Hyaluroninjektion im Gesicht

Wenn man älter wird, verändert sich der Körper. Die Gelenke spielen nicht mehr so mit, wie man es von früher gewohnt ist, auch die Haut verändert sich und bildet in späteren Lebensjahren Falten. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass der Körper nicht mehr ausreichend befeuchtet wird, weil Hyaluron fehlt. Eine Hyaluron-Behandlung verspricht, diesen Mangel auszugleichen. Doch was genau ist eine Hyaluron-Behandlung? Und wie wird sie durchgeführt?

Hyaluronsäure ist ein natürlicher Bestandteil des Körpers. Man findet sie besonders im Bindegewebe und in den Gelenken, zudem ist sie wesentlicher Teil der Tränenflüssigkeit. Die Säure hat die Eigenschaft, viel Feuchtigkeit an sich zu binden (das 6000-fache ihrer Masse) und ist mitverantwortlich dafür, dass es uns in jungen Jahren so gut geht.

So haben die Hautzellen einen natürlichen Hyaluron-Vorrat. Sie sind dadurch reich an Feuchtigkeit, weswegen junge Haut prall und fest ist. Die Gelenke wiederum nutzen Hyaluron als natürliche Schmierflüssigkeit, die sicherstellt, dass sie leicht bewegbar sind.

Wenn man jedoch älter wird, produziert der Körper weniger Hyaluron. Dies beginnt bereits mit 25 Jahren. Im 50. Lebensjahr verfügt man nur noch über ungefähr die Hälfte des Hyalurons der Jugend. Die Folge: Die Haut wird schlaff, es bilden sich Falten, die Gelenke sind weniger geschmeidig und schmerzen öfter und stärker.

Deshalb setzen viele auf eine Hyaluron-Behandlung. Ziel dabei ist es, den Hyaluron-Vorrat wieder aufzufüllen, wodurch Hautzellen und Gelenke revitalisiert werden können. Der natürliche Altersprozess wird dadurch nicht aufgehalten, kann aber zumindest äußerlich (im Falle der Haut, denn Falten verschwinden nie ganz) oder innerlich (im Falle der Gelenke) gelindert werden.

Hyaluron Injektionen in die Haut dürfen nur von Fachleuten wie Hautärzten oder speziell dazu ausgebildeten Heilpraktikern durchgeführt werden. Dabei wird das Hyaluron direkt unter die Haut gespritzt.

Diese Spritzen sind vergleichsweise effektiv, da die Hyaluronsäure direkt in die betroffenen Stellen (z.B. Gesichtspartien wie Mund) einwirken kann. Dort wirkt es erfahrungsgemäß auch relativ schnell und zuverlässig und man kann ein sofortiges Ergebnis sehen. In Einzelfällen kann es aber aufgrund des Einstichs zu Nebeneffekten wie z.B. Hautrötungen oder Blutergüssen kommen, die besonders im Gesicht ästhetisch problematisch sind, sich allerdings auch schnell wieder zurückbilden.