Mate - GNOME 2.x

Mate

Mate ist ein schlanker Desktop für Linux der ein Nachfolger von GNOME 2.x ist

Informationen

Anders als unter Microsoft Windows gibt es unter Linux mehrere grafische Oberflächen die man als Desktop nutzen kann, dies kommt davon das die grafische Oberfläche unter Linux nicht fix mit dem System verbunden ist. Auf der Linux Bibel finden sich nun unter anderem bereits KDE und GNOME als solche Desktop-Umgebungen, diese sind eher für aktuellere Rechner gedacht – hier in diesem Beitrag geht es nun um Mate.

Mate ist eine recht schlanke Desktop-Umgebung die auch auf älteren Rechnern mit schacher CPU und wenig RAM flüssig läuft. Auch Nutzer die Noch GNOME 2.x, also den Vorgänger von GNOME 3 (wie oben im Link) kennen und dieses Desktop gerne mochten werden mit Mate ihre Freude haben – denn Mate ist die Weiter-Entwicklung davon.

Mate installieren

Unter auf Debian basierenden Linux-Distributionen wie Ubuntu, Kubuntu, Linux Mint und so weiter installieren Sie diese Desktop-Umgebung wie üblich ganz einfach über die Paket-Verwaltung durch das Paket “mate-desktop“, suchen Sie wie in der Paket-Verwaltung (letzter Link) beschrieben unter Synaptic nach dem Begriff “mate” finden Sie noch weitere zusätzliche Pakete die diesen Desktop um viele Funktionen erweitern.

Mate nutzen

Nach der Installation melden Sie sich von der aktuell genutzten Desktop-Umgebung ab, stellen im Login-Fenster auf “Mate” und melden sich wieder an:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Anwendungsmenü

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Anwendungsmenü

Anders als unter GNOME 3 finden Sie hier noch zwei Panels, eines am oberen Rand mit drei Menüs – gleich links wie im Bild oben das Anwendungsmenü, dann das Orte-Menü in dem Sie schnellen Zugriff auf alle eingebauten und angeschlossenen Datenträger haben und das System-Menü in dem Sie alle Einstellungen sowie die Steuerung des Rechners finden:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – System-Menü

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – System-Menü

Um etwa nur schnell den Hintergrund des Desktops zu ändern klicken Sie einfach auf eine freie Stelle am Desktop – die selben Einstellungen finden Sie allerdings auch im System-Menü:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Desktop-Hintergrund

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Desktop-Hintergrund

In diesem Fenster (Bild oben) lässt sich übrigens auch das Thema ändern, also die komplette Farbgebung der grafischen Oberfläche. Sie können nicht nur die vor installierten Themas nutzen sondern auch weitere herunter laden, Sie finden diese unter Mate Themas zu Download, die herunter geladenen komprimierten Archive brauchen Sie nicht einmal zu entpacken – ziehen Sie diese einfach aus dem Dateimanager Caja in dieses Fenster, die Installation wird automatisch durch geführt.

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Themas

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Themas

Im System-Menü – also in den Einstellungen finden Sie auch den Eintrag “Mate Tweak“:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Tiefere Einstellungen

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Tiefere Einstellungen

Hier lassen sich tiefere Einstellungen zum Desktop erledigen wie etwa auch diverse Desktop-Symbole zum Rechner anzeigen und vieles mehr, um einfach Icons als Starter aus den Menüs am Desktop anzulegen klicken Sie diese in den Menüs rechts an und wählen “Als Starter am Desktop anlegen“.

Das Icon das den Ladestand des Akkus anzeigt bringt Sie per Klick darauf direkt in die Einstellungen zum Sparen der Energie und mehr:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Notebook

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Notebook

Der Dateimanager namens Caja arbeitet wie Nautilus unter GNOME 2.x, so lässt sich etwa das Fenster teilen um so Dateien zwischen Verzeichnissen einfach so zu verschieben ohne ein weiteres Fenster öffnen zu müssen.

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Dateimanager Caja

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Dateimanager Caja

Wie schon beschrieben besitzt Mate zwei Panels, das obere beherbergt noch rechts das System-Tray und das untere links das Icon um alle geöffneten Fenster zu minimieren und rechts den Umschalter für die virtuellen Arbeitsflächen sowie zwischen diesen beiden die Fenster-Leiste. Doch dies ist noch lange nicht alles was diese Panels beinhalten können, klicken Sie das gewünschte Panel an einer freien Stelle rechts an und klicken auf “Hinzufügen” öffnet sich ein Fenster mit zusätzlichen Plugins die wieder weitere Funktionen bieten:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Panel-Plugins

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Panel-Plugins

Wählen Sie die gewünschten aus und klicken auf “Hinzufügen“, es landet an einem vordefinierten Platz, diesen können Sie ändern indem Sie es direkt rechts anklicken und “Entsperren” und dann “Verschieben” wählen. Per Rechtsklick auf ein solches Plugin kommen Sie auch an dessen Einstellungen.

Im System-Menü finden Sie nicht nur alle Einstellungen extra als einen Eintrag, mit dem Eintrag “Steuer-Zentrale” haben Sie alle Einstellungen in einem Fenster:

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Steuer-Zentrale

Mate – Desktop-Umgebung unter Linux – Steuer-Zentrale

Mate ist zwar recht schlicht, aber sehr gut anpassbar und vor allem sehr schlank sodass dieser Desktop auch auf älteren Rechnern flüssig und schnell läuft.