Tulpen-Glück - so klappt es
Tulpen-Glück - so klappt es
Tulpen-Glück im eigenen Garten: Der ultimative Guide zum Pflanzen
Tulpen sind die unangefochtenen Königinnen des Frühlingsgartens. Doch damit sie im April und Mai wirklich in voller Pracht erstrahlen, wird der Grundstein bereits Monate vorher gelegt. Hier erfährst du alles, was du über den richtigen Zeitpunkt, die perfekte Erde und den entscheidenden Kälte-Kick wissen musst.
eine unserer Lieblingssorten: NEGRITA
Der ideale Zeitraum für das Pflanzen von Tulpen ist relativ - aber liegt generell zwischen September und November.
Bei uns ganz im Süden Österreich ist es im September zu früh, dafür haben wir schon oft noch kurz vor Weihnachten die letzten Zwiebel gesteckt:-)
Die Faustregel: Die Zwiebeln sollten vor dem ersten harten Bodenfrost in der Erde sein, damit sie noch feine Wurzeln bilden können.
Wichtig: nicht zu früh im Spätsommer, wenn der Boden noch sehr warm ist, da dies Pilzinfektionen begünstigen kann. Ein kühler Herbsttag ist perfekt.
Tulpen sind eigentlich recht anspruchslos, aber sie hassen „nasse Füße“ - sie sind extrem empfindlich gegenüber Staunässe
So bereitest du das Beet vor:
Lockere den Boden mit der Grabgabel.
Drainage: Wenn du schweren, lehmigen Boden hast, mische unbedingt eine großzügige Portion Sand oder feinen Kies unter. Das lässt überschüssiges Wasser abfließen, denn bei Böden, die das Wasser stauen, verfaulen die Zwiebeln innerhalb weniger Wochen. Wir haben an manchen Stellen solch einen Boden und uns ist es wirklich schon passiert, dass die Zwiebel vor sich hin faulten.
Nährstoffe: Manche empfehlen Kompost ins Pflanzloch zu geben, damit die Zwiebel einen guten Start bekommt. Es reicht aus unserer Sicht aber auch aus, im Frühjahr vor der Blüte zu düngen.
Tulpen brauchen den sogenannten Kältereiz (Vernalisation). Die Zwiebel benötigt eine Ruhephase von 8 bis 12 Wochen bei Temperaturen unter 9°C.
Ohne diese Frostperiode treiben die Zwiebeln zwar Blätter, bilden aber oft keine oder nur verkrüppelte Blüten aus.
TIPP !!! ....wenn ihr mal zu spät dran seid (so wie wir manchmal) -- d.h. wenn der Boden mal wieder früher friert, als man mit seinen Garten-ToDos fertig ist :-).
Man nehme einfach Gitterkisten, legt Vlies rein, befüllt sie mit Erde und steckt die Tulpenzwiebeln rein, dann raus damit ins "kalte" Freie. Ihr müsst hier aber viel mehr Acht geben, wenn die Kisten ganz frei stehen und es ist bitterkalt, dann bitte geschützter platzieren. Auch bei zu warmen Wintertagen ist es ratsam, sie umzustellen an zb. die kühlere Nordseite. Die Tulpen bekommen so ihren benötigten Kältereiz und wenn sie im Frühjahr sprießen und der Boden bearbeitbar ist, dann könnt ihr sie in "Mutter Erde" umsetzen.
Damit die Tulpe stabil steht und vor Frost geschützt ist, gilt die Zwiebel-Regel:
Pflanztiefe: Doppelt bis dreimal so tief, wie die Zwiebel hoch ist (ca. 10–15 cm).
Abstand: Etwa 10 cm zwischen den Zwiebeln (für einen dichten Teppich).
Wichtig: Die Spitze zeigt immer nach oben!
Viele machen den Fehler, erst zu düngen, wenn die Tulpe schon blüht. Dann ist es jedoch fast zu spät für die Nährstoffaufnahme.
Wann? Der erste Dünger sollte ausgebracht werden, sobald sich die ersten grünen Spitzen im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr (Februar/März) aus der Erde schieben.
Womit? Kompost, Volldünger, Phosphor-Blühdünger oder spezieller Blumenzwiebeldünger sind ideal. Das gibt der Pflanze die nötige Energie für den Austrieb.