HARUSPEX Symbole, Abkürzungen, Währungen

ALLGEMEINE SYMBOLIK DER GENEALOGIE

  • * geboren
  • (*) aussereheliche Geburt
  • posthum nach dem Tod des Vaters geboren
  • ~ getauft
  • un~ ungetauft
  • o verlobt
  • o-oo vorehelich
  • oo verheiratet
  • oo I. 1. Heirat
  • oo II. 2. Heirat
  • + gestorben
  • +* Totgeburt
  • o|o geschieden
  • o-o freie | außereheliche Verbindung
  • X gefallen
  • +X an im Kampf erlittenen Wunden gestorben
  • [] begraben
  • <> begraben
  • <>+ am Todestag begraben
  • ++ diese Linie ausgestorben

ABKÜRZUNGEN

  • Sd+ Sohn des Verstorbenen
  • Td+ Tochter des Verstorbenen
  • ebd. ebenda
  • geb. geboren am:
  • gesch. geschieden am:
  • verw. verwitwet
  • Ww. / Wwe. Witwer / Witwe
  • <Datum> Datum errechnet
  • <Familienname> weitere Schreibweise(n) des Familiennamens
  • GB Gerichtsbuch
  • KB Kirchenbuch
  • Juv. Jüngling, Junggeselle
  • Jfr. Jungfrau
  • Mstr. Meister
  • Mag. Magister
  • p.m.s.l. per matrimonium subsequens legitimatus (lat.: durch nachfolgende Ehe der Eltern legitimiertes Kind)
  • s.i.c. sepultus in coemeterio (begraben auf dem Friedhof)
  • s.p.l. sine prole legitime (lat.: ohne legitime Nachkommenschaft)
  • s.p.m. sine prole mascula (lat.: ohne männliche Nachkommenschaft)
  • s.p.s. sine prole supertite (lat.: ohne lebende Nachkommenschaft)
  • ev. evangelisch
  • ev.-luth. evangelisch-lutherisch
  • kath. katholisch
  • N.N. nomen nescio (Name unbekannt)
  • PD Perillustris Dominus (hoher sozialer Status)
  • StA Staatsarchiv, Standesamt
  • PfA Pfarramt
  • ren. renatus, renata (getauft)
  • vgo. virgo (Jgfr.; Jungfrau)
  • X Abkürzung in Kirchenbüchern für "Christ" bei Vornamen in Anlehnung (Bsp.: Xtian = Christian)


WOCHENTAGS-SYMBOLIK IN ALTEN MATRIKELN

  • Montag zunehmender Halbmond ☽
  • Dienstag Kreis mit Pfeil nach rechts oben ♂
  • Mittwoch Kreis mit Kreuz darunter, auf dem Kreis oben noch ein offener Halbkreis ☿
  • Donnerstag Zeichen wie eine 4, linker Anstrich aber gerundet ♃
  • Freitag Kreis mit Kreuz darunter ♀
  • Samstag längliches Kreuz mit einem Häkchen nach rechts unten ♄
  • Sonntag Kreis mit Punkt oder Strich im Inneren ☉

ALTE DEUTSCHE BEZEICHNUNGEN

  • Montag guter tag, mentag
  • Dienstag eritag, irchtag, irrtag, zinstag, zistag, cistag,
  • Mittwoch wodenstag, gudenstag, mitticher, michten
  • Donnerstag phincztag, durnstag
  • Freitag fridach
  • Samstag satertagsnavend, sneund, unsen abend
  • Sonntag sonnentag

LATEINISCHE WOCHENTAGSBESZEICHNUNGEN

  • Montag dies lunae (Mond), feria secunda, dies secunda
  • Dienstag dies martis (Mars), feria tertia, dies tertia
  • Mittwoch dies mercurii (Merkur), feria quarta, dies quarta
  • Donnerstag dies jovis (Jupiter), feria quinata, dies quinta
  • Freitag dies veneris (Venus), feria sexta, dies sexta
  • Samstag, Sonnabend dies saturni (Saturn), dies sabbatinus, feria septima, dies septima
  • Sonntag dies solis (Sonne), dies dominica (Tag des Herrn), dominica, feria prima, lux domini

LATEINISCHE TAGESZEITANGABEN

  • matutinus = früh morgens
  • antemeridianus = vormittags
  • meridies = mittags
  • postmeridianus = nachmittags
  • versperum = abends
  • noctu = nachts

MONATS-BEZEICHNUNGEN IN ALTEN MATRIKELN

  • Januar Janner, Hartung, Eismonat, Janner, Jenner, Erster Monat
  • Februar Feber, Harnung, Regenmonat, Hornung
  • März Lenzing, Lenzmond, Windmonat, Lenz, Frühlingsmonat
  • April Ostermonat, Ostermond, Wandelmonat, Osteren monat
  • Mai Weidemonat, Wonnemonat, Wonnemond, Blutenmonat
  • Juni Brachet, Brachmonat, Wiesenmonat, Brachet
  • Juli Heumonat, Heuet, Heuert
  • August Ernting, Erntemonat, Hitzmonat, Augst, Augstmonat
  • September 7bris, 7ber, Fruchtmonat, Scheiding ,Herbstmonat, Herpsten
  • Oktober 8bris, 8ber, Weinmonat, Gilbhard, Weinmonat
  • November 9bris, 9ber, Reifmonat, Nebelmonat, Wintermonat
  • Dezember 10bris, 10ber, Xber, Xbris, Julmonat, Christmonat , Wolfmonat

Verwendung von Zeichencodes in Transkripten

  • ¼ = Alt + 0188
  • ½ = Alt + 0189
  • ¾ = Alt + 0190
  • ÿ = Alt + 0255
  • æ = Alt + 0230
  • † = Alt + 0134


ALTE WÄHRUNGEN IN SACHSEN

  • 1 Gulden = 21 Groschen
  • 1 Groschen = 12 Pfennige
  • 1 Neugroschen = 10 Pfennige
  • 1 Taler = 24 Groschen
  • 1 Pfennig = 2 Heller

MASSEINHEITEN IN ALTEN MATRIKELN

  • 1 Scheffel = 4 Metzen
  • 1 Metz = 6,5 Liter
  • 1 Zoll = 0,02615 Meter
  • 1 Fuß = 12 Zoll
  • 1 Elle = 25,5 Zoll
  • 1 Klafter = 72 Zoll
  • 1 Rute = 144 Zoll
  • 1 Meile (preußisch) = 7532,48 Meter
  • 1 flämische Hufe = 20,6 Hektar

aus der Ökonomisch-technologischen Encyklopädie von Johann Georg Krünitz anno 1827:

"In der ersten Hälfte des 15ten Jahrhundertes wurden in Thüringen und Sachsen zweyerley Groschen gemünzt; man prägte Groschen, deren 20 auf einen Gülden gingen, und 20 solcher Groschen hieß ein neues Schock, man prägte aber auch welche, deren 60 einen Gülden machten, und diese 60 hießen ein altes Schock. In Sachsen ist die Rechnungsart nach Schocken noch bey den Steuern, bey den Geldstrafen in den Gerichten, und bey dem gemeinen Manne auf dem Lande gangbar; aber da man jetzt nur einerley Art Groschen hat, so ist ein alt Schock jetzt 20, ein neu Schock aber 60 Meißnische Groschen oder 21/2 Thaler. Als um die Mitte des 16ten Jahrhundertes die Landsteuern, d.i. die beständigen Abgaben von den Feldgütern, in Sachsen ihren Anfang nahmen, schätzte man den Werth der Feldgüter nach damahls üblichen Schocken, und legte auf jedes Schock-Pfennige, welche 1606 auf 8 Pfennige erhöhet wurden. Diese in Sachsen noch jetzt gangbare Art der Landsteuer wird der Schockanschlag genannt, und die von den nach Schocken taxirten Feldgütern bestimmte Steuer gleichfalls mit dem Nahmen der Schocke belegt."

"detegimus antiquorum generum vestigia - Wir erforschen die Spuren alter Geschlechter"