Die 12 Gebote für Familienforscher

  1. Beginnen Sie mit Forschungen, sollten Sie von vornherein die Phantasie ausschalten! Sie führt auf Irrwege und verursacht nutzlose Kosten.
  2. Ziehen Sie vom ersten Tag an eine umfassende Fachliteratur zu Rate, die Ihnen unbekannte Quellen erschließt, Ihnen gute Beispiele bringt, Sie anregt und fördert! Das fremde Land der Familiengeschichtsforschung wird denen schnell vertraut, die sich die besten Führer suchen.
  3. Ehe Sie mit Forschungen beginnen, arbeiten Sie die zugänglichen und veröffentlichten Quellen durch! Sie dürfen für diesen Zweck auch einmal ein Buch kaufen.
  4. Gewöhnen Sie sich vom ersten Tag an bei allen Aufnahmen und Niederschriften an die übersichtliche Ordnung gleichmäßiger Vordrucke!
  5. Richten Sie Anfragen an Behörden, Pfarrämter oder Forscher kurz und höflich! Nicht jeder ist Gedankenleser und kann erraten, was Sie eigentlich wollen. Die Zeit ist überall knapp. Unhöflichkeit schlägt Türen zu.
  6. Fügen Sie allen Anfragen Rückporto bei! Wer dies nicht tut, handelt unklug, denn er darf keine Antwort erwarten.
  7. Haben Sie Geduld! Es ist zwar jeden Tag Jagdtag, aber nicht jeder Tag ist Fangtag.
  8. Übertragen Sie einem Dritten Forschungen, so vereinbaren Sie vorher die Vergütung! Spätere Auseinandersetzungen sind für beide Teile unerquicklich. Erwarten Sie nie umfangreiche Ermittlungen umsonst. Der Andere hat meist kein persönliches Interesse an Ihrer Forschung; er hat auch noch etwas anderes zu tun, als nur Ihre Fragen zu beantworten.
  9. Bekommen Sie brauchbares Material zugesandt, so bestätigen Sie den Empfang und bedanken sich! Wenn Sie dies nach Suchanzeigen in der Fachpresse tun, können auch Andere an Ihrer Freude teilhaben, und das steigert die Hilfsbereitschaft.
  10. Übernehmen Sie nur Forschungen, denen Ihre Kenntnisse gewachsen sind! Zufallstreffer können wirkliches Wissen nicht ersetzen.
  11. Übernehmen Sie Forschungen, so schieben Sie sie nicht auf die lange Bank! Erfordern sie längere Zeit, dann geben Sie dem Auftraggeber einen Vorbescheid. Bedenken Sie, dass der Auftraggeber gespannt auf jedes Ergebnis wartet.
  12. Schließen Sie Ihre Forschungen von Zeit zu Zeit ab! Sie lückenlos bis zur Erschaffung der Welt zurückzuführen, ist sowieso unmöglich. Veröffentlichen Sie Ihre Forschungsergebnisse. Sie erschließen sich damit neue Quellen und dienen der Allgemeinheit.

Quelle: GFW