Blutgefäßerkrankungen – Mitschrift zum Vortrag
Hier findest du meine Mitschrift zum Vortrag zum Thema Blutgefäßerkrankungen.
In diesem Vortrag geht es darum, wie wichtig gesunde Blutgefäße für die Versorgung des Körpers sind und welche Faktoren ihre Funktion beeinflussen können.
Beleuchtet werden unter anderem Durchblutung, Gefäßelastizität, Entzündungsprozesse sowie mögliche Zusammenhänge mit Ernährung, Lebensstil und weiteren Belastungen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Entstehung von Gefäßerkrankungen zu bekommen und Zusammenhänge im Körper klarer zu erkennen.
Der Inhalt basiert auf dem Vortrag von meinem Dozenten Alessandro Rochira und ist als Mitschrift festgehalten – nicht als perfektes Lehrskript.
Bitte sieh mir Rechtschreibfehler oder Ungenauigkeiten nach – die Mitschrift ist direkt aus dem Vortrag entstanden und bewusst nah am gesprochenen Wort gehalten.
Ich wünsche dir viel Freude beim Lesen und Mitnehmen 🌱
Vortrag Blutgefäßerkrankungen vom 09.09.2025
Heute geht es um Blutgefäße, ein extrem komplexes Versorgungssystem unseres Körpers.
Das Herz ist dabei die Pumpe, das Kernstück.
Aber: Herzgesundheit hängt nicht nur von der Pumpleistung ab, sondern auch vom Zustand der Blutgefäße und der Stoffwechselprozesse drumherum.
Aufbau der Blutgefäße
Ein Blutgefäß ist nicht nur ein Rohr, sondern mehrschichtig aufgebaut:
Innere Schicht (Intima): sehr glatt, elastisch, reduziert Reibung.
Mittlere Schicht (Media): Muskulatur, sorgt für Stabilität und Elastizität.
Äußere Schicht (Adventitia): Stützschicht, verankert das Gefäß im Gewebe.
➡️ Merke: Blutgefäße sind hochkomplexe „Röhrensysteme“, die gezielt Stoffe transportieren.
Arterien und Venen
Arterien: transportieren Blut vom Herzen weg (Hochdrucksystem, Blutdruck wird hier gemessen).
Verzweigen sich zu Arteriolen, dann zu Kapillaren.
Aufgabe: Verteilung von Sauerstoff, Nährstoffen und Blutzellen.
Kapillaren: die feinsten Gefäße, Ort des Stoffaustauschs.
Geben Stoffe ab (z. B. Sauerstoff, Nährstoffe).
Nehmen Stoffe auf (z. B. CO₂, Stoffwechselabfälle).
Venen: transportieren Blut zum Herzen zurück (Niederdrucksystem).
Besitzen Venenklappen (Rückschlagventile), um den Rückfluss zu sichern.
Hier wird das Blut „gesammelt“.
➡️ Der Hauptblutvorrat liegt im venösen System.
Blutkreislauf und Lunge
Die Lunge ist mehr als nur ein Gasaustauscher:
Gaswechsel: CO₂ abgeben, O₂ aufnehmen.
Schutzfunktion: proteolytische Enzyme in der Lunge können Thromben (Blutgerinnsel) auflösen.
Voraussetzung: eine gesunde Lunge.
Problem: bei Rauchen oder chronischer Belastung fällt dieser Schutzmechanismus weg.
➡️ Gesunde Lungen = Schutz vor Thrombosen.
Blut als Transportmedium
Blut ist keine homogene Flüssigkeit, sondern eine Suspension:
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) – Sauerstofftransport.
Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) – Immunabwehr.
Thrombozyten (Blutplättchen) – Gerinnung.
Plasma mit:
Eiweißen
Fetten
Mineralstoffen
Abfallstoffen
➡️ Blut ist ständig im Wandel, nichts ist konstant. Deshalb liefert es wichtige diagnostische Informationen.
Blutvolumen und Tagesumsatz
Im Körper: ca. 5–7 Liter Blut.
Tagesumsatz: ca. 7000 Liter durch das Kreislaufsystem bewegt.
Größter Anteil im venösen System gespeichert.
➡️ Hoher Umsatz = gute Versorgung der Organe.
➡️ Sinkt der Umsatz = schlechtere Versorgung.
Blutmischung in der Leber
In der Leber wird Blut aus venösen und arteriellen Anteilen gemischt.
Dort erfolgt eine „Neujustierung“:
pH-Wert
Eiweißzusammensetzung
Fette
Sauerstoffsättigung
➡️ Leber = zentrales Kontrollorgan für Blutqualität.
Dimensionen des Gefäßsystems
Gesamtlänge aller Blutgefäße: ca. 90.000 km.
Vergleich: Erdumfang = 40.000 km → unser Gefäßsystem reicht also mehr als zweimal um die Erde.
➡️ Blutgefäße durchziehen jedes Gewebe, kein Bereich bleibt unversorgt.
Verknüpfung mit anderen Systemen
Lymphsystem als Ergänzung: reguliert Wasserhaushalt, transportiert Fette und Immunzellen.
Zusammenspiel aller Systeme (Herz, Lunge, Leber, Gefäße, Blut, Lymphe) ist entscheidend.
Kernaussagen zum Mitnehmen
Arterien = Hochdruck, Verteilung
Venen = Niederdruck, Speicherung, Rücktransport
Kapillaren = Stoffaustausch
Lunge = Schutz vor Thrombosen + Sauerstoffversorgung
Leber = Blutmischung & Regulation
90.000 km Gefäßnetz = Versorgung jedes Organs
Blut ist ein lebendiger Informations- und Transportträger
Grundprinzip des Widerstands
Widerstand bedeutet: Wie stark bremst die Gefäßwand den Fluss der Flüssigkeit?
Abhängig von:
Zähigkeit (Viskosität) des Blutes
Beschaffenheit der Gefäßwand
Durchmesser des Gefäßes
Beispiel: Diesel mit einer Wasserpumpe – schwer zu bewegen, weil die Flüssigkeit zäher ist.
➡️ Verändert sich die Blutqualität (z. B. zu dick, zu dünn, zu viele Fremdstoffe), verändert sich der Widerstand.
Folgen für die Versorgung
Veränderung des Widerstands = Veränderung der Druckverhältnisse.
Konsequenz: Stoffe im Blut kommen nicht an den Zielzellen an.
Typisches Patienten-Phänomen: Blutbild ist „in Ordnung“, aber Symptome bestehen trotzdem.
➡️ Versorgung hängt nicht nur vom Inhalt des Blutes, sondern von der Durchlässigkeit und Druckverteilung ab.
Wo entsteht der meiste Widerstand?
Arterien & Arteriolen (Hochdruckbereich): ca. 55 % des Gesamtwiderstands
Kapillaren: ca. 25 %
Venen & Venolen: nur 3–4 %
➡️ Hauptwiderstand liegt im arteriellen System.
➡️ Probleme im Kreislauf = meist arterielle Ursachen, nicht venöse!
Symptome schlechter Versorgung
Kopfschmerzen
Müdigkeit, Schlappheit, fehlender Antrieb (z. B. morgens schwer „in die Gänge“ zu kommen)
Konzentrationsprobleme
➡️ Grund: Stoffe sind im Blut vorhanden, aber kommen nicht an den Zielzellen an.
Aufbau & Steuerung der Gefäße
Arterien und Venen haben denselben Grundaufbau, Venen sind jedoch dünner und schwächer.
Gefäße sind dehnbar – Querschnitt passt sich an.
Steuerung geschieht über:
Hormone (z. B. Adrenalin, Noradrenalin)
Nervensystem (Sympathikus/Parasympathikus)
Blutzusammensetzung
➡️ Gefäße regulieren Durchblutung dynamisch und passen sich laufend an.
Blutdruck – Balance zwischen „zu viel“ und „zu wenig“
Niedriger Blutdruck → zu wenig Druck, Stoffe gelangen nicht in die Peripherie.
Hoher Blutdruck → zu hoher Widerstand, Organe werden belastet.
➡️ Ziel = Balance, die „goldene Mitte“.
Kritik an Symptom-Behandlung:
Medikamente wie Betablocker → senken zwar Blutdruck, verbessern aber nicht automatisch die Verteilung von Nährstoffen und Sauerstoff.
➡️ Wichtiger Ansatz: Gesundheit der Gefäße selbst verbessern.
Mechanisches Steuersystem im Körper
Vergleich mit einer Heizung:
Vorlauf (Herz pumpt Blut) → Verteilung über Leitungen (Gefäße) → Rücklauf.
Mischung & Nachsteuerung hält System stabil.
Im Körper: Hormone, Nervenimpulse und chemische Stoffe übernehmen diese Steuerung.
➡️ Gesunde Gefäßwände sind entscheidend für Regulation und Versorgung.
Regeneration der Blutgefäße
Gefäßwände erneuern sich ständig → brauchen Baumaterialien.
Wichtig: Fettsäuren (Fette) für Zellmembranen.
Geschlechtsspezifische Unterschiede:
Frauen: Geschwindigkeit der Erneuerung sinkt nach den Wechseljahren (wegen Hormonen).
Männer: Gefahr, Gefäße durch Überlastung („Verbrennen“) bei übermäßigem Sport oder Arbeit schneller zu schädigen.
➡️ Ernährung, Hormone und Lebensstil beeinflussen die Gefäßgesundheit direkt.
Kernaussagen dieser Etappe
Widerstand bestimmt Druck und Versorgung
Hauptwiderstand im arteriellen System
Beschwerden oft trotz „gutem Blutbild“ – Ursache: Verteilungsproblem
Blutdruck allein ist nicht aussagekräftig – Gefäßgesundheit ist entscheidend
Gefäßerneuerung benötigt essentielle Nährstoffe (v. a. Fette)
Hormone beeinflussen Gefäßregeneration (Frauen vs. Männer)
Omega-3-Fettsäuren – Treibstoff für Zellen und Gefäße
Omega-3-Fettsäuren sind die entscheidenden Nährstoffe, wenn es um Zellerneuerung in den Blutgefäßen geht.
Sie sind immer ungesättigt → dadurch reaktionsfähig und können umgebaut werden.
Gesättigte Fettsäuren sind dagegen Ballast: sie können nicht umgesetzt werden, werden eingelagert und fördern Gewichtszunahme.
➡️ Essenzielle Omega-3-Fettsäuren: DHA, DHE und EPA
➡️ Quellen: Fisch, Pflanzenöle, Omega-3-Öl-Präparate.
➡️ Wichtig: Der menschliche Körper kann Omega-3 nicht selbst herstellen.
Aminosäure L-Arginin
L-Arginin ist für die Proteinsynthese wichtig, vor allem aber für die Blutgefäßgesundheit.
Hoher Bedarf bei Gefäßbelastung.
Beste Quelle: Blütenpollen.
Beispiel: Vigo-Apis, eine vergorene Honig-Pollen-Paste mit Milchsäurebakterien, reich an L-Arginin.
Weitere Quellen: Nüsse, Hülsenfrüchte.
Polyphenole – Pflanzliche Schutzstoffe
Polyphenole aus Pflanzen können Gefäße stimulieren und deren Erneuerung fördern.
Beispiel: Französisches Paradoxon – trotz „schwerer Küche“ weniger Gefäßerkrankungen.
Grund: Rotwein enthält Polyphenole aus der Traubenschale und den Kernen.
Gleicher Effekt ohne Alkohol: rote Trauben essen.
Pektin – Der „Rohrreiniger“
Pektine (Mehrfachzucker) sind in der Lage, Ablagerungen in Blutgefäßen zu lösen.
Wirkung: Verflüssigung statt Verfestigung → Ablagerungen werden ausgespült.
Vergleich: Wie ein Klempner, der eine verkalkte Waschmaschine reinigt.
Vitamine für die Gefäße
Vitamin E (Tocopherol)
Unverzichtbar für Gefäßgesundheit.
Nahrungsergänzungsmittel sind oft ungeeignet, da sie die falschen Formen enthalten.
Natürliche Quellen: Avocado, Nüsse, Mandeln.
Tipp: Auch der Avocadokern kann genutzt werden (Rezept folgt im Vortrag).
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Nicht nur ein Vitamin, sondern in der Natur immer mit Begleitstoffen vorhanden.
Wichtige Begleitstoffe (z. B. Naringin, Bergamottin, Terpene) öffnen Darmzotten → bessere Aufnahme.
Diese Stoffe wirken auch im Blutgefäßsystem → erleichtern die Aufnahme von Vitamin C.
Wichtig:
Frisches Obst (Orange, Mandarine, Grapefruit, Zitrone).
Frisch gepresster Saft statt Fertigsaft.
Brausetabletten sind wirkungslos, weil die „Türöffner“-Stoffe fehlen.
➡️ Natur liefert immer Stoff-Gemische – diese wirken synergetisch, nie isoliert.
Vergleich mit Insulin-Schlüsseleffekt
Vitamin C-Aufnahme funktioniert ähnlich wie die Wirkung von Insulin:
Insulin: öffnet die Zelle, damit Zucker aufgenommen und verbrannt wird.
Sekundäre Pflanzenstoffe: öffnen die Gefäß- und Darmzotten, damit Vitamin C aufgenommen werden kann.
Ernährung als Heilmittel – Ballaststoffe
Eine der wichtigsten Aussagen: Ballaststoffe sind für die Blutgefäße entscheidend.
Warum Ballaststoffe?
Sie erreichen die Blutgefäße nicht direkt.
Im Dickdarm werden sie von der Darmflora zu kurzkettigen Fettsäuren umgebaut.
Diese gelangen ins Blut und können dort Wunder für die Gefäße bewirken.
Ballaststoffe regen die Erneuerung der Blutgefäße an.
➡️ Präventiver Ansatz: Statt Bypass oder Stent besser vorbeugend Gefäße regenerieren.
Regeneration der Blutgefäße
Alle Blutgefäße (Arterien, Venen, Kapillaren) sind regenerativ.
Mythos: „Wenn kaputt, dann für immer kaputt.“ – Stimmt nicht bei Blutgefäßen.
Grund: Sie bestehen aus glatter Muskulatur, und Muskeln sind ständig erneuerungsfähig.
Vergleich: Bauchspeicheldrüse → wenn zerstört, nicht mehr regenerativ; Blutgefäße dagegen schon.
Edelkastanienbad – Regeneration von außen
Edelkastanienbad = ein Mittel, das über die Haut angewendet wird.
Anwendung: Arme und Beine immer in Richtung Herz einreiben (mit dem Blutfluss der Venen, nicht dagegen).
Wirkung: Fördert die lokale Gefäßregeneration.
Regelmäßigkeit ist entscheidend, nicht nur einmalig.
Bewegung statt Sitzen
Problem: Dauerhaftes Sitzen (z. B. Arbeit im Sitzen, angewinkelte Beine).
Der Mensch ist kein Sitzwesen – wir haben 2 Beine zum Gehen.
Folgen:
Blut staut in den Beinen.
Venenklappen werden überlastet.
Vene „balloniert auf“ → Krampfadern oder Besenreiser.
Verhältnis Arterien/Venen: 1:3 (deutlich mehr Venen).
Lösung: Bewegung, Gefäßpflege, Ernährung, Kaltwasser-Anwendungen.
Präventive Gefäßpflege
Dankeschön an die Blutgefäße: Sie arbeiten 24/7, bekommen aber keine Aufmerksamkeit.
Präventiv handeln:
Ernährung umstellen.
Kneipp-Anwendungen nutzen.
Stoffliche Unterstützung (Ballaststoffe, Omega-3, L-Arginin, Polyphenole, Vitamine).
Nicht warten, bis Schäden sichtbar sind.
Späte Stadien (starke Krampfadern, vernarbtes Gewebe) sind kaum noch rückgängig zu machen.
Kreislaufsteuerung – Nervensystem als Dirigent
Kreislaufregulation: Blutdruck, Stoffumsatz, Verteilung – alles wird gesteuert.
Das Nervensystem hat enorme Macht über die Gefäße.
Periphere Nerven entscheiden, wie gut Gefäße sich ausdehnen und zusammenziehen.
Rezeptoren in den Gefäßwänden sind direkt ans Nervensystem gekoppelt.
Stress und Nervensystem:
Belastetes Nervensystem = Belastetes Kreislaufsystem.
Folge: Panikattacken, Leistungsminderung, Angstzustände.
Therapeutischer Ansatz:
Nicht nur Symptome („Angst“) behandeln, sondern die Kreislaufsteuerung stabilisieren.
Nervensystem zweigleisig: Signal rein → Reaktion raus.
Fehlreaktionen → falsches Signal → Beschwerden.
Regulation verbessern → Kreislauf läuft stabil.
Belastung des Nervensystems
Dauerhafte Überlastung des Nervensystems ist schädlich.
Schlaf ist hier zentral: Besonders der Tiefschlaf ist wichtig, weil er die Regeneration des Nervensystems ermöglicht.
Stressphasen und Tagesrhythmus wirken direkt auf die Steuerung der Blutgefäße.
Sauerstoffsättigung ist entscheidend – nicht nur wegen des Sauerstoffs selbst, sondern wegen der Funktionsfähigkeit des Nervensystems.
Bekommt das Nervensystem zu wenig Sauerstoff → Probleme in der Steuerung entstehen.
Neurotransmitter (Botenstoffe wie Serotonin, Dopamin, Acetylcholin usw.) sind die Substanz, die den Datenaustausch im Nervensystem und damit auch die Steuerung der Blutgefäße ermöglichen.
➡️ Kernaussage: Das Nervensystem hat einen riesigen Einfluss auf die Blutgefäße. Stabilität im Nervensystem = stabile Gefäßsteuerung.
Hormone als zweite Steuerungsebene
Nach dem Nervensystem kommt die hormonelle Steuerung des Kreislaufs.
Frage: Welche Drüse hat hier das Sagen?
Nicht Schilddrüse,
nicht Hypophyse,
sondern die Nebennieren.
Nebennieren = absolutes A und O für die Gefäßsteuerung:
Sie schütten Adrenalin, Noradrenalin und weitere Hormone aus.
Auch Gewebshormone (lokale Fetthormone) übernehmen Feineinstellungen in Kapillaren und Arteriolen.
Wenn die Nebennieren erschöpft sind → Probleme in der Gefäßsteuerung:
Blutgefäße öffnen/schließen sich nicht mehr synchron.
Folge: Blutdruckschwankungen, Unter- oder Überversorgung von Gewebe.
Studien zeigen: Lokale Unter- oder Überzuckerungen im Gewebe können entstehen, die nicht im allgemeinen Blutzucker nachweisbar sind → dadurch Symptome wie bei Krankheiten, ohne dass Laborwerte etwas zeigen.
➡️ Kernaussage: Die Nebennieren steuern fein die Geschwindigkeit und Reaktion der Blutgefäße – Störungen hier führen zu Fehlregulation und Krankheitssymptomen.
Dreistufige Steuerung des Kreislaufs
Neurologisch – Nervensystem mit Rezeptoren in den Gefäßwänden.
Hormonell – Nebennierenhormone, Gewebshormone.
Lokal-chemisch – Feinsteuerung direkt am Ort (Pufferung im Notfall).
👉 Jede Gefäßzelle hat Sensoren und Rezeptoren. Sie sind keine „starren Röhren“, sondern aktive Steuerungssysteme.
➡️ Störung dieser Ebenen = Ursache vieler Kreislaufprobleme.
Das Herz ist oft unschuldig – die eigentliche Ursache liegt in der Steuerung der Gefäße.
Bedeutung der Hormonmengen
Adrenalin ist ein gutes Beispiel:
In niedriger Konzentration: gefäßverengend.
In hoher Konzentration: gefäßerweiternd.
Es kommt also nicht nur auf den Stoff an, sondern auf die Konzentration und das Zusammenspiel mit Gegenspielern.
Der Körper hat ein fein abgestimmtes System entwickelt, das ständig reguliert.
Blutanalysen – Steuerung sichtbar machen
Alle diese Signale (Nerven, Hormone, lokale Botenstoffe) schlagen sich im Blut nieder.
Sie sind messbar, werden aber von der Standardmedizin oft nicht beachtet.
Statt nur Symptome (z. B. Krampfadern, Thrombose) mit Heparin oder Blutverdünnern zu behandeln, müsste man die Steuerungsebenen analysieren.
Ergänzendes Steuersystem: Das Lymphsystem
Neben Blutgefäßen existiert ein zweites System: das Lymphsystem.
Aufgabe:
Reguliert den Wasserhaushalt im Gewebe.
Ermöglicht den Stoffaustausch im Kapillargebiet (Nährstoffe, Abbaustoffe, Giftstoffe).
Der Mensch besteht zu ca. 75 % aus Wasser (Koralle sogar zu 90 %).
Alles im Stoffwechsel baut auf Wassertransport auf.
Auch Fette werden nur durch Eiweiß-Emulgatoren über das Wasser transportiert.
Funktion des Lymphsystems:
Bei Stauung (z. B. geschwollene Beine, Kreislaufbeschwerden) übernimmt es die Aufgabe, Wasser wieder ins Blutsystem zurückzuführen.
Es wirkt als Regler und Puffer, damit sich keine Staus im Gewebe bilden.
Wenn es scheitert → lokale Erkrankungen durch Wasser- und Stoffstau.
Muskelkater & Milchsäure
Beispiel: Nach dem Sport entsteht Milchsäure in der Muskulatur.
Viele versuchen, diese durch Duschen und Wärme zu lösen.
Eigentlich wäre es sinnvoller, wenn das Steuersystem des Körpers sofort erkennen würde: Überschuss an Milchsäure → Abbau einleiten.
Problem: Das System macht es nicht automatisch.
Kernaussage: Wir müssen den Körper trainieren, solche Abbauprozesse zu regulieren.
Stauungen (z. B. Milchsäure, Stoffwechselreste) → wenn sie nicht abgebaut werden, führen sie zu Gewebeschäden und Immunschäden.
Funktionsfähige Systeme
Damit das Ganze funktioniert, brauche ich:
Ein gesundes Lymphsystem.
Ein stabiles Nervensystem, das die Blutgefäße steuert.
Ein balanciertes hormonelles System (Nebennieren).
Unterstützung für das Nervensystem
Galganttropfen → bei akuten Blutdruckschwankungen oder akuter Unterversorgung hilfreich.
Melisse (Zitronenmelisse):
Wirkt neurologisch – nicht nur beruhigend im Sinne von Einschlafen,
sondern: entspannt das Gewebe und erleichtert Stoffaustausch in Kapillaren.
Kapillargefäße = riesige Oberfläche für Austausch, daher wichtig für Ernährung des Gewebes.
Weitere Pflanzen mit neurologischer Wirkung
Rhodiola (Rosenwurz) → neurologisch aktiv, besonders in Kombination mit anderen Pflanzen.
Rosenblüten (v. a. Damaszenerrosen):
Enthalten spezielle Öle, die das Gewebe öffnen.
Dadurch können Wirkstoffe besser aufgenommen werden.
Enthalten Phytamine (vitaminähnliche Pflanzenstoffe).
Kombinationen sind wichtig: Pflanzen wie Rosenblüten verstärken die Wirkung anderer Heilpflanzen.
Schokolade / Kakao – Heilmittel für das Nervensystem
Nicht Milchschokolade, sondern reiner Kakao.
Kakaowirkstoffe stärken das Nervensystem und verbessern die Gefäßsteuerung.
Theobroma-Kakao-Arten:
Es gibt über 100 Arten, nicht nur den bekannten Kakao.
Beispiel: Theobroma bicolor (Macambo) mit weißem Kern.
Enthält hohe Konzentrationen an Wirkstoffen, u. a. Endocannabinoide, die Gedächtnisleistung und Durchblutung im Gehirn fördern.
Aktuelle Forschung: Besonders interessant für Parkinson und Alzheimer.
Kernaussage: Kakao ist kein Genussmittel, sondern ein hochwirksames Heilmittel für Nervensystem und Gefäße.
Unterstützung für die Nebennieren
Schlüsselpflanze: Basilikum
Frisches Basilikumblatt → angenehmer Duft, nebennierenregulierend.
Am besten intensive Sorten, nicht die handelsüblichen schwachen Pflanzen.
Extraktion in Öl (z. B. Olivenöl) → so bleiben die Wirkstoffe erhalten.
Getrockneter Basilikum verliert seine Wirkung, da ätherische Öle beim Trocknen entweichen.
Mehrjährige Basilikumsorten sind wirksamer als einjährige.
Vorsicht bei Nahrungsergänzung
Vitamin-B-Komplexe können den Cortisolspiegel erhöhen.
Cortisol (nicht Cortison) wird in der Nebenniere produziert.
Zu viel Cortisol = Belastung und Erschöpfung der Nebenniere.
Deshalb: Vorsichtig mit B-Vitamin-Präparaten.
Lavendel und Entspannung
Lavendeltee wirkt stark entspannend.
Wichtig: die Blüten müssen enthalten sein, nicht nur die Blätter.
Lavendel kann leicht regulierend auf die Nebennieren wirken, wenn er regelmäßig eingesetzt wird.
Unterstützung des Lymphsystems
Das Lymphsystem hat keine eigene Pumpe. Es wird durch andere Systeme (z. B. Bewegung, Muskelarbeit) angetrieben.
Aufgaben:
Abwehr → das Lymphsystem ist ein zentraler Sitz des Immunsystems.
Abbauprozesse von Eiweißen, Blutresten und Schlackenstoffen.
Probleme: geschwollene Beine, Wasserstau → Zeichen, dass das Lymphsystem nicht richtig arbeitet.
Hilfen:
Andorn und Gundelrebe (als Tee) → halten das Lymphsystem „spülend“ in Bewegung.
Spraytropfen mit Kräuterextrakten → zusätzliche Unterstützung.
Ablagerungen in Gefäßen
Häufig spricht man nur von Arterienverkalkung → das ist zu kurz gegriffen.
Ablagerungen können in allen Gefäßen entstehen – auch in den Venen.
Hauptursache: schlechte Blutqualität.
Vergleich: falscher Kraftstoff im Auto → wenn Diesel in einen Benzinmotor gefüllt wird, zerstört es das System. Genauso zerstört falsche Blutqualität die Gefäße.
Rolle des Darms für Neurotransmitter
Neurotransmitter (Botenstoffe des Nervensystems) können nur optimal funktionieren, wenn die Darmflora gesund ist.
Der Dickdarm wird auch als „zweites Gehirn“ bezeichnet.
Alle Bausteine für Neurotransmitter stammen aus dem Darm.
Konsequenz: gestörte Darmflora = eingeschränkte Gehirnleistung.
Blutungen im Intimbereich
Blutungen nach Training können auf Hämorrhoiden hindeuten.
Hier ist Vorsicht geboten → den Enddarm genauer untersuchen.
Melisse – Tee oder Extrakt?
Melissentee wirkt nicht ausreichend.
Nur ein alkoholischer Extrakt enthält die volle Bandbreite an Wirkstoffen.
Unterschied:
Tee = nur wasserlösliche Substanzen.
Extrakt = auch nicht wasserlösliche Wirkstoffe werden gelöst → stärkere Wirkung.
Kapillargefäße & Gewebeschäden
Rote, geplatzte Äderchen im Gesicht oder an den Beinen = Zeichen für Gefäßwandschwäche.
Ursache:
Hoher lokaler Druck (z. B. durch Blutdruckprobleme).
Mangelnde Gefäßregeneration (z. B. durch fehlende Hormone nach den Wechseljahren).
Frauen profitieren, wenn sie mit hormonregulierenden Pflanzen arbeiten → dadurch Gefäßwände stärken.
Immunsystem ist an der Regeneration der geplatzten Gefäße beteiligt → sorgt für Narbenbildung.
Krampfadern – Operation oder nicht?
Krampfadern entstehen durch Belastung der Venenwände.
Bei einer Operation: man nimmt Volumen weg, aber das Problem bleibt bestehen.
Gefahr: Druckverhältnisse verlagern sich → neue Krampfadern entstehen an anderer Stelle.
Sinnvoll: Ursachenforschung:
Entzündungen?
Genetische Veranlagung?
Gewebeschwäche?
Hormonelle Probleme?
Falsche Ernährung?
Nur wer die Hintergründe versteht, kann verhindern, dass neue Krampfadern entstehen.
Unsichtbare Krampfadern im Bauchraum (z. B. um den Darm) sind besonders gefährlich.
Der Gaumen als Täuschung
Der Gaumen ist kein zuverlässiges Prüfungsinstrument, um festzustellen, ob ein Nahrungsmittel dem Körper guttut.
Beispiel: Ein Kind liebt Schokolade – es denkt, sein Körper verlange danach. In Wahrheit tut der viele Zucker dem Organismus nicht gut.
Gaumenlust ≠ Körperbedürfnis.
Wahre Bedürfnisse des Körpers
Wichtiger ist zu erkennen: bestimmte Nahrungsmittel erfüllen Funktionen, die für Organe entscheidend sind.
Beispiel: Bitterstoffe (Rucola, Artischocken, Löwenzahn):
Sie aktivieren den Gallenfluss
Helfen bei Gallen- und Leberproblemen
Bedürfnis nach Bitterstoffen entsteht also nicht über den Gaumen, sondern aus tieferen körperlichen Notwendigkeiten.
Darm und Gehirn – wie saniert man den Darm?
Darmflora = mindestens 400 verschiedene Bakterienstämme
Probiotika enthalten oft nur 10–12 Stämme → nicht ausreichend
Das Entscheidende ist die Darmschleimhaut:
Sie bietet den Bakterien Unterlage, Schutz und Nahrung
Gesunde Darmschleimhaut = stabile Darmflora
Jedes Mal beim Essen:
Bakterien arbeiten im Verdauungsbrei
Viele werden ausgeschieden
Grundstamm bleibt in der Schleimhaut erhalten
Verbindung Immunsystem – Darm
Darmflora steht in Symbiose mit weißen Blutkörperchen in den Darmzotten.
Ständiger Austausch → Immunsystem wird direkt beeinflusst.
Regeneration der Darmschleimhaut
Alle 90 Tage erneuerbar → z. B. durch Birnbrei-Mischung nach Hildegard von Bingen (Birnen + Honig + Gewürze).
Ziel: neue Schleimhaut → bessere Ansiedlung von Bakterien.
Problem: Nur Enzyme oder Probiotika nehmen reicht nicht → ohne gesunde Schleimhaut fällt man ins alte Muster zurück.
Lösung: Bedingungen schaffen, erst Schleimhaut aufbauen, dann Flora ansiedeln.
Aufbau der Darmflora im Lebenslauf
Kindheit: ab Geburt bis ca. 12.–15. Lebensjahr wird das Mikrobiom aufgebaut.
Erwachsene: kompletter Neuaufbau ist langwierig und schwieriger.
Mikrobiom-„Impfung“
Idee: gesunde Darmflora eines Menschen übertragen.
Problem: oft erfolglos → mangelnde Darmschleimhaut als Ursache.
Fazit: zuerst Schleimhaut regenerieren, dann Besiedlung → erst dann gelingt die Methode.
Darmflora und Gehirn
Gesunde Flora produziert Stoffe, die das Gehirn versorgen.
→ enge Verbindung Darm–Gehirn-Achse
Pflanzenbeispiele für Gefäßgesundheit
Weinlaub: regenerativ für Blutgefäße, aber Problem: chemische Belastung durch Spritzmittel.
Edelkastanie:
wächst ohne Chemie
reguliert Gefäße auf natürliche Weise
robustes, selbstregulierendes System
Galgant – die Herzpflanze
Galgant = Ingwergewächs, besonders „roter Galgant“
Wirkung: ähnlich wie Nitroglycerin bei Herzinfarkt → extrem stark
Reifung 10 Jahre im Boden
Besondere Inhaltsstoffe:
Sauerstofflieferant fürs Blut
Enzymaktivierend → fördert Gewebe-Regeneration
Enthält sogar Zahnschmelz (Dentin) → unerklärlich, aber nachgewiesen
Fazit: Galgant wirkt umfassend auf Herz, Blut und Gewebe.
Frauen und Wechseljahre
Idealfall: keine Hitzewellen, kein Tiefschlafproblem → Balance von selbst
Westliche Welt: hormonelle Störungen häufig, da wir von hormonaktiven Umweltstoffen überflutet sind
Folge: Hitzewellen, Schlafstörungen, Haut- und Haarprobleme
Lösung: keine Ersatzhormone, sondern eigene Hormonproduktion anregen
z. B. mit Dome-Tropfen
Ziel: Balance wiederherstellen
Ergebnis: nicht nur Hitzewellen verschwinden, sondern auch Haut, Sehkraft, Haare verbessern sich.
Bewegung & Blutgefäße
Trampolinspringen, jegliche Form von Ausdauerbewegung (Schwimmen, Joggen, Radfahren, Wandern) sind gesund für die Blutgefäße.
Wichtig: nicht gemütlich „daherschlendern“, sondern ins Schwitzen kommen. Bewegung soll spürbar fordern.
Ziel: Durchblutung aktivieren, Blutdruck regulieren, Gefäße trainieren.
Abendtee & Entspannung
Beruhigende Tees (z. B. Fenchel-Balsam-Tee von Hildegard von Bingen oder ein klassischer Abendtee) wirken drucksenkend und entspannend.
Lavendel-Melissen-Tee ist besonders interessant, weil er auf die Nebennieren wirkt.
Dort reguliert er Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin, Aldosteron.
Wirkung: Hormonproduktion wird reguliert, nicht überstimuliert – die Nebenniere lernt, bedarfsgerecht zu arbeiten.
Blutdruck (unterer Wert erhöht)
Erhöhter diastolischer Wert (unterer Blutdruck) ist ernst zu nehmen.
Bedeutet: das Niederdrucksystem (Rücklauf zum Herzen) ist überlastet.
Mögliche Ursachen: Herz, Blutgefäße, Lunge.
Lunge kann viel mehr, als man denkt:
Sauerstoff-CO₂-Regulation,
proteolytische Enzymfunktion (Blutfilter, Auflösen von Thromben).
👉 Empfehlung: Ursache durch Heilpraktiker oder Facharzt prüfen lassen, nicht mit 08/15-Lösung arbeiten.
Blaue Flecken & Gefäßschwäche
Schnelle Blutergüsse = Hinweis auf Gefäßwandschwäche.
Vergleich: Gartenschlauch unter Druck mit Loch → Blut „schießt“ ins Gewebe.
Ursache: zu hoher Innendruck + schwach erneuerte Gefäßwand.
Therapieansätze:
Drucksenkend arbeiten,
Gefäßregeneration (z. B. durch Pektin, Ölmassagen, Naturstoffe),
Blutqualität verbessern (Blutstillung, Blutverdünnung, Thromboseprophylaxe).
Genetische Faktoren
Genetisch schwache Gefäßneubildung → kann gelindert, aber nicht geheilt werden.
Gene sind nicht veränderbar, man arbeitet unterstützend.
Venenklappen
Kaputte Venenklappen = Blut fließt rückwärts.
Teilweise regenerierbar, wenn sie nicht völlig zerstört sind:
Massage, Regeneration, Gewebeaufbau → Stützstruktur kann wieder funktionieren.
Außenvenen sind einfacher zu behandeln als tieferliegende Innenvenen.
Nahrung & Hirnleistung
Gesunde Menschen brauchen keine künstlichen Mittel – gute Ernährung reicht.
Leistungssteigerung um jeden Preis → schädlich für das Nervensystem.
Nervstärkende Heilmittel unterstützen nur die natürliche Funktion und Effizienz, nicht Turbo-Modus.
Erst wenn Konzentration oder Gedächtnis nachlässt, sinnvoll einzugreifen.
Herzklappenprobleme
Undichte Herzklappe = Gewebe verschließt nicht richtig.
Herzklappen können sich regenerieren, solange sie nicht komplett zerstört sind.
Ursachen: Verkalkung, Blutzusammensetzung.
Therapie: Ansatz bei Blutqualität.
Zusatzproblem: Wenn Diabetes vorliegt, muss dieser parallel gut behandelt werden.
Darm & Fermentiertes
Fermentierte Lebensmittel sind immer günstig für die Darmflora.
Sie bringen lebende Mikroorganismen ins System, die sich unter Umständen ansiedeln können.
Weiße Finger bei Kälte
Weiße Finger (Raynaud-Phänomen-ähnlich) → Zeichen von schlechter Durchblutung der Peripherie (Hände, Füße).
Ursache: Gefäße ziehen sich zu stark zusammen, Blut fließt nicht sauber.
Maßnahmen:
Flüssigkeit mit Lavendeltee oder Gundelrebentee → regen das Trimmsystem und die Durchblutung an.
Galgant-Tropfen zur Förderung der Durchblutung.
Bei niedrigem Blutdruck: Bertramwein (29 ml) → hebt Blutdruck und fördert Durchblutung.
Birnbrei-Kur & Galgant
Birnbrei-Kur: bevorzugt im Frühjahr → unterstützt beim Thema Frühjahrsmüdigkeit (Abwehr entspannt, Körper braucht Hilfe).
Auch im Herbst möglich.
Anfangs kann es zu Durchfall kommen, weil die alte Schleimhaut gelöst wird → Aufbau neuer Schleimhaut.
Galgant:
Pulver wirksam, aber weniger konzentriert.
Tropfen (Galgant-Amor) sind ca. 10-fach stärker.
Vergleich: 20 Tropfen ≈ 2 Teelöffel Pulver.
Sauna & Kreislauf
Finnische Sauna (90 °C) mit Krampfadern nicht geeignet.
Bessere Alternativen:
Dampfbad (50 °C),
oder das römische Bad: kalt → lauwarm → warm → wiederholen.
Vorteil: Schonender für Herz-Kreislauf-System.
Dome- & Raute-Fenchel-Tropfen
Raute-Fenchel: nach Hildegard, wirkt hormonregulierend.
Dome-Tropfen: weiterentwickelt, speziell zur Balance hormoneller Dysbalancen.
Besonders hilfreich für Frauen im Wechsel.
Lymphstau nach Lymphdrüsen-Entfernung
Entfernung von Lymphdrüsen = dauerhafte Lücke im Lymphsystem.
Fluss wird umgeleitet, betroffene Stelle bleibt schwach versorgt.
Folge: Wasseransammlungen & Stauungen.
Therapie:
Massagetechniken (Lymphdrainage),
Herz-Kreislauf-System prüfen, da keine einfache 0815-Lösung möglich.
Wichtig: Ursache bewusst angehen.
Blutdrucktabletten & Ursachen
Bei hohem unteren Blutdruckwert nicht sofort auf Medikamente verlassen.
Fragen nach der Ursache:
Herzproblem?
Blutproblem?
Gefäßproblem?
Ziel: Ursache sanieren, dann Medikamente langsam ausschleichen, nicht abrupt absetzen.
Blutarmut
Blutarmut = zu wenig rote Blutkörperchen oder schlechte Blutzusammensetzung.
Fragen:
Sind alle Bestandteile für Blutbildung vorhanden?
Wenn ja: warum funktioniert die Bildung nicht?
Wenn nein: welche Stoffe fehlen?
Ansatz: gezielte Ursachenanalyse → dann Aufbau.
Lokaler Überdruck
Auch wenn der allgemeine Blutdruck stabil ist, kann es lokal Überdruck geben.
Ursachen: Ablagerungen nicht nur in Arterien, sondern auch in Venen oder Kapillaren.
Empfehlung: genaue Untersuchung der betroffenen Stelle.
Unerklärliche Gefäßrisse (Finger/Fuß)
Gefäße platzen ohne Grund → mögliche Ursachen:
Vaskulitis (entzündliche Erkrankung des Immunsystems, die Gefäße angreift),
zu dünne Gefäßwände (häufig hormonell bedingt).
Vorgehen: unbedingt untersuchen lassen, evtl. auch immunologisch oder hormonell behandeln.
Schwitzen beim Sport
Starkes Schwitzen = gesunder Abkühlungseffekt.
Prinzip: Verdampfungsentropie → Flüssigkeit verdunstet, Körper gibt Wärme ab.
Bedeutung: Herz-Kreislauf-System funktioniert gut.
Auch wenn unangenehm, ist gesundes Schwitzen ein positives Zeichen.
Genetischer Bluthochdruck (essentieller Bluthochdruck)
Es gibt eine genetische Form von Bluthochdruck.
Diese Art von Bluthochdruck ist weder mit Schulmedizin noch mit Naturheilkunde heilbar.
Beobachtung: Manche Menschen leben mit sehr hohen Werten, die für andere schon gefährlich wären.
Warum? → Das Gefäßsystem passt sich genetisch an diese hohen Werte an.
Wichtig:
Es bleibt ein ungesunder Zustand, aber die Anpassung schützt teilweise.
Therapie kann nur lindern und beobachten, nicht heilen.
Raynaud-Syndrom
Definition: Fehlregulation der Blutgefäße, besonders in den Extremitäten (Finger, Zehen).
Symptome: Weiße Finger bei Kälte, Durchblutungsstörungen, Kälteempfindlichkeit.
Therapiehinweis:
Galgant oder Bertramwein reichen hier nicht aus.
Man muss die Ursachen tiefer anschauen: degenerative Gefäßerkrankung → regenerative Therapie notwendig.
Blutqualität – was bedeutet das?
Blutqualität = Zusammensetzung des Blutes bestimmt, ob es reibungslos fließen und Stoffe transportieren kann.
Ziel: kein erhöhter Innenwiderstand (Viskosität), damit der Stoffaustausch in den Kapillaren problemlos läuft.
Bestandteile:
Wasser
Proteine, Vitamine, Elektrolyte, Fette (gebunden an Transport-Eiweiße)
Hormone, Nervensystem-Botenstoffe
Abbauprodukte: Harnstoff, Harnsäure, Milchsäure, Zitrat usw.
Zellen: rote Blutkörperchen, weiße Blutkörperchen, Thrombozyten
Blut = Suspension → flexibel, transportfähig, stabil.
Folgen einer veränderten Blutzusammensetzung
Gefahr: Schon kleine Veränderungen können große Folgen haben.
Mögliche Probleme:
Ablagerungen in Gefäßen
Herzklappen-Verkalkungen
Gefäßschäden (Arterien, Venen, Kapillaren)
Lymphsystem wird belastet → kann Stoffe nicht mehr richtig abtransportieren
Gewebeschäden, chronische Krankheiten
Tumorzellen-Beispiel:
Tumorzellen sind autonom und gedeihen besonders dort, wo Durchblutung und Stoffwechsel schlecht sind.
Immunsystem ist mit Ungleichgewichten beschäftigt und kann Tumorzellen nicht mehr effektiv bekämpfen.
→ zeigt die enorme Tragweite einer schlechten Blutqualität.
Transportfunktion & Immunsystem
Blut ist eine chemische Autobahn → alle Stoffe (z. B. Neurotransmitter) müssen transportiert werden.
Immunsystem im Blut prüft ständig, ob die Zusammensetzung stabil bleibt.
Beispiel: Allergiker mit Heuschnupfen
Antikörper & Entzündungsstoffe gelangen ins Blut.
Sie stören die Blutzusammensetzung.
Folgen: Entzündungen im Gewebe, langfristig Risiko für rheumatische Erkrankungen.
Fazit: Allergien nicht einfach „tolerieren“ → sie können Blutqualität verschlechtern.
Blut & Wärmeregulation
Blut regelt Körpertemperatur.
Symptome:
Frösteln oder Hitzewallungen können Hinweis auf Störung der Blutzusammensetzung sein.
Mechanismus: Wärmemenge wird über das Blut verschoben, Schwitzen sorgt für Abkühlung.
Blut und Lunge – Gasaustausch
Lunge = Filter für Thromben
Feingerinnsel entstehen durch schlechte Blutqualität.
Enzyme in der Lunge lösen diese auf.
Warum nicht Immunsystem? → Lunge braucht eine unabhängige, schnelle Schutzfunktion.
Wenn überlastet:
zu große Thromben oder schlechte Blutqualität → Lungenembolie
schlimmstenfalls: Lungeninfarkt, Lebensgefahr
Die Lunge arbeitet normalerweise mit einem tiefen Druck – fast wie ein Vakuum –, damit wir einatmen können.
➡️ Wenn der Blutdruck fällt, sinkt auch die Tiefe der Lunge.
➡️ Steigt der Lungendruck, wird es gefährlich, weil:
das CO₂ nicht richtig ausgeschieden wird,
die Sauerstoffversorgung nicht mehr passt,
und dadurch alle Systeme leiden.
👉 Das ist der Beginn eines stark degenerativen Prozesses.
👉 Deshalb sagen Ärzte: Steigt der Lungendruck, sinkt die Lebenserwartung.
Zusammenhang Lungendruck – Durchblutung
Der Lungendruck beeinflusst direkt die gesamte Durchblutung des Körpers.
Keine Ecke im Körper bleibt davon unberührt.
Ein Beispiel aus der Forschung:
Man entwickelte Medikamente, um den Lungendruck zu senken.
Bei einem davon traten „merkwürdige Nebenwirkungen“ auf: erhöhte Potenz (Erektionsfähigkeit) bei Männern.
Das Medikament hieß später Viagra.
➡️ Viagra war ursprünglich ein Lungendrucksenker, kein Potenzmittel.
Warum der Zusammenhang?
Die Lunge entscheidet über die Qualität der gesamten Blutverteilung.
Nicht nur über den Sauerstoff – sondern auch, weil die Lunge eine große Zahl von Enzymen ins Blut abgibt.
Das wurde zufällig entdeckt, aber es zeigt:
👉 Wenn an den Lungen etwas schiefläuft, läuft es im ganzen Körper schief.
Bedeutung einer guten Atmung
Gute Atmung bedeutet nicht nur Sauerstoffsättigung.
Durch die Lungen werden viele der über eine Million Eiweiße im Körper produziert oder beeinflusst.
Diese Eiweiße steuern die Durchblutung und damit die gesamte Kreislauffunktion.
➡️ Bewusste, tiefe Atmung ist eine direkte Investition in die Blutqualität.
Blutqualität überprüfen
Blut ist hochkomplex.
Ein kleines oder großes Blutbild gibt nur einen groben Abriss.
👉 Für echte Aussagen muss tiefer geschaut werden.
Heilpraktische Diagnostik:
Zellbildung prüfen: Anzahl und Funktion von
roten Blutkörperchen,
weißen Blutkörperchen,
Blutplättchen (Thrombozyten).
Entzündungsfaktoren im Blut erkennen.
Stoffbilanz: Eiweiße, Fette, Proteine – passt die Zusammensetzung?
Konsequenzen bei Auffälligkeiten:
Ungleichgewicht von gesättigten/ungesättigten Fettsäuren → ausgleichen.
Eiweißwerte entzündlich → Abbau und Balance schaffen.
Weiße Blutkörperchen arbeiten nicht → aktivieren.
Rote Blutkörperchen oder Blutvolumen unpassend → regulieren.
Pflanzliche Unterstützung
Brennnessel:
nicht nur entwässernd, sondern wirkt auf die Blutzusammensetzung.
Aber: Bodenqualität entscheidend!
Brennnesseln auf verseuchtem Boden enthalten alle Schadstoffe.
Deshalb nur hochwertige Herkunft verwenden.
Carqueija (Südamerika):
verbessert Blutqualität über Fett- und Eiweißstoffwechsel.
Lebertee:
reguliert den Blutkreislauf über die Leber.
Darmfunktion:
Eisenaufnahme nur möglich, wenn Darmflora und Enzyme funktionieren.
Sonst helfen auch keine Eisentabletten.
Praxisbeispiele
Mann mit Blutarmut:
Zuerst Darmfunktion prüfen und stabilisieren.
Frau mit starker Regelblutung:
Zuerst hormonelle Regulation, nicht nur Eisen auffüllen.
👉 Immer die Ursache ergründen, nicht nur das Symptom behandeln.
Individuelle Blutzusammensetzung
Nicht jeder Mensch hat die gleichen Standardwerte.
Blutbilder zeigen Ranges (Minimum – Maximum), doch:
👉 Es gibt natürliche Ausnahmen.
Beispiel aus der Praxis:
Ein Patient hatte dauerhaft Mangel an roten Blutkörperchen.
Ärzte waren ratlos, doch genetische Untersuchung zeigte:
👉 Es war eine Normvariante, eine Anpassung, keine Krankheit.
➡️ Lehre: Jeder Fall ist individuell. Man muss immer die Ursache suchen, nicht pauschal behandeln.
➡️ Nur so erreicht man nachhaltige Lösungen und echte Erfolge.
Blutgerinnung – Schutzmechanismus
Thrombose ist im Ursprung ein Schutz.
Beispiel: Man schneidet sich in den Finger → Blutgerinnung (Hämostase) verhindert Blutverlust.
Normaler Ablauf:
Loch im Gefäß wird verstopft,
Abwehrzellen kontrollieren den Prozess,
neues Gefäßgewebe verschließt die Wunde.
👉 Die Fähigkeit zur Blutgerinnung ist ein Schutzmechanismus.
👉 Wenn dieser nicht mehr reguliert ist, entstehen Probleme.
Verschiedene Thrombusarten
Es gibt nicht nur „das eine“ Blutgerinnsel, sondern viele Formen:
Fibrinogen-Thromben (wasserunlösliche Eiweißstrukturen),
Rote Thromben (aus Thrombozyten & Erythrozyten),
Rein thrombozytäre Thromben (nur Blutplättchen),
Phlebolithen (Ablagerungs-/Bruchstück-Thromben).
👉 Die entscheidende Frage: Warum ist der Thrombus entstanden?
➡️ Antwort liegt in der Blutzusammensetzung und Gerinnungsfähigkeit.
Ursachen für Thrombosen
Gerinnungsstörungen (genetisch oder erworben),
Diabetes,
Medikamente (z. B. Statine – kontrovers diskutiert: können Thrombosen fördern, obwohl sie eigentlich schützen sollen),
Eiweiß- und Fibrinverschiebungen im Blut,
Chronische Entzündungen,
Lebensstilfaktoren (Nikotin, Alkohol, Wassermangel).
➡️ Thrombose ist ein Warnsignal des Körpers:
👉 „Schau dir deine Blutzusammensetzung und Gerinnung an – da stimmt was nicht!“
Kritik an Standardtherapie
Blutverdünner (Heparin, ASS/Aspirin):
verhindern kurzfristig neue Thromben,
aber: lösen die Ursache nicht.
Gefahr: Wenn die Ursache nicht behandelt wird → Risiko für Infarkt, Embolie, Schlaganfall bleibt bestehen.
👉 Richtiger Ansatz:
Kurzfristig schützen,
parallel Ursachenforschung betreiben und gezielt regulieren.
Fallbeispiel: Raucher mit Thrombose
Patient: sportlich, fit, aber starker Raucher + Alkoholtrinker.
Befund: Entzündungsfaktoren im Blut erhöht, zusätzlich Wassermangel durch Alkohol.
Folge: Schwere Beinthrombose nach Belastung (Triathlon).
Ursache: chronische Belastung durch Nikotin + Ethanol, Entzündungen + Austrocknung des Blutes.
👉 Lehre: Nicht oberflächlich behandeln, sondern Ursachen abstellen.
Aufhören zu rauchen,
Alkoholkonsum drastisch reduzieren,
genügend Wasser trinken.
Weitere Thromboseursachen
Schwangerschaft (durch veränderte Blutverteilung),
Hormonelle Faktoren,
Stoffwechselprobleme,
Eiweiß- und Enzymverschiebungen.
👉 Die Liste ist sehr lang, deshalb gilt:
Jeder Thrombosefall muss individuell untersucht werden.
Thrombosen, Blutgefäße und Gerinnung
Wenn es um Thrombosen oder Venenprobleme wie Krampfadern geht, reicht eine reine Blutverdünnung oder Kompressionsstrümpfe auf Dauer nicht aus.
➡️ Das Ziel ist nicht, das Blut dauerhaft dünn zu halten, sondern die Blutgerinnung wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
Frage aus dem Publikum: Heißt das, Blutverdünner sind falsch?
Antwort: Nein, nicht falsch – aber nicht ausreichend. Das Ziel ist, die Gerinnung regelnd zu beeinflussen, nicht nur das Blut zu „verflüssigen“.
Pflanzliche Unterstützung bei Blutgerinnung
Schafgarbe
Malve
Zimt mit Rosenblüten gemischt
Rosmarinblätter (Rosmarinnadeln)
Diese Kräuter haben eine gerinnungsstärkende und -regelnde Wirkung. Auch kalter Tee (abgekühlt) kann eingenommen werden, das ist völlig unproblematisch.
Immunsystem als Schutz vor Thrombosen
Ein gesundes Immunsystem ist entscheidend:
Jeder Thrombus wird vom Immunsystem erkannt und bekämpft.
Ein intaktes Abwehrsystem kann Thromben zerlegen, bevor sie gefährlich werden (z. B. in der Lunge).
➡️ Die Lunge verlässt sich auf die Abwehr als „Vorarbeiter“.
Wermutwein – ein Esslöffel am Morgen reicht, um die Abwehrkräfte zu stärken.
Wenn ein Thrombus dennoch entsteht:
👉 Dann muss man das Immunsystem prüfen!
Denn: Wenn es Thromben nicht angreift, versagt es auch an anderen Stellen (Entzündungshemmung, Geweberegeneration, Hormonsteuerung).
Eisenstoffwechsel und Leber
Zu wenig Eisen → Blutarmut, Schwäche.
Zu viel Eisen → Lebervergiftung (Hämochromatose).
Ursachen: genetisch, Krebs, Chemotherapie.
➡️ Der Darm nimmt plötzlich alles Eisen auf, speichert es in der Leber.
Schulmedizinische Lösung: Blut abnehmen.
Naturheilkundliche Lösung:
Leber sanieren (weil sie bei hohen Eisenwerten oft entzündet ist).
Darm regulieren, sodass er nicht mehr übermäßig Eisen aufnimmt.
Unterschied Eisen(II) und Eisen(III) nutzen → Aufnahme drosseln.
Ergebnis: Eisen wird langsam verbraucht → Eisenspeicher reguliert sich.
⚠️ Achtung: Diese Therapie muss eine Fachperson begleiten → regelmäßige Messungen sind Pflicht.
Teemischungen richtig zubereiten
Grundprinzip:
Wasser auf 100 °C erhitzen.
Tee hineingeben, 4–5 Minuten ziehen lassen.
Abfiltern, warm oder kalt trinken.
Kaltauszug:
Tee ins kalte Wasser, dann hochfahren auf 100 °C,
danach ziehen lassen.
Ziehzeit beachten:
Längere Ziehzeit = mehr Wirkstoffe.
Vorsicht bei Bitterstoffen → sehr intensiver, teils unangenehmer Geschmack.
Lungendruck
Tiefer Lungendruck: → Bertramwein, Lungenkrautwein.
Erhöhter Lungendruck: → andere spezifische Heilmittel.
Hämorrhoiden
Der Enddarm hat ein spezielles Verschlusssystem:
Muskulär
Arteriell (Gefäßpolster)
➡️ Nur so ist der Verschluss hermetisch dicht → Schutz vor Keimen und Fehlfunktionen.
Wenn Gefäße ausleiern → entstehen Hämorrhoiden.
Schulmedizin: Abbinden → Gefäß vernarbt.
Nachteil: Ein Teil des Verschlusssystems geht verloren.
Naturheilkundlich:
Hamamelis-Salbe
Wermut-Salbe (stärker, entzündungshemmend, erwärmend)
Vorsichtig dosieren, sonst starke Wärmeentwicklung.
Hämorrhoiden können sich dadurch zurückbilden.
Mit Vigor Apis nachhelfen → Gefäßregeneration.
Wichtiger Hinweis zu Hämorrhoiden
Immer Ursachen prüfen:
Stressbelastung (Cortisolwert messen).
Blutgefäßregeneration mangelhaft.
Blutzusammensetzung prüfen.
➡️ Hämorrhoiden sind ein Warnsignal des Körpers.
Wenn man nur symptomatisch behandelt, kommen sie wieder.
Zusätzlich wird der Darm undichter → mit unangenehmen Folgen.
Anthocyane und ihre Wirkung
Die Farbe von Trauben, Brombeeren, Kirschen entsteht durch Anthocyane.
Anthocyane sind Farbstoffe, die sich auch schwer aus Kleidung entfernen lassen.
Wirkung: stark antioxidativ.
Stoffgruppe: gehören zur Fettklasse.
Funktion in der Pflanze: eine Art Sonnenschutz.
Beim Menschen: wirken zellschützend, vor allem bei dunklen Beeren (Heidelbeeren, Weintrauben).
👉 Je dunkler und dicker die Schale, desto mehr Wirkstoffe.
Beste Sorte: Tannat-Traube
In Europa fast verschwunden nach der Reblaus-Katastrophe (17. Jh.).
In Uruguay zum Nationalwein geworden → hoher Polyphenol- und Antioxidantiengehalt.
Erklärung für die Langlebigkeit der Uruguayer (ein Glas Wein zum Essen).
Auch Traubensaft hat diese Wirkung → man muss keinen Alkohol trinken.
Atemtechniken
Entscheidend ist der Rhythmus → wie schnell/lange die Lunge für den Gasaustausch Zeit hat.
Keine Hyperventilation, sondern bis in die letzten Lungenbereiche atmen.
Apnoetaucher-Beispiel: bis 9 Minuten und 180 m Tiefe ohne Flaschen → zeigt die enorme Anpassungsfähigkeit.
Fokus: nicht auf starre Technik, sondern Effektivität der Atmung messen.
👉 16–18 % des eingeatmeten Sauerstoffs werden tatsächlich verwertet, der Rest wird ausgeatmet.
➡️ Mit längeren Atemzyklen → bessere Sauerstoffsättigung.
Arteriosklerose – Ablagerungen in Gefäßen
Definition: Ablagerung von Fetten, Eiweißen, Mineralien in den Gefäßen.
Folgen: Blutfluss behindert → Gefahr von Stents oder Bypässen.
Ursache:
gestörte Blutzusammensetzung
zu viele gesättigte Fettsäuren → werden fest → lagern sich an Gefäßwänden ab.
Zentrale Frage:
👉 Kann man diese Ablagerungen auflösen oder verflüssigen?
Antwort: Ja, Blutgefäße sind regenerativer Natur – die Bedingungen müssen aber stimmen.
Therapieansatz
Avocadokern-Tee
Kern trocknen, Hülle entfernen, fein reiben → Granulat.
1 Teelöffel aufbrühen mit kochendem Wasser → Abend-Tee.
Wirkung: Cholesterin sinkt deutlich, Leber entlastet.
Werte bleiben nicht automatisch unten → Ernährung muss angepasst werden.
Stoffwechsel anpassen
Mehr ungesättigte Fettsäuren (Omega-3, Olivenöl, Distelöl).
Diese können gesättigte Fette verflüssigen.
Ergebnis: Gefäßablagerungen lösen sich.
👉 Ärzte berichten von Patienten, deren Gefäße wieder durchlässig wurden, obwohl sie keine Statine oder Blutverdünner genommen haben.
Blutuntersuchung als Ausgangspunkt
Wenn Arthritis oder Verkalkungen auftreten → immer zuerst das Blut untersuchen.
Frage: Welche Systeme haben versagt?
Beispiel: Eiweißablagerungen → zeigen, dass der Proteinhaushalt im Blut gestört ist.
👉 Ursache: enzymatische Prozesse funktionieren nicht richtig → Enzyme müssen aktiviert werden.
Enzyme im Blut
Das Blut ist voller Enzyme.
Eigenschaft: Enzyme sind lösend, sie können Ablagerungen zersetzen.
Ansatz: an den Enzymen arbeiten, um den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
⚖️ Natürlich kommt es hier leicht zu Konflikten mit Ärzten, weil diese eine andere Sicht haben.
➡️ Aber wenn Gefäße nachweislich durchlässiger werden, ohne dass Medikamente genommen wurden, muss erklärt werden, wie das zustande kam.
Blutgefäße als regeneratives Gewebe
Dankbare Gewebe → Blutgefäße sind regenerationsfähig.
Viele Ablagerungen lassen sich wieder rückgängig machen, wenn die Stoffwechselbedingungen stimmen.
Pflanzliche Unterstützung
Avocadokern-Tee
Anwendung: wie zuvor beschrieben (Kern trocknen, Hülle entfernen, fein reiben, aufbrühen).
Wirkung: Blutfette senken, Leber entlasten.
Küchenkräuter nach Hildegard von Bingen
Besonders Ysop → in Speisen mitkochen.
Wirkung: Enzymtätigkeit ankurbeln → Eiweißablagerungen besser abbauen.
Viele Kräuter können die Enzymaktivität im Körper hochfahren.
Enzymprozesse in Organen
Beispiel: Lungenfunktion
Lungen wirken wie ein Filter gegen Thromben.
Frage: Hat die Enzymaktivität auch mit Lungendruck zu tun?
Antwort: Ja → durch Enzymaktivierung in der Lunge lässt sich viel steuern.
➡️ Grundprinzip: Enzymprozesse können in jedem Organ reguliert werden, besonders im Eiweißstoffwechsel.
Kakao-Beispiel
Normalerweise muss Kakao fermentiert werden → enzymatische Prozesse werden dadurch gestartet.
Bicolor-Kakao (Amazonas-Sorte) liefert die Enzyme direkt mit → keine Fermentation nötig.
Natur als Vorbild: Pflanzen enthalten bereits viele eigene Enzymkombinationen.
Ein Quadratmeter Amazonas kann bis zu 900 Pflanzenarten enthalten → unzählige bioaktive Stoffe.
Dimension der Biochemie
Früher: ca. 30 Millionen organische Verbindungen bekannt (18 Mio. genauer untersucht).
Heute: über 60 Millionen bekannt – unzählige weitere noch unerforscht.
Pflanzenwelt = Schatzkammer, die noch viel ungenutzt ist.
Fragerunde – Praktische Anwendungen
Gähnen: bedeutet Zwangsentspannung → Signal des Körpers: „Ruhepause nötig“.
Pelargonienpulver: stärkt die Abwehrkräfte, roh über Essen streuen.
Diptampulver: wirkt als Blutfettregulator, unterstützt die Fettverdauung.
Muskatnussteller-Pflanze: Samen ernten, trocknen, häckseln → Tee → gut für Magen-Darm und bei Frauen für glattere Haut.
Kinder und Abwehrstärkung
Pelargonienpulver: auch für Kleinkinder geeignet.
Süßholztee: in geringen Mengen → Abwehraktivierung („Zünder für das Immunsystem“).
Fencheltee: gut für Magen-Darm-Trakt.
Kinder reagieren viel sensibler und schneller auf Heilmittel als Erwachsene.
Schwangerschaft und Eisen
Eisenwerte sinken in der Schwangerschaft → normal bis zu einem gewissen Punkt.
Wenn zu stark → Darmresorption verbessern.
Empfehlung: Birnbrei-Kur, Brennnesselsprossen (als Spinat), Melasse → fördern Eisenaufnahme.
Abwehrregulierung
Eberwurzmischung: bei Problemen der Abwehrsteuerung (z. B. Allergien, Autoimmunreaktionen).
Pelargonienpulver: nur zum Aufbau der Abwehr.
Süßholz: schon für Säuglinge in Mini-Mengen → süßlicher Geschmack, aktiviert die Abwehr.
Zum Schluss noch:
Wenn du Fragen hast, etwas vertiefen möchtest, eine Blutanalyse oder Kräuter suchst, melde dich gerne bei mir.
Ich bin von Herzen gerne für dich da 🌱
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