Friedrich Glasl beschreibt Konflikte als Prozesse, die sich schrittweise verschärfen können. Ein Konflikt bleibt also nicht automatisch auf derselben Ebene. Je nachdem, wie die Beteiligten miteinander umgehen, kann er sich weiter zuspitzen.
Für die Arbeit mit dem Film reicht zunächst eine vereinfachte Einteilung in drei Bereiche:
Das Modell hilft dabei, den Verlauf des Films zu ordnen. Es geht nicht darum, jede Szene exakt einer Stufe zuzuordnen. Wichtiger ist die Frage:
Wann verändert sich die Gesprächsform?
Achtet besonders darauf, wann aus einem sachlichen Gespräch ein Gegeneinander wird – und wann der ursprüngliche Anlass fast keine Rolle mehr spielt.
Konflikte eskalieren, wenn es nicht mehr nur um die Sache geht, sondern zunehmend um Schuld, Macht, Kränkung und Gesichtsverlust.
Win-Win
Eine Lösung scheint noch möglich. Die Beteiligten versuchen noch, miteinander zu sprechen.
Höflichkeit, Gesprächsbereitschaft, Kontrolle, Versuch einer Klärung.
Eine Seite will sich durchsetzen. Es geht zunehmend um Rechthaben, Schuld und Überlegenheit.
Schuldzuweisungen, Verteidigung, Lagerbildung, Abwertung.
Es geht kaum noch um eine Lösung. Die Beteiligten nehmen Verletzung, Bloßstellung oder Schaden in Kauf.
Kontrollverlust, Demütigung, Eskalation, „Gemetzel“.
Vereinfachte Darstellung nach:
Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz / Zentrum für Schulleitung und Personalführung (o. J.): Konflikteskalationstreppe nach Friedrich Glasl. Mainz: Pädagogisches Landesinstitut Rheinland-Pfalz.