PARK(ing)Day Ansbach 2019

Eine RESPECT-Aktion in Kooperation mit dem VCD Ansbach, CARINA e.V., dem ADFC Ansbach

UND EUCH!

Freitag, 20. September, 15 bis 18 Uhr

Parklücken einen Tag lang in PARKs verwandeln

Freiräume schaffen, wo sonst Fahrzeuge stehen – weltweit nutzen Aktivist*innen, Künstler*innen und Bürger*innen den PARK(ing) Day, um ihre Stadt zu gestalten. Sie besetzen einen Teil des öffentlichen Raumes und machen Parklücken vorübergehend zu bunten, belebten Zwischenräumen: offen und begehbar, zugänglich für alle. Mit euren Einfällen schaffen wir gemeinsam Aufmerksamkeit für eine sinnvollere Nutzung von Straßen und Plätzen. Die Aktionen am PARK(ing) Day zeigen, wie stark der öffentliche Raum in unseren Städten von Autos bestimmt wird und was Alternativen hierfür wären.

2018 waren dabei: das Tanzhaus Ansbach, die Kammerspiele Ansbach e.V., Ansbach umgedacht e.V., die Gartenpiraten, die Junge Kunstschule Ansbach, der ADFC, CARINA e.V., VCD, der Schachclub 1855 Ansbach, Eichi und der Spaßkoffer, die Dittls und Mission EineWelt u.v.m.

EURE Aktion

Gestaltet gemeinsam mit Freund*innen eine Parklücke zu einem PARK um! Auch als Initiative, Familie, Jugendgruppe, Verein, Schulklasse etc. könnt ihr mitmachen. Dabei steht euch völlig frei, auf welche Art ihr euren PARK zu einer kleinen autofreien Zone macht. Egal ob Rasenflächen, Blumen, Hängematten, Bänke, Stühle, Strandkörbe oder was sonst noch zum Ausruhen und Verweilen einlädt – gestaltet euren PARK, wie es euch gefällt. Und rührt die Werbetrommel in Eurem Bekanntenkreis. Wenn dann schon mal einige Leute bei euch im PARK sitzen, dann gesellen sich auch andere eher dazu.

Picknicken, spielen, eine Lesung oder ein Straßenkonzert genießen, ruhen, reden – es liegt an euch, was aus einer Lücke werden kann. Ein Autoparkplatz misst ca. 2,5 x 6,0 m. Diesen Platz muss man aber auch erst mal mit seinem PARKMobiliar füllen können! Dazu können gehören: Stühle, Tische, Hängematten, Sitzkissen, Kasperletheater, Pflanzen, Yogamatten … und was eure Kreativität noch so bietet. Hier nur einige Anregungen: Besonders schön sieht es aus, wenn der graue Boden bedeckt bzw. bemalt ist, z.B. mit Teppichen, Hackschnitzel oder Kreide. Nicht empfohlen wird Rollrasen (relativ teuer, und nicht umweltfreundlich wegen Torf). Und denkt daran, dass nach Ende der Aktion wieder der Ursprungszustand hergestellt werden muss! Einladend für die Passant*innen wird es dann, wenn sie sehen, dass der PARK mit Liebe gestaltet wurde, also z.B. mit einer Tischdecke, einem Blumenstrauß, Pflanzen, Luftballons und anderen Deko-Elementen.

In den letzten Jahren haben sich besonders interaktive PARKs bewährt, wie die mobile Fahrradwerkstatt, (Live)Musik, ein Kasperletheater, der Bau von Fledermauskästen, Kicker... Das heißt aber nicht, dass immer etwas geboten sein muss. Auch PARKs, die einfach zum Verweilen auf einer gemütlichen Bank unter einem Bäumchen einladen, werden gerne besucht. Weniger empfehlen wir das bloße Präsentieren von Kunstwerken oder Inhalten, also beispielsweise eine einfache Kunstausstellung oder einen Infostand. Die Leute wollen und sollen nicht „informiert“ werden, sondern einfach nur schlendern und genießen. Der Verkauf von Waren ist bei dieser Veranstaltung nicht gestattet. Auch auf übermäßig viel Werbematerial sollte verzichtet werden.

Organisation der Aktion

Letztes Jahr wurde von Seiten der Stadtverwaltung Variante 2 dringend empfohlen und sogar die Gebühr im Rahmen des PARK(ing) Days erlassen. Danke an dieser Stelle für die Offenheit der Stadtverwaltung Ansbach für den Aktionstag.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einen PARK zu organisieren - bei Unklarheiten bieten wir gerne unsere Unterstützung an:

  1. PARKSCHEIN LÖSEN: Wenn für euer Wunsch-PARK in einem Bereich mit „Parkraumbewirtschaftung“ liegt – sprich auch Autofahrer*innen für die Benutzung bezahlen müssten, könnt ihr es ganz einfach machen: Kauft einen Parkschein und nutzt die so „angemietete“ Fläche nach euren Vorstellungen. Wichtig ist, dass mindestens ein Fahrzeug (Fahrrad) dort steht und "platzsparend" geparkt ist. Der Nachteil ist, dass ihr in diesem Fall erst selbst einen freien Parkplatz suchen müsst. Die anfallenden Parkgebühren bekommt Ihr (nach Vorlage der Parkscheine) bis zum 28. September von RESPECT ersetzt.
  2. SONDERNUTZUNG: Stellplätze im öffentlichen Raum dürfen mit einer Sondernutzungserlaubnis für andere Zwecke genutzt werden. Im Fall des PARK(ing) Days wäre die Sondernutzung eine „Infoveranstaltung“ mit Inanspruchnahme des öffentlichen Verkehrsraums. Die Genehmigung erteilt die Stadt Ansbach, Bauordungsamt (Kontakt: Herr Jürgen Meider E-Mail: Juergen.Meider@ansbach.de, Telefon: 0981-51 478). Selbstverständlich haben wir die Stadt bereits über die Aktion vorinformiert. ACHTUNG: Eine Sondernutzungserlaubnis kann Gebühren kosten. Die Sondernutzung muss i. d. R. 14 Tage, spätestens aber 72 Stunden vorher beantragt werden.
  3. VERSAMMLUNG: Meldet eine „Versammlung unter freiem Himmel/ Kundgebung“ beim Amt für Sicherheit und Ordnung an. Selbstverständlich haben wir die Stadt bereits über die Aktion vorinformiert. Da wir keinen Demonstrationszug planen, hat es sich in anderen Städten bewährt, den PARK(ing) Day als „Mahnwache gegen den Flächenverbrauch“ anzumelden. Informationen und Anmeldung mit Beantwortung der Fragen: Wer? Was? Was? Wann? Wo? beim Amt für Sicherheit und Ordnung der Stadt Ansbach, Volker Speer (E-Mail: volker.sperr@ansbach.de, Telefon: 0981–51 442). Versammlungen unter freiem Himmel müssen spätestens 48 Stunden vor deren Bekanntgabe angemeldet werden. Wer diese Information nicht mehr rechtzeitig liest oder sich erst kurzfristig zur Teilnahme am PARK(ing) Day entschließt, macht eine Eilversammlung. Meldet also in diesem Fall die Eilversammlung mit einem Anruf dem Ordnungsamt oder der Polizei. Benennt den Anlass der Eilversammlung (Aktionstag PARK(ing) Day Ansbach − Ziel ist die Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung zum Thema nachhaltige Mobilität und Nutzung des öffentlichen Raums. Es geht darum, Passanten aktiv anzusprechen, sie zu informieren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.) und gebt den Ort der Versammlung sowie eine*n Ansprechpartner*in an.

Zur Inspiration: Beispiele von 2018

Zur weiteren Inspiration: Beispiele anderer PARK(ing) Days