Wie bereiten wir unseren Garten im Herbst auf die ruhige Zeit vor ??
Hier findet ihr einige unserer To-Dos, die im Herbst zu erledigen sind ….
Rasen ein letztes Mal mähen und Kalidünger ausbringen (zb. Patentkali)
Schnittgut unbedingt auffangen um zu vermeiden, dass am Ende der Vegetationsperiode übermäßig Stickstoff in den Boden gelangt. Außerdem würde das Schnittgut verfilzen, was so spät im Jahr sehr nachteilig wäre.
Kalidünger stärkt die Zellwände und stabilisiert den Wasserhaushalt.
Folglich sind Pflanzen und der Rasen frostresistenter und kommen besser über den Winter.
Laub von Rasen entfernen 🍂
Wir machen mit dem Laub einige Laubhaufen als zusätzlichen Unterschlupf für unsere Igel.
Beete: Das Laub könnt ihr auch auf die Beete geben - wichtig nur: gebt Urgsteinsmehl drauf.
Dies bewirkt, dass dieser Laubmulch nicht versäuernd auf den Boden wirkt!
Hier sind die drei wichtigsten Gründe, warum dein Rasen unter der Blätterschicht leiden würde:
Lichtmangel: Gras ist eine Pflanze, die Licht zur Photosynthese braucht. Eine dichte Laubschicht wirkt wie ein dunkler Vorhang – der Rasen darunter "vergeilt" (wird gelb und schwach).
Erstickungsgefahr & Fäulnis: Unter dem nassen Laub bildet sich eine luftdichte Schicht. Die fehlende Luftzirkulation führt dazu, dass die Gräser ersticken und anfangen zu faulen. Das ist der ideale Nährboden für Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel.
Moosbildung: Wo das Gras abstirbt, entstehen Kahlstellen. Sobald es im Frühjahr feucht wird, siedelt sich dort sofort Moos an, das du später mühsam vertikutieren musst.
Viele Gartenbesitzer warten bis zum Frühjahr, doch Profis wissen: Der Herbst (September bis November) ist das goldene Zeitfenster für Stauden, Sträucher, Hecken und Bäume, weil :
Im Herbst konzentriert sich die Pflanze nicht mehr auf das Wachstum von Blättern oder Blüten, sondern steckt ihre gesamte Energie in die Wurzelbildung. Da der Boden vom Sommer noch restwarm ist, wachsen die Feinwurzeln sofort an. Im Frühjahr startet die Pflanze dann mit einem enormen Entwicklungsvorsprung direkt durch.
Die herbstliche Witterung mit mehr Niederschlag und höherer Luftfeuchtigkeit ist ideal. Du sparst dir mühsames Gießen, da der Boden seltener austrocknet. Das Risiko, dass frisch gesetzte Pflanzen durch die erste starke Frühlingssonne "verbrennen", ist im Herbst praktisch gleich null.
Bäume und Sträucher, die in der Ruhephase (ohne Laub) gesetzt werden, erleiden weniger "Pflanzschock". Besonders wurzelnackte Heckenpflanzen und Obstbäume sind im Herbst zudem oft preisgünstiger in Baumschulen erhältlich als getopfte Ware im Frühjahr.
Kurz gesagt: Wer im Herbst setzt, genießt im Frühjahr entspannt das erste Grün, während andere noch zum Spaten greifen müssen!
ACHTUNG: bei immergrünen Konfiferen Hecken sollte man nicht so lange warten - eher Ende August/Anfang September pflanzen!!!
Wir haben eine Hecke gesetzt (diesmal mit Minibagger😉), wieder haben wir uns für „Schwarzgrünen Liguster Atrovirens“ entschieden. Wenn dieser Liguster älter ist, dann ist er auch im Winter ein Sichtschutz und er ist Lebensraum für unsere Vögel. Wir haben noch viele andere Pflanzen gesetzt.
Frühlingsblüher pflanzen
Wir richten immer eine Schubkarre voll mit einem Gemisch auf viel Sand und lockerer guten Gartenerde. Wir haben uns mal ein Spezialgerät für Zwiebelpflanzung gekauft, aber ich bin ehrlich, damit komme ich nicht so gut zurecht. Wir pflanzen deshalb „oldscool“ mit einer kleinen Gartenschaufel. Mit dieser kann man auch am Besten zuerst das Sand-Erde Gemisch in das Loch füllen.
Hier unsere liebsten Kombis bei Tulpen:
Negrita mit Apricot beauty oder Mystic van Eijk
Lady van eijk oder Zantupink Pink Pride mit Chatarina
Tulpe Purple Prince mit Orange Princess
Zantupink Red Pride mit Timeless
Hier unsere anderen Frühlingsblüher-Lieblingssorten :
Allium: Globemaster und Gladiator
Hyazinthe: Woodstock
Krokus: Flower record
Narzissen: White cheerfulness
Schneeglöckchen: Galanthus Nivalis
Frühlingsknotenblumen: Leucojum aestivum
...ein kleiner Vorgeschmack auf den frühling
Stauden teilen
Wenn man die stauden noch im zeitigen Herbst teilt und verpflanzt, können sie noch gut anwachsen und erfreuen uns im nächsten Gartenjahr – dieses Jahr haben wir geteilt: Frauenmantel, Phlox, Astern, Bartfaden, Fetthennen,…).
Wir verwenden sonst nie den Spaten, aber zum Stauden teilen ist er das beste Werkzeug.
Nicht frostsichere Statuen und Deko einräumen
… zuerst noch etwas reinigen, dann dürfen sie im Frühjahr wieder raus
Unsere Brunnen lassen wir aus und schützen die Skulpturen/Brunnenbecken vor zu viel Winternässe.
Gräser zusammenbinden
Große Ziergräser wie Pampasgras oder Chinaschilf sollten im Herbst nicht geschnitten, sondern fest zusammengebunden werden.
Das hat zwei entscheidende Gründe:
Schutz vor Nässefäule: Das Herz der Pflanze (die Basis) ist empfindlich. Wenn Regen oder schmelzender Schnee direkt in die abgeschnittenen, hohlen Halme läuft, fängt das Gras von innen an zu faulen. Die zusammengebundenen Halme wirken wie ein natürliches Dach, das das Wasser nach außen ableitet.
Schutz vor Bruch: Schwerer, nasser Schnee kann die filigranen Halme auseinanderdrücken und knicken. Als „Schopf“ gebunden, bleibt das Gras stabil und übersteht auch starke Winterstürme unbeschadet.
Nebeneffekt: Ein zusammengebundenes Gras sieht im winterlichen Garten oft wie eine hübsche Stroh-Skulptur aus – besonders, wenn sich Raureif daran absetzt!
Vogelhäuschen und Nistkästen reinigen
… um Schmutz und mögliche Parasiten zu entfernen !!!
Einfach das alte Nest raus geben und die Nistkästen, wie auch die Vogelhäuschen mit einer Bürste innen abbürsten.
Die Vogelnistkästen reinigen wir bis Mitte Oktober! Danach haben sich oft schon neue Wintergäste einquartiert. Jetzt, da die kalten Nächte beginnen, richten sich vielfach Meisen und Spatzen einen Kuschelplatz für den Winter ein.
Wichtig ist, spätestens jetzt mit der Vogelfütterung zu starten, da sich die Vögel ihre Anlaufstellen für den Winter merken.
Beete mulchen und rosen anhäufeln
Wir mulchen im Herbst die empfindlichen Pflanzen und bei manchen Beeten machen wir den sogenannten "Flächenmulch".
Die Veredelungsstellen der Rosen (der dicke Knubbel zwischen Wurzel und Trieben) ist die empfindlichste Stelle der Pflanze und auch die schützen wir vor dem Frost. Durch das Anhäufeln mit Mulch oder einer Erde-Sand-Mischung (ca. 15–20 cm hoch) liegt diese Stelle geschützt unter einer isolierenden Schicht und erfriert nicht bei zweistelligen Minusgraden.
Hier unsere Mulch-Varianten für den Herbst:
Diese meist aus Holzfasern, Rinde, Kompost und Torfersatz bestehende Mischung ist besonders stabil und sieht sehr schön aus.
Sie verfilzt an der Oberfläche und wird deshalb nicht so leicht vom Wind verweht (auch ideal für Hanglagen). Sie unterdrückt auch Unkraut sehr effektiv.
Heu besteht aus getrocknetem Gras und ist im Grunde „Futter“ für den Boden und unsere lieben Regenwürmer.
Es zersetzt sich schnell und liefert viele Nährstoffe. Es hält den Boden wunderbar warm und aktiv.
Nachteil: Gefahr von Sameneintrag! Wenn das Heu spät geschnitten wurde, holst du dir viele Gräser- und Wildkrautsamen ins Beet. Zudem zieht es bei Feuchtigkeit gerne Schnecken an.
Stroh ist sehr kohlenstoffreich und braucht lange, um zu verrotten. Stroh nehmen wir dann, wenn ein Beet mal ein Jahr "ruhen" darf.
Es sorgt für eine sehr gute Belüftung des Bodens und ist ein hervorragender Isolator gegen Frost.
Leider entzieht es dem Boden während der Rotte viel Stickstoff und optisch ist es uns im Staudenbeet zu unruhig.
Das ist die natürlichste Form des Mulchens, die den Wald zum Vorbild hat.
Laub ist kostenlos verfügbar. Das Urgesteinsmehl beschleunigt die Zersetzung, liefert wertvolle Mineralien und bindet Gerüche. Es verhindert zudem, dass das Laub eine luftdichte, fäulnisanfällige Schicht bildet.
ACHTUNG: kein Eichen- oder Walnusslaub verwenden!!! Es enthält zu viel Gerbsäure und zersetzt sich sehr langsam.
Hackschnitzel verwenden wir auch im Garten - wird aber erst im Frühjahr frisch aufgetragen gegen Unkraut, denn für den Winter hat dieser Mulch keinen Mehrwert !!!!
Topfpflanzen einpacken und einräumen
Unsere Zitronen-, Agapanthus- und Lorbeer -Pflanzen räumen wir jeden Herbst - so spät wie möglich - in unsere Garage.
Unsere Olivenbäume werden nur eingepackt - nicht eingeräumt!!!
Die Töpfe werden mit Dämmwolle umwickelt, dann kommt als Nässeschutz ein Isoliersack drüber.
Dann werden sie alle geschützt ins Hauseck geschoben, dort überwintern sie einwandfrei und viel besser als in der Garage (man bedenke, wir sind aber im Süden Österreichs zuhause😏)