Heike Rosas-Müller Heilpraktikerin für
Interkulturelle Psychotherapie
Spanisch (Lateinamerika)/ Deutsch
Spanisch (Lateinamerika)/ Deutsch
Adresse: Heike RosasMüller
c/o Praxisschmiede
Fehrbelliner Str. 50
11019 Berlin-Mitte
Öffnungszeiten: Donnerstags 14:00 - 19:00 Uhr
Terminvereinbarung:
rosas.mueller.praxisschmiede@gmail.com
Fon: 01578 8724673
Wenn Redebedarf mit einem Therapeuten in der eigenen Sprache besteht, der seinerseits über eine Expertise in Migration- und Anpassungsprozessen verfügt und der mit der Kultur und den Lebensbedingungen vertraut ist.
Wenn der euphorische Schmerz des Abschieds aus dem Heimatland keine vielversprechenden Möglichkeiten mehr birgt. Wenn die Bilanz der neuen Realität negativ ist und sich eine Ernüchterung, eine Ent-täuschung einschleicht. Wenn Sätze wie "So sieht das Leben hier aus", "Das ist jetzt mein Leben!" Schmerz, Trauer und/ oder Wut verursachen.
Wenn depressive Symptome wie Lust- und Antriebslosigkeit, Freudlosigkeit, Interessenverlust, dauerhaft negativ konnotierte Gefühle und Gedanken auftreten: Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit, fehlende Zukunftsperspektive bis hin zu Suizidgedanken.
Wenn die Herausforderungen der Sprach- und Kulturbarriere beginnen am Selbstwertgefühl zu nagen. Wenn die Fremdsprache als Sprachlosigkeit und Nichtverstandenwerden empfunden wird und sich ein Gefühl der Haltlosigkeit und Einsamkeit einstellt.
Wenn das Zusammenleben mit dem Partner aus einem anderen Kulturkreis (der oft die einzige nahe Bezugsperson des Migranten ist) zunehmend schwieriger wird und die Beziehung zu bröckeln droht. Wenn sich die Frage stellt, welche Schwierigkeiten in der Beziehung kulturell bedingt sind und welche dem Charakter geschuldet.
Wenn das Gefühl der psychischen Überforderung, der Niedergeschlagenheit oder der Ohnmacht überhandnimmt.
Wenn wiederkehrende Gefühle, Gedanken und /oder Verhaltensweisen die Lebensqualität mindern.
Wenn sich Zwänge und Ängste entwickeln
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Meine Praxis für interkulturelle Psychotherapie richtet sich an Menschen mit Migrationshintergrund aus Lateinamerikanischen Ländern, an deren Lebensgefährten und deren Angehörige.
Ausführliche Anamnese und Diagnostik
Zunächst findet ein Erstgespräch statt. Darauf folgen bis zu zehn Sitzungen für eine sorgfältige Anamnese und Diagnostik. Ziel ist es die bestmögliche, individuell abgestimmte Therapie zu finden.
Schwerpunkt: humanistische Therapieformen
Der Ausgangspunkt der humanistischen Therapieformen ist die Überzeugung, dass der Mensch die erforderlichen Ressourcen für sein Wachstum, genauso wie die Möglichkeit sich von psychischem Leid zu befreien, bereits in sich trägt. Die Therapie wird als Prozess der Selbstermächtigung verstanden.
Personenzentrierte Gesprächstherapie (nach Carl Roger)
Als Migrant/in oder auch als Partner/in in einer bikulturellen Beziehung ist es notwendig sich an neue Gegebenheiten anzupassen. Dabei ist der Grad zwischen Entwicklungspotential und Überforderung schmal. In der personenzentrierten Gesprächstherapie biete ich, als Therapeutin mit eigener Expertise im Thema Migration und mit meiner Kenntnis der Kultur- und Lebensbedingungen in Lateinamerika, einen Raum bedingungsloser Wertschätzung, einfühlsamen und urteilslosen Hineinversetzens (Empathie), Annahme und Echtheit an. Einen Raum, der es erlaubt das Potential persönlicher Entwicklung und Genesung zu aktivieren (Aktualisierungstendenz).
Personenzentrierte Kunsttherapie
Kunst kann das Unaussprechliche sichtbar machen. Es geht nicht um künstlerische Begabung oder darum Kunst zu erschaffen, sondern um den Zugang zur inneren Welt. Im kunsttherapeutischen Prozess werden Emotionen, Gefühle und Erinnerungen nonverbal ausgedrückt und bereits verarbeitet. Verwendet werden dabei hauptsächlich flüssige und feste Farben (Bleistifte, Bunt- und Wachsstifte, Kreide, Acryl-, Wasser- und Aquarellfarben sowie Tinte) auf Papier und Karton. Es können aber auch andere Materialien zum Einsatz kommen, wie z.B. Gegenstände für Collagen, Fotos, Fundstücke, Materialien aus der Natur wie Steine, Wurzeln, Pflanzen, Blätter... Im Anschluss eröffnet sich die Möglichkeit, mit dem Therapeuten, die Gefühls- und Erfahrungswelt zu verbalisieren.
Die Kunsttherapie ist besonders geeignet für Menschen, die sich mit einer neuen Lebenssituation konfrontiert sehen (Migration. Trennung, Todesfall eines geliebten Menschen...), an einer leichten depressiven Episode oder einer Angststörung leiden oder aufgrund einer posttraumatischen Belastungsstörung mit wiederkehrenden quälenden Bildern zu kämpfen haben.
Was sind die Ziele der Therapie?
Die Therapie kann der Selbstermächtigung dienen. Sie kann helfen Stress abzubauen, Resilienz zu fördern, das Selbstwertgefühl zu verbessern, mit schwierigen und herausfordernden Situationen (innerer und äusserer Natur) besser umzugehen, die Opferrolle zu verlassen und/oder soziale Verbindungen zu verbessern. Der Weg ist, genauso wie das Ziel, individuell. Welches Erleben, welches Verhalten, welche Gedanken oder Gefühle reflektiert, hinterfragt und gegebenenfalls geändert werden sollen, entscheidet jeder für sich, in der Therapie wie im Leben.
Gruppensitzungen für lateinamerikanische Migranten und deren Angehörige
Wann: jeden letzten Donnerstag im Monat, Beginn 17:00 bis 18:30 Uhr, offen für jeden nach vorheriger Anmeldung.
Die Gruppensitzung bietet einen Raum, der es Migranten aus Lateinamerika und deren Angehörigen ermöglicht sich über bikulturelle Themen auszutauschen: der Abschied von der Herkunftsfamilie, die Einsamkeit der Migration, die Sprachbarriere, die Veränderungen der Selbstwahrnehmung im neuen Kulturraum, die (Nicht-)Anpassung an das neue Land, die Herausforderungen einer bikulturellen Partnerschaft.
Heike Rosas-Müller