Bisherige Veranstaltungen

Hier stellen wir euch all unsere vergangenen Veranstaltungen vor, die ihr zum Teil auch auf unserem YouTube-Kanal finden könnt.

„Das Kino im Börsenrausch. Spekulation und Narration im Hollywoodfilm“ – Vortrag und Diskussion mit Wolfgang M. Schmitt

Donnerstag, 17. Oktober 2019 | 18:30 Uhr | Raum: Gelber Hörsaal (AR-D 5105)

Auf die Finanzkrise von 2007/08 reagierte Hollywood mit diversen mehr oder weniger kapitalismuskritischen Filmen. Dabei ging es einigen Werken wie „Margin Call – Der große Crash“ oder „The Big Short“ auch darum, Prozesse aus der Finanzwelt auf der Leinwand transparent und verständlich zu machen, quasi einen cineastischen Wirtschaftsunterricht mit den Mitteln des Unterhaltungskinos abzuhalten.

Doch nicht allen Filmen ist an Aufklärung gelegen: Das Bild vom gierigen beziehungsweise unmoralischen Spekulanten oder Banker hat in Hollywood eine lange Tradition, die im Zuge der Krise – beispielsweise in Oliver Stones zweiten Teil von „Wall Street“ – wiederbelebt wurde. Das aber ist nicht der einzige Grund für eine oft vereinfachte Kapitalismuskritik im Mainstreamfilm, denn zu fragen ist, ob es überhaupt möglich ist, mit einer konventionellen, mit Protagonisten und Antagonisten arbeitenden Erzählweise der Komplexität der Börse gerecht zu werden?

In seinem Vortrag „Das Kino im Börsenrausch. Spekulation und Narration im Hollywoodfilm“ wird der YouTuber, Filmkritiker und Literaturwissenschaftler Wolfgang M. Schmitt, bekannt durch seinen YouTube-Kanal „Die Filmanalyse“, die narrativen Strukturen bekannter Finanzweltfilme analysieren.

Dieser Vortrag findet im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe „The Secret Life of Economics in Pop“ statt.

Von Marx zum Marxismus — Über die Ursprünge einer politischen Weltanschauung

Die Marxismusforschung hat sich bislang erstaunlich wenig für die Entstehungszusammenhänge dieser so wirkmächtigen Ideenbewegung interessiert. Drei Jahrzehnte nach dem Ende des Kalten Krieges ist es an der Zeit, endlich neue Perspektiven auf die Ursprünge und Verbreitungsgeschichte der Ideen von Karl Marx zu werfen – nicht zuletzt um eine Antwort auf die Frage zu finden, wie und warum aus Marx der Marxismus entstehen konnte. Der Vortrag spürt den Anfängen dieser politischen Weltanschauung nach, in dem er die individuellen Lebensläufe und das sozialpolitische Engagement einer Handvoll Intellektueller untersucht, die man als die europäische Gründergeneration des Marxismus bezeichnen kann: die zwischen 1845 und 1870 in Deutschland, Österreich-Ungarn, Frankreich und im Zarenreich geborenen Karl Kautsky, Eduard Bernstein, Rosa Luxemburg, Victor Adler, Jean Jaurès, Jules Guesde, Georgi W. Plechanow, Wladimir I. Lenin und Peter B. Struve. Besonderes Augenmerk liegt auf der Biografie Rosa Luxemburgs, die in dieser Gruppe als zugleich typisch und einzigartig hervorsticht.

Dr. Christina Morina studierte Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Leipzig, Ohio und Maryland und wurde 2007 mit einer Arbeit über den Russlandfeldzug in der deutsch-deutschen Erinnerungskultur promoviert. Sie lehrte Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ist seit 2015 DAAD Visiting Assistant Professor am Duitsland Institut der Universität Amsterdam. 2017 habilitierte sich an der Universität Jena mit einer Arbeit über die Ursprünge des Marxismus. Derzeit arbeitet sei an einer Monografie zur Politischen Kulturgeschichte Deutschlands seit 1980.

Publikationen: Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr das Nationalismus (Berlin: Ullstein, 2019, mit Norbert Frei, Franka Maubach und Maik Tändler). Die Erfindung des Marxismus. Wie eine Idee die Welt eroberte (München: Siedler, 2017). Probing the Limits of Categorization. The Bystander in Holocaust History (mit K. Thijs), New York: Berghahn Books, 2018). Das 20. Jahrhundert erzählen: Zeiterfahrung und Zeiterforschung im geteilten Deutschland (mit Franka Maubach, Göttingen: Wallstein, 2016). Legacies of Stalingrad: Remembering the Eastern Front in Germany since 1945 (Cambridge: Cambridge University Press, 2011; Paperback 2013).

Kapitalismus im Kino und kritische Organisationsforschung

Kapitalismus im Kino – Film als Medium der Organisations- und Managementkritik und was eine kritische Organisationsforschung daraus lernen kann

Filme und Serien als Medien der Populärkultur sind eine bedeutsame Instanz der Reflexion gesellschaftlicher Verhältnisse im Allgemeinen und von Arbeits- und Organisationsverhältnissen im Besonderen. Viele Artikulationen und Ausdrucksformen der Populärkultur, ob in der Musik, im Film, Tanz, Theater oder der Literatur, sind dabei immanent kritisch und weisen eine Nähe zu vielen Themen kritischer Management- und Organisationsforschung auf. Die ikonisch gewordene Kritik an der „großen Maschinerie“ in ‚Modern Times‘, die Darstellung von Skrupellosigkeit, Gier und Machtstreben in ‚Wall Street‘ oder die subtile Dekonstruktion des Büroalltags in ‚The Office‘ stehen hierfür nur exemplarisch. Gleichwohl begegnet Wissenschaft der Populärkultur als auch populärkultureller Kritik vielfach mit Ignoranz, Skepsis oder einer abwertenden Geste. Der Vortrag plädiert dafür, Film als Medium der Kritik für eine kritische Management- und Organisationsforschung fruchtbar zu machen und thematisiert dabei sowohl die Bedeutung des Mediums Film als auch ausgewählte Artikulationsformen von Kritik. Anhand einzelner Filmausschnitte und -szenen sollen anschließend diese Artikulationsformen verdeutlicht und diskutiert werden. Die Diskussion soll auch dazu anregen, nach weiteren kritischen Modellen zu fahnden und zu einer weiteren Erkundung des ‚Kapitalismus im Kino‘ einzuladen.

Dr. habil. Ronald Hartz lehrt und forscht an der University of Leicester in Großbritannien. Zu seinen aktuellen Forschungsinteressen zählen kritische und emanzipatorische Perspektiven auf Management und Organisation, die Bedeutung von Diskurs, Kommunikation und Ästhetik für Organisationen sowie die gesellschaftstheoretische Reflexion von Organisation.

Aktuelle Veröffentlichungen: Post-Growth Organizations. Special Issue der Zeitschrift Management Revue (zusammen mit Matthias Rätzer und Ingo Winkler); Ästhetik und Organisation. Wiesbaden: Springer VS (zusammen mit Werner Nienhüser und Matthias Rätzer); Postmoderne und Poststrukturalismus in der Organisationsforschung (in Apelt u.a.: Handbuch Organisationssoziologie).

Care-Ökonomien, Feministische Politische Ökologie und Mahlzeitensouveränität — Eine feministische Perspektive auf Ökonomie am Beispiel des Essens

Essen ist eine tägliche Notwendigkeit für die Ernährung des menschlichen Körpers. Zugleich ist Essen eine sozioökologische Praxis, deren Ausübung zutiefst von vergeschlechtlichten, ökonomischen Annahmen und Strukturen geprägt ist. Der Vortrag wird die vielfältigen Facetten von Ernährung und Essen aus einer feministischen Perspektive beleuchten - von der landwirtschaftlichen Produktion bis zum Endverbrauch als Mahlzeit. Eine zentrale Rolle wird dabei das Konzept von Care bzw. Sorge spielen, welches eine andere - nachhaltigere - Perspektive auf ökonomische Strukturen ermöglicht.

Suse Brettin ist Mitarbeiterin am Fachgebiet Gender und Globalisierung der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort forscht sie zu den Potentialen der Nahrungsmittelversorgung zur Förderung nachhaltiger Ernährungspraktiken. Sie beschäftigt sich darüber hinaus mit einer feministischen Perspektive auf gesellschaftliche Naturverhältnisse, insbesondere im Kontext Ernährung und interessiert sich für Fragen rund um (Re)Produktivität und Sorgearbeit.

Die Vortragsreihe "Macht und Gewalt" wendete sich fakultätsübergreifend an alle Studierenden, die sich für die Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen strukturellen Ungleichheiten und systemische Benachteiligung interessieren. Sie hat einen interdisziplinären Blick auf Mechanismen geworfen, in welchen intersektional Ungleichheiten sichtbar werden - aus ökonomischer, medienwissenschaftlicher, historischer, pädagogischer, soziologischer und nicht zuletzt politischer Perspektive. Die verschiedenen Vorträge hatten die Zielsetzung, die Reflexion gewohnter, heteronormativer Wahrnehmungs- und Handlungsmuster anzuregen und ihre Entstehung und Validität zu beleuchten.

Die Veranstaltungsreihe wurde von der studentischen Gleichstellungsbeauftragten der Universität Siegen, dem Gleichstellungsbüro Siegen, dem AStA der Universität Siegen, Queer-at-uni Siegen, Gestu_S und uns organisiert.

Das Wirtschaftsleben der Vampire in der Popkultur

Aristokraten, Prekarier & Kapitalisten — Das Wirtschaftsleben der Vampire in der Popkultur

Der Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „The Secret Life of Economics in Pop“ widmet sich den Begegnungen von Vampirismus und Kapitalismus in Literatur, Film und Fernsehen. Vampire leben in den (pop-)kulturellen Träumen und Albträumen des Kapitalismus. Umgekehrt sind dem Kapitalismus mehr als einmal vampirhafte Züge bescheinigt worden. Der Vortrag stellt einige Wegmarken dieser Begegnungsgeschichte vor: Marx‘ metaphorische Rede vom „vampyrmäßigen“ Charakter des Kapitals, die in Literatur und Horrorfilmen verewigten vampirischen Feudalherren der Familie von Karnstein, Bram Stokers Schilderung des Grafen Dracula als Akteur auf dem Londoner Immobilienmarkt, den Vampir als postmodernen Unternehmer in Blade oder als prekären Dienstleister in Buffy und Angel. Auf diese Weise soll der Beantwortung der Frage nähergekommen werden, wie Vampire eigentlich ihren Lebensunterhalt verdienen und was sich daraus für eine Theorie und Geschichte des Kapitalismus lernen lässt.

Prof. Dr. Timo Luks vertritt gegenwärtig die Professur für Europäische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts an der LMU München. Zuvor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Oldenburg, Chemnitz und zuletzt Gießen tätig. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der Industrie- und Arbeitsgesellschaft, Kapitalismustheorie, Polizeigeschichte – und der Horror (in) der Popkultur.

Klassen passen! Passen Klassen?

Zum Konzept Klasse und zum Problem der intergenerationalen Vererbung ungleicher Chancen: Classroommanagement, ganz praktisch besehen.

Das Konzept Klasse dürfte zum weltweit prominentesten Theoriebestand der Soziologie gehören. Zugleich wird es als praktisches Arbeitsinstrument kaum genutzt und prangt, weil irgendwie mit Kohlestaub und archaischer Muskelprotzerei verbunden, als Begriff nur in Titeln eher wenig beachteter Bücher.

Der Vortrag fragt: Was kann das Konzept heute noch, wie ist es in den letzten Jahrzehnten diskutiert worden? Gibt es noch die big classes? Oder sollten wir uns als Anhänger*innen einer ungleichheitssensiblen Sozialstrukturforschung doch lieber das pluraler angelegte Konzept der Klassenmilieus zu eigen machen? Und wie überhaupt funktioniert das tägliche „Classroommanagement“? Dadurch, dass das nicht Genehme exkludiert wird. Klassen passen. Oder eben nicht…

Diese Veranstaltung wurde gemeinsam mit dem Zentrum für politische und soziologische Bildung im Seminar für Sozialwissenschaften ausgerichtet.

Wie wir wirklich leben wollen – Progressive Gesellschafts- und Biopolitik im 21. Jahrhundert

Der Kampf um die herrschende Gesellschaftsordnung ist zugleich ein Kampf um die herrschende Lebensweise. Die moderne, fortschrittliche Linke hat unter der Flagge der Demokratisierung der Gesellschaft immer um beides gekämpft: Eine gerechte Gesellschaft und ein gutes Leben für alle. Es ist heute – 100 Jahre nach Gründung der ersten deutschen Republik, mit der Einführung des Wahlrechts für alle Frauen und Männer, des 8-Stunden-Arbeitstages und des Sozialstaats – an der Zeit, energisch an dieses emanzipatorische Projekt anzuknüpfen und ein neues Kapitel in der Geschichte der demokratischen Freiheit aufzuschlagen.

Dr. Michael Hirsch ist Politikwissenschaftler und Philosoph. Er lehrt als Privatdozent für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen und arbeitet als freier Autor. Sein neues Buch „D – Denken: Es gibt ein richtiges Leben im falschen – Philosophische Aphorismen“ wird Anfang 2019 im Textem Verlag erscheinen. Zuletzt publizierte er im Jahr 2016 das Buch „Die Überwindung der Arbeitsgesellschaft – Eine politische Philosophie der Arbeit“.

Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.

Imperiale Lebensweise – Wie wir in Zeiten der sozial-ökologischen Krise gemeinsam aktiv werden können

Angesichts der dramatischen Rechtsverschiebung im politischen Diskurs, rassistischer Ausgrenzung, weltweiter sozialer Ungleichheit und der globalen Klimakrise stellt sich die dringende Frage, welche Strategien und Ansätze für gegenhegemoniale, emanzipatorische Bewegungen sinnvoll sind. Neben der Klärung der empirischen Grundlagen zielte der Vortrag darauf ab, konkrete Kampagnen aus den Bereichen Antirassismus, Kritik des europäischen Grenzregimes, Klimagerechtigkeit und transnationaler Solidarität vorzustellen. Es wurden unter anderem Erfahrungen aus den Zusammenhängen des Netzwerks Afrique Europe Interact und der Klimabewegungen, wie Ende Gelände oder System Change, not Climate Change!, diskutiert.

Der Vortrag half dabei, unter anderem folgende Fragen zu erörtern:

Wie kann die nationalistische Diskurshegemonie durchbrochen werden? Welche Alternativen zum fossilistischen Kapitalismus und zur „Imperialen Lebensweise“ gibt es? Welche Kombination aus aktivistischen und wissenschaftlichen Praxen braucht es? Mittels welcher Medien, Publikationen, öffentlicher Interventionen und anderer Kommunikationskanäle können wir emanzipatorische Inhalte verbreiten, Druck aufbauen und Alternativen erarbeiten?

Dr. Alexander Behr ist Politikwissenschaftler, Übersetzer, Journalist und Dozent. Außerdem ist er Aktivist im Netzwerk Afrique Europe Interact und im Europäischen BürgerInnen Forum. Er gestaltet regelmäßig Radiobeiträge für Ö1 (Journal Panorama, Europajournal), schreibt für ORF.at und arbeitet schwerpunktmäßig zu Themen wie „Imperiale Lebensweise“, „Nord-Süd-Verhältnisse“, „Flucht und Migration“ sowie „Rechte von migrantischen Landarbeiter*innen in der industriellen Landwirtschaft“. Zuletzt erschienen: „Mein Weg vom Kongo nach Europa“ (Emmanuel Mbolela, Übersetzung und Herausgabe auf deutsch, Mandelbaum-Verlag).

Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.

Nachhaltigkeit als Lösung - Wirtschaft mit oder ohne Wachstum?

Am 10. Oktober 2018 fand ein Podiumsgespräch zwischen Prof. Dr. Niko Paech (Fakultät III) und Prof. Dr. Christoph Strünck (Fakultät I) zum Thema „Nachhaltigkeit als Lösung – Wirtschaft mit oder ohne Wachstum?“ statt.

Die Auswirkungen, die eine Politik des „Mehr“ und eine Wirtschaft, die auf grenzenloses Wachstum ausgerichtet ist, auf Mensch und Umwelt haben, stehen zunehmend in der Kritik. Häufig wird Nachhaltigkeit als Stichwort für die Lösung aller Probleme genannt. Doch ist Nachhaltigkeit mit Wirtschaftswachstum zu vereinbaren und wie kann Nachhaltigkeit umgesetzt werden?

Niko Paech ist Ökonom mit den Schwerpunkten Postwachstumsökonomik, Umweltökonomik sowie Nachhaltigkeitsforschung und lehrt seit 2016 an der Universität Siegen im Studiengang „Plurale Ökonomik“. Christoph Strünck ist Professor der Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpolitik und Experte für Verbraucherfragen.

Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.

Alles Gut(e), Karl Marx !? – Die Geburtstagskonferenz

Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung mit Dr. Michael Hirsch, kamen wir am 19. Mai 2018 erneut zusammen, um uns nun einen ganzen Tag mit Karl Marx auseinanderzusetzen. Folgendes Programm bildete den Rahmen der Konferenz:

09:30 – 10:00 Begrüßung

10:00 – 11:30 Vortrag von Dr. Judith Dellheim

12:00 – 13:00 Mittagspause

13:00 – 14:30 Vortrag von Ralf Krämer

15:00 – 17:00 Workshops

17:00 – 18:00 Gemeinsame Abschlussdiskussion

ab 18:00 Abendessen und Ausklang bei Getränken und Arbeiter*innenlieder

Dr. Judith Dellheim ist Ökonomin und Referentin der Rosa-Luxemburg-Stiftung für Solidarische Ökonomie, Mitwirkung in den Gesprächskreisen Parteien und Bewegungen sowie Wirtschaftspolitik. Ihre Mitgliedschaften weiten sich aus auf den Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie der GEW und der Partei DIE LINKE, deren Arbeitsgemeinschaft Wirtschaftspolitik von Judith Dellheim als Sprecherin vertreten wird. Im Rahmen unseres Kongresses anlässlich des 200. Geburtstages von Karl Marx hat Judith Dellheim zum Thema „Marx, Intersectionality, ‚Futter‘ für sozialistische Strategie-Arbeit“ vorgetragen.

Ralf Krämer ist Gewerkschaftssekretär im Bundesvorstand der ver.di im Bereich Wirtschaftspolitik und veröffentlicht regelmäßig Artikel, unter anderem zu Themen wie Kapitalismusanalyse, Sozialpolitik oder Industrie 4.0. Seit 2016 ist er Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE und hält regelmäßig Vorträge. Im Rahmen unserer Geburtstagskonferenz hat er zum Thema „Arbeit, Wertschöpfung und Mehrwertaneignung im digitalen Kapitalismus“ referiert.

Im Anschluss an die Vorträge fanden zwei Workshops statt, die sich einerseits mit den Grundbegriffen der Marx’schen Kapitalismusanalyse und der Aufgabe von Gewerkschaften, andererseits mit der Revolution aus mindestens zwei Perspektiven beschäftigten. Die Textgrundlagen der Workshops sowie jeweils ein aktueller Aufsatz der Vortragenden (und viel mehr) finden sich in dem Reader wieder, der den Teilnehmer*innen kostenlos ausgehändigt wurde. Über den ganzen Tag hinweg gab es die Möglichkeit, Literatur zu Marx und zum Marxismus im weitesten Sinne von der Bücherkiste zu erwerben. Gemeinsam ließen wir den Tag bei Getränken, Musik und weiteren Diskussionen ausklingen.

Ein gemeinsames Projekt der studentischen Initiative IkÖS, dem autonomen Referat Kultkaff und dem AStA der Universität Siegen.

Danke an alle an der Organisation beteiligten und insbesondere an die Referent*innen sowie die Workshopleitung!

Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.

Alles Gut(e), Karl Marx?! – 200 Jahre Marx

Auftaktveranstaltung der Reihe „Alles Gut(e), Karl Marx?!“ mit Dr. phil. habil. Michael Hirsch, Philosoph und Politikwissenschaftler (Privatdozent für Politische Theorie und Ideengeschichte an der Universität Siegen).

Am 3. Mai 2018 besuchte uns Michael Hirsch anlässlich des Geburtstags von Karl Marx, der sich zwei Tage später zum 200. Mal jährte. Grund genug also, sich vor Augen zu führen, dass dieser vermeintlich veraltete Philosoph und Ökonom uns nach wie vor Einiges mitzuteilen hat. Ganz im Sinne der „freien Entwicklung eines Jeden“ referierte Michael Hirsch anhand von zehn eigenen Thesen zur Aktualität von Karl Marx.

Anschließend wurde der Film „Der junge Karl Marx“ gezeigt. „Der junge Karl Marx“ ist ein Historienfilm des Regisseurs Raoul Peck aus dem Jahr 2017. Der Film beleuchtet Karl Marx’ prägende Lebenszeit zwischen 1843 und 1848.

Während der Veranstaltung stand ein Büchertisch von der Bücherkiste zur Verfügung.