the creation of man



























































































































THE CREATION OF MAN


Eine wird von einer Schlange durchbohrt und bekommt daraufhin Zuwachs. Ein anderer wird von Titanen bedroht. Einer verliert seinen Kopf und verwandelt sich in einen Stier. Wird zerrissen, zerstückelt, wieder zusammengenäht, und ist plötzlich ein anderer.

Was klingt wie in einem Horrorfilm ist nicht besonders tragisch. Denn erstens führt immer eine Transformation zu einer nächsten und nie ist einer endgültig erledigt, zweitens handelt es sich lediglich um Objekte, die von der Künstlerin animiert werden und nur scheinbar zum Leben erweckt werden.

Die Bildhauerin und Animationskünstlerin Latefa Wiersch, die sich mit dem Anthropomorphen beschäftigt, ließ sich bei ihrer Videoinstallation THE CREATION OF MAN von der griechischen Mythologie inspirieren.

Die teils grotesken, teils komischen Metamorphosen der Figuren zeigen, was passiert, wenn Dinge, Puppen, Stofffetzen, menschliche Züge annehmen. Oder was passiert, wenn der menschliche Körper als Material begriffen wird.

Um die Beseelung und das Unheimliche kreisen auch die skulpturalen Elemente der Installation. Sie haben durch das verwendete Material wie Kleidung, hautähnlichem Nylon und Masken einen starken Bezug zum Menschen und zum Körper und scheinen – obwohl als leblose Objekte einfach zu enttarnen – dennoch eigenständige Subjekte zu sein.

Für das Projekt gewinnen ließen sich einige Größen aus dem Show Business:

Britney Spears – Hera

The Spaceman Ace Frehley – Titan No. 1

The Starchild Paul Stanley – Titan No. 2

Elvis Presley (im Schlangenkostüm) – Zeus

Prince Rogers Nelson (Prince) – Prometheus

Justin Bieber – Zagreus

Muse – Kore

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.



Installationsansichten:

Dortmunder U, 2015

Zentrum für internationale Lichtkunst Unna, 2014

OG9, Kunsthaus Aussersihl, 2013

Kunstraum Liska, 2013