SOZIALE PLASTIK

Die Soziale Plastik, auch genannt die soziale Skulptur, ist eine spezifische Definition eines Erweiterten Kunstbegriffs um damit die Vorstellung einer gesellschaftsverändernden Kunst zu erläutern. Die Soziale Plastik lässt sich als eine Kunstgattung betrachten, die jedoch die Kunstwelt radikal überschreitet. Das plastische Gestalten ergreift hier nicht mehr nur physisches, sondern auch geistiges und seelisches Material. Primäre Werkstoffe der Sozialen Plastik sind das Denken, Fühlen, Wollen.

FEM / WO MAN - Lebenswelten von Frauen

Welche Themen sind Frauen wichtig, wofür würden sie sich einsetzen? Mit dieser Fragestellung findet Lars Schumacher einen Ansatz im künstlerischen Prozess einer Sozialen Plastik sich mit der aktuellen Situation von Frauen in der Region Hannover zu beschäftigen. Feminismus / Gleichstellung ist in Deutschland durch Ansichten und Meinungen einiger weniger Frauen geprägt. Für eine moderne Frauenbewegung kann es mehr Themen geben. In den vergangenen Jahrzehnten gab es Vorkämpferinnen in der Frauenemanzipation die wichtige Stationen erreicht haben. Sind diese Themen noch immer aktuell? Welche Themen sind den Frauen in meiner Umgebung wichtig, wofür würden sie sich einsetzen?


Einer öffentlichen Ausschreibung der Projektidee in einem sozialen Netzwerk folgten 12 Kontakte und Interviews über gesellschaftliche Themen und Lebensweisen. Kleidung, Zeit, der „Lieblingsort“ der Fotoaufnahme wurde von den porträtierten Frauen selbst gewählt. Toncollage und Fotografien entstanden zu diesem vielschichtigen Projekt, dass sich noch immer in einem Prozess befindet. Das plastische Gestalten ergreift hier nicht mehr nur physisches, sondern auch geistiges und seelisches Material. Die primären Werkstoffe der Sozialen Plastik sind das Denken, Fühlen, Wollen. Auch der Austausch, das Sprechen, Hören, Wahrnehmen. Die Serie mit Fotografien von Frauen bis zum 100. Lebensjahr wird fortgesetzt.



KASSLER DOKUMENTE

Vom 09.06. bis 16.09.2012 wurde anlässlich der Documenta 13 in Kassel die Soziale Plastik & EAT-Art Performance „KASSLER DOKUMENTE“ initiiert. Dem Aufruf "Fahrt nach Kassel, besucht die 13. Documenta Kunstausstellung, speist eine Portion Kassler, auf Wunsch mit etwas Sauerkraut, Wasser oder Weißwein, auf dem Friedrichsplatz und macht davon eine Fotografie“ folgten rund 500 Menschen. Auf dem Foto sollte zu sehen sein: Die Person, ein Stück Kassler und das Museum Fridericianum im Hintergrund." Die Einladung, sich an der „Eat Art“-Kunstaktion und Sozialen Plastik zu beteiligen, war grundsätzlich offen. Sie richtete sich an kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher der Documenta ebenso wie an Künstlerinnen und Künstler, an Profis und Laien - also an alle, die der Aktion mit ihrem Foto ihr vielfältiges und dabei nach wie vor individuelles Gesicht geben.

Die Fotografien wurden in fortlaufend nummerierter Form als „Kassler Dokument“ auf der Internetseite veröffentlicht und auf Wunsch als mit Brief und Siegel versehene Originalgrafik ausgedruckt und zugesandt. Es ging um wortwörtlichen „Kunstgenuss mit allen Sinnen“ einschließlich der bewusst erfahrenen Nahrungsaufnahme, um spielerisches Gestalten von „Erinnerungsbildern vor Ort“, um vielschichtiges „Kommunizieren auf allen Kanälen“, um die schwingende Dialektik von individuellem Erleben und kooperativer Struktur, um die Einbindung eines singulären und scheinbar zufälligen Moments in den Entstehungsprozess einer weltweit vernetzten Sozialen Plastik und deren Reflektion.

Grundsätzlich ging es um die Gestaltung von Freude und Schönheit als „ästhetisches Spiel“ im Sinne Schillers, um das Beherzigen des Beuys-Postulats „Jeder Mensch ein Künstler“ und letztlich, durch die Einbindung aller Beteiligten in die Gestaltungsverantwortung, um einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Sinn der „Agenda 21“. Das Initiatoren-Team der Kassler Dokumente (Daniel Simons, Lars Schumacher und die an der Entstehung beteiligten Christoph Ehleben & Karla Jacobi-Doil) hatte die Idee zu der einerseits so einfach erscheinenden und bewusst auf humorvolle Leichtigkeit zielenden, andererseits theoretisch sorgfältig durchdachten und pragmatisch organisierten „Aktion mit offenem Ausgang“ als künstlerische Antwort auf das offizielle Besucher-Programm der Documenta 13 „Vielleicht Vermittlung und andere Programme“ verstanden.

Soziale Plastik vor dem Fridericianum in Kassel anlässlich der Documenta 13 vom 09.06. - 16.09.2012 - LINK: www.kasslerdokumente.de

SEHNSUCHT NACH EINEM GEFÜHL / DESIRE FOR EMOTION

Spiritualität, Offenheit, Kreativität und Fantasie sind in jedem Menschen vorhanden. Es wird aufgezeigt, dass wirklich jeder Mensch eine Soziale Plastik kreativ und fantasievoll mit­gestalten kann. Die Teilnehmer verfassten lyrische Texte. Mit einer speziellen Methode inspirieren wir unsere Besucherinnen und Besucher, sich im krea­tiven Texten zu versuchen. Dazu erproben wir das einzigartige Handwerk der Druckkunst und setzen es ganz bewusst in der Sozialen Plastik ein. Statt eines lyrischen Textes können Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch persönlich individuelle Postkarten innerhalb des Projektes versenden und jemandem eine Freude machen. Insgesamt entstehen viele lyrische und zum Teil gedruckte Texte und rund 300 persönliche Texte für Menschen in aller Welt im Rahmen dieser Kunstaktion.

Lars Schumacher (Fotografie), Marie-Luise Plat (Lyrik) und die Buchdrucker (Druck-Kunst) - verbinden ihr künstlerisches Schaffen für die Soziale Plastik mit dem Titel „Sehnsucht nach einem Gefühl“ (desire for emotion).

FLASCHENPOST / message in a bottle - Die formulierten Sehnsüchte sind als Flaschenpost vorbereitet und gehen auf diesem Weg auf Reise. So startete die erste Flaschenpost „Begeisterung“ bei der Wasserkunst Hamburg auf der Elbe. Die Flaschenpost „Würdigung“ ist auf der Aller unterwegs. Die Flaschenpost „Freude“ startet auf der Fulda um evtl. später über die Weser in Richtung Nordsee zu schwimmen. Irgendwann wird sie vielleicht an einem Nordseestrand entdeckt. Mit etwas Glück und Zufall entsteht dadurch eine ganz neue Geschichte und man fühlt sich angesprochen etwas über den Moment des "Findens & Entdeckens" oder zu den Sehnsüchten zu schreiben. Über eine Rückmeldung ob mit Text oder Foto – wo, welche und wie die Flaschenpost angekommen ist – würde ich mich sehr freuen. Das Projekt wird zunächst kontinuierlich fort geschrieben und später geeignet dokumentiert.

Kunstaktion / Performance:

Niedersachsen "Bewegung: was sich bewegt - was mich bewegt" 48 Stunden Kunstausstellung Hannover 04.10.-06.10.2013

Nordrhein Westfalen "48 Stunden Kunstausstellung" Solingen / 5. Bergisches Kunst- und Kulturfestival 12.09.-14.09.2014

Hamburg "Hamburg zeigt Kunst“ Indoor - Galerie Hamburg am 15.11.2014 Fischauktionshalle, Große Elbstraße 9, 22767 Hamburg

Schleswig-Holstein "Kunst Vernetzt" im Atelierhaus Carlshöhe, Eckernförde - Schleswig-Holstein 18.04.–19.04.2015

Mecklenburg-Vorpommern 02.05.-03.05.2015 "Schwerin zeigt Kunst“ Marktplatz vor dem Rathaus

Zusammenarbeit:

Lars Schumacher (Fotografie), Marie-Luise Plat (Lyrik) und die Buchdrucker (Druck-Kunst)


FRONT OF STAGE

2013 entsteht erstmals an verschiedenen Orten in Europa eine Soziale Plastik von Lars Schumacher. „Front of Stage“ wurde am 04.05.2013 in Nizza, am 19.05.2013 in Belgrad, am 21.05.2013 in Budapest, am 09.06.2013 in Berlin, am 17.06.2013 in Hamburg und am 18.07.2013 in Mailand aufgenommen. Es sind Menschen verschiedener Nationalität, die eines gemeinsam haben: Alle abgebildeten Personen standen bei einem „Depeche Mode“ - Konzert in der ersten Reihe. FOS - FRONT OF STAGE

Auf jeder Fotografie hält eine Person einen Teil des Liedtextes "Never let me down again" in den Händen. Es entstanden 72 Fotografien mit insgesamt 78 Personen für die Front of Stage Collage im Format 100 x 112,5 cm auf AluDibond (signiert und Jahresangabe auf der Rückseite, Auflage o.D. 10 Stück) 80 Collagen im Format 20 x 30 cm (nummeriert, geprägt und signiert) 10 Collagen im Format 20 x 30 cm

Ausstellung: Galerie "Kunstpanzer" Hannover 23.05.-12.06.2015

Incline Gallery in San Francisco, USA 05.12.-12.12.2014

EAN Galerie, Alexandria, Ägypten 16.10.-10.11.2014

Galerie "Tymutopiyapres", Lemberg, Ukraine 11.10.-12.10.2014

"Papergirl Beograd" Kunstraum Medusa - Belgrad, Serbien 26.07.-04.08.2014

"Bienala de Arte Miniaturale" – Timișoara, Rumänien 02.06.-27.06.2014

48 Stunden Kunstausstellung Hannover 04.10.-06.10.2013