Nächstes Seminar HOLOTROPES ATMEN:

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13.06.2018 - 17.06.2018

24.10.2018 - 28.10.2018

13.03.2019 - 17.03.2019

Kurzbeschreibung des Holotropen Atmens

Das holotrope Atmen wird, unter der Leitung eines erfahrenen transpersonalen Therapeuten, vor allem in Gruppen durchgeführt. In der Regel finden in einem 5 Tages Seminar vier Sitzungen mit holotropen Atmen statt. Für die praktische Durchführung des holotropen Atmens werden Paare gebildet, von denen zunächst einer als „Atmender“ und der andere als „Sitter“ fungiert. Der Sitter hat im holotropen Atmen die Aufgabe, bei Bedarf Unterstützung zu geben und darauf zu achten, dass bei heftigen Bewegungen und intensiven Gefühlsregungen der Platz durch Kissen und Matten gesichert bleibt. In der nächsten Sitzung mit holotropen Atmen werden dann die Rollen getauscht. Der Erfahrende legt sich auf eine Matte, entspannt sich und beschleunigt allmählich seinen Atemrhythmus. Unterstützt wird das holotrope Atmen noch durch evokative Musik, prozessuale Körperarbeit, falls die Auflösung von Blockierungen es erfordert, und am Ende der Sitzung durch intuitives Malen. Im holotropen Atmen verändert sich der Bewusstseinszustand. Im Gehirn zeigen sich beim holotropen Atmen vorwiegend Delta- und Thetawellen. Das bedeutet, dass im holotropen Atmen die visionären Fähigkeiten gesteigert und die Selbstheilungskräfte unterstützt werden. Desweiteren werden die psychischen Barrieren gelockert, sodass im holotropen Atmen mehr Informationen aus den tieferliegenden Schichten der Seele ins Bewusstsein strömen können. Dies führt zur Freisetzung von unbewussten (verdrängten) psychischen Material, angestauten Energien, abgespaltenen Gefühlen und verborgenen Potentialen. mehr...

Im holotropen Atmen wird die Transformation alter Lebensmuster, die Befreiung von Verstrickungen und der Zugang zum transpersonalen Selbst (das Göttliche in uns) unterstützt. Bedeutsame lebensgeschichtliche Themen, Geburtserlebnisse, vorgeburtliche Erfahrungen und Aspekte der Seele, die über die gewohnten Raum- und Zeitgrenzen hinausgehen, können in Sitzungen mit holotropen Atmen gegenwärtig werden. Das holotrope Atmen eröffnet aber auch Zugänge zu mystischen und spirituellen Dimensionen des Daseins.

Durch persönlichen Erfahrungsaustausch in der Gruppe und in Kleingruppen, durch regelmäßige Meditationen und rituelle Übungen wird die Aufarbeitung, Integration und Vertiefung der Erfahrungsinhalte möglich, sodass das Erlebte in einem sinnvollen Bezug zum Alltag verstanden werden kann. Im holotropen Atmen finden somit Heilung und Öffnung der menschlichen Seele zueinander.

>Weiterführende Literatur von Sylvester Walch


Holotropes Atmen ermöglicht das Eintauchen in transpersonale Erfahrungsräume, wodurch ein Prozess in Gang gesetzt, der das Leben nach innen und nach außen vollkommen umgestalten kann. Die empirisch fassbare Welt wird um eine Erfahrungsdimension erweitert, von der enorme Impulse ausgehen. Der Erfahrende im holotropen Atmen erlebt auf diese Weise, dass er mehr ist als nur Persönlichkeit, Lebensgeschichte oder ein Ensemble von Rollen. Das Sein wird in seiner Transparenz erfahren und Begrenzungen als willkürliche Konstruktionen des Bewusstseins erkannt.

Die Vielfältigkeit der holotropen Erfahrungen kann nur angedeutet werden, da diese Welt von einer schier unendlichen Reichweite ist.

Da die Zeit- und Raumgrenzen transzendiert werden, kann es vorkommen, dass jemand sich plötzlich außerhalb seines Körpers erlebt, verstorbenen Angehörigen begegnet oder in fremde Kulturen eintaucht.

Sogar parapsychologische Phänomene wie Hellsehen oder Präkognitionen können auftreten.

Einmal hat ein Teilnehmer in der holotropen Atemsitzung seinen Vater in der Computertomografieröhre liegend gesehen und als er heimkam, stellte sich heraus, dass der Vater genau zu diesem Zeitpunkt einen Hirnschlag erlitten hat.

Eine befreiende Wirkung können auch Todeserlebnisse vermitteln. Eine Seminarteilnehmerin berichtete Folgendes:

„Ich werde auf einem Brett von tibetischen Mönchen getragen. Mein Körper ist ganz leicht. Die Mönche singen. Es ist eine Verabschiedung. Ich sehe eine Frau, die sehr weint und mich selbst als toter tibetischer Mönch auf dem Brett liegen. Dann werde ich verbrannt. Ich spüre das Feuer in meinen Rücken, es ist nicht unangenehm. Ich spüre auch, wie meine Knochen sich während des Verbrennens biegen. Alles weitet sich, mein Körper fühlt sich noch leichter an. Ich komme ins Licht. Es ist ein ganz tolles und behagliches Gefühl…“

Das repräsentative Erleben des Todes kann unbewusste Ängste lösen helfen und zu mehr Frieden und Gelassenheit führen.

Durch Erfahrungen, die oft als mögliche Erinnerungsspuren früheren Lebens gedeutet werden, können tief verwurzelte Schuldgefühle gelöst werden:

„Ich spüre, dass ich wieder atmen muss, atme sehr heftig. Plötzlich halte ich einen vom Körper abgetrennten Kopf in der Hand. Blut fließt heraus. Ich habe getötet, ich habe Macht! Während dieser Episode habe ich das Gefühl in einem anderen Leben zu sein. Das abgetrennte Haupt sehe ich ganz deutlich vor mir. Schwarzes Haar, bärtig, blutüberströmt. Triumphierend halte ich es, von anderen bejubelt. Es ist, als wäre all dem ein Kampf auf Pferden vorangegangen. Das abgetrennte Haupt ist so deutlich neben mir, dass ein starkes Empfinden des Grauens aufsteigt. Ich schreie: „Nein!" Ein Gefühl von Schuld und tiefer Reue bringt mich zum hemmungslosen Weinen. Ich empfinde Erlösung.“

Große Bedeutung haben auch kollektive Erfahrungen, in denen man etwa das Leid der Hungernden in Afrika oder die schrecklichen Qualen der Juden im dritten Reich nachempfindet. Daraus entsteht tiefes Mitgefühl, das über die Grenzen des persönlichen Nahbereiches hinausgeht.

Aber auch Identifikationen mit Naturerscheinungen, wie etwa mit Bergen oder mit Tieren, können zu Kraftquellen werden, die Schwächephasen im Leben überwinden helfen. Eine besondere Rolle spielen auch Erfahrungen mit kollektiven Archetypen, durch die bislang vernachlässigte Persönlichkeitsaspekte bekräftigt und integriert werden.

Dazu wiederum eine kurze Erfahrungssequenz, in der es für eine Seminarteilnehmerin um die Befreiung des Anima Aspektes ging:

„Ich befinde mich im Bauch der Erde, tiefe Erdtöne klingen in mir. Ich habe den Wunsch, mich von meinen Fesseln zu befreien, meine Anima zu befreien und zu erlösen. Es ist schwer, die Hindernisse und Ketten, Verbote und Schranken abzuwerfen. Ich tanze einen Befreiungstanz – es ist ein ekstatischer Tanz, der sehr viel Kraft kostet. Neben der starken Anstrengung verspüre ich viel Wut, Trauer, aber auch manchmal Lust. Nach langer Anstrengung ist es soweit – ich fühle mich befreit – zur Frau erwacht... Ich fühle mich verbunden mit allen Frauen – mit dem Weiblichen. Es ist ein großes Glücksgefühl – ein ozeanisches Gefühl…“

Auch Rituale, wie sie in Übergangszeremonien, Trauerprozessen, schamanischen Reisen und Einweihungsfesten verschiedener Kulturen vorkommen, können im holotropen Atmen szenisch miterlebt werden. Dadurch wird die von ihnen ausgehende Reinigungs- und Wandlungskraft direkt auf den Erfahrenden übertragen. mehr....