F3 - USB-Speicher testen

F3

Mit der Software F3 prüfen Sie unter Linux ob der USB-Stick oder die SD-Karte wirklich so viel Platz hat wie angegeben.

Informationen

Man findet sie auf Amazon, auf Ebay, bei Alibaba und auf noch so vielen Plattformen im Internet oder in Elektronik-Läden - billige Flash-Speicher wie USB-Sticks oder SD-Karten mit riesengroßen Speicherplatz. Irgendwann will man dann noch etwas auf den Speicher schreiben - dies ist aber möglich obwohl man meint das da doch noch genügend Platz sein sollte.

Dies ist dann oft gerade bei billigen Speicher-Medien kein Fehler des Betriebssystems oder der Software sondern so vorgesehen. Auf jedem solcher Medien ist ein kleiner Controller der dem Betriebssystem sagt wie groß der gesamte Speicher ist und wie viel noch frei ist - dieser Controller kann jedoch auch lügen - und er dies tut ist dies vom Hersteller auch so vorgesehen. Man nennt dies Placebo-Speicher, der Controller soll dem Betriebssystem zeigen das der Speicher so viel Platz hat wie in der Beschreibung angegeben ist obwohl dies nicht der Fall ist - klassischer Betrug.

Mit der Software F3 lässt sich dies dann auch prüfen und dies werden wir in diesem Beispiel auch tun. Wichtig - bei manchen Tests werden alle Daten vom Stick gelöscht, man sollte die Daten also vorher sichern.

F3 installieren

Unter auf Debian basierenden Systemen wie Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter installieren Sie diese Software ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket "f3".

Für weitere Distributionen die diese Software nicht in den Repositorys haben finden Sie entsprechende Pakete unter F3.

F3 nutzen

F3 wird unter Linux auf dem Terminal genutzt und benötigt die UUID des zu testenden Speicher-Mediums, die UUID erhält man bei angeschlossenem oder eingelegten Datenträger als Administrator auf dem Terminal durch den Befehl:

blkid
F3 - Die Speicher-Kapazität von USB-Sticks und SD-Karten unter Linux testen

F3 - Die Speicher-Kapazität von USB-Sticks und SD-Karten unter Linux testen

Damit Sie nicht möglicherweise die falsche UUID nutzen führen Sie den Befehl am besten einmal ohne und einmal mit angeschlossenem / eingelegten Medium aus wenn Sie sich nicht sicher sind, die UUID finden Sie wie oben im Bild markiert nach dem Begriff "UUID=" unter Anführungszeichen. Eingehängt wird der Stick für Nutzer heute unter "/media/nutzername/".

Wichtig - Wie oben schon beschrieben muss das Speichermedium für diesen Test absolut leer sein, ansonsten erhalten Sie keine aussagekräftigen Ergebnisse. Wir nutzen also die Syntax:

f3write /media/nutzername/UUID

Unter Fedora und manchen anderen Distributionen wird das Medium unter "/run/media/nutzername/" eingebunden.

Als kleines Beispiel:

f3write /media/robert/edfeaeb7-db0d-4773-9f83-7c9eaa140c4f

Die Software schreibt nun den Speicher so lange mit 1 Gigabyte großen Dateien voll bis keine mehr Platz hat und fügt eine letzte Datei ein die so groß ist wie noch freier Speicher ist. Die Software zeigt diese Dateien auch an damit dem Nutzer nicht langweilig wird.

Ist dieser Vorgang abgeschlossen lassen wir die Software die geschrieben Dateien wieder auslesen:

f3read /media/robert/edfeaeb7-db0d-4773-9f83-7c9eaa140c4f

Die Software liest nun die zuvor geschriebenen Dateien und deren Größen wieder aus - hinter dem Eintrag "Data OK:" finden Sie die tatsächliche Speicher-Kapazität. Etwas Speicher müssen Sie aber tatsächlich weg rechnen da die Formatierung immer etwas Speicher frei lässt.