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Bild aufgenommen von: Procida.net
Die Insel Procida, die viele Jahre lang der Familie Da Procida unterworfen war, wurde als Lehen an die Familie Cossa verkauft und später der Familie Avalos gewährt.
Die Insel erlebte blühende Momente, aber auch dunkle Zeiten. Sie wurde wiederholt von sarazenischen Piraten angegriffen und von osmanischen Überfällen verwüstet. Als Beweis dafür sind noch heute die alten Wachtürme am Meer zu sehen, die zum Symbol der Insel geworden sind. Um 1530 ließ die Familie d'Avalos (Feuer der Insel bis 1700) eine Stadtmauer um die Zitadelle von Terra Casata errichten und begann mit der Ausgrabung des Grabens in der heutigen Via Largo Castello. Nach der Schließung der alten Tabaia-Straße konnte die Zitadelle nur über zwei Zugbrücken betreten werden. Mit der Schlacht von Lepanto, die 1571 begann, wurde die sarachenische Flotte des Mittelmeers zerstört und es war nicht mehr notwendig, die Bauarbeiten an den Verteidigungsmauern fortzusetzen. Aus "Ausgrabungsmaterialien" wurden diese Gärten auf einer alten Steile gemacht, die direkt zum Meer führte.
Mit dem Aufkommen der Bourbonen im Königreich Neapel im Jahr 1734 kam es zu einer erheblichen Verbesserung der sozioökonomischen Bedingungen der Insel, die auch auf das Aussterben der Feudschaft im Jahr 1744 durch Karl III. zurückzuführen war, der Procida zu seinem eigenen Jagdreservat machte. In diesen Gärten nisten er Fasane und Rebhühner und erweiterte eine Verordnung, mit der es unmöglich war, Katzen in Procida zu besitzen. Nach 10 Jahren war es zwingend erforderlich, das Dekret zu beseitigen, da die Krankheiten durch die Verbreitung von Mäusen zugenommen hatten.
Der Hof, der dem König folgte, verspürte das Bedürfnis, Siedlungen in der Nähe des Königspalastes zu bauen, und so begann sich das Viertel zu bevölkern.
Die Reben wurden aus Griechenland importiert und in diesem Gebiet wurde ein riesiger Weinberg gepflanzt, so dass das Gebiet schlechthin als "Vigna" bezeichnet wurde.
Derzeit werden in den Gärten von Torre Tabaia hauptsächlich die Produkte angebaut, die für die Versorgung der Flotte des neunzehnten Jahrhunderts benötigt wurden: Eine davon war die Artischocke, die sehr praktisch in Öl oder Salz zu lagern war. Besonders angebaut wurden auch Hülsenfrüchte und Kartoffeln, die damals auch dreimal im Jahr angebaut wurden.