2022

2022-03-03

Was ist 2022 passiert?

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Auflösung der NABU-OG Hattingen

Im März 2022 hat sich die NABU-Ortsgruppe im NABU-Kreisverband Ennepe-Ruhr aufgelöst.
Sie war die einzige Ortsgruppe im gesamten Kreisgebiet, hatte ein eigenes Vortragsprogramm und das größte Naturschutzprojekt im NABU-Kreisverband, nämlich Ökozelle Hölter Busch mit Kämpchenwiese .  


Die Naturschutzarbeit wird nun von der Arbeitsgemeinschaft Ökozelle Hattingen (seit Juni 2023 Naturschutz Hattingen e.V.) weitergeführt (AG ÖZ). Über diese Arbeit wird hier auf dieser Webseite berichtet. 

Wir finden jetzt im Sommer (2022) viele ausgegrabene Wespennester in der Ökozelle. Das spricht einerseits dafür, dass es ein guter Sommer für die Wespen ist und andererseits dafür, dass wir einen Dachs als regelmäßigen Besucher auf der Fläche haben. Oder war hier ein Waschbär aktiv aus? Auf dem Foto oben können wir den Rest einer Wabe erkennen. Dass wir Waschbär-Besuch in der Ökozelle haben, könnte auch der ausgeräumte Nistkasten anzeigen -- siehe Foto unten. 

Erstnachweis der Hellen Erdhummel in der Ökozelle am 16. Juli 2022. Überhaupt ein guter Sommer für Hummeln und Wespen und Schmetterlinge.

Neuer Säuger-Nachweis in der Ökozelle

Neuer Nachweis einer Säugetierart durch Wildkamera in der Ökozelle Hölter Kamp, lange vermutet, jetzt (April 2022) nachgewiesen: Steinmarder, außerdem wie immer Fuchs und Reh.

2022 ist das erste Jahr ohne Nabu-Kreisverband Ennepe-Ruhr.
Die Arbeitsgemeinschaft Ökozelle setzt die erfolgreiche Arbeit in gewohnter Selbstständigkeit fort.

Spätwinter und Frühling

Bäume schneiden im Frost – der Winter kehrt im März nochmal für wenige Tage zurück

Im März liefert uns die hwg auf Wunsch diesen "Wurzelteller". Ein Baum war vom Sturm umgestürzt. In der Ökozelle ist er ein weiteres ökologisches Element. (s.l.)
Außerdem lernen einige Mitarbeiter das Schneiden von Obstbäumen und nehmen uns ein wenig Arbeit ab.
Am unteren Hauptweg wird der Blühstreifen verlängert (s.r.), wie sich im Sommer rausstellt, aber ohne Erfolg...

Weitere kleine Blühflächen entstehen im unteren Bereich in der Nähe des "Klassenzimmers". (s.u.)

Die Hecke aus dem Eingangsbereich zieht nach unten an die Brombeerhecke. Wir machen das, weil der bestehende Bebaungsplan den oberen Bereich der Ökozelle mit einem Haus bebauen würde. Wie sich einige Wochen später rausstellt, muss der Bplan  neu aufgestellt werden und er wird vermutlich diesen Bereich nicht mehr mit Häusern füllen. 

PAUSE! Arbeitseinsatz im April...


Rechts: "Unser" Rehbock... Vor und nach dem Fegen des Gehörns. April/Mai

Immer toll! Die Obstblüte im Hölter Kamp

Kammgras

Acker-Witwenblume

Wiesen-Pippau

          Sommer 2022

Winzling: Gemeine Schmuckwanze

Krabbenspinne auf Baldrian

Schornsteinfeger oder Brauner Waldvogel  und (schon entdeckt?) Schenkelkäfer (w).

Im Juli mähen wir den Blühstreifen vor dem Rathaus mit der Sense. Die Fläche hat sich leider zum Distelfeld entwickelt. Aber zu viert schaffen wir es trotzdem, die mannshohe Vegetation zu bändigen.   

Im August absolvieren Gärtner der hwg in der ÖZ einen Sensenkurs

Insektenvielfalt
dank
Blütenvielfalt

Karminbär, Raupe

Johanniskraut-Langhornmotte

Wilde Möhre

Schwarzfühler- Borstenfliege 

Johanniskraut und Wiesen-Flockenblume

Im Laufe des Sommers entdecken wir immer mehr ausgegrabene Wespennester in der Ökozelle. Waschbär? Dachs?

Hier sieht man sogar die Waben neben dem Engang liegen und noch immer versuchen  Arbeiterinnen  im zestörten Nest die Brut zu versorgen.
Im Herbst werden die Löcher beseitigt, damit wir uns nicht die Knochen brechen.

Herbst in der Ökozelle 

Der Herbst 2022 ist der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen - bis über 25°C. Viele Blumen und manche beginnen  erneut zu blühen, während Kastanien und viele andere Straßenbäume schon das Laub komplett abgeworfen haben. Die meisten Bäume aber tagen ihr buntes Laub bis Ende November. So sehen wir einen bunten Hberst für vier Monate. Sieht schön aus, aber ist schlimm für die Bäume.

Das warme Wetter führt auch dazu, dass Hummelköniginnen und andere Insekten ihr Winterquartier verlassen und den Frühling vermuten, wobei der Winter vor der Tür steht. Das kann zu erheblichen Verlusten führen und die Insektenfauna weiter schmälern. 

Der Spätherbst allerdings wird richtig kalt!

Im Herbst hat der Akku-Balkenmäher seinen Probeinsatz (Danke, hwg!), das Sandbeet zieht um, die Brombeerhecke wird gestutzt (aber hallo!) Ute flechtet Zweige in die Reisighecke (Danke, Ute!) und Holger repariert die Kabuff-Tür (Danke, Holger)

Winter in der Ökozelle

Fegeschäden verarzten und für die Zukunft verhindern

Im Frühjahr hat "unser Rehbock" sein Gehörn gefegt und dabei viele Heckenpflanzen und junge Bäume arg beschädigt. Man kann diese Fegeschäden wie auch Verbisschäden verhindern, indem man Plastikmanschetten um den Stamm befestigt und die Wunden des Baumes mit Chemie behandelt.
Wir machen das anders! Kein Plastik, sondern "Kaninchendraht", keine Chemie, sondern Lehmverband

Lehmverband um das Überwallen der beschädigten Rinde zu fördern.

Plastik, wie er in der Baumschule um den Baum gelegt wird, möchten wir nicht benutzen

Am 10. Dezember verabschieden wir das Arbeitsjahr im Hölter Kamp. Es ist richtig kalt geworden.
Mal sehen , was das nächste Jahr so bringt. Unter anderem nämlich ein Jubiläum. Zehn Jahre Ökozelle Hölter Kamp! Unglaublich!