Migräne & Kopfschmerzen – Mitschrift zum Vortrag
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag zum Thema Migräne und Kopfschmerzen.
In diesem Vortrag geht es darum, mögliche Ursachen, Auslöser und Zusammenhänge von Kopfschmerzen und Migräne besser zu verstehen – und warum diese Beschwerden oft mehr sind als „nur“ Kopfschmerzen.
Beleuchtet werden unter anderem Durchblutung, Nervensystem, Stoffwechsel, hormonelle Einflüsse sowie weitere Belastungsfaktoren, die eine Rolle spielen können. Ziel ist es, Zusammenhänge im Körper klarer zu erkennen und ein ganzheitliches Verständnis zu fördern.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten, der seine Erfahrung und sein Wissen praxisnah teilt. Der Text ist als Mitschrift entstanden und orientiert sich am gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift und nicht um ein perfektes Skript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Kopfschmerzen & Migräne vom 09.12.2025
Einleitung: Das schulmedizinische Dilemma
„Kopfschmerz“ ist kein einheitliches Krankheitsbild, sondern eine Sammelbezeichnung für extrem unterschiedliche Ursachen.
Schulmedizinisch werden Kopfschmerzen eingeteilt in:
Primäre Kopfschmerzen
– z. B. Migräne, Clusterkopfschmerzen, Spannungskopfschmerz
Sekundäre Kopfschmerzen
– Kopfschmerzen, die eine Ursache haben, z. B. Medikamente, Wirbelsäule, Entzündungen, Augen, Nerven, Durchblutung, Infektionen usw.
Fasst man alle Arten zusammen, kommt man auf über 250 definierte Formen, was das Thema unglaublich komplex erscheinen lässt.
Zentrale Frage:
Macht diese Einteilung überhaupt Sinn? Oder verliert man dadurch den Blick aufs Wesentliche?
Vorweggenommen:
Nein, es macht wenig Sinn.
Es wird alles in einen Topf geworfen und symptomatisch behandelt.
Der Schmerz wird bekämpft, nicht die Ursache.
Die beste Therapie wäre zu verhindern, dass der Kopfschmerz entsteht, indem man versteht, warum er entsteht.
Warum wir mit den sekundären Kopfschmerzen beginnen
Sekundäre Kopfschmerzen geben einen exzellenten Überblick, wo mögliche Auslöser liegen.
Hier zeigt sich:
wie weitreichend das Thema ist
wie häufig Fehldiagnosen passieren
wie oft der Kopfschmerz nur ein Warnsignal ist
Medikamenteninduzierte Kopfschmerzen
Typische Medikamente, die Kopfschmerzen auslösen können
Blutdrucksenker
Blutverdünner
Psychopharmaka
Gefäßerweiternde Medikamente
NO-haltige Medikamente (Stickoxide)
Diese können Kopfschmerzen erzeugen, die migräneartig oder wie Spannungskopfschmerzen wirken.
Problem: Fehldiagnosen
Man hört dann: „Das ist eine Migräne“, obwohl die Ursache im Medikament liegt.
Primäre Kopfschmerzen haben einen völlig anderen Entstehungsmechanismus.
Wichtiger Hinweis für Patienten
Tritt der Kopfschmerz zu Beginn einer neuen Therapie auf → Medikament überprüfen lassen!
Botschaft des Körpers:
„Hier stimmt etwas nicht – Finger weg!“
Warum Medikamente Kopfschmerzen auslösen können
Störung der Darm-Hirn-Achse
Der Darm besitzt ein eigenes Nervensystem
Viele Medikamente irritieren dieses System
Das Hirn reagiert darauf mit: Kopfschmerz
Hals- und Brustwirbelsäule als Ursache
Typische Auslöser
Bandscheibenvorfälle
Fehlstellungen
Blockaden
Angeborene Formvarianten (z. B. asymmetrische Wirbelkörper)
Folgen von Unfällen (z. B. Schleudertrauma)
Wichtige Botschaft
Es macht keinen Sinn, einen Kopfschmerz zu behandeln, wenn die mechanische Ursache nicht vorher orthopädisch abgeklärt wurde.
Diagnostische Empfehlung
Röntgen
CT
Noch besser: MRT
Woran viele nicht denken
Viele „Migräne-Patienten“ haben in Wirklichkeit HWS-Probleme.
Aber: Migräne hat nichts mit der Wirbelsäule zu tun – wichtig für die spätere Erklärung der primären Kopfschmerzen.
Naturheilkundliche Unterstützung (Hildegard-von-Bingen)
Shark-Kapseln: Haifischknorpel zur Unterstützung von Knorpel & Bandscheiben
Wermutsalbe:
wirkt entzündungshemmend
löst Verkrampfungen
nicht „drauf patschen“, sondern einmassieren
Wegerichsirup: unterstützt Knochenheilung
Narko-Öl: tief entspannende Öl-Mischung für Muskulatur & Nerven
Gesichtsfeld-Probleme (Augen, Nerven, Zähne)
Typische Auslöser
Grauer Star
Grüner Star
Sehnervprobleme
Augeninnendruckerhöhung
Zahnimplantate
Zahnoperationen
Trigeminusneuralgie
Herpes Zoster (Gürtelrose im Gesicht)
Herpesinfektionen des Trigeminus
Warum wichtig?
Diese Probleme können Kopfschmerzen erzeugen, die aussehen wie Cluster oder Migräne → höchste Fehldiagnose-Gefahr!
Empfehlung
Bei Verdacht: Erst Augenarzt
Linsen überprüfen
Sehnerv überprüfen
Entzündungen abklären
Schlüsselgedanke
Der Schmerz ist ein Alarmsignal des Nervensystems.
Nicht der Schmerz ist das Problem – die Ursache ist das Problem.
Herpes & virale Gesichtsnerv-Probleme
Wichtig zu wissen
Der Satz „Herpes bleibt für immer“ ist falsch.
Herpesviren sind opportunistische Nervenschmarotzer.
Sie überleben, weil sie sich unsichtbar fürs Immunsystem machen.
Therapieansatz
Ziel: Das Immunsystem „aufwecken“, den Virus wieder sichtbar machen.
Tanaceto-Tropfen (innerlich + auf betroffene Stellen)
– machen das Immunsystem aufmerksam
Nelkenwurz-Tropfen
Narko-Öl
Eisenkraut-Tee
Ergebnis: Virus zieht sich zurück → Kopfschmerz verschwindet.
Durchblutungsstörungen & Gefäßentzündungen
Beispiele
Raynaud-Syndrom
Vaskulitis (Entzündung von Arterien & Venen)
Durchblutungsstörungen im Gesichtsfeld
Woran man denken muss
Diese Schmerzen können aussehen wie Migräne – sind aber gefäßbedingt.
Autoimmunproblem
Viele dieser Gefäßentzündungen sind autoimmun.
Gehören unbedingt in fachkundige Hände.
Warnsignal
Manche Patienten haben einen stillen Schlaganfall (TIA) → einziges Symptom: Kopfschmerz.
Therapeutisches Vorgehen
Blut untersuchen
Gerinnung prüfen
Durchblutung verbessern
Ursache behandeln, nicht den Kopfschmerz selbst
Nebenhöhlen & Allergien
Typische Beschwerden
Stirndruck
Gesichtsspannung
„Dumpfer Kopfschmerz hinter der Stirn“
Verschlimmerung im Winter
Verschlimmerung bei Allergikern
Vorgehen
Bakterielle Entzündung behandeln
Allergien & Schleimhautüberempfindlichkeit regulieren
Erst dann nimmt der Kopfschmerz ab
Die Grundproblematik der primären Kopfschmerzen
Bei primären Kopfschmerzen haben wir es mit Schmerzformen zu tun, die keiner äußeren Ursache zugeordnet werden können:
→ Kein Erreger
→ Keine Entzündung
→ Keine mechanische Störung
→ Keine organische Erkrankung
Sie entstehen im Gehirn selbst oder im Darm – und genau das muss man wissen, bevor man sie einordnen kann.
Warum ist das so wichtig?
Man muss unterscheiden können:
Wo entsteht der Schmerz?
Wie ist der Hergang?
Wie artikuliert sich die Krankheit?
Nur dann hat man Ruhe.
Alles andere führt zu keinem Erfolg.
Der zentrale klinische Fehler
Es gibt in der Pathologie wenig Schlimmeres, als Kopfschmerzen falsch zuzuordnen.
Der Patient sagt:
„Es tut weh.“
– aber das sagt nichts über die Ursache aus.
Bis heute besteht keine echte Ursachenforschung in der Entstehung primärer Kopfschmerzen.
Man weiß streng genommen: gar nichts, außer dass es wehtut.
Was im Kopf wirklich wehtut – und was nicht
Die Hirnsubstanz selbst ist kaum schmerzempfindlich.
Schmerzempfindlich sind:
Hirnhäute (Meningen)
Gefäße
Hirnnerven, die außen verlaufen
Obere Spinalnerven (Zervikalbereich!)
Diese Strukturen können massive Schmerzen auslösen.
Wer das vor Augen hat, merkt:
→ Hier gibt es eine Menge zu beachten.
Quantitative Relevanz in Deutschland
Zwischen 4–5 % der Bevölkerung leiden an primären Kopfschmerzen.
Die meisten davon treten anfallsweise auf:
→ Sie kommen unangekündigt,
→ sind plötzlich da,
→ und der Patient greift reflexartig zu Schmerzmitteln.
Der falsche Reflex
Man bekämpft den Schmerz, nicht den Mechanismus, der ihn ausgelöst hat.
Die Frage müsste lauten:
„Wie ist das wirklich entstanden?“
Warum die Zuordnung so entscheidend ist
Es gibt mehrere Hauptformen primärer Kopfschmerzen – und sie alle sehen ähnlich aus, aber entstehen völlig anders.
Wir werden die Formen jetzt in Ruhe auseinandernehmen.
Ziel:
→ Wie unterscheidet man sie?
→ Welche Maßnahmen braucht es zur Ursachenfindung?
Wichtig: Unterschied zur Schulmedizin
In der Schulmedizin gilt:
Der Schmerz selbst ist die Krankheit.
Wir hingegen schauen:
Was ist der Auslöser hinter dem Schmerz?
– und das ist ein völlig anderer Ansatz.
Der Spannungskopfschmerz (Tension Type Headache)
Was ist der Spannungskopfschmerz?
Eine der häufigsten Formen.
Kann im gesamten Kranium auftreten.
Kommt vor:
chronisch (ständig)
oder episodisch (phasenweise)
Schulmedizinisches Problem
CT, MRT, EEG:
→ zeigen nichts.
Daher wird symptomatisch behandelt, oft mit starken Medikamenten.
Die entscheidende Entdeckung vor ca. 20 Jahren
Man fand heraus, dass es im Gehirn neben den klassischen Neurotransmittern ein zweites großes Signalsystem gibt:
→ Das Endocannabinoid-System (ECS)
Dieses System steuert:
→ Reizweiterleitung
→ Nervensignal-Abgleich
→ Entzündungsmodulation
→ Stressreaktion des Nervensystems
Was passiert beim Spannungskopfschmerz?
Das ECS bricht kurzfristig weg.
→ Das erklärt das „Wegbrechen“ kurz vor Beginn des Schmerzes.
Gleichzeitig bricht die Zufuhr der Stoffe, die das Gehirn für das ECS benötigt, ebenfalls weg.
Darm–Hirn-Achse: Die zentrale Rolle des Darms
Der „Stoffnachschub“ fürs ECS kommt ausschließlich aus dem Darm.
Wenn der Darm nicht funktioniert, funktioniert auch das ECS nicht.
Durch diesen Doppel-Einbruch entsteht:
→ Der klassische Spannungskopfschmerz.
Trigger können verstärken – aber nicht verursachen
Koffein
Medikamente
Zahnprobleme
psychoaktive Substanzen
→ Sie verstärken, aber verursachen nicht.
→ Der primäre Mechanismus ist im ECS und Darm.
Beweis
Im Blut kann man nachweisen:
→ ECS-Abfall
→ gleichzeitiger Nährstoffeinbruch aus dem Darm
Wie behandelt man Spannungskopfschmerzen?
Grundgedanke
Nicht den Schmerz behandeln.
Sondern das System wieder aufbauen, bevor der Schmerz entsteht.
Schritt 1: Darmschleimhaut aktivieren
Nach Hildegard von Bingen:
Birnbrei-Kur
→ Erneuert die Darmschleimhaut
→ Stabilisiert den Wasserumsatz
→ Verbessert die Nährstoffresorption
Warum Wasser so wichtig ist
Der Darm hat pro Mahlzeit einen Wasserumsatz von 10 Litern (!)
→ Wasser = Lösungsmittel
→ Darmschleimhaut = Umschlagplatz der Nährstoffe
Ist die Schleimhaut gestört → kommt im Gehirn nichts mehr an.
Schritt 2: Nervensystem stabilisieren
Typische Hildegard-Mittel:
Meisterwurztropfen
Rosolia forte
Guarana plus
→ Sie reduzieren Entzündungsfaktoren, stabilisieren das ECS und verhindern das Schmerzsignal.
Der Kopfschmerz ist ein Warnsignal
Das Gehirn sagt:
„Ich funktioniere nicht richtig.“
Schmerz = Kommunikation.
Schritt 3: Fachliche Abklärung
Darmstatus
Vegetatives Nervensystem
ECS-Signalstoffwechsel
Eventuelle Verschiebungen korrigieren
→ Dann verschwinden Spannungskopfschmerzen dauerhaft.
Übergang zur Migräne
Die größte Gruppe unter den primären Kopfschmerzen.
Migräne ist ein einseitiger Kopfschmerz mit ganz eigener Dynamik.
Relevante Fakten
10 % aller primären Kopfschmerzen weltweit sind Migräne.
Frauen dreimal häufiger betroffen als Männer.
Migräne ist nicht im Blut nachweisbar.
Diagnose basiert meist auf Symptomen → sehr fehleranfällig.
Vorbotenphase der Migräne
Mindestens 30 % der Patient:innen spüren Vorzeichen:
Müdigkeit
Gereiztheit
Geräuschempfindlichkeit
vermehrtes Gähnen
Magen-Darm-Symptome
hormonelle Unruhe (besonders bei Frauen)
→ Das Gehirn ruft:
„Meine Systeme brechen weg!“
Was passiert bei einer Migräne mit Aura?
Unter Migräne mit Aura versteht man eine Phase vor dem eigentlichen Kopfschmerz, in der die Nervenleitung gestört ist. Das Gehirn und besonders der Sehnerv können Informationen nicht mehr sauber koordinieren.
Typische Symptome der Aura sind:
Flimmern, Zickzacklinien
Lichtblitze, „helle Lichtflecken“
Blendempfindlichkeit („hell ist zu hell“)
Bewegung / räumliches Sehen verändert
Kribbeln in Armen oder Beinen
veränderte Berührungsempfindung
👉 Wichtig: Nicht alle Symptome müssen auftreten. Die Aura ist wie ein Warnsignal, dass der eigentliche Migräneanfall bevorsteht.
Wenn der eigentliche Kopfschmerz kommt
Mit Beginn des Kopfschmerzes „bricht das System zusammen“:
Übelkeit & Erbrechen
Appetitlosigkeit
starke Lichtempfindlichkeit (Photophobie)
Geruchs- und Geräuschempfindlichkeit
Rückzug – das überreizte Nervensystem kann äußere Reize nicht mehr filtern
Der Körper versucht sich abzuschirmen, weil die neurologische Reizverarbeitung überlastet ist.
Die Rückbildungsphase
Nach dem Anfall kommt die Rückbildungsphase:
die Symptome lösen sich
der Körper erholt sich
viele berichten von einem „Durchatmen“ oder „wie erschlagen sein“
Wenn diese Abfolge einmal beobachtet wurde → Achtung: Migräne!
Dann beginnt die Frage: Was löst das aus?
Schulmedizinische Triggerfaktoren
Die Schulmedizin listet viele Auslöser. Dazu gehören:
Lebensstil / Alltag
Schlafstörungen
Stress
unregelmäßiger Tagesrhythmus
Lebensmittel
Alkohol (v. a. Rotwein)
Glutamat, Tyramin, Serotonin-reiche Lebensmittel
Histaminhaltige Lebensmittel
Schokolade, gereifter Käse, Kaffee
👉 Logische Frage:
Wenn Lebensmittel Migräne auslösen – wo werden sie als Erstes verarbeitet?
Im Darm.
Warum wird er fast nie mitbehandelt?
Ein zentraler Kritikpunkt.
Umweltfaktoren
Luftdruckschwankungen
Temperaturveränderungen
Feuchtigkeit
bestimmte Medikamente
Auch hier gilt: das Gehirn kann die veränderten Reize nicht mehr regulieren.
Ursachenarbeit statt Symptombekämpfung
Die Schulmedizin beschreibt Trigger, geht aber selten an die Ursachen.
👉 Hildegard von Bingen erkannte schon vor 900 Jahren die typische Abfolge einer Migräne und sprach vom Zusammenspiel zwischen „Hirn und Darm“.
Sie hatte kein Labor – aber eine phänomenale Wahrnehmung.
Damit kommen wir zum Kern:
Die Darm-Hirn-Achse – das eigentliche Herzstück
Der Darm ist nicht nur ein Verdauungsrohr. Er hat:
ein eigenes Nervensystem (enterisches Nervensystem)
eigene Neurotransmitter (z. B. Serotonin)
eine eigene Hormondynamik
ein gigantisches Immunsystem
eine eigene Stoffproduktion für das Gehirn
eigene Kommunikationsleitungen zum ZNS
Der Darm ist ein eigenes Gehirn.
Er arbeitet autonom, aber gleichzeitig ständig vernetzt mit dem Kopfhirn.
Beispiel: Serotonin im Darm
Über 90 % des Serotonins entsteht nicht im Gehirn, sondern im Darm.
Es dient dort nicht der Stimmung, sondern der Darmbewegung (Peristaltik).
👉 Eine Ananas essen macht nicht glücklich – sondern bewegt den Darm.
Das Serotonin kommt gar nicht bis ins Gehirn.
Der Darm als 9-Meter-Labor
Ein erwachsener Mensch hat:
bis zu 9 Meter Darm
pro Tag ca. 1 Liter Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse
Gallenflüssigkeit, Darmwandenzyme und ein riesiges immunologisches System
Milliarden Bakterien, die Nährstoffe herstellen
Diese ganze Stoffwelt wird:
➡️ verarbeitet
➡️ verändert
➡️ sortiert
und landet über Blut und Lymphe direkt im Gehirn.
Das ist die Darm-Hirn-Achse.
Wenn die Kommunikation gestört ist
Das autonome Darmnervensystem sendet Signale ans Gehirn – richtige und falsche.
Fehlen bestimmte Stoffe → Stressreaktion
Zuviel Stoffe → Überlastung
Falsche Reize → Entzündungen
Migräne ist oft das Ergebnis eines kommunikativen Chaos.
Beispiel:
weiße Blutzellen reagieren auf das Endocannabinoid-System
bei Ungleichgewichten → Entzündungen → Reizdarm → Allergien
von dort → Rückkopplung zum Gehirn → Migräneanfälligkeit steigt
Warum Frauen stärker betroffen sind
Die Darmlschleimhaut der Frau kann zusätzlich Hormone produzieren (z. B. Östrogene).
Nicht viel – aber genug, um:
zu stabilisieren, wenn etwas fehlt
zu stören, wenn das System aus dem Gleichgewicht ist
➡️ Wechseljahre + Darmdysbalance = perfektes Migräne-Chaos
Konsequenz für die Praxis
Bei Migräne muss man:
alles anschauen
den Darm
die Hormone
das Immunsystem
die Nerven
die Stoffe, die ein- und ausgehen
die Auslöser
die Regulationsmechanismen
Nur Symptombehandlung → führt nicht zum Ziel.
Hildegard: Darm zuerst
Hildegard sagte im Prinzip:
„Reinige und stärke den Darm, dann folgen Kopf und Nerven.“
Genau das bestätigt die moderne Forschung heute.
Bedarf ≠ Gesund – Warum Symptome uns in die Irre führen können
Nur weil unser Körper scheinbar „etwas braucht“, heißt das nicht automatisch, dass dieser Bedarf gesund oder im Gleichgewicht ist. Oft ist der Bedarf ein SOS-Signal – z. B. bei Krämpfen, Kopfschmerzen oder chronischer Müdigkeit.
Ein erhöhter Bedarf bedeutet fast immer: Es gibt Verschleiß – und der muss geklärt werden.
Hier ist es wichtig, wirklich hinzuhören und sich zu fragen:
Warum brauche ich überhaupt Magnesium?
Warum habe ich Kopfschmerzen?
Warum produziert mein Körper nicht genug selbst?
Beispiel: Magnesium – der Klassiker
Viele nehmen Magnesium einfach „nach Gefühl“. Aber:
Ein Bluttest zeigt häufig: Die Elektrolyte sind im Mangel.
Nicht, weil die Zufuhr schlecht ist, sondern weil der Verbrauch zu hoch ist oder die Verwertung nicht stimmt.
Das führt zur entscheidenden Frage:
Nicht: „Womit kann ich nachstopfen?“ – sondern: „Warum verwertet mein Darm das nicht?“
Das ist der Punkt, an dem der Begriff „okkulter Hunger“ ins Spiel kommt:
Man isst,
aber man verwertet nicht.
Die Birnbrei-Kur – und die häufigen Missverständnisse
Die Birnbrei-Kur läuft 90 Tage, dann folgt Pause.
Viele Anwender machen einen großen Fehler:
Birnbrei ist kein Abführmittel!
Wer es dafür benutzt, stört die eigentlichen Prozesse.
Bei Verstopfung geht es nicht ums „Abführen“, sondern um:
Serotonin
Elektrolyte
Darmbewegung
Der Darm kann Serotonin selbst herstellen – passende Nährstoffe vorausgesetzt.
Und hier die wichtige Klarstellung:
Regelmäßiger Stuhlgang ≠ gesunder Darm.
Beispiel Immunsystem – ein gutes Bild für den Irrtum
„Ich werde nie krank, also ist mein Immunsystem stark.“
Leider nein.
Keine Infekte zu haben heißt nicht, dass das Immunsystem funktioniert.
Es kann daneben Tumore oder Entzündungen übersehen.
Genauso ist es beim Darm:
Eine Funktion kann passen,
während andere völlig entgleisen.
Messung im Blut – was tatsächlich ankommt
Um echte Antworten zu bekommen:
Elektrolyte messen
(Magnesium, Kalium, Natrium, Calcium)
Wenn im Blut schon Mangel herrscht, bedeutet das:
Verbrauch zu hoch,
Verwertung schlecht,
Darmschleimhaut angeschlagen.
Der Darm ist dann wie ein Mitarbeiter, der zwar alles bekommt – aber es kommt nichts „oben“ an.
Fasten als Reset – aber mit Vorsicht
Fasten kann ein Wachrüttler sein:
Der Körper fährt eigene Systeme hoch,
Migräne kann dadurch gebessert werden,
Aber: Nicht jeder reagiert positiv auf Fasten.
Fasten kann helfen – aber es kann auch schaden, wenn der Körper dafür nicht stabil genug ist.
Migräne durch Wetterwechsel – kein Wetter-, sondern ein Nervenproblem
Viele Menschen reagieren auf:
Föhn
Luftdruckwechsel
Temperaturstürze
Nicht das Wetter ist schuld – sondern ein überreiztes Nervensystem.
Zwischenfrage für dein Publikum:
Warum reagieren manche auf Föhn – andere gar nicht?
→ Weil die Nervensensorik falsch eingestellt ist.
Mikrobiom & Hormonproduktion – die unterschätzte Macht des Darms
Der Mensch trägt ca. 400 Bakterienstämme als Grundflora –
unterschiedlich je nach Region, Ernährung und Lebensstil.
Die Darmflora ist ein Gleichgewichtsspiel, kein Setzkasten aus 10 Probiotika-Kapseln.
Wichtige Grundlagen:
Angelegt bei der Geburt
Stabil nach ca. 3 Jahren
Antibiotika in dieser Phase können langfristig stören
Cholesterin – Basis für viele Hormone
Überraschend, aber wichtig:
Ohne Cholesterin keine Steroidhormone.
Der Darm kann keine Hormone aus Triglyceriden oder Omega-3-Fetten bauen.
Das erklärt:
Warum viele Veganer/Vegetarier hormonell wacklig werden können,
Warum Eier bestimmte Migränearten lindern können (wegen Fettsäuren im Eigelb).
Cannabinoide – nicht nur CBD und THC
Der Pflanzenstoffbereich ist riesig:
Ca. 50.000 Cannabinoide
Die meisten nicht berauschend
Viele wirken immunmodulierend, antitumoral, gedächtnisfördernd
Anandamid, ein körpereigenes Cannabinoid, ist besonders wichtig:
Gutes Gedächtnis entsteht in Ruhe – und dafür braucht das Gehirn Anandamid.
Kakao (echter, dunkler!) liefert diesen Stoff –
daher sein Ruf als „Glücklichmacher“.
Parasiten & Erreger – wie Hildegard vorgeht
Hildegard arbeitet immer:
parasitenfeindlich
UND
immunanregend
Beispiel:
Blutwurz,
Wermut-Wein
Parasiten gehören „delogiert“ – und zwar über das Immunsystem, nicht über Gifte.
Darmflora – wo sitzt sie wirklich?
Viele glauben: „Im Verdauungsbrei“.
Falsch.
Die Flora sitzt in der Darmschleimhaut.
Beim Essen lösen sich Teile, vermehren sich und verstoffwechseln –
aber der Grundstamm bleibt in der Schleimhaut.
Er erneuert sich mit jeder Schleimhauterneuerung.
Migräne & Morbus Crohn – eine schwere Kombination
Hier gilt:
Erst Crohn beruhigen
Dann Migräne angehen
Morbus Crohn ist:
Autoimmun
gut behandelbar (mit Hildegard: Wermutwein, DEK-Tee, Birnbrei)
aber die Abwehr muss aufhören, den Darm anzugreifen
Windräder & Kopfschmerzen – Infraschall
Windräder erzeugen Infraschall:
nicht hörbar,
aber spürbar für sensible Menschen.
Das kann führen zu:
Kopfschmerzen,
Herz-Kreislauf-Reaktionen,
Nervensensibilität.
Zyklusbedingte Migräne bei Frauen
Hier ist nicht die Migräne das Problem – sondern der Hormontakt.
Ein gesunder Zyklus ist eine präzise, chemische Uhr.
Wenn:
Östrogen/Progesteron nicht stimmen,
Androgene aus dem Ruder sind,
Gewebshormone spinnen,
… dann reagiert das Nervensystem – oft mit Migräne.
Schmerzen während der Regelblutung?
→ Nicht normal. Immer Ursache suchen!
Augenmigräne & Sehnerv
Bei einer Augenmigräne (Augenaura) liegt das Problem nicht am Auge selbst, sondern oft daran, dass der Sehnerv ein Fehlsignal produziert.
Der Körper sagt also: „Stopp – warum läuft hier ein falsches Signal?“
Häufig ist das Kleinhirn, das den Sehnerv falsch ansteuert.
➡️ Behandelt wird daher nicht das Auge, sondern die nervale Steuerung.
Enzyme, Coenzyme & Q10
Was sind Coenzyme – und warum brauchen wir sie?
Enzyme lösen Prozesse aus.
Coenzyme bremsen oder steuern nach (Spieler–Gegenspieler).
Beides greift fein ineinander, um den Stoffwechsel zu regulieren.
Coenzyme wie Q10 sind in jeder Zelle vorhanden.
Wenn ein Mangel entsteht, stellt sich die Frage:
➡️ Warum bildet die Zelle es nicht selbst?
Oft liegt die Ursache beim Darm, der die Ausgangsstoffe nicht ausreichend liefert.
Kurzkettige Fettsäuren (SCFA)
Kurzkettige Fettsäuren entstehen jedes Mal, wenn wir Ballaststoffe essen.
Typen:
Acetat (Essigsäure-Abkömmling)
Propionat (Proprionsäure-Abkömmling)
Butyrat (Buttersäure)
Nicht wir, sondern unsere Darmflora erzeugt sie aus den Ballaststoffen.
Sie wandern über:
Darmzotten → Lymphsystem → Blutbahn
Ihre Aufgaben sind beeindruckend:
Propionat
Schützt das Nervensystem
Regeneriert Nervenzellen
Wir besitzen also ein eigenes Nervenzell-Regenerativum im Darm!
Butyrat
Hauptenergiequelle der Darmzellen
Grundlage für Schleimhautheilung
Wichtig für psychische Stabilität
(u. a. Migräne, Schmerzen, Psychosen, Neurosen)
Wenn diese Fettsäuren fehlen:
Mangel durch zu wenig Ballaststoffe
Mangel durch gestörte Darmflora
Mangel durch schwache Enzyme
➡️ Dann entstehen massive Funktionsstörungen – auch im Gehirn.
Hildegard von Bingen erkannte bereits vor 900 Jahren:
„Die Wurzel liegt im Darm.“
Migräne als Folge eines irritierten Systems
Bei Migräne ist oft folgendes vorhanden:
Fehlfunktionen im Darm
Fehlsteuerung im Gehirn
Das Gehirn erlebt einen chronischen Energiemangel (okkulten Hunger)
Reize wie Temperatur, Luftdruck, Geräusche werden überinterpretiert
Das Gehirn löst Alarm aus:
„Schmerz – tu etwas!“
Der Fehler ist:
➡️ Wir bekämpfen den Schmerz, statt die Ursache.
Die Frage sollte lauten:
Was läuft im Darm falsch?
Was läuft im Nervensystem des Darms falsch?
Was läuft im Gehirn falsch?
So entsteht eine ursachenbezogene Migräne-Therapie.
Ballaststoffe als natürliche Medizin
Wo findest du sie?
Äpfel → viele Pektine
Zitrusfrüchte
Salate
Blattgemüse
Topinambur, Süßkartoffeln
Viele Gemüsesorten
Pektine sind die größten Ballaststofflieferanten.
Sie ermöglichen der Flora, die kurzkettigen Fettsäuren zu erzeugen.
Therapieaufbau im Darm
Bevor man an die Flora geht, muss die Enzymatik gestärkt werden.
Tees zur Enzymaktivierung:
Bertram
Muskatellersalbei
Eisenkraut
Poleiminze
Fenchelsamen
Kreuzkümmelsamen
Diese Tees:
➡️ Starten Verdauungsenzyme von Bauchspeicheldrüse, Galle und Darmwand.
Beispiel aus der Natur:
Eine Quitte ist roh nicht essbar –
Erst Wärme oder Enzyme lösen die Pektine.
Genau so arbeitet der Darm.
Aufbau der Darmschleimhaut
Basis: Birnbrei
Immunsystem-Unterstützung im Magen-Darm-Bereich
Sclareawein / Muskatellerwein gegen Helicobacter & Co.
DEK-Tee
Melissen-Tropfen
Melissen wirken auf die Botenstoffe des Darm-Nervensystems
Sie stärken das Hirn und dämpfen nicht nur Migräne,
sondern versorgen das Nervensystem nachhaltig.
Verlaufskontrolle
Empfohlen wird:
Darmflora-Effizienzmessung
Nervensystem-Analyse
Beide zeigen parallel an, wie weit man vorankommt.
Hinweis:
Schmerzfreiheit bedeutet nicht sofort Heilung.
Heilung bedeutet:
➡️ 6 Monate ohne Migräne – ohne Unterstützung.
Kritik an schulmedizinischer Sicht
Schulmedizin betrachtet Migräne häufig als unheilbar und behandelt mit:
Triptanen
Schmerzmitteln
Lymphsystem – die unterschätzte Autobahn
Im Darm läuft alles zuerst über das Lymphsystem, nicht über Blut.
Das Hirn besitzt nachts ein eigenes „Lymphsystem“:
das glymphatische System
es entsteht nachts und verschwindet tagsüber
es transportiert Abfallstoffe und möglicherweise auch Nährstoffe zurück ins Hirn
Der Verdacht:
➡️ Das glymphatische System könnte bidirektional arbeiten.
Nachts produziert der Darm die meisten kurzkettigen Fettsäuren → sie wandern über das Lymphsystem → ins Gehirn.
Das erklärt die schnelle Wirkung.
Pflege des Lymphsystems
Andorntee → reinigt
Spleen-Tropfen (Hildegard) → entwässern, regulieren Hormonschwankungen
Leichtes Anschwellen eines Lymphknotens nach Andorntee ist normal (Reinigungsreaktion)
Wichtig:
➡️ Jedes Blutgefäß wird von Lymphbahnen begleitet.
Cholesterin & Fette
Fette gehen zuerst ins Lymphsystem, nicht ins Blut.
Dort werden sie an Eiweiße gebunden (weil nicht wasserlöslich)
Erst dann wandern sie ins Blut
Das zeigt erneut:
➡️ Ohne funktionierendes Lymphsystem keine korrekte Versorgung.
Warum Nahrungsergänzungsmittel (NEM) nicht so gut sind
1. Die direkte Wirkstoffgabe – der Darm macht nichts
Nahrungsergänzungsmittel sind isolierte Wirkstoffe, die ich nehme, weil ein Mangel da zu sein scheint.
Der Darm wird dabei komplett umgangen.
Er bekommt es „hingeknallt“ – ohne seine natürliche Aufgabe der Spaltung, Bildung von Enzymen, Aufbereitung.
„Man trainiert einen Darm über Nahrung, nicht über Kapseln.“
Wird der Darm „lahmgelegt“, ist das für seine Funktion langfristig eher schädlich.
Schlechte Haltbarkeit & Zusatzstoffe
NEM sind nicht lange haltbar, deshalb müssen sie stabilisiert werden.
Viele haben:
Stabilisatoren
Antioxidantien
Trennmittel
Verarbeitungsstoffe, die nichts in einem Darm verloren haben
„Und das nimmt der Darm brav auf.“
→ zusätzliche Verstoffwechselungsarbeit, die niemand bedenkt.
Nahrung als Medizin – Hildegard von Bingen
Seit wann gibt es Nahrungsergänzung? 25–30 Jahre.
Wie haben frühere Generationen Nährstoffe aufgenommen?
Über die Nahrung. Punkt.
Hildegard: „Nahrung sollte Heilung sein.“
Genau das ist gemeint:
Nahrung als Wartung des Körpers.
Rilasso Forte Tropfen & Pflanzenmittel
Rilasso Forte-Tropfen können bei bestimmten Kopfschmerzformen helfen
→ wegen der Wirkung auf den Neurotransmitterhaushalt.
Aber:
Pflanzen als reines Schmerzmittel einzusetzen, ist falsch gedacht.
Richtig: ich schaue: Wie entsteht der Kopfschmerz?
Flüssigkeitsmangel als Hauptursache von Kopfschmerz
Typische Ursache: Wassermangel
– jeder kennt Kopfschmerzen nach zu wenig Flüssigkeit.
Wichtig:
Viele sagen: „Ich trinke 2 Liter am Tag.“
→ aber darin sind Kaffee, Alkohol usw. enthalten
Kaffee & Alkohol = ENTWÄSSERUNG
Kaffee zieht Wasser ab:
Eine Tasse Kaffee = ca. 0,5 Liter Minus auf der Bilanz.
Feierabendbier (0,3 l): ebenfalls mind. 0,5 Liter Minus.
Man muss nachliefern, sonst Kopfschmerz vorprogrammiert.
Diagnostischer Einstieg bei echter Migräne
Bei ernsthaften Migränefällen:
Blutabnahme beim Heilpraktiker
Darmsäure analysieren – wie viel kommt im Blut an?
Enzymtätigkeit prüfen
Neurologische Parameter ansehen
→ Erst Grundlage schaffen, dann sachgerecht therapieren.
„Viele holen sich irgendein Naturmittel und hoffen, dass es das war.“
Das ist Symptomunterdrückung, keine Heilung.
Wechselwirkungen & andere Systeme
Haut, Darm, Immunsystem – sie arbeiten verzahnt.
Beispiel:
Menschen, die „Unverträglichkeiten“ haben, haben in Wahrheit allergische Immunreaktionen.
Dann muss man das Immunsystem regulieren, nicht einfach das Symptom bekämpfen.
Getreide-Reaktionen & Gluten
Wer auf Getreide reagiert – auch bei ursprünglichen Sorten wie Dinkel –,
hat vermutlich größer angelegte immunologische Störungen.
Dann ist die Frage:
„Wie bringe ich das Immunsystem wieder runter?“
→ Ziel: vollständige Ausheilung, nicht Unterdrückung.
Melasse bei Kopfschmerzen
Melasse = der Elektrolyt-Rückstand aus der Zuckerrohrverarbeitung.
Enthält:
Elektrolyte (anionisch & kationisch)
B-Vitamin-Komplex
Wirkt deshalb kurzfristig als natürliches Elektrolytpräparat.
Gut zur Regulation, aber:
Der Darm muss wieder selbst arbeiten lernen.
Mythos „Unsere Böden sind ausgelaugt“
Falsch: Böden sind regenerierbar.
Richtig: Industrialisierung hat viel zerstört – aber es ist wieder gutmachbar.
Ziel: Qualität, nicht Quantität.
Beispiel Dinkel:
Nachfrage explodiert → Importware → oft keine echten Sorten
Laboranalysen zeigten teils haarsträubende Werte.
Aussage:
„Die Nachfrage regelt den Markt – WIR Verbraucher entscheiden.“
Algen – was stimmt wirklich?
Algen = Pflanzen, Mikro- oder Makroalgen.
Viele Menschen nehmen Spirulina/Chlorella zur „Entgiftung“.
„Algen leiten NICHT aus. Das sind einfach Nährstoffe.“
Wenn Algen aus sauberen Gewässern stammen, können sie gut sein.
Der Mythos „alle Meere sind verseucht“ ist überzogen:
der Verdünnungseffekt des Wassers ist enorm.
Viel mehr Mikroplastik findet sich in Agrarböden, nicht im Meer.
Nährwerte natürlicher Lebensmittel
Natürliche Lebensmittel haben, wenn naturbelassen,
immer noch ausreichende bis hervorragende Nährstoffgehalte.
Beispiel: Lachs
99% Zuchtlachs → fragwürdige Bedingungen
Wildlachs (z.B. südliches Chile) → viel höhere Werte
Schmerzmittel & ätherische Öle
Nach Lumbalpunktion kommen oft Schmerzmittel und Koffeinpräparate zum Einsatz.
Pflanzliche Alternativen:
Hopfenöl: stark schmerzlindernd, reich an wertvollen ätherischen Ölen.
Teuer, aber sehr wirksam.
Schwarzkümmelöl: gut, aber für Migräne unpassend.
Hopfenblüte enthält viele terpenhaltige Öle – nicht nur fürs Bier, sondern auch therapeutisch interessant.
Birnbrei (Hildegard) – warum er NICHT mit Melasse funktioniert
Melasse taugt nicht – chemisch ungeeignet.
Birne + Honig = Mehrfachzuckerschwamm.
Birne hat Pektinknöllchen, die im Honig aufquellen.
Enorme Oberfläche → Kräuter sättigen den Schwamm.
Im Darm:
Schleift sanft die Darmschleimhaut ab
Regt Neubildung an
Kräuter fördern Enzymbildung
Hildegards „Birnbrei“ wurde im Labor mehrfach überprüft – hochkomplex & ausgeklügelt.
Warum kleine Probiotika-Mengen („10–20 Stämme“) nutzlos sind
Der Darm braucht > 400 Bakterienstämme, um stabil zu funktionieren.
Kleinstmengen aus Apothekenprodukten bringen keine echte Sanierung.
Besser: Pflanzen, Bitterstoffe, Fermente, Ballaststoffe.
Fermentation – die älteste Darmtherapie
Fermentation = Einsatz von Milchsäurebakterien, Hefen, Enzymen.
Ergebnis:
Enzymflut
Unterstützung der Darmflora
Aktivierung pflanzlicher Wirkstoffe
Menschen haben immer fermentiert: Met, Sauerkraut, Käse, Joghurt etc.
Honig – ein 700-Wirkstoffe-Komplex
Ein guter Honig enthält bis zu 700 Pflanzenwirkstoffe, die über Fermentation aktiviert werden.
Kombucha
Grüntee + Honig + SCOBY → leichte Fermentation, Enzyme & Bakterien → Darmunterstützung.
Essige & Hildegard
Hildegard sagte: „Koche kalt“ – mit Essig.
Essigsäure (Acetat) hilft dem Darm, besonders dem Dickdarm.
Tipp: Salat kurz in Essig drehen → Essig wieder abgießen → Acetatwirkung trotzdem vorhanden.
Nach Antibiotika
Darmflora ist beschädigt → Darmschleimhaut muss neu aufgebaut werden.
Sinnvoll:
Fermentierte Nahrungsmittel
Selbst fermentieren
Birnbrei als Sanierungsbasis
Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO)
Bedeutet: Immunsystem hat nicht aufgepasst.
Therapie: Immunsystem stärken, Ursachen adressieren.
Histaminintoleranz (HINWEIS: keine echte Intoleranz!)
Eigentlich ein immunologischer Prozess:
Körper produziert zu viel Histamin, zu wenig Antihistamin.
Hilft oft:
Poleiminze-Tee
Muskateller-Salbei-Tee
Blähungen – was sie wirklich bedeuten
Immer Zusammenhang mit:
Fettstoffwechsel
Schwefelhaushalt
Starke Gerüche → Hinweis auf Schwefelstörung → Leber mitbehandeln.
Denk an Gallensaft → Fettverdauung → Zusammenhang mit Fermenten.
Drei Kräuter zur Unterstützung
Lebertee
Bertram (Pankreas)
Fermentiertes
Reicht oft schon.
Avocadokern – unterschätztes Lebermittel
Kern trocknen → raspeln → Tee daraus.
Wirkung:
Leberreinigung
Fetthaushalt reguliert
Gallensteine lösen sich
Geschmack: „gar nicht schlecht“.
Hydrocolon – Vorsicht
Hildegard: „Vorsicht mit invasiven Methoden“.
Grund:
Darm verliert seine Eigenreinigung
Gleichgewicht kann kippen
Darm ist selbstreinigend!
Galgant (roter, 10 Jahre gereift)
Wirkung:
Herzberuhigend, blutdrucksenkend, sauerstoffanhebend
Verdauungsfördernd
Kann anfangs Blähungen auslösen (Aktivierung!)
Unterstützt Motilität
Physiologie der Darmgase
Ca. 100 unbemerkte Gasabgänge pro Tag – völlig normal
Gase bewegen den Darmbrei vorwärts
Problematisch nur, wenn:
Übermäßig
riechend
schmerzhaft
aufblähend
Ätherische Öle – Wirkung & Gefahr
Terpene → extrem wirksam
Niedrigste Konzentrationen reichen
Meist äußerlich einsetzen oder in der Luft:
z. B. Lavendelöl in eine Wasserschale → desinfiziert Raumluft
Vorsicht: hochpotent!
Nebenhöhlen/Kopfweh
Sekundäre Kopfschmerzen durch Nebenhöhlenentzündung.
Maßnahmen:
Tomentil-Tropfen
Süßholz, Zistrose, andere Tees
Nasendusche (isoton) → wichtig für Schleimhautregeneration
Achtung: hinter der Nase können sich Polypen befinden, unbemerkt, aber wirksam.
Herpes Zoster im Kopfbereich
Zoster zerstört Nervenenden → chronische Gesichtsschmerzen, z. T. migräneähnlich
Therapie: Zoster behandeln (z. B. Tanaceto)
Nicht die Darm-Hirn-Achse.
Geruchs-/Geschmacksverlust nach Corona
Virus zerstört die Nervpapillen in Zunge, Gaumen, Nase.
Schaden kann irreversibel sein.
Chance, wenn:
Behandlung innerhalb 7 Monaten beginnt
Mittel: Tausendguldenkraut (am wirksamsten)
Ingwer – hilfreich, aber kein Allheilmittel
Öffnet die Blut-Hirn-Schranke
Teil von Hildegards „Ingwer-Ausbreitungskeksen“ (mit weiteren Kräutern)
Monitorarbeit – Bildwiederholungsfrequenz & Helligkeit
Wichtigster Punkt:
Unser Auge braucht ein stabiles Bild, aber Monitore bestehen aus sich ständig wiederholenden Bildimpulsen – und das sieht unser Hirn, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen.
Warum ist die richtige Einstellung entscheidend?
Die Bildwiederholungsfrequenz bestimmt, wie oft das Bild pro Sekunde „aufblitzt“.
Das Hirn verarbeitet diese Impulse → Überlastung möglich, wenn die Frequenz zu niedrig oder die Helligkeit zu dunkel ist.
Früher bei Röhrenmonitoren konnte man alles noch manuell einstellen – heute geht weniger, aber Helligkeit, Größe & Frequenz lassen sich nach wie vor anpassen.
Typische Beschwerden bei falschen Einstellungen
Nachlassende Sehkraft
Kopfschmerzen
Gereizter Sehnerv
Müdigkeit nach kurzer Arbeitszeit
→ Merke: Wer nach 1 Stunde müde wird, hat fast immer eine falsche Einstellung am Monitor.
Empfehlungen
Kein Energiesparmodus!
Helligkeit rauf (damit der Sehnerv nicht arbeiten muss wie verrückt)
Bildschirmgröße rauf
Bildwiederholfrequenz hoch einstellen, wenn möglich.
Einläufe – sinnvoll oder schädlich?
Kurzantwort: Es kommt auf das Ziel an.
Sinnvoll bei:
Starker Obstipation (Darm arbeitet nicht)
→ Einlauf kann akut helfen, Druck und Stau lösen.
Problematisch bei:
„Darmaufbau-Einläufen“ mit allerlei Zusätzen
→ Darmflora ist davon nicht begeistert.
→ Zu häufige Einläufe können die Flora schädigen.
Was zeichnet Clusterkopfschmerzen aus?
Periodisch auftretend, immer wiederkehrend.
Sehr starke Intensität, stärker als Spannungskopfschmerzen.
Verwechslungsgefahr mit Migräne → Fehldiagnosen häufig.
Schlüsselmerkmal:
Sie treten oft immer auf derselben Kopfseite auf.
Typische Begleitsymptome
Gerötete Bindehaut
Lidödem
Laufende Gesichtshöhlen
Licht- und Geräuschempfindlichkeit
Veränderungen der Pupillenreaktion
➡️ Diese Symptome sprechen nicht für klassischen Kopfschmerz – sondern für ein immunologisches Problem.
Clusterkopfschmerz = immunologische Fehlreaktion
Der entscheidende Blickwinkel
Clusterkopfschmerzen sind neurologische Symptome, deren Auslöser aber in der Abwehr liegen.
Bei allen Patient:innen mit Clusterkopfschmerzen:
➡️ Autoimmune Aktivität
➡️ Systemischer Entzündungsprozess über das Nervensystem
Warum Schulmedizin oft nicht weiterkommt
Im Blut oft nichts nachweisbar → „seronegativ“
Deshalb häufig falsche Klassifikation als primäre Kopfschmerzerkrankung
👉 Wenn man es immunologisch betrachtet, wird der Clusterkopfschmerz behandelbar.
Immunfehler – Allergie vs. Autoimmunität
Allergie = Fehlinterpretation
Körper hält etwas Harmloses (z. B. Pollen) für einen Feind.
Folge: Überreaktion → Heuschnupfen, Augenrötung usw.
Autoimmunität = Angriff auf sich selbst
Immunsystem greift eigene Strukturen an.
„Befehlsverweigerung“ – Schutzprinzip außer Kraft gesetzt.
Hildegard von Bingen vs. moderne Medizin
Moderne Medizin:
→ „Autoimmun ist unheilbar.“
Hildegard (und naturheilkundliche Logik):
→ Nicht Symptome dämpfen, sondern Abwehr umlernen.
→ Die Abwehr erkennt: „Ich mache etwas falsch.“
→ Fehler wird gespeichert → kein erneuter Angriff.
👉 Autoimmunität ist modulativ therapierbar, wenn man das Immunsystem wieder „erzieht“.
Therapieansatz beim Clusterkopfschmerz
Nicht den Schmerz behandeln.
Nicht Symptome unterdrücken.
Abwehr modulieren, wie bei klassischer Autoimmunerkrankung.
Naturheilkundlich & hildegardisch möglich (je nach Therapeut*in).
➡️ Kernaussage:
→ Wenn die immunologische Ursache korrigiert ist, verschwinden Clusterkopfschmerzen vollständig.
Aminosäuren & Eiweiße – was passiert im Körper
Grundprinzip
Wir können keine fertigen Eiweiße aufnehmen.
Magen und Darm zerlegen alles → Aminosäuren.
Der Körper baut daraus eigene Eiweiße.
Beste Aminosäurenquelle in der Natur
➡️ Blütenpollen
→ Vollständiges Spektrum
→ Hohe Bioverfügbarkeit
→ Tiere nutzen es genauso
Problem: Viele Imker ersetzen Pollen durch Sojaeiweiß → schwächt die Bienen → Bienensterben.
Ysop als Hildegard-Kraut
Roh giftig, gekocht förderlich für Eiweißverdauung.
Hashimoto + Kopfschmerzen
→ Immer Immunsystem abklären.
→ Eine Autoimmunität kommt selten allein.
Gundelrebe-Liebstöckel-Wickel nicht bei Hashimoto sondern bei Knoten in der Schilddrüse.
Ohrdruck & Tauchen (Gehörnerv-Thema)
Merke:
Mechanische Veränderungen im Ohr (z. B. offengehaltene Tuben) können:
Schwindel
Kopfschmerzen
Störungen des Gleichgewichts
auslösen.
Beispiel aus dem Apnoetauchen:
Druck steigt alle 10 m = +1 bar.
Profis bis 160-180 m möglich.
Druckausgleich über Nase wichtig.
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung suchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 🌿
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416