lag „Stärke und Mut“ in einigen Verkaufsrankings auf Platz 1. Und doch würde ich mit dem Wissen und den Erfahrungen von heute vielleicht anders an die Sache herangehen. Das soll nicht bedeuten, dass ich den Verlag nicht wertschätze. Ich habe mich nach einigen Büchern aber doch weiterentwickelt. Damals war ich einfach nur glücklich, dass mein Herzensprojekt in die Welt gegangen ist. Und dafür bin ich Simone heute sehr dankbar.

Perry Payne: Kannst du das genauer erklären, wie du die Veröffentlichung aus heutiger Sicht anders gehandhabt hättest?

Frank Bergmann: Als der Autorenvertrag vor mir lag, war ich total euphorisch. Ich wollte mein Debüt unbedingt herausbringen und hätte nahezu jeden Autorenvertrag unterschrieben, sofern es kein DKZV war. So viel wusste ich immerhin schon. Heute gehe ich mit viel mehr Ruhe und Geduld an die Sache heran. Bei „Die Geburt des Phönix“ habe ich erst Agenturen angeschrieben und abgewartet, was passiert. Dann Verlage. Da ich weiß, dass die meisten Agenturen und Verlage nicht antworten, habe ich mir jeweils ein Zeitfenster von 4 bis 5 Monaten gesetzt. Von einigen wenigen Agenturen und Verlagen habe ich sogar sehr persönliche Absagen bekommen, die mein Projekt zwar gut fanden, aber es passte halt nicht in die Konzepte oder Verlagsprogramme. Als beide Versuche erfolglos waren, wurde es letztendlich das Selfpublishing. Ich sehe immer wieder Posts von jungen AutorInnen, die sich über Autorenverträge freuen, die wir beide nicht unterschreiben würden. Ihnen würde ich zu mehr Ruhe und Geduld raten. Inzwischen habe ich viele Kontakte zu anderen Schreiberlingen und kann viel mehr Menschen zu Rate ziehen, als es damals der Fall war. Und es kommen den Erfahrungen nach insgesamt sechs Buchveröffentlichungen hinzu, drei davon im Selfpublishing. Das alles lässt mich entspannter an ein Projekt herangehen, als es damals der Fall war. Hilfreich für mich ist sicherlich, dass ich nicht vom Schreiben leben muss.

Perry Payne: Offenbar geht es jedem Autor mit seinem ersten Manuskript ähnlich. Die Freude am Verlagsvertrag ist groß. Das war bei mir nicht anders. Meinen letzten unterschriebenen Vertrag habe ich sogar zurückgezogen, da mir die Bedingungen nicht mehr gefallen haben. Mit der Zeit wird man wohl kritischer. Ich habe das Buch dann selbst herausgebracht und meinen ersten Bestseller gelandet.
Aber zurück zu dir. Die Genres, denen du dich annimmst, sind vielfältig. Ein biographischer Roman unterscheidet sich in wesentlichen Punkten in der Herangehensweise von einem Thriller. Sind diese unterschiedlichen Gebiete Experimente? Also probierst du dich aus, was dir am meisten liegt?

Frank Bergmann: Wow, das freut mich sehr für dich. Mit dem biografischen Roman hat es angefangen, aber mein Traum war es immer, irgendwann einen Thriller zu schreiben. Bis es aber so weit war, folgten noch eine Fortsetzung meines Debüts, ein Fantasymärchen und eine Männerkomödie. Die Herangehensweise beim Thriller war tatsächlich ganz anders als bei den anderen Büchern. Wenn ich den Feedbacks glauben darf, und das tue ich natürlich sehr gerne, dann ist mir mit „Im Antlitz Gottes“ ein sehr guter Thriller gelungen. Nach „Vater vergib mir“ hatte ich mir eine Trilogie vorgenommen. Das habe ich wegen anderer Projekte bisher vor mir hergeschoben. Ich merke aber auch, dass es gar nicht so einfach ist, sich einem Genre zu verschreiben, weil man Gefahr läuft, dass sich Geschichten auf irgendeine Art und Weise wiederholen. Wenn der Täter nach dem zehnten Thriller irgendein Psychopat ist, dann wird es abgedroschen und langweilig, sowohl für den Schreiber als auch für die Leser. Das gleiche Problem sehe ich auch bei anderen Genres, z. B. Liebesromanen, Erotik, Horror usw. Das dürfen andere AutorInnen natürlich anders sehen. Zwar habe ich mir, wenn etwas Ruhe eingekehrt ist, Band 3 der Thrillertrilogie auf die Fahnen geschrieben, aber ich traue mir auch durchaus zu, etwas anderes zu schreiben. Mir wurde mal gesagt, dass ich zu den Autoren gehöre, die vielseitig schreiben können. Vielleicht ist es das, was mich auszeichnet. Ich denke, mir liegt tatsächlich die Vielfalt des Schreibens.

Perry Payne: Es heißt, Leser erwarten etwas Ähnliches im nächsten Buch des Autors. Veröffentlichst du unter verschiedenen Pseudonymen bzw. hast du es vor?

Frank Bergmann: Ein Pseudonym hatte ich ganz am Anfang mal kurz überlegt, aber dann verworfen. Ich mag es einfach, unter meinem richtigen Namen zu schreiben.

Perry Payne: Das Schreiben ist eine wunderbare Überleitung zu deinem aktuellen Buch. Worum handelt es sich dabei?

Frank Bergmann: „Die Geburt des Phönix“ ist ein autobiografischer Roman und erzählt meine eigene Geschichte. In Kurzform ausgedrückt hat mich meine Mutter im August 1960 im Alter von sechs Monaten in ein Kinderheim gegeben, wo ich die ersten fünf Jahre meines Lebens verbracht habe. Dann wurde ich von einer Pflegefamilie aufgenommen und von meiner Pflegemutter über Jahre psychisch und körperlich misshandelt und teilweise sexuell missbraucht. Ich erzähle aber nicht nur meine Geschichte, sondern auch die meiner leiblichen Eltern, ihre eigenen Konflikte und warum sie mich nicht nur weggegeben, sondern sich - aus meiner damaligen Sicht – nie um mich gekümmert haben. Ich will mit diesem Roman also auch die Hintergründe beleuchten, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Den Roman erzähle ich übrigens nicht in Ich-Form. Mit Michael Kowalczyk habe ich meinen Stellvertreter erschaffen. Das ist darin begründet, dass ich mit einem erdachten Protagonisten beim Schreiben der Geschehnisse genug Abstand hatte, was mir das Ganze leichter gemacht hat. Das erkläre ich auch direkt am Anfang des Buches. Ich möchte mit diesem Buch aber auch darauf aufmerksam machen, dass solche Geschehnisse nicht einfach nur überlebt werden, und alles ist gut. Vielmehr haben sie für die betroffenen Menschen, ebenso bei mir, teils massive Auswirkungen, die sich über Jahre hinziehen können. Und das, was mir im Erwachsenenalter ab Mitte vierzig passiert ist, erzähle ich in Ich-Form. „Die Geburt des Phönix“ ist also ein sehr persönliches und für mich offenes und ehrliches Buch.

Perry Payne: Es ist mutig, über sich selbst zu schreiben. Gerade wenn es um Themen geht, über die im Alltag nur unter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Ich stelle es mir jedenfalls einfacher vor, einen biographischen Roman von einer anderen Person zu schreiben. Nach meinem Roman nach wahrer Begebenheit, bei dem ich die Geschichte eines anderen erzählt habe, bekomme ich immer wieder Anfragen dazu. Könntest du dir vorstellen, so eine Auftragsarbeit als Ghostwriter zu erledigen, oder wird damit deine Kreativität zu sehr eingeschränkt?

Frank Bergmann: Es war sicherlich eine große Herausforderung, meine eigene Geschichte zu schreiben. Nach einigen Szenen habe ich lange Spaziergänge gemacht oder den Kontakt zu anderen Menschen gesucht. So Manches habe ich vor mir hergeschoben, bis der richtige Moment gekommen war, sich damit auseinanderzusetzen. Ich bin häufiger gefragt worden, ob ich mir vorstellen könnte, Biografien oder Tatsachenromane für andere Menschen zu schreiben. Ich habe diese Anfragen abgelehnt. Nicht, weil ich mich in meiner Kreativität als Ghostwriter eingeschränkt fühle oder mich die Schicksale anderer Menschen nicht interessieren. Der Grund liegt in meiner beruflichen Tätigkeit, die ich 41 Jahre lang ausgeübt habe. Ich war Rehamanager bei einer Berufsgenossenschaft und musste mich zwangsläufig sehr viel mit den Geschichten und den Problemen der durch Arbeitsunfall verletzten Menschen und ihrer Familien beschäftigen. Ich habe viele Menschen begleitet und einige Schicksale nimmst du einfach mit nach Hause. Das möchte ich nicht auch noch beim Schreiben tun.

Perry Payne: Das ist durchaus verständlich. Zumal mit so einer Arbeit auch viel Verantwortung angenommen wird.
Nachdem dein biographischer Roman gerade veröffentlicht wurde, hast du wieder ein freies Feld für neue Geschichten. Schreibst du bereits an einem Roman?

Frank Bergmann: Nach jeder Veröffentlichung habe ich meistens eine gewisse Schreibleere im Kopf. Momentan genieße ich die ersten Reaktionen auf „Die Geburt des Phönix“ und freue mich über das bisherige positive Feedback. Ich bin gespannt und neugierig auf das, was da noch kommt. Ich denke aber, dass ich in den nächsten Wochen mit Band 3 der Thriller-Trilogie beginnen werde. Das hatte ich schon vor zwei Jahren auf der Agenda, aber dann kam mir der „Phönix“ dazwischen geflogen, der meine ganze Aufmerksamkeit gefordert hat. Immerhin habe ich für das neue Projekt schon vor einiger Zeit einen Plot geschrieben, den ich nahezu täglich wieder über den Haufen werfe.

Perry Payne: Wie viel Recherche investierst du in deine Bücher? Wenn du also außerhalb der Biographie einen rein fiktiven Roman schreibst, bindest du reale Orte oder beispielsweise politisch wichtige Geschehnisse möglichst korrekt ein?

Frank Bergmann: Wenn man, wie ich, den Anspruch hat, Geschichten aus dem wahren Leben zu schreiben, egal in welchem Genre ich gerade schreibe, ist eine gute Recherche das A und O. Abgesehen von dem Fantasymärchen „Im Kreis des Drachen“ und „Männer-Dilemma“ spielen reale Orte eine wichtige Rolle, z. B. Hamburg und Köln. Diese Orte kenne ich aus meiner eigenen Vita und sie machen es mir leicht, sie authentisch zu beschreiben. Der Aufwand, Orte in den USA oder Ähnliches zu besuchen, würde den Rahmen sprengen. Dann ist das Internet mein Verbündeter. Eine gute Recherche betrifft aus meiner Sicht aber nicht nur Orte oder Ereignisse. Sie geht viel weiter. Ich habe im Thriller „Im Antlitz Gottes“ eine Folterszene beschrieben, und zwar nicht aus Sicht des Täters, sondern des Opfers. Einerseits habe ich recherchiert, was mit dem Körper des Opfers überhaupt passiert und andererseits, wie die Psyche darauf reagiert. Gefühle und Emotionen wollen nicht erzählt, sondern gezeigt werden, damit die Lesenden mitfühlen können. Ein „Er hatte Angst“ wird einfach nur sachlich zur Kenntnis genommen. Aber diese Angst zu beschreiben kann fesseln und die Lesenden mitnehmen und in die Story einbinden. Das Beschreiben der Emotionen in „Die Geburt des Phönix“ war übrigens eine sehr große Herausforderung, wie man sich bei einem autobiografischen Roman vielleicht vorstellen kann. Viel Zeit habe ich bei der Recherche des Wetters im Winter 1959/1960 sowie im August 1960 investiert. Wer das Buch liest, wird wissen, warum das in Verbindung mit der Gesellschaftsstruktur der 60er für die Entstehung der Geschichte von großer Bedeutung ist.

Perry Payne: Der Bezug zur Realität macht die Geschichten erst authentisch. Und die Gefühle binden den Leser an die Story. Du schreibst schon viele Jahre und hast an Erfahrungen und Techniken gewonnen. Wir können also noch ein paar hervorragende Titel aus deiner Feder erwarten. Für dein aktuelles Buch und deine zukünftigen Projekte wünsche ich dir hohe Sichtbarkeit und viele Leser/innen.
Ich bedanke mich bei dir für die aufschlussreiche Kommunikation.
Wie immer hat mein Gast das Abschlusswort. Also, Frank Bergmann, was möchtest du unseren Leser/innen noch mit auf den Weg geben?

Frank Bergmann: Ich wünsche den Lesenden, mit offenen Augen und Ohren durch die Welt zu gehen und ihre Neugier zu bewahren. Das gilt nicht nur ganz allgemein, sondern auch für Bücher. Ich kenne einige Menschen, die ihre Bücherkäufe nach Spiegel-Bestsellerlisten richten oder sich nach AutorInnen mit Rang und Namen orientieren. Sie verpassen ganz viel, denn häufig sind es die unbekannten Schreiberlinge, die für keine großen Verlage schreiben, die tolle Geschichten zu erzählen haben und die es verstehen, Lesende einzufangen und zu fesseln. Sie verdienen reelle Chancen, die ihnen in erster Linie Leserinnen und Leser bieten können. Ich danke dir, lieber Perry, für das schöne und interessante Gespräch.

🖋️  „Ende“ – Ein Zeichen des Abschlusses in Literatur und Film

„Es bietet eine Art Abschluss, eine Katharsis für den Leser oder Zuschauer und gibt ein Gefühl der Vollendung und rundet die Erfahrung ab.“

13.06.2024

Das Wort „Ende“ hat eine lange Tradition in der Literatur und im Film. Es markiert den Abschluss einer Geschichte, das definitive Schlusswort, das den Leser oder Zuschauer darüber informiert, dass die Erzählung zu ihrem Ende gekommen ist. Doch warum ist dieses einfache Wort so bedeutungsvoll und warum wird es heutzutage immer seltener verwendet?

Historische Hintergründe

Die Verwendung des Wortes „Ende“ am Schluss einer Geschichte oder eines Romans geht auf Zeiten zurück, in denen Leser nicht notwendigerweise davon ausgehen konnten, dass das letzte Wort oder die letzte Seite tatsächlich das Ende der Geschichte markierte. In den frühen Tagen des Buchdrucks, als Bücher noch oft in Fortsetzungen oder Serien veröffentlicht wurden, war es wichtig, das Ende einer Geschichte klar zu kennzeichnen. Das Wort „Ende“ gab dem Leser die Gewissheit, dass die Erzählung vollständig war und keine weiteren Fortsetzungen folgen würden.

In ähnlicher Weise wurde in den frühen Tagen des Kinos das Wort „The End“ am Ende eines Films eingeblendet. Es war eine visuelle und definitive Art, dem Publikum zu signalisieren, dass die Geschichte vollständig erzählt war und der Film vorbei ist. Besonders in der Stummfilmzeit war diese Praxis weit verbreitet, um Missverständnisse zu vermeiden und eine klare Abgrenzung zwischen Handlung und Schluss zu schaffen.


Symbolik und Bedeutung

Das Wort „Ende“ ist mehr als nur eine formelle Markierung. Es hat eine symbolische Bedeutung. Es bietet eine Art Abschluss, eine Katharsis für den Leser oder Zuschauer und gibt ein Gefühl der Vollendung und rundet die Erfahrung ab. In der Literatur und im Film schafft das „Ende“ einen Rahmen, innerhalb dessen die gesamte Erzählung verstanden und interpretiert werden kann.


Veränderungen im modernen Erzählen

In der modernen Literatur und im zeitgenössischen Film wird das Wort „Ende“ jedoch immer seltener verwendet. Dies liegt an mehreren Faktoren:

Fortschrittliche Erzähltechniken: Heutige Erzähltechniken sind oft subtiler und komplexer. Autoren und Filmemacher setzen auf stilistische und narrative Mittel, um ein Ende zu suggerieren, anstatt es explizit zu deklarieren. Ein gut geschriebenes Schlusskapitel oder eine stimmige letzte Szene macht das Wort „Ende“ überflüssig.

Veränderte Lese- und Sehgewohnheiten: Moderne Leser und Zuschauer sind es gewohnt, dass Geschichten in einem bestimmten Rahmen enden. Die physische Beschaffenheit eines Buches oder die zeitliche Begrenzung eines Films machen das Ende der Erzählung klar. Technologische Fortschritte wie das Scrollen auf digitalen Plattformen oder die Länge eines Films auf Streaming-Diensten tragen ebenfalls dazu bei, dass das Wort „Ende“ überflüssig wird.

Offene Enden und Fortsetzungen: In der heutigen Zeit bevorzugen viele Autoren und Filmemacher offene Enden oder Fortsetzungsgeschichten. Diese Erzählweise fordert den Leser oder Zuschauer auf, über das Geschehene nachzudenken und sich eigene Gedanken über die Fortsetzung zu machen. Offene Enden lassen Raum für Interpretationen und Fortsetzungen, was das klare Wort „Ende“ unnötig macht.


Fazit

Das Wort „Ende“ hat eine wichtige historische und symbolische Bedeutung in der Literatur und im Film. Es markiert den Abschluss einer Erzählung und gibt dem Leser oder Zuschauer ein Gefühl der Vollendung. In der modernen Erzählkunst wird es jedoch immer seltener verwendet, da subtile und komplexe Erzähltechniken, veränderte Lese- und Sehgewohnheiten sowie die Vorliebe für offene Enden und Fortsetzungen es zunehmend überflüssig machen. Trotz dieser Veränderungen bleibt das Konzept des Endes ein zentraler Bestandteil jeder Geschichte, selbst wenn es nicht explizit erwähnt wird.

🖋️  Der Aufstieg der Untoten: Zombiegeschichten

„Versuchen Sie, eine originelle Idee zu entwickeln, die sich von den gängigen Zombieklischees abhebt.“

12.06.2024

Zombiegeschichten haben sich zu einem faszinierenden Genre entwickelt, das sowohl Autoren als auch Leser gleichermaßen in seinen Bann zieht. Doch was genau definiert eine Zombiegeschichte? Seit wann existieren sie und welchem Genre werden sie zugeordnet?

Definition und Geschichte:

Zombiegeschichten sind ein Subgenre des Horrorgenres, das sich durch die Darstellung von Untoten auszeichnet, die auf unterschiedliche Weise auferstehen und die Lebenden bedrohen. Der Begriff „Zombie“ stammt ursprünglich aus afrikanischen und haitianischen Traditionen, aber seine moderne Darstellung wurde durch Filme wie „Night of the Living Dead“ von George A. Romero populär gemacht.


Genre und Variationen:

Zombiegeschichten werden hauptsächlich dem Horror-Genre zugeordnet, aber sie können auch Elemente aus anderen Genres wie Science-Fiction, Thriller oder sogar Komödie enthalten. Es gibt verschiedene Variationen von Zombiegeschichten, von klassischen „Fleisch fressenden“ Untoten bis hin zu dystopischen Szenarien und psychologischen Horrorerzählungen.


Beliebtheit und Marktanteil:

Die Beliebtheit von Zombiegeschichten ist in den letzten Jahrzehnten exponentiell gewachsen. Filme, TV-Serien, Videospiele und natürlich Bücher haben das Interesse an diesem Genre gesteigert. Zombiegeschichten haben einen beträchtlichen Marktanteil und eine treue Fangemeinde weltweit, was sie zu einem lukrativen Markt für Autoren macht.


Bekannte Zombiegeschichten als Buch oder Buchserie in Deutschland. Hier sind einige Beispiele:

„Die Zombie-Apokalypse“ von Wolfgang Hohlbein: Diese Buchreihe des deutschen Autors Wolfgang Hohlbein ist eine epische Saga über eine Welt, die von einer Zombieapokalypse heimgesucht wird. Die Serie folgt verschiedenen Charakteren, die ums Überleben kämpfen und sich den Untoten entgegenstellen.

„Endzeit“ von Markus Heitz: In dieser dystopischen Buchreihe von Markus Heitz, einem bekannten deutschen Fantasy-Autor, wird die Welt von einer Vielzahl von Bedrohungen heimgesucht, darunter auch Zombies. Die Geschichten erforschen die Überlebenskämpfe der Protagonisten in einer postapokalyptischen Landschaft.

„Zombie City“ von David Falk: Diese Buchreihe von David Falk spielt in einer von Zombies überrannten Stadt und folgt einer Gruppe Überlebender, die versuchen, sich gegen die Untoten zu behaupten und einen Ausweg zu finden.

„Rising“ von Christian Tielmann: Dieser Jugendroman von Christian Tielmann erzählt die Geschichte einer Gruppe Jugendlicher, die in einer Welt voller Zombies um ihr Überleben kämpfen müssen. Die Bücher bieten eine Mischung aus Spannung, Action und jugendlichen Protagonisten.


Wenn Sie daran denken, eine Zombiegeschichte zu schreiben, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

Originelle Idee: Versuchen Sie, eine originelle Idee zu entwickeln, die sich von den gängigen Zombieklischees abhebt. Was macht Ihre Zombiegeschichte einzigartig?

Charakterentwicklung: Konzentrieren Sie sich auf die Entwicklung interessanter Charaktere, die mit der Zombieapokalypse konfrontiert sind. Die Handlung sollte von den Charakteren getrieben werden.

Atmosphäre: Schaffen Sie eine düstere und bedrohliche Atmosphäre, die den Leser in die Welt der Untoten eintauchen lässt.

Spannungsaufbau: Nutzen Sie effektive Spannungsaufbau-Techniken, um Ihre Leser am Rand ihres Sitzes zu halten und sie dazu zu bringen, weiterzulesen.

Realismus und Glaubwürdigkeit: Auch wenn es sich um eine Geschichte über Untote handelt, ist es wichtig, dass Ihre Geschichte eine gewisse interne Logik und Glaubwürdigkeit aufweist. Achten Sie darauf, konsistente Regeln für Ihre Zombieapokalypse festzulegen.

Das Schreiben einer Zombiegeschichte kann eine aufregende und herausfordernde Aufgabe sein, aber mit der richtigen Herangehensweise und Kreativität können Sie eine Geschichte kreieren, die Ihre Leser bis zur letzten Seite fesselt. Seien Sie mutig, experimentieren Sie und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf in dieser düsteren Welt der Untoten.

🖋️  Der Prolog: Ein Tor zur Geschichte

„Er kann den Ton und die Stimmung der Geschichte festlegen.“

11.06.2024

Ein Prolog ist eine Einleitung zu einem literarischen Werk, die oft vor dem ersten Kapitel steht. Der Begriff stammt aus dem Griechischen („prologos“) und bedeutet „Vorwort“ oder „Vorrede“. In der Literatur dient der Prolog dazu, den Leser in die Welt der Geschichte einzuführen, wichtige Hintergrundinformationen zu liefern oder die Bühne für die kommenden Ereignisse zu bereiten. Doch trotz dieser Funktionen wird der Prolog heute oft überblättert oder gar nicht geschätzt. Warum ist das so und wie kann ein Prolog sinnvoll und effektiv gestaltet werden?

Historischer Überblick

Der Prolog hat eine lange Tradition in der Literaturgeschichte. In der Antike war es üblich, dass Dramen und Epen mit einem Prolog begannen, der das Publikum auf die bevorstehende Handlung vorbereitete. Auch in der klassischen Literatur der Renaissance und des Barock war der Prolog ein weit verbreitetes Stilmittel. Er diente dazu, den Leser in die richtige Stimmung zu versetzen und wichtige Kontextinformationen zu vermitteln, die für das Verständnis der Geschichte notwendig waren.

In der modernen Literatur hat der Prolog jedoch an Popularität verloren. Viele Leser überspringen ihn, weil sie glauben, dass er  nicht wesentlich zur Handlung beiträgt oder weil sie sofort in die Geschichte eintauchen wollen. Dies hat zur Folge, dass Autoren oft zögern, einen Prolog zu verwenden, da sie befürchten, dass er den Lesefluss stören könnte.

Der Sinn eines Prologs

Ein gut geschriebener Prolog kann viele Funktionen erfüllen:

1. Hintergrundinformationen liefern: Der Prolog kann historische, kulturelle oder persönliche Hintergründe liefern, die für das Verständnis der Hauptgeschichte wichtig sind.

2. Atmosphäre schaffen: Er kann den Ton und die Stimmung der Geschichte festlegen.

3. Neugier wecken: Ein spannender Prolog kann das Interesse des Lesers wecken und ihn dazu verleiten, weiterzulesen.

4. Wichtige Ereignisse einführen: Der Prolog kann Ereignisse schildern, die vor der eigentlichen Handlung stattfinden und für das Verständnis der Geschichte relevant sind.

Aufbau eines Prologs

Ein effektiver Prolog sollte gut durchdacht und sorgfältig konstruiert sein. Hier sind einige praxisbezogene Tipps:

5. Relevanz sicherstellen: Der Prolog sollte Informationen enthalten, die für das Verständnis der Geschichte unerlässlich sind.

6. Kurze und prägnante Darstellung: Ein Prolog sollte nicht zu lang sein und die wesentlichen Informationen klar und prägnant vermitteln.

7. Spannung aufbauen: Ein guter Prolog sollte Spannung erzeugen und den Leser neugierig auf die Hauptgeschichte machen.

8. Stil und Ton festlegen: Der Prolog sollte im selben Stil und Ton wie der Rest des Buches geschrieben sein, um ein konsistentes Leseerlebnis zu gewährleisten.


Ein Prolog unterscheidet sich in mehrere n wesentlichen Aspekten von der eigentlichen Geschichte und hebt sich durch seine spezifische Funktion und Platzierung ab. Hier sind die Hauptunterschiede und Merkmale, die den Prolog von der Hauptgeschichte unterscheiden:

1. Funktion und Zweck

Einführung: Der Prolog dient oft dazu, den Leser in die Welt der Geschichte einzuführen, wichtige Hintergrundinformationen zu liefern oder die Ausgangssituation darzustellen.

Exposition: Er kann Ereignisse oder Informationen präsentieren, die vor der eigentlichen Handlung stattfinden und für das Verständnis der Geschichte relevant sind.

Ton und Atmosphäre: Der Prolog kann die Stimmung und den Ton der Geschichte festlegen, um den Leser auf das Kommende vorzubereiten.

Neugier wecken: Er kann dazu genutzt werden, Interesse und Spannung zu erzeugen, sodass der Leser motiviert ist, weiterzulesen.

2. Inhalt

Vergangenheit oder Zukunft: Oft spielt der Prolog in einer anderen Zeit als die Hauptgeschichte, entweder in der Vergangenheit, um Vorgeschichte zu liefern, oder in der Zukunft, um einen Ausblick zu geben.

Andere Perspektive: Der Prolog kann aus der Perspektive eines anderen Charakters oder Erzählers geschrieben sein, der in der Hauptgeschichte keine oder nur eine Nebenrolle spielt.

3. Struktur und Länge

Kürzer und prägnanter: Ein Prolog ist in der Regel kürzer als die Kapitel der Hauptgeschichte und konzentriert sich darauf, wesentliche Informationen knapp und prägnant zu vermitteln.

Eigene Einheit: Er ist eine separate Einheit, die vor dem ersten Kapitel steht und oft klar als „Prolog“ gekennzeichnet ist.

4. Stilistische Unterschiede

Stilistischer Kontrast: Der Prolog kann einen anderen Schreibstil oder Ton haben als die Hauptgeschichte, um seinen besonderen Charakter zu betonen. Die Erzählperspektive kann abweichen. Der Prolog kann lange vor der Zeit in der Geschichte erzählt werden, aber auch das Ende beschreiben, auf das in der eigentlichen Geschichte alles hinausläuft, ohne jedoch zu verraten, dass es sich um den Schlussteil handelt. Er kann ebenso den Fokus auf Dinge und Gegebenheiten lenken, die in der Hauptgeschichte nur beiläufig ablaufen.

Narrative Techniken: Im Prolog können andere narrative Techniken verwendet werden, wie z.B. eine andere Erzählperspektive, ein unterschiedliches Tempo oder eine spezifische Atmosphäre.


Beispiele für gelungene Prologe

"Der Herr der Ringe" von J.R.R. Tolkien: Der Prolog liefert wertvolle Informationen über die Hobbits und die Geschichte des Rings, die für das Verständnis der komplexen Welt von Mittelerde unerlässlich sind.

"Der Name der Rose" von Umberto Eco: Der Prolog stellt den historischen Kontext und die Rahmenhandlung vor und bereitet den L eser auf das mittelalterliche Setting vor.

"Illuminati" von Dan Brown: Der Prolog stellt eine dramatische Szene dar, die sofort Spannung aufbaut und die Bühne für die kommenden Ereignisse bereitet.


Beispiele für Romane ohne Prolog

"Stolz und Vorurteil" von Jane Austen: Der Roman beginnt direkt mit der Haupthandlung, ohne einen separaten Prolog.

"Die Verwandlung" von Franz Kafka: Die Geschichte startet sofort mit der dramatischen Verwandlung des Protagonisten, ohne eine Einleitung.


Fazit

Der Prolog kann ein mächtiges Werkzeug in der Hand eines Autors sein, wenn er richtig eingesetzt wird. Er bietet die Möglichkeit, den Leser auf die kommende Geschichte vorzubereiten und wichtige Informationen zu liefern. Allerdings sollte er sorgfältig gestaltet werden, um den Leser nicht zu verlieren. Trotz der modernen Tendenz, Prologe zu überblättern, bleibt ihre Relevanz in der Literatur bestehen, und ein gut gemachter Prolog kann den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Geschichte ausmachen. Allerdings ist auch der direkte Einstieg in die Geschichte kraftvoll. Der Einsatz eines Prologs muss somit bedacht eingesetzt werden.

🖋️  Die optimale Satzlänge in Romanen

„Durch die geschickte Kombination von kurzen und langen Sätzen können Autoren das Lesevergnügen steigern und die Aufmerksamkeit des Lesers aufrecht erhalten.“

10.06.2024

Die Frage nach der Länge von Sätzen in Romanen ist eine, die Autoren immer wieder beschäftigt. Sollten sie kurze, prägnante Sätze verwenden, um das Tempo zu erhöhen, oder lange, verschachtelte Sätze, um komplexe Gedanken auszudrücken? Die Antwort ist nicht ganz einfach, denn beide Ansätze haben ihre Vorzüge und ihre Tücken.

Die Aussage „Schreibe kurze Worte, kurze Sätze, kurze Absätze“ hat sicherlich ihre Berechtigung, vor allem wenn es darum geht, Texte leicht verständlich und zugänglich zu machen. Kurze Sätze können das Lesetempo erhöhen und die Aufmerksamkeit des Lesers fesseln. Sie eignen sich besonders gut für actionreiche Szenen oder dialoglastige Passagen, in denen ein schneller Wechsel zwischen den Charakteren stattfindet.


Jedoch bedeutet das nicht, dass lange Sätze komplett vermieden werden sollten. Lange Sätze können eine Geschichte mit Tiefe und Komplexität bereichern. Sie ermöglichen es, Gedanken ausführlicher zu entwickeln, komplexe Zusammenhänge darzustellen und die Stimmung einer Szene einzufangen. Lange Sätze können besonders effektiv sein, wenn es darum geht, die innere Welt eines Charakters zu erkunden oder eine poetische Atmosphäre zu schaffen. Außerdem können sie Spannung aufbauen oder eine Szene beschreiben, die langsam vor dem inneren Auge des Lesers abläuft.


Das Geheimnis liegt daher in der Balance. Ein guter Roman sollte eine Mischung aus kurzen und langen Sätzen enthalten, die sich gegenseitig ergänzen und für Abwechslung im Text sorgen. Kurze Sätze können Spannung erzeugen und das Tempo erhöhen, während lange Sätze Tiefe und Komplexität bieten.


Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Variation der Satzlänge innerhalb eines Abschnitts. Ein Abschnitt, der ausschließlich aus kurzen Sätzen besteht, kann monoton wirken, während ein Abschnitt mit nur langen Sätzen den Leser überfordern kann. Durch die geschickte Kombination von kurzen und langen Sätzen können Autoren das Lesevergnügen steigern und die Aufmerksamkeit des Lesers aufrecht erhalten.


Konkrete Beispiele können diese Prinzipien verdeutlichen:

Kurze Sätze:

„Die Tür knarrte. Er trat ein. Dunkelheit umfing ihn.“ „Sie rannte. Der Regen prasselte. Der Wind peitschte.“

Lange Sätze:

„Im Schein der Laternen, die den verregneten Weg erhellten und das Pflaster in schimmerndes Licht tauchten, sah er sie stehen, eingehüllt in einen Mantel, der ihr bis zu den Knöcheln reichte, das Gesicht von einer Kapuze verborgen, und sein Herz machte einen Satz, als er erkannte, dass sie es war, die er so lange gesucht hatte.“


Fazit: Die Länge von Sätzen kann als Stilmittel in den Roman eingebaut werden indem Autoren die Balance zwischen kurzen und langen Sätzen finden und ihre Anwendung je nach Kontext und Stimmung variieren. So können sie das volle Potential ihrer Geschichten ausschöpfen und ihre Leser auf eine fesselnde Reise mitnehmen.

🖋️  Give-Aways: Wenn Autoren Leser beschenken 

„Die Buchpreisbindung soll sicherstellen, dass Bücher zu einem einheitlichen Preis verkauft werden und der Wettbewerb fair bleibt. Durch kostenlose Zugaben können Autoren jedoch versucht sein, diese Regelung zu umgehen und ihre Werke indirekt zu verbilligen.“

09.06.2024

In der Literatur spielen Give-Aways eine zunehmend wichtige Rolle für Autoren und Leser gleichermaßen. Doch was genau sind Give-Aways, und wie können sie sinnvoll eingesetzt werden, um sowohl das Werk eines Autors zu fördern als auch die Leserbindung zu stärken?

Give-Aways sind kostenlose Artikel oder Geschenke, die Autoren verwenden können, um ihre Bücher zu bewerben und Lesern eine zusätzliche Motivation zum Kauf zu bieten. Sie reichen von kleinen Gegenständen wie Lesezeichen oder Postkarten bis hin zu digitalen Inhalten wie Bonuskapiteln oder exklusiven Kurzgeschichten. Die Kunst besteht darin, Give-Aways so zu gestalten, dass sie einen Mehrwert für die Leser bieten, ohne die Ressourcen des Autors übermäßig zu belasten.


Sinnvolle Give-Aways sind solche, die einen direkten Bezug zum Buch oder zur Autorin haben und das Leseerlebnis auf kreative Weise ergänzen. Zum Beispiel können Autoren Lesezeichen mit Zitaten aus ihrem Buch gestalten oder exklusive Einblicke hinter die Kulissen der Entstehung des Werkes bieten. Digitale Give-Aways wie Bonuskapitel oder exklusive Online-Events können ebenfalls attraktiv sein und die Leser dazu ermutigen, sich intensiver mit dem Werk und der Autorin auseinanderzusetzen.


Wo können diese Give-Aways verteilt werden? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Buchmessen, Sonderflächen im Buchhaus oder Lesungen und Literaturfestivals sind ideale Orte, um physische Give-Aways zu verteilen und direkt mit Lesern in Kontakt zu treten. Aber auch online können Autoren ihre Werke und Give-Aways über Social-Media-Plattformen, ihre Website oder spezielle Buchcommunitys bewerben und anbieten.


Doch während Give-Aways eine effektive Möglichkeit sein können, das Interesse an einem Buch zu wecken und die Leserbindung zu stärken, gibt es auch einige Fallstricke, auf die Autoren achten sollten. Insbesondere in Ländern mit einer Buchpreisbindung können kostenlose Zugaben zu Problemen führen, wenn diese mit dem Kauf eines Buches kombiniert werden. Die Buchpreisbindung soll sicherstellen, dass Bücher zu einem einheitlichen Preis verkauft werden und der Wettbewerb fair bleibt. Durch kostenlose Zugaben können Autoren jedoch versucht sein, diese Regelung zu umgehen und ihre Werke indirekt zu verbilligen.


Um diese Probleme zu umgehen, ist es wichtig, dass Autoren und Verlage bei der Gestaltung von Give-Aways die geltenden Gesetze und Vorschriften im Auge behalten und sicherstellen, dass ihre Werbeaktionen mit den lokalen Bestimmungen konform sind.


Einige Give-Aways können zwar gut gemeint sein, erzielen aber möglicherweise nicht die gewünschte Wirkung oder werden von den Lesern nicht als besonders attraktiv wahrgenommen. Hier sind einige Beispiele für Give-Aways, die möglicherweise nicht gut funktionieren oder nur eine geringe Resonanz bei den Lesern hervorrufen:


Unerwünschte Werbegeschenke: Give-Aways, die als bloße Werbung wahrgenommen werden und keinen direkten Bezug zum Buch oder zur Autorin haben, werden oft schnell aussortiert oder ignoriert. Dazu gehören beispielsweise unbeschriftete Kugelschreiber oder Werbeflyer ohne Mehrwert.


Billige oder minderwertige Gegenstände: Wenn Give-Aways von minderer Qualität sind oder den Eindruck erwecken, dass bei ihrer Herstellung gespart wurde, können sie bei den Lesern einen negativen Eindruck hinterlassen und das Image des Autors beeinträchtigen.


Standardisierte oder uninspirierte Give-Aways: Give-Aways, die keine Originalität oder Kreativität zeigen und wie Massenware wirken, werden oft übersehen. Leserinnen und Leser schätzen individuelle und persönliche Geschenke, die einen besonderen Bezug zum Buch oder zur Autorin haben.


Digitale Inhalte ohne Mehrwert: Digitale Give-Aways wie Desktop-Hintergründe oder Bildschirmschoner können für manche Leser wenig attraktiv sein, insbesondere wenn sie keinen direkten Bezug zum Buch haben oder leicht im Internet zu finden sind.


Übermäßig große oder sperrige Give-Aways: Give-Aways, die viel Platz beanspruchen oder schwer zu transportieren sind, können für Leserinnen und Leser unpraktisch sein und dazu führen, dass sie nicht angenommen oder schnell entsorgt werden.


Irrelevante oder unpassende Give-Aways: Give-Aways, die nicht zum Genre oder zur Thematik des Buches passen, können bei den Lesern Verwirrung oder Desinteresse hervorrufen. Es ist wichtig, dass die Give-Aways einen direkten Bezug zum Buch oder zur Autorin haben, um ihre Wirksamkeit zu maximieren.


Give-Aways bieten eine wertvolle Möglichkeit für Autoren, ihre Bücher zu bewerben und die Bindung zu ihren Lesern zu stärken. Durch sinnvolle und kreative Gestaltung können sie einen Mehrwert für die Leser schaffen und gleichzeitig die Sichtbarkeit ihres Werkes erhöhen. Doch es ist wichtig, die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten und sicherzustellen, dass die Werbeaktionen fair und transparent gestaltet sind.


Zusammenfassung:

Give-Aways, die Autoren verwenden können, um ihre Bücher zu bewerben und die Leserbindung zu stärken:


- Signierte Lesezeichen: Gestalte individuelle Lesezeichen mit einem ansprechenden Design, dem Buchcover und einer persönlichen Signatur des Autors. Diese können bei Buchveranstaltungen, Messen oder Lesungen verteilt werden.


- Bonuskapitel: Biete den Lesern exklusive Zugänge zu Bonuskapiteln, die nicht im Buch enthalten sind. Diese können auf der Autor-Website als Download zur Verfügung gestellt werden oder als besonderes Extra für Vorbestellungen oder limitierte Editionen des Buches angeboten werden.


- Postkarten mit Zitaten: Drucke Postkarten mit inspirierenden Zitaten aus dem Buch und dem dazugehörigen Buchcover. Diese können als kleines Geschenk an Leserinnen und Leser verteilt werden oder als Teil einer Werbeaktion für das Buch dienen.


- Online-Lesungen oder Q&A-Sessions: Biete den Lesern die Möglichkeit, an exklusiven Online-Lesungen oder Frage-und-Antwort-Sessions mit dem Autor teilzunehmen. Diese können über Social-Media-Plattformen, Live-Streaming-Dienste oder spezielle Autoren-Websites organisiert werden.


- Gewinnspiele mit Buchexemplaren: Verlose signierte Exemplare des Buches oder limitierte Editionen zusammen mit anderen Give-Aways wie Lesezeichen oder Postkarten. Gewinnspiele können über Social-Media-Kanäle, Newsletter oder in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen oder Literaturblogs durchgeführt werden.


- Leserbriefe oder Dankesnotizen: Schreibe persönliche Dankesnotizen oder Leserbriefe an diejenigen, die das Buch gekauft haben oder eine besondere Unterstützung geleistet haben. Diese können als E-Mail versendet oder zusammen mit dem Buch als besonderes Dankeschön verschickt werden.


- Relevanz für das Buch und die Zielgruppe: Bedruckte Tassen oder Schlüsselanhänger sollten einen direkten Bezug zum Buch oder zur Autorin haben, um für die Leser relevant zu sein. Wenn das Design der Tasse beispielsweise das Buchcover oder ein wichtiges Motiv aus dem Buch zeigt, wird sie wahrscheinlich besser angenommen als eine generische Tasse ohne Bezug zum Buch.


Beachten Sie auch die Verteilung und Logistik: Die Verteilung physischer Give-Aways kann logistisch anspruchsvoll sein, insbesondere wenn sie auf Veranstaltungen oder Messen verteilt werden sollen. Autoren sollten sicherstellen, dass sie über die notwendigen Ressourcen verfügen, um die Give-Aways effizient zu verteilen und zu versenden.

🖋️  Genre-Vermischung: Herausforderungen für Autoren und Verlage 

„Autoren, die sich trauen, über die Grenzen der traditionellen Genres hinwegzugehen, können faszinierende Geschichten erschaffen, die neue Welten eröffnen und unsere Vorstellungskraft anregen.“

08.06.2024

Bücher sind oft wie Schubladen – wir lieben es, sie in Kategorien zu stecken. Doch was passiert, wenn eine Geschichte nicht so recht in eine dieser Schubladen passen will? Genau hier beginnt die faszinierende Reise in die Welt der genreübergreifenden Literatur, eine Reise, die sowohl für Autoren als auch für Verlage und den Buchhandel ihre eigenen Herausforderungen birgt.

Ein grundlegendes Problem liegt in der Natur der Buchgenres selbst. Sie sind oft nicht so klar abgegrenzt, wie es auf den ersten Blick scheint. Romantik kann mit Fantasy verschmelzen, Krimis können historische Elemente enthalten, und Science-Fiction kann sich mit philosophischen Fragen auseinandersetzen. Autoren, die mit solchen Mischungen arbeiten, stehen vor einer Herausforderung, wenn es darum geht, ihre Arbeit bei Verlagen unterzubringen.


Die meisten Verlage haben klare Vorstellungen davon, welche Genres sie vertreten und welche nicht. Bei der Bewerbung eines Manuskripts ist es üblich, das Genre anzugeben, in das das Buch am besten passt. Doch was macht ein Autor, dessen Werk mehrere Genres umfasst? Die Antwort ist nicht einfach. Oft müssen Autoren entweder das dominante Genre wählen oder sich auf die Hoffnung verlassen, einen Verlag zu finden, der offen für experimentellere Werke ist.


Auch der Buchhandel steht vor ähnlichen Herausforderungen. In den Regalen der Buchhandlungen sind die Bücher in bestimmte Kategorien einsortiert, und Leserinnen und Leser suchen oft gezielt nach einem bestimmten Genre. Wenn ein Buch jedoch mehrere Genres vereint, kann dies dazu führen, dass es schwerer zu finden ist – es sei denn, es gelingt dem Buch, eine breite Leserschaft anzusprechen, die offen für verschiedene literarische Einflüsse ist.


Doch trotz dieser Herausforderungen ist die Vermischung von Genres auch eine Quelle der Kreativität und Innovation. Autoren, die sich trauen, über die Grenzen der traditionellen Genres hinwegzugehen, können faszinierende Geschichten erschaffen, die neue Welten eröffnen und unsere Vorstellungskraft anregen. Diese Bücher können eine einzigartige Nische für sich selbst schaffen und sowohl für Leser als auch für Verlage eine Bereicherung sein.


Für den Autor, der sich in einer Geschichte entscheidet, Genres zu vermischen, ist es wichtig, die Balance zu finden. Die verschiedenen Elemente müssen organisch ineinandergreifen und sich gegenseitig unterstützen, anstatt sich zu widersprechen. Eine klare Vision und eine sorgfältige Ausarbeitung sind entscheidend, um sicherzustellen, dass die Mischung aus Genres nicht zu einer bloßen Aneinanderreihung von Klischees wird, sondern zu einer einzigartigen und fesselnden Erzählung.


Darüber hinaus ist es hilfreich, einen Verlag zu finden, der offen für experimentelle Werke ist und bereit ist, sich auf unkonventionelle Genremischungen einzulassen. Das bedeutet möglicherweise, dass man sich gründlich informiert und gezielt Verlage anspricht, die bekannt dafür sind, innovative Literatur zu fördern.


Fazit: Die Vermischung von Genres ist eine faszinierende Herausforderung, sowohl für Autoren als auch für Verlage und den Buchhandel. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für kreative Experimente und trägt zur Vielfalt und Lebendigkeit der Literaturszene bei. Durch Mut, Experimentierfreude und eine klare Vision können Autoren eine Brücke zwischen verschiedenen literarischen Welten schlagen und damit sowohl Leser als auch Kritiker gleichermaßen begeistern.

🎤  Thomas Kern (Musiker, Autor) im Gespräch 

„Du hast dich mit deiner Kunst selbstständig gemacht und verdienst deinen Lebensunterhalt damit. Es ist der Traum vieler Autor/innen von dem leben zu können, was ihnen am Herzen liegt.“

07.06.2024

Perry Payne: Du hast die ersten Gedichte bereits im Grundschulalter geschrieben. Später waren es Rap-Texte, die du im Freestyle selbst ausgebaut hast. Einige dieser Texte und Gedichte konntest du bei Magazinen und einer Anthologie veröffentlichen. Dein erstes Buch in bayerischer Mundart konntest du bei einem Verlag unterbringen. Heute bist du freischaffender Autor und kannst von dieser Arbeit leben. Das Kinderbuch, welches du 13 lange Jahre in der Schublade hattest, hast du kräftig überarbeitet und in diesem Jahr veröffentlicht. Doch das ist noch lange nicht alles. Lass uns heute über deine Berufung zum Schreiben reden.

Ich begrüße ganz herzlich Thomas Kern. Schön, dass du dir die Zeit für ein kurzes Intermezzo nimmst und unseren Lesern einen Einblick in dein Schaffen gibst.

Beginnen wir am Anfang, als du noch ein Junge warst und Gedichte geschrieben hast. Kannst du dich noch erinnern, wie alles angefangen hat und warum es Gedichte waren, die dich fasziniert haben?

Thomas Kern: Hallo Perry, zuerst einmal muss ich dich ein wenig korrigieren, weil du sagtest, ich habe meine Texte im Freestyle ausgebaut, aber das ist nicht ganz richtig. Texte und Freestyle sind zwei völlig verschiedene Dinge. Texte schreibt man auf und Freestyle ist das, was einem im jeweiligen Moment in den Sinn kommt, die Inspiration aus dem Augenblick sozusagen, die aus einem selbst kommen und/oder von den Reizen aus der Umgebung angestoßen werden können. Es gab, vor allem früher, einige Phrasen, sozusagen Lückenfüller, die ich auch beim Freestyle immer wieder verwendet habe, wenn gerade ein Reim überbrückt werden musste, aber auch diese waren nicht wirklich aufgeschrieben.

Zu deiner Frage mit den Gedichten und wie alles anfing, daran erinnere ich mich noch gut. Ich weiß nicht mehr genau wie alt ich war, aber mein Bruder und ich hatten auf einen guten Teppich meiner Mama gekleckert und es war dann ein Fleck darauf. Da habe ich kurzerhand ein „Entschuldigungsgedicht“ für sie geschrieben - auf Bayerisch - das war ja die Sprache, die ich damals beherrschte. Eine Zeile daraus war: „Liebe Mutti, du gibst uns immer Guttis („Guttis“ bedeutet so viel wie Bonbons).

Ich habe ihr auch oft Gedichte und Briefe geschrieben, wenn ich sie dazu überreden wollte, dass mein Bruder und ich uns die Filme von Bud Spencer und Terence Hill anschauen dürfen - wir haben die Filme geliebt, aber meine Mutter meinte immer, die seien zu gewalttätig - aber manchmal hat es dann doch geklappt und wir durften gucken.

Warum mich Gedichte fasziniert haben, kann ich gar nicht mehr so genau sagen, aber es fiel mir wohl leichter, mich auszudrücken und sicher hatte ich schon einige Reime aus Kinderbüchern gehört - das hörte sich für mich einfach schön und rund an.

Perry Payne: Hattest du Auftritte als Rapper? Und welche Themen hast du mit dieser ausdrucksstarken Kunstform angesprochen?

Thomas Kern: Ja, ich hatte schon einige Auftritte. Die Themen waren oft eigene, die ich dadurch verarbeitet habe. Eigene Krisen oder auch schöne Erlebnisse und Erkenntnisse, die ich dann als Rap-Songs vertonte. Beim Freestyle vor Publikum bezieht man dann eher die Anwesenden mit ein und spricht/rappt sie direkt an. Wenn ich Auftragssongs gemacht habe, zum Beispiel als Geschenk für eine Hochzeit, Geburtstag oder um Liebeskummer zu verarbeiten, dann nehme ich mich selbst ziemlich zurück und gehe nur auf die Wünsche und Gefühle der Kunden ein.

Auch bringe ich gerne spirituelle Inhalte in meine Songs ein, wenn es meine ganz eigenen Kreationen sind und ich nicht für Kunden schreibe.

Perry Payne: Du bist sehr vielseitig. In diesem Zusammenhang möchte ich zu einem Thema kommen, das sicherlich die meisten Leser/innen interessiert. Du hast dich mit deiner Kunst selbstständig gemacht und verdienst deinen Lebensunterhalt damit. Es ist der Traum vieler Autor/innen von dem leben zu können, was ihnen am Herzen liegt.

Erzähle uns deinen Weg dorthin.

Thomas Kern: Ich wollte das schon lange und habe es zuerst mit den personalisierten Songs versucht, von denen ich dir erzählt habe. Ich hatte auch Kunden, aber nicht so viele und nicht so regelmäßig, dass ich davon hätte leben können. 

Vor etwa drei Jahren habe ich als Landschaftsgärtner gearbeitet als Quereinsteiger und ein paar Monate später konnte mich der Chef nicht mehr bezahlen und ich verlor den Job. Es war Ende Oktober und ich brauchte eine neue Stelle. Ich fand dann kurzerhand eine Anstellung in einer Fabrik, in der Christbaumständer produziert wurden. Das war Arbeit am Fließband. Immer zwei stunden lang der gleiche Handgriff. In der Halle war gleißend helles Licht und es stank überall nach Plastik. Keine schönen Arbeitsbedingungen. Als ich ein paar Tage dort war, wusste ich: Ich muss hier raus! Ich habe dann gebetet. Um einen beruflichen und finanziellen Ausweg. Ich habe dann „zufällig“ bei Kleinanzeigen geschaut. Das machte ich damals öfter und tue das noch heute. Dann fand ich ein Inserat einer Frau, die nach Ghostwritern für Biografien suchte. Ich schrieb ihr, und kurz darauf schrieb ich meine erste Biografie. Ich kündigte den Fabrikjob sofort.

Seitdem arbeite ich als freiberuflicher Ghostwriter.

Ich schreibe gerne für Kunden, aber der nächste, größere Schritt wäre für mich, bald als eigenständiger Kinderbuchautor arbeiten zu können und davon zu leben.

Reden und Songs schreiben machen mir aber auch sehr viel spaß, das würde ich wahrscheinlich zusätzlich machen. Außerdem habe ich vor kurzem einen Text für ein Kinderlied im Auftrag geschrieben.

Insgesamt kann ich sagen, dass ich meine Träume und Visionen niemals aufgegeben habe. Auch wenn ich oft kurz davor war und auch wenn alle um dich herum meinten, das sei aussichtslos. Aber irgendwie kann ich etwas, dass mir am Herzen liegt, einfach nicht mehr loslassen.

Der Ghostwritingjob hat mich auch perfekt auf meine Arbeit als Kinderbuchautor vorbereitet.

Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Jedenfalls ist das nächste Kinderbuch mit dem Titel „Riesenherz“ schon in Arbeit und ich habe hier in Leipzig eine Illustratorin gefunden, die das Projekt gemeinsam mit mir umsetzen wird.

Perry Payne: Der Schritt in die Selbstständigkeit muss in allen Bereichen gut überlegt sein und sollte gerade als Autor/in fließend übergehen. Immerhin müssen ab diesem Zeitpunkt regelmäßig Aufträge reinkommen oder ein fester Vertrag, der zum Beispiel eine Folge von Romanen beinhaltet. Deswegen ist es gerade am Anfang wichtig, breit aufgestellt zu sein, so wie du es getan hast.

Und gerade deshalb finde ich es gewagt, dass du in Zukunft komplett auf die vielschichtigen Leistungen verzichten möchtest um dich auf Kinderbücher zu spezialisieren. Kannst du uns erklären, warum du gerade in diesem Segment das Potential siehst?

Thomas Kern: Ich will ja auch weiterhin Songwriting machen und Reden schreiben, also werde ich mich nicht ganz spezialisieren. Aber trotzdem wäre es schön, wenn ich von den Kinderbüchern leben könnte. Es würde meinem Autorenego einfach guttun, glaube ich. Und es macht mir auch sehr viel Spaß Kinderbücher zu schreiben und den ganzen Prozess zu begleiten, mit Illustrationen, Veröffentlichung etc. Aber ich bin so ein Typ, ich brauche immer viele verschiedene Projekte und Herausforderungen, sonst wird mir langweilig. Und dann steht ja auch noch meine erste eigene EP auf dem Zettel, also meine eigene Musik. Und ich würde auch gerne Zeichnen lernen. Bei den Kinderbüchern sehe ich deswegen das Potential, weil ich weiß, dass ich das kann und weil es ein großer Schritt nach vorne wäre, vom Schreiben für Kunden hin zum Schreiben meiner eigenen Werke. Ich sehne mich auch nach Austausch und danach, für viele Menschen zu schreiben und nicht immer nur für die Schublade.

Perry Payne: Dein Konzept ist und bleibt die Vielseitigkeit. Nun bleibt mir noch, dir weiterhin viel Erfolg zu wünschen – mit allem, was du tust und vorhast. Vielen Dank für das Gespräch.

Möchtest du zum Abschluss den Lesern/innen noch etwas mitteilen?

Thomas Kern: Ich bedanke mich auch. Ja, ich hoffe, jeder der meine Bücher liest, hat Freude damit und vielleicht auch die ein oder andere Erkenntnis. Über Austausch und Feedback freue ich mich immer sehr.

🖋️  Intuitives Schreiben: Autoren ohne Plot und Plan? 

„Diese grundlegenden Elemente dienen als Ausgangspunkt, von dem aus der Autor die Geschichte entwickelt, während er schreibt.“

06.06.2024

Das intuitive Schreiben für einen Roman ist ein kreativer Prozess, bei dem der Autor ohne vorher festgelegten Plan oder detaillierte Struktur vorgeht. Stattdessen verlässt sich der Autor auf seine Intuition, um die Geschichte zu entwickeln, Charaktere zu formen und den Handlungsverlauf zu bestimmen. Der Fachbegriff für dieses Schreibmodell ist „Pantser“ oder „Pantsering“.

Im Pantsering-Ansatz gibt es keine strenge Vorab-Planung des Plots. Stattdessen lassen sich Autoren von ihren Ideen, Impulsen und Emotionen leiten, während sie die Geschichte entdecken und entwickeln. Sie könnten beispielsweise mit einer groben Idee beginnen, einige Charaktere einführen oder sogar nur mit einem bestimmten Szenario starten und dann sehen, wohin die Handlung sie führt.


Dennoch bedeutet das nicht, dass es überhaupt keine Planung gibt. Oft haben Pantser-Autoren zumindest eine vage Vorstellung von der Richtung, in die die Geschichte gehen könnte, und sie können wichtige Wendepunkte oder Schlüsselszenen im Voraus im Kopf haben. Sie behalten jedoch die Flexibilität bei, diese Pläne zu ändern, wenn sich die Geschichte entwickelt.


Bei der Verwendung des intuitiven Schreibens für einen Roman muss der Autor einige Dinge beachten:

Vertrauen in die Intuition: Der Autor muss bereit sein, sich auf seine kreativen Instinkte zu verlassen und dem Fluss der Geschichte zu folgen, auch wenn er sich von einem vorherigen Plan entfernt.


Kontinuität bewahren: Trotz der spontanen Natur des intuitiven Schreibens muss der Autor darauf achten, dass die Handlung kohärent bleibt und die Charaktere konsistent handeln. Der Spannungsbogen ist schwieriger im Auge zu behalten.


Überarbeitung: Da der Schreibprozess möglicherweise nicht von Anfang an strukturiert ist, ist eine gründliche Überarbeitung unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Geschichte schlüssig ist und alle losen Enden verknüpft sind.


Im intuitiven Schreibprozess kann es durchaus vorkommen, dass der Autor einige grundlegende Elemente wie Charaktere oder potenzielle Spannungsbögen im Vorfeld festlegt, jedoch nicht unbedingt in detaillierter Form wie bei anderen Schreibmodellen.


Beispielsweise könnte ein Autor entscheiden, dass sein Hauptcharakter ein junger Detektiv ist, der in einer dystopischen Stadt lebt, und dass die Geschichte eine Atmosphäre von Mysterium und Intrigen haben soll. Diese grundlegenden Elemente dienen als Ausgangspunkt, von dem aus der Autor die Geschichte entwickelt, während er schreibt.


Der Unterschied besteht darin, dass der Pantser-Autor möglicherweise nicht im Voraus weiß, welche spezifischen Herausforderungen der Detektiv bewältigen wird, wie sich die Handlung entfalten wird oder wie sich die Charaktere im Laufe der Geschichte entwickeln werden. Diese Details werden eher während des Schreibprozesses entdeckt und entwickelt, basierend auf der Intuition des Autors und den spontanen Entscheidungen, die er während des Schreibens trifft.


Der Hauptunterschied zwischen intuitivem Schreiben (Pantsering) und anderen Schreibmodellen wie dem „Plotter“ oder „Planner“ besteht darin, dass bei Pantsering der Schriftsteller weniger oder gar keine vorherige Planung betreibt und sich stattdessen auf die spontane Entwicklung der Geschichte verlässt. Plotter hingegen entwickeln normalerweise einen detaillierten Handlungsentwurf, bevor sie mit dem eigentlichen Schreiben beginnen, und folgen diesem Plan während des gesamten Prozesses.


Es gibt bekannte Autoren, die den intuitiven Schreibansatz verwenden. Einige dieser Autoren sind:

Stephen King: King ist bekannt dafür, dass er oft mit einer grundlegenden Idee beginnt und dann ohne detaillierten Plan drauflos schreibt, wobei er sich von seiner Intuition leiten lässt. Er hat in Interviews erklärt, dass er gerne „entdeckt“, wohin ihn die Geschichte führt, anstatt sie im Voraus zu planen.


Margaret Atwood: Die preisgekrönte Autorin von Büchern wie „The Handmaid’s Tale“ hat erwähnt, dass sie nicht immer einen detaillierten Plan hat, wenn sie mit dem Schreiben beginnt. Sie lässt sich von den Charakteren und der Handlung leiten, während sie fortschreitet.


George R.R. Martin: Der Autor von „Game of Thrones“ hat erklärt, dass er oft nur grobe Ideen für seine Geschichten hat und sich dann entwickeln lässt, während er schreibt. Er ist dafür bekannt, dass er sich nicht strikt an einen vorher festgelegten Handlungsplan hält und manchmal sogar von seinen eigenen Ideen überrascht wird.


J.K. Rowling: Die Schöpferin der „Harry Potter“-Reihe hat erwähnt, dass sie beim Schreiben oft spontane Entscheidungen trifft und sich nicht immer an einen detaillierten Plan hält. Sie lässt sich von ihrer Intuition leiten, während sie die Abenteuer von Harry Potter und seinen Freunden entwickelt.

📰 Vom Autor zum Verleger: Verlagsgründung 

„Vergiss auch nie, regelmäßig innezuhalten und zurückzublicken, um zu erkennen, was du bereits geschafft hast.“

05.06.2024

Nach 40 oder mehr Verlagsbewerbungen mit dem eigenen Manuskript denkst sich der ein oder andere Autor, selbst einen Verlag zu gründen. Diese Idee kann für viele literatur- und kulturbegeisterte Menschen äußerst verlockend sein. Doch bevor man sich in dieses Abenteuer stürzt, gibt es eine Reihe wichtiger Aspekte zu beachten und konkrete Schritte zu unternehmen, um eine solide Grundlage für den Erfolg zu schaffen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Überlegungen und Schritte, die angehende Verleger berücksichtigen sollten.

1. Die Vision definieren

Bevor Sie auch nur einen Schritt weitergehen, ist es entscheidend, Ihre Vision für den Verlag zu definieren. Welche Art von Büchern möchten Sie veröffentlichen? Welche Zielgruppe möchten Sie erreichen? Welche Werte und Prinzipien sollen den Verlag leiten? Eine klare Vision wird Ihnen helfen, fokussiert zu bleiben und langfristig erfolgreich zu sein.


2. Geschäftsplan erstellen

Ein detaillierter Geschäftsplan ist unerlässlich für den Erfolg Ihres Verlags. Darin sollten Sie Ihre Zielsetzungen, Zielgruppenanalyse, Marketingstrategien, Finanzprognosen und vieles mehr festhalten. Ein solider Geschäftsplan dient nicht nur als Leitfaden für Sie selbst, sondern ist auch ein wichtiges Instrument, um potenzielle Investoren oder Kreditgeber zu überzeugen.