Haare und Nägel – was steckt wirklich hinter brüchigem Haar und spröden Nägeln?
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag „Haare und Nägel – was steckt wirklich hinter brüchigem Haar und spröden Nägeln?“
In diesem Vortrag geht es darum, die Ursachen für Haar- und Nagelprobleme besser zu verstehen und genauer hinzuschauen, was wirklich dahintersteckt, statt nur oberflächlich auf Symptome zu reagieren.
Beleuchtet werden mögliche biochemische, hormonelle und ernährungsbedingte Zusammenhänge, unter anderem rund um Nährstoffversorgung, Stoffwechsel, Durchblutung, Hormonhaushalt und Belastungen des Körpers. Ziel ist es, weg von vorschnellen Lösungen oder kosmetischen Tricks hin zu einem differenzierten, ganzheitlichen Blick auf Haar- und Nagelgesundheit zu kommen.
Der Vortrag wurde von Alessandro Rochira gehalten und basiert auf viel Erfahrung aus der Praxis. Der Text ist als Mitschrift entstanden und folgt bewusst dem gesprochenen Wort.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – es handelt sich um eine Mitschrift, nicht um ein ausgearbeitetes Lehrskript.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Haare und Nägel vom 26.03.2025
Ein emotional besetztes Thema für viele Menschen – denn Haare und Nägel sind Ausdruck von Gesundheit und Ausstrahlung.
Es geht dabei nicht nur um das Äußere – Haare und Nägel sind Indikatoren für innere Prozesse.
Sie zeigen, ob der Körper richtig arbeitet, wo es möglicherweise Störungen gibt, oder was verbessert werden kann.
Hornstruktur – was ist das eigentlich?
Sowohl Haare als auch Nägel bestehen aus Hornsubstanz.
Diese besteht aus einem speziellen Eiweiß, dem Keratin.
Keratin verpackt sich und bildet eine verhornte Struktur – es entstehen daraus Haare oder Nägel.
Wichtig:
Diese Strukturen sind nicht mehr lebendig.
Es handelt sich um tote, aber strukturierte Zellen, die in ihrer Form hochspezialisiert sind.
Beginn mit den Nägeln – Warum?
Nägel stehen oft weniger im Fokus, liefern aber viele wichtige Hinweise, die auch für das Verständnis der Haare hilfreich sind.
Die Nagelmatrix
Die Nagelmatrix ist der Bereich, unterhalb der Nagelhaut, an der Basis des Nagelbetts.
Dort entstehen die Zellen, die den Nagel aufbauen.
Der Nagel besteht aus vielen zementierten Hornzellen, die miteinander verschmelzen und so eine feste Struktur ergeben.
Funktion der Nägel
Die Nägel haben eine wichtige taktile Funktion:
Sie unterstützen den Tastsinn.
Bei Verlust eines Nagels geht oft auch ein Teil des Tastgefühls verloren.
Die Nägel sind daher eng mit dem Nervensystem verbunden.
Nägel und Haare als diagnostisches Werkzeug
In Nägeln und Haaren können sich Substanzen einlagern:
Gifte
Schwermetalle
Drogen (z. B. THC, Kokain)
Alkoholabbauprodukte
Diese Einlagerungen machen sie zu wertvollen Indikatoren für vergangene Belastungen.
Beispiel aus der Praxis
Eine Patientin meldete sich, weil bei einer Haarmineralanalyse und Nageluntersuchung Blei nachgewiesen wurde.
Blei ist ein hochgiftiges Schwermetall – sie befürchtete daraufhin eine akute Vergiftung.
Alessandro erklärte:
Haare und Nägel zeigen, was in der Vergangenheit war, nicht den aktuellen Zustand.
Die Einlagerungen spiegeln einen früheren Kontakt mit dem Stoff wider.
Es bedeutet nicht, dass aktuell eine Vergiftung vorliegt.
Wie lange sind Substanzen im Haar nachweisbar?
Drogen: etwa 16–24 Wochen nachweisbar
Schwermetalle: bis zu 36 Wochen
Keine Nachweisbarkeit über Jahre hinweg – ein häufiger Irrtum
Auch Nägel wachsen kontinuierlich – dadurch verschiebt sich die eingebaute Substanz nach vorne und wird mit dem Schnitt entfernt
Warum lagert der Körper dort Stoffe ein?
Der Körper scheint Haare und Nägel als Möglichkeit der Entsorgung zu nutzen:
Mikro-Reste von Schwermetallen oder anderen Stoffen werden in Hornstrukturen eingebaut.
Eine Art biologisches Archiv der Vergangenheit.
Die Konzentrationen sind extrem gering:
Man spricht von vermillionischen Mengen (eine Einheit auf eine Million)
Trotzdem sind sie chemisch nachweisbar
Wichtiger Hinweis zur Interpretation
Ein Nachweis bedeutet nicht automatisch eine Vergiftung!
Es ist ein Hinweis auf Kontakt, nicht auf einen akuten toxischen Zustand.
Der häufige Denkfehler: „Wenn ich etwas im Haar habe, bin ich vergiftet.“
Die Realität: Die Dosis macht das Gift – Mikrospuren haben oft keine toxische Relevanz
Bei echten Vergiftungen wäre keine Haaranalyse mehr nötig – dann sprechen wir von einem medizinischen Notfall
Autoimmunerkrankungen als Hinweisgeber
Auch Autoimmunerkrankungen können Haar- oder Nagelwachstum verändern.
Der Körper greift dann in die Bildung der Hornzellen ein.
Das ist ein klares Warnsignal:
Ein Hinweis: „Hier läuft etwas falsch.“
Es ist, als würde der Körper ein Leuchtsignal setzen, das zur genaueren Untersuchung auffordert.
Häufige Nagelprobleme
Wer sich mit Nägeln beschäftigt, stößt oft auf:
Weiche Nägel
Spröde Nägel
Nagelpilz
Verfärbungen oder unregelmäßige Nagelstruktur
Seltsame Veränderungen
Die zentrale Frage lautet:
„Warum entstehen solche Veränderungen?“
Welche biologischen oder immunologischen Prozesse stecken dahinter?
Anatomie des Nagels – Fokus auf das Nagelbett
Das Nagelbett ist der Bereich unter dem sichtbaren Nagel:
Es ist durchblutet
Es spielt eine zentrale Rolle in der Ernährung und Versorgung des Nagels
Dort finden keine Pilzinfektionen direkt statt –Pilze können sich nicht im fertigen Horn ansiedeln.
Sie benötigen lebende Strukturen, also das Matrixgewebe oder den Bereich unter dem Nagel.
Pilzinfektionen am Nagel
Pilze befallen nicht die Hornsubstanz selbst, sondern:
Die frisch gebildeten Zellstrukturen
Oder unter dem Nagelbett, wo noch aktive Zellprozesse stattfinden
Das Immunsystem ist in diesen Regionen wenig wirksam:
Pilze können bestehende Hornstrukturen zersetzen
Besonders bei Nagelpilz sichtbar:
Verfärbung unter dem Nagel
Veränderung der Dicke und Form
Behandlung ist möglich – oft auch ohne Antimykotika, wenn man weiß, wie.
Struktur des Nagels
Wie viele Zelllagen hat ein erwachsener Nagel?
100 bis 150 Lagen
Diese Zahl zeigt, wie dünn und gleichzeitig komplex diese Struktur ist.
Wichtig:
Wenn die Nagelmatrix intakt bleibt, ist der Nagel zu 100 % regenerationsfähig
Nur bei einer Verletzung der Matrix ist der Nagel dauerhaft beschädigt
Längsrillen im Nagel – was steckt dahinter?
Viele Menschen kennen Längsrillen – oft verbunden mit der Sorge, es könnte etwas Ernstes dahinterstecken.
Mögliche Ursachen:
Autoimmunreaktionen
Psoriasis, Alopezie, Neurodermitis
Mangelerscheinungen
Störungen des Immunsystems
Wichtig:
Die Rillen entstehen während der Nagelbildung, wenn das Immunsystem oder der Stoffwechsel Fehlfunktionen zeigt
Das Immunsystem stört die Hornbildung – ein deutliches Warnsignal
Nägel als Gesundheitsbarometer
Der Nagel enthält keine weißen Blutkörperchen, aber:
Seine Bildung wird beeinflusst von ihnen
Eine gestörte Zellbildung bedeutet, dass der Nagel strukturelle Defekte aufweist
Diese Zellen haben keinen eigenen Stoffwechsel mehr, sobald sie Horn bilden:
Sie sind eine Hülle ohne aktive Prozesse
Die Herstellung ist energieintensiv und einzigartig im Körper
Was tun bei Längsrillen?
Erster Schritt: Stoffwechsel und Immunsystem überprüfen
Vorgehen:
Immunsystem stabilisieren
Wenn die Rillen verschwinden, war es eine Immunstörung
Mangelerscheinung beheben
Dazu muss der Darm in der Lage sein, Nährstoffe aufzunehmen
Nur Nahrungsergänzung hilft nicht, wenn der Darm sie nicht verwertet
Ziel: Optimale Nährstoffaufnahme durch den Darm
Beispiel: Wenn man einen Apfel isst, muss der Darm:
Polysaccharide, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe verwerten
Dafür braucht es:
Gute Darmschleimhaut
Aktive Fermente und Enzyme
Fokus liegt auf:
Darmgesundheit
Leberfunktion
Beteiligte stoffwechselaktive Organe
Der Nagel als innerer Arzt
Die Nägel zeigen:
„Ich bin im Gleichgewicht“ oder „Etwas stimmt nicht“
Man kann den Zustand von Stoffwechsel, Immunlage und Mineralversorgung ablesen
Nicht nur ästhetisch, sondern ein gesundheitliches Instrument zur Selbstbeobachtung
Querlinien im Nagel – Ursachen & Bedeutung
Zwei Typen:
Querlinien im Nagelbett (meist Verfärbungen)
Querlinien in der Hornsubstanz (sichtbare Rillen oder Dellen)
Mögliche Auslöser:
Äußere Einwirkungen, z. B. Lösungsmittel, ätzende Stoffe
Schwere Entzündungen, Fieber, Infektionskrankheiten
Erklärung:
Während der Körper mit einer Infektion kämpft, fehlen Ressourcen für Nagelbildung
Es kommt zu Unterbrechungen im Wachstum – der Nagel wächst unregelmäßig nach
Weiße Flecken bei Kindern
Häufig beobachtet bei:
Kinderhänden
Wiederkehrenden Krankheiten
Nicht immer ein Zeichen für Mineralmangel
Entstehen meist durch Fehlstellen beim Zellschluss
Können auch Hinweise auf ein unreifes oder belastetes Immunsystem sein
Ein einfacher Tipp:
Süßholzwurzel-Tee:
Ideal für Kinder
Unterstützt das Immunsystem sanft
Wenn die weißen Flecken verschwinden, ist das ein Zeichen: „Die Abwehr arbeitet wieder.“
Ursachen für weiße Flecken auf den Nägeln
Nicht nur Zinkmangel – weiße Flecken haben auch andere Ursachen.
Beispiel: Trauma durch Stoß oder Schlag (z. B. mit Hammer auf den Nagel).
Dabei entsteht kein Hämatom, sondern ein weißer Fleck.
Ursache: Schädigung der Nagelmatrix, die zur Bildung eines Hohlraums führt.
Dieser Hohlraum reflektiert Licht – weiße Flecken sind optische Phänomene, kein weißes Gewebe!
Vergleich: Zellverschmelzung in der Nagelbildung ist wie ein Schweißprozess.
Wenn die „Schweißnaht“ (Zellverbindung) nicht sauber gebildet wird, wackelt sie und öffnet sich.
Dadurch entstehen Hohlräume zwischen den Schichten.
Brüchige Nägel – Ursachen und Mechanismen
Ein gesunder Nagel hat eine feste, stabile Struktur.
Chemikalien im Alltag können ihn angreifen:
Starke Desinfektionsmittel
Lösungsmittel in Kosmetikprodukten
Diese Stoffe weichen den Nagel auf und zerstören die Verbindungsstellen (Schweißnähte).
Folge: Die Schichten lösen sich voneinander, der Nagel wird spröde und brüchig.
Unterschied zu Haaren:
Haare dürfen „aufgehen“, z. B. für Volumen oder Pflege.
Nägel sollen geschlossen bleiben, um ihre Schutzfunktion zu erfüllen.
Zusammenhang mit Ernährung und Lebensstil
Einseitige oder mangelhafte Ernährung kann Nagelveränderungen hervorrufen.
Der Körper kann dem Nagel nur das „liefern“, was er über die Nahrung bekommt.
Praktische Hinweise:
Bei häufigem Kontakt mit Putzmitteln: Handschuhe tragen!
Statt abends regelmäßig Pizza: ausgewogene Ernährung bevorzugen.
Der Nagel „reklamiert“ gewissermaßen, wenn Mängel oder Belastungen bestehen.
Verfärbte Nägel – Ursachen
Blaue, schwarze oder braune Nägel:
Ursache: Trauma (Verletzung)
Gelbliche, grünliche oder graue Nägel:
Hinweis auf Pilzbefall (Nagelmykose)
Zwei Hauptursachen:
Verletzung (Trauma) – meist selbstverschuldet oder durch Unachtsamkeit.
Pilzinfektion – hängt stark von äußeren und inneren Faktoren ab.
Pilzarten und Mechanismus
Drei große Gruppen von Pilzen:
Fadenpilze
Sprosspilze (Hefepilze)
Schimmelpilze
Pilze dringen zwischen Nagelplatte und Nagelbett ein.
Sie verwerten keratinreiche Strukturen.
Folge: Zerstörung und Verfärbung, unangenehme Gerüche, Schmerzen.
Was begünstigt Nagelpilz?
Feuchtigkeit:
Z. B. nasse Schuhe, feuchte Socken, kein Wechsel.
Pilze lieben ein warm-feuchtes Milieu.
→ Trockene Füße sind essenziell!
Basisches Milieu:
Entgegen vieler Empfehlungen: Nagelpilze gedeihen im Basischen!
Basenbäder fördern Pilzwachstum.
Leicht saures Milieu (Essig, Zitronensäure) wirkt pilzhemmend.
Anwendung: 15 Minuten Essig- oder Zitronensäurebad.
→ Schockreaktion für die Pilze, sie mögen pH-Wert 5–6 nicht.
Warnung vor falscher Pflege
Basenbäder sind bei Nagelpilz nicht angezeigt.
Sie können im falschen Kontext das Gegenteil bewirken.
Säuren wirken wie ein Desinfektionsmittel.
Beispiel aus dem Haushalt: Schimmel entfernt man mit sauren Reinigern, nicht mit Lauge!
Übertragbar auf den Nagelpilz.
Weitere Risikofaktoren für Nagelpilz
Schwaches Immunsystem
Durchblutungsstörungen (z. B. bei kalten Füßen, niedrigem Blutdruck)
Diabetes, Psoriasis, Stoffwechselstörungen
Vergangene Erkrankungen, die das Immunsystem geschwächt haben
Therapieoptionen (Schulmedizin)
Bei einzelnen Nägeln:
Lokale Behandlung mit Antimykotika (Lack, Salbe).
Bei mehreren betroffenen Nägeln:
Systemische Therapie (Tabletten, z. B. Terbinafin, Itraconazol).
Achtung: hohe Nebenwirkungsrate, z. B. Leberbelastung, Darmflora-Schädigung.
Hautflora, Körperflora & ihre Bedeutung im Pilzkontext
Was ist mit der Hautflora?
Wir leben in ständiger Koexistenz mit Bakterien, Viren und Pilzen auf der Haut.
Diese Hautflora ist normalerweise ausgewogen und stabil.
Sie erfüllt eine wichtige Schutzfunktion.
Bei stabiler Hautflora:
Keine negativen Reaktionen auf Umwelteinflüsse oder Keime.
Bei gestörter Flora:
Ekzeme, Hautausschläge, Infektionen können entstehen.
Die Haut ist unser größtes Organ:
Verdient daher besondere Aufmerksamkeit und Pflege.
Weitere Orte mit eigener Flora
Mundflora
Darmflora
Intimflora
Alle diese „Floren“ bestehen aus Mikroorganismen, die:
Nicht krank machen, sondern schützen und unterstützen.
Uns helfen, Erreger zu verarbeiten, Pilze in Schach zu halten, etc.
Fallbeispiel: Sportler mit Nagelpilz durch Schuhe
Sportler hatte Pilz in allen Fußnägeln.
Ursache: Kunststoffschuhe
Pilze verstoffwechseln Kunststoffe.
In Kombination mit Schweiß entsteht ein ideales Milieu für Pilzbefall.
Frage: Anti-Pilz-Schuhe kaufen?
Antwort: Nicht sinnvoll – Gewebe hält nur 2–3 Wochen, dann ist Schutzwirkung weg.
Danach wird der Schuh zur Pilzfalle.
Empfehlung bei Pilz in Schuhen
Naturmaterialien bevorzugen:
Leder, Baumwolle, atmungsaktive Materialien.
Schuhe regelmäßig mit ätherischen Ölen desinfizieren:
Lavendelöl
Teebaumöl
Zimtöl
Diese Öle wirken sicher antimykotisch (pilzabtötend).
Zimtöl wird heute wieder häufiger eingesetzt:
Ein echter „Pilzkiller“.
Besonders wirksam, wenn man den Nagel vorher vorbereitet hat.
Anwendung ätherischer Öle bei Nagelpilz
Voraussetzung: Nagel sauber und vorbereitet (z. B. durch Essigbad).
Öle dringen langsam durch den Nagel.
Sie müssen in die Risse und Spalten, wo Pilze sitzen.
Behandlung braucht Zeit – Geduld ist entscheidend!
Nagel wächst langsam, aber gesund nach.
Befallene Teile werden regelmäßig abgeschnitten.
Neu nachwachsender Nagel wird mit Öl weiterbehandelt.
Begleitmaßnahmen
Regelmäßige Fußbäder mit Essig oder Zitronensäure:
Verändert das Milieu.
Macht es für Pilze unbewohnbar.
Dranbleiben!
Eine Behandlung „drei Mal eingeschmiert“ reicht nicht.
Tägliche, intensive Anwendung nötig.
Warum ist unser Immunsystem bei Pilzen so entscheidend?
Wenn die Pilze nicht verschwinden, liegt es oft am Immunsystem.
Das Abwehrsystem schafft es nicht, mit dem Pilz fertig zu werden.
Daher: Parallel zur äußeren Behandlung:
Abwehrkräfte stärken!
Nagelpilz kann Hinweis auf allgemeine Pilzbelastung im Körper sein, z. B.:
Hefepilze im Darm
Chronische Infektionen oder Belastungen
Tormentil-Tropfen als naturheilkundliche Hilfe
Enthalten stark pilzhemmende Wirkstoffe.
Können:
Eingenommen werden (zur Unterstützung der Immunabwehr).
Äußerlich aufgetragen und einmassiert werden – auch direkt auf den Nagel.
Kein chemisches Medikament, daher:
Sanfte, aber effektive Alternative.
Parallele zu Herpes-Viren
Herpes bleibt im Körper nicht zwangsläufig.
Immunsystem muss lernen, ihn zu kontrollieren.
Gilt auch für Pilze:
Bleiben nur, solange sie optimale Lebensbedingungen vorfinden.
→ Milieu verändern + Immunsystem stärken = Pilz kann sich nicht halten.
Verzicht auf Alkohol bei Pilzbehandlung
Während der Behandlung kein Alkohol trinken!
Alkohol schwächt die Leber, belastet das Immunsystem.
Auch kleine Mengen wie Bier oder Wein möglichst meiden.
Ausnahme: alkoholische Tropfen zur Behandlung (z. B. Tormentil):
Sehr geringe Mengen – nicht problematisch.
Geschmacklich ohnehin sehr unangenehm, kein Missbrauchsrisiko.
Fazit zur Nagelpilzbehandlung
Nicht dramatisch, aber:
Erfordert Geduld, Konsequenz und Verständnis für den Gesamtzusammenhang.
Erfolgskombination:
Äußere Anwendung (Öle, Säurebäder)
Innere Unterstützung (Tropfen, Immunaufbau)
Lebensstil anpassen (z. B. Schuhmaterial, Hygiene, Ernährung, Alkoholreduktion)
Kombination ätherischer Öle & Trägeröle
Zimtöl und Teebaumöl können problemlos kombiniert werden.
Ätherische Öle gehören zur sogenannten Therapienklasse:
Sie sind untereinander kaum reaktionsfreudig.
Man kann sie mischen, ohne dass unerwünschte Reaktionen entstehen.
Empfehlung: Mischung mit einem Trägeröl, z. B.:
Mandelöl (neutral, hautfreundlich)
Herstellung eines eigenen Mischöls:
Z. B. 20 ml Fläschchen:
Hälfte mit Mandelöl füllen
Dann ätherische Öle dazugeben
Mindestens 30 Minuten ziehen lassen, bis sich die Öle durchmischt haben.
Vorteil: Sobald das ätherische Öl im Trägeröl ist, kann es nicht mehr verdampfen – es ist gebunden und stabil anwendbar.
Fußbäder gegen Nagelpilz – richtig angewendet
In der Anfangsphase täglich anwenden!
Konsequenz und Disziplin sind entscheidend:
Pilz „muss wie ein Krieger behandelt werden“ – kein Herumprobieren.
Nur mit täglicher Routine kann er besiegt werden.
Anwendung nach dem Fußbad:
Der Nagel muss komplett trocken sein!
Nach dem Bad: 20 Minuten warten, bevor Öl aufgetragen wird.
Grund: Öl und Wasser mischen sich nicht – sonst dringt Öl nicht in den Nagel ein.
Hinweis: Unterschied Pilz vs. Virus (Herpes)
Herpesviren verhalten sich anders als Pilze:
Sie verstecken sich in den peripheren Nervenendigungen.
Behandlung erfordert völlig andere Ansätze.
Wird später separat erklärt (komplexer).
Tormentil-Tropfen – Anwendung innerlich
Bei Erwachsenen: 3 × 20 Tropfen täglich
Bei Kleinkindern (z. B. 3 Jahre): 3 × 3 Tropfen täglich
Wenn ein Kind Nagelpilz zeigt:
Sofort Immunstatus checken!
Kinder bekommen selten solchen Pilzbefall – Hinweis auf tieferliegendes Problem.
Nagelpilzbehandlung – Anwendungshinweise
Öle abends auftragen – nach dem Bad und Trocknungszeit.
Nagel wächst langsam, schiebt aber kontinuierlich nach.
Deshalb: Regelmäßige Anwendung muss mit dem Wachstum mitgehen.
Ziel: Befallene Nagelteile abschneiden, gesundes Wachstum fördern.
Wachstumsstörung vs. Pilz
Ein Nagel kann sich verformen („verrollen“) ohne Pilzbefall:
Mögliche Ursachen:
Matrix geschädigt
Stoffwechselstörung
Die Nagelmatrix ist verantwortlich für das Wachstum und die Formgebung.
Vergleich mit Haarstruktur:
Glattes Haar = kreisrunde Struktur
Gewelltes Haar = leicht elliptisch
Krauses Haar = stark elliptisch
Nagelverformung = ähnlich durch gestörte „Schichtbildung“
Behandlung bei harten, schwer schneidbaren Nägeln
Tipp: Lauwarmes Fußbad vor dem Schneiden
Füße darin einweichen, um Nagel weichzumachen.
Salzbad mit Meersalz:
10–20 g Meersalz pro Liter Wasser
Keine Base nötig
Wirkung:
Alkalische Struktur des Salzes verändert Nagel
Weicht ihn auf – erleichtert das Schneiden
Analog zur Haarkur bei Frauen:
Sanierung und Regeneration durch alkalische Behandlung
Rollnägel:
Hinweis auf Veränderung in der Nagelmatrix
Mögliche Ursachen:
Verletzung der Matrix
Stoffwechselstörung
Zellbildungsprobleme
Nagelbettentzündung – natürliche Behandlung
Ursache: Erreger im Nagelbett oder am Nagelrand.
Behandlungsmöglichkeiten:
Verbenenbad (Eisenkrautbad):
1 EL Verbenenkraut mit heißem Wasser übergießen.
Finger oder Zeh eintauchen, so heiß wie möglich.
Alternativ: Wickel mit dem Kraut direkt auf den Finger.
Eiter zieht nach oben, Blase evtl. öffnen lassen.
Danach: Tormentil-Tropfen (äußerlich + innerlich)
Hinweis:
Solche Entzündungen zeigen oft, dass die Abwehr bereits versagt hat.
Immunstärkung notwendig – ggf. labordiagnostisch abklären (z. B. bei Heilpraktiker).
Verformungen der Nagelplatte
Wenn die Nagelplatte nach oben oder unten gewölbt ist:
Ursache kann sein:
Fehler in der Nagelbildung (Matrix-Fehlsteuerung)
Mechanische Schädigung von außen
In beiden Fällen: Matrix überprüfen & regenerieren
Nagelablösungen – Warnzeichen ernst nehmen
Symptome:
Nagel wird grau, weiß, brüchig, fällt ab
Lochbildung im Nagel
Ursachen:
Infektionen (z. B. Scharlach, Hand-Fuß-Mund-Krankheit)
Autoimmunerkrankungen
Medikamentennebenwirkungen:
Psychopharmaka (z. B. Lithium)
NTX (neurotoxische Therapien z. B. bei Krebs)
Wirkung von innen – nicht äußerlich verursacht!
Nagelmatrix wird geschädigt, Bildung gestört
Nagelablösung = diagnostischer Hinweis, nicht ignorieren!
Uhrglasnägel – Hinweis auf Sauerstoffmangel
Entstehung durch chronischen Sauerstoffmangel in der Peripherie.
Folgen:
Deformation des Nagelbetts
Fehlende Stabilität für Nagelbildung
Veränderte Wölbung des Nagels
Ursachen:
Durchblutungsstörung
Herz-Kreislauf-Schwäche
Lungenerkrankung (Sauerstoffsättigung) überprüfen!
Uhrglasnägel = systemisches Alarmsignal!
Nagelveränderungen durch Medikamente
Erscheinung: graue, gelbe oder weiße Röhren unter dem Nagel
Der Nagel sieht oberflächlich gesund aus – Problem liegt darunter
Ursache:
Gewebeschädigung im Nagelbett durch Medikamente
Nicht der Nagel leidet, sondern die Stützstruktur zwischen Knochen und Nagel
Häufig betroffen:
Patienten mit starker Medikation
Medikamente mit hoher systemischer Wirkung
Körpereigenes Warnsystem:
Nagel signalisiert: „Etwas schadet mir von innen!“
Nagelstärkung & praktische Maßnahmen
Nachdem die Hauptprobleme bei den Nägeln besprochen wurden, folgt nun der wichtige Teil:
Wie kann man Nägel stärken? Welche Maßnahmen sind sinnvoll, was hilft konkret?
Nagelpilz – Behandlung
Behandlung mit saurer Lösung:
– Essig oder Zitronensäure in Kombination mit ätherischen Ölen.
– Dadurch entsteht ein Milieu, das Pilzen zusetzt.
– Je nach Ausbreitung: bei einzelnen Nägeln reicht eine Behandlungsdauer von wenigen Wochen.
– Sind viele Nägel betroffen, muss man das Immunsystem mitbehandeln.
– Ein Beispiel: Ein Patient hatte an allen Fingern und Zehen Pilz – Ursache war eine ungesunde Arbeitsumgebung – das ist ein längerer Prozess.
Eingewachsene Nägel
Ursache: Meist ein queres Wachstum (nicht längs), teils vererbt.
Maßnahmen: – Gute Fußpflege – Fußbäder, um Strukturen zu erweichen
– Sauberes Ausschneiden
– Achtung: Textilreste, Hornhaut oder Hautreste können sich einlagern und Pilzen Nährboden bieten
Dellen & weiße Flecken
Dellen: Immer Hinweis auf Störung in der Nagelmatrix
Weiße Flecken: Unsaubere Verschweißung der Nagelplatten – Ursache meist Störung bei der Nagelbildung
Wiederkehrende Probleme an der gleichen Stelle
Dann ist nicht nur der Nagel betroffen, sondern auch das Nagelbett
Empfehlung:
– Wermutsalbe abends einreiben – Wirkt regenerativ auf das Nagelbett – Gehört zum orthopädischen Bewegungsapparat
Überwuchernde Nagelhaut
Zeichen für Schutzreaktion des Körpers – „da stört was“
Nagelhaut anheben = Überproduktion von Schutzgewebe
Maßnahme: – Mit einem sauberen Messer abtrennen
– Auch hier: Wermutsalbe einsetzen, um Nachwuchs zu regulieren
Nagel teilt sich im Nagelbett
Anwendung von Wermutsalbe auf die betroffene Stelle
Das Nagelbett sauber einreiben
Holznagel (Pilznagel)
Charakteristika:
– Aufgewölbt, verhärtet, gepresste Schichten – Strukturgewebe ist kaputt
Maßnahmen: – Aufweichen – Einsatz von ätherischen Ölen: – Zimtöl, Lavendelöl, Teebaumöl – Ätherische Öle enthalten 50–100 verschiedene Terpene, wirken komplex und effektiv
Wichtig: – Nicht zu viele Öle mischen!
Richtiger Nagelschnitt
Form des Nagels respektieren! – Immer entlang der Zehen- oder Fingerform schneiden
– Nicht einfach gerade durch – Verletzungsgefahr!
Fußpflege sauber durchführen, damit keine Spitzen oder Rückstände bleiben, die sich einwachsen könnten
Nägel splittern
Zeichen für: – Mangelerscheinung – Fehlbildung – Eventuell auch Nebenwirkung von Medikamenten
Nagellack – Freund oder Feind?
Enthält: – Farbstoffe – Lösungsmittel – Abgrenzende Substanzen, um Chemikalien nicht tief in den Nagel eindringen zu lassen
Ursprünglich aus der Automobilindustrie
Empfehlung: Zurückhaltend verwenden
Brüchige Nägel – Ursachenfindung
Empfehlung:
– Blutanalyse im Labor machen lassen
– Zeigt tieferliegende Probleme auf, z.B. Nährstoffmangel, Erreger, Gewebeveränderung
Nagelprobleme bei Psoriasis
Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Nagel- und Hautbereiche besonders empfindlich sind.
Behandlung: – Pflege der betroffenen Stellen mit Öl – Ziel: Gewebe aufweichen, Regeneration fördern – Empfehlung: Mandelöl, da es eines der neutralsten und hautverträglichsten Öle ist. – Alternativen: Avocadoöl oder andere milde Öle
– Vorsicht: Qualität der Öle ist entscheidend. Herkunft und Herstellungsverfahren sind oft undurchsichtig.
Kritik an billigen Ölen
Beispiel: 1-Liter Sonnenblumenöl für 1,50 Euro– kritisch zu hinterfragen, da Ölherstellung aufwendig und teuer ist.
Aussage: „Öle sollten einen angemessenen Preis haben.“
Günstige Preise = möglicherweise minderwertige Qualität, Zugabe von Rückständen oder starke industrielle Verarbeitung.
Ölauswahl für Hautpflege
Olivenöl ist zwar möglich, aber: – nicht lange haltbar – Ein gutes natives Olivenöl hält etwa ein Jahr – Danach oxidiert es und verliert an Qualität
Empfehlung: Mandelöl ist stabiler und hautfreundlicher
Nagelwachstumsprobleme – Zusammenhang mit Ernährung
Nicht geographisch bedingt, sondern ernährungsabhängig
Beispiel Norditalien: – Traditionell hoher Buchweizenverzehr – Resultat: gute Haar-, Haut- und Nagelstruktur – Buchweizen enthält Biotin und andere strukturfördernde Mikronährstoffe
Fazit: Bergvölker mit ausgewogener Ernährung haben seltener Probleme
Wichtig:
– Nicht nur Buchweizen – das war ein Beispiel – Auch Dinkel, Hülsenfrüchte und andere vollwertige Pflanzenkost sind geeignet
Pflegende Fuß- und Handbäder
Für präventive Nagelpflege, wenn der Nagel gesund ist: – Statt Wasser wird Ringelblumentee verwendet. – Zubereitung:
– 1–2 Esslöffel Ringelblume auf 1 Liter Wasser
– 10 Minuten ziehen lassen
– Etwas Essig hinzufügen – Anwendung: Füße oder Hände in die Brühe eintauchen
Wirkung der Ringelblume: – Enthält gerbende Stoffe, die Nagel- und Hautstrukturen stärken – Wirkt desinfizierend: hilft gegen Parasiten auf den Nägeln – Fördert allgemeine Hautgesundheit
Wermutsalbe bei Nagelproblemen
Immer griffbereit bei schwachen Nägeln
Besteht aus: – Hirschstark – Ätherischem Öl der Wermutpflanze – Olivenöl
Warnung: – Viele Produkte mit der Bezeichnung „Wermutsalbe“ haben nichts mit der echten Rezeptur nach Hildegard zu tun – Vorsicht bei Aromasalben ohne Wirkstoffe
Wirkunterschiede: Kraut vs. Ätherisches Öl
Ätherische Öle sind: – Nur in Blütezeit und frischem Zustand voll wirksam – Flüchtig – kaum noch im getrockneten Kraut vorhanden – Daher: viel mehr Trockenmasse nötig, um Öl zu gewinnen
Gutes Wermutöl: – Dunkelbraun, flüchtig, wird in Fette gebunden, um Haltbarkeit zu gewährleisten
Wichtiges Prinzip: – Wasserlöslich ≠ fettlöslich – verschiedene Wirkmechanismen! – Beispiel: Wermuttee ersetzt keine Wermutsalbe
Darm & Ernährung – Fundament für gesunde Nägel
Bei brüchigen Nägeln: zuerst den Darm stärken
Vorgehen: – Birnbrei verwenden, um die Schleimhäute zu beruhigen – Darmflora aufbauen:
– mit DEK-Tee
– Einsatz von Kochgewürzen
Ziel: Resorption verbessern, damit die Nährstoffe für Hornbildung gut aufgenommen werden
Hormonelle Einflüsse auf Nägel und Haare
Hormonlage beeinflusst die Regenerationsfähigkeit von Nagelmatrix und Haarwurzel
Frauen sind hormonell im Vorteil: – Ihre Hormone haben eine regenerierende Funktion – Können Haare & Nägel schneller regenerieren
Männer: – Haben häufig schlechtere Nagelstruktur, v. a. bei chemisch belasteten Berufen – Hormonell weniger regenerativ ausgelegt
„Männer brauchen keine großen Haare oder schönen Fingernägel, sagt die Natur – Frauen schon.“
Diese Erkenntnisse waren bereits Hildegard von Bingen bekannt
Was ist ein Hornfaden (z. B. Haar)?
Besteht aus: – Außenschicht (Kutikula) – Mittlere Schicht (Rinde) – Kernfaser (Mark)
Besteht hauptsächlich aus dem Eiweiß Keratin
Haarstruktur & Behaarung
Haarwachstum dient der Thermoisolation
Unsere Kopfhaut ist sehr dünn → braucht Schutz
Interessante Frage: Wer hat mehr Haare auf dem Kopf? – Blonde Menschen haben im Schnitt die meisten Haare: ca. 150.000 – Schwarzhaarige: ca. 110.000 – Grund: Blonde Haare enthalten weniger Melanin, müssen also durch mehr Haare die Isolation kompensieren
Haarpflege & Wachstumsförderung
Körperbehaarung hat andere Struktur:
– Kürzer, stabiler, robuster
Regelmäßiges Schneiden fördert Haarwachstum, v. a. in jungen Jahren – Frühzeitiges und häufiges Schneiden kann Haarausfall (z. B. Glatzenbildung) bei Jungen vorbeugen – Bei Mädchen: kräftigere Haarpracht
Haarwachstum verläuft in Zyklen (Schüben) – regelmäßige Pflege unterstützt den Rhythmus
Haarfarben & Haardichte
Die Haarfarbe beeinflusst die Haardichte:
Blonde Menschen: im Schnitt 150.000 Haare
Schwarzhaarige: etwa 110.000 Haare
Rothaarige: nur bis zu 75.000 Haare
Diese haben eine veranlagte Schwäche, sind lichtempfindlich – hier ist Vorsicht geboten.
Der Grund: Melanin-Gehalt
Blondes Haar enthält weniger Melanin, ist feiner strukturiert
Dadurch braucht es mehr Haare, um thermische Isolation zu gewährleisten
Funktionen der Haare
Sonnenschutz
Thermische Isolation
Signal für Gesundheitszustand
Reservoir für Pheromone:
Pheromone = hormonähnliche Stoffe, die zur sozialen Kommunikation (z. B. Sympathie/Antipathie) beitragen
Besonders Haare binden Pheromone, da sie fettlöslich sind
Waschen der Haare entfernt sie, weil Shampoos fettlöslich reinigen
Menschen, die man „nicht riechen kann“, haben eine unpassende Pheromonmischung
Kurze Haare reduzieren die Pheromonabgabe
Haarentwicklung & Struktur
Haarwurzel (Radix pili) liegt in der Lederhaut
Wird alle 7–8 Jahre neu gebildet
Talgdrüsen, Lymphdrüsen, Fettstrukturen im Umfeld beeinflussen diese Neubildung – Überlagerung kann Haarwachstum hemmen
Die Haarform (glatt, wellig, kraus) hängt von der Querschnittsform ab:
Rund = glattes Haar
Oval = gewelltes/krauses Haar
Feuchtigkeitsaufnahme ist bei glattem Haar besser
Frühe Hygrometer (Luftfeuchtigkeitsmesser) wurden mit blonden Haaren konstruiert – die reagierten besonders fein auf Luftfeuchtigkeit
Haarstruktur
Haare bestehen aus drei Schichten:
Kernschicht
Stützschicht
Schuppenschicht (äußere Hülle)
Die äußere Schicht ist schuppig, wirkt aber glatt – unter dem Mikroskop gut sichtbar
Wachstumszyklus der Haare
Wie bei Nägeln: Nährstoffaufnahme und Zellproduktion durch Haarmatrix
Genetik bestimmt die Struktur, aber:
Die Haarwurzel lässt sich stimulieren
Genetische Blockaden verhindern ggf. die Neubildung
Volksheilkundlicher Exkurs: Pflaumenaschenlauge / Pflaumenhaarwasser
Frühjahrsschnitt von Pflaumenbäumen:
Trocknen, veraschen, Lauge herstellen
Anwendung: nach dem Haarewaschen auftragen
Wirkung:
Lauge öffnet die äußere Schuppenschicht der Haare
Fette und Hormone aus der Kopfhaut gelangen ins Haar – und rückwirken auf die Haarwurzel
Haarwurzel wird aktiviert, besonders bei Frauen
Männer profitieren weniger, da ihr Hormonhaushalt anders funktioniert
Warum werden Haare fettig?
Nicht von außen, sondern von innen heraus
Die Haut produziert Fette, teils hormonell gebunden
Diese gelangen über die Haarstruktur wieder zur Wurzel
Die Fette dienen der Ernährung der Haarwurzel
Was passiert beim Schneiden der Haare?
Die Haarwurzel merkt das – sie wird stimuliert, ähnlich wie beim Nagel. Also schiebt sie nach:
Mechanischer Eingriff = Wachstumsreiz.
Zwei erste Maßnahmen bei Haarproblemen:
Verwendung von Pflaumenhaarwasser (Pflaumenaschenlauge)
Regelmäßiger Schnitt zur Stimulation
Bei Männern funktioniert dieses System nicht – später mehr dazu.
Beispiel Bartwuchs:
Je mehr geschnitten/rasieren, desto mehr Stimulation, das Haar wird dicker, spröder, stabiler – Klinge muss öfter gewechselt werden.
Beim Kopfhaar wird mit Schere geschnitten, das Haar wächst nach.
Stehendes Haar = Zeichen für Gesundheit.
Wie lange lebt ein Haar?
Antwort: 6–8 Jahre
Ein Haar kann lange überleben – das ist kein kurzfristiger Prozess.
Gesunder Haarzyklus = Ausfall + zeitnaher Nachwuchs
Kopf- und Körperbehaarung = zwei getrennte Systeme, verschiedene Strukturen
Nährstoffzufuhr ist entscheidend – die Haarwurzel fordert ständig Nährstoffe, die vom Stoffwechsel bereitgestellt werden.
Hilfreich: Biotin, Kieselsäure, etc. – unterstützt Wachstum.
Aber:
Das Immunsystem spielt eine direkte Rolle.
Unterschied zum Nagel:
Die Haarwurzel ist viel sensibler auf immunologische Veränderungen.
Beispiel Chemotherapie:
Haarausfall, nachwachsende Haare können ganz anders aussehen
Unklarer Haarausfall?
Immunsystem checken.
Alopezie Areata (kreisrunder Haarausfall):
Autoimmunreaktion – Immunsystem greift Haarwurzel an.
Kann auch gesamte Körperbehaarung betreffen.
Therapieansatz: Nicht Haar, sondern Abwehrsystem behandeln!
Gilt für Männer und Frauen.
Androgenetischer Haarausfall (v.a. Männer):
Typisch: Geheimratsecken, früher Haarausfall
Hormonelle + genetische Ursachen
Empfehlung:
Hormonhaushalt überprüfen lassen, v.a. Verhältnis Vorstufe/Testosteron-Derivate
Problem:
Wenn Haarwurzeln durch andere Gewebestrukturen (z.B. Talgdrüsen) verdrängt werden, sind sie dauerhaft verloren.
Haartransplantation:
Klinik-Trend: Haare vom gesunden Areal auf Fehlstellen verpflanzen
Haarwurzel lebt am neuen Ort, funktioniert dort
Wichtig bei Männern:
Junger Haarausfall? → Hormone testen lassen!
Genetische Disposition? → umso mehr darauf achten.
Graue Haare in jungen Jahren = genetischer Hinweis
Nicht beeinflussbar
Weiße Haare ziehen keine Farbstoffe mehr an, werden nicht mehr pigmentiert
Aber: sie halten länger und fallen seltener aus
Achtung bei Haarfärbung:
Farbstoffe gelangen in die Haarwurzel, können diese massiv schädigen
→ Lebensdauer der Haarwurzel wird drastisch reduziert
→ Statt 6–8 Jahre nur noch 3–4 Jahre
Wenn Haare licht werden, spricht man vom diffusen Haarausfall.
Dieser kann entstehen, wenn Mangelerscheinungen vorliegen, z. B. durch fehlende Nährstoffe, was besonders Frauen häufiger betrifft. Häufig ist der Stoffwechsel nicht aktiv genug, sodass er nicht nachliefert. Sobald der Stoffwechsel – insbesondere im Darm – wieder richtig arbeitet, wachsen die Haare nach.
Weitere Ursachen für diffusen Haarausfall können sein:
Eisenmangel
Immunologische Prozesse, die nicht direkt an der Haarwurzel, sondern im Körperinneren ablaufen
Im Gegensatz dazu steht der kreisrunde oder komplette Haarausfall, bei dem es sich um eine Autoimmunreaktion handelt: Das Immunsystem greift gezielt die Haarwurzel an.
Beim diffusen Haarausfall dagegen ist der gesamte Haarbestand betroffen – zum Beispiel mehr Haare im Waschbecken oder auf dem Kopfkissen am Morgen.
Wie viele Haare darf man pro Tag verlieren?
Die normale Verlustmenge liegt bei 60–100 Haaren pro Tag – das ist unbedenklich.
Erst ab 150 Haaren pro Tag spricht man von einem Problem, dann sollte man Ursachenforschung betreiben:
Hormonhaushalt
Mangelerscheinungen
Immunstatus
Stoffwechselaktivität
Die Empfehlung: Blutbild machen lassen, um herauszufinden, wo die Ursache liegt. Oft handelt es sich um ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Achtung:
Einfach nur ein Haarwasser oder Pflanzentinktur zu nehmen, reicht hier nicht aus. Es braucht eine tiefere Analyse.
Thema Ernährung und Nährstoffe für die Haare:
Viele nehmen Nahrungsergänzungsmittel wie Biotin, B-Komplexe oder Kieselsäure – das ist grundsätzlich nicht falsch.
Aber:
Unser Stoffwechsel liefert das meiste selbst, wenn wir uns richtig ernähren. Entscheidend ist nicht nur, was wir zuführen, sondern was der Körper auch aufnehmen und verwerten kann.
Beispiel Eisenmangel:
Viele messen nur den Ferritinwert (Eisenspeicher) – der ist aber nicht die ganze Wahrheit.
Eisen ist auch enthalten in:
roten Blutkörperchen
Hämoglobin
Hämatokrit
Transferrin
Abbauprodukten wie Bilirubin
Wichtig:
Oft liegt keine echte Mangelerscheinung, sondern eine Eisen-Verschiebung vor.
Das Eisen ist noch da, nur nicht an der Stelle, an der man es misst.
Das gleiche gilt für alle Nährstoffe, die das Haar braucht – etwa Vitamin B12, B3, Biotin usw.
Der Körper braucht sie auch für andere Prozesse, nicht nur fürs Haar.
Das kann zu einer Umverteilung führen.
Deshalb:
Entscheidend ist, ob der Darm sie überhaupt aufnimmt.
Beispiel Biotin:
Man nimmt 100 Einheiten Biotin, aber im Blut kommen nur 30 Einheiten an –
Wo bleiben die 70? → Sie gehen durch, weil der Darm nicht richtig arbeitet.
Die Lösung: Nicht mehr Biotin zuführen, sondern die Aufnahmefähigkeit verbessern → also den Darm stärken!
Merksatz:
Das Haar zeigt, ob dein Stoffwechsel funktioniert.
Es ist nicht nur Spiegel des Immunsystems oder Hormonsystems, sondern auch des Darmstoffwechsels.
Körperbehaarung vs. Kopfbehaarung
Körperbehaarung ist meist gewellt, z. B. in den Achseln oder im Intimbereich
Sie ist hormonabhängig
Sehr feine Härchen am Körper sind oft nur mit der Lupe sichtbar
Dicke, gewellte Haare an bestimmten Stellen dienen als Schutz
Früher wurde die Intimbehaarung bei Frauen sogar als Hinweis auf den Hormonstatus genutzt (z. B. vom Gynäkologen).
Wenn die Behaarung ausbleibt oder vermindert ist, kann das auf hormonelle Dysbalancen hindeuten.
Das gilt auch für Männer – hier schaut z. B. der Urologe auf die Behaarung.
Körperhaare sind ein Spiegel des Geschlechtshormonstatus.
Daher gilt:
Körperbehaarung ist ein Marker für die regenerative Fähigkeit des Körpers, insbesondere in Bezug auf den Hormonhaushalt.
Heute spricht man nicht mehr nur vom gelebten Alter eines Menschen, sondern zunehmend vom biologischen Alter.
Was ist der Unterschied?
Das biologische Alter beschreibt, wie schnell sich die Zellen im Körper erneuern – also wie jung oder alt der Körper tatsächlich funktional ist.
Ein junger Mensch erneuert seine Zellstrukturen (Haut, Haarwurzeln, Muskeln, Skelett) etwa alle sieben Jahre.
Diese Regenerationsprozesse laufen automatisch und unbemerkt ab.
Mit zunehmendem Alter verlängert sich diese Erneuerungszeit:
von 7 Jahren auf 9, 10 oder sogar bis zu 14 Jahren
je länger dieser Zyklus dauert, desto stärker der Alterungsprozess
Merke:
Je kürzer die Erneuerungszyklen, desto jünger ist man biologisch – unabhängig vom tatsächlichen Alter in Jahren.
Beispiel:
Ein Mensch mit 70 Jahren, dessen Zellerneuerung noch alle 7 Jahre geschieht, hat ein junges biologisches Alter – und damit bessere Gesundheit und höhere Lebenserwartung.
Kann man diese Prozesse beeinflussen oder sogar umkehren?
Ja, das ist möglich.
Der Schlüssel sind Hormone – nicht die Menge, sondern die punktuelle, gezielte Anwesenheit in den jeweiligen Zellprozessen.
Alle Zellen – Muskelzellen, Skelettzellen, Haarwurzeln – reagieren auf hormonelle Impulse.
Das Haar selbst kann ein Hinweis sein auf den Zustand:
Ist es dicht und kräftig, funktioniert der Prozess gut
Ist es dünn, schütter oder verliert an Qualität, ist das ein Zeichen für Alterung
Wichtig: Haartypen sind genetisch unterschiedlich – feines Haar bedeutet nicht automatisch eine schlechte Zellqualität – aber Veränderungen der Haarstruktur sind Warnzeichen.
Eine oft vergessene Schlüsselrolle spielen die Nebennieren.
Diese zwei Drüsen sind entscheidend für die hormonelle Aktivität – insbesondere die Bildung von:
Cortisol
Gewebshormonen
regenerativen Steuerhormonen
Wie kann man die Nebennieren aktivieren?
Das ist die Kernfrage für Menschen ab ca. 50 Jahren, denn dann kann es sinnvoll sein, diese Regenerationskraft gezielt zu unterstützen.
Jüngere Menschen (z. B. mit 30) sollten sich eher auf eine gesunde Lebensführung konzentrieren.
Ab einem bestimmten Alter ist es jedoch ratsam, zu prüfen, ob die hormonelle Steuerung noch ausreichend aktiv ist.
Die meisten Menschen wissen nicht, dass man an den Nebennieren gezielt arbeiten kann.
Dabei beeinflussen sie die Erneuerung der Haarwurzeln, die Hautstruktur und die Geweberegeneration wesentlich mit.
Ein natürliches Mittel mit hormonell ausgleichender Wirkung ist Kubebenpfeffer.
Er bringt das Hormonsystem ins Gleichgewicht, besonders bei Frauen.
Wirkung von Kubebenpfeffer:
Impuls zur Regeneration
Stabilisierung des Hormonhaushalts
Stärkung der Haut und Haare
Steigerung der Vitalität
Beispiel aus der Praxis:
Ein Patient über 90 Jahre, der körperlich vital und kaum gealtert war, trotz „ungesunder“ Lebensweise (Rauchen, Alkohol etc.).
Der Grund:
Er hatte eine außergewöhnlich starke Nebennieren-Aktivität, vererbt durch seine Familie.
Sein biologisches Alter lag bei 7 Jahren Zellerneuerung – mit 90!
Er sah aus wie 70.
Ein lebendes Beispiel dafür, was gute Hormonregulation ausmacht.
Für alle anderen gilt:
Wer diese Aktivität nicht geerbt hat, kann mit Kubebenpfeffer oder gezielter Unterstützung gegensteuern.
Hinweis für Männer:
Serotropfen wirken anders als bei Frauen.
Sie schärfen den Verstand
Beruhigen das Gemüt
Verringern das Bedürfnis nach Reizüberflutung
Halten den Testosteronspiegel stabil
Schon Hildegard von Bingen hat diese Wirkung beschrieben.
Zurück zu den Haaren:
Die Qualität und das Wachstum der Haare hängen von der Fähigkeit zur Erneuerung ab.
Deshalb:
Nicht am Haar selbst ansetzen
Sondern bei den inneren Prozessen, die die Haarwurzel aktivieren
Wenn diese Prozesse gut laufen, bleibt das Haar:
kräftig
sichtbar vorhanden
auch im Alter schön – selbst wenn es ergraut
Ziel ist ein vitales Haar, das strahlt – ein Spiegel des inneren Gleichgewichts.
Wie wird das Haarwachstum durch Hormone stimuliert?
Die Haut kann Hormone ausschwitzen, und diese bleiben auf der Haut – sie gehen nicht weg. Sie müssen von der Hautflora „weggefressen“ werden.
Wenn ich die äußere Haarschicht (Plattenschicht) öffne – zum Beispiel durch eine Lauge oder eine basische Umgebung – dann verwandelt sich das Haar in eine Kapillare.
Das bedeutet: Es wird zu einem feinen Röhrchen, das Flüssigkeit durch Kapillarkraft anziehen kann.
Die Fette, inklusive hormoneller Bestandteile, kleben auf dem Haar und werden durch diese Kapillarkraft hochgezogen – oder eben wieder heruntergezogen bis zur Haarwurzel.
Dort wirken sie dann wachstumsstimulierend.
Ein einfacher Trick, aber sehr wirkungsvoll.
Hormonhaushalt als Schlüssel beim Haarwachstum – besonders bei Frauen
Gerade Frauen sind abhängig vom Hormonhaushalt, wenn es um das Thema Haarwachstum geht.
Deshalb kann man durch eine gezielte Beeinflussung der Hormone das Haarwachstum aktiv steuern.
Das hat wieder mit dem zuvor besprochenen biologischen Alter zu tun.
Regenerative Prozesse sind hormonell gesteuert.
Haarausfall durch Autoimmunprozesse: Psoriasis & Alopecia areata
Wenn ihr Psoriasis (Schuppenflechte) habt, ist das immer ein Hornkiller – egal ob am Nagel oder am Haar.
Schuppenflechte schädigt die Haarstruktur, weil sie ein autoimmuner Prozess ist.
Auch bei kreisrundem Haarausfall (Alopecia areata) ist das Immunsystem beteiligt.
Deshalb gilt:
Psoriasis zu behandeln heißt nicht, die Haut zu behandeln – sondern das Immunsystem.
Das Immunsystem muss verstehen:
"Diese Haut gehört zu mir – ich brauche sie nicht anzugreifen."
Denn die Entzündung beginnt in der Unterhaut, nicht an der Oberfläche.
Saisonaler Einfluss: Frühjahr & Herbst – Sonne & Vitamin D
Im Frühjahr und Herbst verändert sich unser Immunsystem, das kann ebenfalls zu Haarausfall oder vermehrtem Wachstum führen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist Vitamin D:
Wenn ihr viel Sonne bekommt, bildet die Haut Vitamin D, was ein Wachstumsfaktor ist.
Haarwachstum wird dadurch angeregt.
Vitamin D – ein Hautprodukt, kein klassisches Vitamin
Wichtig zu verstehen:
Vitamin D ist kein essentielles Vitamin, sondern ein körpereigenes Hormon, das in der Haut gebildet wird.
Dazu braucht der Körper:
Sonne (UVB-Strahlung)
Omega-3-Fettsäuren (EPA & DHA)
Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, stellt der Körper Vitamin D3 selbst her.
Es muss nicht zugeführt werden – nur bei Mangel oder fehlender Sonnenexposition.
Achtung bei der Messung:
In Bluttests wird meist nur die Vorstufe (Vitamin D3) gemessen.
Die aktive Form (Vitamin D4) wird oft nicht berücksichtigt.
Eine ganzheitliche Bilanz (Vorstufe, Zwischenform, Endform) wäre aussagekräftiger.
Traditionelle Haarpflege mit natürlichen Ölen
Schon in der antiken Kosmetik wurden Haaröle verwendet. Beispiele:
Olivenöl-Wickel im Mittelmeerraum:
Verdunkeln das Haar, stärken es, machen es fülliger und stabiler.
Avocado-Haarmasken in tropischen Regionen:
Reife Avocado wird vermanscht, ins Haar eingearbeitet, einwirken lassen und dann ausgewaschen.
Das Haar ist in der Lage, Fettstoffe aufzunehmen, wenn es geöffnet ist.
Graue Haare – Tipps und Ursachen
Graue Haare lassen sich nicht zurückfärben, aber natürlich beeinflussen:
Rosmarin-Tee:
Stark gekocht, ins Haar einmassieren, kann das Haar leicht verdunkeln.
Wirkt stärkend, nicht färbend.
Wichtiger Unterschied:
Wer im Kindesalter blond oder dunkel geboren wird und dann eine Farbveränderung durchlebt, entwickelt häufig früher graue Haare.
Wer immer die gleiche Haarfarbe hatte, bekommt erst später graue Haare – klassischer Alterungsprozess, verbunden mit Melaninmangel.
Graue Haare sind kein Makel.
In vielen Kulturen gelten sie als Zeichen von Weisheit und Reife.
Schwangerschaft und Haarwachstum:
In der Schwangerschaft sollte man die Haare nicht stimulieren – weder durch Produkte noch Behandlungen.
Grund: Während der Schwangerschaft sind Haare, Zähne, Augen und Nägel bei Frauen stark belastet.
Stimulation würde in dieser Zeit von anderen Reserven abzapfen, was vermieden werden sollte.
Empfehlung: Warten bis nach der Stillzeit, dann gezielt Haarpflege oder Wachstumsförderung beginnen.
Was tun, wenn Haare nur bis zu 23 cm wachsen und dann ausfallen:
Ein solches Längenlimit weist auf eine schwache Stützstruktur der Haare hin.
Die Haarwurzel ist nicht fähig, einen langen Haarschaft stabil zu tragen.
Frauen mit sehr langen Haaren (z. B. 1,70 m) verfügen über eine extrem starke Haarwurzelstruktur.
Genetik spielt eine große Rolle, aber auch der Hormonhaushalt sollte überprüft werden.
Wichtig: Haarwachstum beginnt an der Wurzel, nicht außen. Nur dort kann man gezielt ansetzen.
Nebennierenverlust – Hormonthema:
Wenn nur noch eine Nebenniere vorhanden ist, wird’s kritisch:
Verlust ist nicht reversibel.
Keine vollständige hormonelle Kompensation durch den Körper möglich.
Nebennieren arbeiten im Wechselspiel – eine ist aktiv, die andere ruht.
Ein hormonelles Gleichgewicht ist so schwer herstellbar.
Haarausfall bei Männern:
Es gab traditionelle Versuche, Haarausfall bei Männern mit Bärenfett zu behandeln:
Bärenfett ist eine Cortisol- und Hormonbombe.
Mit Kräutern vermischt wurde es zu einer Haarpaste verarbeitet.
Der Geruch war jedoch unerträglich ("wie ein Schweinstall") – nicht alltagstauglich.
Bärenfett ist zudem kaum verfügbar – praktisch nicht einsetzbar.
Fazit: Der Ansatz war hormonell richtig, aber die Umsetzung scheiterte an der Praxis.
Wichtige Empfehlung bei Männern:
Nicht sofort Hormone geben bei Haarausfall.
Zuerst Immunsystem prüfen:
Liegt eine Autoimmunreaktion oder Entzündung vor?
Dann erst das Immunsystem stabilisieren, danach Haare behandeln.
Ansonsten ist Haartherapie sinnlos – „verlorene Mühe“.
Rosmarinöl & Pflegeöle zur Haarwurzelstimulation:
Rosmarinöl kann helfen, Haarwurzeln zu aktivieren und zu stärken.
Seit Jahren wird an einer wirksamen Rosmarin-basierten Mischung geforscht.
Ziel: Gesunde Haarpflege, nicht nur kosmetischer Effekt.
Pflanzenhaarfarben – nicht automatisch harmlos:
Auch pflanzliche Haarfarben wie Henna sind nicht per se besser.
Immer prüfen: Herkunft der Pflanzen, Reinheit, Verarbeitung.
Pflanzenhaarfarbe kann bei dünner werdendem Haar zusätzlich problematisch sein.
Vererbung der Haarstruktur:
Die Haarstruktur wird in den ersten 24 Stunden nach der Zeugung festgelegt.
Mütterliche Gene dominieren, was Haarfarbe, Struktur und Wachstum betrifft.
Das lässt sich nicht rückgängig machen. Wichtig ist, das zu akzeptieren.
Hormonhaushalt bei jungen Männern:
Männer haben keine natürlichen Hormonzyklen, sondern einen stabilen Pegel.
Sport kann Testosteron stark verbrauchen, besonders im Hochleistungsbereich.
Auch der Einsatz von Zusatzstoffen oder künstlichen Hormonen im Fitnessbereich bringt den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht.
Folge: Haarausfall oder gesundheitliche Probleme.
Empfehlung: Nicht unüberlegt mit Hormonen eingreifen.
Nägel und Immunsystem:
Veränderungen unter den Nägeln (Wellen, Aufwölbungen) weisen auf Durchblutungs- oder Immunprobleme hin.
Das betrifft nicht direkt die Nägel, sondern ist ein Hinweis auf systemische Störungen.
Milchschorf bei Babys:
Milchschorf ist oft ein Zeichen für ein allergisches Geschehen.
Das Immunsystem des Kindes lernt, sich richtig zu orientieren.
In den meisten Fällen legt sich das nach ein paar Monaten.
Wenn nicht, sollte das Immunsystem gezielt untersucht werden.
DEK-Tee:
Wird bei Darmentzündungen, Enzymmangel und Fehlsteuerungen eingesetzt.
Ziel: Aktivierung der Verdauungsenzyme und Verbesserung der Nährstoffaufnahme.
Osteoporose – ein Thema des Knochenstoffwechsels:
Osteoporose hat nichts direkt mit Haaren oder Nägeln zu tun.
Ursache: Calcium wird aus den Knochen in den Körper ausgeschwemmt.
Zeichen von Alterung oder ausbleibender Hormonwirkung.
Empfehlung: Wegegerichtsirup (nach Hildegard von Bingen) – altes bewährtes Mittel.
Auch hier: Hormonhaushalt muss geprüft werden, um gezielt zu unterstützen.
Nach den Wechseljahren kann es vermehrt zu Haarproblemen kommen, was hormonell bedingt ist.
Wenn man beobachtet, dass nach Pflaumenaschen-Haarwasser die Haare fettiger werden, ist das eine Reaktion der Kopfhaut. Die Kopfhaut produziert dann mehr Fette, weil alte Fette nicht richtig ausgewaschen wurden. Das ist ein guter Prozess, denn es bedeutet, dass die Regulation der Kopfhaut noch funktioniert. Es entsteht eine Art Verseifungsprozess – Fette + Lauge = Seife.
Zum Haarewaschen empfiehlt sich ein Mittel, das nicht die äußere Schuppenschicht des Haares beschädigt und mild zur Haarwurzel ist. Ein gutes Shampoo enthält eine Basisseife und pflegende Zusatzstoffe. Rosmarin-Hydrolate sind hierbei besonders wertvoll, weil sie positiv auf das Haarwachstum wirken.
Ein Hydrolat entsteht bei der Destillation ätherischer Öle – es ist ein hochwirksames Pflanzenwasser mit Bestandteilen des ätherischen Öls. Sie sind nicht leicht zu bekommen und sollten nur von Personen mit Erfahrung eingesetzt werden.
Wenn eine Frau immer dünner werdende Haare hat, sollte man Hormone und Stoffwechselwerte überprüfen lassen.
Augenbrauenverlust: Wenn jemand keine Augenbrauen mehr hat, ist das ein Hinweis auf eine Schwächung der Körperbehaarung. Augenbrauen haben die Funktion des Lichtschutzes. Wer sie verliert, sollte sich auch die restliche Körperbehaarung ansehen – insbesondere Achseln, Intimbereich etc. Ein solcher Verlust weist oft auf hormonelle Dysregulation oder Abwehrschwächen hin.
Die Nebenniere kann unterstützt werden, aber das gehört in fachliche Hände. Die Nebenniere steuert viele zentrale Prozesse:
Geschlechtshormone
Blutdruckregulation (über Adrenalin und Noradrenalin)
Stressantworten
Immunsystem
Daher sollte man niemals auf eigene Faust mit der Nebenniere experimentieren. Es ist ein hochkomplexes System, das fachlich betreut werden muss.
Frage aus dem Publikum: "Tun Sie etwas gegen Haarausfall?"
Antwort: Nein, er tut nichts Spezielles für die Haare, außer sich vernünftig zu ernähren und viel Sonne zu tanken. Er habe von Natur aus viele Haare, das sei genetisch bedingt. Sein Vater hatte mit 96 noch volles Haar und Zähne, das sei einfach weitervererbt.
Es gibt Menschen mit:
starkem Lymphsystem
hervorragender Herzfunktion
guten Augen bis ins hohe Alter
Das sind individuelle genetische Gaben, die nicht jeder besitzt. Wer sie nicht mitbekommen hat, muss an sich anders arbeiten.
Pflege-Tipp bei trockenen Haaren:
Ein Olivenöl-Wickel: Olivenöl einmassieren, 15–20 Minuten einwirken lassen. Das macht die Haare dunkler, aber pflegt sie intensiv.
In südlichen Ländern wird das häufig vor starker Sonneneinstrahlung gemacht, da UV-Strahlen das Haar „verbrennen“ können. Olivenöl bietet hier Schutz und Pflege zugleich.
Milchschorf bei Babys: Diesen nicht mechanisch entfernen. Stattdessen von innen angehen – das Immunsystem regulieren, dann verschwindet der Milchschorf von selbst.
Wie viele Wirkstoffe enthält Honig?
Bis zu 775 nachgewiesene Wirkstoffe wurden in einzelnen Honigproben gefunden!
Fun-Fact zur Biene:
Jede Zelle im Bienenstock enthält immer den gleichen Honig. Die Biene mischt ihre Ernte nicht. Der Imker schleudert dann aber alles zusammen – daraus entsteht ein Wirkstoff-Cocktail, der umso reicher ist, je mehr unterschiedliche Pflanzen besucht wurden.
Deshalb:
Je vielfältiger die Blüten, desto heilkräftiger der Honig.
Beispiel: Manuka-Honig – er enthält antibakterielle, immunstärkende und regulierende Wirkstoffe. Daher wird Honig medizinisch und nicht als Süßmittel betrachtet – vorausgesetzt, die Bienen waren nicht nur im Rapsfeld unterwegs.
Temperatur ist bei der Anwendung von Pflaumenaschen-Haarwasser nicht entscheidend – Zimmertemperatur reicht völlig aus.
Aleppo-Seife ist ein interessantes Thema. Aleppo-Seife erlebt in Europa ein Comeback. Schon im Mittelalter hatte sie ein Hoch als Pflegemittel. Sie war eine der ersten Seifen überhaupt und wurde von arabischen Kulturen hergestellt, lange bevor der Verseifungsprozess in Europa verstanden wurde.
Die Römer kannten unsere heutigen Seifen nicht – sie wuschen sich mit Öl und Kräutern. Das war ein ganz anderes Konzept der Reinigung.
Eine gute Aleppo-Seife, in verdünnter Form, eignet sich hervorragend als pflegende Basis – auch z. B. für die Haarpflege.
Sonnencreme und Sonnenschutzmittel sind ein kritischer Punkt: Wenn ihr eure Haut mit Titanoxid und anderen Schutzfiltern zupflastert, dann wird kaum noch Vitamin D produziert, weil das Sonnenlicht nicht mehr durchdringt.
Niemand mit gesunder Haut stellt sich in der Äquatorsonne zur Mittagszeit einfach so in die Sonne. Das wäre wie sich in die Mikrowelle zu stellen – der Körper „kocht“.
Vernünftiger Umgang mit Sonne heißt:
Morgens oder spätnachmittags in die Sonne gehen (z. B. zwischen 9–11 Uhr oder 16–18 Uhr)
Haut mit Olivenöl vorbereiten – das regt die Melanozyten an, also die Pigmentbildung
Leichte Kleidung (z. B. Baumwolle) als Sonnenschutz nutzen
Langsame Gewöhnung an die Sonne – nicht schockartig
Olivenöl enthält Wirkstoffe, die die natürliche Bräune fördern. Besonders hellhäutige Menschen profitieren davon, weil sie sonst sehr schnell verbrennen. Es wurde uns über Jahre eingeredet, Sonne sei schädlich, aber man muss differenzieren.
Ein interessanter Vergleich: Im zentralen Amazonasgebiet leben viele Menschen mit relativ heller Haut, ohne Sonnenschutzmittel, und dennoch sind Haut- oder Brustkrebs dort kaum bekannt.
Warum? Weil diese Menschen offenbar über eine starke natürliche Abwehr verfügen, die durch ihre Ernährung und Lebensweise unterstützt wird.
Forschungsergebnisse zeigen, dass diese Lebensweise den Unterschied macht, nicht die Hautfarbe oder geografische Lage an sich.
Frage in den Raum: Wie viel Haut- oder Brustkrebs war vor dem Zweiten Weltkrieg wirklich sonnenbedingt? Antwort: Sehr wenig. Das spricht dafür, dass nicht die Sonne das Problem ist, sondern unsere geschwächte Konstitution.
Fazit:
Nicht die Sonne ist schuld, sondern unser schwacher Lebensstil
Wir verlieren die Fähigkeit, uns selbst zu schützen
Statt ständig auf künstliche Sonnenschutzmittel zu setzen, sollten wir unser Immunsystem stärken
Empfehlung bei Schuppenbildung auf der Kopfhaut:
Schuppen = trockene Kopfhaut
Pflege mit Öl oder rückfettender Seife
Unterstützung von innen: Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren
Hormonchecks beim Schulmediziner: Diese berücksichtigen oft nur die Hauptstufen der Hormone, nicht deren Abbauprodukte.
Ein vollständiger Hormonstatus muss auch die Niedrigstufen der Hormone erfassen
Nur so bekommt man ein ganzheitliches Bild, ob ein Hormonmangel vorliegt oder nicht
Sonnenbaden in Deutschland und Sonnenbrand:
Wer trotz gemäßigter Sonne Sonnenbrand bekommt, hat entweder
ein Hautproblem
oder geht falsch mit der Sonne um (falsche Uhrzeit, zu lange Dauer, ungeschützt)
Hellhäutige Menschen haben zu wenig Melanin – der Hautfarbstoff, der schützt
Also: die Haut vorbereiten und trainieren, nicht überfordern
Kalt duschen, auch bei Regen, ist nicht schädlich für die Kopfhaut oder die Haarwurzel – im Gegenteil, das kann jederzeit gemacht werden, ohne Sorge. Es stimuliert die Durchblutung und ist sogar förderlich für die Kopfhaut.
Männlicher Bartwuchs bei Frauen – was bedeutet das?
Wenn eine Frau plötzlich Barthaare oder vermehrte Körperbehaarung entwickelt, ist das ein Zeichen für ein hormonelles Ungleichgewicht:
Androgene (männliche Hormone) überwiegen gegenüber den weiblichen Hormonen
Das bedeutet nicht, dass die männlichen Hormone steigen, sondern dass die weiblichen stark gesunken sind
Dieses Ungleichgewicht führt zu "männlicher" Körperbehaarung bei Frauen
Ein möglicher Grund ist eine fehlregulierende Schilddrüse. Diese sollte man unbedingt überprüfen, denn sie spielt eine zentrale Rolle im hormonellen Gleichgewicht.
Wichtiger Punkt:
Weibliche Hormone haben nicht nur mit der Fruchtbarkeit zu tun, sondern wirken auch entzündungshemmend – man spricht von einer Art körpereigener Kortisonwirkung.
Fehlt dieser Ausgleich, können Entzündungsprozesse ungehindert ablaufen.
Ein Hormon-Ungleichgewicht kann auch auf immunologische Störungen hinweisen, z. B.:
Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS)
Rheumatische Erkrankungen
Oder sogar Autoimmunprozesse
In manchen Fällen sollte man auch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) untersuchen – denn auch Tumore oder Fehlsteuerungen dort können Ursache sein.
Wichtiger Hinweis:
Wenn Frauen vermehrt Haare im Bartbereich oder Kinn entdecken, sollte man sie nicht einfach auszupfen.
Warum?
Mechanisches Zupfen stimuliert die Haarwurzel zusätzlich
Das führt zu verstärktem Wachstum
Barthaare sind anders aufgebaut als Kopfhaare – sie fallen nicht leicht aus
Besser:
Hormonstatus überprüfen lassen
Von innen regulierend eingreifen
So kann sich das Problem von selbst lösen, die Haare fallen dann von allein aus
Kritischer Punkt bei jungen Frauen mit Bartwuchs:
Man sollte unbedingt ein Tumorrisiko abklären lassen – das kann in seltenen Fällen ein Anzeichen für hormonproduzierende Tumore sein.
Wenn wir über Behaarung sprechen, dann auch über den kompletten Haarverlust, die sogenannte Alopezie:
Wenn alle Haare ausfallen, inklusive Kopf- und Körperhaare, liegt immer eine Autoimmunreaktion vor.
Das Immunsystem zerstört aktiv die Haarwurzeln
Meistens sind die Haarwurzeln nicht mehr zu retten
Vergleichbar mit Diabetes Typ 1: Ein irreversibler Autoimmunprozess
Wichtig zu wissen:
Eine Autoimmunerkrankung kommt selten allein
Wenn die erste durch ist, folgt oft die nächste
Sie kann dann an anderen Organen oder Geweben auftreten
Deshalb sollte man frühzeitig reagieren, nicht abwarten!
Ein Frühzeichen beim Mann kann sein:
Körperbehaarung nimmt ab
Haare wachsen nicht mehr nach
Das kann ein Hinweis sein, dass das Immunsystem bereits aktiv ist
Normalerweise wird die Körperbehaarung beim Mann mit dem Alter weiß oder grau, aber sie bleibt erhalten.
Wenn sie komplett ausfällt, ist das kein normaler Alterungsprozess, sondern ein Warnsignal!
Ein Beispiel aus dem Publikum:
Früher hatte ich Haare an den Beinen, jetzt nicht mehr (Frau).
Das ist ein ernstzunehmendes Warnsignal, denn:
Körperbehaarung ist eine robuste Behaarung, die nicht einfach ausfällt
Sie wird im Alter grau, aber nicht "weniger"
Wenn sie komplett verschwindet, z. B. an den Beinen, ist das kein kosmetisches, sondern ein medizinisches Thema
Das kann auf eine hormonelle Störung oder eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen
Empfehlung:
Nicht abwarten!
Ganzheitlich untersuchen lassen, z. B. bei einem Heilpraktiker
Nicht nur die Symptome betrachten, sondern nach der Ursache suchen
Häufiger Fehler:
Viele Frauen entfernen regelmäßig Körperbehaarung (Rasur, Waxing etc.).
Das ist nicht gleichzusetzen mit echtem Haarausfall – aber wenn die Haare "von selbst" verschwinden, dann ist Vorsicht geboten!
Wie kann ich die Haare von innen stärken?
Ernährung ist entscheidend!
Kieselsäure (Silicea) – z. B. aus Hirse
Vitamin-B-Komplex
Elektrolyte und Spurenelemente
Ein oft unterschätzter Stoff: Schwefelverbindungen – diese beeinflussen:
Haarstruktur
Krauses vs. glattes Haar
Zylindrische Haarform
Hirse, Dinkel, Buchweizen:
Dinkel enthält ähnlich viele Haar-aktive Nährstoffe wie Hirse
Buchweizen kann ergänzend eingesetzt werden
In Kombination liefern sie:
Biotin
Kieselsäure
Vitamin B
Wertvolle Mineralstoffe
Wichtig für Männer:
Hier sollte die Ernährung angepasst werden:
Weniger Fleisch
Mehr Hülsenfrüchte und Gemüse
Warum?
Fleisch enthält hormonelle Rückstände, vor allem:
Schweinefleisch enthält Hormone, die den menschlichen Hormonen sehr ähnlich sind
Diese können den eigenen Hormonhaushalt irritieren – gerade bei regelmäßigem Konsum
Darmgesundheit spielt eine Schlüsselrolle!
Die Verdauung beginnt bereits im Zwölffingerdarm
Dort arbeiten:
Verdauungsenzyme
Bauchspeicheldrüse
Dann folgt die Darmflora: Diese muss intakt sein, um Nährstoffe wirklich aufzunehmen
Kräutertees für den Darm:
Sklarea-Tee
Muskateller-Salbei
DEK-Tee
Diese beruhigen und regulieren den Darm
Unterschätzter Faktor: Medikamente!
Viele Menschen nehmen dauerhaft Medikamente ein, z. B.:
Herzrhythmusmittel
Blutdrucksenker
Cholesterinsenker (Statine)
Achtung:
Diese Medikamente können Haarausfall als Nebenwirkung verursachen
Beispiel: Statine senken bestimmte Eiweiße, die für den Stoffwechselaufbau und Haarerneuerung essenziell sind
Das führt zu Haarverlust, dünnerem Haar, brüchigen Nägeln
Was tun bei medikamentenbedingtem Haarausfall?
Nicht sofort absetzen!
Langsam ausschleichen – mit professioneller Begleitung
Ursache behandeln, z. B. bei Cholesterinproblemen:
Leber entlasten, denn:
Die Leber reguliert den Fettstoffwechsel
Sie ist der Hauptregulator bei Cholesterin
Beispiel:
Statine ersetzen durch leberunterstützende Maßnahmen
Dadurch kann der Hormon- und Eiweißstoffwechsel wieder ins Gleichgewicht kommen
Nebenwirkungen wie Haarausfall verschwinden
Fazit:
Fokussiert euch beim Thema Haare nicht nur auf die Oberfläche
Schaut auf:
Hormonlage
Darmgesundheit
Medikamenteneinnahme
Ernährungsqualität
Besonders bei Schilddrüsenmedikamenten wie L-Thyroxin oder Tyronajod:
Haarprobleme sind bekannte Nebenwirkungen
Dosierung regelmäßig überprüfen lassen!
Thema: Körperbehaarung – Was bedeutet „zu viel“ oder „zu wenig“?
Männer mit starker Körperbehaarung:
Das kann genetisch bedingt oder hormonell beeinflusst sein
Empfehlung:
Nicht direkt auf die Behaarung fokussieren
Zuerst die Hormonlage überprüfen
Starke Behaarung ist nicht automatisch pathologisch, vor allem beim Mann
Bei Frauen jedoch ist massive Körperbehaarung ein deutliches Warnsignal:
Hinweis auf einen Überschuss an Androgenen
Vor allem zwei Hormone stehen im Verdacht:
Androstendion
DHEA (Dehydroepiandrosteron) aus der Nebenniere
Kernaussage:
Wenn Frauen übermäßige Behaarung feststellen, ist das ein klarer Hinweis auf ein hormonelles Ungleichgewicht
Da sollte man nicht zögern, sondern gezielt abklären lassen
Unauffällige oder geringe Körperbehaarung:
Kann ebenfalls genetisch bedingt sein
Beim Mann relevanter als bei der Frau
Nicht immer pathologisch, aber auch hier kann ein hormoneller Blick sinnvoll sein
Haarstrukturveränderungen = Stoffwechselstörung
Wie entsteht die Haarform?
Haare bestehen aus Keratin-Eiweißen
Etwa 4 % der Struktur basiert auf Schwefelverbindungen
Sind diese Schwefelbindungen stabil und vollständig, wird das Haar:
Zylindrisch
Gerade wachsend
Wenn diese Verbindungen instabil oder ungenügend vorhanden sind:
Verdreht sich das Haar
Wird kraus, lockig oder unregelmäßig
Beobachtbares Beispiel:
Nach Chemotherapie:
Haare wachsen anders nach
Nicht nur verändert in Farbe, sondern komplett anders in Struktur
Warum?
Die Chemotherapie stört massiv den Zellstoffwechsel
Dadurch wird die neue Haarstruktur bereits im Ursprung verändert
Fazit zur Haarstruktur:
Verändert sich das Haar plötzlich (Form, Dicke, Wuchsrichtung), liegt immer ein Stoffwechselproblem zugrunde
Ursachen können sein:
Hormonelle Dysbalancen
Nährstoffmängel (v. a. Schwefel, Eiweiß, Zink, Biotin)
Störungen im Eiweißstoffwechsel oder bei der Leberentgiftung
Schlusswort des Abends:
„Wenn sich eure Haare verändern – in der Menge, in der Struktur, im Wuchs – dann ist das immer ein Spiegel eures Inneren. Und zwar nicht nur der Psyche, sondern auch der Organe, Hormone und des Stoffwechsels.“
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest oder Unterstützung brauchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 💚
Martina Vötterl - Bergstraße 17d - 86508 Rehling - Mail: martina.voetterl@gmail.com - Telefon/WhatsApp: 0171 8653416